Wer leidet auch an Emetophobie (Angst vor Erbrechen)?

P7lubto xx3


Also ich glaube das so ein Praktikum waere gar nicht falsch. Mann kann es ja mal versuchen. & was out-side schon sagte, wenn du nichts verdienst brauchst du gar keine so große angst zu haben dass du versagst. Waere bestimmt ne gute Uebeung.

& out-side, das war doch schon ein kleiner Schritt nach vorne, dass du dich ueberwunden hast so spaet noch was zu essen. ich arbeite da im moment auch dran & esse auch wenn ich abends mal nicht schlafen kann noch etwas. auch wenn es schon sehr spaet ist. klappt auch immer besser.

ehrlichgesagt bin ich froh dass in 2 wochen die schule wieder losgeht. ich habe ´zwar auch ein bisschen angst, ob das alles klappt, aber ich spuehre durch die thera schon verbesserungen & freue mich irgendwie schon drauf, zu sehen dass sich die anstrenugung lohnt.. & es ist ja auch irgendwie eine herausforderung. vor den ferien habe ich oft gefehlt, wegen uebelkeit & zu großer angst.. aber in den ferien war ich ja viel weg.. bin sogar zug & bus gefahren.. & jetzt mit neuer kraft ins neue schuljahr. ich will mich meiner angst in die schule zu gehen endlich stellen. :-)

o"utD-siydhe-x


Pluto: :)^

Zugfahren war für mich eigentlich noch nie ein Problem. Da gibt´s ja Toiletten, und damit ist schon mal ein Teil der Angst "gebannt".

An mir arbeiten muss ich noch viel, um die Angst loszuwerden. Ich glaube, du auch... viele hier von uns.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag! :)*

s_ook


hallo zusammen.

also ich habe mich meiner angst einfach gestellt, und ich muss sagen es geht seid dem ganz gut. ich mach alles worauf ich lust habe. aber auch nur, wenn es mir gut geht, wenn mir schon schlecht is bleibe ich gleich zuhause...

meine beste freundin zb is nach münchen gezogen, das is so 80 km von mir. und ich habe es nie fertig gebracht sie zu besuchen, wegen zug fahren, die vielen leute da, mir könnte ja schlecht werden!!! und eines tages hab ich gesagt, so ich machs jetz einfach. und es war die hölle muss ich ehrlich zugeben. es ging mir gut bis ich im zug sahs. und dann erst in der s-bahn, die war proppen voll, es war nur eine station nich mal 5 minuten... und ich hab so eine panik bekommen das ich fast umgefallen wäre

aber nur aus der angst heraus ich könnte K***... hab ich natürlich nich.. beim 2. mal gings mir dann schon besser und beim 3. mal war gar nichts mehr.... es sind immer nur diese situationen, sachen die ich sonst nicht mache. wenn ich so meinen geregelten tages ablauf habe, geht mir gut, meistens zumindes....

das schlimmste is, ich habe vor 2 jahren meine ausbildung abgebrochen und würde sie jetz gern fertig machen.... ich trau mich aber nich.. und jetzt erzähl das mal jemanden ich trau michnich meine ausbildung fertig zu machen... das hört sich an als wäre ich faul...

ich mom habe ich deshalb auch nur eine teilzeit stelle in einem hotel dort mache ich die zimmer, und das is natürlich ganz gut, in jedem zimmer is ein klo :-) oh man.... das is schon so eine richtig beschissene sache.. frag mich ob es überhaupt irgendwann mal ganz weg is....gestern zb. war es wieder ganz schlimm.. auf einmal in der arbeit, wurde mir total schlecht...das ging dann so 1 1/2 std. und dann war es weg.. dann abends wieder dazu hatte ich bauchkrämpfe natürlich hab ich panik bekommen...

dann war es wieder weg... das habe ich im mom so 2 mal die woche für paar std mal mehr mal weniger. und wenn ich an früher denke da hatte ich es jeden tag 24 std, ich habe keinen bissen runter gebracht und habe mich nur von trinknahrung "ernährt" wenn man so schaut is es ja schon deutlich besser geworden und ich bin froh das es wenigstens so is wie es is.. und hoffe das es nicht irgendwann mal wieder schlimmer wird....

ich bin eh sehr schlank, 46 kg bei 1,60...gewicht schwankt immer ein wenig je nachdem wie es mir geht es ich auch....

wenn ich jetzt k** würde, würde ich sofort mindestens 3 kg abnehmen und dann sehe ich aus als wäre ich magersüchtig, desswegen schaue ich auch immer wieviel ich esse das es ja nie zu wenig is :-(

so das war wieder ein mega text :-)

lg alina

PPlutoZ x3


@ out-side:

ja gut, aber bis nach koeln z.B. fahre ich ja s-bahn & da ist kein klo drin.. & ka.. ist einfach noch nichts fuer mich. aber es wird besser. :-)

@ sook:

ich weiß was du meinst, aber es ist ja gut sich seiner angst zu stellen. bei den meisten wird es ja wirklich besser dadurch. das mit deiner ausbildung ist natuerlich sehr aergerlich, aber vielleicht kannst du es ja doch versuchen ? Ich wuerde es dir sehr wuenschen & ich wuensche dir viel erfolg.

Oh man, das kenne ich.. Ich bin auch sehr schlank.. Ich hab mich gerade wieder auf 40kg geboxt &bin nur 1,55m groß. auch zu wenig. muss dran arbeiten, aber das ist gar nicht so leicht.. schon ne blode sache.. :x

o#ut-sixde-x


aber auch nur, wenn es mir gut geht, wenn mir schon schlecht is bleibe ich gleich zuhause...

Aber man soll sich ja der Angst erst recht dann stellen, wenn´s einem schlecht geht. Zumindest rein theoretisch, denn das ist immer leichter gesagt als getan. :=o

und jetzt erzähl das mal jemanden ich trau michnich meine ausbildung fertig zu machen... das hört sich an als wäre ich faul...

Für mich hört sich das überhaupt nicht faul an. Hast du sie wegen der Angst nicht fertig gemacht? Bis du aufgehört hast: wie war der Bezug zu deinem Chef bzw. Vorgesetzten, und hattest du viel Kontakt zu Mitarbeitern oder hast du einfach nur gehofft, dass der Tag schnell vorbei ist?

Ich trau mich z. B. nicht von zu Hause auszuziehen und in ein Studiwohnheim zu ziehen, wegen der Angst, obwohl ich zu Hause viel mehr vom Lernen abgelenkt werde (wegen Hausarbeiten, etc.), als wenn ich "alleine" wäre. Aber die Angst %-| Ich war schon mal in einem Internat, und damals war dann das Zwangsverhalten, das ich wegen der Emo-Angst machte, ziemlich stark. Ich frag mich jetzt noch, dass das meiner Zimmernachbarin nicht aufgefallen ist (hab z. B. dauernd mit der Uhr "gespielt").

Nochmal zu deiner Ausbildung: gibt es vielleicht in deinem Ort eine Einrichtung für psychische Erkrankungen, die Menschen hilft wieder ins Berufsleben einzusteigen? Vielleicht könnten die dir auch helfen: z. B., dass du anfangs nicht die volle Stundenzahl arbeitest. Oder (was ich Gras-Halm schon gesagt habe) du machst ein Praktikum: da bist du nicht gebunden, dass du unbedingt jeden Tag hingehen musst oder so. ... ok, hab grad gesehen, dass du einen Job im Hotel hast :)^ Dann hat sich mein Text eigentlich erübrigt. ;-)

Wenn ich nicht in die Uni gehe, dann hängt das damit zusammen, dass ich wegen der Emo in der Nacht nicht (gut) geschlafen habe und ich dann eh nicht aufpassen könnte. Das ist halt das, weil die Angst bei mir eher am Abend bzw. Nachts kommt; tagsüber ist es eigentlich ok.

dann war es wieder weg... das habe ich im mom so 2 mal die woche für paar std mal mehr mal weniger. und wenn ich an früher denke da hatte ich es jeden tag 24 std, ich habe keinen bissen runter gebracht

Hast du schon mal versucht zu unterscheiden, wie der Bauchschmerz war, bevor du dich das letzte Mal übergeben musstest, und wie er ist, wenn du "nur" Bauchweh hast. Diese Erinnerung hilft mir manchmal ein bisschen logisch zu denken, wenn die Angst wieder da ist und ich Bauchweh habe. Wenn ich z. B. nicht weiß, dass in irgendwas (z. B. Tabletten) Lactose drin ist, dann krieg ich total Bauchweh und Durchfall und so... und dann kommt natürlich die Angst auch. Aber irgendwie weiß ich auch, dass der Bauchschmerz anders ist (eben in der Darmgegend). Vielleicht "fragst" du mal deinen Bauch, wie er sich anfühlt, wenn er "nur" Bauchweh hat. ;-)

Es kann aber auch sein, dass deine Bauchkrämpfe von zu wenig Essen oder zu wenig trinken kommen. Das ist bei mir so. Dann habe ich eigentlich keine Angst, denn ich weiß ja, dass es nicht von einer MDG kommt.

ich bin eh sehr schlank, 46 kg bei 1,60...gewicht schwankt immer ein wenig je nachdem wie es mir geht es ich auch... magersüchtig

Das Problem haben glaube ich viele Menschen mit "usnerer" Angst. Manche werden ja auch als magersüchtig/bulemisch abgestempelt, obwohl sie Angst vor dem Essen und Erbrechen haben. Welcher Emo würde sich z. B. selber den Finger in den Hals stecken?!

[b]sook[/i], mein Text ist auch so lang... ;-) |-o

s-bahn & da ist kein klo drin..

Stimmt... wenn ich zu meinem Papa fahre, dann muss ich auch die S-Bahn nehmen. Die sollten da echt mal ein Klo einführen. ;-)

& ka..

? ???

o3ut-sixde-x


Sagt mal,

habt ihr im Emo-Forum schon jemals ein männliches Wesen gesehen? ??? Mich würde mal interessieren, wie das Verhältnis dieser Angst im Vergleich von Männlein und Weiblein ist. ???

G0ras-kHatlem


ja, im Emo-Forum gibts Männer, wenn auch nur vereinzelt..wenn man davon ausgeht, dass das Forum repräsentativ ist, gibt es sehr viel mehr Frauen.

sqook


ja, ich kann es glaub schon unterscheiden...mit dem bauchschmerzen, oder wie es mir gehen würde bevor ich ***..es fühlt sich dann anders an... muss aber sagen das es auch tage gibt, an denen ich nich weiss was sache is...da steht mir dann schon alles bis zum hals und bauchschmerzen hab ich dann auch....und dann aufeinmal, is es wieder weg...

und als ich damals meine ausbildung gemacht habe,hatte ich das noch nich...ich hab sie abgebrochen weil ich in dem betrieb nich klar gekommen bin. ich würde sie schon fertig machen...das einzige wovor ich angst habe is die berufsschule....

dort sind die wcs meistens einen stock tiefer oder so...das macht mich wahnsinnig...

und so muss ich sagen, ich esse eigentlich ganz normal, übermässig viel,also eigentlich müsste ich 200 kg wiegen :-)

und ich esse auch alles, egal ob es fett is oder sonst was, trinke auch kaffee, und rauchen tu ich auch seeehr viel. kann auch sein das mein magen deshalb rebeliert :-(

im moment habe ich jeden abend bauchschmerzen. es ist aber nicht direkt im magen bereich es geht eher nach unten, und zieht sich dann so nach hinten.. dachte schon es kommt davon weil ich im moment eine andere pille versuche, wenn ich mich dann hinlege zb is es weg... das habe ich auch sehr oft...aber im mom is es jeden abend...

oder es ist vom vielen rauchen...ich weiss es nicht...

ETmma7Marixe


Hallo zusammen,

ganz richtig bin ich in diesem Faden wohl nicht, aber ich hab mich hier trotzdem sehr verstanden gefühlt und zum ersten Mal seit ein paar Monaten das Gefühl, dass ich nicht verrückt bin und es noch Menschen gibt, die ähnlich denken.

Ich habe keine Angst vor dem Erbrechen sondern vor Durchfall oder Stuhlgang im Allgemeinen.

Wobei ich hauptsächlich davor Angst habe Durchfall oder Stuhlgang an irgendwelchen öffentlichen Orten zu bekommen.

Mein traumatisches Erlebnis hatte ich, als ich mit dem Bus von Augsburg nach Berlin gefahren bin und während der Fahrt plötzlich Durchfall bekommen habe. War enorm toll, vor allem im Bus.

Danach hatte ich - aufgrund eines Bakteriums - relativ häufig Durchfall. Dass ist allerdings jetzt schon über zwei Jahre her und ich hatte seitdem noch einmal richtig Durchfall (Magendarmgrippe) - ansonsten ging es mir gut.

Aber die Angst bekomme ich nicht in den Griff. Ich will mittlerweile kaum noch raus gehen. Selbst alltäglichste Dinge sind für mich eine Herausforderung, z. B. Einkaufen gehen.

Wenn sich mehrere derartige "Herausforderungen" häufen, bin ich nervlich total am Ende.

Mein Leben hat sich seitdem sehr eingeschränkt, viele Sachen möchte ich gar nicht mehr machen, z. B. in die Disco gehen. Ich versuche alle Orte zu meiden, an denen es einen Stau an der Toilette geben könnte.

Manchmal geht es mir relativ gut und ich kann ziemlich viel machen - weg ist die Angst allerdings nicht.

Ähnlich wie bei euch (eure Übelkeit) habe ich ständig Bauchgrummeln und das Gefühl, gleich auf die Toilette zu müssen.

Ich habe auch schon Freunde verloren, weil ich sie sehr oft versetzt habe - und im Allgemeinen gelte ich inzwischen als Spaßbremse, die nichts mehr macht. Viele Sachen die Gleichaltrige tun, sind für mich ein Ding der Unmöglichkeit, z. B. Zugreisen, Konzerte, Discos oder mal ein Gläschen Alkohol trinken.

Im September fahre ich in den Urlaub - ich freue mich darauf, aber ich hab so derartige Angst vor der Hin- und Rückreise, dass es mir die ganze Freude vergällt und selbst der Urlaub zu etwas Schrecklichem für mich wird.

Und ich überlege mir jetzt schon die ganze Zeit, was ich machen könnte. Momentan bin ich soweit ernsthaft in Erwägung zu ziehen, vorher vollständig abzuführen, so dass ich eine Garantie habe, dass da nix kommt.

Mein Freund steht soweit zu mir und hilft mir auch immer. Wenn er dabei ist, geht es mir auch viel besser. Allerdings versteht er mich manchmal auch nicht und kommt dann mit diesen Nerv-Tipps á la "Du brauchst doch keine Angst haben, du hast doch fast nie Durchfall" oder "Du musst dich eben in bestimmte Situationen begeben, wenn du das immer wieder machst, lässt die Angst nach" - manchmal ist er auch genervt, wenn wir was machen wollen und ich dann nicht kann. Und ganz ehrlich - ich kann ihn teilweise verstehen. Als Nicht-Betroffener würde ich mir wohl auch denken, dass der Andere nicht so ein Theater machen soll.

Ansonsten weiß niemand so richtig von meinen Ängsten. Zwar wissen z. B. meine Eltern, dass ich Großveranstaltungen nicht so gern mag, weil ich fürchte Durchfall zu bekommen - aber dass dieser Gedanke mein Leben beherrscht wissen sie nicht.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Ich fühle mich schon so richtig alt und mein Leben total beschissen. Manchmal denke ich mir, dass es auch keinen Unterschied machen würde, ob ich tot bin oder lebe. Ich bin ja eh wie lebendig begraben.

Ich würde so gerne wieder ein normales Leben führen. Wie die meisten Menschen eben. Dass es wieder so ist wie früher.

Lieben Gruß, EmmaMarie

Grr"as-Hmalxm


@ EmmaMarie:

Hast du schon mal in Erwägung gezogen, eine Therapie zu machen? Vielleicht kannst du damit ein normales "Angstlevel" erreichen. Ich hatte ne Weile lang aufgrund einer noch nicht erkannten Lactoseintoleranz täglich Durchfall, und zu dieser Zeit bin ich auch nur sehr, sehr ungern raus und auch nur mit Medikamenten, aus Angst, dass es mich draussen "erwischt" und kein Klo in der Nähe ist. Sobald ich die Ursache kannte und das Problem sich erledigte, war die Angst auch wieder weg. Für mich ist Durchfall in der Öffentlichkeit eine unangenehme Vorstellung - aber mehr auch nicht, vermeiden tu ich deswegen nichts. Das wäre wohl auch für dich ein gutes Ziel, oder? Ähnlich wie bei uns Emos - da ist auch nicht das Ziel, das wir gerne erbrechen - sondern dass es nicht mehr dermassen angstbesetzt ist.

Ich kann mir vorstellen, wie sehr dich das im Alltag einschränkt. :-( :°_

@ sook:

Du kannst ja mal den Zigarettenkonsum reduzieren, dann merkst du ja schnell, obs besser wird. Ich vertrage keinen Kaffee und Zigaretten schon gar nicht - Kaffee sorgt für übelst Schmerzen und Krämpfe und von Rauchen wird mir immer schlecht. :- deshalb lass ich es mittlerweile....

Gewichtsmässig habe ich keine Probleme. Bzw. ich fühle mich zu dick, zunehmen geht bei mir ruckzuck, Marzipan und Schokoriegel essen und ich bin ne Tonne schwerer.. %-|

s~kyefElowxer


@EmmaMarie

Ich kann dich gut verstehen - Durchfall in den unmöglichsten Situationen ist wirklich nicht schön. Aber wie oft ist es "tatsächlich" vorgekommen, nachdem du dein damaliges Erlebnis hattest? Es ist wahrscheinlich wie bei uns Emos -wir befürchten zwar dauernd, wir müssten k***, aber eigentlich passiert es nie wirklich. Ich weiß nicht, ob dich das beruhigt, aber ich habe neulich auch eine ewig lange Autofahrt in den Urlaub und zurück hinter mich gebracht, immer mit der Angst im Hinterkopf, mir könnte schlecht werden (wird mir manchmal beim Beifahren). Was die Toiletten angeht: es gibt ja alle paar Kilometer auch so "kleine" Parkplätze, wo man sich notfalls ins Gebüsch schlagen kann, wenn man muss... ist zwar nicht optimal, aber allein das Wissen, dass die Möglichkeit da ist, hilft mir immer. Ich gehe sogar eher mal dahin, als auf die öffentlichen Toiletten auf Raststätten, wo schon Hinz und Kunz draufgesessen hat. Wenn sich das nicht vermeiden lässt, hab ich immer so Desinfektionstücher dabei *schüttel*... da ist mir so ne ruhige Stelle hinterm Busch doch lieber ;-)

Ein Beispiel, was ich selbst miterlebt habe: mein Mann hat ab und zu mal so eine Unverträglichkeit auf Fett im Essen. Komischerweise nicht immer, aber das Dumme ist auch, er weiß nie vorher, ob´s "passiert". Manchmal isst er Sahnesoße und nix passiert, manchmal rennt er kurz nach dem Essen und alles kommt als Durchfall wieder raus. Jedenfalls sind wir einmal für einen Tag an die Nordsee hochgefahren letztes Jahr, wo es so heiß war im Sommer. Einfach, um der Hitze mal für ein paar Stunden zu entfliehen. Wir saßen abends im Restaurant und er aß Fisch. Stunden später waren wir auf dem Rückweg auf der Autobahn und plötzlich rief er "halt an, es geht wieder los" und ich bin an Ort und Stelle auf den Standstreifen gefahren und er ist ab in die Büsche... ergo: im Notfall geht auch das!!! Als er wiederkam und wir weiterfuhren, kam nach ein paar hundert Metern das Schild: "Parkplatz mit WC 500 m".... :=o Wir haben herzlich darüber gelacht ;-D

Versuch deinen Urlaub zu genießen! Glaub mir, es geht!

LG,

Skye

ENmmaMaOrie


Hallo Gras-Halm, hallo Skye,

vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Ich kann zunächst nur sagen, dass ich sehr froh bin, dieses Forum gefunden zu haben. Bisher dachte ich, dass alles nur mit meinem Reizmagen zusammenhängt.

Inzwischen frage ich mich, ob ich überhaupt einen Reizmagen habe oder ob ich einfach nur Probleme bekomme, weil ich mich ständig so aufrege.

@Gras-Halm

Ich habe schon darüber nachgedacht, eine Therapie zu machen. Heute habe ich mit meinem Freund nochmal über das Thema geredet und er meinte auch, dass ich an einem Punkt angelangt bin, an dem er mir nicht mehr helfen kann.

Ich wage diesen Schritt trotzdem noch nicht - zunächst einmal würde es mich eine Menge Überwindung kosten, dieses Problem einem Fremden zu erzählen.

Aus einer Therapie würde beinahe zwangsläufig folgen, dass ich diverse Leute "einweihen" muss, z. B. würden meine Eltern mitbekommen, dass ich irgendwas mache.

Und - ich muss sagen, dass ich eigentlich super Eltern habe - die verstehen mich in diesem Punkt überhaupt nicht und sagen immer nur, dass ich mich nicht so anstellen soll. Manchmal kommen dann auch so Witzchen wie z. B. "Ach heut Abend will sie ja zum Konzert, dann bekommt sie bestimmt wieder Bauchweh."

Ich weiß, dass meine Hemmungen wahrscheinlich unbegründet sind, aber momentan wage ich diesen Schritt einfach noch nicht.

Ich habe eigentlich nur sehr, sehr selten Durchfall. Vor zwei Jahren hatte ich eben diese Bakterien im Darm und da hat es mich des Öftern erwischt - und ansonsten vor ca. drei Monaten als ich eine MDG hatte (die sind auch für mich der Horror).

Grundsätzlich ist es aber so, dass ich sehr oft "draußen" groß muss. Also das ist dann kein Durchfall oder so - wird aber wohl dadurch ausgelöst, dass ich mich unwohl fühle, nach Hause möchte etc.

Heute wieder das beste Beispiel - ich wollte mich mit meinem Freund treffen und kurz in die Stadt gehen. Ich sollte ihm am Bahnhof abholen und da mein Handyton auf lautlos gestellt war, habe ich erst dort gelesen, dass sein Zug eine halbe Stunde Verspätung hat.

"Macht nix", dachte ich mir "gehst du halt schon ein bisschen gucken."

Tatsächlich hat mich diese Situation wieder aufgeregt und ich musste wieder auf die Toilette.

Wie gesagt - es war normaler Stuhlgang und ich konnte gemütlich aufs Klo laufen - aber ich hass das einfach, dass mir das so oft passiert. Und wenn ich dann erst einmal merke, dass ich muss, ist eh schon alles aus - und ich werde dann total panisch und mir wird übel und ich fühl mich im ersten Augenblick wie gelähmt und weiß gar nicht, was ich als nächstes machen soll.

Und dann befürchte ich, dass auf dem Klo noch jemand anders sein könnte, der das hört (das ist mir nämlich auch voll unangenehm)...

Hm... wenn ich das so lese, komme ich mir selber schon sehr doof vor.

@Skye

Dass ist ja das Bescheuerte - ich hatte fast nie Durchfall in einer wirklich unmöglichen Situation. Sonst könnte ich meine Ängste ja irgendwie nachvollziehen - also wenn mir das dauernd passieren würde.

Mein Freund und ich fliegen in die Türkei - wir müssten erst einmal ca. 1 Stunde zum Flughafen fahren, der Flug dauert ca. 3,5 Stunden und die Fahrt zum Hotel nochmal ungefähr 1 Stunde. Ich weiß nicht, wie ich diese Zeit überstehen soll. Klar weiß ich, dass es überall Toiletten gibt oder man notfalls anhalten kann. Aber diese Ängste sind so irrational, denen kann ich mit Vernunft nicht bekommen. Der einzige Vorteil ist, dass ich meistens am Tag vor einer Reise schon derart aufgeregt bin, dass ich da schon ständig Durchfall habe - insofern ist der Reisetag dann meistens recht ruhig.

Die Reaktion von deinem Mann finde ich wirklich super. Er geht halt ganz locker damit um und das ist ein Teil seines Lebens. Ich würde das gern auch so sehen können - dass es eben mal passieren kann und etwas ganz Normales ist.

Meine Horrorvorstellung ist das auch immer, dass mir das passiert, wenn ich mit jemand "Fremden" im Auto fahre - also mit meinem Freund oder meinen Eltern wäre es jetzt nicht so schlimm - aber z. B. mit meinem Arbeitskollegen.

Den musste ich neulich am Morgen abholen und ihn mit zur Arbeit nehmen - ich kann dir sagen: Was mich das wieder Nerven gekostet hat. Ich wollte ihn ständig anrufen und irgendwas erfinden, warum es doch nicht klappt. Schließlich habe ich es doch gemacht und danach war ich wieder fix und fertig.

Sorry, jetzt labere ich euch ganz schön die Hucke voll, aber es tut gut mal mit jemandem zu reden.

Wie geht euer Umfeld mit eurer Phobie um? Sind viele Leute eingeweiht und wie reagieren die darauf?

Lieben Gruß, EmmaMarie

o?ut-lside:-xx


sook[/i]

Rauchen und Kaffeetrinken greift die Magenschleimhaut ziemlich an. Ist gut möglich, dass deine Probs davon kommen. Wie Gras-Halm schon sagte: reduzier doch mal Zigaretten und Kaffee.

Wegen Zigaretten: mein Bruder hat sich jetzt eine Spritze und Akupunktur gegen das Rauchen geben lassen. Wenn er wieder das verlangen nach einer Zigarette hat, dann kriegt er halt wieder die Spritze und die Nadeln. Vielleicht hilfts ja. Von ihm kann ich dir noch nichts berichten, aber ich habe von anderen gehört, bei denen es echt geholfen hat, und die aufgehört haben zu rauchen. Wenn du willst kann ich mich mal wegen der "Therapie" erkundigen.

Tja... wenn das bei der Emo auch so leicht ginge: Spritze & Akupunktur und alles ist gut. *träum* Wie schön wäre das.

EmmaMarie

:°_ Hast du auch Durchfall, wenn du Angst hast, dich freust oder aufgeregt bist? Oder ist es "nur" die Angst vor dem Durchfall-haben? Gras-Halm hat schon den richtigen Tipp gegen: Therapie. Und wenn du sonst keine anderen Probleme hast, dann dürfte das auch nicht so lange dauern (wenn du dich an die Anweisungen vom Thera hälst). Oder hast du irgendwie eine Abneigung gegen Psychotherapie?

Dein Freund hat dir auch schon gute Tipps gegeben: sich der Angst stellen... Sachen machen, obwohl man Angst hat. Und eben dadurch auch wieder positive Erfahrungen machen.

Leider gibt es Ängste, die man nicht so gut trainieren kann... Wenn man Höhenangst hat, dann könnte man sich immer weiter hinauf wagen: Hochhaus, Brücke, usw. Aber die Emo, und ich glaub auch bei deiner Angst, kann man nicht in der Art trainieren. (Und leider auch nicht mit ner Spritze wegmachen :-()

skyflower

Wenn du auf der Autobahn fahren würdest und es dir während dessen schlecht werden würde. Könntest du sagen, dass der Fahrer anhalten soll bzw. könntest du es rechtzeitig sagen? Oder könntest du sagen, dass man mal ne Pause machen soll? Ich komm mir soo dooof vor.

G:rask-Ha`lm


Ich wage diesen Schritt trotzdem noch nicht - zunächst einmal würde es mich eine Menge Überwindung kosten, dieses Problem einem Fremden zu erzählen.

Aus einer Therapie würde beinahe zwangsläufig folgen, dass ich diverse Leute "einweihen" muss, z. B. würden meine Eltern mitbekommen, dass ich irgendwas mache.

Das mit der fremden Person kann ich nachvollziehen. Allerdings ist es ja auch so, dass du bei der Therapeutenwahl sowieso darauf achten solltest, dass der Therapeut dir sympathisch ist. Des weiteren gehts ja nicht gleich an's Eingemachte, sondern ihr lernt euch ja auch erst kennen....

Das mit deinen Eltern - meine hatten auch nie Verständnis, damals (hab im Herbst 2004 erstmalig Therapie gehabt, hauptsächlich wegen Depressionen), es hiess, ich solle mich nicht so anstellen und mal "mehr schlafen", dann würde das von selber besser. Hier musst du einfach selber hinstehen und dir sagen, dass DU ja damit leben musst und deine Eltern leicht reden haben. Sie haben die Beeinträchtigung ja nicht...

Und: Du brauchst dir absolut nicht doof vorzukommen!! @:)

Bei mir weiss niemand von meiner Phobie, bzw. meine Eltern wissen es, aber sie haben es eh wieder vergessen. Mein Vater weiss einfach, dass mir ständig schlecht ist und ich deswegen nicht in Restaurants gehe oder auch nicht gern ins Ausland. Andere Leute im RL habe ich nicht, und selbst wenn, würde ich denen das nicht sagen -ist mir unangenehm. Ich kann da auch kein Verständnis erwarten, schätze ich.. :-

spook


tja, aufhören sagt sich so leicht ich häng schon voll drinn in der sucht :-( und dann erst mal den willen dazu aufbringen.... ich habe es auf jeden fall schon mal reduziert und kaffee trinke ich jetz nur noch morgens eine tasse

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