» »

Wer leidet auch an Emetophobie (Angst vor Erbrechen)?

D>rafusi


Hallo Gras-Halm

Das mit den Flecken hat mich in letzter Zeit auch nicht so getriggert wie früher. Aber da war es noch eindeutiger. Ende letzten Jahres einmal nicht. Aber den habe ich nicht richtig gesehen. Bin so schnell mit dem Fahrad daran vorbei. Die anderen waren verblasst durch Regen und so. Bei einem bin ich mir ziemlich sicher. Bei den anderen könntes es auch fast was anderes gewesen sein. Glaube ich aber nicht und schaue natürlich nicht richtig hin sondern sofort weg :-|

DPra4usi


Hallo nell9

Du hast viel durchgemacht. Kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen das es mir helfen könnte. Grade im Moment würde ich an so einer Therapieform endgültig zerbrechen. Ich glaube eine Emopanik wäre das Ende. Mir ist wieder so oft schlecht in letzter Zeit. So viele Kopfschmerzen. Mir ist schon vor längerem aufgefallen das mich auch andere Sachen in eine ähnliche Panik versetzen wie die Emo. Ich leide unter solchen Loops wie ich sie sonst bei der Emo hatte wo das was ich gesehen oder gehört hatte im Loop abläuft. Mich haben die verschiedensten Sachen in meinem Leben auch schon getriggert. Wenn auch nicht so oft wie die Emo. Wenn ich echtes, je nach Film und Szene auch unechtes, Blut sehe. Bei bestimmten Filmszenen. Als Jugendlicher hat mich mal eine Sex Szene getrigger. Als Erwachsener, gar nicht so lange her, schon mal eine Gewalt Szene. Das war der Film Die Französische Revolution mit Sam Neill. Es war so schrecklich das ich in Panik sofort abgeschaltet habe. Aliens hat mich nicht so getriggert. Generell diese ganzen Alien Science Fiction Filme nicht. Auch Gladiator nicht. Bei dem musste ich sogar weinen. Und natürlich bei Eine ganz normale Familie. Ich weis nicht ob ich es jetzt aushalten könnte auch noch in der Emo getriggert zu werden. Es sehen zu müssen. Mir wäre dann sofort schlecht. Ich bräuchte dann wieder Wochen bis ich wieder normal essen kann, das kann ich im Moment aber auch nicht, und wieder einschlafen kann :-(

nve#ll9


Lieber Drausi,

aber genau das ist doch der Knackpunkt. Immer wieder werden Gründe gefunden warum man im Moment nicht Therapie machen kann oder warum dies oder jenes nicht gut wäre! Therapie ist grausam und eigentlich sollte sie angesetzt werden wenn man sich schlecht fühlt, oder? Einleuchtend! Es wäre egal ob du grad gut oder schlecht zurecht bist. Du verteidigst deine Emo bzw. Angst ja jetzt schon. "Nein, meine Angst dominiert grade...lassen wir sie lieber in Ruhe sonst wird sie böse auf mich und bestraft mich!" <-- Ist es so? Wenn ich dir mal erzählen würde, was mich alles triggert/getriggert hat! Naja, teilweise hat mich der Anblick einer Toilette schon in Panik versetzt! Filme habe ich auch aussortiert. "Alien" liebe ich ;-)! Aber bei anderen Filmen... oh Gott...z.B. bei Kriegsfilmen. Schlimm! Vielleicht hast du eine dominierende Emetophobie aber im Grunde doch eine generalisierte Angstneurose mit Assoziationen in unbestimmte Richtungen... jedenfalls hört sich das so an! Denn so ist es bei mir... Liebe Grusse nell 8-)

A0naisx Nin


mutmach und köpfchenstreichel!!!

Ich habe 16 Jahre grausamsten Käfig hinter mir. Mein Leben bestand nur aus Gitterstäben, wohin ich auch sah. Ich habe durch die Emetophobie wie mir scheint alles mitgenommen, was man sich vorstellen kann: Panikattaken (oft auch mehrfach am Tag, meine erste mit 6), Depressionen, Klaustrophobie, durch die Angst vorm Brechen entstandene Magersucht (was das bedeutet ist auch nochmal ein eigenes Thema)...dadurch eben Kreislaufzusammenbrüche, ununterbrochene Übelkeit und bis heute anhaltende Refluxkrankheit, und durch diese ständige "Körperbeherrschung und Selbstanalyse" und innere Anspannung entstanden Migräne-ähnliche Kopfschmerzen.

Ich habe gelebt, aber nur nach außen hin. Ich hatte perfektioniert zu verstecken, was in mir drin war. Ich war so gut, daß selbst meine Eltern nichts davon gewußt haben. Meine große Angst (neben der vorm Erbrechen!) war immer, daß man mich für verrückt halten und in eine geschlossene Anstalt stecken würde, wenn es jemand wüßte. Ich konnte mir nicht vorstellen, daß das normal sein kann, was ich durchmachte, weil es offensichtlich in meinem Freundeskreis niemand zu haben schien.

Ich habe vor 6 Jahren mit einer Therapie begonnen, ganz normale, einfache Psychotherapie. Nach den ersten 2 Jahren trat langsam Besserung ein.

Heute - und deswegen schreibe ich das eigentlich nur nochmal für Euch alle, die davon Betroffen sind (weil es oben mal wieder um "nicht die richtige Zeit für Therapie" ging!) - lebe ich symptomfrei!!!

Klar werde ich immer Emo bleiben und die Angst vor dem Erbrechen wird mich nie verlassen.

Doch jetzt lebe ich richtig. Meine chronische Gastritis ist im Großen und Ganzen das Einzige, was mich jetzt noch daran erinnert, was ich durchmachen mußte. Und natürlich bekomme ich noch immer Angst, wenn mir mal schlecht sein sollte (oder ich die Befürchtung habe, mein Kind ist krank und könnte brechen müssen!), aber mir ist in den letzten 3 Jahren so selten schlecht gewesen, daß ich es wohl an zwei Händen abzählen kann.

Laßt Euch endlich helfen, denn jeder Tag in dieser verdammten Lethargie ist ein weiterer zuviel!!! Steht auf und nehmt Hilfe in Anspruch, die geboten wird, denn die Symptome werden mit der Zeit nur immer schlimmer, der Käfig, in dem Ihr lebt immer kleiner, Eure Lebensqualität immer geringer!!!

Mut, Mut, Mut ... Euch allen!!!!

G)r'as-Hmalxm


was für ein beschissener Morgen...nachdem die letzten Tage besser waren, war mir heute so richtig hundelend...war ja arbeiten, was noch schlimmer ist... :-( Tabletten haben gar nichts geholfen...der Nachhauseweg mit dem Tram war schlimm, hab ständig gedacht jetzt kommts... :-( :°(

D0r8ausi


Hallo nell9

Ich glaube Du hast mich nicht richtig verstanden. Ich bin in Therapie. Aber im Moment geht es mir furchtbar. Habe bald keine Kraft mehr. Nicht wegen der Emo. Wenn die jetzt noch dazukäme und mich triggert dann weis ich einfach nicht mehr wie ich das noch aushalten könnte :-(

Hallo Grasi

Ich verstehe dich. Und dann in der Tram zu sitzen wobei man sich ausgeliefert fühlt weil man nicht schnell raus kann. Bei mir wird es mit der Übelkeit und den Kopfschmerzen auch schlimmer. Seit ich einmal, weis schon nicht mehr wie lange es her ist, nachts aufgewacht bin. Bekomme meine Ernährung im Moment nicht wieder auf den Plan :-(

Ich mache mir um die Emo im Moment gar nicht so viele Gedanken wie früher. Das sehe ich daran wie viel ich Zug fahre und in Städten bin. Aber Samstag Abend im Zug mit dem Betrunkenen Fan war :°(

Alles Gute :)*

npeIll9


:-/ Hallo Drausi! Ja, da habe ich dich nicht richtig verstanden, aber auch zu deiner "richtigen" Situation: Ich kann dir nur sagen, halt das bitte durch. Wenn dir dein Gefühl tief im Inneren sagt, das es hilft, dann halt durch..solange bis du fast meinst verrückt zu werden (habe ich auch gemacht) und dazu braucht man ne Menge Kraft!! Ich weiss das und ich weiss auch, dass es sich lohnt. Wenn du jedoch meinst, es sei nicht gut, dann wechsel den/die Therapeuten/in. Manchmal ist eine Therapie nicht die Richtige!

HalLo Anais Nin!

Ich kann nur sagen, mir ging es ganz genauso wie dir..und ich kann dir in allem nur beipflichten!!! Daumen hoch, dass du Symptomfrei bist. Ich fast auch... :)^

Awnanis pNin


nell9

Glückwunsch von meiner Seite!!! @:)

Das sind Fortschritte und ein Lebensgefühl, daß so schnell niemand nachvollziehen kann, oder?

Niemals aufhören daran zu arbeiten!!!!

*:)

Dbrausxi


Hallo nell9

Vielleicht hast du eine dominierende Emetophobie aber im Grunde doch eine generalisierte Angstneurose mit Assoziationen in unbestimmte Richtungen... jedenfalls hört sich das so an!

Ich hatte ja schon festgestellt das sich die Panik sehr ähnelt. Kraft ist etwas wovon ich nicht mehr viel habe da ich nicht mehr zur Ruhe komme :-(

Alles Gute :)*

nvellx9


Lieber Drausi,

ich sage immer: "Man kann nicht tot umfallen!" Das stimmt doch, oder? Also, wenn doch schonmal das tot Umfallen wegfällt dann wenigstens mit letzter Kraft in den Kampf! Was kann passieren? Was kann passieren was dich nicht umbringt? Ich kenne die Angst, das verzweifelte Ringen nach Rettung, die schwarze Leere und der unnereichbare Ausweg...aber Augen zu und hindurchrennen. Wenn du das Gefühl erreichst, fast schon ohnmächtig und sinneslos den Verstand zu verlieren, dann bist du auf der Spitze des Berges angelangt. Hast du es überstanden und stehst trotzdem noch im Leben *zwinker* (alles sehr überzogen, ich weiss) dann wirst du merken wie die Angst (eine Nebelwolke) an Kraft und Sinn verliert. Die Angst wird sich nich geschlagen geben aber lass sie nicht wieder gewinnen, denn wenn jetzt dann wird sie beim nächsten mal noch stärker!!

Liebe Anais Nin,

ja, du hast recht! Ich habe lange nicht mehr so gut gelebt...ein grosses Stück Wertschätzung hat in meinem Leben Platz gefunden. Essen sollte doch normalerweise selbstverständlich sein! Doch wir beide (so glaube ich) können dem "Selbstverständlichem, Normalem" viel mehr Genuss hinzufügen. Ach, einfach alles eigentlich. Ich bin wieder glücklicher als zuvor ;-)

Dhrauxsi


nell9

Ich wäre einmal fast umgekippt. War bei meinem Kusain und sah im Film eine ** Szene. Ich bin raus und es rauschte in meinen Ohren. Mir wurde schwarz vor Augen und ich hielt mich an einen Laternenpfahl fest. Hatte so einen furchtbaren Puls danach und habe geschwitzt :-(

Bis bald

hiolyghIost


bei einer panikattacke kann man nicht umkippen.

niemals...

lg

holy

D-ramu2sxi


Hallo nell9

Im Moment verändert sich so viel. Weis nicht in wie fern sich dadurch auch die Emo verändert. Ich hatte diese Woche einmal Panik. Nach furchtbaren Kopfschmerzen wurde mir schlecht. Aber das Extrem, das ich es sehen muss oder mir selber passiert ist jetzt seit einem Jahr schon nicht mehr eingetreten :-|

Hallo holyghost

Ich wäre damals fast umgekippt. Wenn ich meine Panik habe und ganz viel zittere und wippe dann ist mir auch immer schwindelig wenn ich dann aufstehe. Manchmal wird mir dann auch kurz schwarz vor Augen. Damals war es aber quasi sofort nachdem ich getriggert wurde :-|

Alles gute

nCel+lx9


Man kann bei ner Panikattacke prinzipiell nicht umkippen aber überlegt mal andersrum! Wenn man Panik hat, dann spielt der Blutdruck verrückt, dass kann wiederum zum Kollaps führen und DANN kippt man um!! Mir ist es auch schon passiert... ich hatte so eine heftige Panikattacke, dass ich kurz vor der Hyperventilation war und dann hat mein Kreislauf versagt! Ich will jedoch keinem Angst machen, stimmt schon...bei ner normalen Panikattacke kippt man nicht um! 8-) Ach ja, ich habe letztens am Bahnhof soooo viel *** gesehen, dass ich angefangen habe zu heulen... mehr aber nicht. Ich habe den Bahnhof nicht verlassen müssen. Cool, oder?

D}rauUsxi


nell9

Lass mich raten. Es waren Fußballfans %-|

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH