Wer leidet auch an Emetophobie (Angst vor Erbrechen)?

mZiixyu


Klar, eine Selbstdiagnose ist nicht dasselbe, wie eine ärztliche.... aber zumindest stimmt die Symptomatik und das Verhalten... ausserdem hab ich mich auf der Emetophobie-Seite erkundigt und da stimmen sicher 80% der Infos exakt auf mich zu. Und ich weiss ja auch wovor ich Panik habe. Bin aber drauf und dran mich abklären zu lassen.

Vielleicht können sie es sich nicht vorstellen... aber ich bin ziemlich sicher, dass zumindest die meisten meiner Freunde mehr Verständnis aufbringen, da für sie mein Verhalten nun auch mehr Sinn macht.

s@kyseflow`er


Also, ich brauche auch keinen Arzt oder Psychologen, um zu wissen, dass ich ne fette Emetophobie habe ;-D Das kann man sich schon zutrauen, selber zu wissen, ok, das passt auf mich, ich habe auch dies und das, zumindest bei einer solchen, mit recht deutlichen Verhaltensweisen ausgestatteten Phobie! Bei mir trifft auch nicht alles zu, was auf der emetophobie.de-Seite steht, und dennoch weiß ich sehr genau, dass ich seit Kindertagen darunter leide. Im Übrigen hat es mir tatsächlich geholfen, manche Menschen darauf hinzuweisen oder ihnen was darüber zu lesen zu geben, damit sie mich verstehen. Meine Mutter z. B., sie konnte meine Panik nie richtig einordnen, aber als ich ihr das mal ausgedruckt habe tlw. von der Seite, war sie ganz erschüttert und hat gemeint, jetzt würden ihr so manche Dinge klar. Ebenso gerade vor ein, zwei Wochen... meine Chefin und meine Kollegin hatten den Norovirus, und zwar nicht zu knapp. Meine Kollegin mailte mir dann, als ich mehrfach gesagt habe, ich hab Panik mich anzustecken, dass ich doch mal einfach nicht an diese Angst denken sollte, mir würde ein großes Stück Lebensqualität verloren gehen usw. usf. Daraufhin habe ich ihr die Seite gemailt, also den link dazu, sie hat sich das durchgelesen und hat sich dann bei mir entschuldigt, weil sie davon ja nichts gewusst bzw. so gar keine Ahnung gehabt hat.... jetzt kann ich bei ihr damit offen umgehen und hab keine Probleme mehr, weil sie vielleicht die eine oder andere Verhaltensweise von mir nicht so versteht. Ich finde das positiv! Habe nur gute Erfahrungen damit gemacht bisher, wenn man offen damit umgeht. :)*

M4yL%ife`Un5c,uxt


Habe nur gute Erfahrungen damit gemacht bisher, wenn man offen damit umgeh

Ich nicht... naja zumnindest nicht NUR positiv... Mir ist es zB total unangenehm, wenn mein Freund vor anderen Menschen sagt, dass ich diese Phobie habe...

1. Wird sofort Rücksicht genommen oder

2. es wird nich verstanden

3. dreht sich dann alles um's Kotzen, wenn jeder bescheid weiß - so KANN ich mich garnicht mehr normal verhalten, selbst wenn ich wollte...

"Nee, wir nehmen dich nicht mit, wenn du so viel geturnken hast, meine Freundin mag es nämlich nicht, wenn jemand kotzt"...wie klingt das denn? Die Dame ist sich zu fein, wenn jemand in ihr Auto kotzt...So kommt es halt oft an...denke ich zumindest...

Ich hab bisher nur meinem ehemalig besten Freund daovn erzählen müssen, weil wir zusammen in Urlaub wollten und ich ja irgendwie erklären musste, warum ich nicht fliegen möchte. Und halt meinem Schatz. Sonst weiß niemand in meiner näheren Umgebung davon und ich möchte das auch garnicht. Weil man dadurch sich einfach viel zu viel damit beschäftigen muss und je mehr man sich damit beschäftigt, umso schlechter gehts einem - ist bei mri zumindest so. Deswegen gehe ich auch nicht mehr auf die emo-Seite...Deswegen habe ich Kontakte zu anderen Emos abgebrochen.

b]abynoCnne


Meine Therapeutin hat mir auch geraten nicht so viel in Foren rumzustöbern, denn man macht sich noch verrückter als sonst, denn reden hilft zwar, aber wenn man sich gegenseitig sein leid erzählt wird es dadurch nicht besser eher im gegenteil, aber das muss jeder selber wissen wie er damit umgehen möchte.

Ich finde das eine Therapie zwingend notwendig ist, weil alleine kommt man da nicht mehr raus, es wird nur noch schlimmer und das schlimme daran ist das man das nicht mal merkt, denn es merken immer die Mitmenschen die sich dann irgendwann beschweren weil man sich zu sehr hängen lässt.

Wollt ihr denn mit der Emo ein ganzes leben lang leben ??? ?? Bestimmt nicht oder?? Die Lebensqualität wird so sehr leiden das man sich wünscht lieber Tod zu sein, als diese Psychokake weiter mitzumachen.

bTaYmbixe


oh mann. ich weiß was ihr gerade durchmacht. mir geht es nicht anders. ich kann an nichts anderes mehr denken und dadurch ist mir dauerübel :( ich trau mich meistens nicht mal mehr einkaufen zu gehen oder so wegen dieser panik :(

udn ich hab mich im forum mal umgesehen aber da bekommt man nur mehr noch mehr panik wenn man dass täglich liest. darum gehe ich auch nicht mehr in dieses forum

sXky:efslowxer


@ mylifeuncut:

Die Dame ist sich zu fein, wenn jemand in ihr Auto kotzt...So kommt es halt oft an...denke ich zumindest

Hallo? Es ist dein gutes RECHT zu sagen, ich nehme keine Betrunkenen mit. Auch wenn andere das kotzen vielleicht besser "abkönnen", niemand freut sich doch, wenn einem jemand ins Auto reihert ;-). Ich auch nicht, ich habe auch schon jemanden abgelehnt heimzufahren, der offensichtlich sturzbetrunken war. Der war auch nen Moment sauer, aber sch*** drauf, mir ist das dann egal. Soll er halt nicht so viel saufen, fertig. Wie ich damit umgehe, ist immer noch meine Sache.

@ babynonne:

Ich verstehe nicht so ganz, warum du ständig alle in Therapie bringen willst. Ist ja schön und gut, dass dir deine Therapie so hilft, aber bei Emo sind Therapien oft schwierig bis gar nicht machbar, und zum Teil auch echt grenzwertig -> Thema Konfrontation, die du ja offensichtlich vorhast, wie du weiter vorne irgendwann mal geschrieben hast.

Ich persönlich habe auch mal eine Therapie gemacht, allerdings nicht wegen der Emo, sondern wegen einer extremen Zahnbehandlungsphobie. Die Emo war nur mal am Rande Thema, da ich auch gesagt habe, dass ich damit so weit gut zurechtkomme. Es ist unterschiedlich bei jedem einzelnen Betroffenen, wie er damit umgeht. Ich jedenfalls lasse mir mein Leben keineswegs dadurch einschränken, ich esse z. B. alles, was ich mag, achte auch nicht auf allzu viele Details wie z. B. Mindesthaltbarkeitsdatum etc. etc. Mein Leben ist so gut wie gar nicht eingeschränkt, außer dass ich nicht so furchtbar gerne essen gehe und dass ich nicht gerne aufm Beifahrersitz mitfahre,weil mir da tatsächlich körperlich (und nicht psychisch eingebildet) übel wird. Aber damit kann man leben, denke ich. Das einzige, wovor ich wirklich und wahrhaftig Angst habe, ist eine MDG -> Norovirus! Aber wer hat den schon gerne, wohl auch Nicht-Emos nicht, oder? ;-)

@ Bambie:

Das ist es eben, man darf sich nicht verrückt machen, und dass du dir selbst dein Leben so einschränkst, finde ich traurig. Es wird dir rein gar nichts passieren, wenn du mal rausgehst, also trau dich, wenns sein muss, in kleinen Schritten! Einmal um den Block, dann beim nächsten Mal mal zum Kiosk oder zur Post usw. Dadurch merkst du, dass dir wirklich nichts geschieht. Diese Dauerübelkeit ist mit größer Wahrscheinlichkeit "nur" psychisch, und du wirst merken, wenn du dir was zutraust, dass du es auch schaffst :)* Nimm dir dein Leben nicht selbst durch die Emo! So stark darf sie nie werden!

CYeTsxc


Sicherlich sollte der Grund für eine Therapie immer der eigene Leidensdruck sein und zwingen kann man jemanden zu einer Therapie schon gleich gar nicht.

Meine Freundin leidet auch an Emetophobie und bei ihr war der Leidensdruck so groß, dass sie sich zu einer tiefenpsychologisch fundierten Therapie entschieden hat. Letztendlich hat sie jedoch größeren Erfolg mit kognitiv verhaltenstherapeutischen Methoden (mit meiner Unterstützung) erzielt.

Ich denke bei der Emetophobie sind die Grundstrukturen nicht anders als bei anderen Phobien und daher auch therapierbar. Empirische Studien belegen, dass hierfür eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapieform am effektivsten ist (siehe Prof. Klaus Grawe, Ruth Donati, Friederike Bernauer: "Psychotherapie im Wandel. Von der Konfession zur Profession", Hogrefe, Göttingen 1994), was ich eben aus eigener Erfahrung auch bestätigen kann.

V3ijo


Cesc: Was ist eine "kognitiv-verhaltenstherapeutsiche Therapieform ? Was wird da gemacht ?

Ich hatte vor vielen Jahren mal ein Erstgepräch bei einer Verhaltenstherapeutin, allerdings mit einer Warteliste von ca. einem halben Jahr. Sie hat mir einen, für mich wichtigen, Satz mit auf den Weg gegeben: Vermeidungen vermeiden ! Wenn ich mich mental stark fühle, begebe ich mich in Situationen, vor denen ich normalerweise Angst habe. Bin vor allem ein Fremdko...emo. D.h. Fasching, Kirmes also überall, wo Betrunkene sein könnten, sind für mich tabu. Es reichen aber schon Innenstädte und Menschenansammlungen oder Essen gehen, um diese Angst auszulösen :-/

Eine Therapie habe ich bisher nicht gemacht. Es ist aber über die Jahre etwas besser geworden.

CVesc


Die kognitive Verhaltenstherapie arbeitet mit verschiedenen Arten der Konfrontation. Eben nicht der Vermeidung der Angst, sondern der bewussten Konfrontation mit ihr. Auch die Emetophobie ist ja eine irrationale Angst. Zeitgleich soll in der Theapie eine kognitive Umstrukturierung beim Patienten stattfinden. Also diese dysfunktionalen und irrationalen Gedanken, welche die Angst auslösen werden aufgedeckt und hinterfragt und mit Hilfe von positiver Konditionierung in hilfreiche Gedanken umstrukturiert. Dies geschieht eben Schritt für Schritt begleitet durch Konfrontation mit der Angst. Dadurch lernt man, dass man auch keine Angst mehr vor der Angst haben muss, weil man schrittweise begreift, dass die Angst irrational ist und einem keine reale Gefahr droht.

s-ky~efloIwer


@ Cesc,

ich glaube, jede/r Emo WEISS, dass die Angst irrational ist und dass keine reale Gefahr droht. Letzteres sei mal dahingestellt, da ich schon eine Gefahr bei mir vermute, wenn ich z. B. den Norovirus so schlimm hätte wie meine Chefin letztens, sie war mehrere Tage fast verwirrt und absolut dehydriert. Nun ist es bei mir so, dass ich recht schlank bin, ich würde also zwangsläufig einiges an kg verlieren, was bei mir schnell gefährlich werden kann... soviel zur realen Gefahr. Aber dass die Angst ziemlich irrational ist, wissen wir alle. Dennoch lässt sie sich in diesem speziellen Fall eben nicht so leicht durch Verhaltenstherapie umstrukturieren, bzw. die Denkweise. Hilfreich kann es, so meine Meinung, bestenfalls sein, dass sich manche Betroffenen wieder mehr trauen und durch eine Therapie lernen, sich vorher angstauslösenden Situationen wieder zu stellen. Loswerden wir man Emo jedoch nie, man muss sich einfach damit arrangieren. Konfrontation mit dem Erbrechen halte ich für absolut grenzwertig, es ist mittlerweile erwiesen, dass so manche Betroffenen nachher noch traumatisierter sind also vorher schon. :-/

Cvexsc


Wäre dies einem Emo wirklich bewusst, hätte er keine Angst. Denn wovor sollte er denn dann Angst haben, wenn er verinnerlicht hätte, dass er vor dem eigenen Erbrechen oder vor dem Erbrechen anderer keine Angst zu haben braucht? Deswegen ist die Angst ja irrational, da er es gar nicht greifen kann, warum er eigentlich Angst hat.

Auch in deinem Fall, beim Novovirus, halte ich dies nicht für eine reale Gefahr. Oder zumindest keine, vor der man phobische Ängste entwickeln muss. Schließlich hast du ja auch keine Angst vor die Tür zu gehen und von einem Auto überfahren zu werden, obwohl da die reale Gefahr, dass einem etwas passiert, deutlich höher einzustufen ist.

Im Fall meiner Freundin steht die Angst vor dem Erbrechen meiner Meinung ja auch für etwas anderes. Eventuell für die Angst vor dem Kontrollverlust und die Bloßstellung vor anderen Menschen. Das alles hat also auch mit mangelndem Selbstwertgefühl zu tun.

Sicherlich ist die massierte Konfrontation in vivo nicht für jeden Patienten geeignet und der Therapeut muss dies genau abwägen. Von einer graduellen Konfrontation in sensu bzw. in vivo halte ich persönlich jedoch sehr viel, da der Patient dort lernt sich den angstauslösenden Situationen zu stellen.

Auch habe ich nie behauptet, dass dies alles leicht sein. Das ist die Konfrontation bei allen Phobien nie, jedoch meiner Meinung nach eben das Wirksamste verbunden mit der kognitiven Umstrukturierung.

V7ijo


Cesc: Ich weiss genau, dass meine Angst vor diesen Ko...flecken in der Stadt völlig irrational ist. Heute z.B. musste ich in die Innenstadt unseres kleinen Städtchens. Hier ist an Fasching richtig der Teufel los.(und ich rechne mit den dementsprechenden Spuren) Bevor mein Freund mich netterweise hingefahren hat (würde sonst mit dem Rad fahren) ging es mir schon richtig schlecht. Im Auto hätte ich heulen können. Gleichzeitig habe ich genau gewusst, welch´ ein Quatsch es eigentlich ist und mußte schon fast wieder lachen. Mir ist auch bewußt, dass es die Angst vor der Angst ist. Mußte beispielsweise auch direkt nach Silvester ins Städtchen. War mit dem Fahrrad unterwegs und bin natürlich den diversen Pfützen begegnet (habe mich damals stark genug gefühlt). Ich weiss haargenau, dass diese Pfützen nur daliegen und häßlich aussehen. Nicht mehr und nicht weniger, ABER in diesem Moment wird es in meinem Innersten ganz kalt, die Welt um mich herum hat keine Farben mehr und ich möchte nur nach Hause und könnte heulen. Das macht mir Angst. Wird es dadurch besser, dass ich das konfrontiere ??? ?

Ah, Du schreibst von mangelndem Selbstwertgefühl: Interessanterweise hatte ich manchmal schon das Gefühl, dass es tatsächlich damit zu tun haben könnte, kann aber die Zusammenhänge nicht verstehen. Vielleicht hast Du einen Denkansatz für mich ?!

mdiiyOu


Wow, hier war in den letzten 2 Tagen ja richtig was los ;-D

Also ich bin ebenfalls der Meinung, dass man niemanden zu einer Therapie zwingen soll und auch jeder selber wissen muss, was einem gut tut. ZB. dieses (und andere) Forum. Mir hilft es z.B. ungemein. Ich habe viel nachgelesen und fühle mich hier das erste Mal verstanden. Ich finde es "interessant" Einblicke in andere Leben zu bekommen und zu erfahren, was anderen bisher geholfen hat.

@ Cesc:

vielen Dank für die Aufklärung zur kognitiven Verhaltenstherapie. Ich denke auch, dass kognitive Umstrukturierung das wirkungsvollste ist... wie weit aber Konfrontiert wird muss wirklich dem jeweiligen Emo angepasst werden. Je nach dem sinds ja auch unterschiedliche Emo-Arten vorhanden und da muss man dann auch schauen, welche Konfrontationen sinnvoll sind. Ich denke jedoch auch, dass man weiss, dass die Angst unbegründet ist, Phobien und vor allem Phobophobien kommen aber meist (zumindest zuerst) aus dem Unterbewussten und äussern sich ja in gewissen Symptomen... bei uns allen meist in "Übelkeit" ... und als Phobiker kann man dann so rational sein wie man will und ist den Gefühlen mehr oder weniger ausgeliefert.

Aber seit ich weiss, wovor ich Angst habe und wie "dumm" meine Vermeidungsstrategien sind, kann ich besser damit umgehen, aber es ist noch da.

Ich möchte auch so bald als möglich mit einer Therapie beginnen, ich komme zwar immer besser alleine zurecht, jedoch kann ich immernoch viel zu viele öffentliche Veranstaltungen und vor allem das Auswärts- essen nicht geniessen... diese Einschränkungen möcht ich bekämpfen.

So genug geplaudert ;-)

sqkyef-lowIer


Wäre dies einem Emo wirklich bewusst, hätte er keine Angst

Typische Antwort eines Nicht-Emos ;-) Schon tausendmal gehört... und doch so unwahr. Auch wenn deine Freundin betroffen ist, und es bei ihr genauso individuell ist wie bei jedem von uns, wirst du es nie wirklich verstehen. Muss ja aber auch nicht sein, dass du es bei deiner Freundin zumindest akzeptierst und sie nicht dafür schlechtmachst, sondern im Gegenteil unterstützt, ist zumindest mehr, als so manch anderer machen würde (ich spreche da aus Erfahrung). :=o

Auch in deinem Fall, beim Novovirus, halte ich dies nicht für eine reale Gefahr. Oder zumindest keine, vor der man phobische Ängste entwickeln muss. Schließlich hast du ja auch keine Angst vor die Tür zu gehen und von einem Auto überfahren zu werden, obwohl da die reale Gefahr, dass einem etwas passiert, deutlich höher einzustufen ist.

Stimmt auch nicht ;-) Die Gefahr, vor die Tür zu gehen und von einem Auto überfahren zu werden, stufe ich als wesentlich geringer ein als mir den Norovirus einzufangen, wenn ich Kontakt mit infizierten Menschen habe. Schließlich weiß man ja über den Norovirus, dass er extrem heftig und hochansteckend ist. So erklärt sich die Relation für mich von selbst. Und ob der Norovirus für mich eine reale Gefahr ist, kann nur einer beurteilen: ich ;-)

CSe=sAc


@ Vijo

Nicht alleine die Konfrontation bringt die Besserung, zusätzlich muss eben das kognitive Umstrukturieren stattfinden. Wenn du dich mit deiner Angst konfrontierst und in denselben dysfuktionalen Denkmustern stecken bleibst, hilft das dir kein Stück weiter. Du musst dich dazu zwingen in Angstsitutaionen diese negativen, augstauslösenden Denkweisen aus deinem Kopf zu verbannen. Das ist nämlich der entscheidende aber super wichtige Unterschied. Nicht die Situation ruft die Angst hervor, sondern wie sie von dir interpretiert wird. Ich weiß, dass Phobiker denken, sie könnten nichts gegen diese Gedanken machen und sie wären der Angst ausgeliefert. Das ist jedoch nicht der Fall. Die angstauslösenden Denkmuster haben sich nur über den gewissen Zeitraum automatisiert. Deswegen muss man ja trainieren diese nicht mehr zuzulassen. Stück für Stück und immer ein bißchen. Ich weiß, dass das ganz schwer ist, aber meiner Meinung nach gibt es eben keine Alternative, will man nicht in seinem Leid hängen bleiben.

Der Punkt des mangelnden Selbstwertgefühls spielt für mich insofern eine Rolle, dass ich denke, dass in der imaginären Situation des Erbrechens "der Emetophobiker" (sicherlich nicht bei allen) eigentlich panische Angst vor der Blamage vor anderen hat. Erbrechen ist ja eine Art situativer Kontrollverlust über den eigenen Körper, zudem könnte man ja aufgrund dessen von Anderen negativ beurteilt werden. Wenn ich also sowieso schon unter mangelndem Selbstwertgefühl leide, ist der Gedanke für mich ja noch unerträglicher andere könnten ein negatives Urteil über mich fällen. Das ist sozusagen die Erwartungsangst, welche dann dazu beiträgt die eigentliche Angst auszulösen.

Hab ich das irgendwie ein bißchen deutlicher machen könne, was ich meine?

@ miiyu

Wie oben schon beschrieben, meinen Phobiker sie wären der Angst hilflos ausgeliefert. Das ist jedoch nicht der Fall. Die automatisierten, dysfuktionalen Denkmuster geben einem nur das Gefühl, als wäre es so. Es geht darum, wieder die Kontrolle über die Angst zu erlangen, so dass die Angst nicht mehr die Kontrolle über einen hat. Und das fuktioniert eben nur mit dem Ankämpfen gegen diese automatisierten Denkweisen.

@ skyflower

Ich kann deine Argumentation nachvollziehen. Das ist auch ein typisches Denkmuster eines Phobikers. Sie meinen immer ihre Phobie wäre etwas ganz Außergewöhnliches, ganz anders als bei anderen Phobien, niemand kann sie verstehen und vorallem niemand kann ihnen wirklich helfen. Komisch nur, dass gerade in der kognitiven Verhaltenstherapie erstaunlich gute Ergebnisse bei Patienten mit Angst- und Zwangserkrankungen erzielt werden. Aber vielleicht kannst du mir ja den strukturellen Unterschied zwischen der Emetophobie und anderen Phobien aufzeigen. Ich kann ihn nämlich nicht erkennen ;-)

Und mir ist auch klar, dass nur du beurteilen kannst, ob etwas eine reale Gefahr für dich ist oder nicht. Aber du bist auch die Phobikerin. Eben genauso wie nur ein Alkoholabhängiger beurteilen kann ob er süchtig ist oder nicht. :=o

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