Wer leidet auch an Emetophobie (Angst vor Erbrechen)?

K}atjeLs0x5


Nein, das hat er mir auch schon öfter gesagt das ich mir auch gerne Zeit für mich nehmen kann. Aber ich denk immer, das bißchen Zeit das wir zusammen haben kann ich nicht absagen.

Und es ist halt so das ich auch unter der Woche recht viel Stress habe. Ich arbeite von 6.30h - 16.30h und hab dann abends halt immer recht viele Termine durch Rettungsdienst, Ärzte, etc.

Muss glaub ich mein Leben anders planen.

Und es liegt auch viel an der Erkrankung meines Freundes. Vorher war mir nicht so oft übel und ich war auch nicht so depressiv. Aber deswegen die Beziehung beenden?

M`yLifleUCncut


Ich weiß ja nicht, was dein Freund hat. Und ich weiß auch nicht wie sehr du ihn liebst. Wenn du das Gefühl hast, darunter keine Luft mehr zu bekommen und dir irgendwo Luft machen musst, dann tu das. Das muss ja nicht heißen, dass du die Beziehung beenden sollst.

Er selbst sagt, dass du dir Zeit für dich nehmen kannst, dann tu das. Ist doch schön, wenn er dahinter steht! Er sagt doch auch, wenn es dir schlecht geht, dass du dich auch ruhig zu Haus ins Bett legens ollst, statt zu ihm zu fahren. Mach das ruhig, nimm dir deine Zeit...

Aber ich denk immer, das bißchen Zeit das wir zusammen haben kann ich nicht absagen.

Warum? Willst du eben doch die Zeit mit ihm verbringen? Dann widersprichst du dir ja...Für IHN musst du das nicht tun...zumindest jetzt momentran wo es dir eh so oft so schlecht geht...

m{eravi glixosa


Ich geselle mich dann also auch dazu.

Bin 19 Jahre alt & leide seit der Geburt meiner Tochter an Emo.

Mein Leben war so stinknormal, ich hab geraucht, getrunken, hatte mal einen MDV oder mir wurde schlecht, weil ich zu viel gefuttert habe - aber NIE, NIEMALS, hatte ich die Angst davor, ES zutun.

Meine SS verlief ganz normal. Obwohl desto mehr ich darueber nachdenke, desto bewusster wird mir, dass vielleicht gerade die SS der Ausloeser war.

Ich musste naemlich oft Vomex gegen die Uebelkeit und den Brechreiz nehmen, aber nicht, weil ich zu der Zeit Angst vorm Erbrechen hatte, sondern weil ich tagtaeglich damit rumlief und das auf Dauer einfach auf die Psyche drueckt.

Gegen Ende der SS (8. Monat) konnt ich dann mal wieder nachts nicht schlafen - dank der Uebelkeit. Es ging soweit, dass sie mich ins KH fahren mussten, weil es mir so kacke ging.

& was war? Nichts. Alles okay. Ich hab gezittert ohne Ende, war nass am ganzen Koerper, konnte einfach nicht aufhoeren, meine Haende gegen den Brustkorb zu reiben (mach ich immer in Paniksituationen) und dachte, ich steh einfach kurz vorm Ko****, aber espassierte nichts!

Die ersten drei Monate nach der Geburt gingen eigentlich gut. Wahrscheinlich weil ich so viel im Kopf hatte (Stillen, Anlegen, Wochenfluss ect.), aber dann wurde ich "krank". Eine Woche nichts gegessen - nur weil ich Uebelkeit hatte, mehr aber nicht!!

Nahm ruckzuck 7kg ab, irgendwann balancierte sich aber wieder alles ein.

Anfangs war es nur nachts, jetzt kommt es ganz ploetzlich zu ganz unerwarteten Situationen.

Gott sei Dank bin ich kein (!!) Hardcoreemo.

Esse außerhalb, verreise, lebe eigentlich ganz gut. Doch wenn mir uebel ist, hat der ganze Alltag absolut keinen Sinn mehr. Mir erscheint alles trist und ich koennte nur heulen!!

Dennoch - ich habe ein Kleinkind daheim & wir haben im Dez. erst nen MDV durchmachen muessen (ich sag euch, es war schlimm - aber es ging auch vorbei!).

Ich versuche, mich gegenueber meiner Tochter so normal wie moeglich zu verhalten.

Desto mehr sie davon mitbekommt, desto hoeher ist die Chance, dass sie sich das abguckt - das moechte ich auf gar keinen Fall.

Ich wuerde meinen Mann nicht danach fragen (acuh wenn es mich mehr Ueberwindung als ALLES andere kostet), Erbrochenes wegzumachen.

Was denkt meine Tochter, wenn sie sieht, dass ich hysterisch vor ihrem Erbrochenen wegrennewegrenne!</p>
<p>Ich kaempfe taeglich mit den Gedanken der Uebelkeit; es gibt Tage, an denen will ich eigentlich tot sein (es mag so hart klingen..), aber es ueberwiegen die Tage, an denen ich das Leben genieße - weil ich mich dazu aufraffe!</p>
<p>& ich bin mir auch ganz sicher, dass ich es schaffen werde - weil ich es will.</p>
<p>Leute, wir haben eine PHOBIE (glaubt mir, fuer mich ist es genau so schwer wie fuer euch!), keine Krankheit, die im Tode enden wird.</p>
<p>Man kann doch dagegen angehen - man muss nur den richtigen Weg finden.</p>
<p>Wusstest ihr, dass die Emetophobia in den USA unter den 10 bekanntesten Phobien ist Das laesst doch Mut zur Hoffnung - mir jedenfalls.

Naja, ich schmunzel jetzt selber ueber mich - denn an vielen Tagen denke ich leider nicht so. Gerade eben habe ich wieder eine Attacke ueberwunden. Hab sogar nen Teller Tortellini gegessen, obwohl ich hinterher schon wieder dachte, ich bekomme MDV :|N

Mittlerweile beschraenkt sich meine Angst uebrigens nur noch auf den MDV. Ich weiß, dass ich nicht brechen muss, wenn mir uebel ist - aber woher weiß ich, dass ich nicht einen MDV habe?

So habe ich vorher nicht gedacht - es hat sich also im gewissen Maße etwas verschlechtert.

Eine Frage habe ich noch:

Gibt es unter euch jemanden, der auf Grund von Hilfe eine Besserung auf lange Zet bzw. gaenzliches Wegbleiben erlebt hat ??? ?

MIateri-alYistx90


Ich bin männlich und hab das auch...

Auf keiner Grillparty kann man mal so richtig "reinhauen" so wie die anderen, die Angst zu erbrechen ist immer dabei =(

MEyLifQeUncxut


Herzlich willkommen ihr beiden.

@ Mera

ich weiß jetzt auf Anhieb keinen hier im Faden, der die Emo losgeworden ist. Ich selbst bin zwar in Therapie, aber nicht mit der Emo. Ich merke aber, dass wenn ich selbst psychisch stabiler und kräftiger bin, dass ich weniger Probleme mit der Angst habe. Im Grunde lebe ich damit aber wie du...essen außerhalb, verreisen, alles eigentlich nur mit gewissen Einschränkungen, aber läuft doch ganz gut.

@ Matrialist

Endlich mal ein Mann hier.... ;-D Ich muss sagen, beim Essen hab ich keine Probleme - ich esse soviel ich will. DAS Sättigungsgefühl kommt ja, und ich hab keine Angst erbrechen zu müssen, weil ich "zuviel" gegessen habe. Ich denke, da muss schon seeeehr weit über das Sättigungsgefühl hinaus essen.

Bei meiner Schwiegermama ess ich immer auf, weil sie immer so gekränkt ist, wenn man nicht aufisst (außer ich merke, es geht wirklich garnichts mehr rein)....:P Und da ist mir hinterher schonmal schlecht, weils eben zu viel war. Aber nie so schlecht, dass ich kotzen müsste.

l?isaxh87


Hi

Also ich glaube ich leide unter einer leichten Form darunter,bin mir aber nicht sicher und habe bis gerade noch nie was von dieser Phobie gehört.

Also ich finde allg schon immer **eklig,arbeite aber im Krankehaus und komme auch gut damit zurecht wenn jm anderes **.

Bei mir ist es nur so,wenn ich mit vielen anderen Menschen in einem Raum( z.b. kino oder oper) bin,muss ich immer daran denken,was ich machen würde wenn....und suche mir immer schon einen weg zur toilette,wie ich am besten dorthin komm etc. und das schlimme ist,dass ich in einem chor singe und bei auftritten halt auch total angst hab und deshalb auch schon auftritte geschwänzt habe.

und dann denke ich immer,vl solle ich einfach mal wieder *** ,bei mir zuhause, dass ich wieder weiss wie es sich anfühlt und wie es geht, damit ich für den ernstfall vorbereitet bin.

hab auch schon seit jahren nicht mehr***,das letzte mal mit 15(bin jetzt21) aber da vom alkohol.

alk trink ich auch nicht viel,eben aus diese angt.

gehört das schon zu dieser phobie und was kann ich dagegen machen??

liebe grüsse

MVauricexBLN


@ meravigliosa / Materialist90 :

Ich hab sowas leider auch und es bezieht sich auch nur auf MGV oder MAgen Darm Grippen allgemein. Wenn mir vom Alk schlecht ist, dann ist das irgendwie halb so wild. Auch wenn ich deswegen eh kaum was trinke, aber dann weiß ich wie ich das schnell wieder wegbekomm. Bei nem Virus nicht, und der ist ja auch viel unangenehmer, wobei der bei jedem ja auch anders verläuft.

Ich mache eine Therapie, aber so richtig hats bisher nicht geholfen. Vermeide immer noch öffentliche Toilettenbesuche wos geht etc.

Was macht ihr denn persönlich, unabhängig von evtl. Therapien noch dagegen??

KCatjjes0x5


Ich glaub langsam mir is so oft übel weil ich auf der Arbeit nicht viel zu tun habe und dann immer daran denke. Bin ich beschäftigt merk ich's net so. Kann z.Zt. auch wieder relativ normal (ohne Übelkeit) essen. Zwar nicht wirklich viel, aber mehr wie sonst. Außer das ich heut mittag eine eklig schmeckende Fischfrikadelle bei Nordsee gegessen habe {:(

M6yLqifeUKncHut


Bei Nordsee ess ich nie wieder...da hab ich mal so frittierte Shrimps gegessen...danach war mir auch komisch...:D

Z a\ziex01


Hallo Ihr Lieben,

Ich bin auch Emo, seit meiner Geburt.

Ich wollte Euch ein wenig Hoffnung machen, denn es gab Zeiten, da bin ich nicht mehr vor die Haustüre gegangen, hatte krasses Untergewicht, konnte nicht mehr arbeiten.

Nun bin ich seit fünf Jahren in Therapie und kann nur sagen, es geht mir immer besser.

Manchmal ist mir wochenlang nicht mehr schlecht, früher habe ich unter Dauerübelkeit gelitten.

Ich war auch lange psychisch abhängig von Antibrechmitteln wie Vomex oder Paspertin. Ohne die in meiner Nähe ging nichts mehr.

Heute nehme ich so etwas nur noch, wenn ich wirklich krank bin.

Ich kann Euch aus eigener Erfahrung nur sagen, lasst die Finger davon, im Notfall ist auch nicht gesagt, dass sie Erbrechen wirklich verhindern. Es ist schließlich auch eine Schutzfunktion unseres Körpers.

Selbst wenn mir heute mal richtig schlecht ist, kann ich es fats ohne Panik überstehen.

Alles, Liebe, Zazie

M2yLife5Unacuxt


HI Zazie!!

Dich nehmen wir uns alle als Vorbild :) Nee, find ich schön, von so einem "Fall" zu lesen...ich glaube auch, wenn man nicht stagniert und wirklich da raus will, dann kann es einem zumindest etwas besser gehen...

Z aziYed01


Ich möchte auch kein Vorbild sein, nur etwas Mut machen...

Ich kann mich noch zu gut an die schlechten Zeiten erinnern... besonders bei Katjes habe ich das Gefühl, meine eigenen alten Gedanken zu lesen...

Für mich war es in der ganzen Zeit sehr wichtig, dass ich immer jemanden hatte, mit dem ich darüber reden und schreiben konnte.

Ich war lange Zeit bei "Get together" sehr aktiv, auch im Mitgliederbereich.

Eigentlich haben wir uns dort gegenseitig therapiert.

M~yL&ifeURncut


Ich hab das Gefühl, je mehr ich darüber rede, mich damit auseinandersetze, desto schlechter gehts mir damit. Aber in akuten Situationen bin ich doch schon sehr froh um die Foren..

Z.azi~e01


So ging es mir am Anfang auch.

Du musst Dich intensiv mit dem Warum auseinander setzen, auch mal eigene Verhaltensweisen hinterfragen.

Mir hat die Konfrontation mit Dingen, denen ich nur noch ausgewichen bin, sehr geholfen...

M ysLifeUxncut


Ja, das frage ich mich auch oft, das warum...aber ich weiß es eben noch nicht ganz. Ich denke, es werden sich in meiner Therapie noch viele Parallelen zeigen und ich hoffe, dass ich das ganze dann eher verstehen kann.

Ich glaube, es geht hier ganricht tatsächlich um das Kotzen...

Mir hat die Konfrontation mit Dingen, denen ich nur noch ausgewichen bin, sehr geholfen...

zum Beispiel?

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