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Dbt: Dialektisch-Behaviorale Therapie

J%ulee"y


Klar, werd ich bei Gelegenheit mal tun :-) Bei uns gab es das jedenfalls letztes Jahr schon, aber ich glaube ich hab gehört, dass es das eben nur bei uns gibt. @:)

l&aurFixna


Danke für diesen Faden! Meine Schwester ist vor drei Tagen für ein dreimonatiges DBT-Programm in eine Klinik gegangen. Hier kann ich endlich einmal in Ruhe nachlesen, was das ist. Leider konnte ich noch nicht alles ausführlich durchlesen. Gibt es eigentlich auch ein empfehlenswertes Buch dazu?

S>ilbexr


uff, gute Frage. :-/

also gelesen habe ich keins, hab das Programm ja stationär und ambulant gemacht. Habe aber grad mal bei Amazon reingeguckt.

Rein theoretisch könnte dieses Buch hier gut sein:

Amazon

Martin Bohus ist eigentlich der, der das Programm von Amerika nach Europa gebracht hat. Wie das Buch allerdings genau aufgebaut ist bzw. ob es gut ist weiss ich natürlich nicht.

Das hier kriegt gute Bewertungen, scheint aber zumindest bei Amazon nicht mehr erhältlich zu sein:

Amazon

Linehan ist die Erfinderin von DBT.

Hier steht in einer der Bewertungen, dass es auch für Angehörige und Betroffene gut ist:

Amazon

Ich denke, ein Buch ist auch deshalb besser, weil es in diesem Thread ja nur ziemlich kurz geschrieben ist. Ich habe jeweils die Arbeits-/Theorieblätter abgetippt und erst später dann selbst was geschrieben. :-/

lnau9rinxa


Danke!

Meine Schwester hat allerdings kein Borderline, sondern ist depressiv mit diversen anderen "Störungen" (SVV, Essstörung, Panikattacken, Schlafstörungen) Man hat ihr dennoch diese Therapie nahegelegt. Ich werde mich zu den Büchern auf jeden Fall noch näher informieren.

MbaibluSe^tex 90


Gelesen hab ich jetzt nicht alles, aber was mich mal interessiert,

ist die DBT immer 3-Monate lang oder varrirt das?

Ich überlege nämlich, kann das nur wegen Schule nicht so wirklich wo rein packen (will vorerst auch ambulant anfangen)

da, mich meine Stimmungsschwankungen momentan echt nerven, weiß aber auch erst seit 20.6 von Borderline, nach abbruch der Stationären Therapie

SDiclbYexr


Man hat ihr dennoch diese Therapie nahegelegt.

das ist auch gut so; DBT kann man bei vielen Dingen anwenden. Meistens wird sie jedoch bei Borderline angewendet, deshalb auch die Titel der Bücher.

@ Maiblüte:

3 Monate sind nur so ein Richtwert, und das ist, wenn man die Therapie stationär macht. Ambulant dauert es länger. Man kann aber natürlich auch selbst sagen, wie lange man mitmachen will. Sollte die 90 für dein Geburtsjahr stehen ist die Diagnose sowieso nur auf Verdacht, da du noch zu jung bist. Die Symptome behandeln kann man natürlich trotzdem. ;-)

ich habe die Diagnose ja auch nicht (mehr) und trotzdem fand ich die DBT hilfreich bzw. finde es auch heute noch.

i6nhYibitixon


Ich habe eine DBT hinter mir und mir hat sie im allgemeinen sehr gut geholfen.

Diese Art von Therapie wird stationär immer auf 3 Monate festgelegt, da diese Therapie darauf angelegt ist, das erlernte möglichst erfolgreich in den Alltag zu integrieren.

Bei meiner Behandlung war es außerdem "pflicht" (sowie es denn ging) jedes Wochenende nach Hause zu fahren, sodass man 1. erlernte Skills gleich in der "Realen Welt" ausprobieren konnte und 2. evtl. akut auftretende Probleme im häuslichen Umfeld gleich in die THerapie einbeziehen kann.

Normalerweise sollte es bei der DBT so sein, das man die 3 Monate stationäre Therapie macht, dann nach Hause entlassen wird und ggf. nach ca. 3 Monaten nochmal wiederkommt. Das soll sich widerholen, bis der Patient stabil genug ist um mit den gelernten Fähigkeiten ein gutes "normales" Leben führen zu können.

Also so war es zu der Zeit, als ich diese Therapie gemacht habe.

Leider konnte ich nach den ersten 3 Monatennicht zurück, da ich während der Therapie 18 geworden bin und es eine Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie war. Ich hätte dann in eine Erwachsenen Klinik gehen müssen und dazu war ich leider zu ängstlich.

Aber wie gesagt die DBT hat mir in wesentlichen Punkten sehr weiter geholfen, von Heilung mag ich nicht sprechen, da bei der Art Erkrankung, die ich hatte/habe meistens eher eine Problemverlagerung stattfindet als eine "Heilung" in dem Sinne.

Wer allerdings das Konzept ganz wahrnehmen kann und motiviert genug ist, sich auch helfen zu lassen, dem würde ich diese Therapie wirklich empfehlen.

Liebe Grüße

K#athle%en-Saraxh


@ Gras-Halm

:)^ Das hast Du ganz ganz toll gemacht.

Ich habe zwar keine psychische Erkrankung, aber ich wende immer wieder auch etwas aus der DBT-Therapie an z.B. eine Pro und Contra Liste, das leichte Läches, u.s.w.

Ich finde diese Verhaltenstherapie ganz große klasse. Meiner Cousine und meiner Freundin hat sie sehr geholfen.

Ksathl9ee5n-Sarxah


@ Gras-Halm

Ich kann Dich leider nicht über PN erreichen. Daher schreibe ich das hier in den Faden. Vielleicht möchtest Du noch die Spannungskurven und das Wochenprotokoll erörtern?

*:) @:)

LG

Kathleen

S~iljbexr


Der Gras-Halm-Account ist gesperrt; Silber ist mein neuer Account. :-)

Mit dem Wochenprotokoll meinst du, denke ich, die Diary Card? [[http://img7.imageshack.us/img7/7417/diarycard.jpg]] Sorry, die Version ist qualitativ schlecht und rechts abgeschnitten, das sollte eigentlich "Freude" heissen. Irgendwo habe ich noch eine schönere Version, aber weiss grad nicht wo. ;-D

Da geht es halt darum, eine Übersicht über die Woche zu haben. Das ist auch für den Therapeuten hilfreich. Stationär war es bei mir damals so, dass abends jeder Patient die Diary Card bzw. den jeweiligen Tag mit dem Pfleger, der gerade Dienst hatte, besprechen musste. Am Morgen kamen dann die Therapeuten zur Visite und haben sich die Diary Card ebenfalls angeschaut.

Die Formate variieren, d.h. die Version hier ist von 2007, ich weiss nicht, ob man das heute noch so verwendet. Manche Kliniken/Therapeuten/Gruppen verwenden sowieso abgeänderte Sachen.

Das Protokoll ist an sich selbsterklärend; beim speziellen Problemverhalten kann man individuelle Problematiken eintragen, jemand mit Bulimie könnte z.B. eintragen, ob der Drang, eine Essattacke zu haben, da war, und ob eine Handlung (also die Essattacke) erfolgte.

Positive Ereignisse soll man aufschreiben, damit man gerade in schlechten Zeiten auch einen Gegenpol hat und nicht alles nur schlecht ist. Ich habe damals oft gesagt, ach, heute ist gar nichts positives passiert - aber eigentlich kann man, wenn man darauf achtet, täglich irgendwas positives finden. Das können ganz kleine Dinge sein. Vielleicht hat ein Vogel besonders schön gezwitschert oder es roch so gut draussen oder was weiss ich. ;-)

Spannungskurven kann ich nur von der Theorie her erörtern, bzw. so, wie ich es noch im Kopf habe, ist ja doch was länger her. ;-) da ich die Diagnose ja nicht mehr habe und sie bei mir eh nie zutraf, sind mir Spannungszustände unbekannt. Deshalb tat ich mich sehr schwer, als man mich zu Beginn bat, doch bitte eine Spannungskurve auszufüllen. ;-)

Bei diesen Kurven geht es darum, zu lernen, die eigene Spannung einzuschätzen und auf die Symptome zu achten - herauszufinden, wie man bei sich selbst merkt, dass die Spannung steigt. Ab einem gewissen Punkt (70) geht die Kontrolle ja verloren und dann ist es zu spät; deshalb soll ein Anstieg der Spannung frühzeitig erkannt werden, zumal bei Borderline-Betroffenen die Grundanspannung häufig höher ist als beim "Gesunden" (man beachte die Anführungszeichen ;-) ). Weiss nicht, ob ich das richtig im Kopf habe, aber ich glaube, man soll bei dieser Kurve seine Spannung stündlich einschätzen, auf der Skala von 0-100. Ich schaue nachher mal, ob ich dazu noch irgendwas finde in meinem DBT-Ordner. Vermutlich nicht, weil es mich ja nicht betraf. :-/

War das hilfreich oder hast du weitere Fragen? :-)

Kzat>hlee^n-Sxarah


Mit dem Wochenprotokoll meinst du, denke ich, die Diary Card? [[http://img7.imageshack.us/img7/7417/diarycard.jpg img7.imageshack.us/img7/7417/diarycard.jpg]] Sorry, die Version ist qualitativ schlecht und rechts abgeschnitten, das sollte eigentlich "Freude" heissen. Irgendwo habe ich noch eine schönere Version, aber weiss grad nicht wo. ;-D

Die selbe Diary Card (Wochenprotokoll) habe ich auch da.

Weiss nicht, ob ich das richtig im Kopf habe, aber ich glaube, man soll bei dieser Kurve seine Spannung stündlich einschätzen, auf der Skala von 0-100. Ich schaue nachher mal, ob ich dazu noch irgendwas finde in meinem DBT-Ordner. Vermutlich nicht, weil es mich ja nicht betraf. :-/

Man macht stündlich ein Kreuz auf einer Skala von 0-100.

Von 0-30 ist das der Bereich der Inneren Achtsamkeit.

Von 30-70 ist es der Bereich Umgang mit Gefühlen, Zwischenmenschliche Fertigkeiten.

Ab 70 ist das der Bereich der Stresstolleranz

Unter dieser Kurve macht man noch Notizen:

Ereignis:

Gedanken:

Gefühle:

körperliche Gefühle

Ich habe das DBT-Manual von 2006 und allen dazu gehörenden Unterlagen. Zum Teil ausgefüllt von meiner Cousine mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und meiner Freundin mit Bulimie.

Ich finde diese Verhaltenstherapie großartig. :)^

K4athle#en-&Sarxah


Positive Verhaltendanalyse

1. Erfolgreiches Verhalten

Sie dachten daran, sich zu verletzen, such umzubringen, Drogen zu nehmen oder

________________.

Sie haben ein problematisches Verhalten unterbrochen oder gar nicht erst durchge-

führt.

Wie ist Ihnen das gelungen? Beschreiben Sie genau, was Sie taten, wo das geschah und wer noch daran beteiligt war.

2. Auslöser

Welche Ereignisse gingen dem Verhalten voraus?

Was taten, dachten, fühlten oder stellten Sie sich vor, bevor Sie den Drang sich umzu-

bringen, sich zu verletzen oder das Problemverhalten auszuführen nachgaben?

Welche Körperempfindungen nahmen Sie wahr?

Was taten Sie, um sich in dieser Situation besser zu fühlen; Abstand zu bekommen und mit Abstand über das Problem nachdenken zu können??

3. Unterstützende Faktoren

Welche Faktoren halfen Ihnen, sich erfolgreich zu verhalten?

Berücksichtigen Sie die folgende Aspekte:

Essen, Schlafen

körperliches Empfinden

intensive Gefühle, Gedanken

eigenes voraus gegangenes Verhalten

Erfahrungen

unterstützende Erinnerungen

4. Konsequenzen

Identifizieren Sie alles, was als Konsequenz aus Ihrem Verhalten folgte. Dies beinhaltet Ihre eigenen Gefühle, Gedanken, Körpersymptome und Ihr Verhalten.

Welche Folgen hatte Ihr Verhalten für Sie selbst? Welche Wirkung hatte Ihr Verhalten auf Ihre Umgebung?

5. Zukunft

Überlegen Sie, welche angewandten Verhaltensweisen auch in späteren Situationen für Sie ganz wichtig sind, um erneute Erfolge bei der Konfliktbewältigung zu erreichen!

6. Belohnung

Finden Sie Möglichkeiten, um sich für Ihr erfolgreiches Verhalten etwas Gutes zu tun!

Ich finde allerdings zur positiven Verhaltensanalyse nichts im Internet. Ich weiß also nicht, wie bekannt diese ist. Vielleicht hat diese ja auch die Rehaeinrichtung in der meine Cousine und meine Freundin waren, selbst formuliert, hergestellt. Beide fanden es sehr gut auch einmal eine positive Verhaltensanalyse zu schreiben. Wenn ihr wollt, könnt ihr diese positive VA auch Psychologen/Therapeuten, Psychologinnen/Therapeutinnen weiter geben.

S1ilbexr


Bei uns gab es die zwar, d.h. das Formular war da (wir hatten einen Schrank, in dem diverse Formulare waren, eben auch die verschiedenen Verhaltensanalysen), aber ich habe in den ganzen 3 Monaten nur ein einziges Mal erlebt, dass jemand eine machen musste. Eigentlich schade.

Kuathle,en-Saraxh


Finde ich auch. Es ist doch auch wichtig sein positives Verhalten zu analysieren. Damit man lernt wie man es macht. Ist auch gut für das Selbstwertgefühl.

Meine Cousine und meine Freundin waren in der Reha ein ganzes Jahr im DBT-Programm.

MEinBgShu


Hallo.

Ich habe seit Mai oder April diesen Jahres eine DBT weil ich seit April sehr, sehr aggresiv und depressiv wurde. Meine Therapeutin hat eine Form von Borderline festgestellt, die sich wohl seit dem Frühling sehr ausgeprägt hat. Ich hatte in dieser Zeit wahnsinnig viel um die Ohren.

Nun geht es mir so, dass ich noch nicht wirklich eine Besserung spüre. Dauert es so lange oder stell ich mich nur so blöd an? Außerdem bin ich teilweise mit Kleinigkeiten überfordert. Ich bin seit einem Monat arbeitslos und bin schon damit überfordert, wenn ich drei Wäschekörbe voll habe oder Geschirr rumsteht und ich dran denke, was noch alles zu tun ist. Ich kann mir im Moment überhaupt gar nicht vorstellen wieder einen festen Job zu haben. Ich frage mich, wie ich das alles schaffen soll. Ich bin freiberuflich tätig also so ganz ohne Arbeit bin ich nicht, aber eben nicht regelmäßig. Ich habe auch überhaupt keinen Kopf mich überhaupt um eine neue Stelle zu bemühen. Wenn ich nur daran denke, frage ich mich, wie soll ich das nur tun. Manchmal kommt dann in mir so eine Depression hoch, weil ich eine Therapie habe. Also die Tatsache, dass ich eine Therapie habe, macht mich fertig. Ich weiß im moment nicht so wirklich weiter.

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