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Humorlos und Aggresiv durchs Leben?

Tjeyxna hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich wollte mal ein bisschen über meine Probleme reden und zwar mit Leuten die speziell hier sind, statt mein Umfeld immer und immer wieder zu belasten.

Ich bin bald 25 und habe mich entschieden noch zu studieren, da die Arbeit langsam zu einem hochprozentigen Stressfaktor für mich wird. Ich habe das Gefühl, ich bin über die Jahre schrecklich abgestumpft und hatte dort keine Zukunft mehr.

In jüngeren Jahren hatte ich oft in kritischen Situationen angefangen, mich zu verstümmeln, doch davon habe ich mittlerweile komplett abgesehen, da es nur Schmerzen bereitet. Die Schmerzen trage ich jetzt in meinem Herzen verschlossen und nicht mehr offen zur Schau.

In letzter Zeit bemerke ich wie dünn meine Nerven geworden sind, jede kleinste kritische Situation bereitet mir Alpträume und ich weiss nicht mehr wohin mit den Gefühlen, meine Aggressionsschwelle ist auf ein Minimum gesunken. Am meisten wirkt sich das bei meinem Freund aus. Ich blocke ihn ab wo es geht und habe Angst, das er mich verlässt, ein Wiederspruch...

Ich glaube ich bin als Mensch zu ernst, ich glaube, ich bekomme kein Vertrauen. Ich spiele mit dem Gedanken Leute zu schlagen, die mir blöd kommen, ich wünsche es mir sogar, doch dann traue ich mich nicht.

Ich platze bald, und ich habe Angst, auf welche Weise diese Gefühle ans Tageslicht treten, denn bis jetzt war ich ruhig. :°(

Ich komme mir vor wie ein Mann und nicht wie eine feinfühlige Frau. Ich bin hart und kalt, wie ein Stein. Müde und traurig.

Mir würden auf anhieb 20 Gründe als Ursache einfallen, ich weiss weder ein noch aus...

Meine Sehnsüchte sind Liebe, Glück und Ruhe... unerreichbar fern.

Antworten
M*aschin"enrkanonxe


Hallo Teyna

Auch wenn ich persönlich jetzt nichts in deinen Thread schreibe, hoffe ich, dass er sich entwickelt und etwas geschrieben wird, das dir etwas nützt. Viele kennen den Prozess, den du beschreibst. Aber nur Wenige können ihn so beschreiben wie du...

T6eynxa


Ich weiss auch nicht, was soll man da auch schreiben...

Mann zieht sich halt hoch, es geht einem gut, ne Zeitlang und

dann kommt wieder der nächste Aussetzer, scheinbar grundlos,

man kann es nicht kontrollieren und man kennt die Auslöser nicht.

Mir müsste es blendend gehen, vorallem wenn ich die Berichte von

Problemen der anderen User hier lese, schäme ich mich, hier zu schreiben.

Hallo Leben wann holst du mich zurück? Wann wache ich aus diesem Alptraum von Blockaden auf? Wann werde ich wieder

lachen und mich freuen?

Manchmal sehe ich mich kopfschüttelnd neben mir stehen mit einem verachtenden Gesichtsausdruck. Wie kann man nur so extrem sein, sich so reinziehen, so nach Leid suchen und so wütend sein? Diese Wut macht mich ganz krank.

???

M[asc-hinenkan"one


vorallem wenn ich die Berichte von

Problemen der anderen User hier lese, schäme ich mich, hier zu schreiben.

Das vergiss mal ganz schnell wieder. Dein "Problem" ist in keiner Weise "weniger wert" als die Probleme Anderer. Ganz im Gegenteil. Gerade weil es dir "im Vergleich" banal erscheint, dich aber ziemlich belastet, oder zumindest desorientiert, bist du in einem Zwiespalt, der über die Zeit sehr zermürbend ist. Also schäme dich nicht für das was du schreibst! Im Gegenteil. Es ist gut, dass du dich entschließt, das jemandem mitzuteilen. Damit kommt die Sache irgendwie aus dir raus.

.

Diese Wut macht mich ganz krank.

Ganz richtig. Deshalb schluck sie nicht still runter, sondern drück sie aus! "Schreiben" ist ein Weg. Und ein recht guter!

Txeynxa


Danke :-)

Ich weiss das es schwierig ist, sich mit destruktiven Leuten auseinanderzusetzten.

Man möchte doch eigentlich ein harmonisches Umfeld, ausgeglichene Menschen um sich haben, Leute die mit sich im Reinen sind.

Um so schwerer fällt es doch, Leuten zu helfen, die Emotional zerstörerisch auf andere wirken.

Ich hab mir schon mein halbes Leben Gedanken um meine Psyche gemacht und rausgefunden, was mir guttut, welches Bild ein schönes Bild ergibt. Dieses habe ich auch immer vor Augen.

Es gibt Momente in denen ich vor Gefühlen und Glück überschäume. Umso mehr Angst habe ich vor der anderen Seite.

Schreiben tut gut. Man sieht die eigenen Ansätze vor Augen und erkennt vielleicht auch Irrtümer. Feedback tut gut. :-/

M$aschifneMnkan2onxe


Ja, Feedback tut gut.

Nur, warum schreibt bisher außer mit keiner? Ich finde das seltsam. Hier gibt es große Haufen verschiedener "menschlicher Probleme", auf die regelmäßig neues draufgeschmissen wird.

"Mein Freund ist weg - ich gehe ein!"

"Untreu - wie steht ihr dazu?"

"Ich kann nicht mehr!"

"Nur Streß im Leben!"

"Die Stgerne lügen" ;-D

Und sowas eben. Aber - und du bist schon der dritte Fall, wo mir das auffällt - wenn mal jemand einen Thread eröffnet, der wirklich tiefgründig ist und den man nicht mit 5 Zeilen "Ich verstehe dich!" "Kopf hoch!" "Wird schon wieder!" und zig @:) zu beantworten ist, sondern wo man wirklich mal nachdenken und sich hineinfühlen muss, da ist keiner da. Da hat keiner ein "offenes Ohr". Das sieht niemand, oder alle machen gleich wieder zu. Ich finde das seltsam.

Teyna, du fragst dich vielleicht, warum ich nichts Konkretes schreibe. Mir fällt genau das auch schwer. Aber ich sehe, oder glaube zu sehen, dass deine Erläuterung sehr wohl Tiefgang besitzt und von eigener Auseinandersetzung zeugt. Es gibt Leute hier, die schreiben sonst was in die Gegend und stiften einen Ahufen Unruhe und ein Haufen anderer Leute steigt drauf ein. Aber in deinem Fall ... :-|

Na, noch ist nicht aller Tage Abend.

M$aschindenkanoxne


Meine Rechtschreibung!

Verdammt! :-(

b]laue9r St[ern


Hallo Teyna

Mir müsste es blendend gehen, vorallem wenn ich die Berichte von

Problemen der anderen User hier lese, schäme ich mich, hier zu schreiben

Ich kann mich Maschinenkanone nur anschließen, Dir geht es schlecht, Du hast Probleme und die sind für Dich sehr schwerwiegend. Du hast allerdings keinerlei Grund, Dich für Deine Postings zu schämen.

Aber ich kenne das auch nur zu gut, und ich habe den vagen Verdacht, dass es bei Dir Parallelen zu meinem Leben gibt.

Mal als Frage:

Durftest Du als Kind Probleme haben, oder gabe es immer gewichtigere Gründe, warum Deine Probleme als belangos abgetan wurden oder warum du Deine Probleme nicht als wichtig genommen hast?

Durftest Du über Dein leben entscheiden oder wurde Dir immer die Entscheidung abgenommen, bzw. wurde die überhaupt die Gelegenheit gegeben zu entscheiden?

Ich denke, es ist schon sehr wichtig, woher diese Aggressionen kamen. Ich war gegenüber meinem Freund auch oft sehr aggressiv, habe ihm Sachen vorgeworfen, bis mir eines Tages klar wurde, dass diese Wut einzig und allein meiner Mutter galten. Er musste als Stellvertreter herhalten.

Ich habe mich dann bei ihm entschuldigt und ihm den Sachverhalt erlärt und er hat mir auch verziehen (zu Deiner Beruhigung ;-) )

Ich finde, es ist schon sehr wichtig, dass Du Dir über die Gründe Deiner Aggressionen klar wirst. Ich weiß auch, wie schwierig das ist, weil man oft nicht mal weiss, wo man anfangen soll.

Mir hat hier übrigens oft das Meditieren geholfen.

Ich hoffe noch auf viele Beiträge von Dir @:)

bXlau.er S#tern


@maschinenkanone

Meine Rechtschreibung!

Verdammt!

Sind doch nur die paar Vertippser ;-D

M3aschwiqnenwkanoxne


Hallo blauer Stern!

Schön, dass du reinguckst!

Gute Gedanken!

Ich glaube, jetzt gehts los! :)^

b5laEuer Stgerxn


@Maschinenkanone

Danke @:)

Übrigens noch vielen Dank, dass Du beim anderen Thread mit Realist für mich in die Bresche gesprungen bist. @:)

TweGyna


Danke für die beiden Beiträge, es bedeutet mir viel, wenn Leute auf mich eingehen. :-D

Ich habe Angst gehabt, das mein Thread hier als ungesehen untergeht, oder irgendwie als belanglos abgetan wird. Irgendwie ist man doch ein armer Hund, wenn man von niemandem gehört wird. Was nettes geht da runter wie Öl.

Mal als Frage:

Durftest Du als Kind Probleme haben, oder gabe es immer gewichtigere Gründe, warum Deine Probleme als belangos abgetan wurden oder warum du Deine Probleme nicht als wichtig genommen hast?

Das klingt jetzt bestimmt lustig, aber als Kind hatte ich zum Beispiel über furchtbar lange Zeit Angst, das Kometen auf die Erde stürzen und alles auslöschen. Es war furchtbar beklemmend für mich, die Sterne zu betrachten und es hat mir die Brust zugeschnürt, wenn ich Abends in meinem Bett lag. Meine Mutter hat, wenn ich ängstlich zu ihr kam immer gesagt: "Ach was, das passiert nicht" und mich wieder ins Bett geschickt. Ich kam mir furchtbar verlassen vor und ich hatte Bauchschmerzen und Atemnot deswegen, aber es hat niemanden wirklich interessiert. Meine Eltern haben sich nie richtig mit mir beschäftigt. Und später, wenn es immer grosse Streitigkeiten in der Familie gab, wurde das einfach unter den Tisch gekehrt. Man hat gestritten, sich böse Worte an den Kopf geworfen und dann einfach mit einer kurzen Entschuldigung das Thema abgehandelt, aber das Problem nie gelöst. Ich weiss nicht, Probleme hatte ich immer, aber ich hab mich immer hinter andere gestellt und meinen Kram erstmal als sekundär gesehen. Irgendwie hab ich mir nie das Recht eingeräumt auch mal Zeit in Anspruch zu nehmen.

Durftest Du über Dein leben entscheiden oder wurde Dir immer die Entscheidung abgenommen, bzw. wurde die überhaupt die Gelegenheit gegeben zu entscheiden?

Genau das Gegenteil, ich habe immer alleine entschieden. Ich wollte auf das Gymnasium und bin dahin, ich habs selber abgebrochen als ich gemerkt haben, das mir die zweite Fremdsprache zuviel wurde und bin dann auf die Realschule übergewechselt. Ich hatte mit 15 meinen ersten Freund und keiner hat mir was verboten. Ich konnte machen was ich will... schon komisch

Wenn man das so geschrieben sieht wirkt das irgendwie fremd...

b;la|uer9 Stxern


Hallo Teyna,

hast Du eine Ahnung, woher die Angst vor den Kometen kommt. Für sowas gibt es ja normalerweise einen Auslöser, evtl. sogar einfach nur einen zufälig gesehenen Bericht oder Film im Fernsehen.

Nachdem was Du so schreibst, wars Du wohl selbst als Kind schon immer auf dich allein gestellt. Bist Du deshalb wütend auf Deine Eltern, hast Du das Gefühl, von Ihnen vernachlässigt worden zu sein?

Tseynxa


hast Du eine Ahnung, woher die Angst vor den Kometen kommt. Für sowas gibt es ja normalerweise einen Auslöser, evtl. sogar einfach nur einen zufälig gesehenen Bericht oder Film im Fernsehen.

Ja.. ich weiss woher das kommt, ich hab als kind mal ein Exemplar Reader's Digest in die Finger bekommen und der Schreibstil des entsprechenden Artikels erzählte sehr Bildhaft die Möglichkeiten und Folgen solcher Katastrophen. Unter anderem die Wahrscheinlichkeiten, die laut Artikel extrem hoch sind und von den wenigen Sicherheitsmassnahmen für so einen Fall. Ich habe Wort für Wort geglaubt... Aber heute weiss ich wie lächerlich das war, ich habe keine Angst mehr vor dem Tod, egal welche Form er haben sollte... Ich hätte nicht gedacht, das einen soetwas in so einer Form beeinfluss kann, eigentlich erschreckend, wenn man bedenkt, mit was es Kinder heute täglich zu tun bekommen!

Nachdem was Du so schreibst, wars Du wohl selbst als Kind schon immer auf dich allein gestellt. Bist Du deshalb wütend auf Deine Eltern, hast Du das Gefühl, von Ihnen vernachlässigt worden zu sein?

Ja früher, das ist mir heute egal, ich habe mich von Ihnen abgekapselt, besuche Sie nur manchmal und bin dann sehr oberflächlich.

Aber wenn ich so drüber nachdenke bin ich eigentlich am meisten wütend über mich selbst. Ich hasse meine Einstellungen, meine Vergangenheit, meine Ängste in jedwehger Form, meine Art.

Z.B. Dieser Zwang, bei jedem einen guten Eindruck zu hinterlassen, dieses Unwohlsein, wenn ich Menschen in Gesellschaft habe die ich nicht kenne, dieses Würgegefühl, wenn ich mit einem neuen Freund das erste mal schlafe. Diese Wut auf meinen Körper. Diese Phasen des Esswahns und den darauffolgenden Monaten der Übelkeit, in denen ich fast nichts essen kann.

balau^er Stxern


Hallo Teyna,

Ja früher, das ist mir heute egal, ich habe mich von Ihnen abgekapselt, besuche Sie nur manchmal und bin dann sehr oberflächlich.

Auch wenn Du es Dir versuchst einzureden, es ist Dir nicht egal. Ihr verhalten tut Dir immer noch sehr weh. Ich hatte auch gedacht, dass das mit meiner Mutter gegessen ist. Aber das war es nicht. Weil die Verletzungen, die sie mir aufgrund fehlender Zuwendungen zugefügt hat, sehr sehr tief gehen. Als mir dann nochmal so richtig bewußt wurde, wie wenig Liebe und Anerkennung ich von meinen Eltern erhalten habe, hat das unglaublich weh getan. Das schlimmste aber war, dass ich mich dabei auch noch schuldig gefühlt habe.

Aber wenn ich so drüber nachdenke bin ich eigentlich am meisten wütend über mich selbst. Ich hasse meine Einstellungen, meine Vergangenheit, meine Ängste in jedwehger Form, meine Art.

Wieso bist Du wütend auf Dich selbst?

Woher kommen Deine Einstellungen?

Wieso bist Du wütend auf Deine Vergangenheit? Hättest Du etwas an Deiner Vergangenheit ändern können?

Wieso bist Du wütend auf Deine Art?

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