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Humorlos und Aggresiv durchs Leben?

Txeynua


Ja vielleicht. Es tut schon weh, wenn ich da so an manches zurückdenke und ich mag auch garnicht viel davon wissen, für mich ist das vorbei. Ich mach mir Sorgen um meine Mutter, weil sie gesundheitlich nicht so fit ist, mein Vater macht sein Ding, er fragt mich immer nur wies in der Arbeit läuft. Es wäre schön, wenn das Verhältniss wärmer werden würde, selbst im nachhinein wünsche ich mir das, einfach nur wegen des Rückhalts wegen, der mir fehlt. Ich denke Sie haben mich nie mit Absicht so behandelt. Es war einfach nicht Ihre Art sich Auseinanderzusetzen, auch jetzt nicht.

Wieso bist Du wütend auf Dich selbst?

Weil ich ständig in Extreme verfalle, weil ich ständig alles abblocke, wo ich HAARGENAU weiss, das ich nur nett zu meinem Freund sein brauche. Und was tue ich, ich drehe mich weg, ich verweigere mich Ihm... Weil ich wenns drauf ankommt immer abhaue und nie meine Meinung sagen kann.

Woher kommen Deine Einstellungen?

Ich weiss nicht, ich muss irgendeine furchtbar krasse Seite haben, die bitterkalt ist. Vielleicht das jahrelange "ertragen" meiner Zweifel. So blanker zynismus, der mich wirklich erschreckt.

Wieso bist Du wütend auf Deine Vergangenheit? Hättest Du etwas an Deiner Vergangenheit ändern können?

Ja, ich hätte viel tun können, denn ich habe so viel abgeblockt und wiederum soviel Mist zugelassen. Ich komm mir vor wie ein Zuschauer im Nachhinein.

Wieso bist Du wütend auf Deine Art?

Ach lies doch mal was ich schreibe. Es ist nur eine Aneinanderreihung von Missständen, da ist nix konstruktives dabei. Alles was ich kann ist in meinem Übel zu versinken und mich ständig damit selbst berieseln lassen. Das hat doch keine Zukunft. Wie kann man nur so gerne leiden. Ich weiss genau, was andere denken, wenn sie sehen, was ich mir reinziehe.

bwlauPer KSterxn


Hallo Teyna,

ich weiß, dass ich Dir gerade eine Menge Fragen stelle. Dies dient zum einen, damit ich besser verstehe, was in Dir vorgeht, zum anderen auch zur Selbstreflektion.

Eine sehr wichtige Frage habe ich noch:

Hast Du das Gefühl von Deinen Eltern geliebt worden zu sein?

b_lauer6 Sxtern


Wie kann man nur so gerne leiden

Das geht verdammt gut ;-D

Ich habe es sogar richtig genossen zu leiden. Irgendwie hat das sogar für mich pervers geklungen. Aber es war so. Und warum, weil ich dann wenigstens Gefühle verspürt habe. ich habe dann gespürt, ein Mensch zu sein. Ich habe gespürt, dass ich existiere.

M5aschinMenkan|one


Hallochen Teyna.

Wie kamst du nur auf die Idee, dass dein Thread "nichts wert" sein könnte oder so ähnlich. Ich glaube, dir ist gar nicht bewusst, was du hier leistest, also wie qualitiativ hochwertig deine Selbstreflexion ist. Was du an dir siehst und beobachtest. Das ist echte therapeutische Vorarbeit. Ich denke nur, du hast ein Problem damit, Hilfe anzunehmen oder jemanden darum zu bitten. Kanns sein, dass du das Gefühl hast, dass du damit "jedem auf den Sack" gehen würdest?

Dieser Zwang, bei jedem einen guten Eindruck zu hinterlassen, dieses Unwohlsein, wenn ich Menschen in Gesellschaft habe die ich nicht kenne, dieses Würgegefühl, wenn ich mit einem neuen Freund das erste mal schlafe. Diese Wut auf meinen Körper. Diese Phasen des Esswahns und den darauffolgenden Monaten der Übelkeit, in denen ich fast nichts essen kann.

Alles das spricht eine deutliche Sprache, die so komplex ist, dass ich jetzt gar nicht weiß, wo ich einhaken soll. Aber du sprichst das ehrlich aus. Du erkennst, weas mit dir geschieht, auch wenn du es nicht verstehen kannst. Ich kann auch nachvollziehen, wie schwierig in einer solchen Situation eine Partnerschaft ist. Ich hatte vor Jahren mal eine Freundin, die mich behandelt hat wie den letzten Dreck. Ohne dass sie was dafür konnte. Also ich will um Gottes Willen nicht schließen, dass du deinen Freund schlecht behandelst, aber diese Ex-Freundin von mir hatte einige deiner Schwierigkeiten und sie hatte strakt ausgeprägte "Defekte". Mir kam sie immer vor wie eine Kreissäge. Wen sie an sich herangelassen hat, dem hat sie über kutz oder lang die Finger abgesägt.

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Wissen solltest du auf jeden Fall, dass du nichts für deine emotionalen Eigenarten kannst. Dich trifft keine Schuld. Deine Seele ist klar vernachlässigt worden. "Angst vor Kometeneinschlägen" mag einem Erwachsenen albern klingen. Aber das spielt keine Rolle. Denn im Grunde ging es überhaupt nicht um Kometen. Es ging um Angst, die in dir steckte. Die Kometen waren nur die Aufhänger. Es hätten genau so gut Gespenster, eine gruslige Filmfigur oder auch nur "Dunkelheit" sein können. Es ging um deine Angst und deinen Wunsch nach Geborgenheit und Beschütztwerden. Und um diese Angst, die dich so beherrscht hat, dass du es sogar körperlich gespürt hast, hat sich niemand gekümmert. Es ist ganz klar, dass sich deine Gefühlswelt in so einer emotionalen Kälte nicht gesund entwickeln und entfalten kann.

In einem Thread im Sexualitätsforum hast du auch was gesschrieben, erinnerst du dich? Das was du dort beschrieben hast, also diese Scham, haut genau in dieselbe Kerbe rein! Das ist eine weitere Ebene der Ablehnung deinerselbst.

In dir geschehen Sachen, die du ncht verstehen kannst. Aber alles was in dir passiert, hat seinen Sinn. Es hat einen "Überlebensnutzen" für dich. du verstehst das gegenwärtig nicht, aber das kannst du lernen. Und jetzt kommt das Gute:

Wenn du anfängst, zu verstehen, warum du gar keine andere Wahl hast/hattest, als dich so zu verhalten wie du es tust/tatest, dann kannst du diese Verhaltensmuster anlegen und durch neue, konstruktivere ersetzen. Es gibt ein Sprichwort: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Für die Gefühlswelt stimmt das Gott sei Dank nicht. Als Erwachsener dauert es länger, kindliche Lernerfahrungen "nachzuholen". Aber es ist möglich! Und es geschieht gründlich! Wie das geschieht, das lass ich jetzt erstmal dahingestellt sein.

Also was ich dir sagen will ist, du bist nicht "verloren" oder sowas. Okay?

i0asoxn


Hallo tenya!

Das ist aber jetzt kein Zufall! Ich war auf der Suche nach einem von maschinenkanones letzten Beiträgen, wollte wissen, was er so schreibt zur Zeit und bin dabei auf deinen thread gestoßen.

"Humorlos und aggressiv durchs Leben" - deine Einleitung trifft den Nagel auf den Kopf. Dein Nagel - mein Kopf. Ich habe mich genau verstanden gefühlt durch die Beschreibung deiner Situation. Und ich stehe am selben Punkt wie du: ich bin mir meiner Situation, dieser Gefühle bewußt, aber ich habe sie nicht überwunden, den Ausweg daraus noch nicht gefunden. Obwohl ich viele gute Hinweise und Ratschläge von jenen bekomme, mit denen ich darüber spreche, trete ich noch immer auf der Stelle. Besser gesagt: es fühlt sich an, als ginge ich im Kreis - von der Angst über den Ärger zur Wut, von der Wut über die Resignation zur Traurigkeit, von der Traurigkeit (die ich mir selten eingestehe) über die Melancholie erneut zur Angst, mit Einsprengseln von Euphorie und Begeisterung, den ersehnten Eintagsfliegen. Das scheint eine geschlossene Welt zu sein, aus der ich gar nicht raus kann. Es wiederholt sich wieder und wieder und ich werd' davon müder und müder.

Das hört sich jetzt sicher furchtbar an und ist auch sehr allgemein formuliert. Ich werde das konkreter beschreiben müssen. Weißt du, was gerade mein Problem ist? Ich weiß, dass das von dir umrissene Problemfeld ein zentraler Punkt in meinem Leben ist, den ich bearbeiten will. Jetzt bringst du das auf den Tisch. Die Gelegenheit ist günstig. Trotzdem zögere ich. Soll ich wirklich? ... das kostet Zeit, die ich nicht habe ... vielleicht ist das wieder einer von diesen threads, wo einem einfach etwas hingeworfen wird und kaum gibt's ein feedback, dreht sich's schon wieder um was anderes ... vielleicht nicht der mühe wert ... (ich suche nach Rechtfertigungen, mich jetzt nicht damit beschäftigen zu müssen)

i.asoxn


@tenya

Weinst du ab und zu?

L\aut=spre7chxer


Du bist auf dem richtigen Weg. Zum einen stellst du dich deiner Probleme und kannst sie sogar konkret bennenen. Zum anderen nimmst du doch inzwischen dein Leben aktiv in die Hand und fängst an zu studieren, egal, ob du gut ankommst oder nicht. Wenn dir deine Arbeit so zu schaffen macht und du dich dort nicht wohl fühlst, wird dir die Zeit an der Uni Gelegenheit geben, dich wieder zu entfalten.

Die Angst vor den Kometen ist nur eine Sache, an die du dich erinnerst. Wahrscheinlich ist da viel mehr, als du momentan aus deinen Erinnerungen hervorholen kannst. Hast Du schon einmal an eine Therapie gedacht? Du bringst ja ein großes Maß an Selbstreflektion mit, Du erkennst diesen Zustand als Problem und hast den Willen, dieses Problem zu lösen. Das sind doch die besten Voraussetzungen. Aber ich denke, dass du es nicht ohne professionelle Hilfe schaffen wirst, bis in die Tiefe vorzudringen.

J`umpkingxJakk


@ teyna

Ach lies doch mal was ich schreibe. Es ist nur eine Aneinanderreihung von Missständen, da ist nix konstruktives dabei. Alles was ich kann ist in meinem Übel zu versinken und mich ständig damit selbst berieseln lassen. Das hat doch keine Zukunft. Wie kann man nur so gerne leiden. Ich weiss genau, was andere denken, wenn sie sehen, was ich mir reinziehe.

Ich denke es erst einmal egal ob es Konstruktiv ist oder nicht, hauptsache ist das es schon mal raus ist.

Und das mit dem "in meinem Über versinken" kann ich sehr gut verstehen - mir passiert es, zwar aus anderen Beweggründen, auch immer wieder, und sollte mal etwas positives dabei sein, wird es solanger herumgedreht bis ich doch etwas negatives finde und ziehe mich dann daran hoch und mache wieder den fehler in diese Stimmung zu verharren und mich weiterhineinzusteigern.

Meiner Ansicht nach ist der einzige Weg damit klarzukommen bzw. es zu verarbeiten, sich anderen mitzuteilen (was du ja hier tust) und sich dann darüber gedanken zu machen wie mann wieder zu sich selber findet, oder wie mann seine innere ruhe wiederfindet.

Was ich dir zumindest von meinem Standpunkt sagen kann, der Weg den du gehen wirst - den auch ich gehen werde (gehen muss) aller voraussicht nach sehr steinig werden wird, aber lass dich nicht von kleinen rückschlägen entmutigen (ich bin wahrscheinlich der letzte der sowas von sich geben sollte)

Ich drück dir alle Daumen die ich habe (und die "Zündschnur wird auch wieder länger mit der Zeit - war/ist zumindest bei mir so)

GAazaAl-iaxh


Auch ich finde mich in Teynas Problemen wieder. Vor allem das Gefühl, nicht wirklich weiblich zu sein, mit diesen Agressionen. Aber wie viel "steiniger" würde ich mir vorkommen, wenn ich eine Maske des Glücks aufsetzen würde, anstatt in meinem Gesicht meine wahren Gefühle widerzuspiegeln.

In der letzten Zeit ist alles noch viel schlimmer geworden. Deshalb lese ich auch viel in diesem Forum.

Gestern abend zum Beisüiel konnte ich nicht einschlafen, immer wieder kam diese gr´ßliche Stimme in mir hoch, die mir einredet, ich wäre nicht wirklich am Leben, alles nur ein Spiel, und ich die Ratte im Versuchslabor. Da ich noch bei meinen Eltern wohne, habe ich meine Mutter geweckt. Ich hatte ja solche Angst. Aber: sie war selbst ziemlich müde und sowieso fertig wegen meinen ständigen Problemen, mein Vater hat dann gesagt, wenn ich in meinem Leben keine Drogen genommen hätte, hätte ich jetzt keine Ängste. Das hat mir nicht sehr geholfen. Dann habe ich mich gezwungen, einzuschlafen. Es war so schlimm: diese drückende Hitze, meine schlimmen Gedanken, diese Erschöpfung, die Unfähigkeit, sich "fallen zu lassen" und einfach nur einzuschlafen.

In der letzten Zeit habe ich, außer daß ich ab und zu mal kiffe, das große Bedürfnis, mich vollaufen zu lassen. Schon wenn ich morgens die Augen öffne, wünsche ich mir sofort nichts anderes als Betäubung, um meinen (Selbst-)Haß zu ersticken. Ich würde ja so gerne jemandem meine Liebe geben, wurde aber so oft enttäuscht. Und dann diese Stimme (und in der letzten Zeit auch Hallus!!!), die immer mehr die Klangfarbe des Jungen annimmt, der mioch so enttäuscht hat.

Traurig bin ich ja nicht, ich weiß nicht, ob ich noch ander Gefühle kenne, als diese ständigen Panikattacken und die Gier nach allem, was betäubt.

Vielleicht sollte man mich nur noch einschläfern wie einen alten Hund.

ibasoxn


@Gazaliah: Idee

Ich würde ja so gerne jemandem meine Liebe geben. ... Vielleicht sollte man mich nur noch einschläfern wie einen alten Hund.

Hast du Haustiere? Statt dich einschläfern zu lassen, wie einen alten Hund, such' dir doch lieber 'nen jungen Hund, dem du deine Liebe geben kannst.

Das klingt jetzt vielleicht flapsig, aber ich meine es ernst. Ich habe erlebt, dass ich mein eigenes Elend in dem Moment vergessen konnte, als ich mich um Andere kümmerte. Ich selbst war es mir nicht wert, am Morgen aufzustehen und irgendwas "Sinnvolles" zu tun, aber weil ich wußte, da ist jemand, der auf mich wartet, der mich braucht, hab' ich's gemacht.

Du bist dann einfach für deinen Hund (oder was auch immer) verantwortlich, er kann ja nicht verhungern und es ist auch so einfach, ihm Freude zu bereiten, dass du darüber deinen eigenen Kummer leicht vergessen kannst.

Das ist natürlich jetzt nicht die Therapie, aber immerhin ein Anfang.

Gua@zfalixah


Ich hab ne Katze, wirklich das Allerliebste...

Aber ich mag das nicht, wenn man sein Haustier vermenschlicht. Die will doch auch oft ihre Ruhe haben, ich kann sie doch nicht ständig beanspruchen, nur weils mir nicht gut geht.

Außerdem hab ich keine Probleme mit Tieren sondern mit Menschen.

i0asxon


@teyna

Sorry teyna, nich tenya.

Ich habe hier gerade im Forum geschnüffelt und bin auf den thread zum Enneagramm gestoßen

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/168662/]]

ich habe den Test zur Persönlichkeitsbestimmung gemacht

[[http://neher.piranho.de/EnneagrammTypTest.html]]

und danach bin ich (u.a.) ein kräftiger Typ 1. Ich lese mir die Beschreibung durch und denke, das gibt's ja gar nicht! Da ist genau die Rede von meiner ständigen Wut, meinem Ärger und den Aggressionen. [[http://www.enneagramm.de/typ1.htm]]

Das mußt du dir mal reinziehen.

Über die Wissenschaftlichkeit oder Unwissenschaftlichkeit solcher Methoden kann man sicher streiten. Eines aber erkenne ich an: sie sind in der Lage, Zusammenhänge herzustellen, die man sonst in dieser Klarheit lange suchen muß. Wissenschaftliche Methodik hin und her - in dem Moment, wo du das liest, weißt du: genau! so ist es! (oder eben nicht) Solche inneren Bestätigungen sollte man nicht einfach übergehen.

Mein Aha-Erlebnis war eben der Zusammenhang zwischen Wut und Ärger auf der einen Seite mit dem Streben nach Perfektionismus und dem Bedürfnis "Mamas Bester" zu sein auf der anderen. Das Eine bedingt das Andere! Stark! Man kann also nicht Wut und Aggression losgelöst bearbeiten, wenn man nicht gleichzeitig auch die anderen Charaktereigenschaften mit einbezieht. Das geht ans Eingemachte :-o

iqas on


@gazaliah

Ich hab ne Katze, wirklich das Allerliebste...

Aber ich mag das nicht, wenn man sein Haustier vermenschlicht. Die will doch auch oft ihre Ruhe haben, ich kann sie doch nicht ständig beanspruchen, nur weils mir nicht gut geht.

Nee, is klar, das wollte ich damit auch nicht sagen. Mir ging es vielmehr darum, dass man in dem Moment, wo man Verantwortung für ein anderes Wesen hat, sich nicht mehr so einfach hängen lässt, man reißt sich eher noch zusammen und erfüllt "seine Verpflichtungen", als wenn man es nur für sich selbst tun würde.

Stimmst du mir zu?

Es geht also gerade nicht darum, den Anderen mit seinen Schwächen zu beschweren, sondern diese Schwächen zugunsten der Hilfe, die man dem Anderen gibt, für einen Moment beiseite zu lassen. Verstehst du? Es geht darum, deine Aufmerksamkeit von deinen eigenen Problemen weg auf die Probleme Anderer zu lenken und zu begreifen, dass sie dich brauchen, dass du etwas tun kannst für sie, so, wie du bist, mit all' deinen Schwächen und Fehlern. Es reicht zu sagen: Ich will.

Hmm, Gazaliah? Ich habe mir gerade deine Zeilen nochmal durchgelesen und plötzlich sehe ich deine Geschichte noch in einem anderen Licht. Ich lass' mal meine Zeilen oben stehen, auch wenn es sein kann, dass sie an deinem wunden Punkt vorbei gehen. Dein wunder Punkt ist deine Enttäuschung über die gescheiterte Beziehung zu dem Jungen, dessen Stimme du jetzt immer wieder in dir hörst, oder? Bevor wir weiterreden - ist es das?

G.azal4iah


Ja, Iason. Ich würde meine Aufmerksamkeit gern auf seine Probleme lenken. Leider darf ich das nicht, weil er es nicht will.

Aber ich werde mir auch deine anderen Ratschläge zu herzen nehmen: Und tatsächlich lebe ich hauptsächlich für meine Katze (und für meine Eltern).

Ich bezweifle aber, daß mich wirklich jemand braucht.

Ich hab übrigens den Eneagramm-Test gemacht: Ich bin ne 6. Aber meiner Ansicht nach ne "falsche". Ich will keine "gute Deutsche" sein. ;-D Ich will keine Autoritäten brauchen (obwohl es schon stimmt: Ich such mir gern Menschen und Dinge, die mich beherrschen; andererseits kämpfe ich dann dagegen an); aber das mit der Angst und dem Sicherheitsbedürfnis stimmt schon.

Tleynxa


@blauer Stern

Es tut nicht gut zu hören, dass andere Leute die selben Probleme haben oder sich wiederfinden in dem was ich schreibe, denn das setzt vorraus, das viele genauso leiden wie ich. Beängstigend.

Eine sehr wichtige Frage habe ich noch:

Hast Du das Gefühl von Deinen Eltern geliebt worden zu sein?

Ganz ehrlich? Früher habe ich gedacht, ich bin für meine Eltern ein Störfaktor gewesen, Sie haben nie gewusst, wie sie mit einem deppresiven Kind umgehen sollen. Meine Mutter hat immer gesagt, wir sind alle normal und das Thema war gegessen. Manchmal habe ich beim Abendessen geweint aber keiner hat sich was anmerken lassen. Manchmal kam der Spruch: Du mit deinem Gesicht schon wieder, ich kann dich garnicht mehr sehen. Vielleicht wussten Sie nicht damit umzugehen und waren hilflos. Heute weiss ich, das Sie mich lieben. Aber die Erkenntnis kam spät.

Das mit dem Leiden ist auch sowas, du hast es gut gesagt, man braucht es in dem Moment einfach, um sich lebendig zu fühlen, bevor man ganz abschaltet und die Kontrolle verliert.

@Maschinenkanone

Ich bin völlig durcheinander, denn ich hätte niemals damit gerechnet, das sich hier etwas ergibt. Ich hätte auch niemals erwartet, das es Leute gibt, die sich so auf meine Probleme einlassen können und das positiv mit helfender Hand. Ich kann garnichts dazu sagen... :-)

Aber zum Rest, ich weiss nicht, ob Erkenntnis reicht, um etwas zu verändern. Ich kenne meine Probleme, denn ich habe lange (bzw. immer und immer nur) darüber nachgedacht, Sie jetzt auch laut ausgesprochen, aber ist das schon der Segen der Rettung? Kann man sich durch ein temporäres hoch (das ich auch wirklich jetzt habe) aus dem Strudel ziehen? Der Strudel ist ja da!

Hilfe annehmen ist schwierig, denn Vertrauen baut sich bei mir schlecht auf. Grundsätzlich Misstraue ich den Menschen und denke zu wissen "das sie mich nicht leiden können". Und Probleme lasse ich nicht an die Oberfläche, meine Bekannten kennen meine ruhige Fassade. Sie merken nur, wenn ich blocke.

Denkst du das ich therapeutische Vorarbeit leiste? Denkst du, man hat mit Therapie Erfolg?

Ich habe mir mal Gedanken gemacht darüber und immer wieder einen Rückzieher gemacht. Da Misstraue ich einfach fremden Menschen zu sehr. Was, wenn dieser Terapeut mir nicht helfen kann? Was wenn ich dort rede und daheim so weitermache wie bisher, wenn ich dort nur spiele? Was wenn der Therapeut überlistet werden kann? Würde ich mit Ihm spielen? Ich mag keine Medikamente, niemals.

Ich hoffe das ich mich einmal nicht mehr verloren fühlen muss, ich bin bereit Schritte zu tun.

@iason

Dieser Kreislauf den du da grob beschreibst trifft auch auf mich zu. Ich finde schon, das man hier beim Thema bleiben sollte, den es ist sehr wichtig für uns beide. Vielleicht haben wir beide eine Veränderung nötig und brauchen einen Anreiz um aus alten Gedankenmuster loszukommen.

Wir können das auch zusammen machen und ja, ich weine ab und zu, aber nie aus Traurigkeit an sich, meistens wegen meiner hilflosigkeit.

@JumpingJakk

:-p dann hoffen wir mal, das am ende der Zündschnur ein goldener Kuchen hängt^^

Danke fürs Daumendrücken

@Gazaliah

Dein Drang dich zu betäuben ist nicht gut. Ich wollte in meinem ganzen Leben noch nie Betäubt sein oder die Kontrolle verlieren. Mit Drogen schaffst du dir eine Plattform um die Welt nicht mehr als real empfinden zu müssen. Wie kann man an seinem Schmerz arbeiten, wenn man stumpf in seinem Körper steckt und seinen Geist nicht mehr rühren kann? Ich hasse es betrunken zu sein, weil es mich jedesmal zu boden wirft, deshalb trinke ich garnicht mehr. Du musst erkennen, das du gerade dadurch einen Weg einschlägst, der dich tiefer in deine Probleme reinbringt, als du Sie haben wolltest. Lass es bitte!

@all

Danke :-)

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