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Humorlos und Aggresiv durchs Leben?

T]eyxna


@Lautsprecher

Weisst du, das mit der Therapie hab ich oben schon geschrieben, ich vertraue nicht so auf diese Dinge. Was soll denn reden bewirken können? Vielleicht ist es ganz gut, wenn man nicht mitbekommt, wies in der Tiefe aussieht. Ausserdem habe ich Angst davor, weil ich mich erst wieder kaputt machen muss, um neu aufzubauen. Ich habe Angst vor diesem Absturz, wirklich, ich mags garnicht hören.

GAazalxiah


Tenya

klingt jetzt blöd, aber: Gibt es etwas, was du gerne machst, was dir immer wieder Freude bereitet?

hab irgendwie das Gefühl, daß du ein leidenschaftlicher, ehrgeiziger Mensch bist, ne Art Künstlernatur vielleicht. Künstler sind selten fröhlich, aber gerade mitllels ihrer dunklen Seiten schaffen sie Kunstwerke, die anderen Freude bereiten. Und sie selbst, während sie arbeiten, spüren wie sich ihre Depression, Melancholie in etwas verwandelt, das unglaublich schön sein kann: wie der Himmel bei Gewitter.

Übrigens finde ich Leute langweilig, die nur den blauen Himmel sehen wollen.

T\eyNna


Destruktive Energie nutzen um Sie in Kraftvollen Werken zum Ausdruck bringen zu lassen. Faszinierend, ich habe früher gerne gemalt, aber es irgendwann aufgehört.

Ich werde das mal probieren! :-D Vielleicht entsteht dann etwas düster schönes, das mich berührt.

Gca;zaluixah


:)^ Das freut mich unglaublich, kannst dir gar nicht vorstellen, wie... zumindest grinse ich den PC an und wünschte mir, ich könnte das Bild mal sehen, das in einer deiner "destruktiven" Phasen entsteht. @:)

Glazalxiah


hallo?

wißt ihr, ich fühle mich irgendwie wieder schlimm- hab Angst, nicht einschlafen zu können. Mein Gott, was für ne Qual.

Übrigens: meine Katze flieht immer, wenn ich "unruhig"

werde. Und ich werde sie nicht daran hindern. :°( Sie ist nicht die einzige. Mittlwerweile stoße ich die Leute auch gern von mir ab, weil ich weiß, daß sie nicht bleiben werden, daß alle meine Beziehungen vorläufig sind.

bslaue:r StNexrn


Liebe Teyna

ich spüre richtig die Energie, die in Dir brodelt, Deinen Willen, Dich zu ändern. Ich glaube mit dieser Energie wirst Du es auch schaffen.

Deine Befürchtungen, dass Dein Problem unwichtig ist, hat sich ja jetzt hoffentlich aufgelöst, denn wie Du siehst, haben doch eine ganze Anzahl Leute

ähnliche Probleme wie Du. Und das sind wirklich ernstzunehmende Probleme. Das Du das beängstigend findest ist natürlich nicht so schön, spricht aber für Dein

mitfühlendes Wesen. Du machst Dir Sorgen um andere. Mir hat es das Gefühl gegeben, nicht ganz so alleine zu sein. Aber vielleicht kannst Du den anderen

helfen, sich auch selber ein bißchen besser zu verstehen, wenn Du lernst, Dich besser zu verstehen.

Deine Antworten habe ich mir inzwischen auch genauer unter die Lupe genommen und fasse mal zusammen, was du bisher geschrieben hast:

- Deine Mutter hat dich allein gelassen wenn Du sie gebraucht hast und wenn Du Angst hattest

- Deine Eltern haben Dich Dir selbst überlassen, die elterliche Führung hat gefehlt.

- Deine Eltern habe Dich ignoriert, wenn es Dir schlecht ging

- Deine Eltern haben Dir das Gefühl gegeben, ein Störfaktor zu sein.

- Deine Eltern haben Dir das Gefühl gegeben, nicht geliebt zu werden.

Das Verhalten deiner Eltern kenn ich leider nur allzugut. Und es tut richtig weh, wenn man sich das so richtig vor Augen führt. Aber erst, wenn man

gefühlsmäßig wirklich erfährt, was die Eltern einem angetan haben, kann man auch die Konsequenzen begreifen und sich ändern. (Das ist zumindest meine

Erfahrung)

Ich fand es richtig schön zu lesen, dass Du heute Deine Eltern mit anderen Augen siehst. Aber ich denke immer noch, dass gefühlsmäßig die Wunden, die Dir

Deine Eltern mit ihren Verhalten zugefügt haben sehr tief sind. Auch gerade weil Du schreibt, dass Du versuchst, sie möglichst selten zu sehen. Und Dein

Wunsch nach einer wärmeren Beziehung zu Deinen Eltern rührt glaube ich vor allem daher, dass Du Dir immer noch wünschst, die Liebe von Ihnen zu erhalten,

die Du schon als Kind vermisst hast.

Ich denke auch, dass der Umgang Deiner Eltern mit Dir, Grund für Deine Probleme sind,

denn, wenn Du schon von Deinen Eltern nicht geliebt wurdest, die doch die wichtigsten Personen in Deinem Kinderleben sind, wie kannst Du dann Dich selbst

lieben oder wie kann jemand anderes Dich dann lieben?

Wenn Du schon als Kind gelernt hast, dass Du auf Dich selbst gestellt bist und Dich nur auf Dich selbst verlassen kannst, wie sollst Du es dann schaffen,

Dich heute auf jemand anderen zu verlassen oder gar jemand anderen zu vertrauen?

Wenn Du schon von Deinen Eltern ignoriert worden bist, wie kann Dich dann jemand anderes ernst nehmen?

Das schlimmste dabei ist aber, dass Kinder sich selbst für das Verhalten der Eltern die Schuld geben:

Wenn meine Eltern mich nicht lieben können, muss es wohl an mir liegen.

Wenn meine Eltern mich ignorieren, muss ich wohl ein Störfaktor sein.

Teyna, ich denke Deine Wut kommt daher, dass Du leben willst. Du willst jemand sein, Du willst von den Menschen wahrgenommen werden.

Du brauchst diese Wut, sie ist Ausdruck Deiner starken inneren Energie, Deines Überlebenswillens.

Du musst Dich für Deine Wut nicht schämen. Du musst nur lernen, sie zu verstehen.

Die Wut zu verstehen, die vielleicht dann in dir aufkeimt, wenn jemand nicht auf Dich reagiert: Du willst wahrgenommen werden.

Erforsche Deine Wut, kannst Du ihre direkten Auslöser finden, Auslöser, wie Nichtbeachtung?

Ich wünsche Dir jetzt erstmal eine wunderbare geruhsame Nacht und wunderschöne Träume @:)

b8lau;erm St'erxn


Hallo Gazaliah

weiß Du eigentlich, woher Deine Angst rührt?

G azaalixah


Ich fühle mich sehr einsam, das ist mein Hauptproblem.

Einzelkind, meine Eltern klammern, immer die Sensible in Beziehungen, schlechte Erfahrungen, extrem gesteigertes Sicherheitsbedürfnis und immer rede ich mir ein: Ich bin OK, für meine Eltern darf ich keine Probleme haben, sonst werden die wieder so überängstlich, was ich nicht ausstehen kann.

Stimmen in meinem Kopf, manchmal habe ich das Gefühl, ich sehe aus den Augenwinkeln was/jemand, und dann wieder nicht.

Wirre Gedanken, einfach zu viel.

MzasQchin-enkanoxne


Entschuldigt die Kürze, aber ich muss morgen wieder Schichten! :-(

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@ Gazaliah

Ich bezweifle aber, daß mich wirklich jemand braucht.

Es mag dir wie ne Binsenweisheit klingen, aber du brauchst dich. Du siehst das jetzt nicht, aber du bist der einzige Mensch, der dich ausm Sumpf hebeln kann. Mit anderer Leutze Unterstüzuugn natürlich, aber du bist die arbeitende Maschine!

.

meine Katze flieht immer, wenn ich "unruhig"

werde.

Siehst du? Deshalb wäre sie ein guter "Partner" für dich. Sie spürt das, was dein Umfeld nicht wahr- und ersntzunehmen scheint.

Und ich werde sie nicht daran hindern.

Das ist natürlich richtig. Aber denke mal andersrum. Wenn deine Katze spürt, wenn es dir beschissen geht, dann bist du vielleicht auch offen für ihre beruhigenden "Energien" oder wie auch immer man das nennen will.

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@ Teyna

Heute weiss ich, das Sie mich lieben. Aber die Erkenntnis kam spät.

Fehler. Also "Denkfehler". Geliebt zu werden ist keine "Erkenntnis". Es ist ein Gefühl. Und das konnten sie dir nicht geben. Deshalb kam deine Gefühlswelt auch so durcheinander.

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Ich bin völlig durcheinander, denn ich hätte niemals damit gerechnet, das sich hier etwas ergibt. Ich hätte auch niemals erwartet, das es Leute gibt, die sich so auf meine Probleme einlassen können und das positiv mit helfender Hand. Ich kann garnichts dazu sagen...

Issn Diong, was? Ich freu mich auch irgendwie. Denn - frag mich nicht warum - aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass du die Aufmerksamkeit verdinest, die sich viele hier mit irgendwelcher Brühe erschleichen.

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Ich kenne meine Probleme, denn ich habe lange (bzw. immer und immer nur) darüber nachgedacht, Sie jetzt auch laut ausgesprochen, aber ist das schon der Segen der Rettung? Kann man sich durch ein temporäres hoch (das ich auch wirklich jetzt habe) aus dem Strudel ziehen? Der Strudel ist ja da!

Stimmt alles. Als ich selber noch keine Antwort hatte und nicht wusste, wie das funktioniert, was ich dir hier andeuten will, habe ich genau diese Frage selber mal einem kompetenten Menschen gestellt. Weißt du, was er geantwortet hat? Blöde Frage, woher sollst du das wissen, ich sags dir: "Für den Anfang reicht es erstmal, wenn man es ausspricht." Und das ist wirklich alles, was man für den Anfang wissen muss. Mit dem "Ausdrücken von Gefühlen" geht der ganze innere Prozess los. Stells dir so vor: Es ist, als hättest du lange Zeit Noten auf dem Papier gelernt. Du hast noch nie an einem Instrument gesessen und keine Ahnung, wie das mal klingen soll. Nun sitzt du zum ersten Mal am Klavier. Es klimpert erbärmlich. du fragst dich "Was soll das?" Aber mit jedem Mal, das du übst, bekommst du Übung, verstehst, wie es funktioniert und es beginnt tatsächlich zu funktionieren. Schritt für Schritt.

Wenn du beginnst, Gefühle auszudrücken, dann beginnst du sie auch zu verstehen, und irgendwann wirst du fähig, umzulernen.

Malen ist übrigens auch eine sehr gute Möglichkeit, Gefühle auszudrücken. Das nur nebenbei.

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Hilfe annehmen ist schwierig ... Vertrauen ... Sie merken nur, wenn ich blocke.

Das alles ist klar. Und verständlich. du weißt, wo du stehst, du wißst, wie du "funktionierst". Und damit sind wir bein nächsten Punkt:

Denkst du das ich therapeutische Vorarbeit leiste? Denkst du, man hat mit Therapie Erfolg?

Das kann man vorher nie sagen, hängt von vielen Punkten ab. Die wichtigsten (meiner Erfahrung nach) sind:

1. Leidensdruck. Der muss groß genug sein, damit der zweite Punkt erfüllt wird, nämlich:

2. Veränderungsbereitschaft. Die ist um so größer, je dreckiger es dem Menschen geht. Jeder Mensch ist bequem und hat Angst vor Veränderungen. Und zwar deshalb: Wo er steht, weiß er. Was kommt, wenn er etwas verändert, weiß er nicht. Am bersten ist es, wenn der Mensch an einem Punkt angelangt ist, wo er weiß, es muss irgendwas anders werden, so geht es nicht weiter! Er muss alles geben! Und damit sind wir beim dritten Punkt:

3. Das eigene Wollen. Das ist nicht dasselbe wie Punkt 2. Punkt 3 beinhaltet, das Bestreben, konkrete Maßnahmen umzusetzen. Also Mitzumachen, zu kooperieren.

Generell kann man sagen, dass eine Psychotherapie völlig umsonst ist, wenn der Betreffende nicht will. Dann passiert überhaupt nichts.

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Ich habe mir mal Gedanken gemacht darüber und immer wieder einen Rückzieher gemacht.

Das ist gut. Das zeugt von Skepsis und Selbstentscheidung. Wer sich "leicht" für etwas entscheidet, entscheidet sich auch leicht wieder um.

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Da Misstraue ich einfach fremden Menschen zu sehr. Was, wenn dieser Terapeut mir nicht helfen kann?

Da gibts einfache Maßnahmen. ;-) Ich schiebe diese Frage aus Zeitgründen erstmal nach hinten.

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Was wenn ich dort rede und daheim so weitermache wie bisher, wenn ich dort nur spiele?

Siehe oben. Deine Fragen sind komplex! Da brauche wir mehr Zeit, als ich sie heute habe.

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Was wenn der Therapeut überlistet werden kann? Würde ich mit Ihm spielen?

Das ist denkbar. Aber es ist ungleich wahrscheinlicher, dass er dein Spiel erkennt und dich entsprechend "deiner Spielregeln" dahingehend weiterleitet, dass du von selber in eine konstruktive Position gerätst. Das ist überhaupt die Absicht jeder Therapie, den Betreffenden dahin zu bringen, dass er sich selbst gegenüber Ehrlichkeit entwickelt und erkennt, dass er sich selbst nur dann nützlich ist, wenn er sich nicht selbst bescheißt,also "ein Spiel spielt". Ganz wichtig dabei: Immer bist du es, die entscheidet, ob und was geschieht. Wenn du nein sagst, passiert nichts. Du bist die oberste Instanz! Und dein Zweifel, deine Skepsis sind für den Erfolg einer Psychotherapie sogsar notwendig! "Warum", das kann ich aus Zeitgründen jetzt nicht schreiben. Aber soviel: Es ist in jedem Falle destruktiv, wenn ein Mensch seine bisherigen Überzeugungen zugunsten einer Therapie in den Wind schießt. Also wenn er seine Überzeugungen "aufgibt", in dem Glauben, dass dann alles "neu" und "besser" wird. Das kann zu krassen Enttäuschungserlebnissen und massiven Rückfällen ins alte Verhaltensmuster führen. Also keine Bange, du selbst bist die, die entscheidet, was wann passiert und wie weit es geht. Nur dann hat die ganze Sache Sinn. Jeder (gescheite) Therapeut wird das respektieren und dich wahrscheinlich sogar darauf hinweisen. Wenn keine "Partnerschaft" zwischen dir und einem Therapeuten entsteht, ist die Sache umsonst und die Krankenkasse zahlt für nichts.

Später mal erzähle ich dir noch, woran du einen "guten" Therapeuten, also einen, der für dich "passt", erkennst. ;-)

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Ich mag keine Medikamente, niemals.

Ausgezeichnete Einstellung! "Stoff" ist tabu! Dir wird auch gegen deinene Willen nichts verabreicht. Da brauchst du keine Angst zu haben. Im Gegenteil. Also Wald-und-Wiesen-Psychiater sind zwar häufig recht schnell mit dem Rezept, aber in einer Psychotherapie ist es ganz klar das Bestreben, Patienten von irgendwelchen Medikamenten loszubekommen. Die Leute sollen "klaren Kopfes" ohne biochemische Krücke wieder zu einem gesunden und dynamischen Leben finden.

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Ich hoffe das ich mich einmal nicht mehr verloren fühlen muss, ich bin bereit Schritte zu tun.

Sehr schön. Was soll ich jetzt auf die Schnelle sagen? Ich sag mal soviel. Wenn du willst, können wir uns noch ne Menge schreiben. Und ich könnte mir vorstellen, es wird für dich nicht ohne Nutzen sein.

Aber jetzt muss ich leider erstmal ins Bett.

Verdammt! Ich sollte besser HartzIV beantragen. Da hätte ich mehr Zeit! ;-D

Ach nochwas:

Vielleicht ist es ganz gut, wenn man nicht mitbekommt, wies in der Tiefe aussieht.

So kannst du verfahren. Das geht. Aber damit schleppst du den Schimmel und Moder dein Leben lang mit dir herum. Und du kannst nie sagen, wann er an die Oberfläche kommt und dir das Leben vergällt. Bedenke: Eine Therapie bringt nur zutage, was schon immer da war!! Durch die Beschäftigung mit dem inneren Müll wird das Befinden in der Regel für eine gewisse Zeit schlechter. Aber dabei wird aufgeräumt. Wenn in einem schmerzenden hohlen Zahn ohne Spritze gebohrt wird, tut das auch mehr weh, als der normale Zahnschmerz. aber nachher hören die Schmerzen gänzlich auf. So ähnlich ist es in einer PT (Psychotherapie), wenn sie Erfolg hat. Im Verlauf derselben beutelt es dich ordentlich. Nur dann geschieht etwas in dir und die Sache hat insgesamt überhaupt Sinn! Aber dadurch wird insgesamt und später alles besser! Eine Therapie verbessert dein Leben! Mach dich mit diesem Gedanken vertraut!

Ausserdem habe ich Angst davor, weil ich mich erst wieder kaputt machen muss, um neu aufzubauen.

Richtig. Das alte Gebäude mit dem kaputten Dach und dem Schimmel in den Wänden muss gesprengt werden, damit ein neues Gebäude gebaut werden kann in dem du dich wohlfühlen kannst. Aber, die Sprengung bewerkstelligst du selber. Niemand sonst. Du entscheidest! Und ... nachher wirst du sehen, es war alles halb so wild!

So denn, gute Nacht! ;-)

Ach, ich komm nicht los...

Einzelkind, meine Eltern klammern, immer die Sensible in Beziehungen, schlechte Erfahrungen, extrem gesteigertes Sicherheitsbedürfnis und immer rede ich mir ein: Ich bin OK, für meine Eltern darf ich keine Probleme haben, sonst werden die wieder so überängstlich, was ich nicht ausstehen kann.

Das fügt sich zusammen wie ein Puzzelbild. Passt alles zusammen. Kann mich jetzt nur nicht dazu auslassen. Aber das ist tatsächlich gute "therapeutische Vorarbeit".

Der Begriff "Autorität" wird für dich noch ein zentraler werden! Den musst du auf jeden Fall neu verstehen lernen.

b;laueRr Swterxn


Hallo Gazaliah

Einsamkeit kann grausam sein.

Wie äußert sich das Klammern Deiner Eltern?

Was hast Du für Stimmern im Kopf? Manchmal höre ich wie in weiter Ferne Stimmen in meinem Kopf, das ist wie ein Nachhall. Als würde zu diesem Zeitpunkt mein Gehirn die ganzen aufgenommen Stimmen des Tages nochmal verarbeiten. Verstehen kann ich in der Regel aber nichts.

Das mit dem Sehen aus den Augenwinkeln ist mir auch nicht unbekannt. Ich habe auch des öfteren mal den Eindruck irgendetwas häte sich bewegt. In letzer Zeit ist das allerdings nicht mehr vorgekommen.

Schlaf gut *:)

Mpaschminenkaxnone


Präzisierung

"ist die Sache umsonst und die Krankenkasse zahlt für nichts." sollte heißen, dass die KK dann umsonst bezahlt.

Mfasch@inenkganone


Noch ne Korrektur

Ich sehe gerade, ich hab ein Stück Text von Gazaliah für Teynas Text gehalten und als solchen zitiert. Aber ich denke, so weit weg voneinander seid ihr beide gar nicht. Für mich könnte diese Textpassage auch auf dich passen, Teyna. Kann das sein?

G;aza&lxiah


Also meiner Ansicht nach, gibts da wirklich große Gemeinsamkeiten, schon beinahe unheimlich.

Aber erst muß Teyna sich dazu äußern.

Maschinenkanone, danke für deine Tipps.

Und ich weiß, daß ich heute besser schlafen werde als gestern.

Danke euch allen. x:)

Gute Nacht.

TOeynRa


@Maschinenkanone

Einzelkind, meine Eltern klammern, immer die Sensible in Beziehungen, schlechte Erfahrungen, extrem gesteigertes Sicherheitsbedürfnis und immer rede ich mir ein: Ich bin OK, für meine Eltern darf ich keine Probleme haben, sonst werden die wieder so überängstlich, was ich nicht ausstehen kann.

Irgendwie passt das nicht ganz, aber schon so in etwa. Ich habe einen Bruder, der zufällig gerade gleich alt ist wie ich (wir sind nicht mal ein Jahr auseinander). Ich möchte jetzt garnicht so viel zu Ihm sagen, nur das er Choleriker ist und ich Angst vor Ihm habe und immer eifersüchtig auf Ihn war. Das ich etwas Sensibel bin (vielleicht sogar sehr, aber das schreibe ich hier nicht^^) kann auch sein... Und das Sicherheitsbedürfniss? Ich fühle mich sicher, nur nicht vor mir. Langsam dämmert es mir, das nicht die anderen an mir Zweifeln, sondern das ich es bin, die diese Gedanken in den anderen zu sehen glaubt.

Das alte Gebäude mit dem kaputten Dach und dem Schimmel in den Wänden muss gesprengt werden, damit ein neues Gebäude gebaut werden kann in dem du dich wohlfühlen kannst. Aber, die Sprengung bewerkstelligst du selber. Niemand sonst. Du entscheidest! Und ... nachher wirst du sehen, es war alles halb so wild!

Ja, das ist das Ziel. Nur bekenke ich auch, das ich schon Jahrelang "eingefahren" bin in meiner Art. So ist also der Weg entscheidend.

"So, ich mach schnell ne Terapie und dann sehen wir mal" klingt so abgedroschen, so hopplahopp. Wie diese VIP-Seelenklemptner, die so in Mode sind.

Irgendwie glaube ich immer noch, das man seine Probleme selber lösen kann. Vielleicht sollte ich mir Aufgaben stellen... oder Verhaltensmuster überlegen, falls ich in gewisse emotionale Zustände gerate. Deinen Ansatz in Bezug auf Therapie finde ich gut. Man ist sozusagen sein "eigener Therapeut" und wird nur fachmännisch dabei betreut. Bei näherem Überlegen erscheint das auch richtig so; eigene Arbeit mit Hilfe von Außen.

Bis jetzt habe ich immer gedacht, der Therapeut redet und der Patient muss annehmen was kommt...

Wie man einen guten Therapeuten finden kann würde mich sehr interessieren. Einmal habe ich die gelben Seiten aufgeschlagen und beinahe einen Herzschlag bekommen, wegen der zig Namen und Nummern, die doch keine spezielle Aussage darüber zulassen, wer sich dahinter verbrigt.

Du hast ja üble Arbeitszeiten!

@blauer Stern

Was du schreibst klingt alles sehr passend. Ich bin schon zu ähnlichen Schlüssen gekommen, habe es aber nicht so ausformuliert. Nichtbeachtung macht mich oft sehr wütend, aber irgendwie habe ich das Gefühl, das diese Erklärung viel zu einfach wäre. Kann man denn in einem Absatz Probleme auf den Punkt bringen die einen viele Jahre beschäftigt haben? Deine Fragen haben mich sehr zum nachdenken gebracht, den bisher habe ich nie meine Eltern als die Schuldigen gesehen. Vielmehr habe ich einfach mich selbst für "gesellschaftsunfähig" gehalten. Irgendwie finde ich es nicht richtig, jedes Problem auf die Kindheit zu schieben. Es ist ja auch immer eine Frage, was man daraus gemacht hat! Ich habe Fehler ein zweites mal begangen und wieder und wieder.

Leben will ich, und Energie spüre ich auch. Das ist es ja! Sie entlädt sich mal so, mal so :-|

Nichtbeachtung ist was schlimmes für mich, sehr sogar. Aber irgendwie hat das auch ne Kehrseite hier. Ich habe das Gefühl, ich habe viel zu schnell, viel zu viel von mir erzählt. Ich habe mich euch "preisgegeben". Da ist man schon sehr anfällig und hellhörig und sondiert nach untertönen und zwischen den Zeilen etc.

Momentan ist es wichtig für mich, Leute zu haben, denen ich Vertrauen kann!

@Gazailiah

Es sind so viele Menschein einsam, das es irgendwie schon wieder verbindet. Ich weiss nicht so genau, was du für Probleme hast, aber ich denke schon, das wir uns ähnlich sind auf gewisser Weise. Man ist ständig allein (oder fühlt sich so) und denkt zu viel, das kann einen mürbe machen, da scheints dir genauso zu gehen wie mir. :-/

Mir hat mal jemand erklärt das Katzen "energiesuchende" Tiere sind und sich gern an Plätzen mit "negativer" Energie aufhalten. Klingt komisch, aber ich glaube das irgendwie.

Dieses Schnurren ist wie ein Motor der Ruhe, der die Ladung umkehrt.

Grüsse an Alle^^

b0lau9enr Stexrn


Hallo Teyna

Nichtbeachtung ist was schlimmes für mich, sehr sogar. Aber irgendwie hat das auch ne Kehrseite hier. Ich habe das Gefühl, ich habe viel zu schnell, viel zu viel von mir erzählt. Ich habe mich euch "preisgegeben". Da ist man schon sehr anfällig und hellhörig und sondiert nach untertönen und zwischen den Zeilen etc.

Das verstehe ich, gerade da Du dich auch vorher immer selber nur um Deine Probleme gekümmert hast, ist dieser Schritt, seine Probleme jetzt anderen anzuvertrauen schon ziemlich groß. Ich muss auch gestehen, dass es meine Fragen schon ganz schön in sich hatten. |-o

Jede Offenbarung, die Du hier leistet, war für Dich wahrscheinlich wie ein kleiner Seelenstriptease. Zudem kamen noch Deine Eltern ins Spiel, die Du vielleicht lieber herausgelassen hättest, zumal sie plötzlich die Übeltäterrolle bekommen haben.

Deine Fragen haben mich sehr zum nachdenken gebracht, den bisher habe ich nie meine Eltern als die Schuldigen gesehen.

Übrigens, dass Deine Eltern Schuld sind, kann man so nicht sagen. Sie haben Dein Grundproblem verursacht. Aber genausowenig, wie Du in Deiner Vergangenheit in Situationen anders hättest reagieren können, genausowenig hätten Deine Eltern agieren können. Das mit dem freien Willen ist so ne Sache. Wir sind leider viel zu sehr durch Verhaltensmuster geprägt. Diese Verhaltensmuster sind fest in unserem Gehirn verankert und erlauben es nicht, uns einfach mal anders zu verhalten. Wenn du mal an eine bestimmte Situation denkst, wo Dir Dein Verhalten missfallen hat und ganz ehrlich zu dir selbst bist. Hättest Du in dieser Situation zu diesem Zeitpunkt wirklich anders handeln können?

Ich habe für mich selbst festgestellt, dass jedesmal, wenn ich mich für irgendetwas entschieden habe, ich mich gar nicht anders hätte entscheiden können. Ich hätte mich in früheren Situationen gar nicht anders verhalten können. Wenn ich heute wieder in dieselbe Situation gerate ist das natürlich etwas anderes. Heute habe ich die entsprechende Erfahrung und vielleicht auch das Wissen, wie ich anders hätte agieren können. Das hatte ich damals aber noch nicht.

Dasselbe gilt auch für meine Eltern. Ihr Verhalten hat mir sehr wehgetan. Die Liebeszuwendungen meiner Mutter haben mir gefehlt. Aber sie kann ihre Liebe nicht zeigen, es geht nicht. Sie ist in dem Sinne auch nur wieder das Produkt ihrer Eltern und die wiederum ihrer Eltern und die Gesllschaft spielt da auch noch eine ziemlich große Rolle. Aber ich schweife jetzt aus ;-D

Kann man denn in einem Absatz Probleme auf den Punkt bringen die einen viele Jahre beschäftigt haben?

Ganz so einfach geht das natürlich nicht. Aber das Grundproblem kann man so kurz fassen.

Bei mir kommen dazu aber noch jede Menge andere Probleme, die aber auch wieder auf Gegebenheiten aus meiner Kindheit zurückzuführen sind.

Und das Problem zu wissen heißt noch lange nicht, dass sich dadurch etwas ändert. Denn im Grunde genommen musst Du dieses Wissen erfahren. Hierbei können Psychotherapeuten tatsächlich sehr gut helfen. Ich war selber 3 Jahre lang in Therapie. Die Therapeutin hat mir damals geholfen, selber zu erkennen was in meinem Leben falsch gelaufen ist. Sie hat Gefühle aus mir herausgelockt und ich habe erkannt, woher diese Gefühle kamen. Ich kann heute nur sagen, dass war mit die beste Entscheidung in meinem Leben, diese Therapie zu machen.

Wie das mit der Therapie funktioniert hat Maschinenkanone auch so schön erklärt:

"Für den Anfang reicht es erstmal, wenn man es ausspricht." Und das ist wirklich alles, was man für den Anfang wissen muss. Mit dem "Ausdrücken von Gefühlen" geht der ganze innere Prozess los. Stells dir so vor: Es ist, als hättest du lange Zeit Noten auf dem Papier gelernt. Du hast noch nie an einem Instrument gesessen und keine Ahnung, wie das mal klingen soll. Nun sitzt du zum ersten Mal am Klavier. Es klimpert erbärmlich. du fragst dich "Was soll das?" Aber mit jedem Mal, das du übst, bekommst du Übung, verstehst, wie es funktioniert und es beginnt tatsächlich zu funktionieren. Schritt für Schritt.

Wenn du beginnst, Gefühle auszudrücken, dann beginnst du sie auch zu verstehen, und irgendwann wirst du fähig, umzulernen.

Genauso hat es bei mir auch funktioniert und es funktioniert immer noch. Heute meditiere ich viel. Ich spüre den Gefühlen in mir nach und ich entecke nur zu oft, wo sie herkommen, es ist oft schmerzhaft. Aber lieber habe ich eine zeitlang Schmerzen, als wenn ich mein ganzes Leben leide, weil ich dem nicht nachgegangen bin.

liebe Grüße

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