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Grenzen respektieren

Keestrxa hat die Diskussion gestartet


Ich philosophiere grad mit mir selbst ;-) Bin noch nicht ganz fertig und schmeiss jetzt mal einfach meine Gedanken/Theorie hier rein, mal sehn, was Ihr dazu sagt:

Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die selbst keine/wenig Grenzen haben bzw sich ständig über diesselben drüberlatschen lassen und sich nicht wehren, auch ein grosses Problem damit haben, die Grenzen anderer zu respektieren. Oder andersherum (und positiv) formuliert:

Menschen, die selbst genau auf die Wahrung ihrer Grenze achten und (notfalls auch heftig) darauf bestehen, fällt es wesentlich leichter die anderer zu achten.

Habt Ihr diesselben Erfahrungen gemacht? Meinungen dazu?

*:)

Antworten
E(hemalige|r Nurtzer N(#11x5906)


kann ich so unterschreiben (hey! nochmal einer meinung ;-D)

nein, im ernst.. ich bin wahnsinnig pedantisch, was meine grenzen anbelangt und auch die kleinste überschreitung, die nicht angemessen entschuldigt wurde, macht sich bei mir bemerkbar.

dagegen sind in meinem wortschatz fast nur dinge wie "entschuldigung" "wäre es recht" "könnten sie" "falls nicht zu viele umstände" ..usw .. vorhanden.

ich denke, dass man sich damit aber auch irgendwo absichern will. denn indem ich menschen so begegne und ihnen zeige, wie ich ihre grenzen sehe und behandle, zeige ich ihnen automatisch, wie ich meine grenzen behandelt haben möchte.

probleme entstehen aber nicht nur da, wo menschen nicht so sehr auf ihre grenzen achten, sondern einfach nur andere grenzen haben. das wird sogar hier im forum deutlich sichtbar. was für den einen eine normale konversation und ein normaler stil ist, ist für den anderen bereits eine verbale überschreitung der notwendigen respekt-grenze...

lg

K`esStra


striptease

kann ich so unterschreiben (hey! nochmal einer meinung

;-D Wirst schon sehn, das wird noch was mit uns Zwei ;-)

dagegen sind in meinem wortschatz fast nur dinge wie "entschuldigung" "wäre es recht" "könnten sie" "falls nicht zu viele umstände" ..usw .. vorhanden.

Hm, also ich mach das anders ;-) Ich frag natürlich schon höflich und freundlich, wenn ich von jemandem was möchte. Aber, ob es z.B. zuviele Umstände macht, das frag ich nicht. Das evtl. zu antworten überlasse ich meinem Gegenüber ;-) Ich entschuldige mich auch nicht für meinen Wunsch. Aber jedem wie es beliebt ;-)

ich denke, dass man sich damit aber auch irgendwo absichern will. denn indem ich menschen so begegne und ihnen zeige, wie ich ihre grenzen sehe und behandle, zeige ich ihnen automatisch, wie ich meine grenzen behandelt haben möchte.

Ahja, ich verstehe, striptease.

*:)

K"esxtra


Hm

Ist es so, dass Menschen, die sich selbst und ihre Grenzen nicht (so sehr) achten, irgendwie davon ausgehen, dass andere das auch nicht tun?

BdiWgJqoe


Kestra

Na klar, die meisten Menschen schließen von sich auf andere!

CzambiaMmenxto


Hallo Kresta, ich kann Deine Vermutung voll und ganz unterschreiben... Ja, diese Erfahrungen hab ich auch gemacht.

Besonders massiv mit Menschen die in einer alkoholkranken Familie aufgewachsen sind. Die können weder >fremde< Grenzen akseptieren , noch sich selbst von Grnezüberschreitungen schützen ...

Du hast Dir da ein interessantes Thema raus gesucht.

Interessant würde ich es auch finden wie die Anderen hier im Formun ihre Grenzen schützen , und mit Grenzüberschreitungen umgehen.

gruß Niky

Koesctrxa


Cambiamento

Besonders massiv mit Menschen die in einer alkoholkranken Familie aufgewachsen sind. Die können weder >fremde< Grenzen akseptieren, noch sich selbst von Grnezüberschreitungen schützen ...

Da hast Du Recht, Niky. Hab ich selbst ja erlebt und mich nur mühsam auf den Weg der Heilung gemacht, aber ich mache Fortschritte :-) Vielleicht bin ich deshalb so "geeicht" und auch empfindlich mit Menschen, die grenzenlos sind (egal ob gegen sich selbst oder genüber andren).

Interessant würde ich es auch finden wie die Anderen hier im Formun ihre Grenzen schützen, und mit Grenzüberschreitungen umgehen.

Ich für mich habe festgestellt, dass ich jede noch so kleine Grenzüberschreitung beachten muss, da ich sonst in mein altes Muster verfallen würde, meine Grenze immer weiter zu verschieben :-/

HIeroB of tgheb dxay


Ich glaube ich lasse mir viel zu oft über meine Grenzen treten, vielleicht ist das auch nicht unbedingt mein Problem, sondern das bestimmter Mitmenschen: Ein einfaches Nein wird nicht akzeptiert.

bGlaueFr ~Sterxn


interessantes Thema

Ich habe mich mit dem Thema Grenzen setzen noch nie wirklich auseinander gesetzt und jetzt festgestellt, dass ich meine Grenzen nicht wirklich kenne. Das liegt vielleicht daran, dass in meiner Kindheit keine Grenzen akzeptiert wurden. Jedenfalls meine nicht. Meine Familie ist nur allzuoft in meine Privatsphäre oder auch Intimsphäre eingedrungen. Und meine Versuche, mich zu wehren oder mir meine Privatshäre zu erhalten wurden schlichtweg ignoriert. Mein Bruder hat sich sogar einen Spaß draus gemacht, meine Grenzen ständig zu überschreiten.

Aber gerade weil ich weiß, wie verletzend das sein kann, akzeptiere ich die Grenzen anderer um so stärker. Vielleicht schon zu sehr, weil ich selbst bei einfachen Telefonaten mitunter davon ausgehe, dass ich den anderen nur störe. Im Berufsleben trifft das heute nicht mehr zu, im Privatleben leider schon. Ich kenne hier teilweise einfach nicht die Grenzen der anderen.

KZestrxa


Hero of the Day

Ich glaube ich lasse mir viel zu oft über meine Grenzen treten, vielleicht ist das auch nicht unbedingt mein Problem, sondern das bestimmter Mitmenschen:

Hm, doch das ist schon Dein Problem, denke ich. Ich weiß sehr gut, dass es schwer ist Grenzen zu setzen, einfach weil man Angst hat vor den Reaktionen anderer. Man muß irgendwie an den Punkt kommen, wo einem das eigene Wohlbefinden wichtiger ist, als die Meinung des Gegenübers. Ich weiß, dass das wahnsinnig schwer ist :-/

Ein einfaches Nein wird nicht akzeptiert.

Ja, das ist sehr oft so. Meine Mutter sagt immer: "Nein ist ein ganzer Satz!" ;-)

Noch ein Gedanke: Menschen, die grenzenlos sind, nehmen oft ein "Nein" bzw. eine gesetzte Grenze persönlich, sind beleidigt, versuchen mit aller Macht doch die Grenze zu überschreiten. Seht Ihr das auch so?

KHe%strxa


blauer Stern

Ich kenne hier teilweise einfach nicht die Grenzen der anderen.

blauer Stern, jeder ist selbst dafür verantwortlich seine Grenzen zu setzen, Du mußt die nicht im vorauseilendem Gehorsam wissen, verstehst Du? Erst, wenn Du sie kennst (weil Dir das Dein Gegenüber deutlich gesagt hat!) kannst Du sie respektieren können. V.a. hat jeder andere Grenzen, es gibt (kaum) allgemeingültige für alle Menschen (ausser, dass ich z.B. Leib und Leben eines anderen respektiere).

Das ist auch das was striptease hier schreibt:

was für den einen eine normale konversation und ein normaler stil ist, ist für den anderen bereits eine verbale überschreitung der notwendigen respekt-grenze...

Das bedeutet, ich umgebe mich am liebsten mit Menschen, wo ich sicher sein kann, dass ich mich so verhalte, wie ich nun mal bin und wenn ich mit meinem Verhalten meinem Gegenüber über die Grenze latsche wird er mir schon Bescheid geben ;-) Alles andre ist viel zu anstrengend für mich

I\sa|belxl


Kestra

Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die selbst keine/wenig Grenzen haben bzw sich ständig über diesselben drüberlatschen lassen und sich nicht wehren, auch ein grosses Problem damit haben, die Grenzen anderer zu respektieren. Oder andersherum (und positiv) formuliert:

Menschen, die selbst genau auf die Wahrung ihrer Grenze achten und (notfalls auch heftig) darauf bestehen, fällt es wesentlich leichter die anderer zu achten.....(.....).......Ist es so, dass Menschen, die sich selbst und ihre Grenzen nicht (so sehr) achten, irgendwie davon ausgehen, dass andere das auch nicht tun

Ich setze auch meine Unterschrift auf die Liste... :-D

I6sabeell


Das bedeutet, ich umgebe mich am liebsten mit Menschen, wo ich sicher sein kann, dass ich mich so verhalte, wie ich nun mal bin und wenn ich mit meinem Verhalten meinem Gegenüber über die Grenze latsche wird er mir schon Bescheid geben Alles andre ist viel zu anstrengend für mich

Würde ich auch so sehen. Bis vor kurzem war das aber bei mir nicht so. Da habe ich immer um die eigenen Grenzen gekämpft und auch fast den anderen Grenzen aufdrängen wollen - weil natürlich auch ich von mir auf andere geschlossen habe ;-D. Das war ja auch eigentlich mein Problem in der Beziehung: Dass es mich immer mehr gestört hat, dass ER scheinbar keine Grenzen hatte...er hat immer "Ja" gesagt, ok, klar, und wenn mal nein, dann hatte er immer einen triftigen Grund. Dass mal ein "Nein" kam, weil eine emotionale oder "Bedürfniss-"Grenze da war - gab es nicht. Das hat mich einfach irritiert. Als ich ihn dann darauf ansprach, naja, dann kam das Bekannte "ich bin nicht gut genug für Dich".

Und es WAR -im Nachhinein gesehen- wirklich anstrengend.... :-/

Liebe Grüße

bvlauerj Stsexrn


@Kestra

Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die selbst keine/wenig Grenzen haben bzw sich ständig über diesselben drüberlatschen lassen und sich nicht wehren, auch ein grosses Problem damit haben, die Grenzen anderer zu respektieren.

jeder ist selbst dafür verantwortlich seine Grenzen zu setzen, Du mußt die nicht im vorauseilendem Gehorsam wissen, verstehst Du? Erst, wenn Du sie kennst (weil Dir das Dein Gegenüber deutlich gesagt hat!) kannst Du sie respektieren können.

Wenn ich die Grenzen andere nicht kenne und einfach mal teste und sie übertrete würde ich ja damit (Deiner Anfangsthese entsprechend) die Grenzen anderer nicht respektieren. Das ist aber nicht in Ordnung. Wäre es nicht besser zu sehen, wo die Personen bei mir ihre Grenzen setzen? Wenn z.B. jemand bei mir um Mitternacht anruft, weiß ich, ich kann ihn auch um Mitternacht anrufen, was ich sonst nie machen würde.

KRes$trxa


blauer Stern

Wenn ich die Grenzen andere nicht kenne und einfach mal teste und sie übertrete würde ich ja damit (Deiner Anfangsthese entsprechend) die Grenzen anderer nicht respektieren.

Nein, das seh ich anders. Ich kann doch die Grenze des andren nur kennenlernen, wenn ich sie mal erwischt bzw übertreten habe, es sei denn, er hätte sie mir vorher explizit gesagt. Aber es ist unmöglich ALLES vorher abzusprechen.

Ist es also eine erste Grenzüberschreitung, sag ich meinem Gegenüber das und fertig. Latscht er aber immer wieder über diesselbe, ist das m.E. dann respektlos

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