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Grenzen respektieren

S,yd4ney


@RedSonya

liegt es an Dir, Dich der Person gegenüber abzugrenzen... ob das beim anderen dann toll kommt oder nicht, muss man halt auch aushalten können.

Ja, und genau DAS ist eben gerade das Schwierige für mich

... und genau deshalb sollte man jede Gelegenheit nutzen, um sich darin zu üben ... ;-)

K.lexio


Sydney *:)

Teile nur bedingt Deine Einstellung über diejenigen, die ans Telefon gehen, obwohl sie es gerade unpassend finden. Mir wurde auch schon die Frage gestellt, weswegen ich denn jetzt abgenommen hätte (ja, da klingen dann Vorwürfe mit), wenn ich doch grad gar keine Lust hätte Gespräche zu führen. Tz tz t zzz z, wie kann ich nur ...

Nun, ganz einfach: ich habe eine alte Mutter und es könnte eben sein, dass sie meine Hilfe braucht und deshalb anruft. Und so stehe ich manchmal auch mitten in der Nacht auf, wenn sich irgendein Idiot verwählt hat (was glücklicherweise nicht allzu häufig vorkommt) oder nehme auch dann ab, wenn's mir gerade nicht in den Kram passt. Das ist mir Argument genug.

Da haben wir es uns verschieden eingerichtet. ;-D Ich habe extra ein Handy-Pärchen für diese Situation gekauft (seit meine Eltern älter sind) und eines davon hat meine Mutter. Es ist ja auch ganz klar, dass jeder, der mich kennt, meine Grenzen kennt und jeder weiß, dass mein Handy ein Notfall-Handy und kein Unterhaltungs-Handy ist. ;-D Auf meinem Handy läuten sowieso nur Leute, mit denen ich reden will – vorausgesetzt natürlich, es ist eingeschaltet. ;-) Obwohl es ein Notfall-Handy ist, schalte ich es aber auch trotzdem aus. Auch mein Notfall-Dienst ist begrenzt. Ich bin nicht immer erreichbar.

Allerdings könnte man mir nachts eine Bombe ins Zimmer werfen und ich würde nicht aufwachen, vom Handyläuten also schon gar nicht. Auch da ist es so, dass wenn meine Eltern mich nicht hätten, wenn ich in Amerika leben würde oder auf irgendeiner Insel ohne Strom, auch eine andere Lösung finden müssten und es ist eine Grenze von mir, dass ich zeitweise den Strom "abschalte" und auf einer "Insel" lebe (ich nenne es mein Rückzug in den Turm). Auch wenn ich meine Grenzen ausgeschöpft habe, könnte es passieren, dass ich das Handyläuten nicht mitbekomme oder ganz einfach nicht abheben kann, wie z. B. in der Arbeit, bzw. ganz einfach nicht will, weil ich "kein" Handy habe. Dann passiert das, was passiert ohne mich. Man kann in einer Wohnung leben und es kann etwas passieren ohne, dass es der andere mitbekommt.

Meine Eltern schlafen z. B. in verschiedenen Zimmern, wenn also meinem Vater nachts etwas passieren würde und das wäre sehr gut möglich, nachdem meine Mutter durch die Lärmempfindlichkeit meines Vaters einen Kopfhörer aufhat und somit ziemlich lärmunempfindlich ist, was Laute betrifft, die nicht vom Fernseher kommen, würde sie es auch erst am nächsten Tag merken.

Was ich allerdings genauso wenig leiden kann ist, wenn jemand nicht sagt, dass ich gerade störe, jedoch bemerke, wie Du bei Deiner Mutter, dass einem nur halbherzig zugehört wird... und einem, wenn man entsprechend reagiert, vielleicht auch noch entrüstet entgegen getönt wird: NEIN, natürlich höre ich Dir aufmerksam zu!!!!

;-D Dass sie nicht aus ihrer Haut können, das würde ich ja auch nicht erwarten und selbstverständlich merke ich, wenn sich meine Mutter auch Mühe gibt, dass sie dann doch hin und wieder geistig "weg" ist. Ich frage dann immer: Was habe ich jetzt gesagt?? ;-D ;-D ;-D Sie weiß dann ganz genau, wie viel es geschlagen hat und sagt dann entweder, dass sie keine Lust hat oder ich habe wieder ihre volle Aufmerksamkeit. ;-D

ILsab*ell


Kleio

Wieso würdest Du Deine Grenzen verschieben? Das hieße für mich, dass meine Bedürfnisse veränderlich sind und sie sind es nicht. Sind Deine Bedürfnisse veränderlich? Wozu Grenzen setzen, wenn sie sowieso verschiebbar sind, oder verstehe ich Dich falsch? Welche Grenzen wären für Dich verschiebbar?

Es gibt schon Grenzen, die verschiebbar sind. Wie in dem Beispiel mit meiner Bekannten, die schlicht sonst keine Zeit hatte als eben Wochentags zwischen 14:00 und 17:00 Uhr. Die ein oder zwei Mal im Monat konnte ich die Grenze, dass meine Tochter von 14:00 bis 15:00 Hausaufgaben zu machen hat verschieben.

Was Bedürfnisse angeht: Meine Bedürfnisse sind absolut nicht mehr verschiebbar, den letzten Schliff dafür habe ich - wie Du ja weißt - im vergangenen Jahr bekommen. Aber die Situationen in denen meine Bedürfnisse erfüllt werden, die sind durchaus verschiebbar.

Liebe Grüße *:)

K,leixo


Lewian

Kommt drauf an. Grenzen setzen heisst Entscheidungen zu treffen. Insofern kennt man seine Grenzen: Es sind Entscheidungen, die man getroffen hat.

Ja, und spätestens ab hier, wäre für mich eine Definition nötig, was denn nun eine Grenze ist bzw. wie eine Grenze entsteht, oder ob eine Grenze entscheidbar ist oder nicht? Wie kommt es dazu, dass man seine Grenzen kennt? Dadurch, dass man sich für diese entscheidet? Wenn man seine Grenzen kennt und sie nicht setzt, heißt es automatisch, dass daraus auch auf das Verhalten gefolgert werden kann, sprich, dass man dann auch respektlos der Grenzen anderer sein muss?

Wenn man davon ausgeht, dass die Grenze, ob man eine gewisse Lautstärke an Musik, eine gewisse Nähe von Menschen erträgt, usw. usw., dass man diese Grenze setzen k a n n (also dass sie veränderlich ist), dann ist es eine Entscheidung. Wenn man etwas "erträgt", was einem nicht gut tut, dann überschreitet man seine eigenen Grenzen. Wenn man davon ausgeht, dass man sich nicht entscheiden kann, dann ist es eine Erkenntnis, eine Akzeptanz, dessen, was ist. Das hieße, dass es nur vom Willen abhängt, wo man eine Grenze setzt bzw. auch von der Intelligenz, dass einem die Lösung einfällt, die Grenze so zu setzen, dass sich keiner daran stößt. Hätte man aber trotzdem das Gefühl, dass die Grenze nicht übertreten ist, nur weil man einen Kompromiss eingegangen ist? Könnte man das als Respekt der eigenen Grenzen gegenüber empfinden, nur weil man sie selbst verschoben hat oder wäre das der Übergang dazu, dass man seine eigenen Grenzen nicht respektiert?

Was man nicht wissen kann: Wie waere es, wenn man diese Entscheidungen anders getroffen haette? Angenommen, dein Vater verbietet dir strikt das Musikhoeren und setzt dieses Verbot rigoros durch (schon klar, dass das kein Gegenwartsbeispiel ist). Er kann auch wissen, dass er ungebremsten Musikkonsum deinerseits nicht aushalten kann - das hat er ja schon erlebt. Er kann aber nicht wissen, ob es das Potenzial fuer einen Kompromiss gegeben haette, wie er sich gefuehlt haette, wenn er dir in gewissen Grenzen doch etwas erlaubt haette und ob es ihm moeglich gewesen waere, sich so einzustellen, dass er z.B. eine Stunde laute Musik (oder eine bestimmte Hoechsteinstellung an der Stereoanlage) doch haette akzeptieren koennen.

Sicher, wenn Du davon ausgehst, dass mein Vater seine Grenzen nicht kennt, dann trifft das natürlich zu. Aber wie lernt man denn sonst seine Grenzen kennen? Indem man ausprobiert. Solange sind es für mich keine eigenen Grenzen, solange ich sie nicht erkannt habe und noch in der Experimentierphase bin. Wieso sollte jemand sich bei einem anderen aufregen, dass seine Grenzen übertreten werden, wenn er sich durch die Lautstärke der Musik gar nicht provoziert oder gestört fühlt? Wenn er eine Grenze bewusst setzt – sich also zu einer konstruierten Grenze entscheidet. Das wäre meiner Meinung nach nicht aufgrund dessen, dass die eigenen Grenzen überschritten werden, sondern weil er ganz einfach die Grenze anderer nicht respektiert will, sie unterdrücken, beherrschen will. Deswegen kann er aber trotzdem seine Grenzen kennen. Er kann sie bewusst so setzen und sich zu dieser Grenze entscheiden, aus einem anderen Grund, weil er es so w i l l , und das wäre für mich eine konstruierte Grenze.

Jetzt wieder aus meiner Sicht als Beobachterin. Ein Versuch: Meine Katze und mein Vater sitzen in einem Zimmer und ich schalte die Anlage ein und drehe sie auf volle Lautstärke. Beide (ich genauso ;-D ) werden hochschrecken, meine Katze wird aus dem Zimmer rauschen und mein Vater wird sich die Ohren zuhalten.

Nächster Versuch, dieselben Beteiligten: Ich schalte die Musik auf mittlere Lautstärke, meine Katze rührt kein "Ohrwaschl", mein Vater schreckt hoch – warum? Weil ihm die Musik nicht gefällt. ;-D ;-D

Ich meine, dass die sinnlichen Grenzen, nicht veränderlich sind, sondern nur die konstruierten und auch die hängen von vielen Dingen ab, die ich als Beobachterin auch feststellen kann. Da nun die wenigsten Menschen ihr ich durch ihre Sinnlichkeit definieren oder hauptsächlich durch ihre Sinnlichkeit definieren, sondern mit ihrem ganzen Verstand, bleiben die konstruierten Grenzen, die man sich setzt. Ich persönlich finde es allerdings recht sinnlos etwas als meine Grenze zu setzen, die morgen schon anders aussehen kann. Dazu würde ich nicht Grenze sagen, sondern eben eine Entscheidung, die ich aufgrund dieser Situation fälle, die gerade ist. Für mich ist eine Grenze unveränderlich, egal ob konstruiert oder nicht. Es wäre für mich sinnlos, dass ich sage, das und das ist meine Grenze, wenn ich wüsste, ich habe nicht alle Möglichkeiten durch, was konstruierte Grenzen anbelangt. Bei sinnlichen Grenzen sehe ich wiederum keine Sinnhaftigkeit, diese zu verändern, denn das betrachte ich als Selbstvergewaltigung. Das ist aber individuell völlig verschieden.

Die Unterscheidung konstruiert/nicht konstruiert ist fuer mich bedeutungslos. Alles ist konstruiert, auch das, was notwendig ist (was nichts anderes bedeutet als dass wir es uns als notwendig vorstellen). Damit meine ich, dass auch bei jeder Notwendigkeit wie auf die Toilette gehen das Gehirn einen Konstruktionsvorgang ausfuehrt, also etwas entscheidet.

Wichtig: Dass etwas konstruiert ist, bedeutet nicht notwendigerweise, dass man es beliebig aendern kann oder dass es eigentlich gar nicht stimmt.

Ich sage nicht, wir muessten eigentlich nicht auf Toilette gehen, sondern ich sage: Wir konstruieren, dass wir auf Toilette gehen muessen, und also muessen wir auch.

Das sehe ich anders. Wir konstruieren die Sätze, damit wird dem anderen mitteilen, dass wir auf die Toilette gehen. Wenn ich einen Drang verspüre (was ich eben unter anderem mit Sinnlichkeit meine), dann "denke" ich selten, dass ich auf die Toilette gehe – dazu brauche ich kein konstruiertes Wissen. Ich tue es einfach. Als Vergleich: meine Katze tut das selbe und hat keine abstrakten Gedanken. Sicher könnte ich es auch auf der Stelle, wo ich mich gerade befinde. Aber hast Du schon einmal versucht den Drang zurückzuhalten (da fällt mir diese gigantische Szene beim Schüler Gerber ein)? Ist es eine Entscheidung, oder nicht? Also für mich nicht. In der Situation, ist für mich dieser Drang nicht konstruiert, genauso wie für meine Katze.

Ich bin nicht der Meinung, dass wir Grenzen beliebig verschieben koennten, wenn wir nur wollten. Was ich meine, ist: Ohne dass wir es probieren, koennen wir nicht wissen, was wir eigentlich koennten und was nicht.

Selbstverständlich – siehe oben. Gehst Du denn davon aus, dass jeder Mensch jede Möglichkeit ausprobieren können k a n n , also die Fähigkeit dazu hat?

Ich sage auch nicht, dass es gut ist, alles zu probieren.

Davon ist ja auch nicht die Rede. Was gut ist oder nicht, hinge dann wohl von der Zielsetzung ab. Mir geht es nicht um ein Ziel, sondern um Erkenntnis. Erst dann kann ich mir ausrechnen, welches Ziel möglich ist. Dazu ist aber eine realistische Selbsteinschätzung nötig und wie soll ich das ohne Selbsterkenntnis machen ??? Selbsterkenntnis heißt für mich, meine Grenzen zu erkennen und mich nicht für Grenzen zu entscheiden.

Ich habe keine Ahnung, ob und wieviel dein Vater an seiner Empfindlichkeit und du an deinem Gefuehl, wie du Musik hoeren willst (musst?) aendern koennten - das kaeme auf einen Versuch drauf an (es geht hier bei nicht nur um rein phzsiologische Probleme, die ihr dabei habt, die Psyche spielt schon auch eine Rolle, bei euch beiden). Aber ich sage auch nicht, dass es unter allen Umstaenden gut ist, den Versuch zu machen. Wenn ich ein klares Gefuehl habe, dass etwas schlecht fuer mich ist, sage ich dazu "nein" - auch wenn der gutwillige Versuch ans Licht bringen koennte, dass es doch gar nicht so schlimm waere.

Ich bin vor 25 Jahren nicht davon ausgegangen, dass er die Lautstärke von Musik, die ich hörte, tatsächlich auch sinnlich als lärmbelästigend empfunden hatte, da ich wusste, das es nicht zutraf. Er war nämlich der Typ, der sich provoziert fühlte, dass ich die Musik in der Lautstärke hörte, in der ich sie hörte, auch wenn er nicht zu Hause war. ;-) Heute weiß ich, dass es tatsächlich so ist und wenn ich ihn und meine Mutter besuche, z. B. zu Weihnachten und wir Kartenspielen, dann ist jedes Gerät ausgeschaltet, denn er fühlt sich von der leisesten Lautstärke belästigt und das respektieren wir. Früher reichte es ihm dass er wusste, dass ich Musik hörte, ohne dass er sie selbst hörte. ;-D ;-D Darum unterscheide ich auch sehr zwischen Grenzen und Entscheidungen aus einer Situation heraus.

Wenn mein klares Gefuehl aber mit einem anderen klaren Gefuehl eines nahen Menschen kollidiert, sind wir gut beraten, uns eben doch auf gewisse Versuche einzulassen.

Davon gehe ich eigentlich sowieso aus, wenn man Lösungen will und hier wie oben ist wieder der konstruierte W i l l e.

Ob man gut beraten ist, seine Gefühle zu kontrollieren, sie zu unterdrücken, weil einem ein Mensch nahe steht, dass muss jeder für sich entscheiden. Es hängt davon ab, was einem wichtig ist und was man will. Ich selbst sehe keinen Sinn darin, meine Grenzen zu verändern, weil ich an meinen Gefühlen nichts ändern kann und auch nicht will (also mir irgend etwas einreden will, dass es halb so schlimm ist und es doch nicht so wichtig ist), denn damit würde ich mich immer mehr in den Hintergrund schieben, meine Grenzen erweitern, obwohl ich mich nicht wohl fühle. Gerade in Beziehungen ist das oft "tödlich" für das Selbstbewusstsein und hat auch nichts mehr mit Akzeptanz oder Respekt zu tun, weder vom Bauch noch vom Kopf her, noch vom Verhalten mir gegenüber. Das ist für mich keine Selbstachtung bzw. Selbstbewusstsein.

K'l3eixo


Isabell

Es gibt schon Grenzen, die verschiebbar sind. Wie in dem Beispiel mit meiner Bekannten, die schlicht sonst keine Zeit hatte als eben Wochentags zwischen 14:00 und 17:00 Uhr. Die ein oder zwei Mal im Monat konnte ich die Grenze, dass meine Tochter von 14:00 bis 15:00 Hausaufgaben zu machen hat verschieben.

Siehe mein Beitrag an Lewian. Das läuft bei mir nicht unter Grenze, sondern situationsbedingte Entscheidung aufgrund meiner Bedürfnisse und Grenzen - eigentlich etwas organisatorisches. Du verlegst organisatorisch Dein Bedürfnis die Aufgaben mit Deiner Tochter zu machen auf andere Zeiten, aber Du setzt sie nicht hintenan. :)^

Was Bedürfnisse angeht: Meine Bedürfnisse sind absolut nicht mehr verschiebbar, den letzten Schliff dafür habe ich - wie Du ja weißt - im vergangenen Jahr bekommen. Aber die Situationen in denen meine Bedürfnisse erfüllt werden, die sind durchaus verschiebbar.

:)^

I#sabxell


Kleio

;-)

@:)

I,sabexll


*mal wieder hochhol*

Ich hatte gestern Vormittag ein super "Beispiel-Erlebnis".

Es klingelte gegen 10 Uhr an meiner Tür, mein Nachbar stand davor. Junger Mann, grade Vater geworden, wohnt seit einem halben Jahr hier mit ihm Haus (drei Parteien Haus, mit den anderen Nachbarn kann ich eh' nix anfangen, manche mögen sich noch an die Geschichte erinnern). Noch vorweg: Ich hätte es nicht gedacht, aber ich habe hier auf dem Dorf einen schweren Stand als alleinerziehende - ich hätte mit mehr Toleranz gerechnet heutzutage. Ich bin eben nicht die, die mit ihrer 8-jährigen Tochter nach draußen geht und hinterhergluckt wenn sie da spielt. Das irritiert die Leute. Sie wissen nichts über mich, somit spinnen sie sich was zurecht. Mit einer einzigen Nachbarin habe ich ein freundschaftliches Verhältnis, von der weiß ich das alles.

Nun also mein Nachbar: Wie gesagt, junger Mann, vielleicht Mitte 20. Unser ganzes Gespräch hier aufzuführen wäre zu müßig. Im Endeffekt lief es darauf raus: Ich hatte letzte Woche vergessen, dass ich mit dem Müll rausbringen dran bin. Das erste Mal seit ewigen Zeiten. Zudem konnte ich das letzte Mal die gelben Säcke nicht rausbringen, da ich eine Bänderdehnung hatte, Kinder waren nicht da. Somit haben wir einige davon in unserem (!) Kellerraum. Mein Vermieter wußte davon, auch dass ich sie nicht rausbringen konnte. Mit ihm war also alles geklärt.

Jetzt steht dieser junge Schnösel vor mir und beginnt mir zu drohen: Er habe "Verbindungen" zum Jugendamt und Gesundheitsamt und wenn ich nicht bald was ändern würde, dann würde er diese mir auf den Hals schicken........Wie bitte ??? Weil ein paar gelbe Säcke mehr in MEINEM Kellerraum stehen? Was hat der da überhaupt zu suchen? Wieso steht meine Kellertür überhaupt offen?? Zudem wollte er mir noch erzählen, wie ich meine Kinder zu erziehen hätte (geht ja nicht an, dass ein 8-jähriges Kind sei Fahrrad mal nicht verräumt, ER war als Kind auch nicht so -HAHAHA).

Ich ließ ihn also labern......der redete 20 Minuten ohne Unterbrechung. Und immer mehr kam in mir das Gefühl hoch, dass ich mich fühle wie ein kleines Kind, dass gerügt wird und überhaupt nicht wahrgenommen wird als Person. Sondern dass da eine Machtausübung stattfand. Dieser Kerl braucht das einfach. Und darauf stellte ich mich dann um.

Ich grinste ihn an und fragte ruhig, ob ich jetzt auch mal was sagen dürfte. Durfte ich. Aber es war egal was ich sagte. Der hat mich gar nicht wahrgenommen.

Ich betonte noch zum Schluß, dass ich mir nicht drohen lassen würde - das war ihm natürlich egal, was mir auch klar war, aber sagen mußte ich es dennoch.

Ich weiß heute, dass man gegen solche Menschen nicht ankommt. Sie sehen einen selbst nicht, sondern nur ihre eigenen Interventionen. Da bringt es überhaupt nichts was zu sagen.

Ich habe nur die ganze Zeit diese furchtbar kalten Augen dieses Typen vor mir, diese Leere darin.

Ich erzähle das, weil ich heute Morgen so gemerkt habe, dass ich vor kurzer Zeit noch versucht hätte gegen diese "Windmühlen" zu kämpfen. Doch heute sehe ich, dass es die Mühe nicht wert ist. Wenn ein Mensch mir gegenüber steht, der mich als Person nicht wahrnimmt - was will ich mit dem denn noch großartig reden?? Was soll ich dem erzählen? Wieso soll ich mich da einbringen??

Ich für mich weiß eine Art wie ich mich gegen diese Unverschämtheiten wehren kann - ohne großen Aufstand.

Ich habe ihn mit einem netten Lächeln verabschiedet und "Besserung gelobt" (für was auch immer) - aber ohne mich dabei dumm zu fühlen. Wenn die Leute was finden wollen, dann finden sie etwas. Ist nicht mein Problem.

Ok, zugegeben: Gestern habe ich mich tierisch über diesen Typ aufgeregt (gelle, Dumal?? ;-) ). Aber inzwischen kann ich es so sehen. Und ich bin stolz auf mich - stolz soweit sein zu können inzwischen.

Wollte ich nur mal loswerden ;-)

Liebe Grüße

pteacMefulxl


hi isa :)^ .. ich habe auch eine gewisse toleranzgrenze für solche typen.. beim einen ohr rein beim anderen raus.. wobei wenn mir jemand droht.. ich mir sowas merke.. und falls es ein zweites mal vorkommen sollte.. mir vorbehalte mit konsequenzen zu drohen :-/.. denn ein paar leute sind nun einfach unverbesserlich und müssen wieder auf den richtigen wech gebracht werden :-/

Insablell


peacefull

mir vorbehalte mit konsequenzen zu drohen

Tja, gedroht habe ich damit nicht - ich habe sie von mir aus gezogen. Ich habe ein paar Erkundigungen über ihn eingeholt (ich weiß ja wo er arbeitet) und somit den Namen seines Chefs. Ich denke mal, alleine wenn ich ihm diesen an den Kopf knallen kann sobald er mir wieder drohen will - das wird schon reichen.

Es kann doch nun wirklich nicht sein, dass ein Mensch der im sozialen Bereich arbeitet (naja, mehr oder weniger, er ist bei der Feuerwehr, also hat halt nur Beziehungen zu diesen Ämtern) im privaten Bereich seine Stellung dermaßen ausnutzt um eine "arme" (*grins*) alleinerziehende Mutter unter Druck zu setzen.

Wie er sich sonst verhält ist mir wie oben gesagt wurscht egal. Er muß mit sich leben, nicht ich. Aber bei Drohungen gegen mich und vor allem meine Kinder, meine Familie, da hört es auf.

LG *:)

p5eacpefulxl


Es kann doch nun wirklich nicht sein, dass ein Mensch der im sozialen Bereich arbeitet (naja, mehr oder weniger, er ist bei der Feuerwehr, also hat halt nur Beziehungen zu diesen Ämtern) im privaten Bereich seine Stellung dermaßen ausnutzt um eine "arme" (*grins*) alleinerziehende Mutter unter Druck zu setzen.

--> ja ich denke ein oder zwei geschickt eingeflochtene sätze helfen meist.. evt.. würde ja schon der hinweis dass du dich durch ihn bedroht fühlst reichen :-/

M?as3chin/en%k"anonxe


Aha, der Thread wird wieder interessant...

Hallo Isabell.

Ich finde es gut, wie klar du so eine Situation schilderst. Also dass du auch die "kalten Augen" und die gewisse Bedrohlichkeit erwähnst ud zugibst und nicht (wie in solchen Situationen meist üblich) alles in plakativer Unbedeindrucktheit wegwischst. Sehr ehrlich.

"Feuerwehr" ist gut. Öffentliche Arbeit, "moralisch verpflichtet". Da kann man mit dem Chef im E-Fall sicher viel erreichen. Vorrausgesetzt der ist kein Macho-Cowboy (solls in "harten Zünften" ja geben ;-) ), sondern ein verantwortungsvoller Mensch.

Frage: Spinnen wir den Fall mal weiter und er würde dich bei Ämtern anschwärzen, wie könnte man da vorgehen und wie könnte sich der fortgang der Dinge gestalten?

Was ich an deinem Post so interessant finde, Isabell, ist, dass du einen Menschen beschreibst, an den du menschlich nicht rankommst und der dich menschlich nicht an sich herankommt. Die "Verständnisebene" spielt also keine Rolle. Es geht also - dramatisch formuliert - "hart auf hart".

Daher kann ich meine Frage auch anders formulieren: Wie behauptet man (in diesem konkreten Fall) seine Autorität gegenüber einem Menschen, den man nicht erreicht? Und daraus folgend: Wie wendet man Bedrohlichkeiten ab? Ohne dass es in einen Nervenkrieg mündet?

.

@ peace

evt.. würde ja schon der hinweis dass du dich durch ihn bedroht fühlst reichenNee, ich denke, da würde er sich in seiner Machtposition bestätigt fühlen. so in der Preislage: "Eh, die Alte hat ja Schiss vor mir!"

Also das wäre ein taktisch unkluges Eingeständnis.

Ich für meinen Teil will mal eröffnen mit dem Vorschlag, als feststellende Aussage zu formulieren: "Sie drohen mir?" und anschließend Konsequenzen in Aussicht zu stellen. Doch welche konkret wären sinnvoll?

pyeacoefulxl


MK ... hmmm.. also spinnen wir dies weiter..

..

ich sage dir ich fühle mich bedroht von dir.. in einer ziemlich ruhigen art.. wie ist deine reaktion ???

..

du hast doch nur zwei möglichkeiten entweder

a) .. oh dass müssen sie wirklich nicht war nicht so gemeint.. ich dachte halt oder

b) .. weiter schreien..

..

bei b) .. würde ich ihm dann erklären was ich im falle einer bedrohung unternehmen muss um mich zu schützen .. und dann wären wir dann bei deinem --> was mache ich effektiv

pjeancefull


dann gibt es auch eine sehr interessante variante.. da isa ihn ja kennt..

--> sie dreht sich um telefoniert der polizei und raportiert was genau passiert.. nämlich..

--> wild schreiender mann vor der türe.. heisst so und so.. bedroht mich bitte sofort kommen..

p{eacefxull


und dann gibt es ne strafanzeige.. und ein verbot für ihn sich in einem gewissen umkreis von ihr aufzuhalten und wenn er pech hat und einer öffentlichen arbeit nachgeht.. verliert er den job :-/

p]eac)efSulxl


hat übrigens unsere nachbarin mit erfolg durchgezogen als der kokainabhängige freund der nachbarin.. bei ihr vor der eingangstüre mit einem messer rumfuchtelte..

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