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Cipralex

G)raBs-]Haxlm


Aber man liest ja auch immer wieder, dass es jeden treffen kann, dass dafür ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter verantwortlich ist, Serotonin usw. Also gibt es auch D. ohne Gründe - das sei die eine These.

Ich glaube, früher nannte sich das "endogene Depression".

Ist in der Klinik viel gelaufen oder hattest du gar keinen Antrieb, etwas zu machen?

Da hatte ich keine Wahl - am Programm MUSSTE man teilnehmen.

Nur in der Geschlossenen nur so halbpatzig...

Ich stelle es mir geradezu entlastend vor, in Momenten des grössten Drucks die Verantwortung mal abgeben zu dürfen.

Das stimmt wohl - nur wie gesagt, mitmachen musste man trotzdem (teilweise zum Glück) und besser gings einem auch nicht... {:(

Bei ihr gab es immer wieder den Vorwurf, sie sei ja selbst schuld an ihrem Zustand, sie lässt sich ja nicht helfen usw.

Na ganz toll - mit so Sätzen geht es einem natürlich gleich besser... >:(

Ihre Klinikaufenthalte Anfang der 80iger Jahre haben leider keine Wendung des Schicksals zum Guten bewirkt

nun ja, das ist über 20 Jahre her - ich will ja gar nicht wissen, wie Kliniken damals waren... :- :-/

dkie5TraTuGrige


Hallo Gras-Halm,

hoffe, du hattest ein schönes Weihnachtsfest!

Hm, als ich die 12 Wo. auf der Geschlossenen gearbeitet habe, gab es gar kein Programm für die Leute. Nur Medikamente, und sehr gemütlich wars auf der Station auch nicht. Da waren viele chronisch Kranke dabei. Ich fand das alles nicht so gut. Das Personal war so unmotiviert. Trotzdem hat mich das Gebiet sehr interessiert.

Na ja, ich hoffe, du hattest einen besseren Eindruck von deiner Klinik.

Kannst du dich jetzt noch genau an die dunkelsten Phasen erinnern?

Ich weiss, dass ich mich nie wieder schlechter wie jetzt mit den Tbl. fühlen will, ich kann das Fühlen von damals jedoch kaum noch beschreiben. Das war immer so phasenweise, und wenn es mir gutging, konnte die Stimmung trotzdem kippen. Ich hätte das nie zu formulieren gewusst. Meisstens habe ich funktioniert, auch mit bissigem Witz, nur alle paar Wochen gab es die "Erschöpfungstage". Ich kenne natürlich auch extreme Phasen.

Die habe ich mir aber irgendwann nicht mehr erlaubt. Es sollte keiner sehen, bin doch erwachsen...

Komisch, krieg ja echt ein Redebedürfnis! Peinlich |-o!

Ja, dann noch viel Glück beim Absetzen!

G:rAas-|Halm


ich war insgesamt auf 3 Geschlossenen. In der Klinik, wo ich zuerst war, gab es 2 Geschlossene, eine war ne reine Frauenstation, da war ich 4 Wochen. Da gab es täglich Ergotherapie, ansonsten Bewegungstherapie, Maltherapie und Gruppentherapie, letztere 3 nur einmal pro Woche. Die Geschlossene war gut...

Die zweite Geschlossene war in der selben Klinik, da war auch eine dabei mit ner Psychose, die hat dauernd mit Leuten geredet, die gar nicht da war....

die dritte Geschlossene war ne reine Psychiatrie, das war schlimm. Ich war mit 3 Psychotikern auf der Station, die Pfleger waren nie da. Die Abteilung bestand aus einem langen Korridor mit den Zimmern (Spitalzimmer...3 Betten pro Zimmer, aber ich war allein *phu*). Danach kam ich auf die Offene, aber dort gab es auch kein Programm. War beides scheisse...ich hoffe ich muss nie wieder in diese KLinik.. :-|

Nein, an die schlechten Tage kann ich mich nicht erinnern - wenn, dann nur bruchstückchenhaft. :-

Komisch, krieg ja echt ein Redebedürfnis! Peinlich

Ach wo! :-D

duieTr+auyrigxe


Wieso...

...denn immer verschiedene Kliniken? Kommt mir unlogisch vor.

Glaubst du, Medikamente alleine bringen es auf die Dauer?

Hat man dir dann geholfen, eine(n) passenden Therapeuten/in zu finden? Und gab es einen konkreten Auslöser für die Krankheit?

Meine Mutter hatte gar kein soziales Netz mehr. Ihr hat keiner geholfen...

Ich kannte nur so ein "latent depressives Leben", weil ich so aufgewachsen bin. Gut, dass ich es angegangen bin.

Die Zeit zwischen den Jahren und drumherum ist allerdings nicht so toll - das therapeutische Verhältnis ist ganz schön innig geworden!

Da hast du eine ganze Menge erlebt - von der dunklen Seite des Lebens. Ich hoffe, deine Familie/Freunde haben dich unterstützt und nicht im Stich gelassen.

G2ras,-Halxm


...denn immer verschiedene Kliniken? Kommt mir unlogisch vor.

naja, "immer" - einmal. Das war ne Zwangsüberweisung, weil die Krankenkasse sich weigerte. Hat in der Schweiz mit den Kantonen zu tun...

Glaubst du, Medikamente alleine bringen es auf die Dauer?

Nein, davon halte ich nichts.

Hat man dir dann geholfen, eine (n) passenden Therapeuten/in zu finden? Und gab es einen konkreten Auslöser für die Krankheit?

hmm, ich hab sie auf eigene Faust gesucht. Ich bin dummerweise aus der Klinik geflogen %-| |-o (Wiederholter Alkoholkonsum - und nein, ich habe kein Alkoholproblem), sonst hätte man mir wohl schon geholfen...

Gründe gibts wohl verschiedene, der Auslöser...ich schätze, das war einfach die Summe der Ereignisse - ich hatte ne Ausbildung angefangen, die mich überforderte - musste morgens um 5 aufstehen und kam abends um 6 nach Hause, und das war mir einfach zuviel...Zudem war die Situation zuhause sehr angespannt, es gab täglich Streit mit meiner Mutter...

Ich hoffe, deine Familie/Freunde haben dich unterstützt und nicht im Stich gelassen.

Naja, Freunde hatte ich ja keine (selber schuld --> hab mich abgekapselt) und meine Familie war zunächst der Ansicht, dass ich keinen Grund habe (das denken sie noch heute), aber als ich dann in der Klinik war, wurde ihnen wohl klar, dass es doch ernster ist als sie gedacht hatten...und jetzt akzeptieren sie es, dass ich ne Therapie mache.

Hmm, ich vermute, dass es für dich auch nicht leicht war, mit einer depressiven Mutter aufzuwachsen, oder? ???

d'ieTraxurige


Wahrscheinlich...

... hätte ich als die kleine Auszubildende damals in der Psych. ein wenig Schiß vor dir gehabt! Wenn du deine Aggression so nach aussen getragen hast.

Ja, meine Mutter, mein mich ewig begleitendes Thema.

Einfach mal sagen, so war es und so ist es, das wäre gut. Aber wenn´s vom Kopf her geht, geht es vom Gefühl her noch lange nicht. Am schwierigsten war immer das Schwanken zwischen Mitleid, wenn es ihr schlecht ging, und Hass, wenn sie unangemessen wutentbrannt auf mich reagierte, darunter die ewige Sehnsucht nach ihr, weil man ja nicht an sie rankam.

Ich hab dann meinen Vater vergöttert (geschieden), obwohl er auch psychische Probleme verschiedener Art hatte, die dann auch zu seinem Tode führten.

Als Mutter habe ich dann in meinem Verhalten überall Ähnlichkeiten zu meinen Eltern gesehen, was dann der Auslöser für die Therapie war. - Man kann das Schicksal beeinflussen, tatsächlich!

G!rjas-xHalm


Wenn du deine Aggression so nach aussen getragen hast.

??? Wie meinst du das? Die anderen haben den Alkoholkonsum (mit ner Mitpatientin) nie mitbekommen. Die wussten von nichts...

Glaub mir, vor mir muss man zuletzt Angst haben. Ich tu niemandem was zuleide... ;-)

Einfach mal sagen, so war es und so ist es, das wäre gut.

Ja...das glaube ich dir gern. :-|

Wie lange bist du jetzt in Therapie? ???

d4ieT!raurixge


Hallo!

Wahrscheinlich habe ich an eine junge Patientin von damals gedacht, die eigentlich sehr nett und hübsch aussah, aber total abweisend wirkte. Und sie hatte so schlimme Sachen erlebt, dass ich mich nie getraut hätte, mit ihr zu reden, kam mir so naiv vor.

Andererseits dringt das meisste, was die Pat. tun, ja zum Personal durch und wird dann oft so gewertet, aha, die lehnen sich auf, verstossen gegen die Regeln, wollen nichts ändern - es wird als versteckte Aggression gewertet. Bei so einer Haltung fühle ich mich immer sehr schnell abgelehnt!

Aber es beruhigt mich, dass du eigentlich ganz harmlos bist ;-)!

dwieTsraTurigxe


Ach ja,

Es sind jetzt im Januar schon 2 Jahre insgesamt, die ich Therapie mache. Ging irgendwie schnell rum, hätte ich nicht gedacht, das da eine so lange Zeit draus wird!

cFlaTudia0x19


cipralex

hi zusammen,

ich kann euch nur den gut gemeinten rat geben, lasst die finger von dem zeug. ich musste cipralex absetzen da ich andere medikamente einnehmen musste und was ich da durch gemacht habe war erschreckend. ich hatte starke entzugserscheinungen, schwindel, zittern, übelkeit und zum schluss hat ich einen kreislaufzusammenbruch. dieses medikament macht stark abhängig und wenn ihr euch die pa´ckungsbeilage genau durchlest seht ihr wie verdammt gefährlich dieses medikament ist. es gibt bessere wege als die abhängikeit von diesem teufelszeug!!!!!!!!

G.ras-HTalm


1. macht es nicht abhängig

2. KANN es zu möglichen Absetzsymptomen bekommen, die man umgehen kann, wenn man es ausschleicht

"Gefährlich" ist wohl arg übertrieben...man muss nicht gleich alles verteufeln, bloss weil es einem selber nicht gut getan hat. Anderen hilft es gut, von daher... %-|

E9rdbee6re2x3


Hat einer von Euch schonmal von Cipralex auf Cipramil umgestellt? Meine psychiaterin meint, die Wirkstoffe seien ähnlich, nur drehen sie anders herum, und sie könne mir in Zukunft nur Cipramil verschreiben, dipralex zahlt die kasse nicht. ich nehme das cipralex jetzt aber seit 2 jahren und komme super klar (10 mg morgens). wie ist das, wenn ich jetzt stattdessen 20 mg cipramil nehme - habe nämlich nur noch 7 tabletten cipralex, also muss die umstellung jetzt bald kommen.

muss ich mich da wieder auf neue anfängliche nebenwirkungen einstellen oder sind sich die beiden so ähnlich, dass ich das kaum merken werde?

@ claudia:

sehe das ähnlich wie gras-halm: man kann die pillen langsam runter dosieren und sie machen auch nicht körperlich abhängig, höchstens psychisch. man sollte den nutzen nicht vergessen, den man darunter hat. und wenn man es unter ärztlicher aufsicht ausschleichen lässt, dann klappt das in der regel auch ohne entzugserscheinungen!

cElyauSdia=01x9


hallo grashalm,

ich glaube das dieses forum den zweck hat seine eigenen erfahrungen an andere weiter zu geben und da es die meine war gebe ich sie auch gern weiter.

MRauzxi


Hallo zusammen

Also ich nehme Cipralex jetzt schon über 2 Jahre lang. Hatte Depressionen mit Angststörungen.

Nun, soweit gehts mir recht gut, wenn man mal von den kleinen Tief´s zwischendurch absieht. Damit kann ich aber mittlerweile ganz gut leben.

Mein Problem ist nur, dass ich gefühlsmäßig wie abgestorben bin. Egal, ob´s was schönes ist oder negatives. Irgendwie kommt nichts mehr so richtig an mich ran. Würd mich gern mal wieder so richtig verlieben, aber das geht irgendwie so gar nicht.

Hat jemand von Euch die gleiche Erfahrung gemacht? :-(

L1u*po7Y5


Ich habe seit 19 Jahren Panikattacken und generalisierte Angst, lebenslang ist sogar die soziale Phobie und depressive Phasen.

Vor 8 Jahren bekam ich Sertralin (Zoloft), nach 4 Jahren wechselte ich auf Venlafaxin (Trevilor), weil ich mir weniger Nebenwirkungen erhoffte, dem war aber nicht so. Vor 4 Monaten wechselte ich wieder zu Sertralin, diesmal aber ein Generika und nicht das Original wie damals. Es scheint mir plötzlich nicht mehr zu helfen, ich bin immer noch sehr ängstlich, zittere ständig und meine Stimmung ist gedrückt, und daß obwohl es nach 4 Monaten eigentlich das volle Wirkungsspektrum erreicht haben sollte.

Ich habe mal 2 Wochen Citalopram ausprobiert, es half gut gegen die Angst, aber ich habe in diesen 2 Wochen keine einzige Nacht schlafen können, deshalb setzte ich es wieder ab.

Nun habe ich einiges über das neue Escitalopram (Cipralex) gelesen und bin neugierig.

Habt ihr damit große Einschlafprobleme? Ich werde bei meinem Facharzt einen Termin machen und nach Escitalopram fragen, blöd nur das man für Termine heutzutage wochenlang warten muss.

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