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Lustlos, müde, einsam, zerstört…

AYma


lieber sEnSiV3

Also ich war damals auf mich selbst sauer, weil ich als Mutter versagt habe. Genau wie Wolly's Mutter die fassungsloß an seinem Grab stand und immer wieder holte :" Wie kann es sein das ich es nicht gewußt hab ?!"

Es ist so schrecklich zu spühren das irgendwas nicht stimmt und nicht genügend Mut zu besitzen nach zufragen. Es ist ein Vertrauensbruch in den Augen einer Mutter und es ist für sie immer ihre Schuld, nicht die des Kindes. Aber das soll nicht Dein Problem sein.

Ein weiteres Problem sehe ich das Du Deine Mutter sehr liebst und sie für sehr schwach hälst. Du traust ihr nicht zu Dich tröstend in die Arme zu nehmen.

Und ich bin traurig, weil ich Dir nicht vermitteln konnte das nicht fehlende >Fremdliebe< sondern ein Mangel an Selbstliebe das Problem ist.

Eine Patnerin ist etwas schönes und ich wünsche Dir auch aus ganzem Herzen eine Frau die Dich tragen kann zu finden. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher das Du solange nicht die richtige finden wirst, da Du sie jetzt schon, wo sie ja noch gar nicht da ist schon unter Druck setzt. Ich hätte Angst vor einem Mann der mich und meine Liebe zu Ihm als Allheilmittel bezeichnet.

Diese Erwartungshaltung strahlst Du vermutlich auch aus , so das es passende Damen abschreckt.

Lerne Dich selbst zu lieben , zärtlich zu Dir zu sein und auch gut mit Dir umzugehen. Du bist ein sehr intiligenter junger Mann mit einem großen Potential und Einfühlungsvermögen - nutze es und sei nicht zu Stolz um um Hilfe zu bitten. Vieleicht lieg ich mit meinen Vermutungen hier völlig falsch und ein Facharzt gibt Dir die entsprechenden Pillen und die Depression ist weg, aber ich denke wirklich das da auf einer tieferen Ebene anzusetzen ist und das Du Dir Hilfe in Gespärchen mit einem Psychotherapeuten holen solltes.

Ich wünsche Dir viel Glück bei Deinem weiteren Weg. Ich bin sehr beeindruckt von Deinem Schreibstiel und dem Menschen den ich dahinter vermute. Leg Deine masken ab , Du bist ein toller Mensch und hast viele Chancen ein gutes Leben zu führen. Nutze sie.

@:) Liebe Grüße

gez. Amaruschaja

s,En/SixV3


Hallo Ama

Richtig. Ich liebe meine Mutter und halte sie für schwach, denn das ist sie auch. Wir mussten in der Vergangenheit viel durchstehen (Vater war Alkoholiker). 1000 lehre Versprechungen, Tag zu Tag. Ich wusste, heute Abend wird es wieder wie gestern. Ich sagte meiner Mutter, dass sie sich endlich von ihm trennen soll. Doch sie half ihm immer wieder. Vertaute ihm, doch es änderte sich nichts. So gingen Jahre vorbei...

Erst ein Autounfall brachte ihn in eine Klinik und erst dann wendete sich die Situation. Er wurde trocken, sah es endlich ein und trank seit dem keinen Tropfen Alkohol.

Ich denke nicht, dass ich die Erwartungshaltung austrahle. In der Öffentlichkeit bin ich ein ganz normaler junger Mann. Feiere auf Partys, trinke auch etwas nur halt dass ich schüchtern bin.

Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass ich eine Freundin hätte, wenn ich nur den Mut gehabt hätte, sie anzusprechen. Und dass ich sie als "Heilmittel" brauche (nicht gebrauche bzw. nutze !!), von dem würde sie überhaupt nichts mitbekommen. Es würde nur das Lächeln auf meinem Gesicht und das Glänzen meiner Augen etwas verraten. Nämlich dass ich mich regenerie, dass ich wieder glücklich bin. Es ist nicht so, dass meine jetzige Situation Narben hinterlassen würde. Im Moment sind es eher Wunden, welche aber verschwinden werden, sofern ich jemanden finde.

Im Moment fühle ich mich nicht in der Situation, dass ich einen Facharzt aufsuchen sollte. So schlimm ist es bei mir noch nicht. Die Beiträge in diesem Thread haben mir geholfen und sogar ein wenig gestärkt.

Es freut mich, dass du soviel vertrauen in mich hast. Ich sollte vielleicht auf deinen Rat hören und die Chancen nutzen, sobald sie vorhanden sind.

LG

sEns

A6ma


Ich drücke Dir

ganz fest den Daumen.

Ich bin selbst Kind einer alkoholkranken Familie. Und somit mit dem Problem der leeren Versprechungen nur zu gut Vertraut. Deine Mama ist Co-abhängig, genau wie Du auch. Und ich selbst ja auch. Alkoholismus ist immer eine Familienerkrankung und trifft nie den Betroffenen alleine. Er oder sie macht seinem näheren Umfeld großr Psychischeschäden. Bei mir war 's die Mutter, die leider auch Heute noch trinkt.

Das erklärt auch das was Du hier schreibst . Es ist ok.

Depressionen sind offt die Spätfolgen von Mitbetroffenen innerhalb einer Dysfunktionalen Familie. Du bist nicht allein mit diesen Symptomen und ich rate Dir dringend aus eigener Erfahrung Dich auch weiterhin so offen wie's Dir möglich ist über das Thema und wie Du Dich damals mit Deinem trinkenden Vater gefühlt hast zu reden. Das ist wirklich sehr wichtig.

Hätte ich das damals eher getan, würde ich Heute vermutlich nicht immer wieder in diese destruktiven Verhaltensweisen rutschen. Co-abhängigkeit ist eine erst zu nehmende Krankheit.

Fühl Dich mal lieb umarmt von mir @:) :°_

Vieleicht magst Du Dir ja mal irgendwann die Zeit nehmen um das Problem mit dem Vater (egal wie lange es jetzt her ist) für Dich schriftlich zu bearbeiten. Manchmal hilft das.

Auch wichtig ist wie Dein Verhältnis Heute zu ihm ist und ob ihr Beide von Mann zu Mann sozusagen offen darüber reden könnt.

Es freut mich das ich Dich mit dem wenigen was ich hier leisten konnte , etwas aufgebaut hab.

Ich werd mir jetzt auch erst mal was gutes gönnen. Meine Badewanne ist gleich voll und meine Teetasse steht schon im Bad und auch der CD-Player. Ich genieße es mir so, auch was gutes tun zu können. Es ist sehr wichtig gut zu sich selbst zu sein.

Niemand kennt Dich so gut wie Du selbst und kein Mensch egal wie nett und Lieb er ist kann Deine Gedanken lesen.

Liebe Grüße

gez. Amaruschaja

sfEnSxiV3


Hallo

Der Grund, wieso ich diesen Thread erstellt habe, hat eigentlich weniger mit dem Alkoholismus meines Vaters zu tun. Natürlich besteht auch heute noch der Gedanke und die Angst, dass er wieder anfangen könnte. Und obwohl er uns nie geschlagen hat, bestehen gewisse Berührungsängste zwischen mir und meinem Vater, also Umarmungen etc. Natürlich mach ich es, doch auch nur deswegen, dass ich ihn nicht verletze... ich frage mich manchmal, ob ich nicht zu nett bin. Normalerweise sollte ich einen solchen Hass auf ihn haben, aber irgendwie hab ich dies auch verdrängt oder es ist nicht vorhanden...wer weiss...

Es kann schon sein, dass da ein gewisser Zusammenhang zwischen der Kommunikation mit meiner Mutter, dem Alkoholismus und mir mit meinem Problem besteht. Aber trotzdem würde es nichts an meiner Situation ändern...

Die Einsamkeit wäre immernoch da. Und falls ich es jemandem erzählen will, kann ich es ja hier tun... schlechte Erfahrungen hab ich ja noch nicht gemacht.

Ich hoffe, du hattest ein erholsames und langes Bad voller Erleichterung. Ich hoffe du konntest deinen Körper gedanklich und geistig verlassen und mit deiner Seele in eine Welt deiner Träume segeln @:)

LG

sEns

NEoDjisc


Hallo sEns!

gibt wieder etwas neues %-|

also ich habe gestern am abend angerufen, paar mal läuten gelassen, aber es hat keiner abgehoben.

naja, ich weiss nicht mehr was ich noch dazu sagen soll :-/

LG NoDisc :(v

HMoYshiikxo


Einsamkeit

kann scheinbar nicht immer durch soziale Kontakte geheilt werden. ZB habe ich zwar Freunde, auch enge, mit denen ich fast alles bespreche. Fast eben. Aber durch die Liebe zu diesen Leuten mache ich mich wieder angreifbar durch meine "Paranoia", wenn sie sich mal einige Tage nicht melden, denke ich immer gleich, es läge an mir, ich hätte etwas falsch gemacht etc.

Ich weiß jetzt nicht mehr, wer es schrieb, ich glaube draußenseiter: Das Thema mit den Tagträumereien beschäftigt mich auch sehr, denn ich "leide" auch darunter. Man projeziert das Leben, das man gerne hätte, in seine Phantasie, und dort läuft es dann parallel zum "richtigen Leben", zB beim Spazierengehen, auf dem sofa gammeln, einschlafen etc. Und leider auch bei der Arbeit oder anderen Situationen, in denen man sich besser konzentrieren sollte... aber es ist wie eine Sucht, ich bin scheinbar nicht mehr fähig (oder willens?), mich aus diesen Träumereien zu lösen und auf das "echte" Leben zu konzentrieren. Wie "tritt" man sich da heraus?

Liebe Grüße @all,

dHryaussHensseitexr


Hoshiko

Hallo Hoshiko,

es tut gut zu lesen das es jemanden so geht wir mir. Ich habe in diesem Faden ziemlich viel zu dem Thema geschrieben da es sEnSiV3 ja ähnlich geht wie uns. Ich habe mich oft gefragt wie viel dieser Tagträume in einem Leben normal sind und ob andere auch so leben. Manchmal habe ich das Gefühl man nimmt das normale Leben dadurch anders wahr. Man taucht nicht ein wie man es in seinen Tagträumen tut. Sieht alles von außen und sieht dadurch auch mehr.

Man projeziert das Leben, das man gerne hätte, in seine Phantasie, und dort läuft es dann parallel zum "richtigen Leben", zB beim Spazierengehen, auf dem sofa gammeln, einschlafen etc.

Genau so geht es mir. Das sind die Situationen in denen man dieses Parallelleben lebt. Ich freue mich sogar darauf. Ich kann kaum einen Film in Ruhe zuende sehen. Mich auf nichts mehr länger konzentrieren. Diese Tagträume haben gar nichts mit richtigen Träumen gemein. Men lebt bewusst in ihnen. Findet dort Befriedigung. Man kann dort alle Emotionen ausleben. Freude, Trauer, Liebe und Leid. Das macht es einem so schwer sich davon zu trennen und das richtige Leben bewusster zu leben.

Ich könnte mir vorstellen das Deine Paranoia bezüglich Deiner Freunde auch damit zusammenhängt. Du malst Dir in Deinen Tagträumen aus warum sie sich nicht melden. Spielst Varianten durch wie es ablaufen könnte und bekommst Angst. Du bist erst beruhigt wenn sie sich melden oder wenn Du wieder bei ihnen bist und merkst das sich an ihren Gefühlen Dir gegenüber nichts geändert hat. Ich kenne das auch. Wenn man vor einer Situation Angst hat dann ist es umso schlimmer je länger man Zeit hat darüber nachzudenken oder in unserem Fall in Tagträumen Varianten durchzuspielen. Wenn man spontan in die Situation gerät könnte man damit leichter umgehen.

Liebe Grüße,

A?mBa


Hallo sEnSiV3

Danke, das Bad war sehr entspannend und ich hatte da Gestern Nacht dann auch noch einen Einfall. Hast Du Dich schon mal mit Affirmationen beschäfftigt ?

Mir ist da nämlich eine für Dich eingefallen die Dir vieleicht weiterhelfen könnte.

" Ich bin ein liebenswerter Mensch und werde von Frauen positiv wahrgenommen. "

Ist nur so eine Idee, aber vieleicht magst Du es ja ausprobieren.

gruß

Ama

N'ovayllCee


Hallo Ihr..

Hab mir jetzt nicht den ganzen thread durchgelesen.

aber ich kann gut nachvollziehen wies euch geht.

diese einsamkeit, dieses zu viele grübeln und das tagträumen.

bei mir war es nicht die einsamkeit, weil ich keinen freund hatte, sondern weil ich meine angst versteckt hatte. ich traf mich mit freunden und verstellte mich den ganzen tag. meiner familie, meinem partner, allen.

und DAMIT war ich einsam.

dadurch ist ein gedicht entstanden, und das wollte ich hier zu diesem thread beitragen - vielleicht hilfts ja (oder man sieht sich darin wieder)

Alles in Ordnung

Sie sehen mich nicht oft weinen

Denn wenn ich weine dann nur innerlich

Menschen meinen

sie sehen dich lachen und alles ist in Ordnung

sie sehen nicht Dein Herz das blutet

Von Problemen überflutet

lachst du um den Schmerz zu unterdrücken

drinnen zu lassen und Deine Lippen zu einem Lächeln zu bewegen

Und da schon bekommen sie ihren Segen

Ha sie lacht es geht ihr gut

Ja und dich verlässt der Mut

Schreist wieder mal Deinem Herzen zu die Klappe zu halten

Weiterlächelnd das Tor zu betreten und zu beten

das es niemand kapiert

das alles eigentlich innerlich gefriert

Arm bin ich dieser Mensch wo niemand erkennt

welch ein Sturm tobt

Der Angst sich nennt

Doch ein Engel der auf meiner Schulter ruht

lacht mich aus über meinen nicht vorhandenen Mut

SCHREI es raus

Lächelt er

Du bist Dein eigener Herr

Und mit Verachtung verschwindet er


alles Liebe Novallee

dwrasussuensexiter


Novallee

Hallo Novallee,

ein schönes Gedicht. Danke @:)

Du schreibst in der Vergangenheit. Wie hast Du es geschafft Dich auch im richtigen Leben zu öffnen? So zu sein wie Du wirklich bist und dieses richtige Leben bewusst zu leben?

Liebe Grüße,

Axma


Hallo Novallee

Das ist sehr gut. Ich hab früher auch viel geschrieben.

@:)

gruß

Amaruschaja

NeoDidsxc


Novallee

schönes gedicht!:)^

N!oDyisxc


@Ama

mir fällt auf, wir schreiben fast immer zur selben zeit!!;-D

N.oval)lee


Vien vielen dank |-o *huii*

@draussenseiter:

ja das gedicht ist auch schon seeehr alt.

ich hatte vor einem Jahr (im dezember) einen zusammenbruch. zu der zeit hatten es zwar schon einige gewußt das ich unter panikattacken leide, aber ich hab dann halt immer gelogen u gesagt, es geht schon wieder...

und als dieser zusammenbruch dann kam, hab ich mich auf meinen arsch gesetzt und bin in therapie gegangen.

da bin ich jetzt also fast ein jahr und erst jetzt merke ich, wie du so schön gesagt hast, wer ich wirklich bin, einfach wirklich mit haut u haaren auch ICH sein kann.

zuerst hab ich mich mal ganz neu kennenlerner müssen. ach, ich wusste wirklich nicht viel von mir, obwohl ich so viel gegrübelt und geträumt habe. (dachte immer ich hab voll den durchblick und kenn mich usw..)

ich lass mich nicht mehr verbiegen, habe in diesem jahr gelernt wie es geht einfach auch mal nein zu sagen (das tut gut)

sofort zu sagen: du heut gehts mir nicht gut. u nicht ausschweigen.

mit viel übung und einen arschtritt in den schweinehund funkt es irgendwann.

aber das genaue WIE ist wirklich schwer zu erklären.

(außerdem hab ich gleich feierabend u muss meinen bus erwischen)

meld mich aber bestimmt wieder und kann auch gern von meinen erfahrungen und tipps erzählen die ich mit hilfe meiner thera bekommen hab..

ganz liebe grüße

und eine schönes we

novallee

NooDi5sc


@ Novallee

wünsch dir ein schönes wochenende!!

LG @:)

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