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Lustlos, müde, einsam, zerstört…

D-rauxsi


Hallo sEns,

ich glaube ich habe mit dem ganz bewussten Tagträumen angefangen als ich mich in der 5. Klasse nicht mehr zur Schule traute. Habe Figuren aus Büchern, Heften, Spielfilmen und Fernsehserien übernommen. Aber immer noch mehr Zeit damit verbracht sie zu lesen und anzuschauen als meine Tagträume zu träumen. Später habe ich dann Fantasiefiguren eingebracht. Irgendwann war ich es selbst in einer anderen Umgebung. Einem anderen Umfeld. Völlig andere Geschichte aber überall entdecke ich meine Charakterzüge. Reagiere aber völlig anders. So wie ich sein will und nicht so wie ich bin. Zur Schulzeit hatte ich auch kurze Träume. Wenn ich wieder von meinen Mitschülern geärgert und gehänselt wurde und innerlich total bebend den Tränen nahe ausgeliefert war habe ich ausgehalten bis es vorbei war. Dann aber in Gedanken die ganze Horde verprügelt. Oder mich verbal gewehrt wie ich es hätte tun sollen. Aber wie, das viel mir immer erst im Tagtraum ein. In der Situation war ich immer so eingeschüchtert das ich gar nicht reagiert oder mich gewehrt habe.

Während solcher langen Tagträume bin ich ruhig. Bin ja eigentlich gar nicht im wirklichem Leben wo mich so vieles ablenkt. Aber ich will nicht mehr. Ich kann mich auch daran erinnern neue Tagträume zu erfinden. Ein anderes Leben leben. Ich habe sogar welche recyclet. In andere Bahnen laufen lassen. Sie wiederholt. Manchmal bestimmte Situationen die mich besonders bewegt habe immer und immer wieder. Ich kann mich an sie erinnern wie an etwas aus meiner eigenen Vergangenheit. Mittlerweile bin ich es in meinen Tagträumen. So wie ich sein will. Ich komme mir zwar immer näher aber es zerreist mich mich so zu sehen wie ich noch bin. Wenn ich ich bin in meinen Tagträumen dann sehe ich dort auch mein Leben. Oder besser gesagt das was ich führen will. Und wann immer ich aus dem Tagtraum erwache, mich selber sehe, dann sehe ich wie entfernt dieses Leben noch ist. Im Tagtraum erscheint es so nah als ob ich nur die Hand ausstrecken muss um es zu berühren. Und im richtigen Leben scheint dieses Leben so unerreichbar fern wie das Ziel bei einem Marathon.

Ich muss lernen mich auch im richtigen Leben zu entspannen. In Ruhe denken. Etwas in Ruhe tun. Schritt für Schritt. Diese Schritte annehmen. Nicht nur das Ziel über alles Andere stellen. Auch mit dem erreichten zufrieden sein. Es fällt mir unwahrscheinlich schwer mich von den Tagträumen zu trennen. Aber ich will es so. So schmerzhaft der ständige Blick auf mein wirkliches Leben auch ist.

Bis bald,

Dsrauxsi


Aus dem Psychologiefaden Weisheiten:

Der Traum enthält etwas,

das besser ist als die Wirklichkeit.

Die Wirklichkeit enthält etwas,

das besser ist als der Traum.

Vollkommenes Glück wäre

die Verbindung beider.

Tolstoi

D}r{au~sxi


Und ich tue es immer noch...

Konstruiere in meinen Tagträumen aber keine anderen Leben mehr. Bin nur noch ich. Oder besser gesagt wer ich sein will. Bin meinem eigenen Leben voraus. Oder lebe es im Traum in einer Form weiter die ich mir für mich zwar vorstellen könnte aber nie in der Realität umsetzen kann.

Ich bin lustlos. Dem eigenen erträumten Leben hinterherzurennen. Und ich bin müde. Da das Ziel, dieses erträumte Leben zu leben, mir keine Ruhe lässt. Aber ich bin nicht einsam. Zumindest nicht in meinen Gedanken. Und ich bin nicht zerstört. Auch wenn um mich herum nur Trümmer liegen.

Bis bald,

sLEnS_iV3


ich glaube ich habe mit dem ganz bewussten Tagträumen angefangen als ich mich in der 5. Klasse nicht mehr zur Schule traute. Habe Figuren aus Büchern, Heften, Spielfilmen und Fernsehserien übernommen. Aber immer noch mehr Zeit damit verbracht sie zu lesen und anzuschauen als meine Tagträume zu träumen. Später habe ich dann Fantasiefiguren eingebracht. Irgendwann war ich es selbst in einer anderen Umgebung. Einem anderen Umfeld. Völlig andere Geschichte aber überall entdecke ich meine Charakterzüge. Reagiere aber völlig anders. So wie ich sein will und nicht so wie ich bin.

Genau so ist es auch bei mir. Schlüpfe in Rollen von Fantasiefiguren, erstelle eine Geschichte, und wiederhole sie Tag für Tag. Die Aufmerksamkeit, die mir dort geboten wird, lässt mich gerne träumen. Und das mach ich dann auch.

R&omuxlier


Das Du sogar Freundinnen hattes sollte Dir eigenlich mut machen. Vor allem da sie auf Dich zugekommen sind. Sie haben ihre eigene Schüchternheit überwunden um auf Dich zuzugehen. Das sollte eigentlich Dein Selbstvertrauen stärken.

Theoretisch ja aber die Tatsache das diese Beziehungen wieder zu Bruch gingen und ich mich nie wirklich ausleben konnte wie ich es wollte, wurde das gestärkte Selbstvertrauen schnell wieder zerstört.

Was mich zu dem Problem führt das ich nie wirklich über eine Beziehung weg komme. Wenn ich höre das meine Ex einen Neuen hat, wird mein Körper schwach und meine Gedanken, die vor Minuten noch positiv (schöne Tagträume) waren, drehen sich komplett zum Negativen (schlechte Tagträume). Das ist vielleicht normal (?) aber nicht wenn das bei allen Ex-Freundinen über Jahre geht. Ich komm einfach nicht vom Fleck weil mich meine eigene Vergangenheit festhält.

Während solcher langen Tagträume bin ich ruhig. Bin ja eigentlich gar nicht im wirklichem Leben wo mich so vieles ablenkt. Aber ich will nicht mehr. Ich kann mich auch daran erinnern neue Tagträume zu erfinden. Ein anderes Leben leben. Ich habe sogar welche recyclet. In andere Bahnen laufen lassen. Sie wiederholt. Manchmal bestimmte Situationen die mich besonders bewegt habe immer und immer wieder. Ich kann mich an sie erinnern wie an etwas aus meiner eigenen Vergangenheit. Mittlerweile bin ich es in meinen Tagträumen. So wie ich sein will. Ich komme mir zwar immer näher aber es zerreist mich mich so zu sehen wie ich noch bin. Wenn ich ich bin in meinen Tagträumen dann sehe ich dort auch mein Leben. Oder besser gesagt das was ich führen will. Und wann immer ich aus dem Tagtraum erwache, mich selber sehe, dann sehe ich wie entfernt dieses Leben noch ist. Im Tagtraum erscheint es so nah als ob ich nur die Hand ausstrecken muss um es zu berühren. Und im richtigen Leben scheint dieses Leben so unerreichbar fern wie das Ziel bei einem Marathon.

Geht mir genau so. Nur das die meisten meiner Tagträume wirklich aus meiner Vergangenheit sind. Das ich das Damals wieder und wieder durchlebe und so verändere wie es mir passt. Wenn ich dann aber wieder "zu mir komme" muss ich sehen wie es wirklich ist.

mfg

stEnSixV3


Und wieder ist es soweit...

Ich bin total schlecht drauf...Ich glaube, ich bin in einem Teufelskreis gefangen.

Bestandteile davon: Computer, Fitness, Wunsch nach Freundin, Schule

Da eine grosse Leidenschaft von mir der Computer ist, sitze ich sehr gerne daran. Durch den Schuldruck, muss ich öfters lernen, was meine Sehnsucht zum Computer vergrössert. Doch wenn ich vor dem Computer sitze, will ich nicht ins Fitness. Das Fitness stärkt mein Selbstvertrauten und ändert auch mein Körper sehr zum Positiven. Die s hab ich in dem letzten halbe Jahr gemerkt.

Wie schon gesagt, muss ich sehr viel lernen. Da die Sucht zum Computer grösser ist, als zum Fitness, wähle ich also meistens das erstere. So vernachlässige ich meinen Körper und das Selbstvertrauen, was sich auf die Suche einer neuen Bekannschaft sehr fest auswirkt. Und wenn ich öfters in Gedanken einer Freundin bin, setze ich mich an den Computer oder bin sonst einfach lustlos.

Und so fängt das ganze wieder von vorne an.

Das Schlimme daran ist, dass ich bei jedem Punkt jemanden verletze oder entäusche.

- Computer: Die Leute, welche ich da kennenlerne

- Fitness: Die Leute, die mich dort 3mal die Woche erwarten (wie letzte Woche) Ich könnte jetzt dorthin gegen, doch ich bin ... faul will ich nicht sagen, aber ich habe keine Lust.

- Schule: Mich selbst, meine Eltern

- Freundin: Mich selbst.

Die Lösung wäre, von etwas Abschied zu nehmen. Doch das kann ich nicht, will ich nicht.

Ich versuche aber, den Computer zu reduzieren, dass ich mir die Zeit fürs Fitness nehme und wieder wie früher 2-3 mal die Woche dahin gehe...

Damit der Kreislauf wieder besser wird.

Mal schauen obs funktioniert oder ob ich einen wichtigen Faktor vergessen habe, den ich aber erst bei der Zeit der Änderung merke.

Bis denne

sEns

D=rauxsi


Hoi sEns, Sali Romulier *:)

Ich habe das Gefühl das die Tagträume die wir leben nicht das sind was man gemeinhin als Tagtraum bezeichnet. Das was in Wikipedia über [[http://de.wikipedia.org/wiki/Traum#Wachtraum Tagträume]] steht passt von der Definition überhaupt nicht. Es sind [[http://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum Klarträume]]. Nennt sich auch luzider Traum. Bin ich auch jetzt erst drauf gestoßen. Hier im Forum gibt es einen [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/162227/1/ Faden]] dazu den ich aber noch nicht gelesen habe.

@sEns

Schlüpfe in Rollen von Fantasiefiguren, erstelle eine Geschichte, und wiederhole sie Tag für Tag.

Natürlich entwickle ich eine Geschichte weiter aber auch bei mir ist das so das ich dann Schlüsselszenen ständig wiederhole. Unter anderem weil ich sie sofort mit einer Emotion verbinden kann. Ich erinnere mich an diese Szenen wie wie ich mich auch an mein richtiges Leben erinnere. Kann Beides trennen und unterscheiden. Manchmal habe ich das Gefühl das ich die Schlüsselszenen so auswähle das sie meine aktuellen Gemütslage ins Gegenteil verkehren oder sie kompensieren. Also sowohl eine Sehnsucht nach Gefühlen die ich in dem Moment nicht habe befriedigen als auch nach Gefühlen die mir über meine momentante Situation im Leben hinweghelfen.

Die Aufmerksamkeit, die mir dort geboten wird, lässt mich gerne träumen.

Auch bevor ich mich in meine Tagträume eingebracht habe war es schon so das die Figuren teilweise meine Charakterzüge aufwiesen. Und ich glaube meine Lebenssituation floss auch schon ein denn ich war auch in meinen Träumen Außenseiter. Jemand der sein Leben als solcher aber selbstbestimmt lebt. Aufmerksamkeit wird mir da trotzdem geboten. Da ich aber ein Außenseiter bin muss ich nicht innerhalb der Gesellschaft funktionieren. Entscheide was ich an mich heranlasse und was nicht. Das ich der "Held" aus Literatur, Film und Fernsehen war hat im Laufe der Jahre stark abgenommen.

Da eine grosse Leidenschaft von mir der Computer ist, sitze ich sehr gerne daran.

Siehe meinen [[http://www.med1.de/Forum/Sucht/186628/1/ Faden]].

Ich habe auch das Gefühl der Tag bräuchte 48 Stunden. Alles was ich tun muss und noch mehr das was ich tun will schreit nach Aufmerksamkeit. Wenn ich das eine tue bin ich in Gedanken bei etwas anderem was ich noch tun muss oder will. Habe fast nie die Ruhe mich auf eine Sache zu konzentrieren. Hat auch damit zu tun das ich hier im Haus fast ständig verfügbar sein muss. Allein schon der Gedanke gleich gestört werden zu können hindert mich daran bei dem was ich tue in eine Art Fluss zu kommen. Ich mache mir hier so eine Art Tagesplan. Ich schreibe schon keine Uhrzeiten dabei sondern achte nur drauf das ich das was ich will auch erledige.

Das Fitness stärkt mein Selbstvertrauten und ändert auch mein Körper sehr zum Positiven.

Ich habe richtig abgenommen seit ich so viel Fahrad fahre. Bin auch körperlich fit geworden. Aber gesund fühle ich mich nicht. Weder körperlich noch seelisch.

Das Schlimme daran ist, dass ich bei jedem Punkt jemanden verletze oder entäusche.

Vor allem sich selbst. Weil es einem selbst weh tut jemanden zu verletzen oder zu entäuschen.

Die Lösung wäre, von etwas Abschied zu nehmen. Doch das kann ich nicht, will ich nicht.

Ich habe seit dem Sommer mehrere Sachen beinahe auf Null zurückgeschraubt. Filme, Bücher, Computerspiele, etc. und schaffe es immer noch nicht. Ich bin in einer Phase wo ich viel über mich nachdenke. Einen Weg suche.

Hast Du schon einen Plan wie es für Dich weitergeht? Hast Du aus dem Buch irgendwelche Konsequenzen gezogen? Bei mir ist es mit dem Träumen ja so wie ich oben schon beschrieben habe. Ich hinke ihnen hinterher.

@Romulier

Theoretisch ja aber die Tatsache das diese Beziehungen wieder zu Bruch gingen und ich mich nie wirklich ausleben konnte wie ich es wollte, wurde das gestärkte Selbstvertrauen schnell wieder zerstört.

Meinst Du mit ausleben das Du Dich nie wirklich öffnen konntest? Könnte das vielleicht sogar ein Grund dafür gewesen sein das die Beziehungen zu Bruch gegangen sind?

Was mich zu dem Problem führt das ich nie wirklich über eine Beziehung weg komme.

Ich hatte noch nie eine :°(

Wenn ich höre das meine Ex einen Neuen hat, wird mein Körper schwach und meine Gedanken, die vor Minuten noch positiv (schöne Tagträume) waren, drehen sich komplett zum Negativen (schlechte Tagträume).

Das heist Du kompensierst gar nicht so wie ich es tue. Wenn ich zur Schulzeit gemobbt wurde und den Tränen nahe war hatte ich Wutträume. Eine kurze Schleife die sich ständig wiederholt hat. Habe meine Wut, die ich auch körperlich gespürt habe, befriedigt. Und wenn es mir gut ging hatte ich Träume die endeten traurig. Und wenn ich in der Geschichte den traurigsten Punkt erreicht hatte habe ich diesen Punkt auch in einer Schleife ständig wiederholt bis auch ich selber so traurig war wie im Traum.

Ich komm einfach nicht vom Fleck weil mich meine eigene Vergangenheit festhält.

Träumst Du in der Vergangenheit weil sie Dich festhält?

Nur das die meisten meiner Tagträume wirklich aus meiner Vergangenheit sind.

Oder lässt Dich Deine Vergangenheit nicht los weil Du immer in ihr träumst?

Das ich das Damals wieder und wieder durchlebe und so verändere wie es mir passt.

Das mache ich ja nur bei diesen kurfristigen Kompensationsträumen.

Hat eigentlich eine Deiner Ex-Freundinnen von Deinen Tagträumen gewusst? Und von POS/ADS? Was das träumen betrifft könnte ich glaube ich gar nicht drüber sprechen. Vor allem nicht über den Inhalt der Träume da sie ja bewusst gewählt sind und viel mehr über einen aussagen als ein normaler Traum oder Alptraum.

Bis bald,

D!r.ausi


Scheiß Beitrag :(v

Sowas auch noch :-( Ich bringe überhaupt nichts mehr zustande :°(

Cnhe


Das Schlimme daran ist, dass ich bei jedem Punkt jemanden verletze oder entäusche.

- Computer: Die Leute, welche ich da kennenlerne

Na... hier wäre keiner verletzt.

Hier wissen wir doch, daß es ein Ziel von Dir ist, im RL besser Fuß zu fassen. :)^

Drausi, wenn Du den Beitrag nochmal korrigiert reinsetzen magst, kann der andere gelöscht werden ;-)

Zitieren klappt nicht immer, kenn ich ;-)

D rauqsi


Hoi sEns, Sali Romulier *:)

Ich habe das Gefühl das die Tagträume die wir leben nicht das sind was man gemeinhin als Tagtraum bezeichnet. Das was in Wikipedia über [[http://de.wikipedia.org/wiki/Traum#Wachtraum Tagträume]] steht passt von der Definition überhaupt nicht. Es sind [[http://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum Klarträume]]. Nennt sich auch luzider Traum. Bin ich auch jetzt erst drauf gestoßen. Hier im Forum gibt es einen [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/162227/1/ Faden]] dazu den ich aber noch nicht gelesen habe.

@sEns

Schlüpfe in Rollen von Fantasiefiguren, erstelle eine Geschichte, und wiederhole sie Tag für Tag.

Natürlich entwickle ich eine Geschichte weiter aber auch bei mir ist das so das ich dann Schlüsselszenen ständig wiederhole. Unter anderem weil ich sie sofort mit einer Emotion verbinden kann. Ich erinnere mich an diese Szenen wie wie ich mich auch an mein richtiges Leben erinnere. Kann Beides trennen und unterscheiden. Manchmal habe ich das Gefühl das ich die Schlüsselszenen so auswähle das sie meine aktuellen Gemütslage ins Gegenteil verkehren oder sie kompensieren. Also sowohl eine Sehnsucht nach Gefühlen die ich in dem Moment nicht habe befriedigen als auch nach Gefühlen die mir über meine momentante Situation im Leben hinweghelfen.

Die Aufmerksamkeit, die mir dort geboten wird, lässt mich gerne träumen.

Auch bevor ich mich in meine Tagträume eingebracht habe war es schon so das die Figuren teilweise meine Charakterzüge aufwiesen. Und ich glaube meine Lebenssituation floss auch schon ein denn ich war auch in meinen Träumen Außenseiter. Jemand der sein Leben als solcher aber selbstbestimmt lebt. Aufmerksamkeit wird mir da trotzdem geboten. Da ich aber ein Außenseiter bin muss ich nicht innerhalb der Gesellschaft funktionieren. Entscheide was ich an mich heranlasse und was nicht. Das ich der "Held" aus Literatur, Film und Fernsehen war hat im Laufe der Jahre stark abgenommen.

Da eine grosse Leidenschaft von mir der Computer ist, sitze ich sehr gerne daran.

Siehe meinen [[http://www.med1.de/Forum/Sucht/186628/1/ Faden]].

Ich habe auch das Gefühl der Tag bräuchte 48 Stunden. Alles was ich tun muss und noch mehr das was ich tun will schreit nach Aufmerksamkeit. Wenn ich das eine tue bin ich in Gedanken bei etwas anderem was ich noch tun muss oder will. Habe fast nie die Ruhe mich auf eine Sache zu konzentrieren. Hat auch damit zu tun das ich hier im Haus fast ständig verfügbar sein muss. Allein schon der Gedanke gleich gestört werden zu können hindert mich daran bei dem was ich tue in eine Art Fluss zu kommen. Ich mache mir hier so eine Art Tagesplan. Ich schreibe schon keine Uhrzeiten dabei sondern achte nur drauf das ich das was ich will auch erledige.

Das Fitness stärkt mein Selbstvertrauten und ändert auch mein Körper sehr zum Positiven.

Ich habe richtig abgenommen seit ich so viel Fahrad fahre. Bin auch körperlich fit geworden. Aber gesund fühle ich mich nicht. Weder körperlich noch seelisch.

Das Schlimme daran ist, dass ich bei jedem Punkt jemanden verletze oder entäusche.

Vor allem sich selbst. Weil es einem selbst weh tut jemanden zu verletzen oder zu entäuschen.

Die Lösung wäre, von etwas Abschied zu nehmen. Doch das kann ich nicht, will ich nicht.

Ich habe seit dem Sommer mehrere Sachen beinahe auf Null zurückgeschraubt. Filme, Bücher, Computerspiele, etc. und schaffe es immer noch nicht. Ich bin in einer Phase wo ich viel über mich nachdenke. Einen Weg suche.

Hast Du schon einen Plan wie es für Dich weitergeht? Hast Du aus dem Buch irgendwelche Konsequenzen gezogen? Bei mir ist es mit dem Träumen ja so wie ich oben schon beschrieben habe. Ich hinke ihnen hinterher.

@Romulier

Theoretisch ja aber die Tatsache das diese Beziehungen wieder zu Bruch gingen und ich mich nie wirklich ausleben konnte wie ich es wollte, wurde das gestärkte Selbstvertrauen schnell wieder zerstört.

Meinst Du mit ausleben das Du Dich nie wirklich öffnen konntest? Könnte das vielleicht sogar ein Grund dafür gewesen sein das die Beziehungen zu Bruch gegangen sind?

Was mich zu dem Problem führt das ich nie wirklich über eine Beziehung weg komme.

Ich hatte noch nie eine :°(

Wenn ich höre das meine Ex einen Neuen hat, wird mein Körper schwach und meine Gedanken, die vor Minuten noch positiv (schöne Tagträume) waren, drehen sich komplett zum Negativen (schlechte Tagträume).

Das heist Du kompensierst gar nicht so wie ich es tue. Wenn ich zur Schulzeit gemobbt wurde und den Tränen nahe war hatte ich Wutträume. Eine kurze Schleife die sich ständig wiederholt hat. Habe meine Wut, die ich auch körperlich gespürt habe, befriedigt. Und wenn es mir gut ging hatte ich Träume die endeten traurig. Und wenn ich in der Geschichte den traurigsten Punkt erreicht hatte habe ich diesen Punkt auch in einer Schleife ständig wiederholt bis auch ich selber so traurig war wie im Traum.

Ich komm einfach nicht vom Fleck weil mich meine eigene Vergangenheit festhält.

Träumst Du in der Vergangenheit weil sie Dich festhält?

Nur das die meisten meiner Tagträume wirklich aus meiner Vergangenheit sind.

Oder lässt Dich Deine Vergangenheit nicht los weil Du immer in ihr träumst?

Das ich das Damals wieder und wieder durchlebe und so verändere wie es mir passt.

Das mache ich ja nur bei diesen kurfristigen Kompensationsträumen.

Hat eigentlich eine Deiner Ex-Freundinnen von Deinen Tagträumen gewusst? Und von POS/ADS? Was das träumen betrifft könnte ich glaube ich gar nicht drüber sprechen. Vor allem nicht über den Inhalt der Träume da sie ja bewusst gewählt sind und viel mehr über einen aussagen als ein normaler Traum oder Alptraum.

Bis bald,

D7r0ausi


Danke Che im Voraus @:)

Bis bald,

Dzrausxi


Wie kontrolliert sind die Träume wirklich?

Manchmal frage ich mich ob ich nicht doch auch unterbewusst weiterträume. Das passiert besonders wenn ich extrem unruhig bin und die Gedanken und Träume rasen. Dann frage ich mich manchmal währenddessen "Was träumst Du Dir da eigentlich zusammen?". Auch wenn man besonders entspannt ist wie vor dem Schlafengehen ist das manchmal so. Kann das auch nicht besser beschreiben. Die Traumwelt gehorcht einen dann nicht mehr vollkommen. Schon merkwürdig :-/

Bis bald,

s-EnSxiV3


*seufz*

Heute hatte ich wieder eine extreme Sucht nach diesen Tagträumen...

Jeden Morgen seh ich dieses Mädchen in der Strassenbahn... immer diese Blickkontakte... oder bilde ich mir das alles nur ein ? Ein Zufall, dass sich unsere Blicke ab und zu treffen?

Dann kommt unsere Station, wir steigen aus. Hoffe, dass sie morgen wieder zur gleichen Zeit da ist. Höre Musik und versinke in den Träumen bis ich bei der Schule angelangt bin.

Jetzt ist Wochende. Ich bin nicht glücklich. Ich weiss, erst am Montag sehe ich sie evtl. wieder. Doch das dauert. Bin lustlos und faul. Möchte weinen, suche einen Grund, es heraus zu lassen. Ein trauriges Lied, eine traurige Szene, die mir den Rest gibt. Den Rest, damit ich die Hürde überspringen kann und endlich meinen Frust wegweinen kann.

Doch ich kanns nicht. Das "S******gefühl ist immernoch da. Will raus, kann aber nicht.

Ich will den Montag... gott, sie ist so wunderschön

Habe schon Angst, es hier niederzuschreiben, Menschen die diese Situation nicht kennen, werden mich für verrückt halten... andererseits kanns mir auch egal sein.

Meine Mutter ist soeben von der Arbeit gekommen, werde wieder meine Gefühle unterdrücken... bis ich wieder alleine bin.

Habe Hunger, werde was essen...

Dvrauxsi


Hallo sEns,

du glaubst gar nicht wie schwer es sein kann nach über 20 Jahren des Unterdrückens wieder Gefühle zuzulassen. Auch ich bin so sensibel das mir bei Filmen, Dokumentationen oder sogar Beiträgen hier im Forum die Tränen kommen. Richtig geweint habe ich erst...Wann. Der letzte Monat kommt mir so vor wie ein Jahr. Auf jeden Fall war es unter der Dusche. Vor verzweiflung. Habe meine schlimmsten Erlebnisse in PN's geschrieben und dabei nochmal durchlebt. Danach war ich total leer. Dann noch einmal im Bett. 2 mal in 20 Jahren. Trainiere Dir das blos nicht an. Du kannst nicht nur ein Gefühl unterdrücken. Nur alle. Und ohne Gefühle bist Du kein Mensch. So beachtet Dich auch Niemand. Lebe die echten Gefühle aus. Nicht die Tagträume. Schreibe sie nieder. Vielleicht weinst Du dann beim Schreiben. So ist mir es ergangen :°(

Und wenn Du Musik auf Deinen Ohren und Deine Tagträume vor dem inneren Auge hast wird Dich das Mädchen bestimmt nicht bemerken. Sie sieht nur Die Hülle und nicht Dich. Du hast keine Phobie. Sorge bewusst dafür das sich eure Blicke treffen. Ich kann sowas nicht :°(

Mpinzjchexn


Tagträume

Ach schööön endlich mal so ein Forum zu finden!

Ich habe auch ein Tagtraum-Problem und wollte gern mal mit "Gleichgesinnten" oder wenigstens ähnlich Gesinnten darüber schreiben. Bei mir ist es auch etwas anderes als das, was man allgemein als "Tagtraum" bezeichnet. Ein Tagtraum ist bei mir, wenn man einfach dasitzt und einem irgendwelche Gedanken kommen, wenn man halt so vor sich hinträumt, in der Schule zum Beispiel.

Aber das ist es bei mir nicht. Ich träume bewusst und sehr intensiv, "spiele" Situationen richtig durch, bewege mich dabei im Raum, denke mir Menschen in die reale Umgebung hinein oder denke mir auch die Umgebung anders. Bei mir ist es auch so, dass sich bestimmte Dinge immer wiederholen, dass es eine Hand voll Träume sind, die immer wiederkommen, immer ein wenig anders "gespielt" werden. Ich bin in meinem Traum ich, aber ich "spreche" mit meinen erdachten Figuren und antworte logischerweise auch für sie, und wenn ich für sie antworte, bin ich kurzzeitig in ihrer Rolle. In meiner Traumwelt bin ich für mich ideal, ich traue mir mehr als in der Realität, sage immer was ich denke, bin vom Charakter her nicht dieselbe.

Die Tagträume sind für mich wie ein Ventil. Ich kann damit alles, was auf der Gefühlsebene stattfindet, verarbeiten, sei es Erinnerungen, Vorstellungen, Wünsche, Eindrücke oder was auch immer. Ich versetze mich so sehr hinein, dass ich minutenlang hochphilosophische Gespräche mit meinen Figuren führen kann oder auch real anfange zu weinen oder zu lachen, je nachdem was ich "spiele".

Manchmal suche ich diese Tagträume bewusst, weil ich einfach Zerstreuung brauche, weil ich mich irgendwie abreagieren muss. Manchmal, nach einem intensiven Eindruck (z.B. eine besonders erfreuliche oder besonders schlechte Nachricht) bekomme ich so ein intensives Gefühl, dass ich gar nicht anders kann als mich in die Traumwelt zu begeben. Es ist als wäre ich auf Entzug und die Traumwelt wäre meine Droge. Manchmal ist es aber auch so, dass ich ganz unbemerkt hineindrifte, z.B. während ich in der Küche etwas koche oder mit dem Rad durch die Gegend fahre. Wieder ist es so, dass es sich nicht nur still und leise als Gedanken in meinem Kopf abspielt, sondern ich die Fantasiewelt in meine reale Welt hineinprojiziere und es mir so vorstelle, als ob es real wäre.

Ich habe übers Internet schon versucht, Kontakt zu irgendwelchen Pädagogen, Psychologen, Psychotherapeuten aufzunehmen, aber irgendwie scheint niemand etwas über dieses Phänomen so richtig zu kennen. Jedenfalls hatte ich meistens das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Es hieß immer nur: Tagträume sind normal, freu dich doch, dass du viel Fantasie hast. - Ja, mag ja sein. Gut, juhuu, ich freue mich. Nur das Problem ist: Ich kann die Träume schlecht kontrollieren. Ich träume auch dann, wenn es eigentlich total ungünstig für mich ist, z.B. wenn ich viel eher für eine Klausur lernen oder an einer Hausarbeit schreiben müsste. Wahrscheinlich baue ich damit irgendwie den Lernstress ab - manchmal habe ich aber eher das Gefühl, dass ich dadurch die Dinge nur hinausschiebe und versuche, sie so lang wie möglich hinauszuzögern. Das ist dann ja schon ne Art Realitätsflucht. Lieber träumen, statt der Arbeit ins Auge zu sehen.

Allgemein bin ich auch extrem unorganisiert, unkonzentriert, habe keinerlei Struktur in meinem Alltag, nichts, was ich wirklich jeden Tag zur selben Zeit tue, keinerelei Rituale, gar nix, bin meistens unpünktlich, vergesslich, zerstreut. Jeden Handgriff muss ich mir ganz bewusst sagen. Okay, jetzt aufstehen. Okay, jetzt Frühstück essen. Es gab Tage, an denen habe ich sogar vergessen etwas zu trinken - das ist mir dann abends um 7 eingefallen.

Ich habe auch schon überlegt, ob das etwas mit ADS zu tun haben könnte. Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Das können ja auch Erwachsene haben. Vielleicht haben solche Tagträume ja etwas mit Reizüberflutung und Konzentrationsschwäche zu tun, wie es bei ADS der Fall ist? Wie ist das bei euch? Seid ihr sonst allgemein ausgeglichen oder auch eher chaotisch-durcheinander?

Lieben Gruß,

Minzchen

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