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Paroxetin, ein Erfahrungsbericht mit umhauenden Wirkungen

JCöprg BFx. hat die Diskussion gestartet


Hallo, liebe Leidensgenossen!

Ich leide seit Jahren an sozialer Phobie, einhergehend mit einer endogenen Depression. Vor einigen Wochen begab ich mich wieder in Behandlung, bei einem Facharzt für Psychotherapie. Vor drei Wochen verschrieb er mir Paroxetin (neuraxpharm, 20 mg). Ich nahm jeden Tag eine Tablette und bemerkte allmählich eine leichte Besserung.

Und am Montagmorgen gegen 4h30 kam dann der Hammer. Als ich um diese Zeit für kleine Jungs mußte und gerade fertig war, verspürte ich eine leichte Übelkeit. Und ehe ich das richtig registrieren konnte, fand ich mich, ich weiß nicht nach wievielen Minuten, auf dem Boden liegend und einer schmerzhaften Prellung am Steißbein und in der Gesäßgegend wieder. Als ich aufstehen und zurück ins Schlafzimmer wollte wurde mir sehr schwindelig. Ich weiß zwar nicht, wie ich dahin gekommen bin, aber als nächstes fand ich mich wieder vor dem Badezimmer liegend, auf dem Boden des Flurs wieder mit einer Wunde am Kopf. Mir wurde derart schwindlig, wenn ich aufstehen wollte, daß ich nur noch kriechend wieder in mein Bett fand und dort, wegen meiner Verletzungen, nicht mehr schlafen konnte.

Gegen 7h00 versuchte ich aufzustehen. Kaum auf den Beinen, wurde mir wieder schwindlig. Es dauerte eine halbe Stunde, bis ich einigermaßen stabil den Weg vom Bett in die Küche fand und mir Frühstück zubereiten konnte. Ich ließ mich später zu meinem Psychotherapeuten, der auch gleichzeitig Allgemeinmedinziner ist, fahren. EKG und Blutdruck normal, aber das Paroxetin wurde abgesetzt.

Nach dieser Erfahrung bin ich zu dem Ergebnis gelangt: So schlimm soziale Phobie und Depressionen auch sein können. Aber ein solches DRECKSZEUG wie dieses Paroxetin oder auch andere SSRI werde ich nie wieder nehmen.

An Absetzerscheinungen bemerke ich derzeit: Benommenheit, leichte Schwindelgefühle und Schwierigkeiten, diesen Beitrag flüssig oder fehlerfrei zu schreiben.

ÜBRIGENS: Ich hab vorhin eine interessante Website gefunden, die mein Urteil über dieses Dreckszeug stützt und ihr euch doch mal ansehen solltet. Hier geht es um Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen von Paroxetin und anderen SSRI.

Zitat hieraus: "Paroxetin steht an erster Stelle der Tabelle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Entzugs- und Abhängigkeitsmeldungen. An zweiter Stelle steht Efexor - ein weiterer SSRI. Im Vergleich dazu stehen die Benzodiazepine Ativan und Valium an 11. und 13. Stelle."

Viele Grüße

Jörg

Antworten
oOuts)idexx


Mich - und bestimmt auch andere hier ??? - würde es interessieren, wie du dich an das "Zeugs" gewöhnt hast?

Du findest hier im Forum auch einige Beiträge über Paroxetin. Meist geht es um Absetzerscheinungen, die bei allen AD vorhanden sind. Und diese Absetzerscheinungen sind nun mal krass.

Aber ich will dir mal was sagen: dieses "Zeugs" (wie du es nennst) hat mich, und auch andere, vor dem Mord an sich selbst bewahrt. Ich weiß zwar nicht, ob ich dieser Tatsache etwas gutes abgewinnen kan, aber meine Angehörige glaube ich schon.

Außerdem spricht jeder Mensch unterschiedlich auf verschiedene Medikamente an. Ich vertrage z. B. kein Cortison, obwohl das ersten in einer Abwandlung selber vom Körper produziert wird und zweitens sehr wichtig bei bestimmten Verletzungen und Operationen ist! Hab ich über Cortison geschimpft?! >>> NEIN! ... denn für andere ist es ein sehr hilfreiches Medikament für bestimmte Krankheiten und anderen hilft es nach Operationen und Verletzungen!

Du kannst DEINE Erfahrung nicht so verallgemeinern.

J=örgx F.


Hallo Outsidex!

Wie ich mich an das ZEUGS gewöhnt hab? Eigentlich ganz gut! Bis zu meinem Kreislaufkollaps am Montagmorgen bemerkte ich eine sich allmählich einstellende Stimmungsaufhellung und etwas mehr Mut und Selbstbewußtsein gegenüber meinen Mitmenschen.

Aber was am besagtem Morgen hätte passieren können, möchte ich mir gar nicht weiter vorstellen. Ich hätte mich viel schwerer verletzen, mir am Waschbecken, an der Dusche oder am Heizkörper den Schädel einschlagen oder das Genick brechen oder an meiner Wohnungstür durch die Glasscheibe fallen können!

Ich möchte ja nicht abstreiten, daß Paroxetin dir und vielen anderen ein sehr hilfreiches Medikament ist. Es sind aber auch bei vielen Menschen Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen zu beobachten, die nicht zu unterschätzen sind. Siehe häufig beobachtete Nebenwirkungen lt. Packungsbeilage (1 von 100 Behandelten!). Da die Pharmaindustrie ohnehin dazu neigt, die Nebenwirkungen ihrer Medikamente eher herunterzuspielen und in der Packungsbeilage nicht aufgeführte erst einmal zu dementieren (denn für die ist Profit wichtiger als die Verantwortung gegenüber seinen Menschen), würde ich die auf der von mir angegebenen Website genannten Fälle und Beiträge nicht so ohne weiteres abtun.

Liebend gerne hätte ich Paroxetin weiter genommen, wäre es nicht zu besagtem Kreislaufkollaps gekommen. Aber gerade wegen des Vorfalls wurde es abgesetzt. Jetzt hab ich Fluoxetin verschrieben bekommen, werde es aber nicht nehmen. Ich will es nicht darauf ankommen lassen, daß mir etwas mit diesem Zeug passiert.

o>utsidxex


Mit "wie du dich daran gewöhnt hast" meinte ich: mit wieviel mg hast du angefangen und wie lange hast du die jeweilige Menge genommen, bevor du erhöht hast?

Wenn du Paroxetin nicht verträgst, kannst du nicht gleich auch Fluoxetin verurteilen. Du kannst dich ja vielleicht vom Gegenteil überzeugen... vielleicht (wenn du dich langsam daran gewöhnst) hast du nicht solche krassen Nebenwirkungen und es hilft deiner Psyche. ??? :-/ Alles Gute für dich.

J[örg F).


Wie ich oben schon geschrieben hab, nahm ich täglich morgens eine Tablette (20 mg), drei Wochen lang und ohne Erhöhung der Dosierung. Auch hatte ich mich an die Empfehlung der Packungsbeilage gehalten, keinen Alkohol zu trinken. Andere Medikamente hab ich auch nicht genommen und nehme ich auch nicht. Also Wechselwirkungen auch ausgeschlossen.

Zur Unterstützung des Fettstoffwechsels aufgrund meiner sportlichen Aktivitäten hab ich kürzlich begonnen, L-Carnitin einzunehmen, ein Nahrungsergänzungsmittel, daß auch konzentriert in Rindfleisch oder Wild vorkommt. Auf eine mögliche Wechselwirkung mit Paroxetin angesprochen, sagte mir mein Arzt, daß es keinen wissenschaftlich fundierten Beweis gäbe, daß L-Carnitin auf den Stoffwechsel einen belegbaren Einfluß hat und zur sportlichen Unterstützung somit ohne Belang sei. Eine mögliche Wechselwirkung wäre somit ausgeschlossen.

Das Medikament Fluoxetin, das mir mein Arzt jetzt verschrieben hat, ist ebenfalls mit 20 mg je Tablette dosiert. Er empfahl mir, vorerst nur eine halbe Tablette täglich einzunehmen, bezweifelte aber gleichzeitig, ob diese Dosierung was bringen würde, da sie seines Erachtens zu niedrig sei. Ich würde das Medikament schon gerne einnehmen, hab aber große Bedenken. Zumal mein Arzt jetzt für zwei Wochen in Urlaub geht und ich während dieser Zeit keinen Ansprechpartner hab, wenn wieder etwas sein sollte.

???

Alles Gute auch für dich!

LzupoL04x9


Hallo Jörg,

das war schon eine ziemlich krasses Erlebnis und ich kann verstehen, dass Du es jetzt als "Dreckszeug" am liebsten in die Tonne werfen willst. Auch ich habe beide Seiten dieses Medikaments kennengelernt, einerseits als Segen, andererseits als Dreckszeug.

Die Entscheidung, ob Du AD nehmen willst/sollst/musst, kann Dir trotzdem keiner abnehmen.

Naja und ein Wechsel zu Fluoxetin..., das ist aus der gleichen Medikamentengruppe (SSRI) mit der gleichen Wirkweise.

Grüsse

Lupo

o6utsipdex


Kann sein, dass ich mich falsch ausgedrückt habe. Ich meinte: wie du dich an die Medi "gewöhnt" hast.

Für Fluoxetin hat dir dein Arzt "empfohlen" vorerst nur eine halbe zu nehmen. Hat er dir auch gesagt, dass man sich langsam daran gewöhnen MUSS! Und mit 5mg anfängt (wenn nicht noch weniger) und diese 5mg dann über einige Tage nimmt, dann auf 10mg dosiert und auch einige Tage diese Dosierung lässt... und so weiter...! Das konnte ich aus deinen Berichten nicht herauslesen... aber du kannst mich ja eines Besseren belehren. ;-)

Jaörg< xF.


Hallo Lupo!

Letztendlich muß jeder die Vor- und Nachteile von AD für sich selber abwägen und entscheiden, ob er eine psychotherapeutische Behandlung damit unterstützen will oder nicht.

Aber du schreibst, du hast beide Seiten dieses Medikaments schon erlebt. Welche positiven bzw. negativen Erfahrungen hast du denn damit gemacht?

*:) Viele Grüße

Jörg

J,örg 2Fx.


Hallo Outsidex!

Irgendwie scheint es in punkto "Gewöhnung an das Medikament" Mißverständnisse zu geben. :-/ Aber ich will nochmal versuchen, dir eine eindeutige Antwort zu geben.

Also: Paroxetin hab ich gemäß ärztlicher Verordnung vom ersten Tag an (vor gut drei Wochen) 1mal täglich eingenommen, d. h. nur eine Tablette am Tag (eine Tablette enthält 20 mg Paroxetin), nicht weniger und auch nicht mehr - die volle Dosis einer Tablette also, gleich von Anfang an. Diese Dosierung wurde bis zum Tag meines Zusammenbruchs weder verringert und noch erhöht. Insgesamt nahm ich bis zu besagtem Tag 20 Tabletten, also über einen Zeitraum von fast drei Wochen täglich eine Tablette (20 mg).

Fluoxetin, das mir mein Arzt jetzt verschrieben hat, ist ebenfalls mit 20 mg (Fluoxetin) je Tablette dosiert. Anfangs soll ich aber vorsichtshalber nur eine halbe Tablette (10 mg entsprechend) einnehmen, wobei mein Arzt aber Zweifel hegte, ob diese Dosierung ausreichen würde, um seine gewünschte Wirkung zu entfalten. Ihm wäre eine sofortige Dosierung von 20 mg (also einer ganzen Tablette) täglich - gleich von Anfang an - lieber gewesen, will aber nichtsdestotrotz auf Nummer sicher gehen. Über welchen Zeitraum ich eine halbe Tablette Fluoxetin täglich nehmen soll bis die Dosis auf 20 mg (und somit auf 1 Tablette) erhöht wird, hat er nicht gesagt. Ich vermute mal bis zum nächsten Termin in der 2. Novemberwoche.

Auch hat er nichts davon gesagt, daß man sich langsam an das Medikament gewöhnen muß - weder bei der Gabe von Paroxetin, noch jetzt bei Fluoxetin.

Bis jetzt hab ich noch nicht damit begonnen, Fluoxetin einzunehmen und werde es, zumindest vorerst, auch nicht tun. Zumal ich derzeit Ibuprofen gegen meine Schmerzen am verlängerten Rücken einnehme. Ich will es nicht auf mögliche Wechselwirkungen ankommen lassen, wenngleich lt. Packungsbeilage von Fluoxetin keine Wechselwirkungen mit Ibuprofen beschrieben sind.

Bildlich gesprochen starre ich Fluoxetin derzeit an, wie das Kanninchen die Schlange.

;-) *:)

ozuts0idex


Hi Jörg,

also ich hatte mit der gemeinsamen Einnahme von AD + Ibuprofen (Gleitwirbel :-() noch nie Probleme.

Sofern du dich dazu entscheidest Fluoxetin zu nehmen, würde ich dir dringend anraten, dich sehr sehr langsam an das Medikament zu gewöhnten. Auch wenn dein Arzt anderer Ansicht ist (was ich übrigens in keinster Weise verstehen kann). Durch eine stetig gesteigerte Dosierung gewöhnst du deinen Körper ein wenig besser an das Medi und ich denke, dass dadurch die Nebenwirkungen wesentlich geringer ausfallen werden.

Vielleicht probierst du es sogar zuerst mit 2,5mg für 5 Tage, dann 5mg für 5 Tage, dann 10mg für 5 Tage, dann 15mg für 5 Tage und dann bist du bei 20mg. Und wenn du und/oder dein Arzt noch mehr mg hinzufügen würden, würde ich die Dosissteigerung auch auf die o. g. Weise durchführen. Vielleicht lässt du dir sogar noch mehr Zeit (7 Tage), aber das müsstest du dann selbst entscheiden.

Du fragst dich sicherlich "wie soll ich 2,5mg abbrechen?! Da krieg ich ja nur Brösel!". ;-D Ja, hab ich mir auch gedacht. Es gibt Tablettenteiler (oder wie man die nennt). 10mg kannst du ja leicht aus einer 20mg-Tablette machen. Und dann schiebst du die halbe 20er in den Tablettenteiler und schwups hast du 2,5mg (so pi mal daumen ;-)). Was mir allerdings noch aufgefallen ist: bei manchen Herstellern kriegt man noch nicht mal die 20mg-Tablette geteilt. >:( Die sind sooooo hart... ich habe ne Hersteller betapharm. Da krieg ich es ganz gut hin. Zumindest tun mir danach nicht gleich die Finge weh. :-|

J{ör=gV F.


Hallo Outsidex!

Vielleicht wäre die schrittweise Heranführung (Gewöhnung), wie du sie beschreibst, bezüglich der Einnahme von Paroxetin besser gewesen. Zumal ich zuvor noch nie irgendein AD eingenommen habe. Zugegebenermaßen hab ich mich bisher auch immer geweigert.

Paroxetin hilft lt. Packungsbeilage nicht nur bei Depressionen, sondern auch bei sozialer Phobie (SP), worunter ich in erster Linie leide. Bei Fluoxetin hingegen ist diese Indikation nicht aufgeführt. Deshalb bin ich mir auch nicht sicher, ob Fluoxetin bei SP genauso hilfreich sein kann. Generell werden SSRI bei SP immer häufiger eingesetzt. Aber welche Wirkstoffe hierfür am geeignetsten zu sein scheinen, das muß ich noch durch Eigenrecherche herausfinden.

Nicht zuletzt werde ich auch bezüglich meines Arztes immer skeptischer, da er die Behandlung, nach meinem Gefühl zu urteilen, ziemlich grobschlächtig angeht. :(v Würde gern wechseln, hab aber vor einer Woche über ihn eine stationäre Reha beantragt und weiß nicht, ob ich ihn während des Antragsverfahrens so einfach in den Wind schießen kann. Und jemand kompetenteren zu finden gleicht der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. ???

Wie dem auch sei. Wenn ich mit der medikamentösen Behandlung wieder von vorn beginnen sollte, werde ich es wohl ebenfalls gemäß dem Brösel-Prinzip vorgehen. :)^

oNuDtsiKdxex


Du leidest zwar in erster Linie unter sozialer Phobie, aber ich finde die Seite [[http://www.kompetenznetz-depression.de/]] trotzdem auch für dich empfehlenswert. Dort findest du nämlich unter der Rubrik "Für Betroffene" in "Depressionen behandeln" auch Informationen über Antidepressiva.

Auch in [[http://www.psychiatriegespraech.de/]] kannst du dir unter der Rubrik "Medikamente" viele Informationen holen. Was für dich auch interessant sein dürfte ist in Teil I "Behandlungseinstieg und Verlauf".

Was für ein Arzt ist denn dein Arzt genau? Wie lange bist du denn schon bei ihm?

Bezüglich deiner Zweifel über seine Kompetenz würde ich dir zwei Dinge raten:

- Er setzt sich für eine stationäre Behandlung für dich sehr ein. Zumindest in dieser Zeit solltest du ihn nicht vor den Kopf stoßen.

- Falls es mit der stationären Behandlung nicht klappen sollte, solltest du ihm deine Zweifel sagen. Wenn du das nicht traust, könntest du ihm ja sagen dass du mit ihm nicht so zurecht kommst. Er wird dir vielleicht eine weitere "Nadel im Häuhaufen" empfehlen. ;-)

Die Bröseltechnik ist echt besser! Du musst vielleicht öfter saugen ;-) aber für den Körper ist es besser. :)^

J2örg? F.


Mein Arzt ist Allgemeinmediziner und Facharzt für Psychotherapie. Ende August hatte ich ihn, nachdem ich die Gelben Seiten geschaut hab, zum ersten Mal konsultiert. Die Idee, eine stationäre Reha zu beantragen kam allerdings von mir. Von dieser Idee war er wenig begeistert und er machte mir von Anfang an wenig Hoffnung auf Erfolg. Aber er machte, wenn auch eher widerwillig mit.

Ich sagte ihm schon beim ersten Termin, daß ich wegen sozialer Phobie käme, er bezweifelte das und ließ mich einen Fragebogen ausfüllen. Dieser legte er mir vor, nachdem er erst mal ne Zeit lang unter seinen Papierbergen nach diesem Ding suchte. Nachdem ich alles beantwortet hatte, verglicher meine Antworten mit denen auf seinen Antwortschablonen. Allerdings konnte er die Schablone für die letzte Seite des Fragebogens nicht finden. Dann sagte er mir, daß ich unter einer endogenen Major-Depression leiden würde, daß diese vorrangig bei mir wäre und gleicharitge Sympthome wie SP hätte. Ich bestritt das, weil ich nich lange genug kenne, um zu wissen, daß Ängste und Mißerfolge bei sozialen Kontakten mich in depressive Phasen stürzen können, ich mich aber nicht aufgrund einer Depression vor meinen Mitmenschen verstecke. Mittlerweile ist er auf meine Linie umgeschwenkt. Die SP steht jetzt im Vordergrund und die Depression ist nur Begleiterscheinung. Welch ein Sinneswandel und eine Überraschung für mich! Eine solch sprunghafte Meinungsänderung macht mich doch skeptisch.

Desweiteren hat er mit mir während eines Behandlungstermins eine Assoziierung durchgeführt. D. h. ich legte mich hin, schloß die Augen, er nannte ganz allgemein einige Punkte aus der Vergangenheit (Schulzeit, Elternhaus u. ä.) und ich sollte sagen, was und wie es damals gelaufen ist. Dauerte ungefähr ne halbe Stunde. Das genügte ihm schon, um zu sagen, worauf sich die SP bei mir begründet.

Ne ne ne! Ich brauch ne zweite Meinung, vor allem in Bezug auf meine weitere Behandlung.

Vielen Dank für Links, die du genannt hast. Werde gleich mal reinschaufen.

o}u tsindex


Naja... das hört sich ja wirklich nicht so kompetent an. Ich würde dir raten einen Psychotherapeuten/Psychologen aufzusuchen, der nicht gleichzeitig Allgemeinmediziner ist. Meiner Meinung nach haben sich dann Allgemeinmediziner "nur" in diese Richtung weitergebildet. Das soll keine Abwertung gegen den Arzt sein, aber ich denke seine Kollegen die sich ausschließlich auf die Psyche spezialisiert haben, können einem Patienten eher weiter helfen. Am besten ist es natürlich, wenn der P.-Therapeut auch noch den Zusatz Dr. hat, denn dann darf er auch Medikamente verschreiben. Andernfalls müsstest du deswegen extra zu einem Neurologen (glaube ich).

Ich habe den Tipp für meinen Therapeuten von der Mutter einer guten Freundin meiner Mutter bekommen. %-| Ganz schön konfus. Meine mom war und ist nicht besonders begeistert davon, dass ich zu einem Psychologen gehe. Aber mittlerweile nimmt sie es hin. *puuh*

Vielleicht hörst du dich einfach mal um oder textest mal ins med1-Forum rein. ??? Bis bald!

JMörg3 F.


Ein Psychotherapeut darf nur dann Medikamente verschreiben, wenn er ein medizinischer Psychotherapeut/Psychologe, also Arzt ist. Der Doktortitel hat nichts zu sagen. Den gibt es ja auch auf anderen Wissenschaftsgebieten (Wirtschaft, Physik, Chemie etc.). Ein psychologischer Psychotherapeut hingegen darf nur Therapiesitzungen abhalten, aber nichts verschreiben. Nur in Zusammenarbeit mit einem Mediziner dürfen Medikamente verschrieben werden, wobei der Arzt das Rezept ausstellt. Das ist mein Wissensstand.

Wie dem auch sei. Ich warte zuerst einmal ab, ob mein Reha-Antrag Erfolg hat. Wenn nicht, werde ich zu einem psychologischen Psychotherapeuten gehen. Den Reha-Antrag hab ich deshalb gestellt, weil ich seit über drei Jahren arbeitslos bin. Wegen meiner SP hab ich bisher jedes Vorstellungsgespräch versaut, will aber so schnell wie möglich wieder Arbeit finden. Ich weiß, daß bei einer stationären Reha meine Probleme nicht innerhalb von ein paar Wochen verschwinden werden. Sie kann mir aber sicherlich etwas Auftrieb, Mut und Selbstvertrauen bei der Suche nach einer Arbeit geben. Die Wartezeit für eine ambulante Reha ist mir zu lange (mindestens ein halbes Jahr!). Eine ambulante Therapie werde ich trotzdem so oder so in Angriff nehmen: entweder nach einer stationären Reha, um mögliche erste Therpieerfolge zu festigen bzw. auszubauen oder wenn der Reha-Antrag abgelehnt wird. Warten wir mal ab und schau'n wa mal! :)D

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