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Soziale Phobie: Wie geht ihr damit um?

d#er-t9yp


mit "den ganzen tag" meinte ich eigentlich "die ganzen ferien". :-(

Pjarna#ssia


an Drausi

Du hast schon recht, dass es keinen Zweck hat zu fliehen, und ich glaub, ich kann hier nur halb mitreden, weil es mir noch nicht so schlecht ging wie Euch, aber es war bei mir kurz davor, dass die Macke klinisch gewesen wäre, wenn da nicht die Rettung mit dem Umzug gekommen wäre.

Ich konnte da auch auf kein Dorffest gehen.....das war mir ekelig ohne Ende....immer die gleichen oberflächlichen scheinheiligen Fragen, hinter meinem Rücken der Tratsch, was ist das denn für eine, die 'freundschaften' ohne jedwede Hilfsbereitschaft.....im Grund überhaupt keine Interesse an mir.....

aber dennoch darf man - glaube ich - festhalten: ihr seid richtige, tiefsinnige Menschen, das les ich ja an euren Beiträgen und es KANN sein, oder vielleicht war es sogar so, dass Euch zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Menschen gefehlt haben, die Euch spüren ließen, dass ihr liebenswerte Menschen seid, die sie wertschätzen.

Nämlich, wenn einem das fehlt, dann kriegt man aus meiner Erfahrung nen Knall. Und - meiner Theorie nach - kann dieses Fehlen an der verdammten Gegend liegen. Und es ist nicht Euer Versagen, wenn Ihr Euch in Umfeldern befindet, die nur selbstbezogene Leute behält.

Es gibt da so eine unmerkliche Differenzierung zwischen den Gegenden, das hat auch was mit Toleranz und Offenheit zu tun. Schönes Beispiel ist die DDR. Alles, was einigermaßen Grips hatte, versuchte, ihr zu entkommen. In meiner gehaßten Gegend war klar, dass alle, die einigermaßen ne eigene Meinung bilden konnten, nach der Berufsausbildung weggingen/-blieben bzw. die, die aus Versehen in der nächsten Großstadt studiert hatten und denen das zu weitläufig war, schnell wieder in den alten engen Rahmen zurückgeflüchtet sind.

Sorry, für meinen Versuch, ich will Euch nicht in meiner Unkenntnis zu nahe treten, ich finds nur absolute Scheiße, dass solche sensiblen, umsichtigen Menschen wie Ihr von diesen Egoisten vertrieben werden. (Es ging mir einfach ansatzweise auch schon so). Auf letztere kann ich sehr gutverzichten, auf Euch aber nicht, deshalb fehlt Ihr mir, weil ich Euch nicht finden kann in Euren Schutzräumen.

Liebe Grüße und seid mir bitte nicht böse.

GHötbtingTer HanJdküsysexr


Narben der Kindheit, sozial phobisches Verhalten

Ich kenne dieses Problem sehr gut. Ich habe mich auf eigenen Wunsch 1,5 Jahre therapieren lassen, aber die Erfolge waren sehr gering.

Als Kind konnte ich gut mit sozialen Situationen umgehen. Das änderte sich später.

In der Kindheit wurde ich durch negative Erfahrungen geprägt. Ich erfuhr viele Ablehnungserfahrungen in der 5.+ und 6. Klasse. Ich konnte die Konflikte nicht verarbeiten. Von allen Seiten wurde ich ausgegrenzt aufgrund meiner Herkunft anfangs und später aufgrund meines Verhaltens ( nachdem es schon phobisch wurde ). 6 Jahre lang wurde ich abgelehnt, ausgelacht, bespöttelt und fast keiner wollte mit mir etwas zu tun haben. Ich erlitt ein schweres Trauma. Bis heute kann ich keine Referate halten, ich empfinde es als sehr belastend Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu werden in Prüfungssituationen oder in Situationen mit vielen Anwesenden. Früher errötete ich sehr stark, heute zittere ich, schwitze und stottere. Obwohl sich diese Symptome zeigen, bin ich in der Lage, kommunikativ zu sein, aufgeschlossen und redefreudig auch mit fremden Menschen. Ich kann völlig fremde Menschen in der Öffentlichkeit ansprechen, mit ihnen Unterhaltungen führen, ich kann mich vorstellen, ich kann lachen und scherzen...problematisch wird es erst in phobischen Situationen. Ich gehe auch gerne auf Konzerte oder ins Kino sowie in Diskos. Ich treffe mich mit wildfremden Chattern, telefoniere mit ihnen usw. Das macht mir nichts aus. Nur ganz bestimmte Situationen lösen bei mir Angst und Unsicherheit aus.

Ich habe eine neue Therapie geplant, in der ich das alte Problem bereinigen will und noch ein neues.

Dcra?us6i


Hallo Parnassia,

ich bin Dir nicht böse. Ich hoffe auch Du empfandest auch meinen Beitrag nicht als böse. Ich habe immer Angst davor missverstanden zu werden. Denke viel nach bevor ich etwas schreibe.

aber dennoch darf man - glaube ich - festhalten: ihr seid richtige, tiefsinnige Menschen, das les ich ja an euren Beiträgen und es KANN sein, oder vielleicht war es sogar so, dass Euch zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Menschen gefehlt haben, die Euch spüren ließen, dass ihr liebenswerte Menschen seid, die sie wertschätzen.

Du könntest bei mir sogar rechthaben. Aber jetzt ist es zu spät. Da hätte ich umziehen müssen als ich 10 war. Da fing das nämlich schon alles an. Jetzt bin ich bald 30 und kann nicht weg wegen meiner Eltern. Und auch wegen meiner ganzen anderen Probleme die alle ineinander verstrickt sind. Es war übrigens wirklich so das niemand das wertschätzte was ich war oder was ich tat. Ist heute eigenlich auch noch so. Das Wort liebenswert kenne ich gar nicht. Geduldet vielleicht. Ich habe grade eben etwas dazu in diesem [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/184896/7 Faden]] geschrieben:

Ich würde gerne so vieles an mir ändern damit ich mich endlich wohlfühle und schaffe es einfach nicht. Vielleicht blocke ich unterbewusst auch deshalb ab weil ich mein Leben so wie es im Moment jetzt ist niemanden zumuten möchte.

Wie sollte ich heute also noch jemand näher kennenlernen wenn ich Angst habe auf Menschen zuzugehen. Und noch viel mehr mich ihnen auch noch zu öffnen.

Sorry, für meinen Versuch, ich will Euch nicht in meiner Unkenntnis zu nahe treten, ich finds nur absolute Scheiße, dass solche sensiblen, umsichtigen Menschen wie Ihr von diesen Egoisten vertrieben werden. (Es ging mir einfach ansatzweise auch schon so). Auf letztere kann ich sehr gutverzichten, auf Euch aber nicht, deshalb fehlt Ihr mir, weil ich Euch nicht finden kann in Euren Schutzräumen.

:°(

Liebe Grüße,

Drrauxsi


Hallo Göttinger Handküsser,

das hat bei Dir ja im selben Alter angefangen wie bei mir. Wie überwindest Du Dich trotzdem so kommunikativ zu sein ???

Bis bald,

Pfarnasxsia


an Drausi und alle

ich bin Dir nicht böse.

.....na ein Glück.....

Ich habe immer Angst davor missverstanden zu werden.

das Gefühl kenne ich auch nur zu gut.....

Ich hoffe auch Du empfandest auch meinen Beitrag nicht als böse.

....natürlich nicht, mir ist nur wichtig, sich selbst auch mal die Erleichterung zu verschaffen, indem man sich klar macht, dass es durchaus an der Umgebung, den fehlenden richtigen Leuten liegt.

Hab den von Dir erwähnten Faden grad gelesen. Dieses Unglück, sich allein zu fühlen kenn ich in gewissen Phasen auch, (es gibt wenigstens einige wenige Leute, wo ich ganz ich selbst sein kann. Sie wohnen weit weg. Und in dieser neuen Umgebung stärken mich schon die Stärken der Stadt, ihre Angebote, ihre Vielfalt.)

Seit ich auf Eure Fäden gestoßen bin, wird mir zum ersten Mal in meinem Leben klar, dass die Menschen, an denen ich am meisten hänge (abgesehen von meinen direkten Verwandten), mit ganzem Herzen und die sofort alles von mir kriegen könnten, 4 Männer mit genau dieser sozialen Phobie sind. Den Begriff hab ich hier grad erst kennengelernt. 4 erfolglose Lieben, obwohl man sich gegenseitig bis ins Mark geschaut hat. Voll sensible, melancholische, zurückgezogene Menschen. Kucken hinter alle Fassaden. Natürlich habe ich kaum Kontakt zu ihnen....Es ist leichter, einen Termin beim Papst oder Elvis Presley zu kriegen. Andere Ex-Lover interessieren mich nicht. Was kommen Euch da für Assoziationen, dass mir da so das Herz brennt und ich aber nicht durchdringe zu ihnen?

an der-typ, hoffe, ich bin nicht zu weit off topic.

dcer-txyp


drausi hat geschrieben, dass er das wort liebenswert garnet kennt, nur geduldet. das is ein gutes stichwort.

ich fühle mich auch immer nur geduldet und eigentlich garnet wert genug, um von anderen gemocht zu werden. das ist traurig zu sagen, is aber so. :°( ich weiß garnet wann ich das letzte mal mit anderen menschen ich selbst war. aber wenigstens ´hab ich das erkannt, ich glaub dann kann man auch dran arbeiten.

ich war eben beim training und musste dazu in die nächstgrößere stadt fahren. ich hab die letzten tage fast nur in meinem zimmer verbracht un dachte mir, dass ich jetz mal zum training fahr, weils auch in einer halle war, die ich noch net kannte. bin dann mitm bus dahin un merkte schon, dass mir das mit den ganzen leuten schwer fällt. musste durch den bahnhof laufen un hab gemerkt dass ich mich am wohlsten fühle, wenn ich die augen auf den boden gerichtet hab. es fällt mir schwer andere anzusehn, aber das hab ich schon sehr lange überspielt. wenn ich mit anderen zusammen bin, hab ich auch nie den drang zu sprechen, ich fühl mich am wohlsten wenn ich still bin. nur gelegentlich will ich was sagen, aber das is sehr selten. ich will auch garnet mit den anderen familienmitgliedern im haus reden, ich empfinde das alles als anstrengend. naja, zurück zum training: ich hab zwar meine typische unsicherheit und angst gehabt, aber ich hatte wieder so dieses gefühl, dass wenn man seine augen öffnet um die welt zu sehen, kann das leben auch wirklich spaß machen. aber ich glaube meine kindheit hat mich gelehrt meine augen vor der welt zu verschliessen und meine aufmerksamkeit nach innen zu richten, deswegen nehm ich oft reale situationen auch nur wie einen traum war und bin hypochonder.

diese unsicherheit, die ich in mir spüre ist gewaltig und ich hab das gefühl es würde ewig dauern diese abzubauen und die zeit hab ich einfach nicht. ich fühl mich geistig weit über meinem alter und emotional weit unter meinem alter, ein schreckliches gefühl. ich kann im moment net ma sagen, ob ich hetero, bi oder schwul bin. :-| ich hab schon viele theorien über mich, meine persönlichkeit und mein krankheitsbild aufgestellt und was das sexuelle angeht denke ich, dass ich erst wirkich erfahren muss, dass ich net schwul bin. das hört sich jetzt komisch an, ich weiß. ;-) jedenfalls sobald ich anfing meine sexualität als kind zu entdecken, gabs für mich nur frauen, ich hab nie nen gedanken an männer verschwendet. ich hab zwar mal mitn paar freunden herum experimentiert, aber das war nix wildes. aber irgendwann kam die unsicherheit un damit auch die angst, dass ich schwul bin. aber mit dem schwulen würde ich einmal mehr für mich bestätigen, dass ich nicht liebenswert bin. ich weiß jetzt, dass hier jeder denkt wenn du schwul bist, bist du trotzdem liebenswert und so, aber ich denke mein unterbewusstes, unsicheres formt ein bild von mir, dass in der gesellschaft so wenig akzeptiert wie möglich ist.

zum glück hab ich morgen einen termin bei meiner therapeutin, dann werd ich das hier alles mal rauslassen. sorry, dass ich in meinen beiträgen nur von mir rede, aber hier hab ich, ausser meiner therapeutin, leider niemanden mit dem ich über diese sachen reden kann. :-(

gruß der-typ

Dgra8uxsi


Hallo Parnassia

Was kommen Euch da für Assoziationen, dass mir da so das Herz brennt und ich aber nicht durchdringe zu ihnen?

Du hast von Schutzräumen geschrieben in denen Du uns nicht finden kannst. Vielleicht ist es so das wir uns darin auch vor uns selber schützen und nicht nur vor Anderen. Es mag wirklich so sein das mein Umfeld mich zu dem gemacht hat was ich jetzt bin. Aber das ich mich daraufhin zurückgezogen habe hat dann eine Kettenreaktion ausgelöst die mich endgültig zum Außenseiter gemacht hat. Ich möchte mich wirklich niemanden zumuten. Nicht mal mir selbst. Ich muss mir erst meiner selbst bewusst sein. Mich so sehen und akzeptieren wie ich bin. Erkennen was ich für mich ändern muss und mein Leben wieder in die Hand nehmen. Das alleine wäre schon ein großer Schritt. Dies dann geschafft zu haben gibt einen dann vielleicht endlich ein Gefühl der Sicherheit und Zufriedenheit. Aber der einzige Unterschied wäre das man sich wohl fühlt in seinen Schutzraum und auch bereit ist ihn zu verlassen. Ich könnte mir vorstellen das ich Angst hätte diese neu gewonnene Sicherheit zu riskieren indem ich jemanden an dieses neue ich heranlasse und meine Schutzraum mit ihm teile.

Liebe Grüße,

PharnUassixa


an Drausi

Wenn ich so von Dir lese, käme ich nie auf die Idee zu vermuten, Du seist nicht zumutbar. Aus Deinen Zeilen schimmern Ehrlichkeit, Verantwortungsbewußtsein gegenüber Deinen Eltern, Einfühlungsvermögen.....das ist mir 100 mal lieber als großartiges Selbstdarstellungsvermögen, das oftmals schwaches Selbstbewußtsein kaschiert.

Natürlich hast Du auch Probleme. Aber auch prima Eigenschaften (z.B. s.o.), die Du Dir noch nicht richtig zu Deinen eigenen Gunsten nutzbar gemacht hast. Das müßte meiner Ansicht nach Deine Arbeit mit in der Therapie erbringen. Ich drück Dir da ganz fest die Daumen, hab Geduld mit Dir. Das kommt irgendwann in Gang, dass Du die Qualen abstreifen kannst. Da gibt es hier im Forum ja auch Vorbilder.

Ich hatte noch die Idee, dass zu viel Schutzraum einen vielleicht auch wieder schutzlos ausliefert, nämlich sich selbst.. ;-)...Kann das sein? Wie viele Leute lenken sich stundenlang mit irgendeinem Mist (TV) ab und sind dabei auf der Flucht vor sich selbst, nehmen es nur nicht so wahr.

Das kann man Dir und Deinen Leidensgenossen ja nun wirklich nicht nachsagen.

Liebe Grüße und ab und zu ein kleines bisschen Vergnügen, beim den Drausi aushalten..... ;-) er ist bestimmt kein schlechter Kerl

P-ar%na]ssia


an der-typ

ich glaub, ich kann Deine Traurigkeit und Mutlosigkeit gut heraushören aus Deinen Zeilen, umso mehr hab ich mich gefreut, dass Du folgendes erlebt hast:

aber ich hatte wieder so dieses gefühl, dass wenn man seine augen öffnet um die welt zu sehen, kann das leben auch wirklich spaß machen.

Ich glaube, das, was ich grad schon an Drausi geschrieben hab, trifft auf Dich genauso zu. Schreibst Du uns, ob Dir das Gespräch bei der Psychologin etwas Licht am Horizont gezeigt hat?

Liebe liebe Grüße

D_rwauxsi


der-typ

ich weiß garnet wann ich das letzte mal mit anderen menschen ich selbst war. aber wenigstens ´hab ich das erkannt, ich glaub dann kann man auch dran arbeiten.

Ich habe eigentlich das Gefühl man müsste erstmal hier-

ich fühle mich auch immer nur geduldet und eigentlich garnet wert genug, um von anderen gemocht zu werden.

-an sich selber arbeiten. Aber das ist sicher bei jedem aufgrund seiner Hintergrundgeschichte unterschiedlich :-/

aber ich glaube meine kindheit hat mich gelehrt meine augen vor der welt zu verschliessen und meine aufmerksamkeit nach innen zu richten, deswegen nehm ich oft reale situationen auch nur wie einen traum war und bin hypochonder.

Mir geht es immer so das ich alles wie von außen wahrnehme und nie Teil dessen bin. Nicht eintauchen kann wie in meine Tagträume. Als Außenseiter nimmt man anders wahr. Man bleibt ja auf allen Ebenen auf sicherer Distanz aus der Angst heraus falsch zu reagieren. Wenn ich unter Menschen bin habe immer das Gefühl ich bin dann nicht ganz ich selbst. Wenn ich in einem Gespräch bin reagiere ich ja und kann nicht so denken wie ich es beim Schreiben eines Beitrages hier im Forum tue.

diese unsicherheit, die ich in mir spüre ist gewaltig und ich hab das gefühl es würde ewig dauern diese abzubauen und die zeit hab ich einfach nicht. ich fühl mich geistig weit über meinem alter und emotional weit unter meinem alter, ein schreckliches gefühl.

Ich glaube immer das man grade Selbstsicherheit von einem Erwachsenen erwartet. Wenn das stimmt dann bin ich noch nicht erwachsen :-/

Bis bald,

D=rausxi


Hallo Parnassia

Ich hatte noch die Idee, dass zu viel Schutzraum einen vielleicht auch wieder schutzlos ausliefert, nämlich sich selbst.. ...Kann das sein?

Das ist bestimmt auch ein Grund warum ich mich für nicht zumutbar halte. Weil ich mir darin ja auch all meiner Ängste und Phobien bewusst bin. Da ich mich selber von außen sehe, sehe ich auch alles Schlechte an mir.

Wie viele Leute lenken sich stundenlang mit irgendeinem Mist (TV) ab und sind dabei auf der Flucht vor sich selbst, nehmen es nur nicht so wahr.

So ging es mir eine Zeit lang. Ich habe auch erkannt das meine Tagträume eine Flucht vor mir selbst sind. Auch wenn ich mir manchmal wünsche die Person die ich in meinen Tagträumen bin zu sein, weis ich nicht ob ich das Potenzial dazu habe mich dahingegend zu entwickeln. Sich entwickeln heist auch sich verändern. Vielleicht ist es auch grade Angst vor dieser Veränderung die mich hemmt. Am Ende des Entwicklungsprozesses nicht mehr ich selber zu sein. Ein anderer Mensch zu sein :-/

Liebe Grüße,

Dtra}u3sxi


Angst vor mir selbst wenn ich nur reagiere.

"Warum hast Du so reagiert" frage ich mich hinterher wenn ich wieder denken kann. Warum kann ich nur klar denken wenn ich alleine bin und niemand mit mir spricht. Warum muss ich mich hinterher nachdem ich reagiert habe immer fragen warum ich so und nicht anders gehandelt habe. Ich schäme mich für das was ich bin wenn ich reagiere. Warum kann ich nicht ich sein wenn ich mit jemanden spreche. Strengt das sprechen geistig so sehr an das man nicht mehr denken kann und nur noch reagiert? Oder sind es die Menschen um mich herum. Wenn ich mich mit Fernsehen ablenke reagiere ich auch nur noch. Wenn ich einen guten Film sehe der mir gefällt dann tauche ich ja gedanklich ein. Wenn ich aber zappe dann betäube ich mich doch nur. Wenn ich in Gegenwart anderer Menschen anfange zu denken will ich nur noch weg. Nicht mehr nur noch reagieren und in Wirklichkeit tue ich es ja doch. Ich reagiere mit Angst und möchte endlich allein sein. Aus der Situation fliehen. Endlich wieder in Sicherheit sein. Ich schäme mich für diesen Teil von mir der nur reagiert. Ich schäme mich für alles an mir. Meine Phobien und Ängste. Mein Aussehen. Meine gesamte Vergangenheit. Warum kann ich nicht ich sein und meine Gedanken und Tagträume leben in denen ich ein besserer Mensch bin. So bin ich wertlos :°(

PMarnaYsslia


Hallo Drausi,

dieses verdammte Traurigsein über das Versagen, mit dem Du Dich ständig konfrontiert fühlst, stell ich mir schrecklich vor und es tut mir leid, dass Du dem (noch ???... !!! ... :-D....) nicht entrinnen kannst. Es hört sich für mich so an, dass Du zu selten eine positive Bestätigung für Deine Äußerungen erhalten hast (auf neudeutsch FEEDBACK), sondern wahrscheinlich zu viele Abwertungen, da kommt kein Mensch mit klar.... :-(... und ich wünsche Dir, dass sich für Dich irgend ein kleiner Kanal auftut, an dessen Ende ein Mensch ist, mit dem Du mal das positive sich bestätigen erleben kannst. Und nachfühlen kannst. Dann wirst Du Dich auch nicht mehr nur reagierend empfinden, nicht blockiert, sondern dann läuft Dein Denkstrom, den wir doch alle so schön verfolgen können mit unseren Augen, wenn wir Deine Beiträge lesen, von ganz alleine.

Liebe Grüße

@:) @:) @:)

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