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Ist meine Freundin "Borderlinerin"?

F#urxious


@DerNaive und Alex

Hallo Ihr beiden :-)

@DerNaive

Dein Beitrag hatte mich tatsächlich etwas verwirrt, aber nun ist es mir verständlich geworden. Es ist mir ganz klar, dass hier im Forum niemand "konkrete" Tips geben kann. (Bitte verstehe mich keiner falsch: ihr habt mir durch Eure Anteilnahme und Eure "allgemeinen" Ratschläge bereits SEHR geholfen!!) Aber wie Du schon sagtest: niemand kennt meine Freundin oder mich. Deshalb ist es auch klar, dass man nicht näher auf unser Problem eingehen kann. Das verlange ich auch nicht!

Tja, was ist nun der eigentliche Grund ihres Verhaltens ??? Ich möchte noch einmal betonen, dass ich nie von Borderline oder sonstigen Krankheiten gesprochen habe! Das ist zwar der Titel dieses Threads, ist aber NICHT meine Meinung über meine Freundin! Das sie irgendein psychisches Problem hat, liegt auf der Hand. Ansonsten würde sie sich definitiv nicht so verhalten. Aber vielleicht ist es "nur" einfach ihr angeknackstes Ego/Selbstvertrauen, oder vielleicht sind diese Wutanfälle und eisige Kälte, die sie bei Diskussionen ausstrahlt auf ihre schwere Kindheit zurückzuführen (sie war nicht geplant und hat das immer wieder zu hören bekommen; wurde von Ihren Eltern nie so geliebt, wie z. B. ich von meinen Eltern)... wer weiß? Das weiß sie vermutlich nichtmal selber.

Ich habe in der letzten Zeit versucht, das Ganze etwas distanzierter zu sehen und cool zu bleiben. Sicher funktioniert es nicht immer, aber ich konnte dadurch einige Streitereien im Keim ersticken. Ob das nun die Lösung für ein ganzes Leben ist, bleibt zu klären. Aber das wird sich zeigen... ich will Dir auf jeden Fall ein großes, dickes, DANKESCHÖN sagen. Du hast mir mit Deinen Tips sehr geholfen!

@Alex

Dir wünsche ich auch noch ein frohes neues Jahr! :-)

Tja, Du hast ja alles gelesen... hatte zum Zeitpunkt meiner letzten Beiträge ein absolutes Tief. Nichts wollte klappen - alles was ich versuchte, ging so richtig daneben. Es stand kurz vor dem Bruch...

Heute sieht es schon wieder besser aus. Wie ich oben schon beschrieben habe, bin ich - so wie Du - etwas cooler geworden. Leider hilft es nicht immer und es gibt wieder Diskussionen und Streitereien wegen Nichtigkeiten. Aber die objektivere Betrachtung macht das Ganze etwas erträglicher. Ich habe gelernt, mich nicht so tief verletzen zu lassen. Ihre aufbrausende Wut prallt besser von mir ab. Das sehe ich als enormen Fortschritt!

Tatsache ist und bleibt: ich liebe sie und komme nicht von ihr los. Alles weitere muss die Zeit mit sich bringen...

Aber ob ich noch so ein Tief wie im Dezember durchhalte? Ich weiß es nicht...

Dir wünsche ich auf jeden Fall viel Glück und Durchhaltevermögen. Ich würde mich freuen, bald wieder von Dir (positives) zu lesen! :-)

Machs gut,

Furious.

A"lfe{x


Das unentdeckte Land

Hallo an Alle,

Ich möchte gerne mal wieder einen neuen Beitrag in dieses Forum setzen...und glaubt mir, ich wäre glücklich, wenn ich keinen Grund dazu hätte und alles in Ordnung wäre. Leider sieht die Realität anders aus. All die schönen und Guten Zeiten, die ich speziell in den letzten Wochen hatten, scheinen vorbei. Das kurzzeitig optimistische Denken, dass jetzt alles auf einem positiven Weg läuft, wurde in einem Schlag zerstört. Ich bin auf dem absoluten Tiefpunkt, und jeder der meine Beiträge bisher verfolgte, kann sich denken, dass es dann schon richtig beschissen sein muß. Es hat mir immer geholfen, hier meine Geschichte zu erzählen, deshalb möchte ich das nun auch tun...

Wie gesagt, für mich kam alles aus heiterem Himmel...

Am letzten Samstag habe ich mit meiner Partnerin meinen Geburtstag nachgefeiert. Wir waren schön essen, danach bei mir...es war traumhaft, alles war wundervoll und ich war einfach nur glücklich...was dann passierte kann ich nicht genau erklären, will es zumindest kurz versuchen, wenn es auch eigentlich heute nicht mehr wichtig ist.

Sie sagte mir etwas, das sie ein wenig bedrückt. Das Thema ist wirklich völlig egal, darum geht es ihr und mir auch gar nicht, hätte alles sein können. Sie wollte einfach nur eine Reaktion von mir, so ein "Das verstehe ich" hätte ihr wohl schon gereicht. Was ich dazu sagte, kann ich nicht mehr genau rekonstruieren, auf jeden Fall reichte es ihr nicht. Nun, sie wollte zur Toilette, ich wartete und rauchte eine Zigarette, hatte die Absicht, das Gespräch über ihr Problem fortzusetzen sobald sie zurück wäre. Aber sie kam nicht zurück, stattdessen hörte ich die Haustüre. Sie war einfach gegangen, ohne etwas zu sagen. Und bis dahin hatte ich auch gar nicht gemerkt, dass irgendwas ist. Es war kein Streit oder so gewesen, ganz und gar nicht. Nun, ich bin ihr nach, war erst mal total sauer über ihr Verhalten, nun, es ging hin und her, sie wollte gehen, ich wollte, dass sie mit mir redet, blabla, alles hat sich hochgeschaukelt...ich stand etwa 3 Stunden mit ihr vor meinem Haus im Schnee und hab diskutiert, weil sie nicht mehr rein wollte. Sie warf mir halt vor, ich würde ihre Probleme nicht ernst nehmen, sie würden mich nicht interessieren, darum drehte sich alles, das Thema war ihr da schon recht egal. Es war dann fast so was wie ein Grundsatzding. Nun, es wurde immer schlimmer, wir waren beide total sauer, ich sogar so sauer wie selten. Es war furchtbar und drehte sich immer wieder um den Vorwurf, ich ignoriere und übergehe ihre Probleme. Hat mir wehgetan und meinen Ärger nur noch geschürt. Irgendwann fuhr sie dann, doch eine halbe Stunde später klingelte sie erneut, wollte doch noch alles klären. Ich war einerseits sehr froh, doch ein wirkliches Gespräch kam nicht zustande, nach 3 Minuten fuhr sie endgültig. Ich war total fertig, wollte sie Sonntags anrufen, 4 mal oder so, aber sie ging nicht ran (sie wollte oder konnte nicht abheben, wie ich heute weiß). Am Montag das selbe Spiel, kein Zeichen von ihr, abends konnte ich dann endlich mit ihr sprechen, doch da war alles viel schlimmer als ich dachte. Sie sagte, dieses Thema wäre ihr recht egal, auch die Sache mit dem Problem-Ignorieren wäre ihr nicht so wichtig. Sie hätte an dem Abend etwas verloren, was sie nur ungenau umreißen konnte...so dieses Gefühl halt, dass man sich noch so sehr streiten kann, aber da immer noch eine Basis da ist und ein Gefühl "Morgen geht es schon normal weiter und das ist alles nicht so schlimm". Tja, dieses Feeling gegenüber mir, diese Basis wäre weg. Als Ursache nannte sie auch, dass ich so kühl und distanziert gewesen wäre an dem Abend, wohlgemerkt während dem Streit (denke, im Streit ist man klar nicht so herzlich!). Das Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl sei eben angeknackst oder so. Ich kann das nicht besser erklären, sie konnte es selber nicht so genau. Aber ich denke jedem ist klar, was für eine Tragweite solche Aussagen oder Gespräche haben. Wie es weitergeht, weiß sie nicht, auch nicht, ob es wiederkommt, ob es schlimm ist oder nicht, ob das nur vom Streit kommt (ich denke NATÜRLICH!) und so weiter.

Ich war völlig am Boden, hab erst mal geheult, alles tat mir weh, ich fühlte mich, als würde mein ganzes Leben zerbröckeln. Für mich war das ein Streit, vielleicht wars einer der krassesten, zumindest war ich selten so geladen gewesen wie an dem Abend, das bestreite ich nicht. Aber es war ein Streit über relativ belanglose Sachen...ich sehe keine Trennungsgründe, fände ich sogar lächerlich bei solchen Themen. Tja, aber wie gesagt, die Themen sind gar nicht das Entscheidende, sondern dieses verlorengegangene Etwas. Meiner Meinung nach ist es normal, dass man sich nach nem heftigen Streit schrecklich fühlt, zumal wenn er nicht geklärt wurde. Ihr seht, ich sah das eher locker, leider sie nicht...und nun habe ich schreckliche Angst, dass ich kurz vor dem Ende stehe, vielleicht ist es bereits das Ende ich weiß es nicht. Ich sitze den ganzen Tag rum, kann mich nicht ablenken, der Scherz ist einfach zu groß. Mehr denn je ist mir bewusst, dass ich sie nicht verlieren will. Aber ich kann nicht wirklich was tun, es liegt allein an ihr...ich muß abwarten und das macht mich wahnsinnig, denn das frisst mich innerlich auf. Ich fühle mich als hänge ich an einem tiefen Abgrund und ich kann mich nicht ewig festhalten, weil meine Kraft schwindet. Einerseits bin ich hoffnungsvoll, sage mir, das wird schon wieder...sie hatte manchmal Phasen, wo ich gedacht habe, jetzt ist alles vorbei...es wurde sogar schon mal gesagt "Wir lassen das Ganze, ich will nicht mehr", es wurde immer wieder gut. Doch andererseits sehe ich total schwarz, verständlicherweise, denn solche Gespräche, wo jemand sagt, er habe das etwas verloren kenne ich aus anderen Beziehungen, wo das selten gut endete.

Ich bin einfach verzweifelt, auch weil ich das ganze nicht verstehe, mir scheint das alles total übertrieben und nicht durch das zu rechtfertigen, was war. Aber wie soll ich es auch greifen können, sie versteht es ja selber nicht. Abgesehen davon, ich hab keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll, kann mich doch gar nicht normal benehmen. Drüber reden bringt auch nicht viel, solange sie nicht mehr weiß und dieses ständige Warten...ich sitze da und hoffe, das gleich das Telefon klingelt und sie mir sagt, das wäre alles ein Riesen-Blödsinn gewesen oder so. Bisher hat es nicht geklingelt.

Ich werde noch wahnsinnig, krieg es nicht aus meinem Kopf: Man streitet sich halt mal, aber EIN Streit, und der noch über relativ unwichtiges Zeug, kann doch nicht die ganzen dreieinhalb Jahre wegwischen. Das KANN NICHT SEIN.

Meine Freunde sagen mir, das wird schon wieder, sie ist eben noch verletzt wegen dem Streit, aber mir hilft das irgendwie nicht. Nun, was bleibt mir anderes übrig als zu warten. Ich habe ihr versichert, dass meine Gefühle sich nicht verändert haben. Und das ist auch so, ich liebe sie, sie ist mir sooo unendlich wichtig...und irgendwie sind diese Gefühle jetzt noch stärker als zuvor.

Möchte noch hinzufügen, für sie ist es ähnlich schlimm, wenn sie auch in einer anderen Situation ist, aber sie kann sich noch dazu selber nicht erklären, was eigentlich los ist und leidet auch sehr.

So, mehr kann ich dazu nicht sagen...jetzt liegt die Zukunft vor mir, ein unentdecktes Land für mich und ich habe keine Ahnung, was sie für mich bereithält. Ich kann nur hoffen, dass die wahre Liebe ewig hält. Ich will meinen Beitrag mit ein paar Zeilen abschließen, die mir zur Zeit durch den Kopf schwirren:

Die Leidenschaft beschert uns die stärksten Empfindungen,

die Wonnen der Liebe, das Feuer des Hasses und den tiefen Schmerz der Trauer...

manchmal ist der Schmerz größer als wir es ertragen.

Könnten wir ohne Leidenschaft leben, wäre es vielleicht etwas leichter,

doch in unserem Inneren wären wir leer,

leere Räume, dunkel und verfallen...ohne Leidenschaft wären wir so gut wie tot.

Macht´s gut und bis demnächst, ich werde tapfer durchhalten, was anderes bleibt mir wohl auch nicht übrig.

D]er.Naivxe


Alex

Hallo Alex,

im Prinzip habe ich sowohl das erlebt, was du von ihr beschreibst, als auch genau die Stimmung, in der du steckst. Schrecklich. Dieses Warten..............................................

Dieses: "Du isst zuwenig", obwohl objektiv kein Anlaß besteht: Projektion/Übertragung?

Erlebt sie selbst Existenzängste oder andere Ängste?

Dieses: irgendetwas ist bei ihr anders nach dem Streit....... vielleicht hat sie von sich das Gefühl, sich daneben benommen zu haben, hat Angst, in dir könnte was zerbrochen sein, vielleicht hat sie selbst Verlustängste und schützt sich davor, indem sie dich verläßt.

Alles Übertragung!!??

Du warst kühl und distanziert? Wer wollte wortlos verschwinden? Alles Übertragung!

Man glaubt es nicht. Aus meiner Erfahrung: was meine Freundin mir vorgeworfen hatte an Unmoral (Fremdgehen), an Aggression und jederzeit willkürlicher Gewaltbereitschaft, an Versagen hinsichtlich Lebensweg und Existenz, an: ich hätte sie immer wieder verlassen.... was noch alles?..... sämtliche Aussagen pervers und verdreht. Pure Übertragung ihrer Ängste, ihrer verdrängten Schuldgefühle, ihrer verdrängten Aggression............

Man glaubt es nicht.

Was soll ich dir raten? Ich habs Gott sei Dank hinter mir. Die größte Liebe meines Lebens war der größte Betrug.

NBethxe


()()

:-D

NVethe


()

;-D

()

;-D

Avlex


RE

Hallo "Der Naive",

das was Du geschrieben hast, hat mich sehr nachdenklich gemacht, das mit Projektion und Übertragung und so. Gerade im Bezug auf das Gefühl, dass sie vielleicht selber großen Mist gebaut hat, Angst hat, in mir könnte etwas zerbrochen sein...und aus Angst, von mir verlassen zu werden, reagiert sie so.

Das würde auch dazu passen, dass sie sich nicht wirklich für irgendein Verhalten ihrerseits an diesem Abend entschuldigt hat. Ich hab mich für alles entschuldigt, von ihr kam ein "War blöd von mir!" oder so. Auch Dein Satz bezüglich dem Kühl- und distanziert sein trifft voll ins Schwarze. Ihr Verhalten, einfach zu gehen, war tatsächlich mehr als kühl und distanziert. Du scheinst mir da echt ins schwarze getroffen zu haben...wenn ich mir auch noch nicht ganz im Klaren bin, was ich daraus machen soll. Es ist kein schöner Gedanke, dass sie zwar das Gefühl hat, mich total verletzt zu haben und ihre Reaktion dann dahin geht, mich vielleicht endgültig abzusägen.

Habe grade mit ihr telefoniert, hatte erwartet, sie wäre am Boden zerstört, so wie gestern...aber sie war übercool (fast distanziert!), plötzlich interessierte sie all das vom gestrigen Telefonat (dieses ganze mögliche-Beziehungsende-Gespräch) nicht mehr so sehr, sie war total gefasst, sagte mir: "Das interessiert mich im Moment nicht, hab genug drüber nachgedacht und komme nicht weiter. Also wozu mir den Kopf zerbrechen?"

Ich dachte erst, es wäre vielleicht wieder alles ok, aber sie ist lediglich der Meinung, dass sie das eh erst einschätzen kann, wenn wir uns wieder sehen, das wäre durch Telefon nicht möglich. Und es wäre ganz und gar nix gut, sie weiß es nach wie vor nicht. Es könnte alles bedeuten oder auch gar nix, könnte total schlimm sein oder auch nur belanglos. Vielleicht ist alles so wie vorher, vielleicht ist alles kaputt...kurzum: SIE WEISS ES NICHT, kann es im Moment auch nicht rausfinden und daher interessiert es sie nicht. Sie stellt mir im Prinzip die schlimmsten Visionen in Aussicht, betont aber, dass es gar nicht so sein muß.

Selbst nun, wo ich akzeptiere, dass sie es dann wohl wirklich nicht weiß oder sagen kann, fühl ich mich irgendwie in einer saudoofen Situation...

Noch beschissener als zuvor, nun ich hab leider wenig Zeit, berichte morgen weiter...

Lneilcesxter


Was kann man da blos tun...

Hallo ihr Leute,

ich bin eigentlich mehr oder weniger zufällig hier gelandet, habe mir einiges durchgelesen und muss jetzt doch auch mal etwas dazu schreiben. Ich habe ebenfalls eine solche Beziehung hinter mir, was im Einzelnen vorgefallen ist brauche ich wohl nicht zu schildern, diese Beziehungsform wurde hier schon mehr oder weniger mehrmals durchgekaut, und ich denke die betroffenen wissen sicherlich bestens darüber bescheid, dass es eh nicht auf die Inhaltlichen Dinge dieser ständigen Streitereien ankommt, da das Prinzip immer dasselbe ist. Die sinnlosigkeit der Streitereien hier aufzuführen wäre mehr als überflüssig.

Die Frage ist halt eher, wie geht man damit für sich selber um? Ich werde versuchen, euch hier ein paar Ratschläge zu geben, so weit ich dazu in der Lage bin...

Die Sache ist ja die, letztendlich macht Ihr euch alle total fertig, und ich frage mich für was!? Damit es wieder mal ein zwei Tage pro Monat "einigermassen" gut ist?

Ich kann es nur ausdrücklich betonen, dass ich ebenfalls am Rande des Wahnsinns stand und nicht mehr weiter wusste, ich hatte ganz eigenartige Gedanken und wollte nicht mehr leben usw... , mir wurde mein ganzes Selbstwertgefühl Stück für Stück genommen, ich konnte einfach nicht mehr glücklich sein, da ich mich nur noch an allem schuld gefühlt habe. Ich zu meiner Person muss doch sagen, dass ich eigentlich ein ganz glücklicher und zufriedener Mensch sein kann, so lange ich genau die Dinge verfolge, die ich für richtig halte. Und genau da liegt der Hund begraben. Im Prinzip ist es verdammt nochmal jedem von euch klar, dass diese Art von Beziehungen keinen Wert haben. Ich sehe das so: Es gibt Gefühl und Verstand. Letztendlich geht es darum, diese beiden Sachen möglichst Synchron zu halten. Es bringt nichts, wenn man Gefühlsmässig an etwas hängt, von dem man eigentlich weiss (und ihr wisst es, sonst würdet ihr hier nicht schreiben), dass es einen Früher oder später zermürben wird. Mein Verstand hat mir die ganze Zeit gesagt, die Sache schleunigst zu beenden, da ich klar erkannt habe, dass mir das irgendwie nicht gut tut. Ständig habe ich meinen Freunden erzählt, wie sehr mich die Beziehung ankotzt und dass es so nicht geht, nur bin ich doch immer wieder zurück... wegen meinem zu starken Gefühl. Man hat mich ja gar nicht mehr ernst genommen, und wenn ihr es euch zugesteht, so könnt ihr euch selbst auch nicht mehr ganz ernst nehmen, ich kenne diese situation. Gerne tendiert man auch dazu die Sache zu verharmlosen, obwohl andere ausdrücklichst auf die äusserst bedenkliche Situation hinweisen... Von wegen "Ja, ich hab das jetzt verstanden, und ich werd es ab jetzt garantiert richtig machen". In einer schönen Beziehung geht es nicht darum, sich ständig den Kopf darüber machen zu müssen, die nächsten paar sekunden einen "Fehler" zu machen, und man muss sich auch nicht den Kopf darüber machen, wie es denn morgen aussieht, oder in einer Woche, das ist doch alles Scheisse. In einer richtigen und herzlichen Partnerschaft gibt es keine Fehler, denn der Partner würde niemals auf sein Recht beharren, es geht nämlich NIEMALS um Recht, sondern um Akzeptanz...

Das sollte der Grundlegende Baustein einer Beziehung sein.

Werdet euch endlich darüber im klaren, dass es nicht möglich ist, Wolkenkratzer auf einem Fundament aus Holz zu bauen. Ich habe das letztendlich eingesehen. Was bringt mir eine Beziehung, wo es immer ein gegeneinander und niemals oder nur sehr selten ein miteinander gibt? Dass man diese Art von beziehung so toll findet, hängt wohl damit zusammen, dass man durch das Enorme Tief danach wieder ein enormes Hoch erlebt. Schmerz und Leid, das sind Dinge, die liegen näher beisammen als es einem lieb ist, um genau zu sein, ist es genau dasselbe, nur kommt es immer darauf an, wie es vom Gehirn interpretiert wird...

Deshalb, je mehr schmerz, desto grösser hinterher die Freude, wenn sich alles ins positive wandelt. Das ist wohl z.B. auch der Sinn von Sado Maso (ich praktiziere das nicht, aber es muss ja einen Sinn haben, oder?), und ich denke eine solche Beziehungsform nimmt auch solche Züge an.

Ich weiss jetzt nicht, man könnte natürlich ewig viel analysieren, was meine Partnerin angeht, so weiss ich auch, dass sie keine Identität hatte, und alles, was auf ihre eigenen Fehler hinwies sofort auf mich projizieren musste, um zu vermeiden, über sich selbst nachzudenken.

Da fällt mir ein, dass ich in der Anfangsphase der Beziehung immer hart geblieben bin, bis sie sich Fehler auch mal eingestand... aber sie war dann nur noch ständig am weinen, und da war die Beziehung dann auch gekrist...

und irgendwann habe ich es dann gelassen, einfach um ihr nicht weh zu tun, ausserdem dachte ich, es ist nicht ok immer die Schuld auf sie zu weisen... denn ich ging immer davon aus, dass zu einem Streit immer Zwei gehören. Aber sobald ich ein klein wenig in diese Richtung lenkte, fing sie wieder an ALLES auf mich zu schieben. Das ist ein Machtkampf, bei dem immer einer die ganze Last tragen muss.

Es ist allerdings so, dass zu einem Streit wirklich immer zwei gehören, und deshalb trifft auch immer beide einen Teil der Schuld. Es ist der absolut richtige Weg, den Fehler immer erst bei sich selbst zu suchen, und ich fordere dazu auf, das auch zu tun, denn nur so kann eine Partnerschaft funktionieren. Aber das müssen beide Seiten tun, sonst funktioniert es nicht. Wenn das immer nur einer macht, dann wird er von der anderen Person nur noch untergebuttert, und verliert letztendlich vor lauter Zweifel an sich selbst sein eigenes Ich. Und genau das regt einen ja auch so auf, dass der andere einfach nicht in der Lage ist, seine Fehler zuzugeben. Ich habe NOCH NIE behauptet, es läge alles nur an ihr, ich wollte nur, dass Sie sich auch mal Fehler zugesteht, genauso wie ich es tue, und genau das hat mich wahnsinnig gemacht, dass es einfach nicht geklappt hat.

So sieht es aus, und wenn ihr einen Partner erwischt habt, der sich keine Fehler eingestehen kann, dann sucht euch einen anderen, denn mit Konfrontationskurs kommt man nicht weit. Ich habe jetzt seit 2 Wochen überhaupt keinen Kontat mehr (auf ihren Wunsch hin, den ich natürlich respektiere), und ich merke regelrecht die Veränderung in mir, ich finde wieder zu mir selbst, diese ganze Endlosschleife ist endlich verschwunden und es geht wieder vorwärts. Ich geb euch nur einen Tip: Wenn es zu arg wird, beendet es, und macht endlich die Dinge, die ihr für richtig haltet (dazu gehört auch, die beziehung an den Nagel zu hängen wenn ihr ehrlich seid), nur so werdet ihr wieder ausgeglichen und zufrieden sein können, ich rede aus überzeugung. Klar vermisse ich sie sehr, wir waren über ein Jahr zusammen, aber ich bin froh, mich selbst wieder gefunden zu haben, und festgestellt zu haben, nicht der Letzte zu sein, das fühlt sich unglaublich toll an und ist viel wichtiger als alles andere!

Vielleicht gibt es auch den ein oder anderen Menschen, der das durchmachen kann, aber wenn ihr zu sensibel seid (und ich bin es definitiv) dann lasst es bleiben, ist nicht gut für die Psyche, ehrlich.

Natürlich ist auch bei mir noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn ich weiss eh nicht was passiert, wenn wir uns wieder sehen, aber ich kann euch auf dem Laufenden halten...

FINDET ZU EUCH SELBST, STELLT KEINE FRAGEN AUF DIE IHR KEINE ANTWORTEN WISST, ALLES ANDERE KOMMT VON ALLEIN!

Viel Glück!

L7eicexsxter


Anhang

Sorry, wollte FREUD und Leid schreiben....

klar dass schmerz und leid eh dasselbe ist... :-)

F~urixous


an alle

Hallo Ihr,

ich meld mich jetzt auch mal wieder zu Wort. Zur Zeit schaut’s bei mir ebenfalls etwas "düster" aus...

Erstmal ein paar Worte an Alex: ich weiß, es hört sich langsam doof an, aber ich kann nur immer wieder betonen, dass es mir HAARGENAU so ergeht wie Dir. Viel bringen wird Dir das aber leider nicht...

Wir verbringen beispielsweise einen wunderschönen Abend, sind glücklich (wenigstens scheint es so), beteuern immer wieder unsere Liebe. Dann: ich sage irgendeinen kleinen, (für sie) falschen Satz, oder wir kommen auf ein Thema, in dem wir uns nicht einig sind und PAFF - der Mega-Streit geht wieder von vorne los. Ich muss mir wieder anhören, wie schlecht ich doch bin und das ich sie mit meiner Gleichgültigkeit und Selbstgefälligkeit in den Wahnsinn treibe................. Manchmal lässt sie sich beruhigen, manchmal aber schmeißt sie mich regelrecht raus, oder will mich ganz einfach nicht mehr sehen.

Es ist also genau das selbe Bild wie bei Dir/Euch. Ich habe auch schon des öfteren solche Situationen erlebt, wie Du gerade durchmachst. Sie hat genau das selbe gesagt: "Irgendwas hat sich seit unserem letzten Streit geändert...", "Ich weiß nicht, ob meine Gefühle noch so stark sind...", "Unsere Beziehung hat doch gar keinen Sinn mehr..." usw. da ist für mich immer eine Welt zusammengebrochen und ich dachte: jetzt hast Du sie verloren. Aber kurze Zeit später kam sie wieder an, als wäre nichts gewesen. Sie war wieder lieb und fröhlich, als wäre rein gar nichts vorgefallen.

Glaub mir: sie kommt zurück!

Aber die andere Frage ist: willst DU das definitiv auch? Ich weiß - blöde Frage - aber nachdem es bei mir momentan wieder sehr schlecht läuft, ertappe ich mich selber immer wieder bei dem Gedanken, ob ich die Beziehung noch lange so ertragen kann. Vor allem wenn ich sehe, wie harmonisch Beziehungen sein könnten. Ich sehe meine besten Freunde - überglücklich mit ihren Partnerinnen. Sie schweben auf Wolke 7, obwohl sie teilweise auch schon sehr lange zusammen sind und der "Alltag" eingekehrt ist. Ihre Partnerinnen sind tolerant, zärtlich, lieb, einfühlsam, ... usw. usw. und dann sehe ich meine Beziehung, bei der es sich für mich eigentlich nur noch um "Schadensbegrenzung" handelt und in der ich nur noch versuche, meine Freundin nicht zu "verärgern" oder zu verletzen.

Trotz allem liebe ich sie noch. Warum? Ich liebe sie für die Momente, in denen wir glücklich sind. Das sind zwar nicht sehr viele, aber dafür empfinde ich diese viel intensiver... da gebe ich Leicester völlig recht!

Und auch in vielen anderen Dingen kann ich Dir, Leicester, völlig zustimmen. :-)

Mein Verstand sagt mir, dass ich diese Beziehung SOFORT beenden sollte. Ich weiß, dass ich, wenn ich mit dieser Frau mein ganzes Leben verbringen will, immer der Verlierer sein werde... egal um was es geht. Aber trotzdem ist die Liebe noch zu stark. Vielleicht habe ich irgendwann die Kraft, um mich von ihr zu trennen... aber eben jetzt noch nicht................

Trotzdem hast Du völlig Recht mit dem was Du sagst... ach - scheiß Situation!! :-(

Bis bald,

Furious.

DQerN$aive


Hallo Alex

"...sie war übercool, plötzlich interessierte sie all das von gestern nicht mehr........" - Verdrängung ist ja ein Schutzmechanismus, den wir alle täglich brauchen, sonst würden wir von Reizen überflutet werden. Ich schätze, hier handelt es sich eindeutig um Spaltung. Der Hebel wird umgelegt, und du hast nen anderen Menschen vor dir, der nicht mehr zu erinnern scheint, was eben noch schön und wichtig für ihn war. Und plötzlich wirst du mit widerlichem, aggressivem, sarkastischen Hohn behandelt, und jede Nachfrage oder "Widerrede" führt zum Vorwurf, ich sei..... und ich bedrohte sie.

Eine Woche Terror, Hörer aufknallen.... oder auch zwei Wochen. Plötzlich hat ihre Stimme wieder etwas "Flirtendes", alles ist vergessen, der Hebel wurde wieder umgelegt. Sie will mich sehen, nimmt zärtlich meine Hand, schläft mit mir.......... Mit keinem Wort dürfte ich sie an den Konflikt erinnern, sonst zerfetzt das kurze Glück gleich wieder.

Jedoch, zwei Tage später fängt sie wieder damit an........ nicht, um etwas zu klären, dazu kommt es nie, nein, um sich zu distanzieren. Wenn diese Frau den Hebel umlegte, dann war sie nicht nur cool, dann hätte ich ihr alles zugetraut, eine skrupellose Zerstörungsenergie, die sie aber wiederum in mir sieht, weshalb sie sich trennen muß.

Spiel ohne Grenzen, ohne Sinn und Verstand.

Sylvester vor zwei Jahren: Ich will mit dir zusammen feiern........ paar Tage davor: nein, geht doch nicht, sie geht zu Nachbarn. Ich, schon seit Monaten fertig mit den Nerven, suche sie nachts noch auf: "Ich wußte, daß du noch kommst!" Wir gehen zur Ihr, knutschen stundenlang, bis: "Fahr jetzt besser" - "Ok, gute Nacht." am nächsten mittag Anruf: "Es geht nicht...... außerdem findet sie es unmöglich von mir, daß ich mit ihr habe schlafen wollen, tut so, als hätte sie sich gegen einen Vergewaltiger zur Wehr setzen müssen. - Es geht nicht. - Was geht nicht? - - Das mit uns. - Dann machst du also Schluß? - N.......Nein...., aber es geht nicht. - Du liebst mich also nicht mehr? - Das weißt du selbst am allerbesten! - Dann treffen wir uns in ein paar Tagen...? - Nein, das geht nicht mehr, es geht mit uns nicht....! Dann machst du jetzt also endgültig Schluß? - lange pause ......Nein...... - Ja, was denn jetzt? - Du hast doch eben selbst gesagt..... jetzt wird es aggressiver, sie unterstellt mir was..... - nein, habe ich nicht gesagt........ usw. - ahhhhhh..... du verdrehst ja alles, man kann überhaupt nicht mit dir reden!!!! Sag mal, biste eigentlich betrunken? - Jetzt hör´doch auf damit, worum ging es uns? Laß uns mal wieder auf den Boden kommen. -

Ahhhh, du hast eben gesagt........!!!!! - jetzt erkläre ich es schon zum zehnten Mal: ich habe das so und so gemeint. - Nein, du hast doch wohl deinen Verstand weggesoffen..... , mit so nem Typen will ich nichts mehr zu tun haben, der Hörer wird aufgeknallt.

Ne halbe Stunde habe ich versucht, klar und ruhig zu bleiben, am Ende sacke ich auf dem Stuhl zusammen und bin völlig ausgepumpt, chancenlos gegen diese schizophrene Verdrehung.... usw.

Sie.....hat sie je irgendetwas gesagt? Nein! Hatte sie je mit irgendeinem Streit etwas zu tun? Nein!

Scheiße, wollte mich nicht mehr da reinsteigern, die erinnerung allein macht mich schon wieder bekloppt.

A<lex


Danke an Alle

Hi an alle, die geschrieben haben, die Beiträge von Furious, Leicester und DerNaive haben mir sehr sehr geholfen...zusammen mit meinen eigenen Gedanken des heutigen Tages und der vergangenen Nacht sehe ich vieles klarer. Es geht mir fast einen Tick besser, wobei ich mich doch immer noch ziemlich beschissen fühle. Hab auch gestern nacht ausgiebig mit nem guten Freund von mir gelabert, der die ganze Story von mir kennt, mitverfolgt hat über die Jahre und der schon fast hofft, daß alles vorbei ist...er will mich natürlich nicht beeinflußen, rät es mir aber rational gesehen immer wieder. Mir ist fiel durch den Kopf geschossen heute, habe mich gefragt, was mich im Moment so verletzt. Dieses "Ich weiß nicht, wie und ob es weitergeht" von ihr, diese Ungewißheit ist es. Es ist immer schrecklich, wenn der Partner die Beziehung beendet, nur dieses bloße Inaussichtstellen eines möglichen Endes, wobei sie es ja nicht weiß und sich nicht sicher ist...ich sehe da keinen großen Unterschied. Nicht falsch verstehen, klar ist es klasse, wenn dann wieder alles gut wird, nur dieser ungewisse Schwebezustand...es ist genau so eine Hölle wie wenn man abgeschossen wird, mir kommt es fast schlimmer vor. Stehe unter enormem Druck und habe Angst, bin total belastet, nur ein ungewisses Ergebnis vor Augen. Nicht zuletzt deshalb...das hab ich im Bekanntenkreis immer wieder erlebt...wenn ein Partner so was sagt ("Bin mir nicht mehr sicher..."etc.), hat das in vielen Fällen damit geändert, daß der andere so verletzt wurde und damit sowas von NICHT klarkam, daß er von sich aus schlußmachte. Ich kann das seit heute verstehen. Sowas zu hören ist ein enormer Bruch, das Vertrauen bekommt einen Riesensprung. Die ganze Sicherheit, die ich in ihre Gefühle hatte, das ist total weg. Ich hab früher nach langjähriger Beziehung auch mal sowas gesagt, war mir damals meiner Gefühle nicht mehr sicher. Es war die Hölle für meine damalige Freundin, nur lag da der Fall anders. Ich hab mir das reiflich überlegt, es lag dem ganzen kein alberner Streit zugrunde...und ich war mir sicher, zu 99 Prozent will ich raus aus der Beziehung. Sonst hätte ich mich nie gewagt, sowas auszusprechen und ihr dermaßen einen reinzuwürgen. Und unsere Beziehung war dann auch vorbei und es war auch gut so, und zwar für beide.

Wenn ich meine jetzige Beziehung betrachte, es ist streng genommen das fünfte mal daß sie diesen sensiblen Bereich ankratzt, daß sie sich nicht mehr sicher ist. Bin selbst erstaunt, aber sie hat es tatsächlich schon 5 mal getan, klar lag der Fall jedes Mal etwas anders. Dennoch nehme ich sie sehr sehr ernst diesmal. Wie auch immer, mir ging es dermaßen beschissen gestern nacht, daß ich anfing, die Ungewißheit in Gewißheit umzuwandeln...für mich...und mir gesagt habe, es ist vorbei. Es dauert noch paar Tage, aber es wird nix mehr. Hab mich mit dem Gedanken vertraut gemacht...und es geht mir etwas besser. Ist vielleicht dieses Ding, daß wenn man sich mit dem Schlimmsten abgefunden hat, kann es nur noch besser werden oder es bleibt eben so.

Wer auch immer es in seinem Beitrag schrieb : "Sie kommt zurück!" Ich glaube, das ist völlig richtig, vermutlich wird es so laufen. Aber selbst wenn, (und ich will dennoch jetzt nicht davon ausgehen, sonst zerreißt mich die Ungewißheit wieder) diesmal hat sie mich tiefer verletzt als je zuvor. Dieser Druck ist Gift für meine Seele. Fühle mich als hätte sie mich an eine Klippe gehängt und ich hänge da, bis etwas passiert. Entweder sie tritt mir auf die Finger und ich stürze (das wäre das Schlußmachen) oder ich kann mich nicht mehr länger halten, weil ich den Druck nicht mehr aushalte. Meine Kräfte schwinden nämlich, das spüre ich. Paar Tage kann ich vielleicht noch, dann falle ich von alleine runter. Für den Fall, daß sich alles wieder einrenkt...nun, dann hilft sie mir wieder hoch, nimmt meine Hände, zieht mich rauf und so. Aber in dem Fall wird keineswegs alles gut für mich sein. Denn dafür schmerzen meine Hände diesmal viel zu sehr und es wird dauern, bis die heilen.

Sorry für meine bildhafte Sprache! Will sagen: für mich ist es diesmal dann nicht gut, ich werde nicht alles vergessen wie so oft und nur froh sein, daß jetzt mal alles wieder gut ist. Da wurde ich zu oft eines besseren belehrt. Sie muß kapieren, was sie mir damit antut, und daß ich mich nie wieder so verletzen lasse von ihr. Im Moment wäre das nicht sinnvoll, so ein Gespräch muß dann stattfinden, wenn wirklich wieder alles gut ist. Aber diese Verletzungen muß sie dann verstehen.

Nun, Zukunftsmusik...mir ist heut noch was klargeworden...ich habe eine enorme Machtposition, auch wenn ich das selber nie so sah. Sie ist mindestens genauso abhängig von mir wie ich von ihr, wenn nicht noch mehr, (soll nicht arrogant klingen!). Und wenn ich nicht mehr kann oder keine Lust mehr habe, beende ich es. Ich hab genauso die Möglichkeit dazu wie sie. Mir ist das heute ganz deutlich geworden und es hilft...ich denke immer, wir spielen ihr Spiel nach ihren Regeln...aber, ich kann genauso meine Regeln aufstellen. Und in dem Moment wo es zu krass wird, kann ich es abstellen. Ich habe diese Freiheit, auch wenn´s manchmal nicht so scheint und die Konsequenzen wären weitaus gravierender, als alles, was sie bisher tat. Ich habe immer einen Ausweg, klar, es ist ein beschissener, weil er endgültig ist, aber ich habe einen und niemand zwingt mich in einem ätzenden Zustand zu bleiben. Komische Gedanken, wo ich die jetzt nochmal so lese, aber das half mir heute, ich hab mich wieder als Teil des Spiels gesehen, als mächtiger Teil, so die Figur, die das Spiel zum Ende bringt. Und die Figur, die ihr am wichtigsten ist. Und wenn sie mich vom Spielfeld nimmt,...das fällt ihr denke ich mehr als schwer. Wenn ich ihr nicht sowas von wichtig wäre, ich sage euch, diese Frau ist bildhübsch, und das sagte ich schon vor unserer gemeinsamen Zeit (bin also nicht geblendet), sie könnte jeden haben, den sie will, so viele hatten schon Interesse gezeigt...niemand hatte Erfolg. Da ist schon was ganz besonderes und sie wird es nicht so einfach wegschmeißen.

Deutet meine etwas rationalere Sichtweise heute nicht falsch, ich bin immer noch ziemlich am Boden und klar, mein Herz wünscht sich nichts mehr als das alles wieder Gut wird. Aber dann muß es wirklich gut werden und Sachen müssen sich ändern. Und das ist ein hartes Stück Arbeit. Nur diese Gedanken von heute liessen mich etwas fröhlicher sein: eine Mischung aus: das wird schon wieder, und wenn nicht...im Arsch bist Du eh schon, so veil schlimmer kann es nicht werden...

Zumindest hoffe ich das (denn die Angst ist immer noch da!)

Wollte noch kurz was anderes fragen: an alle Betroffenen sozusagen. Ich weiß aus meiner Erfahrung, daß ich immer an so Frauen gerate, die sehr, nun sagen wir mal "anders" sind, komplizierter und so, denke ihr versteht, was ich meine. Meine damalige Verlobte hatte auch viele psychische Probleme. Frage mich, ob da ein Muster ist, ob gerade dieser Typ von Frauen eine unbewußte Anziehung ausübt. Wie ist das bei euch?

LCeice3ster


Fraktal-beziehung

Hi Leute, ich verfolge eure Geschichte nun auch mit äusserster Spannung, kann mich hier sehr gut mit allen identifizeren. Ich werde auch noch die einen oder anderen Dinge dazu sagen, und versuchen, den betroffenen zu Seite zu stehen. Alex, Du hast gesagt, dass es Dir besser geht, weil Du Dich mit dem Gedanken angefreundet hast, dass es Schluss ist. Ich muss dazu sagen, Ich habe auch immer, wenn mich alles zu arg genervt hat, mich einfach von allem 'Frei' gemacht. Dabei habe ich mir bewusst eingeredet, dass ich Sie nicht brauche, und dass ich einfach nicht mehr drüber nachdenken werde. Ich spürte dabei direkt eine innerliche Befriedigung, die sich wie Balsam über meinen Ärger legte...

und es ging mir wieder gut. Das Schlimme ist nur, man redet sich eigentlich nichts wirklich ein bei dieser Sache, man will die Frau in diesem Moment ja wirklich verlassen, mir zumindest ging es immer so... ich habe mir allen Müll vor Augen gehalten, und Schwupp di Wupp war es für mich innerlich abgehakt. Ich habe auch wirklich immer gemerkt, wie gut es mir geht, wenn ich doch auf meinen Verstand höre und nicht auf meine blöden Gefühle. Ich muss dazu sagen, ich bin ein Mensch mit sehr viel Herz, fühle mich auch sehr schnell angegriffen, weil ich sehr einfühlsam bin.

Das Problem war bei uns allerdings immer, dass wenn ich innerlich abgeschlossen hatte mit der Sache, ich mich so locker mit ihr unterhalten konnte, dass wir zwangsläufig wieder zusammen kamen. Das hatte sie auch festgestellt, und mir anfangs immer solche sachen gesagt: " Sobald Du das gefühl hast, mich sicher zu haben, wirst Du Scheisse". Deshalb hatte sie auch ein Problemchen damit, zu der Beziehung zu stehen, lange hat es gedauert, bis es andere erfahren durften, denn Sie wollte ja nicht auf ihren Freiraum als Single verzichten. Ich muss schon sagen, ich bin sehr geplant vorgegangen, wenn auch nicht bewusst. Ich habe damals klar und deutlich gesagt, dass ich das so nicht mitmachen werde. Entweder wir sind zusammen, oder nicht. Sie sah es natürlich gleich als "Erpressung", und hat mir gesagt, sie wolle kein verhältnis mehr mit mir haben, und mich auch nicht mehr sehen. Die nächsten Tage kam sie aber dann und wollte mich doch, so lief das immer.

Doch sobald wir uns näher kamen, waren da auf einmal sehr viele Vorwürfe, und zwar immer dann, wenn ich mich in die Gefühle fallen gelassen habe. Das liegt nicht daran, dass ich dann scheisse wurde, nein, es waren 1. mehr erwartungen da, und 2. war ich verletzlicher, da ich ihr näher stand. Es kamen dann immer so Sprüche wie: Keine Erwartungen mehr, und was spielt es für eine rolle ob man sich als 'zusammen' definiert oder nicht?" Ich konnte mit dieser Einstellung nicht - es hat sich zum Ende etwas geändert muss ich jedoch sagen, sie stand dann doch nach aussen hin zu mir.

Ich weiss nicht, ich denke heute oft noch, dass es doch an mir lag, denn wenn ihr sie fragen würdet, so würde sie euch bestimmt haargenau dasselbe über mich erzählen...

aber ich habe mit Frauen eigentlich keine Probleme, habe auch eine sehr gute Freundin, mit der ich mich perfekt verstehe, und es überhaupt keine Missverständnisse gibt. Ich frage mich oft, warum ich nicht mir ihr zusammen sein wollte, die Möglichkeit hätte bestanden, darüber habe ich mit ihr auch schon gesprochen...

Da wären wir bei diesem anderen Punkt, den Alex erwähnt hat - Ob von diesen Frauen eine gewisse Faszination ausgeht... Ich denke ich habe da auch kein so glückliches Händchen, dieser Problemfall war meine zweite Freundin, mit meiner ersten (die ich nicht mal als richtige Freundin bezeichnen möchte), gab es diese Probs zwar nicht, aber dafür andere - auch Sie war seelisch in keiner guten Verfassung. Das hatte sich damals alles sehr komisch entwickelt, wir waren superglücklich eigentlich, bis eines Tages sie ohne mein Wissen wieder mit ihrem Ex zusammen war, obwohl sie mich laut ihrer Aussage viel besser fand... das war alles komisch und hat mich damals sehr verletzt. Aber ich konnte mich ganz gut davon erholen. Ich gerate immer an emotional instabile Frauen, und das obwohl ich selbst nicht so stabil bin, das ist gefährlich!

Nun, ich kann euch jetzt noch schildern, wie es letzten Endes mit meiner jetzigen Problem-Beziehung zu Ende ging, um euch da ein wenig einen Überblick zu geben, wie so etwas ablaufen kann.

Das kam eigentlich ziemlich unerwartet muss ich doch sagen, wir waren noch zusammen in den Ferien und haben uns - meiner Ansicht nach - ganz gut verstanden. Doch irgendetwas bedrückte mich sehr, ich wurde danach äusserst depressiv, und war mir über meine Gefühle nicht mehr ganz im Klaren. Ich wollte Zeit verstreichen lassen, um mir selbst darüber im Klaren zu werden, was denn los war mit mir. Ausserdem gab Sie sich auch Mühe mit mir.

Eigentlich war alles ok... bis auf das, dass sie mir dann danach sagte, der Urlaub wäre eigentlich nícht so super gewesen. Naja, wir stritten uns dann die nächsten beiden Male ziemlich heftig als wir uns sahen, das erste mal war es eigentlich nur meine Schuld, weil ich meine gefühle nicht im Griff hatte.

Ich wurde immer depressiver und Lustloser, das Leben schien für mich stillzustehen, Auswegslosigkeit machte sich breit, ich war an einem sehr schrecklichen Punkt in meinem Leben angelangt, und konnte mich nicht mehr selbst identifizieren. Auf diese Art und Weise konnte ich Sie nicht mehr glücklich machen, sie war nur noch am weinen, und bekam immer mehr meine Distanz zu spüren. Ich versuchte mir immer einzureden, ich würde noch etwas für sie empfinden, aber es ging alles in die andere Richtung, ich fühlte mich wohl, als ich nichts mit ihr zu tun hatte und vermied es, viel Zeit mit ihr zu verbringen. Als ich bei Ihr war, konnte ich mich nicht selbst verarschen, ich sprach sie dann darauf an, mir nicht mehr über meine Gefühle im klaren zu sein. Sie hat seltsamerweise gesagt, sie würde mich verstehen und sich mit mir mMhe geben. Als ich dann sagte, gut ich komme dann heute nicht vorbei, antwortete sie mir allerdings: Mir scheint es als willst Du mich wieder provozieren und mich aus meiner letzten Reserve locken!!! Da war das verständnis dann wohl schon wieder beim Teufel... und ich war schon wieder davon überzeugt, sie verlassen zu müssen. Wir hatten ausgemacht, dass es diesmal endgültig sein werde, wenn es noch einmal jemand äussern würde. Denn wir hatten das schon mehrmals getan mit der Trennung, einen Tag später waren wir aber eh immer wieder zusammen...

Nun gut, wir hatten dann noch einmal einen Streit, diesmal allerdings überhaupt nicht mein Fehler, sondern nur sinnloses "Ich mach das gegenteil von dem was Du willst". Dann habe ich wieder einen Tag später mit ihr telefoniert, um ihr zu sagen, dass es so nicht weitergehen kann. Was ich dann zu höen bekam war nicht so doll, Sie sagte:"Wenn Du schluss machen willst, dann TU es JETZT, ich bin nicht mehr bereit zu reden". Das hat mich dann noch mehr aufgeregt und ich habe es dann ausgesprochen. Schon eine Sekunde danach hat es mich wie ein Messer getroffen, ich wollte es eigentlich nicht - und meine Gefühle waren nach wie vor da... ich fuhr zu ihr und wollte es ihr erklären, dass es eigentlich besser wäre, alles in Ruhe noch einmal durchzusprechen, und dass es eine herausprovozierte Reaktion war... aber sie schmiss mich raus, sagte mir es sei für immer vorbei, und wenn ich keine Gefühle mehr hätte, dann solle ich gehen, sie wolle mich nicht mehr sehen - und es wäre schon besser so. Danach war ich sehr am Ende, habe sie auch noch angerufen, um Ihr zu Zeigen, dass sie mir nicht egal ist, und anhand von meinen Gefühlsausbrüchen hätte sie sehen müssen, dass ich doch noch gefühle hatte, mir zumindest war das klar. Aber sie blieb kalt und legte auf, hat gemeint sie hört sich das jetzt nicht länger an, sie könne keine jammernden Männer gebrauchen, und dass ich als Mann bei ihr keine chance mehr bekommen würde. Aber ich war halt am Ende, da konnte ich nix machen... und durch ihr verhalten wurde es noch heftiger.

Dann hab ich aber auch gesagt, hast recht, ich sollte dich in ruhe lassen. Ab diesem Zeitpunkt haben wir ausgemacht, 2 Monate absolut NICHTS miteinander zu tun zu haben ,auch nicht reden. Das ist jetzt grad so, das letzte was sie sagte war, dass sie mich liebt, und ich solle mir keine Sorgen machen... Paradox.

Das klingt jezt zwar eher so, als hätte ich am Ende ein Problem gehabt, aber so ist es nicht. Ich habe sehr vernünftig gehandelt musste ich feststellen, meine ganze depression war wohl ein Resultat aus der unterdrückung meiner Persönlichkeit... Ich fühle mich jetzt schon ganz anders. Und habe festgestellt, was mir die ganze Zeit fehlte. Schade nur, dass man es nicht anders geregelt hat, wir hätten ganz toll miteinander auskommen können, hätten wir uns nicht so eingeengt (und somit unsere Persönlichkeit unterdrückt).

Ich meine das mit meiner Depression...

Ich hatte das wohl auch unterbewusst mit mir klargemacht, dass es an ihr lag, und ich habe schliesslich nicht ohne Grund so gehandelt. ich konnte halt einfach nicht mich selbst sein mit ihr.

Jetzt weiss ich wieder wer ich bin, und das ist gut so.

Deshalb, werdet euch erst mal mit euch selbst im klaren, denn ihr scheint nicht so recht zu wissen, was ihr wollt. Ich weiss das ist ein Teufelskreis und alles höchst paradox... aber man muss da raus aus dem Fraktal.

Man kann die Beziehung nur führen, wenn man mit sich selbst im Reinen ist. Jedoch wenn genau die Beziehung das ist, was einem diesen Wahnsinn in den kopf treibt, un man sich nicht mehr darüber im klaren ist, was man will, wie soll es dann bitteschön funktionieren?

Beziehung braucht klaren Kopf, und keine Verwirrung. Jedoch wenn die Beziehung die Verwirrung und Unsicherheit aufwirft... dann zerstört sie genau das, wovon sie eigentlich abhängig ist. Und das reflektiert sich in allen Lagen, ist das nicht so? Auch in den ganzen Streitereien läuft das so paradox ab...

Bedingung ist erforderlich für Resultat.

Jedoch braucht die Bedingung das Resultat, damit sie erfüllt werden kann...

Jaja, schnell hängt man in der Rückkopplungsschleife, aus der es kein Entkommen gibt. Ich denke das passiert auch nur bei halbwegs intelligenten Partnern, dass so komplexe Streitereien auftreten. Aber ich sag's euch, das Ganze ist keine höhere Mathematik, in der es darum geht, triviale Aussagen zu beweisen, eine beziehung darf niemals in diesen Paradoxen zusatand verfallen, aus dem es verdammt nochmal keinen Ausweg gibt...

Für manche Dinge gibt es keine Lösung,

damit muss man sich abfinden.

Deshalb vorsicht, diese Beziehung geniesst

das Prädikat: "ACHTUNG, NUR FÜR FREAKS"

Ich muss auch mal gucken was noch kommt, irgendwie fehlt mir ja schon was... hehe

Hoffe, bald was zu hören

AUlnex


Morgen weiß ich mehr

Hi, ich bins mal wieder...

Mann, Leicester...hab heute sehr intensiv Deinen Beitrag gelesen, sogar mehrfach. Deine Geschichte hat mich sehr bewegt, vieles davon erkannte ich auch wieder aus meiner Erfahrung, so wie ich eigentlich die meißten (wenn nicht alle Beiträge!) gut nachvollziehen konnte. Ich fand es sehr schön, daß Du wohl für Dich das richtige getan hast und das es Dir gut oder sagen wir mal besser geht. So wie ichs verstanden habe, hast Du Deine "Ex" ja nun einige Zeit nicht mehr gesehen, stelle mir diese erste Trennungszeit als sehr schlimm dar, plötzlich ist man wieder ganz allein und so. Aber ich las bei Dir zwischen den Zeilen doch immer (zumindest hatte ich den Eindruck), daß es richtig war für Dich, das Du zufrieden bist, Dich selbst wieder gefunden hast und wieder angefangen hast, daß Leben für Dich zu genießen. Das freut mich sehr für Dich!

Mir ging es heute erstaunlicherweise gut, habe alles mit noch mehr Abstand betrachten können...der Streit war ja am Samstag, seitdem hab ich SIE nicht mehr gesehen, der Rest lief telefonisch...am Montag war das Telefonat, in dem sie mir das sagte mit "Irgendwas ist anders seit dem Streit" und das ganze "wie´s weitergehen soll"-Zeugs. War heut alles sehr fern für mich...auch hat mir heut mein Alltag mal wieder seit langem richtig Spaß gemacht, habe mich über so viele Kleinigkeiten gefreut, die ich den Rest der Woche gar nicht sah...all dieser kleine Nippes, der einen manchmal so zum Schmunzeln bringt, wenn man irgendwelche Leute sieht oder so, irgendwas, was man nur ausm Auto beobachtet, wenn man vorbeifährt und lacht. Fiel mir auf, daß ich sowas heute endlich mal wieder konnte. Ich würde meine Stimmung eigentlich als total relaxt bezeichnen. Gestern rief sie mich nochmal an abends, es war ein erstaunlicherweise völlig normales Telefonat, kein Wort zum Thema (sie hatte ja schon davor gemeint, man müßte abwarten und könnte das eh erst bei einem persönlichen Treffen erkennen, wie´s weitergehen soll; großer Blödsinn wenn ihr mich fragt!), war mir auch ganz recht so. Hatte null Bock mich wieder runterzuziehen lassen. Ich war ganz locker und entspannt, erzählte Lustige Dinge, und sie stieg voll drauf ein...fand es seltsam, aber auch schön. Heute war´s ähnlich, normales Telefonat, kein Wort zum Thema. Denke, morgen wird dann wohl der Stichtag sein, werde sie abends zu mir einladen, dann hat sie ihr persönliches Treffen, dann kann sie sehen...

Nun, mich nervt das schon ein wenig...ein Treffen, wo man irgendwie doch sehr unter Druck steht, wo sie sehen will, ob alles gut ist bei ihr oder nicht. Sehe den morgigen Abend schon als den ENTSCHEIDENDEN an. Ach, ein Riesen-Blödsinn ist das alles, ich muß schon etwas schmunzeln, wenn ich das hier so schreibe. Ihre Sachen ergeben doch hinten und vorne irgendwie keinen Sinn, so läuft das einfach nicht. Man kann nicht so normal telefonieren, wenn man ein angeblich so gewaltiges Problem im Hinterstübchen sitzen hat. Das ist mir nicht klar. Wie auch immer, ich geh da mal ganz locker rann morgen, hatte erst die Idee, da was besonderes zu machen, aber...PUSTEKUCHEN, ich werde gar nix machen, es wird ganz normal werden, ein normaler Abend, soll es sogar. Ich hab gar keinen Bock, da besonders aufzutrumpfen oder so, es muß sogar völlig normal sein. Sie soll mit der ganz normalen Situation konfrontiert sein, ist sicher das beste so.

Wir werden sehen, was passiert.

Zu dem, was Du schriebst, daß Du auch ein etwas unglückliches Händchen mit solchen Mädels hast...das hat mich echt erstaunt, anfangs zumindest, aber irgendwie denke ich, scheint es ein Muster zu geben. Irgendeine Faszination scheint da schon da zu sein, zumindest denke das ich inzwischen schon von mir. Ich hatte (in meinem doch recht jungen Leben; bin Mitte 20) zwei längere Beziehungen, die eine knapp 4 Jahre, und die jetzige (das sind jetzt 3 einhalb oder so), von der jetzigen hab ich ja hier genug berichtet, bei der ersten war es etwas anders...es schien normaler, wir hatten selten Streit, dennoch war auch diese Frau sehr kompliziert: sie klammerte ungeheuer, konnte nicht alleine sein, ich mußte immer bei ihr sein...sie hatte auch n paar psychische Macken gehabt (Eßstörungen, Angst, nachts zu ersticken, auch panische Angst im Dunkeln vor irgendwelchen Geistern und so...lauter so Dinger, bis hin zu totaler...ja fast schon Depression, wenn ich nicht da war und sie alleine sein mußte). All die anderen Mädels in seinem Leben (ein paar warens, aber auch nicht allzuviele), das waren immer nur so kurze Dinger, 4 Wochen, vielleicht mal 2 Monate, meist aber wesentlich kürzer. Und die waren komischerweise alle normal und meist scheiterte es an mir, ich hatte ständig das Gefühl, sie sind nicht das was ich suche...von ihnen ging nicht so ein Reiz aus, schwer zu beschreiben, ich hatte das Gefühl, daß mir was fehlt. Sie waren auch so unkompliziert, daß ich mir ihrer immer total sicher war. Ich bin noch nicht ganz sicher woran es lag, aber...es fehlte einfach das gewisse etwas und häufig beendete ich die Sache und es machte mir noch nicht mal besonders viel aus. Und diese Mädels waren echt unkompliziert, lieb, nett, verständnisvoll, einfach ein Traum. Heute verstehe ich das teilweise gar nicht mehr, denke mir was ich wohl für ein Idiot war, dennoch...ich weiß, damals war es richtig und ich würde wohl heute genauso handeln, die waren einfach nicht, was ich wollte.

Und seltsam, daß wenn ich so auf alle zurückblicke, ich doch mit meiner jetzigen das meißte Glück erfuhr (und vielleicht noch erfahren werde), obwohl es auch den meißten Streß gab...

Nun, soviel für heute, bis demnächst...ich hoffe es geht euch gut...ich habe mir gerade ein Bier geöffnet und trinke auf Euer Wohl!

Iusa_belxl


*Prost* zusammen :-)

nun will ich mich doch auch noch mal in Eure "Männerrunde" einklinken und habe mir dafür auch mein erstes Bier seit einer Woche geöffnet :-)

Erst mal freut es mich sehr zu lesen, dass es gerade Männer sind, die so verständnisvoll, klar und ehrlich über Gefühle reden können, die rücksichtsvoll sind. Das bestätigt nämlich meine Meinung, dass nicht alle Männer psychische Probs verdrängen in dem sie sie wegsaufen oder wegpoppen. So, das musste mal gesagt werden.

Oh je, und jetzt muß ich schauen, dass ich alles, was mir beim Lesen so einfiel auch noch zusammen bekomme (ich vergesse bestimmt die Hälfte, aber egal).

Auf jeden Fall stimme ich dem Naiven (ich finden den Nick immer noch völlig fehl am Platz ;-)) zu: Es ist eine Projektion, mit Sicherheit! Da hat derNaive auch schon alles dazu geschrieben.

Aber so ein Streit kann auch ein Aufbau von Distanz sein, auch das würde ich bei M. (Alex) und C. (Furious) vermuten. Ich gebe zu, dass habe ich auch schon mal gemacht, auch wenn es mir erst im Nachhinein bewußt wurde - nur, bei mir ist es in 3 Jahren vielleicht 2 Mal passiert. Ich wollte einfach meine Ruhe haben und konnte es nicht klar sagen...doof eigentlich! Ich denke, dass kann man nicht so vergleichen, aber daher weiß ich, dass es das gibt.

Aber nun was anderes:

Ich habe ein ähnliches Problem mit meinem Freund.

Er ist sehr launisch, so würde ich das mal sagen. Das schlimme ist nur, er sieht es selbst nicht (überträgt es auf mich!). Also ich frage ihn z.B. ob er motzig ist, weil er so komisch schaut.... da fängt er an zu meckern, was diese Frage solle, er wäre doch nicht motzig, wie ich darauf käme usw. Ich antworte ganz normal, war nur eine Frage Schatz, Du hast so geschaut. Darf man denn nicht mal müde sein, ich habe den ganzen Tag gearbeitet usw.....ich weiß dann gar nicht, was ich sagen soll! Ich hatte doch einfach nur ganz lieb gefragt. Manchmal entbrennt dann ein Streit, eher ein Monolog seinerseits, in dem ich alle Dinge aus den letzten Tagen an den Kopf geschmissen bekomme, DIE eigentlich er gemacht hat....mhh ist schwer zu erklären. Naja, inzwischen bleibe ich in solchen Situationen ziemlich cool, lasse ihn sich austoben (er tobt dann wirklich und das nur wegen solch einer lächerlichen Frage!), lasse ihn in Ruhe und ein paar Stunden später gehe ich zu ihm. Er sitzt dann immer im Arbeitszimmer. ich sehe dann sofort, ob er wieder "normal" ist, was meistens der Fall ist.

Oft habe ich schon gesagt, ich kann das nicht mehr. Und ich stellte mich selber vor die Entscheidung: Entweder Du lebst damit, verhälst Dich entsprechend, lässt ihn in solchen "Ausfällen" gar nicht mehr an Dich ran - oder Trennung. Ich habe mich für ersteres entschieden.

Nur ist es hier natürlich einfacher, viel einfacher als bei Euch, weil er ja nachdem er sich ausgetobt hat wieder normal ist. Damit kann man natürlich leben wenn man will.

Ich glaube bei ihm ist es eine zu geringe Belastbarkeit, ich meine, er fühlt sich durch solch eine Frage (es gibt natürlich auch noch viele andere Anlässe für solche Ausfälle) einfach überfordert. Lange wollte ich das selbst nicht glauben, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man durch solche kleinen Dinge überfordert ist....aber auf der anderen Seite, warum nicht?

Sonst ist er der liebste, beste Mann der Welt für mich - in solchen Momenten kommt er mir vor wie Mr. Hyde -, der auch alles für mich und meine beiden Mädels tut (z.B. stand er während meiner akuten panikerkrankung voll hinter mir ohne mich unter Druck zu setzen).

So, das wollte ich jetzt auch mal loswerden, Danke für's mitlesen, auch wenn dies natürlich nicht mit Euren Situationen verglichen werden kann.

Alex, ich weiß nicht, was ich Dir wünschen soll...ob es wieder klappt oder nicht....tut mir leid!

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute!

Liebe Grüße

F~uriouxs


@die Männerrunde und Isabell :-)

@Leicester

Ich bin der selben Meinung wie Alex (wie soll es anders sein ;-D).

Du hast anscheinend den "Absprung" geschafft und hast wieder zu Dir selbst gefunden. Ich respektiere Deinen Mut und Deine Willenskraft!

Ich hätte auch gern die Kraft, mich in diesem "Spiel" in eine "bessere Position" (verzeiht die ganzen "", aber das soll die Ironie dieser ganzen Situation verdeutlichen ;-)) zu bringen. So hatte Alex genau das kürzlich beschrieben - was mir schon lange im Kopf rumgeistert. Eigentlich ist es ja wahr - sie ist von mir mindestens genau so abhängig, wie ich von ihr! Sie nutzt meine Abhängigkeit manchmal gnadenlos aus - wieso soll ich das nicht auch mal tun (wenn ich auch niemals so gnadenlos und kalt sein könnte) ???

@Alex

Ich bin wirklich sehr froh, dass Du das Ganze etwas gelassener siehst. Das ist doch schon mal ein riesengroßer Fortschritt!

Und da wären wir wieder beim "Spiel" und der "Spielerposition": allein mit dieser Einstellung und der Gewissheit, dass Du auch eine gewisse Macht hast, verschaffst Du Dir schon mal eine viel bessere "Position"!

Man fühlt sich doch gleich viel sicherer, wenn man dieses ganze Hin und Her nicht so an sich rankommen lässt. Leider klappt das bei mir nur in den allerseltensten Fällen.

Ich finde es ebenfalls Klasse, dass Du den Abend so "normal" wie möglich gestalten willst. Wenn Du nämlich wieder mit besonderen Überraschungen auffahren und sie von vorne bis hinten verwöhnen würdest, hätte sie wiedereinmal gewonnen und Du stündest als "der Böse" da, der ein schlechtes Gewissen bekommen hat und den "Fehler" auszubügeln versucht.

Ich bewundere Deine Gelassenheit - würde jetzt am liebsten mit einem gemütlichen Bierchen mit Dir anstoßen! :-)

@Isa

Also spontan würde ich sagen, dass Dein Freund ein Choleriker ist.

Jemand, der auf gewisse Situationen "allergisch" reagiert und dadurch eine enorme Wut aufbaut.

Wir haben in unserer Verwandtschaft so einen Fall. Er ist eigentlich ein ganz lieber und netter Kerl, aber in manchen Situationen scheint er - wie Du auch schon beschrieben hast - überfordert und macht uns die Hölle heiss. Wir haben gelernt, das zu ignorieren. Auch seine Frau scheint sich damit abgefunden zu haben. Sie geht ihm in seinen Choleriker-Phasen einfach aus dem Weg. Ob das jedoch für Dich in Ordnung, bzw. erträglich ist, musst Du letztlich selbst entscheiden...

Hmmm... Du schreibst ja, dass Ihr ansonsten recht glücklich seid... wie oft kommt es denn zu so einem Gefühlsausbruch??

Jo, dann sollte ich mich mal wieder meiner Arbeit zuwenden... bekomm sonst noch Ärger mit den Kollegen... ;-D.

In diesem Sinne: Prost und ein schönes Wochenende an alle! ;-D

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