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Ist meine Freundin "Borderlinerin"?

F8ur3ious


@Anais

Hey Anais,

sorry, hab Deinen Beitrag soeben erst gelesen... :-)

Also die Begriffe "Co-Abhängigkeit" und "Helfer-Syndrom" habe ich bisher noch nicht gehört... die Bedeutung (so wie ich sie interpretiere) trifft aber voll und ganz auf mich zu: manchmal kommt es mir so vor, als könne ich nur richtig glücklich sein, wenn ich mich für einen anderen Menschen "aufopfere".

Konnte ich jemanden helfen, bin ich zufrieden.

Ich habe mich auch schon des öfteren gefragt, ob nicht diese Bereitschaft zu helfen und meine Gefühle und Bedürfnisse in den Hintergrund zu stellen, an meiner komplizierten Beziehung schuld sein könnte.

Ich habe C. ja immer signalisiert, dass ich gerne das tun würde, was IHR gefällt. Ein ganz banales Beispiel: wenn wir überlegen, wo wir am Freitagabend hingehen... ich sage, wir könnten ins Kino gehen, weil ich einen bestimmten Film sehr gerne sehen würde. Sie sagt dann beispielsweise, dass sie lieber zu Hause bleiben würde. Was machen wir? Wir bleiben zu Hause! Und da gibt es für mich auch gar keine Diskussion! Sie will zu Hause bleiben, also machen wir das so. Ich hätte ein furchtbar schlechtes Gewissen, wenn ich sie "gegen ihren Willen" z. B. ins Kino schleppen würde.

Versteht mich richtig: das ist ja an und für sich ganz normal, aber bei uns ist das eben IMMER so.

Kannst Du das irgendwie nachvollziehen Anais - oder bin ich ein hoffnungsloser Fall? :-)

Liebe Grüße,

Furious.

FYuripouxs


@alle anderen in der Männerrunde...

So, hab mich jetzt mal durch die zahlreichen Beiträge "geackert" (find ich übrigens absolut Klasse, dass wir uns hier so super austauschen können!!). :-)

Ihr habt alle so recht. Ich kann mich absolut mit Euch identifizieren, erkenne mich in Euren Beiträgen eindeutig wieder.

Normalerweise würde ich jetzt sagen: Toll! Treffen wir uns mal auf ein Bier, wir könnten uns wohl prima verstehen! :-)

Leider sieht es aber so aus, dass wir schlicht und einfach alle das selbe Problem haben. Jeder in einem anderen Stadium und in verschiedenen Ausführungen. So hat z. B. derNaive wohl die schlimmsten und intensivsten Erfahrungen machen müssen.

Mir persönlich ist durch Eure Schilderungen einiges klar geworden. Ich bin sehr froh, in dieses Forum gelangt zu sein und Euch getroffen zu haben. Ich weiß jetzt, dass vielleicht einiges, aber gewiss NICHT alles meine Schuld ist.

Ich habe eingesehen, dass ich an mir arbeiten muss, um z. B. vieles lockerer zu sehen und einigermaßen cool an die Sache ranzugehen. Wenn ich das schaffe, könnte ich vielleicht mit dieser Frau gut auskommen. Schließlich liebe ich sie trotz allem sehr.

Ich glaube, dass dies auch die gleiche Vorgehensweise ist, mit der Alex seiner Freundin begegnen sollte. Es ist ein guter Weg. Klappt das dann immer noch nicht, werde ich mir weitere Schritte überlegen. Vielleicht komme ich dann trotzdem nicht um eine Trennung herum - wer weiß. So wie es jetzt ist, will ich jedenfalls nicht mein ganzes Leben verbringen.

@Leicester

Wenn ein anderer Typ mit im Spiel ist, dann ist das natürlich doppelt hart. Ich kenn das - meine vorletzte Freundin (also die 1. längere und komplizierte Beziehung) hatte 1 Tag nach dem großen "Final-Streit" einen neuen Freund, den sie schon länger kannte... naja... brauch ich wohl nicht viel mehr zu sagen. ;-)

Ich kenne dieses Gefühl, dass einen aufzufressen droht... warum der andere? Was ist an dem besser als an mir? Hab ich ihr nicht gereicht? usw. usw.

Du brauchst sicherlich viel Zeit, um das zu verarbeiten. Vielleicht kannst Du ja doch mal ein klärendes Gespräch anleiern. Sie soll Dir ins Gesicht sagen, warum sie einen anderen Typen mit ins Spiel gebracht hat! Aber so wie ich das einschätzen kann, lag das Problem bei Eurer Beziehung eindeutig bei Ihr und deshalb hast Du Dir gewiss nichts vorzuwerfen! Wie Du ein paar mal schon so richtig gesagt hast: Keep cool. :-)

@Isa

Schön, das Du den Glauben an das Gute im Manne noch nicht verloren hast!

Komm mal vorbei, dann laufe ich Dir über den Weg! ;-D

Asnaixs


Co-Abhängigkeit

Hallo Furious,

hm, also ein Wort hat mich extrem stutzig gemacht: Du hast das Gefühl Dich "aufzuopfern"...... Oh mein Lieber, will hier keine (Fern)Diagnose stellen, aber das hört sich schon ziemlich danach an............

Ein paar Worte zur Co-Abhängigkeit: Eigentlich kommt der Begriff von den Anonymen Alkoholikern, na eher von den Angehörigen Gruppen (Al Anon). Er bezeichnet die Angehörigen eines Alkoholikers (Partner, Kinder), die eine fatale Rolle übernehmen (müssen). Diese Co-Abhängigkeit kann sich aber z.B. auch bei Angehörigen von psychisch Kranken oder aus anderen Gründen entwickeln.

Das wichtigste ist aber: Endlich aus dieser Opferhaltung rauskommen, lieber Furious! Mich hat das mit der Zeit völlig unglücklich gemacht, und Du wirkst auf mich auch sehr unglücklich.

Es würde zu weit führen hier alles zu erklären. Ich möchte Dir zwei wunderbare Bücher empfehlen, ich habe sie verschlungen und hab sie erst wieder aus der Hand gelegt, als ich damit fertig war. Ich dachte, dass genau _ich_ in diesen Büchern beschrieben würde. Es war eine regelrechte "Offenbarung" für mich (ich weiss das klingt jetzt übertrieben, aber so war das damals).

Beide sind von Melody Beattie: "Die Sucht gebraucht zu werden" und "Kraft zum loslassen"

Zu Deinem Beispiel mit dem Kino: Klar hat sie das Recht keine Lust auf Kino zu haben, aber ebenso hast Du das Recht hinzuwollen. Also, was um alles in der Welt hat Dich davon abgehalten, allein ins Kino zu gehn, hm? Sie ist erwachsen und wird doch mal alleine bleiben können, oder? Sorry, aber da geht mir die Hutschnur hoch ;-)

Ihr zwei seid zwei verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen, auf die jeder dasselbe Recht hat. Es m.E. ist völlig unrealistisch zu glauben, man könnte immer es beiden recht machen. Es wird immer wieder zu Situationen kommen, in denen der eine auf den andren mal sauer ist, weil einer was macht, was den andren nicht passt (oh ein bisschen wirr, ich hoffe Du verstehst, was ich mein). Na und?

Wichtig ist auf seine Wünsche und Bedürfnisse zu hören und die dem Partner deutlich zu machen (Gedanken lesen müssen ist nämlich unmöglich ;-) ) und auch seine Grenzen setzen.

Ja es gibt Hoffnung! Ich bin auch seit über 2 Jahren dabei meine Co Abhängigkeit und damit meine Seele zu "heilen". Es ist wunderbar befreiend, man bekommt ein selbstbestimmtes Leben (zurück), aber es ist auch kein einfacher Weg. Nur zu gern fällt man in alte "Muster" zurück, wird also rückfällig ;-) Aber wir sind Menschen und die machen Fehler. Es lohnt sich Furious, nur Mut :-)

Alles Liebe

LXeiceEste/r


Coabhängigkeit & Co.

Hallo nochmal alle zusammen,

ich finde es wirklich sehr schön, dass so viele Leute hier offen darüber reden, was in Ihnen vorgeht, das konnte ich mit einer bestimmten Person nie ;-) ... Ich denke das hier ist kein Veteranentreff, sondern da hier wirklich ein gleiches Muster auffällt, unabhängig von dem was andere Leute schreiben, gehe ich doch mal davon aus, dass da sehr viel Wahres dran ist. Zum Thema Co-abhängigkeit, hmm... ich würde sagen, das trifft auf mich nur in einem sehr kleinen Masse zu, ich war früher ein Mensch, der sich viele Dinge auf die Schultern genommen hat, um überall zu helfen, aber heute ist da eher das Gegenteil der Fall, ich lade mir keine Dinge mehr auf, in denen ich für mich selbst nicht irgendeinen Nutzen sehe. Klar, man könnte mir Egoismus vorwerfen, aber so ist es nicht. Es ist ganz einfach so, dass ich sehr oft ausgenutzt wurde und damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe, ich bin nach wie vor sehr gutmütig, und gerne wird das auch heute noch ausgenutzt... deshalb, lieber mal zuerst an sich selber denken, die Welt ist nun einmal egoistisch, da kann man gar nix machen. Man muss selbst auch ein klein wenig Egoismus an den Tag legen, das ist ein Muss, man komt nicht darum herum, wenn man sich durch diese Welt schlagen möchte, ich lege es allen Menschen mit einer sogenannten Co-anhängigkeit ans Herz, glaubt mir, ihr werdet euch besser fühlen. Denn die Welt werdet ihr sowieso nicht retten können (ich zumindest hab's noch nicht geschafft). Es gibt so viel Mist und Ungerechtigkeit auf dem Planeten, und wenn man sich in manchen Dingen nicht ein wenig zusammenreisst, dann geht man schlichtweg unter, das ist meine Erfahrung, denn zu Skrupellos sind die anderen Leute, was ich ja jetzt mit diesem anderen Typen, mit dem meine Ex nur noch rumhängt, gemerkt habe. Noch was zu dieser Person: dieserjenige hat zuvor gezielt die Beziehung von einer guten Freundin meiner Ex zerstört, weil er selbst was von Ihr wollte... aber meine Ex hört nicht mehr auf ihre Warnungen, denn er hat sie überall erfolgreich schlecht gemacht. Aber ich denke es ist schon ein Armutszeugnis, andere Leute gegen eine Person aufhetzen zu müssen, nur weil man bei ihr nicht landen konnte... und noch mehr Armutszeugnis ist es, wenn man diesem jenigen auch noch Glauben schenkt. Ich hasse es, wenn sich Menschen von anderen so beeinflussen lassen, und unfähig sind, sich selbst ein Bild von der Situation zu machen... furchtbar, und das jetzt alles noch auf meine Kosten. Ich kann es immer noch nicht glauben, warum meine Ex denn auf so jemanden hört, der offensichtlich total durchtrieben und falsch ist, mir war der typ von anfang an unsympathisch, und mein Gefühl hat mich noch nie getäuscht, was solche Dinge angeht. Aber wiegesagt, er hat das so geschickt gemacht, dass ich am ende auch noch von meiner eigenen Freundin angelogen wurde, und ich konnte NICHTS dagegen tun. Alle meine Bemühungen, von wegen sei vorsichtig mit dem, nichts wurde geglaubt, es führte sogar dazu, dass ich noch fertiggemacht wurde, weil ich natürlich auf dem besten Wege dazu war, sie bei ihren Lügen zu erwischen, klar, muss man natürlich dann wieder mir so lange die Schuld vorwerfen, bis ich sie mir selbst eingestehe, obwohl sie selbst weiss, dass sie mich angelogen hat... so eine Schweinerei. Aber ich meine was reg ich mich auf, ich bin ehrlich, wahnsinnig tolerant und akzeptiere fast alles, solange es nicht explizit und ohne grund gegen mich geht, oder eine beleidigende Art und Weise annimmt. Sie wird es schwer haben, noch einmal jemanden wie mich zu finden. Ich habe alles für sie getan, sie war mein absoluter Liebling, ich habe sie geliebt wie sonst niemanden auf dieser Welt, ich ging mit ihr in den Urlaub wann ich nur konnte, wir erlebten Dinge zusammen, die sie mit wenigen Menschen in dieser Form hätte erleben können, ich wollte immer nur SIE, hatte niemand anderen im Kopf... und jetzt so was, und immer diese ungerechtfertigten Beschuldigungen, die eigentlich auf Sie zurückgehen... klar würde sie dasselbe über mich sagen, aber das bezieht die Projektion ja mit ein...

Ich weiss nicht, ich habe mich ein wenig in die tiefenpsychologischen Aspekte eingelesen... und klar, ich bin kein Experte und kann keine Diagnosen stellen, aber es gibt doch tatsächlich eine ganz Bestimmte Sache, die darauf zutrifft...

Paranoide Persönlichkeitsstörung

Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung : ca. 0,5 - 2,5 %

Kennzeichen der paranoiden Persönlichkeitsstörung sind übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisungen, das Nachtragen von Kränkungen, Mißtrauen sowie eine Neigung, Erlebtes zu verdrehen. Neutrale oder freundliche Handlungen anderer werden z. B. als feindlich oder verächtlich mißgedeutet. Das Verhalten der Mitmenschen wird oftmals auch ohne ersichtlichen Grund als Bedrohung interpretiert. Daher sind die Erkrankten ständig auf der Hut vor Angriffen, also außergewöhnlich wachsam. Es kommt zu wiederkehrenden, unberechtigten Verdächtigungen hinsichtlich der sexuellen Treue des Ehegatten oder Sexualpartners, d. h. die Beziehungsmuster der Betroffenen sind typischerweise geprägt von krankhafter Eifersucht und übersteigertem Mißtrauen, so daß die Treue in Freundschaften und Partnerschaften immer wieder in Frage gestellt wird.

Personen mit paranoider Persönlichkeitsstörung sind oftmals sehr verschlossen, da sie befürchten, daß preisgegebene Informationen gegen sie verwendet werden. Es besteht eine Neigung zu übermäßiger Empfindlichkeit, die durch Rechthaberei und Streitsucht kompensiert wird.

Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstruktur neigen zu überhöhtem Selbstwertgefühl und übertriebener Selbstbezogenheit. Aus tiefenpsychologischer Sicht besteht bei Personen mit paranoider Persönlichkeitsstörung die Neigung, eigene Aggressionen auf Mitmenschen zu übertragen und dann dort als Feindseligkeit wahrzunehmen und zu bekämpfen (Projektion).

Quelle: [[http://www.btonline.de/krankheiten/persoenlichkeit/pkstoerungen.html]]

Auch war bei meiner Freundin ein erhebliches Mass an "histrionischer Persönlichkeitsstörung" zu erkennen, sowie ein starker Hang zum Narzissmus (lest darüber ebenfalls auf dieser Seite. Aber das ist oftmals so, dass diese Menschen wohl mehrere dieser Störungen aufweisen, und die Gesamtstörung nicht klar kategorisiert werden kann...

Jetzt habe ich nur ein Problem: Ich liebe Sie nach wie vor, denke ich bin der einzige Mensch, der weiss, was wirklich in ihr vorgeht. Sie hat sich ihr Problem mit ihrer Persönlichkeit auch schon selbst eingestanden, das war mehr zu Beginn unserer Beziehung... wo sie mich sogar davor gewarnt hat. Einmal fragte sie mich: Ich habe ein Problem mit mir selbst, ich weiss gar nicht wer ich bin... glaubst Du ich bin böse? Dann hab ich ihr gesagt: "Nein, in Dir steckt ein sehr liebenswertes und nettes Mädchen, dass ich sehr liebe, Du musst nur tief in Dein Herz schauen, dor wirst Du dieses Mädchen finden und erkennen wer Du bist." Sie hat dann nur gemeint, ich solle vorsichtig sein, denn wenn sie in diese Phase verfällt, wird sie alles gegen mich verwenden, um nicht darüber nachdenken zu müssen, und ich werde keine Chance gegen sie haben...

So war es dann auch, es hat ausgeartet und es wurde alles nur noch auf mich gedreht... obwohl ich nie mit so etwas konfrontiert war... gut ich gebe es zu, ich habe auch meine Macken, und ich bin kein 0815-typ, der super mit der Welt klarkommt. Ich neige z.B. sehr häufig zu impulsivem Verhalten, vor allem dann, wenn ich aktiv angegriffen werde, schlage dann häufig etwas kaputt, aber ich kenne meine Macke, und kann mich bei nicht absolut erheblicher Überreizung auch kontrollieren mittlerweile. Ich könnt euch vorstellen, dass diese Art von Macke in Kombination mit einem solchen Menschen wohl eher nicht so geeignet ist, das hat mich mal mein Handy gekostet und noch einiges mehr... tja, da bin ich selber schuld... Selbstkontrolle ist angesagt, aber es ist dann halt schwer, wenn ich ohnehin schon in der absoluten emotionalen Krise stecke... naja, nix für ungut, meine Wutausbrüche richten sich immer gegen ersetzbare Dinge... es kostet mich dann halt zur Strafe immer viel geld. Aber hier soll jetzt mal kein falsches Bild entstehen, ich bin eher der ruhigere Mensch, man sollte mich halt nicht bewusst überstrapazieren,

um auszutesten wie weit man gehen kann. Jemand dem ich wichtig bin, und merkt, dass ich in diese Richtung tendiere, holt mich da auch ganz schnell wieder runter... so seh ich das. Naja, ich weiss jetzt halt echt nicht was ich tun soll, eigentlich müsste ich ihr helfen, aber wie? Die Krankheit beinhaltet ja, es sich nie und nimmer selbst einzugestehen...

Es war ein Fehler, damals nicht sofort darauf einzugehen. Was meint ihr dazu?

Lieben Gruss,

LFeCicestxer


Und nochmal ein Link...

Ha, das was ich hier gefunden habe, trifft in meiner Situation wie die Faust auf's Auge! Es ist gar schon unglaublich... aber es gibt wirklich einen Zusammenhang, wie schon vorher von mir vermutet, zwischen Borderline, Narzissmus und histrionischem Verhalten... ich erkenne fast alles aus diesem Dokument wieder.

seht's euch mal an... vielleicht trifft das bei dem ein oder anderen genauso zu:

[[http://www.beepworld.de/members/histrionisch-narzistisch/]]

D<erN|aAivxe


Re

Hallo Leicester,

histrionisch (früher hysterisch) passte, schizophren(e Kommunikation) passte, narzisstische Persönlichkeitsstörung passte, und dein Hinweis auf paranoide Persönlichkeitsstörung (kannte ich bisher so nicht), trifft auch voll ins Schwarze. Merkwürdig. Alles zusammen. Aus deinem vorletzten Beitrag hätte jede Begebenheit auch von mir stammen können, bis auf das Thema mit dem Sex.

Was mich nur wundert, ist, daß sie dich damals vorher vor sich selbst gewarnt hat.

Irgendwie hatte ich oft das Gefühl, daß "meine" bei aller zur Schau gestellten Moralität - und: Kehrseite der Medaille, die paranoide Vorstellung, ich sei der Betrüger, der fremdgeher - daß sie tief drinnen vor sich selbst die Angst verspürt, ein Arschloch zu sein. Sie macht mich aggressiv an, setzt mich unter Druck, gebe ich nicht nach, heißt es: du glaubst, ich sei schlecht, du liebst mich ja garnicht. Das ist dann wieder Provokation von der entgegengesetzten Seite, gleichzeitig steckt dahinter ihre eigene Angst, Schuldgefühle, schlecht zu sein. Frag´ mich warum. Ich glaubte lange an Mißbrauch.

Keine Ahnung. Wir waren noch keine drei Wochen frisch verliebt, da muß sie mich austesten, ich erfuhr es zwei jahre später: sie tat verstört, forderte mein verwirrtes Nachfragen heraus und erfindet eine Geschichte: sie hat eine heimliche Affäre mit einem verheirateten Mann. (aus dem Freundeskreis, seine frau kennt sie auch) Einfach erlogen, um zu testen, ob mir das nahe geht. Ich wollte dich damals ja nur ein bißchen eifersüchtig machen. Oder war es nicht gelogen, hat sie mich zwei Jahre später belogen, um zu leugnen...... ??? ??

Aber mir ständig diesen ganzen Dreck anhängen, zu dem ich nicht in der Lage bin. Pervers.

Nach außen bemüht sie sich um Positives, um ein konstruktives Leben, kann ich schätzen, ihre Absichten, ihr Tun, die Erziehung ihres Sohnes....... Aber was im Innern abgeht, das glaubt mir keiner.

LDeic`estexr


@DerNaive

Doch, ich glaube Dir. Aber da kann man halt irgendwie gar nix machen... Ich denke drüber nach, ob ich es besser hätte managen können, wäre mir das alles früher klar gewesen, jetzt hab' ich sie verloren... aber ich meine was soll's. Ich habe ja auch gelesen, dass es sich um ein Zwangverhalten bei diesen Menschen handelt, dass diese zwanghafte ungerechtfertigte Kritik eben immer angebracht werden MUSS. Ich hielt sie auf eine gewisse Art für sehr intelligent, obwohl sie auch andererseits sehr dummes Verhalten an den Tag gelegt hat, ich habe da aber oft nichts gesagt, obwohl es mich genervt hat...

Sie hat mich öfter gewarnt, war sich wohl über sich selber ganz gut im Klaren... hat auch oft gesagt: Lass mich doch meckern, Du weisst doch, dass ich diese Phasen habe, auch hat sie sich sogar einmal für einen exzessiven Meckeranfall bei mir schriftlich entschuldigt(!!!). Aber das bringt mir ja alles nix, denn nach Kurzem wird es schon nicht mehr berücksichtigt, und es geht wieder von vorne los... und dann halt immer so persönlich alles, ich denke ich hätte oft ein Auge zudrücken können, aber das Problem liegt dabei, dass ich selbst einfach zu vieles mitmachen hätte müssen, das mich eigentlich zu sehr verletzt, da kannst Du wohl auch ein Lied davon singen. Naja, das mit dem Sex, er war auch nicht immer schlecht, es gab auch Phasen, da sind wir wieder voll übereinander hergefallen... vor allem nach einem Streit ging das gut zur Sache... aber halt gegen Ende eher selten, es hing wohl damit zusammen, dass ich innerlich schon mit dem Ende konfrontiert war. Aber ich frage mich was es bringt, eine solche Beziehung zu führen, ich denke man wird immer wieder übelst gepeinigt, und wenn man es locker sieht, bekommt man vorgeworfen, man würde es nicht Ernst nehmen. Ich weiss nicht, wie man so was handhaben soll, d.h. eigentlich schon, im Prinzip müsste man immer total fest auf seiner Meinung stehen, aber was hab ich denn davon, wenn ich dann wieder ne woche in der Luft hänge, bis sie dann kommt und sich entschuldigt? Ich sag's ehrlich, das geht mir zu arg an die Substanz, und es ist nicht das, was ich mir unter einer Beziehung vorstelle. Klar, das hält die Gefühle immer warm, weil man ständig am Limit fährt, aber ich tendiere dann zum totalen austicken wenn ich wieder einmal bis ans Ende provoziert wurde... ich fuhr dann nach einer solchen eskapade immer sehr sehr flott nach hause im totalen Wahn, und gefährde mich und andere, das ist alles crap, ich bin zu sensibel für so was, kann es nicht aushalten. Deshalb denke ich, es ist wohl besser so, ich kann auch beim besten willen zu vielem nicht stehen... ihre ganze aufgesetzte Art, das ist alles total Falsch, zieht tausend Jungs hinter sich her... verteilt überall ihre Telefonnummer, wird oft angerufen von anderen Männern, hält es für ok, muss sich immer in den Mittelpunkt stellen auf jeder Party, und absolut jeden anmachen wo es nur geht, sie streitet das immer ab, aber dann kommt dann irgendwann wieder so ein satz wie: Du weisst doch, dass ich die Aufmerksamkeit brauche um micht gut zu fühlen! .... Tja. Ich werde versuchen, mir nicht so viele Gedanken zu machen.

Würde mich interessieren, was Du glaubst, was wird passieren, wenn wir uns wieder sehen? Was rätst Du mir für ein Verhalten? Ausserdem hab ich keinen Bock auf diese Restriktionen mehr, von wegen nicht da sein, wo sie ist, ich habe Schluss gemacht, ich sollte jetzt die Regeln machen. Erzähl mir bitte, oder vielleicht auch jemand anders, wie ihr glaubt, das am besten zu lösen, ich bin mir sehr unsicher um ehrlich zu sein.

Gute Nacht, und thx für die Antwort.

LseicTeoster


Oh mann... schon wieder gekrist.

Tach ihr leute, ich bin schon wieder irgendwie am Ende... immer denke ich, ich bin darüber hinweg, weil ich es durchschaut habe... aber die Wahrheit ist, dass es mir auch nicht viel besser geht, ganz im Gegenteil, es tut mir alles voll weh und sehr viel Leid. Ich hätte es vielleicht besser machen können, wenn ich bescheid gewusst hätte über dieses Verhalten, dann hätte ich es lockerer nehmen können, auf jeden Fall. Ausserdem tut mir das weh, denn ich liebe die Person im Grunde ja noch... ach ich weiss auch nicht. verwirrung. ich glaub ich mach mal musik...

cu

D#erNadive


Re

Hallo Leicester,

kann deine Gefühle gut verstehen. Kann dich nur damit - nicht wirklich- trösten, daß es irgendwann vorbeigeht. Monatelang hat mich ein Gefühl zu ihr noch richtig körperlich durchdrungen. Dann kamen die Monate der Wut (phasenweise Hass), der Erkenntnis. Nach 9 Monaten waren die Gefühle weg. Schwer zu beschreiben. Und jetzt hatte ich gerade wieder ein Wochenende, wo ich längst Vergangenes wieder aufwühle. Weis nicht genau, was das ist. Aber es ist keine brennende Sehnsucht, kein brennender Schmerz mehr. Irgendwann kannst auch du ruhig zurückblicken.

Da musste durch und da kommste auch durch.

E%hemaligeTr Nutzer~ (#1x5)


@Leicester

Ich kann Dich gut verstehen.

Aber glaubst Du wirklich, wenn Du die Infos die Du jetzt hast schon eher gehabt hättest, wäre es anders gelaufen? Du hättest es lockerer sehen können?

Glaube ich nicht so ganz. Du hättest trotzdem nichts tun können. Und wenn Du was getan hättest, dann hätte es wahrscheinlich therapeutische Ansätze gehabt und damit wäre sie wahrscheinlich gar nicht klar gekommen....

Das schwerste ist als Angehöriger eines Betroffenen zu erkennen, dass man hilflos ist und nichts tun kann, solange der andere sich nicht helfen lassen WILL.

Lass' den Kopf nicht hängen! Es dauert, aber es kommt wieder eine neue, schöne Zeit.

Liebe Grüße

PS: Musik hilft doch immer :-)

L-eic,estoexr


Danke

Wollte mich einmal für seelischen Beistand bei allen bedanken, das bringt echt was, wenn man sich hier ausreden kann. Es gibt nicht so viele Leute, die dafür verständnis haben... sollte ich einmal in diese Phase verfallen. Meistens heisst es da nur: hör auf rumzujammern Mann, das kann man ja nicht aushalten mit Dir. Aber diese Leute sind keinen pfennig--ähh cent Wert, das habe ich gemerkt. Kann ich getrost drauf verzichten. Selbst hier im Forum, wo ich mich erst seit Kurzem aufhalte, besteht mehr anerkennung unter den Leuten, obwohl ich keinen persönlich kenne... das verrät weider einiges über den Grossteil der Menschen und bestätigt mein Blid der 'Allgemeinheit'. Gott sei dank gibt es auch Ausnahmen, und diese klitztekleinen Ausnahmen lassen mich immer wieder auf das Gute im Menschen bauen.

Macht's gut... ihr seid ok! Keep it up...

e=inh?ü$hnchexn


Leicester

"Es gibt nicht so viele Leute, die dafür verständnis haben... sollte ich einmal in diese Phase verfallen. "

sorry, dass ich mich in eueren beitrag einmische, aber dazu muss ich einfach sagen, ich habe nie zuvor von borderline gehört, erst als ich in dieses forum hier geschaut habe, wurde ich auf dieses krankheitsbild aufmerksam.

so geht es vielen anderen menschen auch und es ist einfach das unwissen, dass diesen mangel an richtiger empathie mit sich bringt, nicht der böse wille.

alles gute für euch !

F(uNrNi\ouxs


Bin auch da und lese ständig mit.

@Leicester

Moin, moin,

wollte nur sagen, dass ich auch da bin und mit Dir/Euch fühle!

Mir fehlen nur oft die richtigen Worte. Das ist auch so ein Problem, das sich aus meiner Beziehung entwickelt hat... früher war ich für viele Kumpels (männlich wie weiblich) DER Ansprechpartner bei Problemen. Hatte immer einen guten Ratschlag parat. Und jetzt? Ich bin nur noch ausgelaugt, kraftlos und leer...

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen >> die Zeit heilt alle Wunden.

Ich hatte doch von einer ähnlichen Situation mit meiner "Ex-Ex-Freundin" erzählt... es tat damals weh - sehr weh! Und immer, wenn ich sie oder den "neuen" sah (das war häufig, denn wir hatten einen ähnlichen Bekanntenkreis), stießen 1000 Nadeln in mein Herz.

Am liebsten hätte ich den Typen mal so richtig zur Rede gestellt und darauf gewartet, dass er mir einen Grund gibt, ihm eine zu knallen. Aber dann ließ ich es - Gott sei Dank - doch lieber bleiben.

Es wird noch eine Weile dauern - bei mir dauerte es fast ein Jahr. Aber wenn Du Dich nicht auf die faule Haut legst, sondern aktiv durch den Alltag gehst (und ihn nicht langweilig werden lässt), dann packst Du das! Jetzt ist die richtige Zeit, um es so richtig krachen zu lassen! :-)

Ich wünsche Dir ganz doll viel Glück dabei...

Fduri`ouxs


@Anais

Hey Anais,

vielen Dank für Deinen lieben Beitrag!

Das mit dem "aufopfern" habe ich vielleicht etwas übertrieben. Es ist aber trotzdem so, dass ich meine Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle ständig in den Hintergrund stelle, um anderen helfen zu können. Also ist Deine Ferndiagnose sicherlich nicht ganz falsch!

Ja, auch hier hast Du recht: ich bin unglücklich. Aber ich habe auch nicht die Kraft, mich aus dieser "Opferhaltung" zu befreien. Dazu müsste ich mich vermutlich von meiner Freundin trennen und ich glaube nicht, dass ich das kann... dazu ist die Liebe einfach zu stark! Ich weiß, es hört sich ziemlich blöd an, aber es ist leider so.

Vielen Dank für Deinen Büchertip! Ich werde diese bestimmt mal durchlesen. Vielleicht bringt mich das auf den richtigen Weg!

Nochmal zu dem Beispiel mit dem Kino: stimmt - ich hätte auch alleine hingehen können. Aber dann hätte sie sich beschwert, weil ich sie alleine lasse. Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen gehabt und den Film nicht richtig genießen können. Drum hab ich lieber gleich verzichtet. Sie war zufrieden, es gab keinen Streit und alles war in Ordnung...

Ich weiß auch nicht, wie es weitergehen soll. Eigentlich ist das ja eine ganz trostlose und traurige Geschichte... aber vielleicht bekomme ich das ja irgendwie auf die Reihe und kann wieder ein schönes Leben führen. Ohne Stress - ohne Streit - ohne Abhängigkeit...

Du schreibst von Deiner Co-Abhängigkeit... welche "Krankheit" hat denn Dein Partner?

Liebe Grüße,

Furious.

L_eiceester


Ouh ouh....

Schlimmer Tag, leute, schlimmer Tag... weiss auch nicht, heute belastet mich diese Sache wieder übermässig, es zieht mich schon wieder, und ich kann nichts Tun... selbst hobbies gehn heut nicht. Was kann man tun?

ich weiss es nicht

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