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Ist meine Freundin "Borderlinerin"?

A[lex


Neuanfang ??? Bin unsicher

Hi,

ich bin´s mal wieder, hab mich paar Tage nicht zu Wort gemeldet, aber immer fleißig mitgelesen, zu mehr kam ich leider nicht,...daß scheint die so relaxte Zeit mit meiner Liebsten mit sich zu bringen, ständig was unternommen, viel telefoniert. Heute hatte ich mir aber vorgenommen, auf jeden Fall was zu schreiben, ich darf aufgrund einer Hochphase nicht alles schleifen lassen, das ist ein Fehler von mir! Nun, wie gesagt, die Tage waren toll, und prompt heute, wo ich so oder so was schreiben wollte, gibt´s da schon wieder Streß. Ganz kurz: hab nur kurz mit ihr telefoniert, sie war sofort sauer. Grund: sie hat n Prüfungsergebnis zurückbekommen, ist durchgefallen, war was wichtiges. Nun, ich wußte nicht recht, wie ich mich verhalten soll, manchmal nimmt sie sowas total mit, zumals ne echt wichtige Sache war. Hab erst gemeint: "Scheiße, daß ist ja blöd", "Tut mir total leid" und so. Ging schon los mit so Antworten wie "Mir auch" und so. Naja, fragte dann ob sie schlecht drauf wäre, so im Sinne von ob sie total frustriert ist oder es ihr nicht so nahe geht, ob sie vielleicht labern mag. Nun, sie war der Ansicht, die Fragen wären "nervig", weil ich die Antworten mir eh schon denken kann und was das dann soll. Naja, Gespräch war natürlich im Eimer. Nicht, daß ihr mich falsch versteht, ich seh das als klitzekleine Sache, und ich wollte ja auch was ändern, die Sachen nicht mehr so hoch einstufen, das tue ich auch nicht. Dennoch, hätte ihr lieber Trost geschenkt, sie aufgeheitert oder so. Ob ich´s hätte anders oder besser machen können?? Keine Ahnung, vielleicht nicht, trotzdem: es tut mir total leid für sie und es gefällt mir nicht, daß sie nun auch noch verärgert ist, wenn das auch bei ihr genauso schnell vergehen wird. Nun, wie gesagt, keine große Sache, früher hätte ich jetzt nochmal angerufen, mich entschuldigt für die Fragerei, aber das lasse ich. Würde nichts bringen, das Thema ist so unwichtig, kann man eh nicht viel zu sagen. Sticht aber nach wie vor etwas, hatte gute Absichten, sie ist genervt...Alternative wäre gewesen, nicht groß auf die Prüfung einsteigen, sagen "Scheiße", Thema wechseln, ihr Lustiges erzählen. Unterschied? Keine Ahnung, vielleicht wäre das dann zu wenig Aufmerksamkeit gewesen. Wie man´s dreht, da bleibt nur ein großer Haufen Unsinn...ich will sowas einfach keine Bedeutung mehr zumessen. Aber ich finde das Beispiel zeigt ganz schön, wie schnell das geht und ein Gesrpäch plötzlich auf dem Nullpunkt ist. Soviel dazu, will daran nicht mehr denken.

Nun, an DerNaive: Vielen Dank für Dein ausführliches Kommentar zu meinm Wochenende, hab begeistert gelesen und stimme Dir da auch größtenteils total zu. Ist interessant, einen Eindruck von jemandem zu lesen, der mir eiegntlich persönlich gar nicht bekannt ist, ...und dann triffst Du voll ins Schwarze!

An Leicester: Mann, ich kann Dich echt total verstehen und Deine Gefühle allzugut nachempfinden! Du versuchts rational zu denken, denkst, alles durchstiegen zu haben und fühlst Dich besser, und dann rutscht Du doch in dieses Scheiß Loch von Zeit zu Zeit. Sitzt wahrscheinlich rum, grübelst, machst gar nix, hörst Dir Songs an, die Dich nur daran erinnern, bist traurig und verzweifelt, wünscht Dir nichts sehnlicher, als das Du sie wieder hast! Und dann schaltet sich wieder Dein Kopf ein und sagt Dir "Das war´s jetzt erstmal" und reißt Dich noch weiter runter! Ich kenn das allzu gut aus meiner Vergangenheit. Tipps? Nicht wirklich, gibt es wohl auch nicht. Bei mir waren damals über 3 Jahre in knapp 1-2 Monaten vergessen und ich war wieder oben, aber das ist sicher nicht die Regel. Hab auch viel gesoffen damals, eigentlich täglich, bin nie ohne Vollsuff nach Hause gekommen abends, mir war echt alles scheißegal stellenweise, dachte, ich werde eh nie mehr glücklich und hab mir geschworen, nie wieder ein Mädel an mich ranlassen (emotional), damit ich nie mehr so leiden muß und so verletzt werde, währen die damalige Ex schon mit dem nächsten glücklich war und ich mir das auch noch mit angucken durfte (selber Freundeskreis, selbe Locations und so). Gott, ich war ein Wrack! Nun, Leiden ist gut, das hilft darüber hinwegzukommen. Ich denke, man muß im Arsch sein, nur dann kann man irgendwann loslassen. Aber, wenn ich das mal so sagen darf, Du scheinst mir nicht bereit dazu. Du denkst nicht, daß es vorbei ist, irgendwo hegst Du die Hoffnung, das Du nach der Trennungsphase wieder alles hinbiegen kannst. (Wenn ich falsch liege, entschuldige, ich kann das natürlich nur vermuten!). Solange Du so denkst, wirst Du weiterleiden. Aber, Dein Wunsch ist ok, den kann ich nämlich voll verstehen, es wäre seltsam, wenn Du nicht so denken würdest! Der Rat, das die Zeit die Wunden heilt, hört sich klar banal und billig an und Du willst ihn nicht hören, aber er stimmt und das weißt Du natürlich auch. Hilft Dir nur im Moment nicht, weil er den momentanen Schmerz nicht besser macht. Vielleicht hilft´s, wenn ich erzähle, wie ich damals so schnell rauskam, und ich hab die Frau wirklich geliebt (wir waren verlobt und alles). Freunde haben mir geholfen, anfangs hatte ich nur einen, die anderen waren alle mehr von meiner Ex in Beschlag genommen. Nun, er hat mich genötigt rauszugehen, obwohl ich null Bock hatte, ist mit mir weg abends und so. Irgendwann kehrten auch andere gemeinsame Freunde meiner Ex den Rücken (damit hatte ich nix zu tun!) und halfen mir. Ich war jeden Abend weg, über Wochen, jede Party...ich war dabei. Und ich hab ständig über meinen Kummer gelabert, immer, wenn mir danach war, und das war oft. Irgendwann lernte ich ein neues Mädel kennen, Zufall und nur was harmloses, bisschen Knutschen und so...aber auch das half. Und schließlich meine Ex, die hat einen großen Teil dazu beigetragen, da liefen unschöne Dinge...ihr neuer und sein bester Freund (der auch auf sie scharf war) intrigierten, und schoben die Schuld auf mich...ich würde vor ihrem Haus stehen und sie beobachten und so n Shit. Ich war schockiert als ich das hörte, hab sie aufgeklärt, ob´s half keine Ahnung. Ich wurde gedemütigt und verletzt, bis ich die Schnauze voll hatte, ich hab sie echt gehasst für kurze Zeit...und dann wurde es besser, ich war bereit zu sagen, sie hat mich nicht verdient. Es war eine schöne Zeit, aber jetzt ist sie nicht mehr ser Mensch, den ich mir wünsche. Ja, so lief das kurz umrissen.

Kann mich also im Wesentlichen nur den anderen anschließen: mach viel, beschäftige Dich, zwing Dich dazu, aber leide auch von Zeit zu zeit...und sollte ich Recht haben und Du den Wunsch hegen, sie zurückzuhaben, dann mein Typ: Wozu die 2 Monate abwarten, ruf sie an, triff Dich mit ihr. Wenn es wieder was werden soll, warum nicht sofort? Was soll schon passieren? Du kriegst einen Anschiß oder es gibt Mordsstreß...auch der würde Dir helfen, klarer zu sehen. Im Arsch bist Du eh schon, also, was soll schon passieren? Aber wenn es das Warten ist, daß Dich so fertig macht, dann warte nicht länger und mach was, für Dich!

Ich wünsche euch was!

L^eicjesZtexr


Wieder besser

Danke für den Tip Alex, ich war zum glück schon bevor ich ihn las wieder aufm Dampfer. Hatte heut irgendwie zwei schreckliche Stunden, es stand alles still, hab mich nicht uberwunden. Doch es geht auch wieder, wenn ich will. ich hab mich erneut gefunden...

Aber ich versteh den Tip nicht ganz mit dem sofort anrufen.. der Zug ist abgefahren, da gibt's nix im moment, das wäre ein Schuss ins reinste chaos. Aber bald ist Valentinstag... nein, ich darf gar nicht erst in versuchung geraten, meine feinst aufgebaute nicht-abhängigkeit wieder zu versauen, irgendwann wird diese Denkweise überwiegen, mit der Zeit... das kommt auf meine Willensstärke an. Ausserdem will ich auch noch andere Frauen probieren, zwei sind definitiv zu wenig :-) - da ist noch mehr drin, besseres denke ich. So dann, danke für die Müh. Cu

AFnaixs


Aufopfern.......

Lieber Furious,

hm, also Du bist schon auf dem richtigen Weg :-) Du hast erkannt, dass Du Deine Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle ständig in den Hintergrund stellst (Zitat von Dir). Das kenn ich nur zu gut. Und weisst Du auch, was dann mit mir oder mit Dir oder mit jedem anderen Menschen passiert, der das alles unterdrückt? Man bekommt eine - wenn auch am Anfang nur ganz leise und unmerkliche - Wut auf den andren, irgendwann auf sich selbst, weil man sich selbst regelrecht vernachlässigt, dann wird man traurig und im worst case entwickelt man eine handfeste Depression. So war es jedenfalls bei mir. Man "suhlt" sich in Selbstmitleid und in der Opferrolle, und kann nicht verstehen, warum der andre nicht gebührend dankbar ist für das was man alles für ihn tut. Melody hat da einen Fachausdruck dafür, fällt mir aber grad nicht ein, irgendwas mit einem Dreieck, in dem man sich da mit dem Partner bewegt.............

Ich weiss selbst, dass es gut tut hier im Forum mal zu jammern, sich auszuko..... und sich mal über den Partner zu beklagen. Aber Fakt ist auch: das ändert rein gar nichts, Null. Irgendwann zieht man sich damit nur noch runter, man verharrt in seiner Märtyrer-Rolle und nervt auch irgendwann die Freunde damit. Ich verstehe gut, dass die irgendwann die Nase voll davon haben, wenn sie merken, dass sich im Prinzip nichts tut. Sie haben auch das Recht darauf nicht immer nur der "Mülleimer" sein zu müssen, v.a. wenn sie merken, dass es keinen Schritt vorwärts geht.

So und wie kommt da raus? Fakt ist, dass Du niemals (und das meine ich sehr, sehr deutlich!!) einen anderen Menschen ändern kannst und wirst. Du kannst nur Dich selbst und Dein Verhalten ändern, und das ist schon schwer genug. Das ist das erste, was ich hab begreifen müssen. Das ist der erste Schritt. Der zweite Schritt für mich war, dass ich konsequent auf mich geachtet habe: Auf meine Gefühle, meine Bedürfnisse. Das fällt am Anfang schwer, weil ich es gar nicht mehr gewohnt war auf mich zu hören. Der dritte Schritt ist zu lernen, wie ich meinen Mitmenschen meine Gefühle und Wünsche mitteile und zwar in angemessener Weise ohne mit der Faust auf den Tisch zu schlagen oder zum Egoisten zu mutieren ;-)

Noch mal zum Beispiel Kino: Du schreibst: "Sie war zufrieden, es gab keinen Streit und alles war in Ordnung... " Soso, also sie war zufrieden und damit wars in Ordnung ??? Tut mir leid, aber das stimmt doch nicht, Furios!!! Du wolltest ins Kino, Du hast verzichtet, DU warst nicht zufrieden, oder? Ich gehe jede Wette ein, dass Du dabei (wieder mal) eine Enttäuschung und ein bisschen Wut abgespeichert hast, tief in Deinem Innern........ Und diese Gefühle speichert man ab, werden auf Halde gelegt, rumoren weiter, bis man nicht mehr kann. Ich kenne das so gut...................... Aber ich sag Dir noch was aus meiner Erfahrung: So kann man meiner Meinung nach auf keinen Fall eine gleichberechtigte, liebevolle, dauerhafte und glückliche Beziehung führen, die für beide Partner Erfüllung bedeutet. Ich weiss das klingt hart..........

Zu deiner Frage noch: Meine Co-Abhängigkeit ist nicht durch meinen jetztigen Partner bedingt, die kommt aus der Kindheit, mein Vater war Alkoholiker. Daher ist meine Co-Abhängigkeit auch ziemlich massiv (gewesen), da in frühester Kindheit "angelegt". Mein Ex-Mann hat diese Tatsache sehr zu seinem Vorteil ausgenutzt (ob bewusst oder unbewusst lass ich mal dahingestellt, ich habs mit mir ja auch machen lassen) und mich dadurch noch mehr hineinrutschen lassen................. Aber das ist vorbei und ich bin auf dem Weg der Heilung :-), wie ich schon schrieb, ein wunderbares Gefühl der Befreiung macht sich breit. Es ist oft schwer dabei bzw. bei sich selbst zu bleiben, aber ich sag immer: "Ich übe noch, da darf ich auch mal Fehler machen" ;-)

Liebe Grüße

DFerN~aive


Re

Hallo Alex,

ja, es ist erstaunlich, wie deckungsgleich doch die erlebten Muster sind. Wenn du deine Geschichte beschreibst, habe ich sie als Film und Gefühl sofort vor mir, kenne ich in- und auswendig. Jetzt drehen wir uns weiter im Kreis und ich denke, wozu noch schreiben. Bin fast ne Generation älter als du und dachte eben: naja, in deinem Alter, da sind Beziehungen ja noch mehr Spielerei, Probieren........ Geht vorbei. Oder als Leicester schrieb, zwei sind definitiv zu wenig........ ja, es ist zu früh für ne Endzeitstimmung - ich mußte schmunzeln. In seinem Alter.....?

Aber: diese Gedanken ändern nichts daran, daß wir die gleichen schrecklichen Gefühle erleben bzw, erlebt haben.

Deshalb nochmal zu deinem Telefonat. Du bist doch schon wieder durch den Wind und in der Falle. "Hätte ich besser...., sollte ich....., ich ignoriere....., ist nicht so wichtig...... > Chaos. Schon wieder quälst du dich. Der Müll liegt in deinem Zimmer.

Von ihr geht Druck aus, und bei dir bleiben Selbstzweifel, Rechtfertigungsdruck zurück..... und die tief sitzende Verunsicherung bricht wieder auf. Das Thema hält dich am Laufen. Glaube bloß nicht, daß du nach zwei schönen Tagen sie wieder sicher hast, dich auf etwas verlassen kannst - aus ihrer Sicht: Kontrolle über sie hast, nein, dann kommt sofort der Dämpfer.

Wer alleine die Beziehung kontrolliert ist sie. Werde bloß nicht zu überschwenglich, sie aufgrund 2 schöner Tage in deinen goldenen Käfig packen zu wollen.

Das Thema ist einfach Macht und Druck. Und du kommst schon wieder ins Routieren, was du anders oder besser hättest machen können. Du hast nichts gemacht! Das Thema ist, du darfst nicht du selbst sein, und der Müll liegt schon wieder alleine bei dir zu Hause. Dieses Muster: auf und ab, ist zwangsläufig, mit vorhersehbarer Regelmäßigkeit. Und nach jedem wieder schönen Tag verfallen wir der Illusion, es gäbe das Muster nicht mehr ("ich glaube, das Eis ist gebrochen"), Ich glaube, es hat sich etwas verändert....... Ich weiß auch nicht, ob man in derartigen Beziehungen nicht vorrangig der Müllentsorgung dient.

Blabla, usw........

Solche Beziehungen leben in einer Traumwelt, man lebt ständig in der Hoffnung, daß das, was nicht funktioniert, morgen endlich funktionieren möge. Ein Indiz für diesen unrealistischen Zustand ist, daß man nicht jetzt sofort alle Worte, Gefühle, Gedanken auf den Tisch legen kann, der andere nimmt sie ernst, man kann sich so austauschen, wie man ist und sich fühlt.

Nein, sie kann "ohne ihren Anwalt" nichts sagen, nicht jetzt, nein, sie muß erst vor dir stehen, um zu wissen........., nein........, nein, nein........ Macht. Dann folgt die Attacke, der Vorwurf, die Kälte, die gnadenlose Arroganz.

Wenn ich zurückdenke, mit welcher inneren Vermeidungshaltung (Angst) ich ihr begegnete. Sexuell schmolzen wir beide immer innigst dahin, da gab es nicht die geringste Verunsicherung. Aber ich könnte ja vorher ne falsche Bewegung machen, das Falsche gesagt haben......... es ist wie ne Zwangsjacke, die man umlegt, sobald man ihr Haus betritt. Vorsicht Tretminen! Kann es das sein? Diese Enge? Dieses Gefühl von ihrer Willkür abhängig zu sein?

A"lex


Re: Leicester und DerNaive

Hi,

zu Leicester: freut mich, daß es Dir etwas besser geht,...mein Tip war eigentlich nur für den Fall gemeint, daß Du Doch denkst, sie wieder haben zu wollen (wäre ja möglich). In einem solchen Fall hätte ich gesagt, handle gleich, bevor Du weiter leidest. Da Du aber, das schließe ich aus Deinem letzten Beitrag, der Meinung bist "es ist vorbei und das ist auch ok so und besser für mich", ist dieser Rat natürlich hinfällig. Dann bist Du auf dem richtigen Weg. Ich hatte halt irgendwie den Gedanken, daß, selbst wenn Du anrufst und der Mega-Streß passiert...daß Dir das sogar helfen würde, Dich von ihr zu lösen. So irgendwie meinte ich das...vielleicht etwas abstrus, grins!

Dennoch, Du scheinst mir aufm guten Weg zu sein, wenn Du wahrscheinlich auch wieder von Zeit zu Zeit in solche Löcher fallen wirst. Hast das ja selber schon in etwa so geschrieben, als Du an den Valentinstag dachtest!

An den Naiven: Hab den Beitrag mehrfach gelesen, objektiv gesehen hätte ich wohl das selbe geschrieben wie Du! Verblüffend irgendwie. Und ich stimme Dir heute auch zu: Ich hab nix gemacht! Ich weiß das, ich glaub auch nicht, daß ich nur im Entferntesten daran beteiligt war! Nicht mal das. Muß einsehen, manchmal scheint es mir leichter zu fallen, die Gründe und Fehler bei mir zu suchen: so hat man einen Grund, eine Erklärung, ist irgendwie aktiv. Wenn´s nur von ihr aus kommt, fühl ich mich irgendwie so passiv, eine Rolle die ich hasse...fühle mich da hilflos und schwach. Es ist deprimierend, wenn man nix machen kann! Vielleicht ist es sogar manchmal schwer, wenn die Fehler nur bei ihr liegen (ein komischer Satz)...ist irgendwie so das Ding, daß man selber immer die Möglichkeit hat, was anders zu machen...wenn der andere verantwortlich ist, geht das nicht. Hoffe ich hab´s verständlich rübergebracht! Nun, Fakt ist natürlich, sie war einfach schlecht gelaunt...aus sehr nachvollziehbaren Gründen (glaub mir). Seh ich jetzt nur umso klarer, schon bevor ich auf das Thema kam, kamen nur kurze schnippische Antworten von ihr...bloß fiel mir das erst heute auf, denn ich war ja ruckzuck drin in ihrem Ärger, wurde fast hineingezogen, weil ich ihr (aus IHRER Sicht) n Grund geliefert hab, den Ärger etwas entladen zu können. So sehe ich das irgendwie. Glaub mich hat auch viel mehr genervt, daß sie durch die Prüfung gerasselt ist...das sie so down war...und das ich nix machen konnte, ihr nicht helfen konnte. Wie auch? Grins...da ist wieder die Hilflosigkeit, von der ich sprach! Im Übrigen - fällt mir grad so ein- wir hatten fast immer Streß, wenn´s bei Klausuren und Prüfungen bei ihr nicht rosig lief, oder sonst irgendwas war, was sie nervte...sei es ein kaputtes Auto, ne hohe Rechnung, alles, was einen halt so nerven kann! Ja, tatsächlich, immer war da eine Tatsache, die sie eh schon schlecht drauf hat sein lassen. Immer Sachen, mit denen ich auch nicht das geringste zu tun hatte! Bin jetzt selbst fasziniert, hab das selten so im Zusammenhang betrachtet!

Des Weiteren scheint mir Wut sowieso das von ihr am häufigsten benutzte Gefühl. Zumindest drückt sie sehr viel durch Wut aus...auch wenn sie traurig oder verletzt ist, ist sie eigntlich erstmal nur supersauer!

Nun, Du hast auch was über Macht und Kontrolle geschrieben, und Druck und so. Denke schon, daß sie in gewisser Weise kontrollieren kann, wie es läuft, gehe noch weiter: sie hat es sicher häufig in der Hand, wie die Stimmung ist...meine ist nämlich recht konstant gut. Bei ihr schwankt das von Tag zu Tag, sie ist von kleinen Einflüssen sehr gesteuert, will sagen, recht "Labil" im Bezug auf ihre Gefühlslage...kleiner Nippes bringt sie manchmal in negative Stimmung. Und manchmal kommt sie da auch nicht so schnell raus, noch dazu ist sie ein rechter Sturkopf (das sind übrigens alles Dinge, die sie selbst so sieht und sagt!). Tja, sowas reißt schon recht mit...wenn nur einer gut gelaunt ist, der andere gar nicht, wirds schwierig, n schönen Abend zu haben. Kann mal klappen, aber eher selten. Daher: ich sage auch, sie hat großen Einfluß auf die Beziehung, natürlich unbewußt und weiß Gott nicht mit Absicht, denke sie merkt das auch gar nicht so. Aber ist wohl auch eine Form von Kontrolle - hmm, unbewußte Kontrolle, weiß nicht, ein komischer Begriff. Und Macht, ich bin mir da nicht so sicher, sie kann das ja selber gar nicht kontrollieren, das passiert ja uch mit ihr einfach so: man könnte auch sagen, sie ist total hilflos. Mag jetzt dem Dir geschriebenen auf den ersten Blick widersprechen, aber ich finde wir meinen in etwa das selbe.

Und Du hast Recht: ich zweifle zuviel über mich selbst, das ist ein Fehler, den ich schon früher hatte...bin auch einer, der immer sofort ein sauschlechtes Gewissen hat und total harmoniesüchtig! Konnte das über die Jahre zum Glück etwas einstellen, war früher total schlimm manchmal. Nun, da muß ich dennoch noch etwas dran arbeiten.

Bis dahin...schöne Grüße

L"eices)t}er


Leute- wieder runterkommen

Ihr redet schon wieder zu viel darüber. Werdet euch, im falle dass ihr zusammenbleibt, darüber klar, dass der Streit keinen Grund und boden hat. Er dient doch nur dazu, um von sich selber abzulenken. Ich kenne das gefühl, dass man was bereden will, das einem nicht passt... und plötzlich ist der Gesprächsgegenstand ein komplett anderer, man wird immer wütender, da nicht auf mich eingegangen wird - und das ist doch der trick, sie pusht euch immer so arg, dass ihr total emotional überreagiert, um es euch dann nachher vorzuwerfen, dabei wurde über das eignetliche Problem nie gesprochen... das müsst ihr doch merken, und das ist nicht nur so in streits, sondern schon in kleinen Koversationen... die dann gezwungenermassen zum Streit werden. Stellt euch vor, ihr habt einen Menschen gegenüber, den ihr nur anzuschauen braucht, ihm nichts zu sagen, und er versteht euch auch so... anstelle dass ihr ihm zwei stunden was erklären wollt und immer noch nicht das zum Ausdruck gebracht habt, was ihr eignetlich wolltet... ich meine nur, denkt da mal drüber nach!

Gruss

Pjeter ,Buchmxann


Leicester, Anais, Alex, Naiver, Furious

Hallo Kollegen,

hab gerade Eure Beiträge gelesen.

Ich hatte ähnliche Freundinnen (zwei, drei, vier?).

Hab sie jahrelang "über alles geliebt".

Fühlte mich am Ziel meiner Bestimmung, wenn ich 'nen glücklichen Abend mit ihnen hinbekommen hatte.

Und sie waren alle komplett irre. Alle wurden von furchtbarer Angst langsam innerlich verbrannt. Absolut grauenvoll. Sie werden immer nevöser und bekommen psychosomatische Krankheiten... ziehen sich in eine Scheinwelt zurück und sterben seelisch langsam ab

Und alle waren !hochintelligent!, gute Rednerinnen, die stundenlang Erzählen konnten und sich beim Erzählen die Dinge zurechtgebogen haben, um weiter an ihrer Lügenwelt festhalten zu können.

Für uns hier das entscheidende Merkmal: Keinerlei Empathie. Kein Gefühl für andere. Null. Seht ihr das auch so?

Mein Beitrag dreht sich eigentlich um das:

WARUM?

Warum verliebe ich mich zielsicher in Frauen, die noch nichtmal für ihre Kinder - wenn sie denn welche hätten - irgendein Gefühl aufbringen würden.

Die Antwort für mich lautet: Glanz! Lebenslust! Glücksversprechen! Schönheit!

Da waren meine Ex-Frauen alle Meisterinnen drin: Im Vorgaukeln einer glanzvollen Zukunft, einer beneidenswerten Vergangenheit, im begehrenswert erscheinen, im Lächeln, Lachen, darin eine strahlende Zukunft oder Gegenwart an die Wand zu malen.

Das hat zumindest !mich! so abhängig gemacht., dass ich mich abgerackert habe, wie sonst nie zuvor...

Geht euch das auch so?

Gruß

Yossarian

H+unneQbiekxe


Empathie

Für uns hier das entscheidende Merkmal: Keinerlei Empathie. Kein Gefühl für andere. Null. Seht ihr das auch so?

Das "Merkmal" stimmt überhaupt nicht. Borderliner sind weit empathischer und haben im Gegenteil zu viel Gefühl für den anderen als der "Normalo".

Das ist ja das Problem, warum Nähe nicht ertragen wird und der Partner dann bewusst zurückgestossen wird.

Dem Narzissten mangelt es an Empathie.

Wo bei beide Persönlichkeitsstörungen auch vermischt auftreten können.

A;lex


Re: Hunnebieke

Hi, Dein Beitrag hat mich neugierig gemacht. Könntest Du das näher erklären mit dem, daß gerade keine große Nähe ertragen werden kann, weil zu viele Gefühle für den anderen da sind? Wäre echt nett, finde das nämlich sehr interessant!

Lieben Gruß

HIunnebixeke


Alex

Angst (wieder) verletzt zu werden und mit der Verletzung nicht fertig zu werden (aufgrund der Krankheit).

Zu wissen, die Stabilität zu haben, die ein normaler Erwachsener hat.

Dann stösst man Menschen von sich - aus Angst sich aufzulösen - (wieder) in eine Hilflosigkeit zu geraten - nicht mehr existent sein zu können ohne den anderen.

Dann lieber nichts mehr an sich ran lassen und dem anderen dann kalt und gefühllos erscheinen.

Aber innerlich spürt man den seinen Schmerz und den Schmerz des anderen.

Besser kann ich's jetzt nicht beschreiben.

HrunnRebi*eke


Meinte natürlich

"Zu wissen N I C H T die Stabilität zu haben, wie ein normaler Erwachsener"

DwerNaxive


Re: Peter

Hallo Peter,

die Beschreibung deiner Frauen klingt mehr so nach Glamour....., trifft für meine Erfahrung nur bedingt zu. "Meine" hatte die Tendenz, sich Erfolg und Macht anzubiedern, sie kann z.B. die gleiche Aussage, wenn ich sie ausspreche, als Blödsinn und wenig hilfreich abtun, während, wenn ihr damaliger Unterstützer und Managerberater so etwas ausspricht, das als ganz tollen Tip bewerten.

Wenn ne Koryphaee sie schon das zweite Mal sexuell widerlich antatschte, dann hindert sie das nicht daran, ihm bei nem öffentlichen Auftritt nen Riesen- Blumenstrauß vor die Füße zu legen, und mich fragt sie, wie ich dieses Antatschen, und dies war kein "Klaps auf den Po", sehe. (?) Ein kurzes Statement von mir hört sie sich an, dann muß ich schweigen, sonst trifft ihre Wut wieder mich.

Mist, was geht mich das alles noch an? Aber wenn du in diesen ganzen Müll als Freund reingezogen wirst......... sie erwartet Hilfe, Rat, Unterstützung......... dann aber wiederum wirst du selbst Opfer ihres inneren Mülls und gleichzeitig zum Täter von ihr gemacht.......... derjenige, zu dem sie die tiefsten Gefühle hat, wird gleichzeitig zur schlimmsten Bedrohung stilisiert, nein, es geht noch weiter......provoziert, sie provoziert so lange, bis ich mich emotional so verhalte, daß ich genau ihrer empfundenen Bedrohung scheinbar entspreche.

Die Suche nach der Vaterfigur: vor ihrem Vater hatte sie als Kind schon tierische Angst, er hat ihr auch später nie irgendeine Unterstützung zukommen lassen. Von ihrer Mutter wurde sie früh in die Verantwortung für ihren psychischen Niedergang, das Abstürzen in Esoterik- Geschichten bis zur Psychose hineingezogen. Man kann fast sagen, sie ist ohne Eltern oder mit sie schwer belastenden Eltern aufgewachsen. Vater: Machtmensch, keine Ahnung was noch......... Im Prinzip ist sie seelisch genauso strukturiert wie er, bemüht sich aber, und das gelingt ihr auch, in der Erziehung ihres Sohnes alles besser zu machen. Sehr viel Emphatie für ihn. Er ist ein Teil von ihr. Was aber Fremde, sprich Freunde betrifft, würde ich auch sagen, null Emphatie. Gefühl nur in sofern, als sie genau die Schwächen spürt und auszunutzen weiß. Menschen sind so lange interessant, wie sie für sie was bringen. Eine langjährige, beste Freundin von ihr traf ich kürzlich: seit sie mit mir Schluß machte, hat sie auch den Kontakt zu ihr abgebrochen, sie verstand es nicht, war total komisch......

Ihr früherer Freund, der nach Jahren und Therapie wieder bei ihr auftauchte, als wir ein Jahr getrennt waren, und ich spüre, welch inniges Gefühl zwischen den beiden herrscht, auch wenn sie beteuert, nichts mehr mit ihm gehabt zu haben...... er machte ihr kurz vor unserem Wiedersehen noch einen Heiratsantrag.....? Als sie mich dann wieder hatte, sagte sie, sie wolle jetzt konsequent den Kontakt zu ihm abbrechen, weil er immer noch was von ihr will. Ich ahne warum und wie sie mit ihm spielt. Aber jetzt hat sie ja nen neuen Hausmeister. Ich sagte: Das kannst du doch nicht machen!

Ich war völlig perplex, wie kalt, rational sie diese freundschaft streichen will. Betrifft mich ja eigentlich nicht, aber diese Art zu denken und zu handeln betrifft mich sehr wohl. beängstigend.

Auf ihrer Fete wollte ich sie dazu bewegen, doch mal alle Freunde zusammenzubringen, diesen einen, andere, die sie nach meiner Trennung "unterstützt" haben, um einen Ausgleich der merkwürdigen Spannungen, der Trennung, der Koalitionen zu erreichen. Ihr früherer freund wurde also eingeladen, jedoch rief sie ihn Stunden vor der Fete an, ich würde auch kommen. Er sagte ab, weil er mich nicht leiden kann. (?!) Dabei haben wir uns einmal kurz im Vorbeihuschen irgendwo gesehen.

Wer weiß, was alles rauskommt, würde ich mich mal mit diesen Leuten unterhalten.

Psychosomatische Krankheit gibts eine, die Sex verhindert. Ne Woche lang. Steht für: an altem Festhalten. Starre. So flexibel sie sich auch gibt, Neues anzupacken, innerlich ist da eine totale Starre. Alle Konflikte sind für sie vergessen, überwunden, "Verziehen", wir fangen ganz neu an, sind frisch verliebt. Plötzlich packt sie ihre knallharten, verdrehten, lange zurückliegenden Urteile wieder auf den Tisch und distanziert sich, und immer wieder. Ich darf dazu nichts sagen. Jeder Kommentar wird so ausgelegt, daß ich immer wieder - kompliziert, wie ich bin - altes, längst Uberwundenes ausgraben muß.

Und tatsächlich, seit einem Jahr tue ich das, ohne sie.

Null Emphatie..... sehe ich auch so. Tiefes Gefühl, aber das gilt nur dem Entdecken meiner Schwächen und ihr selbst. Ansonsten kann sie jederzeit eiskalt den Hebel umlegen. Sie leidet dann selbst extrem unter dem Verlust, dennoch würde sie keinen konstruktiven Schritt auf mich zu machen.

Sie leidet und liebt mich und hat es so ernst mit uns gemeint........ und muß jeden Tag an mich denken, wird mich ewiglich lieben........ - dann lass´ uns doch....... - NEIN!!!!! Und schon habe ich die sarkastisch entwertende Furie am Hörer. Sie fängt mich mit tiefen Gefühlen und Versprechungen ein, dann folgt: Nein! nein! Nein! Sie dreht durch, als sie sich mal wieder getrennt hatte und fährt mir 400 Kilometer samstag nacht in ne fremde Stadt nach, wo ich nen Workshop mache, weiß nicht, wo ich bin, findet mich nicht. Dann erzählt sie mir von diesen tief empfindenden Aktionen. Bin ich wieder offen, mit neuer Hoffnung, dann heißt es nein, nein, nein! Weil ich angeblich........ Es ist so pervers!

Nach wochenlanger Trennung von ihrer Seite treffen wir uns wieder. Sie sah Zeichen am Himmel, die für uns sprechen, liest mir vieles aus ihrem Tagebuch vor, ist seltsam offen, wir schlafen miteinander. Am nächsten tag: vorbei. "Verbuche es als schönes Wochenende!" - ich glaube es nicht. Was hält sie sonst eine Moral hoch, Treue, Verbindlichkeit, Sex nur mit dem festen Partner, im Gegenzug immer die Vorwürfe gegen mich, und dann so ein cooler Spruch. Ich kann mich dann nicht gegen die Gedanken wehren, irgendwie ist diese Frau ne Nutte, falsch. Dann gehts in meiner Phantasie wieder ab..... die vielen Männer, mit denen gar nichts war, sie hat immer nur mich geliebt ??? ??? ?

Doppelleben? Multipel? Dissoziation? Sind mögliche andere Erlebnisse aus ihrem Gedächtnis völlig gestrichen, da sie nicht zu ihrem Selbstbild passen? Während sie andere Erlebnisse mit mir erfindet, die es nie gab.

Hm? Was hat mich abhängig gemacht? Nicht dieser - ich nenns mal - Glamour. Eher so was wie Verletzung und Traumatisierung, die mich banden, die ich versuchte, - da immer auch diese super positiven Signale, die einzigartige große Liebe zu mir, von ihr kamen - zu überwinden, aufzulösen.

DRe{rNaixve


Re: Hunnebieke

Hallo Hunnebieke,

was du schreibst zum Thema Emphatie, der Tiefe der Gefühle, der Angst, sich aufzulösen, zu sehr zu lieben, um es ertragen zu können....... sehe ich genauso so, bzw. entspricht genau meiner Erfahrung, bzw. ihren Andeutungen.

Aber, und so interpretiere ich jetzt auch das Interesse von Alex an diesem Thema, diese "Gewissheit", daß sie alles nur tut, weil sie mich ganz besonders und innigst liebt, ist sehr trügerisch.

Genau das ist die Falle. Ihre einmaligen Gefühle zu mir glaube ich ihr. Ich spüre das. Keine Frage.

Die Frage ist aber, was bedeutet dies für eine Beziehung. Und hier, auf der realen Bühne des Lebens, mußte ich von dieser Frau leider genau das Gegenteil von dem erfahren, was ich eigentlich, entsprechend ihren Gefühlen zu mir, erwartet hätte. Was habe ich von diesen Gefühlen, wenn diese Frau, wenn es mal drauf ankommt, sich in ein skrupelloses Schwein verwandelt. Und daran hat sich leider nichts in all den Jahren verändert.

Deshalb muß man unterscheiden zwischen den "echten", tiefen Gefühlen, und dem, was sie aufgrund ihrer "Störung" real, tatsächlich für einen zu bedeuten haben.

Was sich real abspielt, ist Macht und Kontrolle. Und so gut ich auch analysiere und verstehe und mitfühle, was in ihr vorgehen mag, es bleibt bei dieser Realität.

Es ist leider an Verbindlichkeit, Freundschaft.......... Mitfühlen....... nichts zu erwarten. Tiefe Gefühle, ja. Tiefe Gefühle von: ich will, ich brauche........ Meine Gefühle erlebt sie ganz genau, kennt mich wohl in und auswendig....... doch zu Geben, Liebe, nachgeben, verstehen, zugestehen, führt das nicht. Die intensive Wahrnehmung meiner Gefühle gehen durch den Filter: Bedrohung, Angst, Grenzauflösung, Übergriff........, also durch den Filter, was bedeuten meine Gefühle in Bezug auf sie. Und dieser Filter ist geprägt durch ihre gestörte Erfahrung. Die Art von Mitfühlen etwa wie: ich merke, daß ich jemanden verletzt habe, ich fühle den Schmerz des anderen mit, es tut mir selbst weh, und ich versuche, es wieder gutzumachen, nehme sie in den Arm, versuche, mir die Situation zu merken, in der ich sie verletzte und warum ich das tat, versuche, zu erkennen, wer sie ist, wie sie fühlt...... und versuche, ihr etwas zu geben, etwas zu schenken. meine Aufmerksamkeit, mein Mitgefühl, mein Vorsatz, darauf zu achten, den anderen zu achten, in seinen Schwächen zu achten. Diese Art von Mitgefühl, die ein Geben, ein Zugeständnis, ein Zurücktreten beinhaltet, war von ihr nie zu erwarten. Gefühle allein bedeuteten real noch nichts. Was darauf folgt, was ich damit real mache, ist die Frage.

Ihr Verhalten kann man so zusammenfassen: Ich liebe ihn tief und innig, will ihn - jedoch sehe ich in ihm dies und jenes, was mich bedroht, er wird mir nicht das geben, was ich ihm gebe (hier wird nun der ganze "Erfahrungsschatz" einer mißbrauchten, von Liebe abhängigen kindlichen Seele auf mich projeziert) - und jetzt werden leider nicht die Gefühle von tiefer Liebe zu mir Realität, sondern "berechtigte" Erniedrigung, Abgrenzung, Zerstörung. Sie selbst empfindet nur, daß sie tief liebt. Meine emotionale Reaktion auf das, was sie tatsächlich lebt, ist ein weiterer Beweis für die Bedrohung, die sie mir untergejubelt hat.

Es ist tragisch, wenn ich mich an die tiefen Gefühle erinnere......... was diese letztendlich wert waren.

Bei unserem allerletzten Treffen, sie hatte mal wieder Schluß gemacht, vier Wochen später......ich war ruhig und relaxt, wir gingen spazieren. Ich erwartete, daß wir uns ruhig austauschen könnten, nach einer Phase des Abstandes. Sie hat so ein feines Gespür, soviel Emphatie für meine Gefühle, für meine Erwartungen, daß ihr allererster Satz lautete: "Glaube bloß nicht, daß ich irgend etwas sage, was du erwartest." - ich sagte keinen Ton mehr. Wozu wollte sie sich mit mir treffen? Verrückt. Dieser harmlose Satz öffnete mir die Augen. Dieser Satz hat mich die darauffolgenden Tage in einen solchen Hass gebracht, wie ich ihn noch nie zuvor erlebte. Dieser Satz stand stellvertretend für fast vier Jahre Beziehung.

Die Frau, die mich wie keine andere liebte....... die Realität: nichts zu erwarten, außer selbstbezogenem "Benutzten".

Daran ändern auch nichts die wenigen Momente von überschwenglicher Fürsorge: Plötzlich springt sie um mich rum: soll ich dir was kochen, willst du duschen, soll ich für dich........? "Ich tue alles für dich." so fühlte sich das an, seltsam aufgesetzt und unecht.

Und selbst beim Sex kam es mir manchmal so vor, als würde der Schauer ihrer Erregung plötzlich von mir weg in eine Vorstellung von Adonisgestalt übergleiten, die mich zwar als äußere Hülle wahrnimmt, aber mich selbst als Ich nicht mehr erkennt, oder von mir weg in eine ganz eigene Vorstellung abdreht.

Ich muß aufhören. Wenn ich mich in diese Gefilde begebe, in ihre Welt einer unergründlichen Finsternis, wird mir übel, habe ich das Gefühl, so fängt der Weg in den Wahnsinn an...............

DxerN'aivxe


Re: Alex

Hallo Alex,

habe jetzt nicht nochmal durchgelesen, was du gestern geschrieben hattest.

Also, ich will dir nicht nehmen, daß du deine Freundin liebst. Ich will auch sie nicht bewerten, du beschreibst ja eine Seite von ihr, mit der du Probleme hast, aber das ist ja nicht alles.

Dir sind meine Analysen vielleicht etwas zu hart, wenn ich von Macht spreche etc.

Mir geht es darum, vielleicht auch nochmal für mich selbst, diese Vorgänge zu erkennen.

Erst wenn man versteht, was vorgeht, hat man eine Grundlage, selbst zu entscheiden, und nicht einem undurchdringlichen Wirrwar ohnmächtig ausgeliefert zu sein.

Das mit dem aktiv/passiv, du kannst dich dann selbst nicht leiden........ auch dies ist keine Eigenschaft von dir, sondern sie bietet dir dies an, sie bringt dich in die Ohnmacht, begrenzt deinen Handlungsspielraum in Wort und Tat. Das meine ich z.B. auch mit Macht.

L!eiciester


der gute St. Valentin stiftet Verwirrung

Ich bin heut unbeschreiblich aufgedreht... hab dauernd das Gefühl, ihr anrufen zu müssen, denn ich denke wenn ich an meine 'Liebste' denke, immer noch an sie...

So ein mist. alle Leute rennen hier durch die Gegend, und machen für ihre Herzchen Geschenke, und ich, ich bin verwirrt. Kann meine Gefühle nicht ordnen. Und:

angerufen hat sie mich - trotz dieser Abmachung... seltsam seltsam. Ich habe den Anruf allerdings verpasst. Vielleicht auch nur um zu sehen, ob ich zurückrufe? Sie weiss ja, dass Sie mich um diese Zeit nicht erreichen kann...

Ich werde es jedenfalls nicht tun, das ist schon wieder alles komisch, ich denke wenn sie mir was sagen möchte, dann kann sie nochmal anrufen, ich jedenfalls werde nichts überstürzen, geschweige denn, mich nicht an die Abmachung halten. Nicht dass es so aussieht, als sei ich ein Prinzipienreiter, aber ich würde das vielleicht vorgehalten bekommen, wenn ich anrufen würde.

Mir geht diese Abmachung eigentlich sonst wo vorbei, aber ich will meinen Frieden behalten... naja.... kommt Zeit, kommt Rat.

Cu, und haPpY VaLeNtiNe's DaY

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