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Biid

KBesxtra


Fantacom

Ich bin selbständig tätig.

Gut, dann fällt dieser Teil in Deinem speziellen Fall weg, es bleibt aber der Rest......... Und nicht alle sind selbständig tätig............

KYle}io


Fantacom

Ich bin selbständig tätig.

Was hindert Dich daran, immer im Rollstuhl zu sitzen und nicht nur in Deiner Freizeit?

Fmanta?com


Rollstuhl

Die Scham. Mein Verhalten könnte niemand verstehen und würde Menschen verletzten, die "unfallbehindert" sind. Außerdem ist dann ja noch die körperliche Realität, die nicht so ist, wie sie sein sollte weil ich z.B. im Rollstuhl sitze. Meine Zeit als Pretender (allein und in der Öffentlichkeit so tun als ob) war lang und die Simulation reduziert mein Verlangen nicht mehr wie früher.

Ich habe Mitarbeiter und Kunden. Die müßte ich belügen, denn sie hätten kein Verständnis für einen Chef, der aus "Spaß" ständig im Rollstuhl sitzt und ggf. müßten sie dann mir helfen oder Arbeiten erledigen, die ich auf Grund des Schauspiels nicht erledigen könnte.

Ich müßte also mein Versteckspiel fortsetzen und da will ich heraus.

Es gibt einen Mann in Neuseeland, der hat eine Website über sich geschrieben und leidet vermutlich an der gleichen Krankheit

[[http://www.transabled.org]]

leider auch nur in English.

KalVeixo


Fantacom

Die Scham. Mein Verhalten könnte niemand verstehen und würde Menschen verletzten, die "unfallbehindert" sind. Außerdem ist dann ja noch die körperliche Realität, die nicht so ist, wie sie sein sollte weil ich z.B. im Rollstuhl sitze. Meine Zeit als Pretender (allein und in der Öffentlichkeit so tun als ob) war lang und die Simulation reduziert mein Verlangen nicht mehr wie früher.

Ich habe Mitarbeiter und Kunden. Die müßte ich belügen, denn sie hätten kein Verständnis für einen Chef, der aus "Spaß" ständig im Rollstuhl sitzt und ggf. müßten sie dann mir helfen oder Arbeiten erledigen, die ich auf Grund des Schauspiels nicht erledigen könnte.

Wäre das nicht auch der Fall, wenn Du querschnittgelähmt wärst? Hättest Du dann nicht auch Kunden, Freunde, Familie? Wären da nicht immer noch die Querschnittgelähmten, die nichts dafür können?

Ich müßte also mein Versteckspiel fortsetzen und da will ich heraus.

Wie willst Du da hinaus? Du hast geschrieben, dass Du beide Wege gehen willst? Wie meinst Du das?

Kfestrxa


Kleio

Identifiziert er sich, oder generell Rollstuhlfahrer mit ihrer Querschnittlähmung oder lernen sie es nur besser oder schlechter damit zu leben, weil sie sowieso keine Wahl haben? Außerdem gibt es ja auch welche, die damit überhaupt nicht zurecht kommen und eine psychische Störung haben, oder? Wenn Dein Kollege z. B. heute noch davon träumt, gehen zu können - kann man da sagen, dass er seine Querschnittlähmung akzeptiert hat? Identifiziert er sich mit seinen "toten" Beinen? Akzeptier er die als ein Körperteil von sich oder sind es für ihn Fremdkörper?

Kleio, das müsste er Dir beantworten, ich hab doch keine therapeutischen Gespräche mit ihm geführt ;-) Oder ein Rollifahrer, der hier mitliest, aber der kann seine Behinderung wieder ganz anders sehen. Es gibt nicht den Rollifahrer und nicht alle Rollifahrer sind querschnittsgelähmt. Auch die (körperlichen) Folgen sind für jeden anders. Manche sind z.B. inkontinent, manche nicht, manche können sogar noch ein paar Schritte laufen usw

F9an6tacxom


Rollstuhlfahrer

Nach Gerner ist es möglich, mit Hilfe von Schienen bis Th 12 einige Schritte zu machen.

Zitat:

Wären da nicht immer noch die Querschnittgelähmten, die nichts dafür können?

Zitat Ende

Ja, nur ich würde natürlich Niemandem sagen, daß ich den Querschnitt willentlich herbeigeführt habe. In Mexico herrscht eine hohe Kriminalität vor. Dort kann man auch als Ausländer leicht einmal ein Messer im Rücken haben...

Die Lügen würden natürlich zu einem kleinen Teil weitergehen.

Zitat:

Wie willst Du da hinaus? Du hast geschrieben, dass Du beide Wege gehen willst? Wie meinst Du das?

Zitat Ende

Beide Wege heißt, daß es entweder gelingt diese Neigung ganz zu eleminieren oder es soll eine entsprechende Änerung geben. Aber ich denke nicht, daß eine Behandlung erfolgreich sein wird, wenn ich vorher den Weg zur Verwirklichung (also dem Eintritt der Lähmung) noch nicht kenne.

Zitat:

Wäre das nicht auch der Fall, wenn Du querschnittgelähmt wärst? Hättest Du dann nicht auch Kunden, Freunde, Familie? Wären da nicht immer noch die Querschnittgelähmten, die nichts dafür können?

Zitat Ende

Also, letztendlich geht es niemand etwas an, wie bei irgendjemand eine Behinderung eingetreten ist. Natürlich würde ich Jemandem, der unter dem nichtgewollten Einritt einer QS sehr stark leidet nicht erzählen, daß ich es wollte. Aber ich könnte ihm andererseits vermutlich Wege aufzeichnen, was noch Spaß macht und wie man einige Dinge geregelt bekommt.

Kqestr{a


Fantacom

Aber ich könnte ihm andererseits vermutlich Wege aufzeichnen, was noch Spaß macht und wie man einige Dinge geregelt bekommt.

Also das würde ich bleiben lassen. Ich stelle mir grad vor, ich würde durch einen Unfall im Rolli sitzen und mir würe dann jemand, der das frewillig macht, erzählen wollen, wie ich noch Spass am Leben haben kann. Ich würde da wahrscheinlich ausrasten, klingt für mich zynisch und ziemlich überheblich

F=antKacoxm


Ursache

Also in den USA und UK ist eine Genehmigung für eine OP außerhalb der G8 Staaten u.a. davon abhängig, ob sich Leute nach ihrer OP im Sinne des Peer Counsellings um andere Amputierte kümmern wollen. Immerhin wäre das eine gute psychische Voraussetzung zur Hilfe. Natürlich wird den Patienten nicht gesagt, daß die Ursache eine freiwilige Amputation war.

Es gibt in US - amerikanischen Rehazentren einige frühere Wannabes, die heute dort arbeiten und eine sehr wertvolle Unterstützung des therapeutischen Personals darstellen.

Kgestxra


Fantacom

Natürlich wird den Patienten nicht gesagt, daß die Ursache eine freiwilige Amputation war.

Ich bezweifle ganz stark, dass ein "unfreiwilliger" Rollifahrer nicht spürt oder merkt, dass mit dem "freiwilligen" Rollifahrer etwas anders, merkwürdig ist. Für den Freiwilligen bedeutet der Rolli die Erfüllung seines Traumes, für den andren ein Trauma. Das sind völlig unterschiedliche Backgrounds. Wahrscheinlich würde dieser nicht darauf kommen, was da genau anders ist, denn ich glaube, dass das für ihn schier unvorstellbar ist.

F?antxacom


Zustimmung

Das vermute ich auch. Es sei denn, auch in Zentraleuropa findet igrendwann eine Aufklärung im Bereich der Rehabilitation statt.

Ich vermute, daß es sehr viele Wannabes im Bereich der Mitarbeiter gibt und es einige Patienten gab und gibt, die realisierte Wannabes sind.

Das große Problem wird sein, wie dann darauf zu reagieren wäre.

Dafür braucht man waise Leute. :-)

Kaestrxa


Fantacom

Es sei denn, auch in Zentraleuropa findet igrendwann eine Aufklärung im Bereich der Rehabilitation statt.

??? Rehabilitation bedeutet "Wiederherstellung", ich verstehe den Zusammenhang nicht

Das große Problem wird sein, wie dann darauf zu reagieren wäre.

Von wem? Wer soll auf was reagieren ??? Es geht doch darum, wie unfreiwillige Rollifahrer darauf reagieren würden, wenn sie einem freiwilligen begegnen würden. Ich vermute, dass da Wut und Zorn aufkommt. Und das wirst Du mit Aufklärung kaum ändern können

FuantaXcom


reha

es ist davon auszugehen, daß einige Therapeuten selbst mit BIID leben und daß einige Leute, die als Patienten in Rehazentren sind und waren mit BIID leben.

Wenn aus den USA und Großbritannien immer mehr Informationen auch auf die (und jetzt werde ich angriffslustig) auf die weißen Pflecken der BIID Landkarte fallen, dann wird sich auch im Tal der BIID Ahnungslosen die Sache herumsprechen. Freie Presse und freie Meinungsäußerung kann man ja auch im DE Internet (so wie hier) nicht unterdrücken und irgendwann in den nächsten 10 Jhren werden Amputationen in den USA wegen BIID legalisiert (sei es aus Kostengründen, sei es deshalb, weil sich die wissenschaftlichen Befürworter durchsetzen oder weil einige Rehazentren es einfach machen werden).

Ich kann zum Schutz von uns Betroffenen, zum Schutz der Leute mit unfreiwilligen Handicaps und aus Gründen eines ungestörten Fortgangs der Arbeit in den Zentren nur hoffen, daß dort irgendwann Lösungen gefunden werden. Mit den hier niedergelegten Informationen müßte ja eigentlich eine gewisse Unruhe entstehen, denn wer von den Ärzten/Therapeuten ist selbst ein Wannabe ?

Richtig Rehabilitation gibt es seit dem Mittelalter und bedeutet bezüglich ehemaliger Strafgefangener und heute behinderter Menschen Wiederherstellung. Aber dieser Wiederherstellung bedürfen Menschen mit BIID auch. :-)

L6orbams55


Unfallopfer leiden eigentlich auch unter BIID

Iast es nicht eigentlixch so, dass körperlich "komplette" Personen, die unter BIID leiden und durch Krankheit oder Unfall behinderte nich psychisch genau das gleiche Leiden - und damit den gleichen Leidensdruck empfinden? In beiden fällen ist ihr Körper nicht so, wie er nach ihrem Empfinden sein sollte: Die einen sehen ihren körper innwerlich noch mit 2 Armen und 2 Beinen - oder sonstwie voll funktionsfähig - aber er ist eben nicht so, die anderen sehen sich selnst irgendwo ein wenig kürzer - und er ist ebenfalls nicht so - demzufole leiden eigentlich beide unter BIID.

Könnte man nicht aus dieser eigentlich verbindenden sehnsucht, einen anders gestalteten Körper zu haben einen Ansatz finden, beiden zu helfen?

Einfach mal ins unreine gedacht: Ein Mensch hat durch unfall eine Hand verlohren und leidet darunter sehr - Die Medizin beginnt damit, auch Hände zu transplantieren - aber hier ergint sich für den Empfänger das nächste psychische Problem: Wird eine Niere verpflanzt, dann siehtr man sie nicht - sie funktioniert einfach so (hoffentlich) im verborgenen - eine Hand sieht man aber immer - und so sieht man dann eben die Hand einer Leiche :-(

Würde man jetzt jemanden unter den BIID-Patienten finden, der für eine Transplantation die genetisch besten voraussetzungen hat - und dafür wäre ja dann auch genügend Zeit könnte man diesem seinen Wunsch - Hand ab - erfüllen und das Unfallopfer bekäme nicht eine Leichenhand, sondern eine von einem freiwilligen Lebendspender - und damit dürfte ein solches Transplantat wesentlich akzeptabler sein als ein Leichenteil eines gewaltsam ums leben gekommenen Menschen. Gleichzeitig würde damit auch ein volkswirtschaftliches Gleichgewicht gewahrt

dzokf^ilYmerxin


Hallo! Ich bin auf der Suche nach Personen, die von BIID betroffen sind und Lust hätten, darüber in einem Dokumentarfilm von mir zu berichten. Ich studiere Dokumentarfilm-Regie an der Filmakademie in Ludwigsburg. Wer Interesse hat oder Menschen kennt, die mir etwas von sich erzählen würden, der melde sich unter marisa.middleton@filmakademie.de oder 01778110212. Freue mich über jeden Hinweis! Marisa Middleton

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