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Anzeichen einer Depression?

avnVgelN0x8 hat die Diskussion gestartet


Ich glaube mein Freund leidet unter Depressionen. Kann mir jemand sagen woran ich das merke und wie ich damit umgehen soll?

Antworten
L6os*tSh"ilxa


Hallo Angel

Mögliche Anzeichen dafür sind:

Traurige Stimmung: Im Vordergrund der Beschwerden steht meist das Gefühl der tiefen Traurigkeit und der Freudlosigkeit. Der Erkrankte fühlt sich niedergeschlagen und mutlos; die Stimmung ist getrübt. Manche Betroffene berichten auch von einem "Gefühl der Gefühllosigkeit" oder von einer inneren Leere. Zu dieser Trauer tritt eine Hoffnungslosigkeit. Der Erkrankte glaubt, dass er keine Zukunft mehr hat und dass er an seiner Situation nichts mehr ändern kann.

Störungen des Antriebs und der Entscheidungsfähigkeit: Wer von einer Depression betroffen ist, kann sich oft zu nichts mehr entschließen; selbst einfache Verrichtungen machen ihm große Mühe. Der Erkrankte kann sich nicht entscheiden, was er tun möchte, wägt endlos ab, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Dies läßt sich manchmal auch an seinem Gesichtsausdruck und seinen Bewegungen erkennen. Die Augen strahlen nicht mehr, das Gesicht wirkt wie versteinert. Die Bewegungen mancher Depressiven wirken eingeschränkt und kraftlos. Man kann dem Erkrankten sein Leid förmlich ansehen.Der Mediziner spricht hier von einer Verarmung von Mimik und Motorik.

Konzentrationsstörungen: Vielen Erkrankten fällt es sehr schwer, sich auf etwas zu konzentrieren. Ihre Arbeit strengt sie übermäßig an, sie fühlen sich von Aufgaben überfordert, die sie früher ohne Probleme erledigt haben. Viele Betroffene berichten auch von einem "Kreisen" der Gedanken. Es fällt ihnen schwer, sich von einigen wenigen Überlegungen zu lösen, über die sie immer wieder nachgrübeln müssen.

Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle: Wer an einer Depression leidet, glaubt meist, daß er in irgendeiner Form selbst an seiner Erkrankung schuld ist. Das Leiden wird nicht als Folge einer Erkrankung gesehen, sondern als Konsequenz des eigenen Versagens. Außerdem quälen ihn oft unangebrachte Schuldgefühle: Z.B. finden viele Betroffene ihre eigene Energielosigkeit unverzeihlich oder machen sich Vorwürfe, weil sie ihren täglichen Aufgaben nicht mehr erfüllen oder hinter ihren selbstgesteckten Zielen zurückbleiben. Diese Schuldgefühle können sich bis zu einem Wahn steigern, in dem der Betroffene annimmt, daß seine Erkrankung eine Strafe für vergangene Versündigungen sei.

Schlafstörungen: Bei vielen Erkrankte kommt es während einer Depression zu Schlafstörungen. Sie wachen oft auf oder können erst gar nicht einschlafen. Andere leiden unter einem stark erhöhten Schlafbedürfnis. So schlafen einige Depressive wesentlich länger als sonst und fühlen sich trotzdem nicht erholt. Die meisten liegen trotz Müdigkeit lange wach oder wachen schon in den frühesten Morgenstunden von selbst auf.

Angst: Eine Depression wird häufig von Ängsten begleitet. Der Betroffene wird zum Beispiel von dem ständigen, unbegründeten Gefühl gequält, er sei unerwünscht oder für seine Mitmenschen eine Last. Auch machen sich viele Erkrankte vor dem Hintergrund ihrer Erkrankung Sorgen um ihre Zukunft. Dabei können die auftretenden Ängste eher unbestimmt sein, das heißt, der Betroffene verspürt ein Gefühl der dauernden Sorge, ohne genau zu wissen, wovor er Angst hat. Die Angst kann sich aber auch auf bestimmte Dinge beziehen. So fürchten sich manche Erkrankte davor, unheilbar krank zu sein, ohne dass es einen wirklichen Anlaß dazu gäbe. Auch eine gründliche Untersuchung durch einen Arzt beruhigt sie nicht. Andere befinden sich in ständiger Sorge, dass ihren Angehörigen etwas zustoßen könnte. Seltener kommt es auch zu Angstattacken, bei denen sich die Angst in starken körperlichen Anzeichen ausdrückt. Der Betroffene leidet dann zum Beispiel unter Atemnot, Herzrasen oder Schwindel. Diese körperlichen Symptome können die Angst bis zur Todesangst steigern.

Körperliche Beschwerden: Eine Depression kann sich auch in körperlichen, sogenannten somatischen Anzeichen äußern. Betroffene klagen über Schmerzen und Beschwerden, für die der Arzt keine körperliche (organische) Ursache finden kann. Dabei können die unterschiedlichsten Körperteile und Organe betroffen sein: Manche haben ganz isoliert Schmerzen im Schulter-Arm-Gürtel oder Kopfschmerzen. Oder es kommt zu Störungen im Magen-Darm-Bereich oder zu Überempfindlichkeiten der Haut. Andere klagen über Herzschmerzen oder über ein Gefühl der Enge in der Brust.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner 'kurzen' Auflistung etwas weiterhelfen..

Sprich ihn doch einmal an.. Wenn du aber merkst, dass er blockt, bohre nicht zu fest weiter, depressive Leute können dies manchmal falsch verstehen...

@:) @:)

Jnaguarr200x4


depressionen entstehen durch ein missverhältnis aus serotinoin und noradrenalin im gehirn.

LZostBShixla


serotinoin ???

S*ar'on8[0


Er meint wohl Serotonin. ^^

S[ar"on8x0


Hoppla! Hab ich mich wohl im Monat vergriffen. 8-)

L5upxo049


depressionen entstehen durch ein missverhältnis aus serotinoin und noradrenalin im gehirn

Weder das eine noch das andere ist messbar, deshalb weiss man weder, was das richtige- noch was ein "Missverhältnis" dieser beiden Botenstoffe ist.

Ist wohl mehr eine These für alle, für die ein "seelisches Problem" ein Tabuthema darstellt und die "Therapie" auf die Einnahme von Antidepressiva (zum Ausgleich des vermeintilichen Missverhältnisses) beschränkt werden soll.

Grüsse

*:)

Lupo

eFr#dZbeeVermund


ich schließe mich lupo an. ich halte rein gar nichts von diesem serotonin-noradrenalin-quark bei depression oder anderen psychischen krankheiten. und serotoninwiederaufnahmehemmer werden gerne in jeder situation verschrieben, machen aber auch (psychisch) abhängig, ohne wirklich tatsächlich was zu bringen. anzeichen einer depression sind wie schon gesagt verminderte leistungsfähigkeit, grübelzwang, schlafstörungen, gedächtnisstörungen, verminderte aufmerksamkeit, suizidgedanken, gleichgültigkeit, entscheidungsschwäche, lethargie und dergleichen.

LeosFtS/hila


Da muss ich auch noch was sagen.. Depressionen haben tatsächlich oft körperliche Ursachen, z.B. Missverhältnisse verschiedener Hormone. (=> Noradrenalin ist auch ein Stimmungshormon!) Man geht ja nicht grundlos zu einem Neurologen! Dazu sind Antidepressiva Psychopharmaka, in welchen einen Wirkstoff enthalten ist. Es wäre ja wirklich absoluter Blödsinn, solche Medis zu verschreiben, wenn sie nur durch Einbildung etwas nützen würden. Was ist dann z.B. mit denen, die aus der Psychiatrie entlassen/eingewiesen werden? Da nützt wohl ein 'Einbildungstablettchen' auch nicht viel.. Es ist ja auch nicht grundsätzlich so, dass der enthaltene Wirkstoff einfach gezielt gegen Missverhältnisse verschiedener Hormone wirksam ist, sondern es auch ganz viele andere Ursachen geben kann.

und serotoninwiederaufnahmehemmer werden gerne in jeder situation verschrieben

Psychisch abhängig? Aber auch körperlich!!!

L-osptSh?ila


;-D ;-D Saron, wiedermal als Nachzügler unterwegs? 8-) 8-)

Lpos.tShxila


wir laufen uns ja wirklich andauernd über den Weg! :-D :-D

S)aro8n8x0


;-D

L_upo04x9


@ LostShila

Hi LostShila,

nicht falsch verstehen, natürlich enthalten Antidepressiva Wirkstoffe, das wollte ich nicht anzweifeln, bin ja selbst schon in den Genuss gekommen.

Die Wirksamkeit ist auch erwiesen, nur bei der Wirkweise ist man sich nicht so ganz sicher. Es beeinflusst ganz sicher den Stoffwechsel im Gehirn, aber ob es ein angebliches "Missverhältnis" ausgleicht, oder eben einfach nur für "andere Verhältnisse" sorgt, konnte bisher noch nicht erforscht werden.

Viele Grüsse

Lupo

L|ost2Sh*ila


Lupo, natürlich sind Hormone messbar. Das macht man mit dem sogenannten Hormonspiegel.

Naja, wenn die Wirkweise unklar ist, wie haben sie denn den Wirkstoff entwickeln können ???

Es wird grundsätzlich kein Medikament ohne Wirkstoff verkauft. Es gibt schon gewisse (wie nenntman die gleich nochmal?) die einfach nützen, weil man daran glaubt...

BQeatxCh


Hallo Zusammen

Muss als wichtige Ergänzung noch darauf hinweisen, dass Depressionen etc auch von körperlichen Beschwerden kommen können und das sogar recht häufig, der sogenannte somatopsychische Beschwerden insbesondere die von Shila erwähnten "Störungen im Magen-Darm-Bereich" sind häufiger (Mit-)Ursache als Folge der psychischen Störung!

Ich weise darauf hin, dass

- mehr Nervenimpulse vom Darm zum Gehirn gehen als umgekehrt

- Zölliakieerkrankte vor der Diät auch oft Depressionen hatten

- eine schlechte Darmflora die Verwertung von Vitalstoffen stark vermindern kann, insbesondere Vit B6 welches wichtig für den Serotoninstoffwechsel ist

- das der Darmpilz Candida und besonders die Clostridienbakterien toxische Stoffwechselprodukte abgeben, welche allerlei psychische Störungen verursachen können, die Clostridien insbesondere Depressionen

- das diverse Nahrungsmittel bei bestimmten Leuten psychische Probleme verursachne können. Nebst Gluten ist es vor allem Milch

- Das es einige Studien gibt, welche unter der Einnahme des Gehirnfettsäure EPA/Omega3 gute erfolge bei Depressionen zeigten

- Das es einige Studien gibt, welche signifikante Belastungen mit Quecksilber bei Depressionen bzw gute Erfolge mit einer jeweiligen Ausleitung erreicht haben.

Gruss

Beat

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