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Angstzustände und Depressionen

A=nni@e82 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich bin 23 und leide seit ca. 5 Jahren an Angst/Panik und Depressionen. Ich wollte mal fragen, ob hier Mädels in meinem Alter (und natürlich auch andere Leute) sind, die ähnliches durchmachen.

Bei mir ist es mittlerweile echt schlimm, habe keinen Antrieb mehr, wegzugehen, das ist auch mit Angst verbunden. Uni geht schon lange nicht mehr. Andere Menschen machen mich auch total nervös.

Heute morgen wollte ich eigentlich zu einem Heilpraktiker, aber wegen Zugfahrt etc. fehlte mir die Kraft und der Mut.

Ich weiß gar nicht mehr, was zuerst da war: Angst oder Depression. Und ich weiß überhaupt, wie es weitergehen soll. ICh sitze den ganzen Tag zuhause.

Ich würde mich sehr freuen, von anderen zu hören und vor allem, was bei Euch geholfen hat!

Alles Liebe, Annie

Antworten
LCeeshas* Worxld


Hallo Annie82,

ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich bin momentan in der gleichen Lage wie du. Jeden morgen nehme ich mir etwas vor, um es dann doch nicht umzusetzen. Aus Angst und irgendwie aus Scham verkrieche ich mich in meiner Wohnung, unternehme nichts mehr mit meinen Freunden usw., suche ständig nach Ausreden, nicht vor die Tür gehen zu müssen.

Meine Schwester hat dennoch mitbekommen wie es mir wirklich geht und mit mir geredet. Das hat schon mal sehr geholfen. Sie hat mir auch empfohlen, einen Psychologen aufzusuchen.

Es ist die einzige und beste Art, meine Probleme zu erörtern und sie zu lösen. Natürlich habe ich Angst, hin zu gehen. Aber ich weiß auch, das es die beste Art ist, mein Leben aus diesem Stillstand zu befreien.

Also kann ich dir nur raten, dass du dich jemanden anvertraust und du (oder ihr zusammen) fachliche Hilfe aufsuchst.

Ich wünsche dir viel Glück und Mut, die Angst zu besiegen und dein Leben wieder in den Griff zu kriegen. *:)

Aennmiex82


Hallo Leeshas,

wie alt bist du denn? Wie gut, dass es dieses Forum gibt...

Ich habe alles ausprobiert. Psychologin und ein Medikament, dass aber für mich das Falsche war. Ich probiere es jetzt noch mal mit einem anderen Medikament. Was mir etwas geholfen hat, war ein Homöopath, aber da er 35 km weit weg wohnt, habe ich es erst zwei Mal dorthin geschafft (Zug, U-Bahn, Bus=Horror). Da ich in einer Kleinstadt (NRW) wohne, haben wir hier kaum ein psychologisches Angebot und die PSychologin bei der ich war, war nicht so toll.

Mir geht es wie dir, der totale Rückzug. Aber du hast Recht: man muss irgendetwas tun, und wenn es noch so ein winziger Schritt ist... Ich glaube, ich werde wieder mit Sport anfangen, dass so super helfen.

Ich wünsche dir alles Liebe und viel Kraft!

Annie

AMnnRixe82


Sorry wegen der Rechtschreibfehler: das SOLL super helfen.

Und noch eine Frage: wie lange geht es dir schon so?

L0ees~has Wxorld


Ich bin 24 und leide seit etwa ein halbes Jahr an dieser Depression.

Es kam völlig unerwartet und von einem Tag auf den anderen. Ich habe keine Ahnung, was der Auslöser gewesen sein könnte. Dann habe ich Panikattacken aus heiteren Himmel bekommen, wo ich das Gefühl hatte, nicht mehr atmen zu können. Das alles hat sich immer weiter verschlimmert. Irgendwann konnt ich dann auch nicht mehr zur Uni gehen. An einigen Tagen war es so schlimm, dass ich nicht mal mehr das Nötigste zum Leben einkaufen konnte. Ich habe schon gemerkt, dass irgendetwas mit mir passiert, aber ich habe es immer wieder von mir weg geschoben.

Ich habe auch bereits homöopathische Mittel probiert, diese haben mich innerlich beruhigt, aber den Weg nach draußen absolut nicht erleichtert.

Habe dann bei der Telefonseelsorge angerufen und die haben mir dann Adressen von Ärzten vermittelt bzw. Anlaufstellen in meiner Umgebung.

Vielleicht kannst du dort noch ein paar Infos über Psychologen in deiner Nähe finden.

Gab es bei dir eigentlich einen besonderen Auslöser oder kam die Depression auch einfach so?

Liebe Grüße Leesha

ULltra~sD>uisbburxg


Mir geht es genauso!

Ich bin 23 und leide auch seit 2001 ca an Depressionen die Anfangs gekoppelt mit Selbstverletzung waren und sich heute in Angstzuständen unter anderem zeigen!

Bei mir ist es so, das ich keinerlei Positive Gedanken mehr habe egal, wie ich mich auch bemühe mir das Leben irgendwie zu erleichtern bringt es nichts..die negativen Gedanken überwiegen und machen es mir unmöglich ein ausgefülltes Leben zu leben!

Damals war ich so down, das ich das Abi abgebrochen habe, weil ich diese Doppelbelastung nicht mehr ausgehalten habe!

Nach 3 Jahren war ich dann wieder so weit, um einen 2.Anlauf zu wargen..bin seit August wieder auf der selben Schule nur jetzt kommen wieder diese Depressionen dazwischen und mittlerweile bin ich wieder mit allem überfordert!

Ihr sagt, das ihr Angst vor anderen Leuten habt?!

Bei mir ist es ähnlich..ich bin viel zu schüchtern, um andere Leute kennenzulernen und kann nur, wenn ich etwas Alkohol getrunken habe so sein, wie ich eigentlich bin lustig, lieb, nett usw

Morgens wenn ich aufstehen soll benötige ich endlos lange bis ich mich endlich mal aufraffen kann und dennoch fällt es mir enorm schwer überhaupt fit für den Tag zu werden!

Anders als bei vielen kan ich mir denken, woher meine Probleme kommen!

Würde mich über einen weiteren Meinungsaustausch freuen

LAeeshaQs Worlxd


Re: UltrasDuisburg

Hallo Ultras,

hast du denn schon irgendetwas ausprobiert, sprich Arzt oder Medikamente o.ä.? Und wenn ja, was ist dabei herausgekommen?

Das mit der Schüchternheit kenne ich auch nur zu gut. Wenn ich neue Menschen kennenlerne erstickt das Gespräch auch sehr schnell im Keim, da ich einfach kein Gesprächsthema finden kann. So wirke ich wohl schnell uninteressant.

Und dabei ist man in Wirklichkeit nicht so, kann sich unter diesen Umständen nicht anders Verhalten.

Ich hoffe nur inständig, dass sich das noch mal ändert und man dann endlich in der Lage ist, sein Leben so zu führen, wie man es sich immer vorgestellt hat. Mein größter Wunsch!

Bis dann Leesha

A1nnixe82


Hallo Leesha,

bei mir sind die Depressionen mit meinem 18. Lebensjahr angefangen. Wir kamen von einer Klassenfahrt wieder und danach bin ich drei Wochen nicht mehr zur Schule gegangen. Ich hatte während meiner Kindheit und Jugend viel Angst vor der Schule. Habe dann erst mal zum Glück die Kurve bekommen, aber ein "bitteres" Gefühl ist geblieben. Als ich dann mit 20 ausgezogen bin um zu studieren, kam alles wieder. Dann bin ich wieder zu meiner Mutter gezogen, habe ein Semester geschafft. Aber seit Ende 2003 ist es schlimmer bis heute. Bin seitdem nicht mehr zur Uni gegangen.

Ich weiß nicht genau, warum ich Depressionen und Angst habe. Ein Grund ist wahrscheinlich Scheidung und schwierige Verhältnisse in der Kindheit. Ich denke immer: mensch, jetzt musst du doch mal die Kurve kriegen, aber es passiert nichts. Seit einem Jahr gehe ich fast gar nicht mehr aus. Mir kommt mein eigenes leben so lächerlich vor und irgendwie schäme ichc mich, dass ich mich nicht zusammen reißen kann.

Wie geht es dir denn jetzt im Moment? Hast du wieder Hoffnung? Ich wünsche es dir sehr, und dir auch Ultrasduisburg..

LNeesh!as *Worlxd


Tja, es geht so einigermaßen. Ich gehe immer noch nicht viel aus und bin die meiste Zeit zu Hause. Aber immerhin kann ich die Nächte gut durchschlafen, was eine Weile absolut nicht der Fall war. Und ich kann mich wieder auf meine größte Leidenschaft (das Lesen) konzentrieren. Vor ein paar Wochen sah das noch ganz anders aus. Ich konnte mich gar nicht konzentrieren. Nicht einmal den einfachsten Handlungen einer Fernsehserie konnte ich folgen.

Die meiste Zeit verbringe ich aber mit Musik hören. Dann kommt bei mir immer so eine Art Selbstbewußtsein auf. Deshalb höre ich auch immer Musik, wenn ich einkaufen gehe. Das lenkt mich dann von meiner Angst fremden Menschen gegenüber etwas ab und erleichtert mir den Alltag. Versuch es doch auch mal, wenn du das nächste mal raus mußt, ich denke, es hilft etwas. ;-)

Ich wünsche mir so sehr, dass mein Leben wieder weitergeht. Ich hab auch ungefähr eine Ahnung, was ich später mal machen möchte, aber mir fehlt die Motivation. Ich hoffe, dass sich das mal ändert. Im Moment bin ich froh, dass es dieses Forum gibt, und ich nicht allein mit solchen Problemen bin.

Ich drücke uns allen die Daumen, dass wir wieder aus diesem tiefen Tal heraus kommen.

Tschü Leesha *:)

AMnn8ie82


Hi Leesha,

:-) mit der Musik geht es mir genau wie dir: sie kann mich immer wieder hochreißen! Zumindest für eine kleine Weile. Ich tanze auch total gerne, aber ich gehe ja nicht auf Parties oder in Discos. Habe ich früher ab und zu gemacht und irgendwann möchte ich das wieder machen. Habe sogar auf Parties von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens Garderobe gemacht! Heute ist das undenkbar... Bin nur noch ein Schatten meiner selbst ;-)

Habe heute übrigens mit Paroxetin gegen Depressionen und Angst begonnen und ich hoffe sehr, dass ich keine starken Nebenwirkungen bekomme.

Mit dem Lesen ist es bei mir das gleiche, studiere auch eigentlich Germanistik, aber ich gehe ja nicht mehr hin. Ich brauche regelrecht meine Bücher und Cd´s um mich herum.

Was sind deine Pläne für die nächste Zeit? Wirst du zu einem Therapeuten gehen?

Ist das bei dir eigentlich auch so: wenn man sich mit einem anderen Menschen unterhält, ist man innerlich angespannt und man muss sich sehr zusammen nehmen und man denkt, der andere hält einen für total blöd? Bei mir ist es jedenfalls so...

Alles Liebe! Annie

sJaSr$ahxle


weiss auch net weiter...

ich habe zur Zeit auch ziemliche Depressionen, nehme jedoch nichts dagegen. Ich traue mich kaum noch in die Vorlesung und auch so einfache Dinge wie Einkaufen fallen mir extrem schwer.

Vor zwei Monaten habe ich eine Therapie angefangen, bei der sich herausgestellt hat, dass ich unter Sozialer Phobie leide. Macht die Sache gerade nicht einfacher. Leider kann ich dir keinen wirklichen Rat geben, was man machen kann, das wüsste ich auch gerne.

Was jedoch etwas "beruhigend" zu lesen/sehen ist, ist, dass es auch andere Menschen mit ähnlichen Problemen gibt, auch wenn es schöner wäre, wenn sich niemand mit solchen herumschlagen müsste :-(

Grüßle von Sa

Ajnnie[82


Hi Sarah,

bringt dir die Therapie etwas? Wie lange warst du nicht mehr in der Uni?

Alles Gute wünscht dir Annie!

LUeeshBasm Wor<lxd


Hi Annie,

ich studiere (oder studierte) auch Germanistik, so ein Zufall!;-D!

Ich habe vor, mir einen Termin beim Psychologen zu holen. Aber wie das so ist, muss ich erst meine schlimmsten Dämonen überwinden und zum Telefon greifen. Ich hoffe, das eine Gesprächstherapie dann hilft.

Für die Zwischenzeit habe ich mir ein paar Bücher über Depression u.ä. besorgt, um da schon mal ein paar Tipps zu bekommen. Bisher war aber noch nichts passendes dabei (immer diese "Chacka-du-schaffst-es-wenn-du-wirklich-willst" Themen zzz).

An Medikamente traue ich mich nicht so richtig ran, gerade weildie meisten ziemlich viele Nebenwirkungen haben. Wenn, dann nehme ich höchstens sowas wie Baldriantabletten zur inneren Beruhigung.

Versuchst du eigentlich auch nach außen hin (für die Familie) so zu tun, als wärst du glücklich und zufrieden mit deinem Leben? Ich mein, ich war froh, als mich meine Schwester auf meine Lage aufmerksam gemacht hat, aber seit dem fragen sie und meine Familie mich ständig nach meinem Befinden. Ich fühle mich dann kontrolliert und reagiere genervt.

Bye Leesha

o0dinxi


hallo ihr

ich leide auch schon seit fast 11 jahren an angst zuständen und depressionen ich war auch bei verschiedenen therapeuten doch helfen konnten sie mir auch nicht. seit 2 jahren ist es so schlimm das ich garnicht mehr vor die tür kann oder in eine bahn oder in ein auto steigen einkaufen kann ich über haupt nicht wenn ich meinen freund nicht hätte wäre ich vermutlich schon verhungert er ist der einzigste der mich versteht und unterstützt.

also tabletten dagegen helfen überhaupt nicht ihr werdet nur süchtig tabletten können nicht eure probleme weg machen das wäre schön. ich habe jetzt endlich eine passende therapeutin für mich gefunden und die auch hilft und wirkt denn seit dem ich sie habe kann ich auch schon wieder bahn und auto fahren und raus gehen zum einkaufen funktioniert auch schon ein bisschen denn sie zeigte mir eine übung mit der ich meine angst im griff habe und nicht weg laufen muss wenn mich meine angst überfällt.

was ihr überhaupt nicht machen dürft ist euch vor anderen menschen zu verstellen dadurch wird eure angst noch schlimmer die erfahrung hatte ich nähmlich zeugt euch so wie ihr seid und wenn das manche nicht verstehen dann haben sie pesch gehabt denn es gibt kein richtig oder falsch wie man sich zu verhalten hat sei einfach du selbst.

ich wünsche euch viel glück ihr werdet euren weg schon finden :-)

U!ltrasVDuisbxurg


Es ist schon sehr erleichternt zu lesen, das ich mit meinem Problem nicht allein bin!

Die Leute in meiner Umgebung haben keinerlei Verständnis für mich und halte mich alle für engstirnig und einfach pessimistisch!

Keiner versteht, das ich eine Krankheit haben..von denen kommt nur "du musst einfach nur positiv denken" ja, und woher sollen diese positiven Gedanken kommen?

Egal, was ich auch versuche..habe schon Tees, Tabletten und Badezusätze gegen Stress und Innere Unruhe probiert, Bücher gelesen and so on nix hilft!

Ich frage mich manchmal, wofür ich überhaupt lebe?!!

Ich habe keine Freunde hier, und mein Freund lebt in Duisburg das sind 100km von hier!

Ich sterbe hier noch vor Einsamkeit..am Wochenende sagen alle Leute "Ach heute geh ich da und dort hin" und was sage ich? "Tja wieder schön vorm Pc gesessen" Wenn ich nicht zum Fußball fahren würde einmal pro Woche würd ich wohl nie unter Menschen kommen!

Ist alles zum heulen!

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