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Angstzustände und Depressionen

ALnniae82


Hi Morgause und Leesha,

so, ich denke wir haben jetzt alle unsere Emailadressen und ich weiß sogar schon wie Leesha aussieht... Toll!

;-D Ich werde bestimmt nicht schüchtern sein und ganz oft von mir hören lassen. Und ihr könnt mir jederzeit schreiben, egal was, ihr könnt alles bei mir abladen.

Ich hoffe aber auch, dass wir uns gegenseitig mit vielen guten Gedanken "füttern" werden und ein bisschen Ablenkung von unserem momentan ehrer problematischen Alltag verschaffen können.

So, dann Euch eine gute Nacht!

Eure Annie

MwoRrwgvaufsxe


Hallo Ihr beiden!

Wollte mal fragen, ob Ihr eigentlich Haustiere habt?

Ich hatte im Leben immer Tiere und ich kann's mir ohne gar net mehr vorstellen.

Zur Zeit haben mein Freund und ich zwei Frettchen und die sind in manchen Situationen eine echte Hilfe für mich. Erstens, weil die immer gute Laune haben und zweitens, weil ich dadurch eine Aufgabe habe (die sind nämlich nicht sooo einfach zu halten - sehr anspruchsvolle Tiere ;-D)

Eigentlich wollen wir uns noch gerne einen Hund dazu holen, aber das ist ja auch so eine Geld- und Zeitfrage... aber vielleicht klappt es trotzdem irgendwann.

Muss echt sagen, dass mir manchmal Tiere lieber sind als Menschen - die sind einfach viel ehrlicher!

Liebe Grüße, Lisa

A=nni<e8x2


Hi Morgause,

ich hatte mal als Kind ein Kaninchen, aber das hat mein Opa dann irgendwann geschlachtet... Ich hätte so gerne einen Hund. Und den würde ich dann bestimmt überall mit hinnehmen. Ich mag Tiere auch sehr gerne, denn sie spüren, wenn es einem nicht gut geht...

Ich muss um 16 Uhr in die VHS die Sendung aufnehmen, und wie immer ist mir nicht wohl dabei. Ich wäre am liebsten wieder "normal" und entspannt...

Lg, Annie

L[eeIshaYs Wo!rxld


Ich bzw meine Eltern hatten bis vor einem halben Jahr einen Hund. Aber da er schon 15 jahre alt und krank war, musste er eingeschläfert werden. das war schon sehr hart für mich. Wir hatten immer einen Hund, ich bin mit Hunden aufgewachsen. Nun wollen sich meine Eltern keinen mehr anschaffen. Und hier in Berlin find ich es nicht so gut, einen Hund zu haben (in meiner Wohnung). Unser Hund war immer draußen und konnte sehr viel umherlaufen. Das finde ich besser.

L4eesha~s Woxrld


@ Annie

Ich drücke dir die Daumen, dass deine Angst heute nicht so groß wird, wenn du in die VHS musst. Versuch an was Positives zu denken und nimm dir Musik für den Weg dahin mit

Aunn@ie8x2


Hi Ihr beiden,

war in der VHS und es ging irgendwie...Danke fürs Daumen drücken, es hat geholfen. Es geht ja immer irgendwie, egal wie man sich fühlt, aber mit ängstlichen und schlechten Gefühlen ist es immer sooo anstrengend...

Ich hoffe es geht euch gut! Ich denke jedenfalls an euch. Ich habe mir vorgenommen, wieder mit Joggen anzufangen. Dann hätte man Bewegung und frische Luft auf einmal. Fragt mich bitte in ein paar Tagen, ob ich es auch angepackt habe!

Also, liebe Grüße von Annie

M&orga[use


Go Annie, Go!!!:)^

Joggen - super Idee! Ich werde auch mal versuchen, meinen Schweinehund zu überwinden... und das mit Raucherlunge

*röchelnde Grüße*

d%epri-sSacndri


noch eine Sandra und noch eine Studentin

Hallo ihr,

ich muss mich jetzt auch mal einbringen :-)

Ich bin 22 Jahre alt (bald 23) und hatte das erste mal mit 14 für etwa 2 Wochen Depressionen. Das war aber nur ein kurzer Auftakt. Mit 19 kam es plötzlich über Nacht. Es begann mit einer Panikattacke - das Merkwürdige ist, dass ich am Abend noch dachte: "Mein Gott Sandra, dein Leben ist so super toll." Ich war wirklich glücklich und immer fröhlich.

Nachts konnte ich nicht schlafen, begann auf einmal zu grübeln, bis ich mich da regelrecht in einen Kreisel gestürzt hatte und es plötzlich panisch in mir wurde. Herzrasen, Schweißausbrüche und diese Angst!!! Alles was ich ansah, machte mir auf einmal so eine erdrückende Angst! Ich musste aufstehen und bin durch die Wohnung gelaufen. Ich konnte nicht still iegen bleiben. Ich musste meine Mutter wecken, die mich aber leider auch nicht richtig beruhigen konnte.

Von da na, begannen meine Depressionen. Innerhalb einer Woche wurde es richtig schlimm. Am Ende der Woche ging ich zu meinem Hausarzt, der mir nach meinen Schilderungen nur ein Schlafmittel verschrieb.

Nichts machte mehr Spaß, ich tat alles nur weil ich musste. Und zwischendurch kamen dann immer wieder Panikattacken. Es war die Hölle!

Ich machte das mehr als zwei Monate mit. Begann Johanniskraut zu nehmen, was aber nicht half.

Als ich eines Tages wieder von meinem Freund heulend und panisch nach Hause kam (ich fuhr in seinem Auto und weiß noch das ich schon nicht mehr heulte, sondern schon schrie vor "Schmerzen"), ist meine Mutter dann endlich mit mir in ein Krankenhaus gefahren. Ab da bekam ich Cipramil. Eigentlich wollte man mich auch dabehalten (eine Woche). Aber da saß ich in einem weißen Zimmer, völlig allein und es wurde unerträglich. Meine Mutter war in der Zeit nach Hause gefahren, um mir ein paar Sachen zu holen. Als sie dann mit meinem Vater durch die Tür kam, hab ich wieder so geheult und ich konnte nicht mehr da bleiben.

Ich steigerte meine Dosis langsam, bis ich am Ende auf 40 mg kam. Angeblich soll das Medi ja schon nach 4 Wochen helfen, aber das tat es wirklich nur sehr langsam und zaghaft.

Meine Eltern haben mir dann einen meiner früheren größten Wünsche erfüllen wollen. Meine Ma wollte mir einen kleinen Hund schenken (quasi als Therapie). Ich habe mich nicht darüber gefreut. Gekauft haben wir sie trotzdem - mein kleines Mädchen - und ich glaube doch, dass sie mir geholfen hat.

Konnte ich am Anfang gar nicht allein zu Hause bleiben, ging das jetzt. Mein kleines Mädchen war da und das Streicheln hat mich immer ein bisschen beruhigt. Es wurde langsam aber sicher tatsächlich besser. Manchmal bekam ich Rückfälle, die mich total entmutigten, aber sie wurden schwächer und seltener.

Heute nehm ich noch 20 mg. Meine Mutter will, dass ich sie reduziere, aber nach diesem Traume (hat fast 2 Jahre gedauert) trau ich mich nicht. Es stört mich auch nicht sie zu nehmen.

Seit Montag hab ich nun eine Grippe, lieg dn ganzen Tag im Bett und guck Fernsehen. Dabei kam ein wenig das alte Gefühl in mir hoch. Hatte gestern Nacht wieder eine leichte Panikattacke. Konnte mich aber einigermaßen beruhigen (mit lesen etc.).

Aber die alte Angst ist wieder da: Geht jetzt alles von vorn los?! Ich will es auch meinen Eltern nicht erzählen, da sie sich nur wieder Sorgen machen. Meine Mutter war damals ja selbst krank, durch ihre ständigie Sorge um mich.

Zu Beginn meiner Depressionen haben ach viele zu mir gesagt, ich soll mich zusammenreißen, bis sie einsehen mussten, dass ich tatsächlich an einer schweren Krankheit leide.

Was andere Menschen betrifft: Ich war manchmal sogar so drauf, dass ich (so schlecht es mir auch ging) der Partyreißer war, plötzlich im Mittelpunkt stand. So gar nicht ich!

Naja...das war meine Geschichte. Mädels...durchhalten! Ich hab es auch nie glauben wollen, aber ich hatte schon mehr als ein Jahr wieder ein Depressionsfreies Leben. So wie früher. Es funktioniert!

LG

*:)

ddepXri[-SanIdri


Anhang

ich glaube das mit der nächtlichen Panikattacke, kann ich auf die Grippe zurückführen und außerdem, dass ich im Zimmer meiner Ma geschlafen hab. Das war früher mal mein Zimmer. Ich lag ja wieder in dem Bett, wo es anfing.

Als es mir damals besser ging, haben wir nämlich beschlossen, ein großes Zimmer im Keller für mich auszubauen. Da leb ich nun seit über einem Jahr, ganz ohne Angstzustände und Depressionen. ;-D

Jemand der diese Krankheit nie hatte, wird das nicht verstehen...Auch ich selbst finde, dass ich mit meinen Worten nicht das ausdrücken kann, was ich in der schlimmen Zeit empfunden habe.

Das wichtigeste ist: Ich habe alle Unterstützung, Hilfe und Liebe bekommen, die mich zur Genesung geführt haben. Meine Eltern, (besonders meiner Mutter) und meinem Ex-Freund verdanke ich das Meiste.

Ich hoffe, dass ihr ebenfalls solche fantastischen Leute um euch habt. :)^

Mqorgauxse


Hallo Sandra!

Ich finde es toll, dass Du so gut mit der Panik fertig geworden bist.

Verstehe ich das richtig, dass Du "nur" Medikamente genommen hast und nie eine Therapie gemacht hast?

Das Dir Deine Eltern so viel Unterstützung zukommen lassen, dass ist wirklich eine schöne Sache.

Ich habe zwar auch einen sehr lieben Freund, der mir schon sehr geholfen hat, aber leider so ziemlich die übelste Beziehung zu meinen Eltern, die man nur haben kann. Leider sind die zum größten Teil für meine Panikstörung verantwortlich... >:(

Hast Du großes Glück will ich damit sagen. Ich glaub, bei der Annie ist's auch net so doll mit den Eltern... (Annie, korrigier mich, wenn's falsch ist).

Ich denke mal, dass Dich Deine Familie in gewisser Weise therapiert hat, oder?! Das ist wirklich schön... ich wünschte, ich hätte auch diese Option, aber bei mir wird es ohne Therapie wohl nicht gehen. Hab schon viel gesucht, aber leider noch nicht den richtigen Therapeuten gefunden. Ich leide schon seit über 10 Jahren daran (was heißt, dass es noch schwieriger zu therapieren ist). Wenn Du aber ein paar Tips zur Genesung hast, dann immer her damit!;-D Wir sind für neue Strategien immer dankbar. Stimmt's Mädels?!

Liebe Grüße, Lisa

A{nniAe82


Ja, genau, wir sind für Tipps immer dankbar...

@ Morgause,

habe deinen "Aufsatz" gelesen und jetzt habe ich echt ein ausführlicheres Bild von dir. Schreib dir natürlich sobald wie möglich zurück...

Leesha, ich hoffe dir geht es gut?

Lweesh`as W@orld


@ Sandra

Ich war auch ziemlich beeindruckt, wie du wieder alles auf die Reihe gekriegt hast :)^. Es ist gut zu wissen, dass es einen Weg raus gibt. Ich denke, das gibt uns allen Hoffnung, stimmts?

Wahnsinn, dass du das 2 Jahre augehalten hast. Aber es dauert wohl so lange.

@ Annie und Lisa

Mir geht es gut. Bisher ist jeder Tag gut gewesen und ich hab mich auch schon fast wie früher gefühlt. Aber ich weiß, das das nur eine Phase ist und ich nicht wirklich gesund bin. Wenn demnächst ein Hindernis (welcher Art auch immer- Weihnachtsstress o.ä.)auf mich zu kommt, wird es mich wieder zurückwerfen. Das ist diese Fähigkeit, sich selbst zu täuschen. Es ist interessant, wie man sich selbst belügen kann und dann auch noch von dieser Lüge überzeugt ist. An diesen guten Tagen brauch ich einfach etwas, das mich an meine wirkliche Situation erinnert, damit ich nicht den Halt verliere.

Habt ihr irgend eine Idee?

A+n?niex82


Hi Leesha,

was mir bei diesem Problem hilft: ich nehme einfach jeden Tag so, wie er ist. Ich denke mir einfach, ok, heute ist ein schlechter/guter Tag und das ist ok so. Andere Leute haben auch gute und schlechte Tage. Aber ich verstehe was du meinst: schließlich ist es für Leute wie uns auch schwierig, immer BEIDES auszuhalten, dass ist anstrengend und man weiß nicht, was am nächsten Tag kommt. Man kann sich ja nicht auf seine eigene Psyche verlassen und denken, es geht schon irgendwie und irgendwie kriege ich das schon hin...

Mehr weiß ich jetzt auch nicht....

MborgLause


Hallo Ihr beiden!

Vielleicht sollten wir nach guten Tagen mal wirklich genau schauen, wieso diese Tage gut waren. Vielleicht machen wir da irgendwas anders. Ich denke, dass wir gerade aus solchen Phasen alles an Kraft mitnehmen sollten und das wir zuversichtlicher sein müssen... was ja leider gar nicht so einfach ist!

Wünsche Euch noch einen wunderbaren Abend.

Liebe Grüße, Lisa

A4nniex82


Hi ihr alle,

ich versuche immer darauf zu achten, was an einem guten Tag "gut" war und versuche das dann festzuhalten. Auch wenn ich am nächsten Tag wieder down bin, aber jede positiv empfundene Minute zählt doch auch, oder?

Hier ein tolles modernes Gedicht, was ich heute gelesen habe:

Nur gut, dass es vorbei geht

Von oben bis

unten mit

Schuldgefühlen

bekleidet,

sitze ich

an dunklen Tagen

vor dem

Spiegel

der Melancholie

und wage keinen

Versuch mehr,

irgendetwas zu unternehmen.

Doch unverhofft

streift mich das

Leben.

Ich finde das Gedicht ganz gut! Mit lieben Grüßen von Annie

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