» »

Angstzustände und Depressionen

L@eeshaHs Wnoerlxd


Das Gedicht ist wunderbar. Es spricht mir und sicher uns allen aus der Seele. Ja, wir sollten jeden guten Tag genießen und uns daran erinnern, was ihn so gut gemacht hat.

An der Art wie ich gerade schreibe, seht ihr, wie sehr mich das Gedicht berührt. Von wem ist es?

Auf jeden Fall hat dieses Gedicht meinen Abend toll gemacht.

Danke Annie @:)

M;orgau`se


Oh ja Annie, das ist wirklich ein gutes Gedicht!:)^

*seufz*

M7or-gauxse


Ist zwar nicht ganz tum Thema, aber das hier ist mein Lieblingsgedicht (berührt mich immer sehr):

Der Panther (von Rainer Maria Rilke)

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd geworden, das er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille -

Und hört im Herzen auf zu sein.

Poetische Grüße, Lisa

AdnnTie:82


Hi Club der untoten Dichterinnen ;-)

habe noch mehr auf Lager, werde sie in den nächsten Tagen einfließen lassen... Aber man merkt, wie Worte einen wieder berühren können und zumindest etwas in uns bewegen. So ganz abgestorben sind wir nicht!! Oder?

MOorgjauKse


Nee, so ganz abgestorben sicher nicht ;-)

Freu mich schon auf Deine Einflüsseindennächstentagen

*:)

Avnnie[8x2


Guten Morgen an alle,

wie geht es Euch heute? Ich hoffe doch mal gut.

@ Jana:

vielen, vielen Dank für die Karte, habe mich sehr gefreut!!

Ich melde mich später noch mal...

Lg, Andrea

dDepri-Sxandri


Das ist komisch...

Der Panther...das Gedicht hatte ich in der Schule...habe damals mit meinem Lehrer diskutiert, weil ich die Zeilen:

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille -

Und hört im Herzen auf zu sein...

nichts anderes sagt, dass er depressiv ist (ich nehme an, der Autor war es selbst). Das er schon so abgestumpft ist, dass ihm alles egal ist. Er xistiert nur noch, aber kann nicht mehr empfinden, außer der Lehre. Mein Lehrer hatte es erst abgestritten, aber nachdem er eine Nacht drüber geschlfen hatte, gab er mir am nächsten Morgen recht :)^

Wie auch immer.

Zu meinen Eltern: JA, sie haben mir sehr geholfen! Ohne sie, hätte ich es VIEL schwerer gehabt. Wobei es schlimm war, meine Mama so leiden zu sehen.

Einmal fragte sie mich: "Sandra, hast du uns denn noch lieb"? Und ich musste antworten: "Ich weiß es nicht". Weil ich tatsächlich nichts empfunden habe. Sie hat so geweint. Das war hart, aber ich konnte auch nicht lügen.

Manchmal war ich auch einfach nur aggressiv. Ich war sauer auf mich selbst, dass ich so war! Alle um mich rum, konnten lachen, ausgehen, Spaß haben...an mir aber zog das Leben einfach so vorbei und ich konnte nicht verstehen, was ich so schlimmes getan hatte, dass ich so ein "Leben" führen musste.

Ich habe oft gedacht, ich wäre tot, ohne es zu wissen und in der Hölle gelandet.

Ich war bei einer Therapeutin. Eine nette Frau, aber die hat mit mir nur geredet ohne mir zu erklären, was denn nun wirklich los war mit mir. Das hat meine Mama besser gemacht. Darum bin ich irgendwann nicht mehr hingegangen.

Manchmal wollte ich sterben. Wenn ich morgens aufwachte, hatte ich den Gedanken: "Oh nein..schon wieder ein Tag"! Herzrasen, Angstzustände...meine Mutter musste mich zwingen zu essen, zu duschen, Zähne zu putzen. Von 52 Kg hungerte ich auf 45 kg runter. Nichts passte mehr, mein Aussehen war mir egal.

Ich wollte jeden Tag einfach nur hinter mich bringen. Wie etwas Unangenehmes. Ich dachte: "Wofür das alles? Es muss doch noch was anderes geben als das Leben?!" Es erschien mir so anstrengend, ich hatte das Gefühl mich ausruhen zu müssen. Aber es gab ja kein Entrinnen. Der Tod machte mir zu viel Angst und ich dachte daran, was ich meiner Mutter mit einem Selbstmord antun würde.

Ich weiß nicht, ob es nun die Tabletten waren, meine Familie und der Freund, die Zeit oder einfach von allem ein bisschen, aber ich wurde wieder glücklich.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wo mir an einem Tag plötzlich etwas ganz Simples auffiel. Eine Stunde in der Schule war ausgefallen, ich konnte früher nach Hause und überlegte, dass ich Fernsehen wollte und etwas Süßes naschen. Darauf freute ich mich und als ich registrierte das ich mich freute, freute ich mich noch mehr. Dieses Gefühl hatte ich schon lang nicht mehr. Es war nur der Anfang. Schritt für Schritt wurde mein Leben wieder bunt.

Klar...es gab auch Rückfälle. Aber die wurden weniger und schwächer.

Einen bekam ich, nachdem mein Ex, behauptete, er wäre HIV Positiv gewesen. Da ging es mir wieder sehr schlecht. Bis ich mich erst nach Monaten zum Test traute...natürlich negativ. Dann war alles schlagartig wieder toll. Wie eine 2. Geburt.

Das Leben ist toll! Ich freue mich heute wieder über simple Dinge, wie einen Fuchs übers Feld laufen zu sehen, einen Vogel beim Singen zuzuhören, ein Stück Schokolade genießen...wären nicht die Erinnerungen an die schlimme Zeit, dann käme es mir vor, als sei nie etwas gewesen...

Tja...Tipps? Geduld! Nicht unter Druck setzen - wie: ich muss JETZT wieder Gesund werden.

Ich hab auch viel gelesen, noch viel mehr geschrieben (vor allem hier im Forum und ihr merkt sicher selbst, wie das hilft) aber auch in eine Tagebuch. Habe nur das gemacht, wofür ich mich in der Lage fühle (d.h. keine Disco o.ä.). Das hätte in mir wieder Panik ausgelöst, unter so vielen Leuten zu sein.

Während der Depressionen gab es nur ein Glücksgefühl in mir: Die Vorfreude auf das Leben ohne Depressionen.

Und es kam! :-)

h^oneyme00n


Hallo depri Sandri

Ich bin eine Mutti und staune was du da so allein geschafft hast, ich selber befinde mich zur zeit in der selben Lage wie deine Mutti. Aber ich versuch nicht vor meiner Tochter zu weinen da sie es schon schwer genug mit ihrem eigenen Leid hat. Ich versuche ihr zu helfen aber das ist sehr schwer. Ich bekomme sie eigendlich gar nicht mehr aus ihrem Bett rau jedenfalls nicht vor 11.00 Uhr. Wenn ich arbeiten gehe und sie wecke legt sie sich einfach wieder hin. Aber ich hoffe wir schaffen das.

Gruss honeym00n

M!or_gauxse


Was für eine Erfolgsstory! So hätte ich das auch gerne... aber so wird es bei mir nicht klappen, leider!

Habe heute einen nicht allzu guten Tag - fühl mich zu nix in der Lage. Mal sehen, was der Tag noch so bringt.

Ich hoffe Euer Tag ist besser.

Liebe Grüße, Lisa

ddepriO-Sajndxri


Hallo Honeym00n

Meine Mama hat auch immer versucht nicht vor mir zu weinen, weil sie es mir auch nicht schwerer machen wollte, als es eh schon war. Aber nach Monaten klappt das irgendwann nicht mehr. Ich war so ein Arsch...wurde dann aggressiv und hab sie beschimpft...was sie schon für einen Grund zum weinen hätte...schließlich sei ich doch krank...

Du darfst nicht vergessen, dass man bei einer (schweren) Depressionen oft nicht man selbst ist.

Wie alt ist denn deine Tochter? Ich war 19 als es anfing.

Was du ihr auf jeden Fall immer wieder versichern musst, ist, dass sie 100% ig wieder gesund wird - denn das wird sie. Und es gibt nichts besseres, als immer wieder daran erinnert zu werden, weil man es in der Krankheit einfach nicht glauben kann.

Sie braucht die jetzt. Für alles. Je nach Schwere ihrer Depression, musst du sie zum Essen zwingen, zum Arzt mit ihr gehen...eine Zeit ist es wohl wieder wie mit einem Kleinkind, nur ohne die Freude.

Viel, viel reden...spazieren gehen (wir sind immer mit meinem Hund gegangen, obwohl ich 0 Lust hatte, aber es hat doch gut getan). Meine Ma hat ne Zeit lang sogar mit in meinem Bett geschlafen. Sie hatte eigentlich Monate kaum ein Leben...als wär sie selbst krank. Lass dich aber nicht auch von der Krankheit unterkriegen. Es ist nur eine Phase.

Die Krankheit hat mich viel reifer gemacht und ich hab dadurch viel gelernt. Ich weiß heute wer meine Freunde sind. Alles hat irgendwie einen Sinn. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann frag mich ruhig.

@morgause

Ich muss ein bisschen schmunzeln als ich den ersten Satz gelsen hab. Bitte, bitte nicht falsch verstehen....denn ich war genauso. Aber in Anbetracht der Tatsache das ich heute eben weiß, man wird wieder ganz gesund, mach ich mir keine Sorgen um dich.

Du hast es jetzt schwer, aber du siehst dein Leben danach noch viel bunter. Freu dich darauf.

Aunni_e82


Hi Depri Sandri!

Immer wieder mutmachend, wenn man von jemandem hört, dass es ihm/ihr wieder besser geht! Das freut einen, echt...

Hey Lisa,

Kopf hoch! Bei mir ist es heute auch nicht so toll, da können wir uns zusammen tun. Ich habe auch nichts vor und laufe in der Wohnung rum und sehe null Perspektive und Freude. Aber es gibt eben auch schlechte Tage...

LG, Andrea

d/epri->Sandrxi


PS: Thema Tabletten

Da muss man übrigens klar unterscheiden.

Es gibt sogenannte Tranqulizer. Beruhigungsmittel, wenn es mal ganz schlimm wird. Die hatte ich auch. Aber eben nur wenns nicht mehr auszuhalten war. Eine halbe Tablette (Tafil). Die machen bei übermäßigen Gebrauch abhängig. Also sparsam damit umgehen.

Dann gibt es aber Mittel wie Cipramil. Diese machen NICHT abhängig. Die sollen den Horminhaushalt im Gehirn wiederherstellen bzw. ins Gleichgewicht bringen. Eine Therapie kann das nicht. Die kann nur die Ursachen herausfinden und unterstützen.

Nicht jedes Medikament springt bei jedem an. Man muss individuell herausfinden was am besten hilft.

hjonjeym0,0n


Danke sandri

für deine Antwort. Sie st auch 19, (ob das mit dem Alter zu tun hat?) deshalb ist das sone sache mit dem komm jetzt aufstehen, komm jetzt spazieren, komm jetzt bitte hilf mir. Was soll ich sagen wenn sie sagt hab keine Lust, las mich in Ruhe oder ich will darüber nicht reden. Weiss auch nicht wann sagt sie mir die Wahrheit, sie muss gar nicht lügen wenn sie nicht zur Schule geht sie geht dann zum arzt und bekommt ein Krankenschein. Warum also schwindelt sie? Wie soll ich da reagieren? Gruß honeym00n

d;eprPis-Sanxdri


reagiert sie auch aggressiv?

Was könnte sie denn für Gründe haben, warum sie Depressionen bekommen hat? Gab es Vorfälle?

Bei mir war es wahrscheinlich die Angst vor der ungewissen Zukunft. Von Kindheit an immer auf das Abitur hingearbeitet...dann sollte es in einem Jahr soweit sein...und dann?

Leider kann ich so nicht sagen, wie schwer das bei ihr ist. Es gibt ja verschieden schwere Depressionen.

Ich wollte auch nie rausgehen. Aber meine Mutter hat dann alle ihre Energie zusammengenommen und so lange "genervt" bis mir nichts anderes übrig blieb. Frische Luft und Gespräche haben mir immer ein bisschen geholfen. Auf jeden Fall braucht ihr auch ärtzliche Hilfe!! Psychiater und eine begleitende Therapie. Ohne Medis ist es schwer da rauszukommen.

A8nni#e812


Hi Lisa und Jana!

Habe gerade eure mails gelesen. Also, ich würde es gerne mit der Lebensgeschichte machen. Man kann ja auch irgendwo anfangen, egal wo und egal wie lang es wird.

Wir können uns ja auch mal wieder hier im Forum gleichzeitig treffen, dann können wir plauschen...

Ich hatte heute einen blöden Tag, bin noch nicht mal an die frische Luft gegangen, aber ich lass mich nicht runterziehen!

Ihr könnt ja mal einen Vorschlag für nen Treff im Forum machen,würde mich sehr freuen!

Bis bald, ihr Zwei!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH