» »

Angstzustände und Depressionen

L>eesh[as Wsorxld


Freuen ist wohl das falsche Wort. Ich bin immer ein bisschen aufgeregt und nervös. Und wenn ich dann da bin, dann dauert es auch immer so zehn Minuten bis ich freier und ungezwungener reden kann. Als wenn ich die Lage erst mal abchecken muss, jedesmal wenn ich da bin.

Bist du denn sehr nervös vor deinem Termin? Versuchst du dich irgendwie darauf vorzubereiten?

NYiniaXne3


Aber Harry und Sally macht mich auch immer etwas wehmütig (aber auch fröhlich). Sie leben in New York, treffen sich, diskutieren etc. Ich finde das Leben toll, so wie sie es führen. Ich würde gerne mal durch New York laufen, so wie Harry und Sally. Schon verrückt: man möchte noch so viele Dinge erleben, und denkt: IRGENDWANN... dabei könnte man sofort anfangen. Nicht mit New York, aber mit anderen Dingen. Ich habe auch schon oft überlegt, dass ich vielleicht gar nicht glücklich sein WILL...

NZi2nianee3


Nein, vor dem Termin mit der Psychologin bin ich überhaupt nicht nervös, nur vor der Fahrt dorthin. Das ist in einer Ecke, die ich noch gar nicht kenne, und ich muss eine halbe Stunde mit dem Fahrrad da hin fahren. Das macht mich nervös. Und ich habe Angst, dass es nichts bringt und dass sie mir nicht helfen kann. Aber alles in allem finde ich es gut, dass ich es mache und freue mich auch ein klitzekleines Bißchen.

LheeshQas Wyorlxd


Ja der Gedanke kam mir auch schon oft. Aber was hätte denn das Leben für einen Sinn, wenn man nur traurig und einsam durchs Leben gehen sollte. Und wozu gibt es dann soviele Menschen auf der Erde, einer hätte dann doch genügt.

Ich kann mich noch erinnern, als vor fast einem Jahr die Depression bei mir so richtig ausgebrochen ist: In meiner Heimatstadt waren Kneipennächte und ich war mit Jens (mein Freund) und lieben Freunden unterwegs und hatte viel Spaß. Wir waren bis es hell wurde (sechs/ halb sieben) unterwegs. Es war ein tolles Wochenende. Dann am Montag hab ich mich richtig blöd gefühlt, mich zurückgezogen, nur geheult und eine Panikattacke nach der anderen gehabt. Und ab da ging es nur noch abwärts. Aber warum? Ich war doch glücklich am Wochenende. Ich weiß nicht, warum der Absturz so plötzlich kam

LSeeshasC World


Du darfst noch nicht daran denken, dass sie dir vielleicht nicht helfen kann. Das musst du auf dich zukommen lassen. Wenn du schon so ran gehst, bist du innerlich blockiert und es ist hinderlich, wenn ihr euch kennenlernt. Es hindert dich dann, Vertrauen zu fassen- dann ist die Thera schon im Vorraus zum Scheitern verurteilt.

Und mit der Strecke, wie wäre es denn, wenn du schon vor deinem Termin (also die nächsten Tage) die Strecke Stück für Stück abfährst und dich mit der Gegend vertraut machst?

Nsinihanxe3


Das ist haargenau der Knackpunkt!!! Da hast du was ganz Wichtiges angesprochen. In dem Moment, wo du mit deinen Freunden wegwarst und es so schön war, in dem Moment hast du dein "Schicksal" (sorry wegen der Dramatik" erfüllt. Du hast das erlebt, wozu man auf der Welt ist: du hast dich gefreut und warst glücklich. Dann kommt das Unterbewusstsein: da ist was, das sagt: Es steht dir nicht zu glücklich zu sein. Du bist schlecht. Und prompt bekommt man eine Depression oder Panikattacke.

Bei mir wars genauso: ich musste im Hörsaal einen kurzen Vortrag halten. Es war toll, ich war in meinem Element, dass ich vor so noch gar nicht gekannt habe. Alle haben geklatscht. 30 min. später im Zug dachte ich die Welt bricht über mir zusammen. Ich bekam eine Panikattacke. Seitdem bin ich nicht mehr in eine Vorlesung gegangen.

Kurzum: an einem Punkt, wo unser Leben, unsere Bestimmung richtig da war und wir hätten durchstarten können, haben wir klein beigegeben und trauten uns nicht, das Gute anzunehmen.

Was meinst du?

NHin3ianxe3


Ich versuche, der Thera entspannt und ohne Angst entgegen zu gehen. ich will ja auch mir selbst helfen :)^

LReesh/as Woxrld


Klingt irgendwie logisch, aber warum ist das so? Sollte unser Gehirn nicht dieses gute Erlebnis speichern und immer wieder abrufen? Wir müssten doch bestrebt sein, dieses Glücksgefühl wieder und wieder haben zu wollen? Es ist zu komisch, dass man sich daraus was schlechtes dreht :(v

N^ini@anex3


Ich denke, es ist diese Hilflosigkeit, dass man nicht gelernt hat, positive Dinge anzunehmen. Aus irgendeinem Grund weist man sie von sich und zieht sich lieber immer wieder selbst runter. Die Überzeugung, dass es nicht geht, dass man sich gut fühlt und im Frieden mit sich und dem Leben ist. Nein, man muss sich ja plagen und leiden und es steht einem nicht zu Glück zu empfinden.

Dabei hat man jeden Tag das recht, zu lachen und Glück zu empfinden. Komisch, bei mir ist dieses Verlangen schon total gedämpft. Ich bin schon zufrieden, wenn ich mich an einem Tag nicht übermäßig down fühle...

L^eeUshas dWoxrld


Das geht mir genauso. Jeder Tag, der auch nur halbwegs problemlos verläuft, ist für mich schon ein guter Tag.

Aber was heißt, dass wir es nicht gelernt haben, positive Dinge anzunehmen? Als Kind ging das doch auch immer ganz gut, genauso wie vor unserer Depression. Wo ist dann dieses Schlüsselerlebnis? Das kommt doch nicht einfach so, dass man denkt, "ich darf nicht glücklich sein, das steht mir nicht zu"! Da muss es doch einen Knackpunkt geben, oder was meinst du ??? :-/

N?iniVane3


Das mit den Gehirn: habe ein Buch darüber gelesen: es dauert seine Zeit, bis im Gehrin die Leitungen für Freude und Zufriedenheit aufgebaut werden. Bei Depressiven sind diese verbindungen morsch/verkümmert. Also ich müsste quasi jeden Tag zwei Wochen lang Zugfahren, um meinem Gehirn die Fußspuren dafür zu legen. Übung eben. Und die ersten Male danach würde man sich sogar gräßlich fühlen. Aber das ist schon komisch: das Gehrin rostet wirklich ein. Und Nervenzellen sterben ab. Doof, oder? Aber in dem Buch stand auch, dass man ALLES wieder aufbauen kann und sich das Glücksempfinden wieder einstellt. Puhhh, Gott sei Dank! 8-)

Noini=amne3


Hm, klar, als Kind konnte man sich freuen und glücklich sein. Aber wenn vom Umfeld bestimmte Schwingungen kommen wie z.B. Sei vorsichtig, streng dich an, sei brav etc. hat man eine gewisse Vorsichtshaltung, die irgendwann aktiviert wird, wenn man Stress im Leben hat. Dann nnoch vielleicht Scheidung/Tod/Krankheit etc. All das beeinflusst ja deine eigene Kompetenz, mit Glück und Freude umzugehen...

Wenn mir was tolles passiert (als ich z.B. den Radiojob bekam) habe ich auch gedacht: Hm, das wirst du eh nicht schaffen und bestimmt hörst du nach ein paar Monaten wieder auf. Das war das innere Kind in mir, dass vom Vater nie beachtet wurde und eher eine problematische, instabile Kindheit hatte. Also kein Wunder für dieses Gedankenmuster oder?

LDe,eshas5 Worxld


Ja, Gott sei Dank (oder Schicksal, oder wem auch immer...), dass man wieder glücklich werden kann. Schade nur, dass es ein so harter Weg sein muss und es einfach auch seine Zeit braucht - eine lange Zeit.

Ich wünschte, es würde schneller gehen :-/

Nun ja, lässt sich nicht ändern. ich will nicht hadern, dass mir schon soviel Zeit flöten gegangen ist, ohne dass ich das erreicht habe, was ich wollte. Ich/ wir müssen akzeptieren, dass diese Zeit weg ist, aber auch noch viel vor uns liegt :-)

Lweeshfas Woxrld


Bei mir liegt es vielleicht daran, dass ich immer glaubte, dass meine Schwester bevorzugt wird. Aber meine Eltern haben ihre Liebe und Aufmerksamkeit immer gerecht aufgeteilt. Nur war meine Schwester immer schon der Clown, stand im Mittelpunkt, wenn wir Besuch hatten, und ich eher schüchtern war. Mein Vater hat mir erzählt, dass sie das nie gut fanden und versucht haben, das etwas zu unterbinden. Also hab ich mich letztendlich vom Verhalten meiner Verwandten beeinflussen lassen, sehe ich dass richtig?

N?ini0ane3


Du hast 100%ig Recht! WIr dürfen nicht hadern mit den letzten Jahren. Was lange wärt, wird endlich gut! So ist es nun mal. Wie viele Menschen leben ein langweiliges ödes Leben oder sind schlecht zu anderen Menschen...? Wir sind halt 10 Mal empfänglicher für Stress und Trauer. Letztendlich ist es wohl echt am besten, sich so zu akzeptieren. Und mit einem leisen Lächeln auf den Lippen sich selbst zu begegnen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH