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Angstzustände und Depressionen

lPemoyntr{ee19


Hallo Annie82 und auch an alle anderen mit den Problemen.

Hallo Annie82,

ich finde es total beeindruckend, dass es wirklich Leute gibt, die mit genau den selben Problemen zu kämpfen haben wie ich.

Bei mir ist es so das ich ca. seit 3 Jahren depressiv bin. Ich versuche mir aber irgendwie immer einzureden, dass ich nach vorne schauen muss und nicht ständig in Selbstmitleid verfallen darf und all sowas, was aber letztendlich nicht hilft. Denn dieses tiefe Gefühl der Gleichgültigkeit und inneren Leere/Antriebslosigkeit ist trotzdem dar. Mir geht das mit anderen Leuten in Kontakt zu treten genau wie dir. Ich fühle mich dann auch auf einmal überfordert und nervös und rede dann einfach irgendeinen Blödsinn über den ich gar nicht richtig nachdenke, weil ich mich gar nicht richtig auf das Gespräch konzentrieren kann und danach denke ich mir, "schon wieder ein Mensch mehr, der dich für total bescheuert hält"!. Danach geht es mir meistens immer total übel, weil ich so traurig über die Tatsache bin, mich nicht richtig geben zu können, wie ich wirklich bin. Ich stecke sozusagen in einem immaginären Käfig, den ich selbst um mich aufgebaut habe und aus dem ich nicht mehr raus komm. War nämlich früher ganz anders, selbstbewusst, lustig, hab viel gelacht, war immer gut drauf, positives Denken. Naja, und jetzt ist halt eben alles anders. Ich war auch schon bei mehreren Psychatern, die haben mir dann Depressiva verschrieben. Hab sie aber nicht lang genug genommen, um eine Besserung zu merken. Nach ca. einer Woche habe ich die Tabletten abgebrochen und mir wieder eingeredet "Tabletten brauchst du nicht, das kriegst du schon wieder selbst auf die Reihe", hab ich haber leider nicht bekommen.

Was Psychotherapeuten angeht, hab ich bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht. War aber erst bei einem, und der war wirklich total daneben! Kann mir vielleicht einer sagen, der seine Depressionen überwunden hat, oder der gerade in Therapie ist, ob es wirklich etwas hilft, und wie lange man diese Therapie machen muss, damit man sich wieder glücklich und positv fühlt. Wäre echt nett und würde mir wirklich weiter helfen, weil ich mich mit meinen Problemen so allein gelassen vorkomme, ich bin so froh, was heißt froh ist ja schlimm das man sowas hat, das ich nicht die einzigste bin die solche Probleme hat. Hoffe das der ein oder andere mir schreibt und vorallem Annie82, ob sie immer noch mit diesen Problemen zu tun hat. Schönen Abend noch!

Nein|ianex3


Hallo Lemontree19

Ich weiß nicht, ob ich Dir helfen kann. Aber ich kann Dir ja mal schreiben, was ich über Depressionen weiß; das ist aber nur Laienwissen und ich übernehme dafür keine Garantie ;-)

Also, zunächst einmal treten Depris immer gerne dann auf, wenn man in der Pubertät ist und sich die Hormone eigentlich einpendeln sollten. Wenn das nicht passiert, bleibt man "stecken" und kommt nicht zu einem ausgeglichenen Leben. Das ist ein sehr alternativ-homöopathischer Standpunkt. Eine Depression ist auf körperlicher Seite eine Übersäuerung, Erschöpfung und Schlappheit. Meistens hat man vorher anstrengende Lebensumstände hinter sich oder befindet sich gerade in einer schwierigen Lebenslage. Eine Depression bedeudet dem Wort nach, dass man niedergedrückt ist. Depressionen können nach Medikamentengaben (Antibiotika) auftreten. Nach krassen Ernährungsfehlern, nach psychischem Stress ect. ich habe das früher nicht so geglaubt, aber eine Depression hat eben auch eine starke körperliche Komponente. Man kann sagen, je freier der Körper von Schadstoffen ist, desto glücklicher fühlt man sich. Das hört sich einfacher an als es ist.

In psychischer Hinsicht ist es ja oft viel komplizierter. Vielleicht kannst Du versuchen herauszufinden, was in deinem Leben bisher passierte. Welche Menschen dich beeinflussen. Wo du vielleicht lieber andere Entscheidungen getroffen hättest.

Vielleicht schreibst du einfach mal, was in deiner Familie so los ist, wie deine Gesundheit ist/war usw.

Und als Therapie kann ich dir folgende Tipps geben: gesunde Ernährung, Sport, frische Luft und eine(n) gute(n) Homöopath(in). Wenn es ganz schlimm ist, dann kann dir ein Antidepressivum helfen, aber da bin ich nicht so für, ist aber durchaus vertretbar. Und Psychotherapie ist auch nicht verkehrt. Es ist halt immer schwierig, herauszufinden, was einem hilft. Wenn Du mich fragst, das einzige, was mir im Hinblick auf Depressionen geholfen hat, war eine homöopathische Therapie und auch eine bessere Ernährung. Und ich habe die Pille abgesetzt und aufgehört zu rauchen. Seitdem ging es mehr oder weniger nur bergauf. Es sind halt immer viele Faktoren, die zu einer Depression beitragen.

Also, Kopf hoch: denn Du kannst auf jeden Fall was tun, damit es besser wird. Du kannst auch Morgan und Leesha fragen, die haben bestimmt auch noch gute Tipps.

Beste Grüße, Niniane *:)

Njin:ianex3


Und wieder einmal *schäm*

Ich bin echt manchmal total schieße, das muss ich ja mal loswerden. Da bin ich jetzt wieder an der Uni, um diese Verhaltenstherapie zu machen, und was mache ich?! Ich habe mal wieder einen Termin abgesagt... %-| :-( :(v >:( :-o Also, ehrlich! ich hätte um 9 Uhr da sein müsssen. Und dabei ist die Psychologin soo nett, und es ist mir total unangenehm, dass ich absage. Scheiße. Zu meiner Verteidigung kann ich höchstens hervor bringen, dass ich festgestellt habe, dass ich diese Laktose-Unverträglichkeit habe und seit 1-2 Tagen Bauchschmerzen habe. Habe zuviel Dosen-Cappuccino getrunken, wo hauptsächlich Milchzucker drin ist. Ich finde es scheiße von mir.

Lg von Niniane

MLor[gaEn le oFxay


Hey Annie!

Also Du hast aber auch echt nen Knall ;-) Wenn Du nun mal nicht zu einem Termin gehen kannst, dann ist das eben so und dann solltest Du Dir nicht noch Vorwürfe machen. Sagen wir nicht immer, dass uns die anderen nicht so unter Druck setzen sollen?! Genau das tust Du manchmal auch selber und das ist gar nicht gut! Der letzte Termin war ja wohl aucu mehr als anstrengend und die Rückfahrt erstrecht... da ist es doch nicht verwunderlich, dass Du Dich jetzt eben nicht kopfüber in den nächsten termin stürzt und außerdem ist aufgeschoben ja nicht gleich aufgehoben ;-)

Bei mir ist grad mal wieder alles seltsam... aber eigentlich ganz gut!

Ich war zwei Tage walken (gestern sogar bei Regen) und heute mach ich Pause, weil ich bissl Muskelkater hab. Morgen gehts dann aber wieder los und ich muss auch echt sagen, dass mir das super gut tut :-) Vorhin habe ich meiner besten Freundin bei einem Englischreferat geholfen und dafür hab ich sie tatsächlich sogar alleine mit dem Auto abgeholt (musste ans andere Ende der Stadt) und bin mächtig stolz auf mich. Hat auch ganz gut geklappt.

Was richtig blöd ist, ist, dass unser Fernseher mal wieder kaputt ist. Morgen kommt einer raus und holt den für die Reperatur ab. Doof daran ist, dass ich gestern lost gucken wollte und heute die Gilmores nicht gucken kann und das ärgert mich echt tierisch :(v Klar kann man auch gut ohne TV über die Runden kommen, aber jetzt ist das Wetter so schlecht und Sascha in der Schule... da wird es doch arg langweilig. Hoffentlich ist das Ding bald wieder in Ordnung.

Sonst gibt es bei mir mal wieder nix neues, außer das ich mich immer wieder wundere, wie viele Leute sich wieder in unserem Faden einfinden... ob das wohl am nahenden Herbst liegt?!

Ich grüße und drücke Dich @:) :)*

NCiniFanev3


*Gähn*

Ja, Morgan, du hast ja recht, ich sollte mich da net so ärgern, dass ich heute nicht hingefahren bin. Am Samstag war es auch echt nicht so toll. Übrigens geht es bei der Therapie jetzt auch bald los mit den Aktionen. Ich bin schon ängstlich gespannt, wo mich die Psychologin überall mit hin nimmt.

Hm, das ist echt blöd, dass dein Fernseher nicht funktioniert, erst recht an einem Dienstag abend... ich hoffe, du langweilst dich nicht zu sehr allein zu hause.

Ich finde es echt toll, dass du walken gehst. Ich glaube, was besseres kann man für seine Gesundheit echt nicht machen. Ich nehme dich ab jetzt als Vorbild und werde das auch machen :)^ :)* So werden wir fit und gesund durch den Winter kommen... :-D Es soll übrigens einen milden Winter geben, habe ich gehört.

Nicht übel, dass Du nun mit dem Auto allein durch die Gegend kurvst: alle Achtung! Weiter so :)*... Find ich klasse. Ach ja, warum ist bei dir alles seltsam? Definiere "seltsam"... Aber hauptsache, dir geht es einigermaßen gut. Wann fliegst du eigentlich noch mal? Ich vergesse immer das Datum.

Meine Schwester fährt morgen nach Borkum zur Kur. 3 Wochen. Sie ist noch nicht so begeistert. Aber anders geht es bei ihrer Haut ja nicht. Meine Mutter ist auch schon ganz nervös wegen der Abreise meiner Schwester und sitzt inner Kneipe.

Morgen kann ich wieder arbeiten gehen, halbtags im Garten-Center. Fühle mich allerdings etwas unsicher und ängstlich.

So, dann werde ich mal in meinem Zimmerchen sitzen und Musik hören!

Gute Nacht und liebe Grüße! Niniane

@:)

sEerapE34


hallo zusammen,darf ich euch beitreten?

*:) hallo nochmal!bin die serap und bin 34 jahre alt,und gerade ziemlich nervös,beim schreiben.habe ziemlich viel gelesen von euch

und das hatt mich echt beeindruckt.ich weiss nicht wirklich wie lange ich diese depressionen schon habe das meiste was mir Angstmacht sind diese Angst und panickzustände,wie aus heiterem himmel.ich weis noch nicht richtig was passiert aber habe das gefühl es bringt mich um oder ich werd verrückt.bbbin samstag aus dem urlaub wieder gekommen,war in der Türkei,musste dort echt ins krankenhaus mir war schwindelig und hatte herzrasen wie bescheuert,habe todesangst gehabt.konnte abends nicht mal mehr ausgehen weil ich schiss hatte wieder so eine Angst oder Panickattacke zu bekommen.kriege einfach keine luft meht und kann nicht klar denken.Das schlimmst ist für mich ich habe keine lebensfreude mehr,ich habe das lachen verlernt ich erkenne mich nicht wieder.

wDiege4htueswHeiter


Mein Gott, ich dachte immer ich sei die einzige!!

Ich bin hier zufällig nach jede Menge googlen geladet. Ich bin ja doch geschockt, das es anderen Menschen genauso geht wie mir... ich dachte immer ich sei mit meinen problemen alleine.

bei mir fing alles 2002 zwei an, ich war damals noch verheiratet, aber die ehe war schon nicht mehr ganz ok, an diesem morgen hatte wir uns total gestritten, ich bin arbeiten gefahren und hatte totale kreislaufprobleme.... aber ja das hat ja jeder schon mal gehabt, heute weiß ich das ich warscheilich an diesem morgen meine hemmschwelle übertreten hatte...in den wochen darauf hatte ich immer wieder kreislaufprobleme und bin dann immer wieder auch mal umgekippt, zu meinem hausarzt... alles ok, aber er fragte direkt kann das sein das das psychisch bedingt ist? Hahaha ich nein nie im leben, oder doch, mein gott ich, die mit der großen klappe? nein das kann doch nicht wirklich sein, aber nach verschiedenen arztbesuchen, von a-z wurde mir immer wieder bestätigt das ich doch gesund bin. wieder zurück zu meinem hausarzt bekam ich erst mal insidon, das kann man ja auch nehmen das macht ja nicht süchtig, ja und noch ne pille und noch eine ist doch nicht schimm, und wenn es dann mal ganz schlecht ist nehmen wir noch ein paar atosil tropfen, war auch ok, die ganze welt war rosa rot und alles toll, aber ja bei 5 insidon und insgesammt 70 tropfen atosil am tag muss das doch so sein... da kann man schon ein pferd mit einschläfern. ja dann bin ich auch noch zu einer pschotherapeutin gekommen, nein so schlecht ging es mir nicht, habe nur nichtmal geschafft mich um meine tochter zu kümmern, da reicht alle 14 tage ein termin, ganz ehrlich, es hat mir genauso viel gebracht als wenn ich mit meiner freundin einen kaffee getrunken hätte. dann bin ich ja auch ständig wieder irgendwo umgekippt und im krankenhaus gelandet.. da noch mal auf den kopf gestellt, nein es war wirklich alles ok, wieder zu hause und nach ständigen streiterein, wollte ich dem ganzen ein ende machen, ich habe dann alles was mit medikamenten zu tun hatte genommen, aber man hat mich gefunden, zwar kurz vor knapp aber es reichte wie man ja heute sieht. meine mutter holte mich aus dem krankenhaus abe, ich wohnte dann mit meiner tochter bei meinen eltern, bis meine wohnung fertig war, das war dann der anfang. durch meine beste freundin bin ich dann an einen super guten therapeuten gekommen, der mir sehr sehr gut geholfen hat, bei der ersten stunde damals fragte er mich, was ich an medikamenten nehme, er antwortete nur, mensch mädchen willst du dich umbringen, lass alles weg!!! habe ich getan, von heute auf morgen, die ersten 2 wochen war es auch ok, aber dann bin ich erst mal durch die hölle, aber ja ich habe es dann doch geschafft. im märz 2005 hatte ich dann auch meine letzte stunde bei meinem therapeuten..... und bis vor ein paar wochen ging es mir super.... aber dann ging es los, egal ob beim einkaufen, beim sport. beim fahrrad fahren, bei meiner freundin, selbst beim hausarzt, ich bekam eine panikattake nach der anderen, sitze seit vor den sommerferien zu hause, war schon wochen nicht mehr einkaufen, ich habe panik das haus zu verlassen, vielleicht mal die straße rauf und runter und wenn ich mal ganz mutig bin, bis zum pferdestall hin und zurück.... aber bloß nicht lange aufhalten, zuhause angekommen, bin ich total platt, als ob ich den ganzen tag gearbeitet hätte. habe mich jetzt selber in einer klinik angemeldet, ich muss es schaffen, ich möchte ein ganz normales leben führen, nicht viele extras sondern ganz normal!!! man leute wie kommt man da wieder raus, ich habe keine lust jeden tag gegen den teufel in mir zu kämpfen.... muss man mit diesem scheiß ein ganzes leben leben?

so ich hoffe ich habe jetzt nicht zuviel müll geschrieben, musste jetzt mal alles raus!!!

aber noch eins, ich möchte nie wieder medikamente nehmen, weil die stellen einen nur ruhig aber sie bekämpfen die ursache nicht!!!

freue mich auf eine antwort!!!

lg

N@iTnianwex3


@wiegehtesweiter

Hallo,

das hört sich ja alles nicht so rosig an... Aber erst mal: man kommt da wieder raus! An sowas geht man nicht zugrunde! Das erste, was mir aufgefallen ist beim Lesen deines Beitrags, dass da ja jede Menge Medikamente im Spiel waren. Und das hört man ja von vielen Menschen, dass es nach Medikamenten erst so richtig schlimm wurde.

Also, Morgan, Leesha und ich haben folgende Beobachtung gemacht:

1. man hat Panikattacken. Die MUSS man durchstehen, ohne Medikamente, und sich davon nicht beängstigen lassen. Wir sind gesund und können das durchstehen. Und es akzeptieren, dass man eben Panikattacken hat.

2. Dann kann man das familiäre und persönliche Umfeld abklären, da dort meist auch noch jede Menge flasch läuft. Und dann muss man anfangen, sich selbst wieder was Gutes zu tun in Form von Bewegung, Sport, Ernährung, alternative Medizin. Tja, und dann kommt das Schlimmste und Wirkungsvollste:

3. du musst Dich überwinden! Dass, was du dich nicht traust, musst du wieder wagen. Allein durch das Durchstehen der Situation geht es einem wieder besser. Und dabei nicht aufgeben.

Es ist aber vor allem jetzt erst mal wichtig, zu gucken, an welchem Punkt du gerade stehst: weißt du, was die Gründe für deine Panik sind? Was ist in Deiner Familie los? Wie kannst Du Dir selbst helfen? Ich meine damit, dass Du erst mal in der Theorie wissen musst, warum du das hast. Und dann: mit einem erschöpften, angegriffenen Körper kann man nichts Neues starten.

Das sind so meine Erfahrungen. Ich hoffe, dass Du in der Klinik neue Kraft schöpfst und sich die Dinge zum Guten wenden!

Alles Gute, Niniane @:)

nzoisuFfx-x


Hallo lemontree!

...weil ich mich mit meinen Problemen so allein gelassen vorkomme...

Das Gefühl kenne ich u. wahrscheinlich auch die anderen nur zu gut. Ich schreib ja auch noch nicht allzu lange in diesem Forum u. davor hatte ich auch immer das Gefühl mit meinen Problemen so ziemlich alleine dazustehen, weil ich eigentlich kaum jemanden habe, mit dem ich darüber reden kann u. wenn doch, dann merkt man einfach, dass man nicht wirklich verstanden wird.

Deshalb nutze ich einfach die Möglichkeit, hier in das Forum zu schreiben, wenn mir wieder was auf dem Herzen liegt - das kann schon helfen.

War vor ein paar Jahren auch schon einmal bei zwei Psychologinnen, die mir auch nicht wirklich viel gebracht haben. Bei der ersten war es so, dass ich unbedingt von zuhause, der Schule u. allem weg wollte u. deshalb meinte, in eine Klinik zu wollen. Die Psychologin war dann auch der Meinung, dass ich in eine Klinik für Verhaltenstherapie gehen sollte u. somit (hatte ich das Gefühl) brauchte sie sich nicht mehr sonderlich darum bemühen, mir zu helfen. Ich kam mir ehr immer vor, wie bei einem Kaffeeklatsch, bei dem man halt so belangloses Zeug vor sich hin quatscht.

Ich wollte dann allerdings doch in keine Klinik mehr u. bin dann zu einer Psychologin von einer Psychologischen Beratungsstelle gekommen, die mir von vornherein gesagt hat, dass sie meint, dass ich bei ihr eigentlich nicht richtig wäre, weil sie ehr Familientherapie macht. Aber mich an einen Kollegen weiterverwiesen o. so hat sie auch nicht. Bei der hab ich mich total unwohl gefühlt u. dann kam noch hinzu, dass sie sogar mal bei einer unserer Sitzungen einfach kurz eingenickt ist. Die hat überhaupt nicht mitbekommen, was ich erzählt habe u. dann aber einfach so getan, als wär nix gewesen. Ich habe mich allerdings auch nicht getraut, sie darauf anzusprechen u. ihr zu sagen, was ich davon halte. Ab dem Zeitpunkt war ich dann auch der Meinung, dass ich da nur alleine wieder raus kommen u. mir keiner helfen kann. Hab der in den restlichen paar Sitzungen erzählt, dass es mir prima geht, wie toll doch alles für mich laufen würde usw. Abgesehen davon, ging es mir zu dem Zeitpunkt auch nicht mehr ganz so schlecht.

Zuvor hatte ich auch von meinem Hausarzt Johanniskrauttabletten bekommen, die ich auch nicht lang genug u. auch nicht regelmäßig genommen habe. Danach wurde mir von einem Psychiater ein Antidepressivum verschrieben, welches ich auch nicht lange genommen habe.

Da es mir jetzt allerdings schon seit längerem wieder schlechter geht, hatte ich beschlossen, mir doch wieder Hilfe zu holen. Ich werde es noch einmal mit einer Therapie versuchen. Hab am 6.10. meinen ersten Termin u. bin auch schon nervös, weil ich auch Angst davor habe, dass es mir nichts bringt. Letzte Woche war ich außerdem bei meinem Hausarzt u. der hat mir Johanniskrauttabletten verschrieben, weil ich ihn darauf angesprochen hatte. Er war auch der Meinung, dass ich erst einmal etwas pflanzliches versuchen sollte. Werde diese jetzt mal regelmäßig einnehmen.

Außerdem hab ich mir den Rat von Annie zu Herzen genommen, dass man regelmäßig für Bewegung an der frischen Luft sorgen sollte (meinte mein Hausarzt übrigens auch). Deshalb gehe ich seit letzter Woche wenigstens abends für eine dreiviertel Stunde spazieren u. das tut mir wirklich ganz gut.

Annie hat dir ja schon ihre Ratschläge geschrieben. Wenn du es nicht noch einmal mit einer Psychotherapie versuchen möchtest, dann versuche es doch auch einmal mit einer homöopathischen Therapie. Ich weiß leider in meiner Nähe keinen Homöopathen, sonst hätte ich mich da vielleicht auch mal beraten lassen.

Du hast geschrieben, dass du früher völlig anders warst. Gab es denn einen Auslöser, für deine Depressionen u. Ängste?

Wenn du selber nicht mehr weiter weist, dann wende dich aber bitte wirklich auch an Fachleute - Hausarzt, Psychologische Beratungsstelle, Homöpath... Ich denke, damit ist dir mehr geholfen, als wenn du dich ständig nur alleine mit deinem Leid plagst u. versuchst für dich einen Ausweg zu finden. Die Leute sind schließlich Fachleute u. können dir vielleicht doch Wege aufzeigen, auf die du alleine nicht kommen kannst.

Ganz viele liebe Grüße @:)

npoisuuf-xx


Hallo serap!

Das klingt ja richtig heftig! Warst du denn überhaupt schon einmal in Behandlung deswegen?

Ist das bei dir immer gleich so schlimm (mit Krankenhausaufenthalt usw.)?

Liebe Grüße!

wziaegeht>esw,eiter


Hallo niniane,

danke für deine nachricht...

ja es waren damals schon wirklich viele medikamente.... und deshalb bin ich jetzt schon ganz stolz auf mich das ich bis dato keine genommen habe.

was im moment so los ist kann ich dir nicht sagen... ich habe eine großartige tochter, einen tollen lieben freund, meine eltern stehen hinter, freunde die sich um mich kümmern.... das man raus muss usw. das weiß ich... ich gebe mir die beste mühe, war gerade noch ne runde mit meiner mutter und dem rad unterwegs. aber dann sind da so ganz altägliche dinge die ich einfach nicht schaffe, ich habe mir zb. letztes jahr ein pferd gekauft, der mir sehr wichtig ist, dem ich blind vertraue... es tut mir gut wenn ich ihn reite, das weiß ich, es ist auch so aber wenn ich, mit dem gedanke spiele ich fahre jetzt zum stall hole ihn aus der vox setzte mich drauf und reite los, dann bekomme ich bauchschmerzen, als ob ich jeden moment durchfall bekomme...

im moment bin ich in diesem teufelskreis die angst vor der angst... mit ging es jetzt ein jahr so gut, warum kommt es jetzt wieder? ich habe auch nichts an meiner einstellung usw. verändert.... ich habe jetzt gerade ein buch gelesen, in dem steht das man die angst akzeptieren muss, wie soll das gehen, wie soll ich akzeptieren, das ich wenn eine ungewohnte situation kommt, ich schweißausbrüche, herzrasen bekomme?

ich muss eine menge lernen, ich möchte zb eine ausbildung zur wellnesstherapeutin machen, aber ich traue mich gar nicht mich da anzumelden...

lg

CXal4laBloxo


Hallo ihr Lieben,

ich geselle mich mal dazu, auch wenn ich mir jetzt nicht die Mühe gegeben habe all den Text vorher zu lesen ;-)

Ich möchte mal allen Mut machen, die gerade mit Angst und Depressionen zu kämpfen haben. Ich schreib mal meine Geschichte auf.

Ich bin eh ein sehr sensibler Mensch. Im Jahr 2000 brach über mir alles zusammen, ich hatte überall Stress, Ärger und auch einen Schicksalsschlag zu verarbeiten. Ich war damals 20 Jährchen jung. Erst starb mein Vater nach langer Krankheit, was für mich schon ein schlimmer Schlag war. Ich war ja noch so jung, gerade von zu Hause ausgezogen und nun war "mein zu Hause" nicht mehr das, was es mal war. Also kein Platz zum Zurückziehen, wenn das Flügge werden grad mal wieder Schwierigkeiten machte...

Meine Mutter hat natürlich auch sehr gelitten. Zu ihr hatte ich schon immer ein gespaltenes Verhältnis, aber ich wollte für sie da sein. Nun, dadurch vergaß ich mich selber, war nur für sie da und konnte gar nicht richtig trauern. Ich wollte so oft weinen, konnte aber nicht. Dann kam Mobbing auf der Arbeit von der feinsten Sorte, finanzielle Probleme, ich kellnerte bis spät in die Nacht auch unter der Woche neben meinem Hauptjob, gab Nachhilfe und war eigentlich jeden Tag wo anders, nebenbei halt noch meine Mutter...

Das das irgendwann zuviel wurde war klar.. mir damals leider nicht. Angefangen hat es schleichend, habe die Symptome nie ernst genommen. Bis ich irgendwann am Abend Heim kam, die Treppen raufging und in der Wohnung vor Panik fast verrückt geworden wäre. Herzrasen (Puls von fast 200), Engegefühl in der Brust... Ich hab den Notarzt gerufen, der aber NATÜRLICH nichts diagnostizieren konnte. So ging das immer mal wieder.. immer wieder diese Angstattacken, besonders wenn ich alleine war. Ich bin ein paar mal nervlich zusammengebrochen, bis meine Mutter mich ins Krankenhaus verfrachtete. Dort checkte man mich gründlich durch und stellte nichts fest. Also, psychisch bedingt. Ich bin dann gleich zu einer Therapeutin gegangen, leider musste ich einige Wochen auf einen Termin warten.

Es war der Horror.. ich ließ mich krankschreiben, denn vor der Arbeit hatte ich einfach nur Angst. Ständig dieses Engegefühl in der Brust, ich bekam kaum Luft, besonders am Abend dann Herzrasen.. ich war froh wenn ich einschlafen konnte. Ich kehrte immer mehr in mich, lachte kaum, war einfach nur da, fühlte mich aber wie in einer Luftblase und nahm nichts richtig wahr. AUch mein neuer Freund konnte mir in solchen Phasen nicht helfen. Seine Mutter war ebenfalls Depressiv und so schaukelten wir uns gegenseitig hoch. Von ihr bekam ich Antidepressiva, damit konnte ich wenigstens schlafen. Die bekam ich dann auch vom Arzt, entschied aber schnell, dass ich sie nicht weiter nehmen wollte. Ich wollte da so durch. War ne harte Zeit. Ich bekam Platzangst, ging nicht mehr dorthin wo viele Menschen waren, Einkaufen etc.. war unmöglich, Kino, Disco, Fliegen.. ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Höhenangst hab ich leider noch heute, auch wenn es besser geworden ist. Und, soviel darf ich sagen, ich bin dieses Jahr auf die Malediven geflogen ;o) Mir war vor Aufregung zwar nur schlecht, aber ich hab's geschafft!!!

Heute, nachdem ich von 2000 - 2002 die Therapie gemacht habe, geht es mir deutlich besser, um nicht zu sagen wieder ganz normal. Ich hatte nach der Therapie jeden Winter immer wieder leichte Depressionen, aber letzten Winter war auch damit Schluss. Ich kann sagen, dass ich wieder ein ganz normales Leben führe und diese Angstsymptome fast gar nicht mehr habe und wenn, dann habe ich sie soweit im Griff, dass ich nicht wieder in Panik verfalle. Es seih denn es kommen unvorhergesehene Situationen auf mich zu, dann merke ich schon manchmal noch die Panik. Aber das ist wirklich selten und ich kann super damit leben.

Wenn ihr Fragen habt, immer her damit! Ihr seht, man kann es schaffen!!! Nur Mut, es kommen wieder bessere Zeiten, auch wenn es manchmal schwer fällt das zu glauben!

LG/ Loo

s{erapx34


:-( hallo noisuf-X nein so heftig wars eigentlich noch nie,nur im urlaub halt jetzt einmal,ich wollte einfach wieder nur nach hause.

Schlimm wars wirklich ungefähr vor sechs Wochen,ich war Krank geschrieben irgendwie überkamms mich so heftig das ich mein freund bei der Arbeit anrufen musste er solle nach Hause kommen,es war mir später echt peinlich aber ist nun mal passiert.

Wenn ich irgendwo mit mehreren unterwegs bin dann werde ich aufeinmal so ruhig und höre nur noch mein herzrasen ich bin nur noch mit mir beschäftigt und auf mich konzentriert,alles fragt was ist los mit dir du bist so ruhig da kommen mir schon die tränen.sobald ich den mund aufmache muss ich heulen wie bescheuert und renne einfach weg,könnte dann 100 kilometer durchlaufen glaube ich.Ich war noch in keiner behandlung habe mir ein termin geben lassen ist erst im november.will auf keinen fall irgendwelche medikamente nehmen,sträube mich auch ehrlich gesagt vor diesem Termin

CIahllOal\oo


serap, sträub dich nicht!!! Es wird dir helfen, deine körperlichen Symptome besser zu verstehen und wenn du verstanden hast was in dir vorgeht, wirst du damit schon ein wenig besser umgehen können. Du lernst, dass du durch das Herzrasen etc.. nichts zu befürchten hast. Jedenfalls nicht körperlich.

Ich hab auch erst bammel gehabt vor der Therapie und heute bin ich mehr als glücklich, dass ich sie gemacht habe. Das ist ja nichts Schlimmes, du bist deswegen ja nicht verrückt oder so! Es ist lediglich jemand für dich da, der dir zuhört und dir über eine schlimme Phase hinweghilft. Das kann kein Freund für dich tun, dafür braucht man schon Hintergrundwissen. Und das hat ein Therapeut! Trau dich, lass den Termin nicht sausen! Du wirst sehen, es wird dir helfen.

nmoisu(f-x


@serap

Wenn du keine Medikamente nehmen willst, ist das in Ordnung. Ich möchte auch nicht gleich etwas chemischen ausprobieren.Aber vielleicht kannst du dich ja von deinem Arzt über pflanzliche Medikamente wie Johanniskraut beraten lassen!?

Gibt es denn keine Möglichkeit, dass du ehr irgendwo einen Termin bekommen kannst?

Ich weiß nicht, ob du von Niniane schon gelesen hast, dass sie sich an eine Homöopathin gewandt hat u. damit sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Vielleicht wäre das für dich ja auch eine Möglichkeit.

Callaloo hat recht, du darfst dich nicht jetzt schon gegen die Therapie sträuben. Ich bin auch nervös, wenn ich an meinen ersten Termin denke, aber wie Callaloo schon gesagt hat, ein Therapeut hat das nötige Hintergrundwissen, um einem weiter zu helfen.

Es ist schon mal überhaupt toll, dass du es geschafft hast, diesen Termin zu vereinbaren u. jetzt solltest du dich darauf freuen u. ihn als Chance sehen, endlich einen Weg aus deinen Problemen zu finden. Falls du dir den Beitrag von Callaloo noch nicht durchgelesen hast, dann tu das - er gibt einem wirklich Hoffnung.

Liebe Grüße @:)

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