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Angstzustände und Depressionen

wxiegeh\tehsweitxer


Wenn ich sowas lese bekomme ich hoffnung.... habe immer was dabei auch wenn ich es nur selten brauche... wie gesagt diese tropfen sind wiederlich... wie hast du das denn in den griff bekommen!!!

und noch mal meine frage kennt hier jemand die klinik in laer?

lg

C{all"al0oo


Hallo wiegehtesweiter,

weiter oben kannst du meine ganze Geschichte lesen. Ich habe eine Therapie gemacht über zwei Jahre und die hat mir unwarscheinlich gut geholfen. Ohne die Therapie wäre ich heute womöglich noch immer von Angstzuständen und Depressionen geplagt. Heute habe ich das alles soweit im Griff, dass ich sogar die dunklen Wintermonate gut überstehe. Sicher, ab und zu kommt es nochmal durch, aber eher sehr selten. Hat sich alles gut gefestigt und ich hoffe, sowas kommt nie nie wieder! Dieser Winter wird allerdings der erste nach 6 Jahren, den ich alleine wohne. Mein Ex zieht kommendes WE aus. Ich hab es ja so gewollt, dennoch hab ich schon ein bisl Bedenken wegen dem Winter... Alleinsein hat mir nie gut getan. Aber ich bin dennoch zuviersichtlich, denn ich habe es so gut im Griff, dass ich nicht wieder so arg in diesen negativen Gefühlen versinken werde wie damals.

Machst du denn eine Therapie? Oder hast du nur die Medikamente?

Reden hilft echt ungemein und mir ist bei der Therapie viel viel klargeworden, warum ich so bin wie ich bin.. das hilft schon sehr. Ausserdem weis ich die Symptome jetzt zu deuten und sie würden mir nicht mehr so große Angst machen, wenn sie wiederkämen. Ich glaube das allein macht schon viel aus. Klar sind sie unangenehm, aber für mich halt kein Grund mehr zur totalen Panik und womöglich Hyperventilation...

LG/ Loo

dnie ae&ngstMlichxe


Angst vor der psychischen Erkrankung meiner Mutter

Hallöchen,

ich hoffe bei Euch vielleicht ein wenig Rückenstärkung zu bekommen, da in meinem Umfeld niemand meine Lage nachvollziehen kann. Meine Mutter leidet seitdem ich denken kann an einer schweren psychischen Erkrankung- Schizophrenie. Ich habe immer wieder mit anschauen müssen, wie schlecht es ihr in den "Krankheitsschüben" ging und fühlte mich immer sehr alleine, wenn sie wegen einem längerem Klinkaufenthalt nicht bei mir sein konnte. Hierzu sei zu sagen, dass meine Mutter sich vor 10 Jahren von meinem Vater getrennt hat und von seiner Seite nie Hilfe (eher gegenteilig) zu erwarten war. Nun quälen mich seit 2 Wochen Gedanken, dass auch ich an Schizophrenie erkrankt sein könnte. Ich hatte einen Fernsehbericht gesehen, in welchem geschildert wurde, dass Schizophrenie unter Umständen vererbbar sein könnte- seitdem kriege ich meine Angst davor nicht mehr aus dem Kopf... Habt Ihr ne Meinung dazu?

C0allzalXoo


die aengstliche, warum denn seit 2 Wochen? War da irgendwas? Ein Auslöser der dich glauben lässt, du könntest diese Krankheit haben? Oder liegt es nur an dem Bericht und daran das du jetzt weist, dass die Erkranung vererbt werden kann ???

Hast du denn irgendwelche Anzeichen? Durch deine Mutter wirst du sehr sensibel sein für das Thema, aber bitte steiger dich da nicht in etwas hinein und suche nach Symptomen bei dir. Wie alt bist du denn jetzt? Du wirst in der Zeit psychisch sicher sehr viel mitgemacht haben, denn es lässt sich wohl kaum vermeiden, diese Erkrankung vor seinem Kind gänzlich zu verbergen.

Hast du das gut verkraftet, verarbeitet? Hast du darüber mal mit jemandem geredet der Ahnung hat?

Liebe Grüße

Loo

diie jaengstlYiche


der Bericht war für mich wohl der Auslöser. Ich habe mich vorher nicht großartig mit der "Theorie" zu dieser Krankheit beschäftigt, daher hat es mich wie der Schlag getroffen, als ich erfuhr, dass Schizophrenie u. U. vererbbar ist. Mein Vater hat in der Zeit unseres Zusammenlebens ein beleidigendes und brutales Verhalten an den Tag gelegt und ich habe immer vermutet, dass meine Mutter deswegen krank geworden ist.

Ich kann seit dem besagten Bericht nachts nicht mehr richtig schlafen- wache andauernd auf und liege manchmal Stunden wach. Außerdem plagen mich des öftern Alpträume, nach denen ich schweißgebadet aufwache. Auch tagsüber suchen mich starke Angstgefühle heim, sodass ich nicht richtig am normalen Leben teilhaben kann.

Ich bin jetzt 22 Jahre alt und war immer der Meinung, dass meine Stellung im Leben gefestigt ist und habe nie glauben mögen, dass ich so aus der Bahn geworfen werde. Ich wollte nie so sensibel und labil wie meine Mutti sein und nun ist es passiert...

Bin gerade dabei, mir einen Termin bei einem Psychotherapeuten zu holen, leider gestaltet sich das als schwierige Aufgabe!

Liebe Grüße an Dich, Loo

Cxallaaloo


Hallo aengstliche,

ich finde es super, dass du dir einen Termin bei einem Therapeuten holst! Ich denke nämlich nicht, dass du auch Schizophren bist, sondern das dich die ganze Situation mit deiner Mutter einfach ewig total belastet hat / belastet und du jetzt einfach auch mal jemand brauchst, der für dich da ist und dir zuhört.

Ich weis aus meiner Therapie, dass ich in meiner Kindheit auch viel von meiner Mutter mitbekommen habe, was mich labil und anfällig machte. Ich dachte auch immer ich sei stark und gefestigt, bis der große Zusammenbruch kam mit Angstzuständen etc.. Meine Mutter war immer super ängstlich, Platzangst etc.. ich hab das alles ja hautnah mitbekommen. Ausserdem gab es viel Krach zu Hause, meine Eltern haben immer wieder von Scheidung gesprochen, Mutter wollte sich umbringen und und und.. Wenn man sowas als Kind mitbekommt, ist das schon hart und rächt sich irgendwann. Genau wie bei dir! Ich kann mir vorstellen, dass du durch die Erkrankung deiner Mutter psychisch nicht so belastbar bist, auch wenn du das bisher geglaubt hast!

Ein Therapeut wird dir helfen! Sowas als Kind mitzumachen ist hart und braucht professionelle Hilfe um das zu verarbeiten. Das hast du ja offensichtlich nicht. Ich denke wie gesagt nicht, dass du auch krank bist. Ich denke, du bist einfach nur total überfordert mit der Situation und musst damit erstmal anfangen klar zu kommen.

Toitoitoi, mach dir keine zu großen Sorgen! Du wirst bald professionell unterstützt und wirst merken, damit geht es dir langsam aber stetig besser!

Alles Liebe

Loo

E\l fe9no,meno


war heute beim Psycho doc, hat mir folgendes Rezept gegeben:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Sertralin]] (30 Stück)

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Alprazolam]] (50 stück)

d'ie aevng3stlixche


Liebe Loo...

vielen Dank für Deine aufmunternden Worte! Bin jetzt gerade auch sehr zuversichtlich, dass es mir bald wieder besser geht. Trotzdem kommen Momente, in denen meine Stimmung auch wieder kippt... Daher suche ich auch professionelle Hilfe.

Ich habe gelesen, dass Deine Therapie über 2 Jahre andauerte. Das ist ne lange Zeit... Zumal ich nicht sehr geduldig bin. Aber wahrscheinlich können Wunden, welche über viele Jahre enstanden sind, nicht in Lichtgeschwindigkeit heilen, gelle?

Hast Du Deine Therapie damals ambulant durchgezogen? Und hast Du irgendwelche Medikamente zusätzlich genommen? Bisher wurden mir nur Naturheilmittel wie Johanniskraut verschrieben, da ich noch nichts stärkeres wollte.

Bin echt begeistert davon, wie gut Du Dich selbst einschätzen kannst und der Zukunft so positiv entgegensiehst. Dich kann auch das Alleine-Wohnen und der dunkle Winter nicht aus der Verankerung reißen! :)^

wPiegeh&teswe iter


@callaloo

ich habe bis letztes jahr märz eine therapie gemacht... war aber dann soweit fit und alles war ok, jetzt vor einigen wochen ist es wieder gekommen aber richtig krass.... ich nehem keine medikamente nur für den notfall atosil, aber wirklich nur wenn ich meine ich drehe durch... habe mich jetzt in einer klinik angemeldet... und danach gehe ich zu meinem alten therapeuten!!!

lg

C:allUaloxo


@ die ängstliche

Ja richtig, die Therapie dauerte zwei Jahre. Ich habe glaube ich 40 oder 45 Therapiestunden bekommen, aber da man ja mal Urlaub hat, krank ist oder der Therapeut Urlaub hat, geht man da halt nicht jede Woche hin. Hab schon versucht regelmässig zu gehen, aber manchmal ging's halt einfach nicht. Hätte die Therapie sonst sicher auch schneller durchziehen können, aber so war's schon richtig, denn ich hatte spätestens alle 2 Wochen wieder einen Termin und den brauchte ich dann auch.

Ich bin auch nicht sehr geduldig, aber wenn einen etwas so tief belastet, was sich über Jahre angestaut hat (auch wenn man's erst merkt, wenn's "zu spät" ist) kann man halt nicht mit ein paar Sitzungen verarbeiten.

Ja ich bin wieder sehr zuversichtlich! Der Winter macht mir schon immer ein bisl Angst, aber ich habe Freunde und die Pferde (ich reite 3 - 4 x die Woche) und habe somit immer genug zu tun neben der Arbeit, so dass ich wenig Zeit zum Grübeln und zum Alleinsein habe. Würde ich nur zu Hause allein herumhängen, hätte ich da viel mehr Angst vor. Ablenkung und ein gefestigtes soziales Umfeld sind halt für mich unheimlich wichtig.

Ach so.. die Therapie war ambulant, in eine Klinik wollte ich nicht und das hielt meine Therapeutin auch nicht für nötig, weil ich nicht suizid-gefährdet war (auch wenn ich darüber nachdachte...)

Medikamente habe ich auch nur Pflanzliche (Johanniskraut) genommen. Vor der Therapie mal Insidon (Antidepressiva), aber die haben mich so umgehaun, dass ich es gleich wieder hab bleiben lassen. War zu müde für alles, Autofahren ging nicht. Und da ich einen Freund in einer anderen Stadt hatte, der nicht täglich zu mir konnte, mir seine NÄhe aber sehr wichtig war (konnte ja nicht allein sein), war Autofahren für mich ein MUSS!

@wiegehtesweiter

Der Klinikaufenthalt ist sicher eine gute Idee. Wenn ich nicht damals aus der Krise herausgekommen wäre durch die ambulante Therapie, hätte ich mich auch dazu entschlossen. Vielleicht war die letzte Therapie einfach zu kurz und du konntest noch nicht alles verarbeiten, was dich bedrückt!? Ich drücke dir die Daumen, dass es dir bald besser geht!!!

Liebe Grüße an euch beide und ich hoffe ich kann euch ein bischen Mut machen

Loo

d<ie aemng}stlixche


@ Callaloo

Ich brauche jetzt nur noch einen Termin bei einem Psychotherapeuten und dann kann es schon losgehen. Ich werde auch weiterhin versuchen, keine starken Medikamente einnehmen zu müssen. Immerhin muss ich meine Arbeit noch irgendwie schaffen...

Ich will mir auch ein Hobby neben meiner Arbeit suchen! Ins Fitness-Studio zu gehen kann man nicht als solches bezeichnen. Bin früher auch einmal geritten, vielleicht sollte ich es mal wieder aufgreifen. Ich befürchte nur, dass mir die Zeit dazu fehlt...

Morgen sehe ich meine beste Freundin wieder und werde mich erst einmal mit ihr austauschen. (sie war gerade in den Flitterwochen :o)

Sie kennt den Grund für meine schlechte Stimmung nicht- ich habe bisher mit niemanden richtig darüber geredet. Ich hoffe ja, dass ich sie nicht allzu sehr verschrecke, da sie mich bisher nicht so emotional kannte.

Stimmt es eigentlich, dass bei dem Johanniskraut erst nach einigen Wochen die Wirkung einsetzt? Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Liebe Grüße, - die-nicht-mehr-so-ängstliche

C8allalZoxo


Hallo ängstliche,

ein Gespräch mit deiner Freundin wird dir sicher schon gut tun! Und ich denke sie wird dich auch verstehen und dir zuhören. Jedenfalls sollte das so sein unter Freunden ;-D

Ein Hobby wäre sicher auch nicht verkehrt. Wie gesagt, Ablenkung ist für mich das Beste. Aber Fitnesstudio finde ich ist auch ein Hobby ;o) Reiten hat mir persönlich immer viel gegeben, ich möchte nicht mehr ohne die Pferde sein. Aber auch nicht ohne das Drumherum. Mein soziales Umfeld besteht fast nur noch aus Reitersleuten, aber ich wollte das auch so.

Also Johanniskraut braucht min. 14 Tage bis es anfängt zu wirken, das ist normal. Bei mir hat es auch so lange gedauert, bis ich was gemerkt habe.

LG/ Loo

n[ois9ufx-x


Hallo aengstliche!

Ich kann gut verstehen, dass du Angst hast, die Krankheit geerbt zu haben. Aber erstens ist, soweit ich weiß, die Wahrscheinlichkeit größer, dass die dann erst einmal eine Generation überspringt u. dann wollte ich dir noch von meinem Freund erzählen: Dessen Mutter ist auch an Schizophrenie erkrankt u. lebt schon seit Jahren in einer Einrichtung. Mein Freund ist selbst schon 34 u. hat noch zwei ältere Schwestern, eine jüngere Schwester u. einen jüngeren Bruder - aber alle sind schon zumindest fast dreißig u. bisher gibt es noch bei keinem Anzeichen dafür, dass die Krankheit an die Kinder vererbt wurde.

Vielleicht kann dir das ein bisschen Angst nehmen. Aber ich finde es auch richtig, dass du einen Termin mit einem Psychotherapeuten ausmachen willst.

Ich wünsche dir alles Gute @:)

Liebe Grüße!

ddie Va]engsxtliche


@ Callaloo

Habe erst vor kurzem angefangen, dass Johanniskraut zu nehmen. Also heißt es auch hier für mich: Geduld bewahren...

Meine Schalfstörungen sind auch besser geworden, seitdem ich Baldrian nehme. Man sollte eben doch auf die Kraft der Natur vertrauen und nicht gleich zum Chemie-Blocker greifen.

Mein soziales Umfeld ist mir auch echt wichtig. Wobei ich mir eingestehen muss, dass ich mich manchmal echt alleine fühle. Mein Freund kann immer nur am Wochenende bei mir sein und eine andere sehr gute Freundin befindet sich gerade im Ausland.

@ noisuf-x

Seitdem ich weiß, dass Schizophrenie vererbbar ist, habe ich mich im I-Net über die Krankheit informiert. Es wurde angegeben, dass die Veranlagung für diese Krankheit vererbt werden kann und sie bei Angehörigen von Kranken 10-15% häufiger vorkommt als bei Gesunden. Gerade in meinem Alter kann die Krankheit ausbrechen, mit 30+ ist die Wahrscheinlichkeit wohl geringer. Ich suche die Symptome für diese Krankheit bei mir und steiger mich ganz schön rein. Tief in meinem Innern glaube ich zu wissen, gesund zu sein, aber dann kommen mir wieder Zweifel...

Meine Mutti ist glücklicherweise zu Hause und es geht ihr z. Z. auch recht gut. Es war jedes Mal total schlimm für mich, wenn die Krankheit bei ihr ausgebrochen ist und sie ein ganz anderer Mensch war... Möglicherweise muss ich die Ereignisse erst aufarbeiten, um mich selbst wieder zu finden.

Danke an Euch beide für Euer Feedback! *:)

Ich habe jetzt endlich einen Termin bei einem Psychotherapeuten bekommen. Allerdings erst in 2 1/2 Wochen... :-|

CIallBaloxo


@ die aengstliche

Wenn man nicht richtig schlimme Panikattacken hat oder man es noch irgendwie aushalten kann, sollte man in meinen Augen auch keine Chemiekeulen nehmen. Die machen u. U. süchtig, oder beeinträchtigen das tägliche Leben so sehr (wegen Müdigkeit, Benommenheit etc..), dass ich mir das nicht antün würde. Es seih denn es ist ein Notfall und ich kann grad echt nicht anders. Dann würd ich mich nach Einnahme der Tablette aber auch einfach nur ins Bett legen und schlafen.

Ist natürlich blöd, wenn du unter der Woche viel alleine bist. Vielleicht wäre da ein Hobby oder ein Haustier wirklich sinnvoll? Etwas, wo du dich ablenken und viell. Leute kennenlernen kannst?

Ansonsten..wenn du dir was von der Seele schreiben willst nur zu.. es seih denn du möchtest das nicht. Kannst mir auch gern ne PM schicken wenn du magst. Es tut viell. gut, sich die ganze Story (wie war das früher für dich als Kind, wie geht es dir heute damit) mal von der Seele zu tippen. So kann man es besser verarbeitet wenn man anfängt, darüber zu reden und sich damit zu beschäftigen.

Liebe Grüße

Loo

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