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Angstzustände und Depressionen

M%org>an lce Fay


Hallo Mädels!

Ich versuch mal ein bissl zu beschreiben, wie es momentan bei mir so aussieht und ich warne Euch vor, denn allzu schön ist es gerade nicht.

Nun hatte ich zwar einen wundervollen Urlaub und konnte mal wieder erfahren, was es heißt, das Leben unbeschwert zu genießen, aber leider entspricht das im hier und jetzt nicht der Realität. Will heißen: Es ist eigentlich alles genau so wie es vorher auch war. Bis zum 30 muss ich mich bei dieser Fortbildung vom Arbeitsamt melden und ich weiß nicht, was ich denen sagen soll, schließlich geben die die Info dann ja auch ans Arbeitsamt weiter :-| Ich könnte sagen, dass ich krank bin, aber dann brauche ich auf jeden Fall ein Attest. Oder ich sage, dass ich was anderes in Aussicht habe (z.B. ein Praktikum im Zoo), aber dann müsste ich dieses eben auch nachweisen. Ein Praktikum hier im Tierpark möchte ich ja auch eigentlich machen, aber ich trau mir das einfach überhaupt nicht zu. Die Arbeit dort schon, aber nicht die Bewerbung, das Bewerbungsgespräch und die Kollegen... und genau so wenig trau ich mir den Weg hin und zurück zu, denn das liegt natürlich mal wieder am anderen Ende der Stadt.

Das nächste ist, dass im März meine Krankenversicherung weg fällt und ich noch nicht weiß, wie ich mich weiter versichern kann. Also muss ich vorher noch alles mögliche machen lassen. Ich muss endlich zum Zahnarzt und außerdem muss ich mich dringend mal komplett beim Hausarzt durch-checken lassen. Soweit so gut, wenn man denn auch mal da anrufen würde und einen Termin ausmachen würde. Dazu bin ich natürlich auch wieder zu blöd oder zu feige oder was weiß ich! Ich lebe so in den Tag hinein und denke einfach gar nicht an meine Aufgaben. Ich überlege, ob ich doch tatsächlich nochmal nach einer Therapeutin suchen soll, aber das Problem dabei ist wieder die Warterei auf einen Therapieplatz und das Auslaufen der Krankenkasse.

Momentan habe ich wirklich das Gefühl, dass ich bis auf ein bischen mehr Wissen, keinerlei Fortschritte gemacht habe. Es ist frustrierend und vor allem auch deprimierend und es macht mir Angst. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich völlig verrückt werde, wenn ich es irgendwann nicht mehr schaffe, vor meinen Problemen weg zu laufen.

Vielleicht bin ich auch deshalb in den letzten Monaten so wenig on, weil es mir wirklich schwer fällt, mich damit auseinander zu setzen. Ich kann das ganze drehen und wenden, aber im Endeffekt laufe ich nur immer und immer wieder im Kreis und komme zu keiner Lösung. Gute Vorsätze - ja, aber umsetzen kann ich sie anscheinend alle nicht. Ich sitze seit 4 Jahren hier rum und mache nichts... gar nichts, außer hin und wieder mal grübeln und in dumpfe Panik verfallen.

Ich kann Euch echt nur sagen, dass Ihr wirklich verdammt stolz auf Euch sein könnt, denn Ihr habt beide verdammt große Fortschritte gemacht.

Vielleicht fällt Euch ja noch was zu mir ein... ich gucke auf jeden Fall morgen mal irgendwann rein @:)

Die liebsten Grüße und fühlt Euch ganz lieb umarmt,

Eure Morgaine (die geistig gerade eher bei Morgause in Lothian ist)

N6ini\ane3


Hi Morgan!

Ich hoffe, Dir geht es trotz der ganzen Grübelei gut. Ehrlich gesagt habe ich mir das schon gedacht, dass Du DESWEGEN nicht so oft tippselst, weil Du Dir so viele Sorgen machst und man nicht weiß wie man daran gehen soll. Es ist ja auch keine leichte Aufgabe, an der wir alle dann und wann wirklich verzweifeln.

Erst mal sind ja bis April noch 5 Monate, dann läuft ja die Versicherung aus. Ich würde als allererstes einen Termin bei einem Verhaltenstherapeuten machen oder bei einer "Angst-Ambulanz". Das ist das aller Wichtigste. Denn wenn Du das machst, hast du die größte Chance, dass sich bald was verbessert. Und die Leute verstehen Dich ja mit der Angst-Problematik. Das ist die erste Sache, die Du tun könntest. Und denk daran: da darfst du Angst haben. Das ist normal. Mach diese bescheuerte Verhaltentherapie. Das ist das einzige was hilft... Und danach machst Du Dein Praktikum im Tierpark, wenn Du Erfolge in der Thera gesammelt hast. Du KANNST das schaffen. Denk daran, dass das alles nur in Deinem Kopf statt findet. Es ist schlimm, ich weiß. In den letzten Wochen hatte ich immer Panik, wenn ich in der Uni war. Im Zug, im Bus, in der Vorlesung, in den Nächten etc. Aber das steht man durch und es ist nichts Schlimmes. Aber mach als aller erstes diese Verhaltensthera. Irgendwo in Bo gibt es einen Therapeuten für Dich. Und wenn Du das in Angriff nimmst, dann wird alles nach und nach besser. Und Du hast eine Aufgabe für den Herbst und machst aktiv was für Dich. Und es ist nix, wovor Du Angst haben musst. Man muss ein bisschen auf das Gefühl hören und bei Dir habe ich das überdeutliche Gefühl, dass Du zuallererst eine V-Thera machen solltest.

N)indiaxne3


Sorry wegen dem unterbrochen Text.

N`iniaQne3


Telefonier dir dein Ohr ab, du findest garantiert eine Thera. Mach das. Unbedingt. Ich laber das nicht nur daher, bloß weil mir das gerade hilft... es HILFT wirklich.

Fakt ist, dass Du irgendwas tun musst. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Und es gibt Dir auch wieder neuen Mut, wenn Du den ersten kleinen Erfolg hast. Und es entsteht eine Energie, die dich weiter trägt. Fast von ganz allein ;-)

Und warum rufst du nicht einfach an?! Dann kriegste eine Motivationsrede von mir ;-) Oder ich "befehle" dir, sofort wegen Thera zu telefonieren. ;-) Ich bin mir ganz sicher, dass Du das schaffst.

Morgen schreibe ich mehr, ja?

Lass den Kopf nicht hängen, denn dann kannst Du die Sonnenstrahlen nicht sehen ;-) Deine Annie @:) @:) @:)

e$vYa-lx.


Seit vielen Jahren

Hallo,

bin 28Jahre alt und habe seit10 Jahren diese Angsterkrankung.

Seit Ca.2,5Jahren sehr massiv.

Es gibt gute Medikamente,nehme sie und kann so aus dem aus,was natürluch gut ist.

Gehe zum Psychater...

Frag Dich mal,ob Du mit Deinem leben zufrieden bist...

Bei mir kommt es von meiner Lebensweise....

will es nun ändern...medikamente auf Dauer sind ja auch nicht

gut.Gute Besserung,Eva-Lena

NPi+nianne3


???

*Grmpfh*

N;in8ianex3


Weird Sisters.

Hi Ihr,

Morgan, wie geht es Dir? Ich hoffe, Du sitzt nicht zuhause und grübelst nach... Kannst Du Dich ablenken? Gehst Du walken oder spazieren? Ich weiß nicht so recht, was ich schreiben soll, ich hoffe, Du lässt von Dir öfters hören. Und wenn Du Aufmunterung oder ein Gespräch brauchst, dann melde Dich, ja? :)* Ich hoffe, Du hast ein angenehmes Wochenende und kannst ein wenig entspannen. Es wird schon...

Jana, hast Du Spaß bei J. Schwester in N.? Ich hoffe mal.

Bei mir ist auch soweit alles klar. Nix Neues an meiner Front. Lauter Kleinigkeiten zwar, aber ich will nun auch nicht alles aufschreiben.

Liebe, herzliche Grüße von Eurer Annie @:)

M|organ7 le xFay


Hallo Niniane!

Danke für Deinen Text. Eigentlich wollte ich ja gestern noch on gehen, aber da hatte ich mal tatsächlich den ganzen Tag keine Zeit, weil wir erst einen Freund besucht haben und dann noch Bekannte in Datteln und danach ist ein Freund mit seiner neuen Freundin zu uns zum Essen gekommen mit anschließendem Trinkgelage der beiden Männer ;-)

Weißt Du, was bei mir besonders seltsam ist?! Ich grübel noch nichtmals groß rum oder mach mir Sorgen... viel schlimmer: Ich denke gar nicht dran, verdränge es irgendwie und lebe einfach so in den Tag hinein. Nur dann und wann, wenn wieder ein Tag rum ist, fällt mir ein, dass ich ja eigentlich noch gewisse Dinge in Angriff nehmen wollte, aber dann denke ich mir: Was soll's! Ist doch eh egal und heute passiert ja nichts mehr.

Irgendwie bin ich ganz schön gleichgültig geworden. Das mit der V-Thera hatte ich mir ja auch überlegt, aber als ich das letzte Mal auf der Suche war, da bin ich ja bei den ganzen Theras nur auf die Nase gefallen, weil die seltsamer Weise nämlich gar kein Verständnis für meine Ängste hatten und die meisten auch bloß darum bemüht waren, dass am Ende das Geld auf ihr Konto kommt >:( Nichts desto trotz werde ich mich dem Suchwahnsinn wohl wieder verschreiben müssen, denn anders komm ich ja gar nicht mehr vorwärts. Du hast wirklich sehr großes Glück gehabt, dass Du an der Uni so eine tolle Thera gefunden hast. Hier in Bo hatte ich ja auch raús gefunden, dass auch die Verhaltenstherapeuten alle nur Gespräche anbieten... sind anscheinend zu faul um Mal mit raus zu gehen und einem konkret zu helfen. Vielleicht finde ich ja doch noch so jemanden. Leider löst das momentan nicht mein größtes Problem, nämlich, dass ich mich bis zum 30. bei diesem Lehrgang gemeldet haben muss und ich immer noch nicht weiß, was ich denen sagen soll. Genau so wenig weiß ich, was ich dem Amt sagen soll... und da braucht man nun wirklich nicht auf Verständnis hoffen, denn da bin ich nur eine Zahl in der Statistik, die man gerne los wäre.

Wie dem auch sei, es muss ja irgendwie weiter gehen und so wie es momentan voran geht (gar nicht), so darf es eben nicht weiter gehen, denn ich habe den Verdacht, dass ich langsam die Hoffnung verliere und mich in mein "Schicksal" füge.

Kennst Du das, wenn man sich einfach müde fühlt? Wenn man einfach keine Lust mehr hat zu kämpfen und sich lieber in der Hölle einrichtet, als einen anstrengenden Umzug zu machen? Bestimmt. Haben wir ja alle schonmal erlebt.

Genau wie die Insel scheint man immer weiter der Welt entrückt zu werden und irgendwann steht man am Ufer und traut sich gar nicht mehr zu versuchen, die Nebel zu lichten und nach der Barke zu rufen. Morgaine brauchte viele Jahre, bis sie wieder nach Avalon zurück kehren konnte, aber sie hat es schlussendlich geschafft. Ich dümpel auch schon viele Jahre durch die Nebel und vielleicht bin ich nicht mehr in Lothian, aber dafür bin ich wohl im Feenland gelandet, wo man den Blick für Zeit und Raum verliert. Draußen vergehen die Jahre, aber drinnen sind es nur Wimpernschläge :-|

Heute Abend gehen wir aus. Ich würde mich freuen, aber ich bin auch jetzt recht gleichgültig... mal sehen, was der Abend noch so bringt.

Dir, meine liebste Priesterin, wünsche ich einen schönen und spirituellen Abend @:) :)*

Dicke Umarmung, die Herrin *:)

N8inianxe3


Hi Morgan!

Ja, das ist das größte Problem überhaupt, das man einfach alles beiseite schiebt, um das man sich eigentlich kümmern wollte. Erst sagtest du: ... wenn mein Bruder weg ist, dann wirds besser. Dann: ... wenn ich im Urlaub war, dann habe ich mehr Kraft! Und so geht es immer weiter, und am Ende ist es nur ein endloses Aufschieben und man wird immer gleichgültiger. Schlimmer noch: man schiebt es auf die Umwelt: die Theras wollen nur ihr Geld, die Arbeit ist eh nur scheiße und die Ämter sowieso. Das ist ja auch manchmal so, aber Du sollst ja das alles nicht für andere tun, sondern für Dich selbst. Für Dich ganz allein. Denn es ist ja Dein Leben.

Und weißt Du was? Wenn Du den ganzen Tag Leute besuchen fahren kannst und abends ausgehen kannst, dann wirst Du es auch garantiert hinkriegen, einmal in der Woche bei einem Therapeuten zu erscheinen. Oder? Es ist "nur" die eigene Verantwortung, vor der man zurück schreckt. Sobald Du irgendwas entscheidest, beginnt ja wieder Dein Leben. Und Du übernimmst dann wieder Verantwortung für Dich selbst. Denn solange man sich nicht entscheidet oder etwas Neues beginnt, ist man in der bequemen Lage, für nichts einstehen zu müssen. (Ich weiß selber ganz genau, wovon ich rede ;-) )

Es ist kein richtiges Leben. Man ist ja nur Zuhause und macht den Haushalt. Das ist NICHT der Sinn des Lebens, oder? Zum Glück erwartet niemand da draußen Meisterleistungen von Dir. Du kannst also langsam alles ausprobieren, was geht und was nicht. Die Chance ist immer da.

Und so schlimm, wie man sich das alles ausmalt, ist es nicht. Es wird nicht schief gehen. Das Schöne ist, sich zu sagen: Ich habe es wieder versucht. Darauf allein kommt es an. Es ist total egal, wie lange Du gar nichts gemacht hast, wieviele Jahre Du Dich verkrochen hast. Das Einzige, was zählt ist, dass Du Dir selber sagen kannst: Ich habe es wieder versucht. Das schuldest Du Dir selbst, niemanden sonst. Du musst niemandem was beweisen, aber Du musst mit Dir selbst im Reinen sein. Und das bist Du, wenn Du jetzt mal alles vergisst, was schlecht ist in Deinem Leben, und etwas in Angriff nimmst.

Aus diesem Grund werde ich Dich morgen Abend um 20 Uhr anrufen, und bis dahin hast Du Dir hoffentlich die Finger wund telefoniert, um einen Termin zu bekommen bei einem Verhaltenstherapeuten. Und es gibt keine Ausreden dieses Mal... :-)

Liebe Grüße von Annie @:)

MVonrg$an lSe Fxay


Sonntag

Natürlich habe ich mir heute nicht die Finger wund telefoniert, da wir ja Sonntag haben und da niemand zu erreichen ist.

Davon abgesehen muss ich Dir nun sagen, dass diese Therapeutensache in der Tat scheiße bei mir gelaufen ist, weil DIE so blöd waren und nicht ich. Bin monatelang von einem zum nächsten gegangen, immer pünktlich gewesen und hatte eben Pech, denn wenn mir ein Therapeut ins Gesicht sagt, dass er mich nur zu faul zum Arbeiten hält oder ein anderer gar nicht verstehen kann, dass ich in bestimmten Situationen Angst bekomme, dann ist das Problem nicht bei meinem Willen zu suchen, sondern bei deren Arbeitsmoral. Und so manches Mal fragte ich mich, aus welchen Motiven mancher Therapeut wohl diesen Beruf ergriffen hat und kam zu dem Schluss, dass er es nur auf schnelles Geld abgesehen haben kann. Du hast nun wirklich großes Glück gehabt mit der Uni-Sache. Nichts desto trotz werde ich nochmal zu einer Beratungsstelle gehen und mir dort ein paar Theras empfehlen lassen und dann werde ich weiter sehen.

Und sein wir mal ehrlich: Als mein Bruder hier war, da habe ich nichts aufgeschoben, sondern es war in der Tat unmöglich etwas zu tun. Da kann ich froh sein, dass ich (fast) unbeschadet diese Zeit überstanden habe und nicht allzu große Rückschritte gemacht habe. Ferner sind auch die Ämter nicht alle doof... sie machen Ihre Arbeit. Trotzdem muss ich irgendwie einen Weg finden, um mit denen klar zu kommen, da sie nunmal wirklich null Verständnis für psychische Erkrankungen haben... denn es gehört ja eben auch zu ihrem Job, dass sie möglichst schnell möglichst viele Leute aus der Statistik bekommen (auf welche Art und Weise auch immer). Mir ist wohl bewusst, dass ICH etwas machen muss und sonst keiner, aber ich mach sicher nicht den gleichen Fehler wie beim letzten Mal und sage: "Klar, ein Therapeut ist der einzige, der es richten kann!" Damit bin ich nämlich ganz böse auf die Nase gefallen, denn seit meiner Therapiestunden kann ich ja nicht mehr Auto fahren usw und das konnte ich davor ohne Probleme.

Es hängt also nicht nur davon ab, ob man selber Verantwortung übernehmen will, sondern zu einem Großteil hängt es auch davon ab, ob man Glück hat ;-)

M8organ" leo Fay


Hallo meine Lieben!

Obwohl es heute doch ziemlich verregnet ist, habe ich das Gefühl, dass das ein guter Tag ist. Gerade wollte ich in einer Beratungsstelle anrufen und mir einen Termin geben lassen, weil die mich von da aus an geeignete Therapeuten vermitteln können. Ich hab da auch angerufen, aber leider erstmal nur die Bandansage erwischt, weil die wohl nur zwischen 9-10 erreichbar sind, also werde ich morgen nochmal anrufen und hoffe, dass ich dann schnell einen Termin bekomme.

Für den Lehrgang habe ich jetzt auch eine Lösung: Ich werde einen Arzt aufsuchen und mich krank schreiben lassen. Ich dachte immer, dass ich mich wegen der Angststörung nur vom Psychiater/Neurologen krank schreiben lassen könnte, aber dem ist wohl nicht so. Der Krankenschein geht dann zum Arbeitsamt und dann hoffe ich, dass ich vor denen etwas Ruhe habe und möglichst schnell einen Therapieplatz bekomme. Allerdings liegt hier die Wartezeit im Schnitt immer so bei 6 Monaten... naja, vielleicht hab ich ja Glück.

Annie, ich wollte nochmal Danke sagen, wegen dem Telefonat gestern. Du kannst wirklich stolz sein, dass Du wieder zur Uni gehst und das alles so durch ziehst.

Möglicherweise komme ich da auch mal hin. Aber in einer Sache teile ich Deine Meinung glaube ich nicht ganz: Du hast geschrieben und gesagt, dass eine Verhaltenstherapie das einzige ist, was einem helfen kann. Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ich denke nach wie vor, dass man von einem Therapeuten wertvolle Informationen bekommen kann, aber im Endeffeckt heilt man sich auch während einer Therapie selbst. Davon ab ist die Angst ja nicht nur schlecht, sondern zeigt uns ja auch auf, was wir für Menschen sind und ich denke, dass ich möglicherweise auf Dauer einfach nicht in die Großstadt gehöre, sondern eher auf's Land, wo mich nicht so viele Eindrücke überfluten. Vielleicht sollten die Menschen generell mehr Rücksicht darauf nehmen, dass sie rein biologisch eben nicht für zuviel Fortschritt gemacht sind. Warum sonst sind es vor allem die "westlichen Mächte", bei denen die Leute an solchen Störungen leiden? Vermutlich hat das schon alles seinen Grund und seine Berechtigung uns das Leben schwerer zu machen, damit wir es uns irgendwann endlich mal selber leichter machen ;-) Vielleicht bringt einem dauerhaft keine Therapie etwas, wenn man nicht lernt, WIRKLICH auf sich selbst und sein Unterbewusstsein zu hören, sonst macht man doch die gleichen Fehler immer wieder und stellt so selbst den Auslöser für die Angsterkrankung dar.

In diesem Sinne werde ich mir mal in dieser Woche einen Kürbis besorgen und sowas machen: ;-D Das beruhigt und macht Laune.

Außerdem hoffe ich, dass mein Kürbis dann soooo gruselig aussieht, dass er vielleicht das schlechte Wetter verscheucht ;-)

Liebe Grüße, Morgan

N\ini5ane3


Zwischenbericht!

Huhu weird Sisters.

Erst mal vorweg: das Leben ist ein einziges Auf und Ab. So.

Morgan: natürlich hast Du Recht, wenn Du sagst, dass man am Ende sich selbst heilen muss. Das stimmt. Am besten geht das natürlich in so einer Verhaltenstherapie. Dort machst Du ja nichts anderes als Dich selbst zu heilen, eben in Begleitung. Denn (meiner Erfahrung nach) schafft man selbst es kaum, die ersten Schritte zu machen. Das ist echt schwer. Oder vielleicht hätte ich es nicht geschafft, das kann ja auch sein. Durch die Verhaltenstherapie lernt man ja auch nur, dass man in den Situationen bleibt, in denen man Angst hat und nicht vorher wegläuft. Mehr ist das ja nicht. Es führt kein einziger Weg daran vorbei, als nicht mehr zu vermeiden. Nur man muss ja auch den passenden Zeitpunkt haben, an dem man wieder die Kraft hat, sich dem auszusetzen. Sonst geht es kaum...

Jana, wie läufts bei Dir? Ich hoffe gut!

Also, gestern hätte ich eigentlich Angst-Studie und eine Vorlesung gehabt. Aber ich hatte einen sch***-Tag! War um 5 Uhr morgens wach und hatte Panik. Ich wusste schon, dass es nicht geht. Habe dann bei der Thera angerufen, was immer das Schlimmste ist. Sie ist immer so lieb und nett, und ich rufe dann an und sage ab...

Heute morgen bin ich dann wieder los gefahren, habe statt drei Seminaren aber nur zwei besucht, diesmal hatte ich echt Bauchschmerzen. Na ja. Und dann muss ich gleich noch zur VHS. Heute war es auch nicht gut mit der Fahrerei. Die U-Bahnen zur Uni sind überfüllt wie Viehtransporte. Ich habe 90 Min. zur Uni gebraucht. Manchmal realisiere ich das gar nicht, dass ich mich der ganzen Quälerei wieder aussetze... :-/ Im ersten Seminar war es auch nicht gut: kleiner, überfüllter Raum und ich saß ganz vorne, und war total eingekeilt. :-o Aber als ich dann meine Hausaufgabe zurück bekommen habe, war ich wieder guter Dinge :-D

Dann bin ich noch zur psychologischen Ambulanz ins Sekretariat gegangen um nach einem Termin für ein Erstgespräch zu fragen. Habe für nächste Woche einen Termin bekommen und werde dann wohl an der Uni noch eine Thera machen (aller Wahrscheinlichkeit nach)

Da ich gestern schlecht drauf war, weil ich ja nicht zur Uni bin, habe ich abends S. angerufen, um wenigstens ein Highlight zu haben. Leider habe ich ihn aufgeweckt und er war total verschlafen, haben aber trotzdem eine Stunde gequatscht und uns für Freitag verabredet x:) Er zieht am We um.

So, das war's erst mal von mir. Ich fühle mich momentan total komisch, kann das alles noch nicht einordnen: Uni- mal geht's, mal nicht, Angst-Studie, die Fahrerei u.v.m. Ich würde sagen, dass ist die anstrengendste und merkwürdigste Zeit in meinem Leben, so "dramatisch" das auch klingen mag. Aber Euch wünsche ich erst mal einen guten Tag und lasst es Euch gut gehen, gell?

Es drückt Euch die Annie @:) @:) @:)

M\orgaCn lIe Faxy


Gespannt auf morgen

Heute habe ich dann mal den Menschen von der Beratungsstelle erreicht (eigentlich habe ich nur auf Band gesprochen und er hat mich dann erreicht). Und siehe da: Es ist zufällig jemand abgesprungen und so kann ich jetzt schon morgen um 11 zur Beratung gehen. Das kostet zwar 30€, die ich aus eigener Tasche zahlen muss, aber dafür kennt der Mann nahezu jeden Therapeuten in Bo und Umgebung und weiß vor allem auch, wie die charakterlich so drauf sind (ist ja auch wichtig). Bin also mal gespannt, was da morgen bei raus kommt.

So, und jetzt nochmal zur Verhaltenstherapie: Ich denke, dass die Art von Therapie, die Du jetzt machst, gut ist. Nur bin ich halt auf den Begriff "Verhaltenstherapie" etwas allergisch, weil da ziemlich üble Ansätze enthalten sind, die anscheinend bei Dir nicht zutreffen, weil Du eine engagierte Therapeutin hast und Dich dazu in einer Studie befindest, bei der es darum geht, die Therapie zu verbessern :-) Wie dem auch sei - es wird schon werden!

Was ich aber auch noch zu Dir anmerken möchte ist, dass Du echt nicht immer so enttäuscht sein darfst, wenn Du mal was nicht schaffst. Das Du jetzt überhaupt wieder Bahn fährst und Seminare besuchst ist schließlich schon sehr nah am "normalen Leben", gell ;-) Du weißt doch auch eigentlich, dass nicht alles von heute auf morgen wieder unkompliziert wird. Tu endlich was für Dein Selbstbewusstsein und werde Dir darüber klar, dass Du wunderbar bist, intelligent und nett und vielseitig talentiert @:) Denk nur an das, was Du geschafft hast und nicht an das, was Dir nicht geglückt ist.

Bin ja mal sehr gespannt, wie Dein Freitag wird x:) Wird bestimmt gut... endlich! Ich für meinen Teil drücke Dir auf jeden Fall die Daumen :)*

Na, dann sag ich mal bis spätestens morgen... oder heute nach den Gilmores.

Liebe Grüße von der Morgan *:)

N!iniaUne3


Hi Sisters.

Wie geht es Euch? Was macht Ihr Schönes und wie waren die letzten Tage für Euch?

Wollte nur bescheid sagen, dass ich heute um 21 Uhr on bin. Ich muss heute früh schlafen, ich bin sooo müde. Seid Ihr denn wohlauf?

Morgen ist letztes Treffen für die Angststudie... Bin mal gespannt. Die Zeit ist so schnell herum gegangen.

So, dann vielleicht (hoffentlich) bis später!

Herzlichst ;-) Eure Annie

Muorga_n le Faxy


Huhu Sist@s!

Jana, wo treibst Du Dich eigentlich schon wieder rum ??? Bestimmt im Uni-Stress und solche Sachen ;-) Ich hoffe auf jeden Fall mal, dass es Dir gut geht.

Ich war heute bei der Beratung und es sieht genau so aus, wie ich es mir gedacht habe: Es gibt in ganz Bo und Umgebung nur EINE Therapeutin, die Verhaltenstherapie mit "raus gehen" macht. Die soll zwar gut Bescheid wissen, aber der Berater hat mir gesagt, dass sie vom menschlichen her etwas schwierig sein könnte und dass die Wartezeit bei ihr bis zu einem Jahr beträgt :-o Trotzdem werde ich da morgen anrufen und mal sehen, was sich machen lässt.

Eine weitere Möglichkeit wäre wohl die Uni. Da bieten die Verhaltenstherapie an, aber da hat der Berater gesagt, dass die Therapeuten öfter mal wechseln und die einem auch ganz gerne mal Studenten vorsetzen, damit die an einem üben können. Nach all den Jahren bin ich allerdings nicht mehr bereit, mich als Versuchskanickel zur Verfügung zu stellen und von daher muss ich da erstmal fragen, ob eine normale Therapie in meinem Sinne da überhaupt drin ist.

Davon abgesehen hält diese Beratungsstelle in meinem Fall nicht allzu viel von einer Verhaltenstherapie, weil die meinen, dass gerade die soziale Phobie damit kaum in den Griff zu bekommen sei. Deshalb haben die mir geraten, unbedingt auch noch nach einer teifenspychologisch fundierten Therapie zu suchen, damit die Ursachen besser geklärt und bearbeitet werden können. Ist ja auch logisch, denn es bringt mir ja nichts, wenn ich eine Weile ganz gut Bus fahren kann, aber alles von vorne los geht, sobald ich irgendwo Zwischenmenschlichen Stress abbekomme :-/

An der Uni hier wird das übrigens auch nicht wirklich individuell gemacht, sondern da werden alle Patienten mit Angststörungen nach "SchemaF".

Ich hab grad Besuch bekommen, aber ich denke, dass ich dann auch nochmal um 9 rein gucken werde und dann schreibe ich bestimmt noch bissl ausführlicher oder so *:)

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