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Ich soll die Wut rauslassen

AKnnSe5x0 hat die Diskussion gestartet


Meine Psychologin sagt, es steckt eine Menge Wut in mir, die soll ich rauslassen.

Ich mache eine Gruppentherapie und weiß nicht wie ich da meine Wut rauslassen soll, das kann ich doch gar nicht. Es fällt mir sehr schwer in der Gruppe überhaupt über meine Probleme zu reden. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

LG

Antworten
Ceyndverel


da kann ich nur sagen

ich trage die wut auch seit vielen vielen jahren in mir..bez. weise..ich merke sie nicht mal...aber..meine therapeuten sagen ich solle sie rauslassen...ich richte die wut immer gegen mich selbst..und das war dann schon alles.

wie ist es bei dir..merkst du sie denn, die wut??

g,p5x6


macht mal ne dynamische Meditation. Die tut gut.

KHerxry2


Ich finde, grundsätzlich hat die Psychologin Recht, aber man kann sich das nicht kalendarisch vornehmen. Montag habe ich Sitzung, dann werde ich mal wütend sein. Das geht nicht. Aber so meint sie es vielleicht auch nicht.

Ich mache seit einem Jahr eine Therapie und habe großes Vertrauen zu dem Therapeuten und habe schon viele traurige Dinge erzählt, habe aber bis heute nicht einmal vor ihm geweint. Er macht dann keinen Druck. Er sagt, er würde das nicht als persönlichen Erfolg sehen einen Patienten zum Weinen zu bringen. Das Gefühl käme, wenn die Zeit reif wäre.

Ich denke bei Dir ist es wichtig zu erfahren, woher die Wut wirklich kommt und zu lernen sie an der richtigen Stelle rauszulassen. Ist schwer sich in eine fremde Gruppe zu setzen und da dann Gefühle zu produzieren, die im Moment gar nicht das sind.

Aknne5b0


Ja Cinderel, ich merke oft die Wut, bin dann auch wütend auf mich (kann mich selbst nicht leiden), aber auch auf andere.

Ich bin manchmal richtig aggressiv, aber nur wenn ich alleine bin (beim autofahren oder zuhause), ansonsten reiße ich mich zusammen. Von den meisten Menschen bin ich auch genervt. Ich suche regelrecht nach etwas negativen bei Anderen, um mich darüber aufzuregen. Es soll wohl daran liegen, dass meine Eltern viel gemeckert haben.

Was ist eine dynamische Meditation gp56?

Bei meiner Psychologin habe ich manchmal schon weinen müssen, Kerry2,aber komischerweise immer dann wenn sie supernett zu mir ist.

LG

Kher!ry2


Das mit dem Weinen war nur ein Beispiel, bei Dir geht es ja um die Wut. Die Erklärung mit den Eltern klingt plausibel. Die Psyche sucht sich unbewusst Situationen, die sie kennt, auch wenn die negativ waren.

Dass Du weinst, wenn sie nett ist, ist doch schön. Du weinst vor Rührung, weil sie Dich so nett behandelt. Das steht Dir auch zu.

jcust_mue#2x00


ansonsten reiße ich mich zusammen

vielleicht solltest du dich nicht immer zusammenreißen sondern die wut auch mal rauslassen, auch wenn du nicht alleine bist..heiß jetzt nich auf andere losgehen..

LG just me

Chyndexrel


der letzte vorschlag ist sehr plausibel..

denn..das ich wütend war -wenn ich alleine war..das kam auch vor..abe rniemals da, wo es wirklich drauf angekommen wäre..

man kann das aber lernen...und -ich weiß jetzt wo ich es rauslassen kann und wo nicht...dies ist aber eine schwerarbeit..die nur im laufe einer gewissen zeit zustande kommt..und nicht -quasi über nacht.

*:)

D"ie_WKolkxe


Falscher Ansatz

Es ist falsch, seine Wut rauszulassen. Das haben neuere Untersuchungen herausgefunden und auch die Buddhisten wissen es schon lange.

Unter anderem deshalb, weil man der Wut durch das Rauslassen noch mehr Energie und Aufmerksamkeit zuführt.

(Die Untersuchung, von der ich sprach hat Menschen beobachtet, die zum Abreagieren auf Sandsäcke boxten oder sonstige Kampfsportarten ausübten. Deren Aggressionspotential ist stetig angewachsen.)

Die Therapeuten sollten sich mal ein wenig weiterbilden.

Ich empfehle ein Buch von Thich Nhat Hanh, Titel: Ärger

Dieses befasst sich damit, wie man mit seiner Wut umgehen kann (ohne sie jemanden vor die Füsse zu k...).

Es ist SEEEEEEHR lesenswert!!!!!!!!

HGo&shixko


Wolke,

die Buddhisten sind da aber auch trainierter.... ;-)

Ab und zu braucht man einfach ein Ventil für seine Wut. Sport ist ganz gut, sei es nun einfach rennen, oder Kontaktsportarten oder so. Wenn man immer nur in sich "hineinfrisst" (ohne die Verarbeitungsmethoden der Buddhisten oder ähnlich friedvoller Gruppen), vergiftet es einen irgendwann. Also: besser raus als rein ;-)

Meine persönlichen Highlights: Kissen. Klingt doof, ist aber so. Ein großes Kissen vors Gesicht und schreien, was das Zeug hält (schreien ansich ist eine tolle Form des Aggressionsabbaus, aber wer wohnt schon so abgeschieden, dass er sich sich einfach in den Garten stellen und loskreischen kann, ohne dass zehn Minuten später der Einsatzwagen vor der Tür steht ;-) )

Kissen kann man auch wunderbar prügeln, werfen, beleidigen etc.

Nur so als Tipp :-)

Liebe Grüße

gGp%56


Anne50

dynamische Meditation hat Osho/Bhagwan kreiert.

Ganz grob erzählt:

10 min Atmen

10 min tun worauf man Lust hat was in der Regel in heftigem Gebrüll endet.

10 min Bewegung

15 min Erstarren

15 min Tanzen

Ich habs ein paar mal gemacht und nachdem ich mich überwunden habe aus mir raus zu gehen hats immer sehr gut getan. ( Man ist hinterher halt etwas heiser).

Im Internet kann man sehr genaue Anleitungen finden.

Im übrigen muß ich Hoshiko recht geben. Zu Hause rumbrüllen kann Probleme geben. Und ein Kissen ist nicht schlecht.

Das Buch von Thich Nhat Hanh werde ich mir besorgen.

Ccynd)er@exl


das

Klingt doof, ist aber so. Ein großes Kissen vors Gesicht und schreien, was das Zeug hält (schreien ansich ist eine tolle Form des Aggressionsabbaus, aber wer wohnt schon so abgeschieden, dass er sich sich einfach in den Garten stellen und loskreischen kann, ohne dass zehn Minuten später der Einsatzwagen vor der Tür steht )

finde ich auch super :)^ -ich bin jedesmal nach einer kissen-schrei- attacke ..total gut drauf.

D%ie)_WEolke


nach dem 'Rauslassen ist man vermeintlich erst mal erleichert.

Der Körper hat sich abreagiert, man ist dann vielleicht müde

(zu k.o., um wütend zu sein)

Aber die Wut ist nicht wirklich weg. Bei der nächsten Gelegenheit steht sie wieder auf der Matte....

H=oshiEko


Wut

ist für mich ein Spannungszustand. Wenn ich diese Spannung abgebaut habe, ist auch die Wut nicht mehr da. Bzw. ich kann besser mit dem negativen Gefühl umgehen, besser damit arbeiten.

In gewissem Sinne sind war da noch die "Urmenschen", denke ich. Wut als solche existiert ansich nicht, ebensowenig Hass etc. Alle diese negativen Gefühle sind nur Spielrichtungen der Angst. Denn warum sind wir wütend? Jemand hat uns verletzt. Unsere Sicherheit bedroht, egal, in welcher Hinsicht. Das macht uns Angst. Vor allem Angst, dass es noch einmal passiert, da wir nun wissen, dass wir an diesem Punkt angreifbar sind. Ich bin deswegen der Meinung, wenn man sich selbst stärkt (und ja, auch das Schreien hebt das Ego ;-) ), ist man nicht mehr so leicht angreifbar und gerät auch nicht mehr so schnell in Angst/Wut.

Und es lockert oft den heftigsten Streit meist auf, wenn du dir einfach ein Kissen schnappst und reinschreist *smile*.

Greez

AmnEne50


Danke

Das Buch von Thich Nhat Hanh werde ich mir auch besorgen.

Aber zunächst werde ich es mit dem Kissen ausprobieren, bevor ich irgendwann explodiere.

Mal sehen ob es mit der dynamischen Meditation auch klappt, bin allerdings zurzeit ziemlich unbeweglich >:(, weil mich einfach alles und jeder nur nervt.

LG

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