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Angsterkrankung - Willkommen im Club?

neatrxaj hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen...

...hatte vor einem halben Jahr das erste Mal so etwas wie einen Anfall von Panik, Herzklopfen, Schweißausbrüche, Ohrgeräusche bis hin zum Kreislaufkollaps...damals hieß es seitens meines Doc : Zuviel Streß, ändern dein Leben.

Hab ich auch getan, ruhigeren Job mit mehr Spaßfaktor gesucht, privat aufgeräumt (Trennung von Freundin)...aber trotzdem mehrten sich diese Anfälle...seit 2 Wochen sind sie so häufig, daß ich mich kaum noch aus dem Haus traue, mich regelrecht verbarrikadiere. Dazu kommt noch eine ständige Daueranspannung, ständiges Unter-Strom-stehen...

...also bin ich nochmal zum Doc, Internist und Neurologe.

Seit gestern hab ich meine Diagnose : Angsterkrankung. Trevilor, Doxepin und Valium verschrieben bekommen und ne dringende Empfehlung, ne Psychotherapie zu machen.

Ich bin jetzt erstmal völlig platt. Angsterkrankung ? Psychopillen ? Therapie ? ICH ??? ?

Is ja nicht so, daß ich mich mit dem Thema nicht beschäftigt hätte...hab einige Bücher zum Thema gelesen, und war mir felsenfest sicher : Das was ich habe kann keine Angsterkrankung sein...denn laut dem was ich gelesen habe, braucht man einen Trigger als Auslöser für eine solche Attacke.

Ich glaubte bisher, mich ziemlich gut zu kennen, denke oft und viel über mich nach...und hab einfach keine Ahnung, WOVOR ich Angst haben könnte. Ich entdecke einfach kein Muster hinter diesen Anfällen, die passieren in allen möglichen und unmöglichen Situationen...wie können zwei gleiche Situationen mal zu einer Panikattacke und mal eben nicht führen ? Was löst eine Panikattacke aus, wenn ich friedlich zuhause aufm Sofa liege ?

Mal nebenbei : Hat jemand Erfahrung mit der Callahan-Methode (Klopfakupressur) ? Die hilft dagegen nämlich auch nicht...noch son Ding, wo bei mir Zweifel an der Diagnose aufkommen.

Hab eigentlich sicher mit nem organischen Problem gerechnet...Schilddrüse, Diabetes, physischer Hirnschaden, was auch immer. Aber beide Docs meinten, nach langem Gespräch und kurzer Untersuchung (nur Blutbild, Abhorchen, Abtasten) : Zu 95% psychisch bedingt.

Egal, werd mich für den Moment mal abfinden müssen damit. Willkommen im Club also.

Das nächste, was mich ankotzt, sind diese Psychoteile, die ich verordnet bekommen habe : Trevilor (für tagsüber) und Doxepin (für Nachts). Laut Doc ist in den ersten Tagen mit einer Verschlimmerung der Symptome zu rechnen...sorry, eine nettere Untertreibung hab ich selten gehört.

War gestern den ganzen Tag komplett out-of-order, nicht ansprechbar. Zusätzlich zu meinen bisherigen Problem in gesteigerter Form auch noch die halbe Nebenwirkungsliste rauf und runter (Übelkeit, Dauer-Herzklopfen, völlige Benommenheit, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit) - war nicht mal aufnahmefähig genug um fernzusehen geschweige denn zu lesen, aber viel zu aufgewühlt um zu schlafen. Totaler Dämmerzustand, aber ohne Müdigkeit, war die halbe Nacht wach. Sehr lecker.

Jetzt sitz ich hier, und hab die nächste Trevilor für heute morgen in der Hand...dun frag mich : Soll ich mir das nochmal antun oder nicht ?

Hat irgendjemand Erfahrung mit den Teilen ? Verschwinden diese Nebenwirkungen nach ein paar Tagen ? Wenn nicht, dann leb ich lieber mit meinen Anfällen, die sind angenehmer...

Würd gern mal ein paar Erfahrungsberichte hören, vielleicht hat ja jemand von euch was ähnliches schon hinter sich...freu mich über jede Antwort.

Antworten
Lqo&txta


Moin natraj und Willkommen !

Mit der Angsterkrankung kenn ich mich nicht aus, aber die Trevilor-Nebenwirkungen verschwinden nach ca. einer Woche - Die erwünschte Wirkung setzt allerdings erst nach 3 Wochen ein. Ich wünsch dir viel Geduld !

Und Valium macht abhängig - Vorsicht !

Gruß

Dfeutl!ichxer


also die sypmtome sind mir bekannt...

bei mir kam das ganz schleichend bis zu nem gewissen maß. z.b. dass ich mal furchbare flugangst hatte und beim kiffen ab und zu angstzustände bekommen hatte. nahm dass jedoch nicht so ernst bis es irgendwann nach dem kiffen so richtig losging! eine 3-stündige angstattacke. tage danach begann eine miteinhergehnede depression und die angstzustände blieben. etwas für mich TOTAL unerklärliches...ich kannte sowas nicht..plötzlich ein gefühl von angst die man nicht richtig verifizieren und beschreiben kann (insb.wovor!). Ich konnte es einfach nicht fassen was mit mir geschehen war. und ich noch selbst als medizinstudent mit schwerpunkt psychiatrie..schon paradox....das ganze begann vor 5 monaten. ich hab mich damit abgefunden und versuche jetzt so wenig wie möglich (obwohl das zwangsdenken dies manchmal erschwert) darüber nachzudenken und nicht in das "uhrwerk der heilenden" zeit einzugreifen...ich versuche daran zu glauben, dass ich bald 100% "geheilt"bin...ich nehme ein Selektiven Wideraufnahme-Hemmer "Paroxetin", der mir schon hilft. wichtig ist aber auch die eigene einstellung! zu trevilor kann ich dir nur aus der theorie hinweise geben. das valium würde ich komplett weglassen! lass dir von nem psychologen lieber eine spritzte geben! Es gibt da welche, deren wirkung 4-6 wochen anhält. bestandteile sind zwar auch tranquilizer, aber von einer spritze wirst du nicht abhängig..nur zur überbrückung!

hier noch einige infos zu trevilor.

Venlafaxin Trevilor und Trevilor ist ein selektiver Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) mit einem Schwerpunkt auf dem serotonergen System. Diesen Wirkmechanismus findet man auch bei trizyklischen Antidepressiva wie Clomipramin oder Amitriptylin, jedoch weniger spezifisch, weshalb sehr unangenehme cholinerge Nebenwirkungen auftreten.

Venlafaxin hemmt in niedriger Dosierung die Serotonin-, in mittlerer zusätzlich die Noradrenalin- und in hoher auch noch die Dopamin-Rückaufnahme aus dem synaptischen Spalt. Venlafaxin ist zugelassen mit der Indikation für Depressionen mit und ohne begleitende Angstsymptomatik sowie für die generalisierte Angststörung.

Venlafaxin hat nur wenig Nebenwirkungen, wie diese bei anderen Antidepressiva nicht selten sind (z.B. Sedierung, Hypotonie), weil andere Transmittersysteme nicht wesentlich beeinflusst werden (am ehesten Übelkeit und Erbrechen, gelegentlich auch Schwindel, Somnolenz, Schwitzen, Mundtrockenheit, Asthenie, Kopfschmerzen, dosisabhängiger Blutdruckanstieg, Schlaflosigkeit, Agitiertheit).

Die angstlösende Komponente von Venlafaxin wurde bei depressiven Patienten mit gleichzeitiger Angstsymptomatik im Vergleich zu Fluoxetin und Plazebo bereits nachgewiesen.

Die Behandlung beginnt mit 75 mg pro Tag und steigt nach einer Woche auf 150 mg pro Tag. So sollte es zumindest sein.

Gruss Alex

MpondfEahrzxeug


Angsterkrankung - Willkommen im Club ?

Dann also herzlich willkommen. Zu einer Angststörung gehört dummerweise auch, dass man nicht glauben will, eine Angststörung zu haben und statt dessen annimmt irgendeine lebensbedrohliche Erkrankung zu haben. Such dir so schnell es geht eine Psychotherapie, was anderes hilft auf die Dauer nicht.

Wenn Du es schaffst, die Angst ohne Medikamente auszuhalten, dann lass sie weg. Bei mir waren die Nebenwirkungen auch so schlimm, dass ich nach kurzer Zeit die Finger davon gelassen habe. Wenn ich es gar nicht mehr ausgehalten habe, bin ich in die Notaufnahme gegangen und habe dort gewartet bis der Anfall vorbei war.

Also such Die einen Therapeuten, dem Du vertrauen kannst.

Um sicher zu sein, dass Deine Symptome, die Du hast, wirklich nicht organisch bedingt sind, kannst Du ja immer wieder zum Arzt gehen und sie abklären lassen.

Alles Gute!

ILsabKelxl


Hallo Natraj,

...tja, durch diese Gedankengänge sind wir wohl alle mal durchgegangen... :-(

Wenn Du magst, schau doch mal auf meiner Seite vorbei, ich bin gerade am Aufbauen einer Angst-Selbsthilfegruppe per Internet, später auch mal real.

Dort habe ich auch über meine eigenen Erfahrungen und/oder Einstellung mit Therapien, Medikamenten etc. geschrieben

Ich würde mich freuen, Dich mal zu sehen

(gilt natürlich auch für andere Angsthäschen :-)

[[http://www.angsthaeschen.de]]

Liebe Grüße

Isa

n]at}raxj


THX !!!

Hallo nochmal...

...erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten ! War die letzten Tage nicht so in der Verfassung um zu antworten...die ersten 3 Tage waren der Horror schlechthin. Konnte nicht schlafen, nicht ruhig liegen, nichts essen, völliger Dämmerzustand...hab dann das Trevilor auf die Hälfte pro Tag reduziert, das Doxepin ganz weggelassen. Seitdem geht's mir - nunja - überraschend gut. Soll zwar angeblich erst viel später seine Wirkung entfalten, aber der mentale Dauer-Streß-Zustand ist weg, Attacke hatte ich seit letzter Woche auch keine mehr. Was ein Segen...

Auch der Kopf beginnt langsam wieder zu funktionieren...gottlob. Hatte schon heftige Befürchtungen, meinen Job als Programmierer aufgeben zu müssen.

Werd mich denn doch mal auf die Suche nach nem Therapeuten machen müssen...dazu mal ne Frage an diejenigen unter euch, die sowas schon hinter sich haben bzw. gerade mittendrin sind : Ich hab mich maln bißchen schlau gemacht (Psychologie-Bücher) und an mir eine "Panikstörung ohne Agoraphobie" diagnostiziert (jaja ich weiß, scheiß neunmalkluge Patienten, die alles besser wissen wollen).

Laut dem, was ich weiß, ist eine Verhaltenstherapie bei Angsterkrankungen die aussichtsreichste Therapieform, dem Patienten werden seine Ängste zunächst bewußt gemacht, und er anschließend in Übungen mit angstauslösenden Situationen konfrontiert.

Nun sieht es ja so aus : Mir meine Ängste selbt bewußt zu machen, traue ich mir zu. Im Moment (unter Psychopharmaka-Einfluß) habe ich keine Angst...dh, ich kann mich diesen Situationen IRL stellen, mich selbst bewußt damit konfrontieren, und überstehe sie wegen der Psychopharmaka auch angstfrei.

Was glaubt ihr...wenn man dies eine Weile lang tut, besteht die Chance, daß sich die Ängste von selbst legen, das Unterbewußtsein quasi durch das alltägliche (angstreie) Leben umprogrammiert werden kann ?

Und...wie sehen eigentlich die Erfolgschancen einer Therapie aus ? Gibt es jemanden unter euch, der schon eine erfolgreiche hinter sich hat ?

Itsatbell


Hi Natraj,

du hast geschrieben:

>>wenn man dies eine Weile lang tut, besteht die Chance, daß sich die Ängste von selbst legen, das Unterbewußtsein quasi durch das alltägliche (angstreie) Leben umprogrammiert werden kann?<<

Genau diese HOffnung haben die Mediziner/Therapeuten ja.

Mhhh...also ich weiß nicht...ich bin ja jetzt das erste Mal in meiner 15-jährigen "Angstgeschichte" auch auf Medis. Ich habe eine Erfahrung mit Doxepin (die ich übrigens auch nicht dolle vertrug), mit Buspiron und nun mit Xanax(Xanor) als NOtfallmedi.

Nun nehme ich die Xanx seit 2 Wochen häufiger, da ich wieder arbeite und mit der S-Bahn fahren muß. Vorher nahm ich in 3 MOnaten 3 Stück, worauf ich sehr stolz war, jetzt ist es zur Zeit 4 mal die Woche eine :-(. Bei mir macht sich nun genau der umgekehrte Fall breit: Wenn es mir mal gut geht und ich wirklich keine bräuchte, dann nehme ich aus Angst vor einer Attacke doch eine Halbe. Ich weiß, dass das das völlig falsche ist, aber es geht mir einfach so gut mit diesen (mist-)Dingern! Das erste mal seit Jahren kann ich VÖLLIG unbelastet in jegliche Situationen gehen! Ich habe nun auch Angst, dass ich sie immer wieder nehme, auch vorbeugend, auch wenn ganz EXTREM davor gewarnt wird!!!

Aber ok, ich bin mir der Gefahr (abhängigmachend) bewußt, und ich glaube fest an mich, so dass ich sie bestimmt bald nicht mehr so häufig nehme. Die ersten zwei Wochen nach einer halbjährigen Isolation sind eben schwer, da darf man sich auch mal behelfen, oder?

Liebe Grüße

Isa

n2aQtrajj


Hi Isa !

>>Genau diese HOffnung haben die Mediziner/Therapeuten ja.

Mit anderen Worten...sich selbst seine Ängste bewußt machen und sich diesen im Alltag zu stellen könnte eine Therapie ersetzen ? Ich frag deshalb so blöd, weil ich in einem kleinen Ort wohne, kein Auto habe, und somit eine Therapie mit großem Zeitaufwand verbunden wäre (für jede Sitzung würde fast ein ganzer Tag draufgehen).

Nochmal was zu Xanax...hab zwar keine Erfahrung direkt damit, aber mit Valium. Ich hatte hier noch eine Schachtel davon rumliegen, von meiner Exfreundin. Hab sie nie angerührt, bis ich das erste Mal vor einem halben Jahr meine ersten Probleme hatte. Zuerst im Monatstakt. Dann alle zwei Wochen. Dann wöchentlich. Zuletzt, auch beruflich bedingt (stand in Verhandlungen, mußte guten Eindruck hinterlassen) immer häufiger...bis schließlich alle zwei Tage. Dann bin ich zum Arzt. Mein Zustand ist dadurch nicht besser, eher schlechter geworden...und, wie bei dir : Sogar an guten Tagen hab ich mir das Zeug eingeworfen, quasi als "Prävention".

Es taugt nicht. Es bleibt kein Notfallmedikament, weil selbst der kleinste Fliegenschiß plötzlich zu einem "Notfall" wird...und es geht einem einfach zu gut mit diesen Dingern. Gefährlich gut. Hab lange nicht deine Erfahrung mit diesen Themen, und will dir auch nix erzählen was du tun oder lassen sollst,aber... vor Tranquilizern hab ich (jetzt) einen Höllenrespekt. Paß auf dich auf, ja ?

Übrigens : Schicke HP hast du ;-)

Lieben Gruß zurück

Natraj

I{sabmell


Hallo natraj,

erst mal danke für das Lob an meine HP :-).

Ich denke auch, dass die Gefahr mit Tranquilizern groß ist und ich habe auch einen Höllenrespekt davor!

Zum Glück "brauche" ich im Moment nicht jeden Tag eine, weil ich die größten Probs "nur" beim S-Bahn-Fahren habe, so dass ich sie nur vier Tage die Woche nehme und dann morgens eine halbe -vor der Hinfahrt - und mittags eine Halbe - vor der Rückfahrt - . Morgen früh will ich es das erste Mal seit zwei Wochen ohne Xanax S-Bahn-fahren, zumindest Morgens, da es eigentlich bei mir nur Mittags richtig schlimm ist - drück mir die Daumen! :-)

Dass mit dem Therapeuten ist schwierig zu beurteilen. Du hast ja auf meiner HP gesehen, dass ich eine Menge Erfahrung und somit auch Ahnung über die Krankheit habe, allerdings kann ich natürlich als Laie nicht sagen "Du brauchst einen", "Du brauchst keinen....."

Ich würde an Deiner Stelle einfach mal zu einem einmaligen Termin zu einem Neurologen oder Psychiater gehen, zur Beratung. Schaden kann das auf keinen Fall.

Es ist richtig, dass in den meisten Fällen das Patentrezept lautet: Sich seinen Ängsten stellen. Doch Du weißt ja inzwischen selber, dass das nicht so einfach ist. Ich z.B. habe es jahrelang geschafft und nun ist es vor einem halben Jahr doch wieder eingebrochen.

Bei Dir müsste es einfacher sein, denn je kürzer man die "Krankheit" hat, desto schneller ist sie auch wegzubekommen, bzw. umso schneller lernt man, seine Denkstruktur wieder umzuwandeln. Für mich ist es nach 15 Jahren natürlich furchtbar schwer, es ist, als wenn man sich das Rauchen abgewöhnt, ja sogar, als müsse man sich das Essen oder Pipimachen abgewöhnen; also etwas verlernen, dass man jahrelang "tut". Das ist das eigentliche Problem und deshalb wird auch bei den Therapien dort angefangen. Ich denke, bei Dir -wie auch bei vielen anderen- wird das "Pferd von hinten aufgezäumt" - nämlich mit Medis angefangen. Das halte ich für völlig gefährlich, denn dadurch lernst Du ja, dass es Dir mit Medis gut geht, also warum sollst Du diese blöden Attacken noch mitmachen?

Versuche in die Situationen reinzugehen, die Dir solche Panik machen! Stehe sie durch! Versuche, die Panik/Angst ZUZULASSEN. Es ist nicht schön, ich weiß das, aber es ist der einzig richtige Weg, den ich bisher gefunden habe - auch wenn ich momentan eine kleine Abzweigung nehme mit den Xanx, so bin ich mir sicher, dass diese Abzweigung wieder auf den richtigen Weg (s.o.) führt.

Ich hoffe, Dich nochmal auf meiner HP zu sehen, wir haben heute Abend übrigens Chattreff, von 20:30 Uhr bis ???....(wenn keiner da ist, warte ich allerdings nur bis 21:30 Uhr).

Liebe Grüße

Isa

Jlu]liHa Stemebergxer


schwer ohne Therapie

Hallo Natraj!

Habe ähnliche Erfahrung machen müssen, leide unter Angst- und Panikattacken seit ca. 2 Jahren. Hab anfangs auch geglaubt und probiert mich selbst zu therapieren, wann/wie/ kommt die Angst, wie verschwindet sie?!

Irgendwann konnte ich dann alleine nicht mehr, die Kraft verließ mich und ich dachte schon, jetzt ist es soweit ich bin verrückt!

Machte dann Therapie und in kleinen Schritten bekam ich wieder Licht in mein Leben. In Verbindung mit "Xanor" ein halbes Jahr (tgl. 1x) gings rapide bergauf. (macht nicht süchtig!!!)

Mein Arzt sagte auch, dass man dieses Mittel (Xanor) ohne Bedenken jederzeit wieder einsetzen kann. Bis dieses wieder anspricht, dauert es allerdings 3 Wochen!

Viel Glück und Kraft wünscht

;-) Lausinchen

I`sabpelxl


@Lausinchen

VORSICHT!!!!!!!!!!

Meinst du wirklich "Xanor"???

Das macht süchtig und zwar sehr schnell!

Es gehört in die Guppe der Tranqillizer! Entweder hast Du da eine falsche Info vom Arzt, hast den Namen falsch geschrieben, oder etwas mißverstanden!

Es hat auch keine Wirkzeit von drei Wochen, sondern ist ein Soforthelfer!

Diese Medis mit einer Wirkzeit von 3-6 Wochen kann man auch nicht im Bedarfsfall einnehmen, sondern muß sie regelmäßig nehmen, damit sie auch wirken, meist handelt es sich dabei um Antidepressiva. Diese sind nicht süchtigmachend.

Hier noch ein Ausschnitt über Xanor(Österreich) oder Xanax (Deutschland):

>>Alprazolam (so heißt die chemische Substanz, die unter verschiedenen Handelsnamen bekannt ist) ist weltweit der einzige Tranquilizer, der die Indikation für Panikattacken geschafft hat – und ist auch nicht besser als andere, aber dafür vielleicht ein wenig gefährlicher wegen der rascheren Wirkung, die zu schnellerer Abhängigkeit führt<<

Lausinchen, wechsele den Arzt, denn scheinbar bist Du bei dem nicht gut dran, er hat Dich falsch aufgeklärt, Du bringst da ziemlich viel durcheinander.

Gehe zu einem Arzt, der Dir dann hilft, von den Xanor wieder runterzukommen, Du mußt die nämlich "ausschleichen", nach einem halben Jahr bist Du nämlich suchtgefährdet, wenn nicht schon süchtig!

Solltest Du Dich nur vertippt haben bei dem Namen, so wäre ich sehr erleichtert!

Liebe Grüße und melde Dich nochmal!

Isa

L.au+sin6cxhen


uupppsssss .....

Hallo Isa!

Danke für diese informative Aufklärung, ich hab mich wirklich geirrt!! Hab in meinen Aufzeichnungen nachgesehen und es war nicht XANOR sondern SEROXAT!!

Ja Xanor hab ich nur in Notfällen genommen.

Ich hoffe, ich hab da nicht all zu viel für Verwirrung gesorgt!

Liebe Grüße

Lausinchen

IAs[a]bell


*freu*

Gott sei dank!

Ich konnte es mir ja auch fast gar nicht vorstellen, dass ein Arzt solch einen Müll erzählt, aber man weiß ja nie... :-)

Ich nehme Xanax auch nur im Notfall, seit einer Woche habe ich gar keine mehr genommen *toi,toi,toi*

Ich wünsche Dir alles Gute!

Liebe Grüße

Isa

Ahm7izdal)ah


Medikamente

Ja leider kann ich mich in die Erfahrungsliste einreihen, daß heißt eigentlich kann ich es heute wo ich es geschafft habe die Angst nach vielen Jahren zu besiegen sogar sagen, daß es eine Bereicherung war. Ich habe so viel über mich gelernt und kann mein ´Leben jetzt wirklich geniessen. Sollte noch mal nur ein leichter Anflug einer Panikattacke kommen (mehr ist es im allgemeinen dann nicht mehr) weiß ich, daß irgendetwas falsch läuft.

Nun zum eigentlichen Thema, ich habe die Erfahrungen gemacht, daß Medikamente mir persönlich in keinster Weise geholfen haben, im Gegenteil, die Ängste hatten bei mir immer viel mit unterdrückten nicht zugelassenen Gefühlen zu tun. Ich mußte immer den Grund für die Angst finden und daran arbeiten. Schließlich will mein Körper mir mit der Angst etwas sagen.

Aber wem es hiflt, der sollte auf jeden Fall darauf achten, daß er nichts nimmt, wovon er abhängig werden kann.

Alles Gute Euche allen.

IdsabFell


Liebe Amidalah,

mir geht es da so wie Dir, auch ich halte nicht viel von Medikamenten.

Doch als die Krankheit nach Jahren dieses Jahr bei mir wieder ausbrach, sah ich einfach keine andere Möglichkeit. Ich versuchte es mit Buspiron, einem Medikament gegen die Angst, nicht süchtigmachend. Doch nachdem ich es drei Monate nahm, habe ich es ausgeschlichen. Nicht, weil es nicht half oder die Nebenwirkungen zu stark waren, nein, ich konnte es nicht mit mir vereinbaren, mit Medis leben zu müssen. Ich wollte es aus eigener Kraft schaffen. Nun nehme ich die Buspiron schon 3 Monate nicht mehr und wie gesagt, nur im Notfall Xanax, was mich hinterher aber oft auch ärgert, weil ich mir denke, ich hätte es auch so schaffen können.

Meistens schaffe ich es inzwischen ohne und ich bin ehrlich gesagt sehr stolz auf mich, dass ich aus diesem erneuten "Angstloch" im großen und ganzen ohne Medis rausgekommen bin.

Liebe Grüße

Isa

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