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Borderline

Glro ssxie


@ Lilian:

Mach doch in der Tagesklinik einfach mal einen Termin für ein Vorgespräch aus, dann kannst du dich ja informieren und dir mal den Therapieplan oder Wochenplan zeigen lassen. Also, die Tageskliniken, die ich kenne, sind Therapie pur, manchmal schon ein bißchen viel davon!

Wo ich jetzt bin, gibt es jeden Tag 3 große Therapieblöcke, z.B. Gesprächsgruppe, soziales Kompetenztraining, Ergotherapie, Musiktherapie, Gestaltung, Sport und Bewegung, Entspannung, Genusstraining usw.

Manches hört sich viell. ein bißchen komisch an, aber ich habe alles schätzen gelernt, obwohl ich am Anfang sehr skeptisch war! Ich dachte, Gesprächsgruppen sind nichts für mich, kann eh nicht vor andern reden, mich beschäftigen kann ich alleine, dafür brauch ich keine Ergo und musikalisch bin ich nun mal nicht...

Aber ich hab mich einfach mal drauf eingelassen und bin total froh darüber!

Am Wochenende findet dort nichts statt, nur Mo-Fr 7:45 bis 15:45, danach ist man aber auch echt platt!

Viele Grüße @:)

Kzatekr8x0


Vicky,

klar versteh ich das. Grenzen ziehen und einhalten ist eine sehr wichtige Sache. Und daß ein Partner einem durch seine pure Anwesenheit einem unglaublich Kraft geben kann auch!

Was ich nur mal selber gern wüßte.. was kann man tun, wenn man seinen Partner sieht und dessen Probleme und wie er damit nicht fertig wird, man selber aber wirklich ganz genau weiß, wie er da rauskommt. Nur der Partner will davon nichts hören und quält sich lieber weiter.. da bleibt doch früher oder später nur der Arschtritt!?

Vnickyd75


@ Kater

eine Therapie kann nur funktionieren,wenn der Betroffene mitmacht.Und die Erkenntnis muss jeder selber bekommen, dass ist bei den meisten pychischen Erkrankungen so. Der Partner kann ne Hilfe sein, sollte aber niemalsTherapeutinfunktion einnnehmen, dass ist meiner Meinung nach sehr wichtig.

KFatXerx80


siehst du, was ich meine? Allein zu sagen "ok, du willst nichts tun und ich nehme Schaden, wenn ich das noch lange mittragen muß, also muß ich dich verlassen" kommt einer Erpressung gleich.. aber es abzuwarten auch.

Wie soll man mit so einer Zwickmühle umgehen, vor allem, wenn man den Partner über alles liebt? Wenn eine Änderung nicht mehr aufschiebbar ist: Kopfentscheidung (und dadurch leiden) oder emotionales Leiden (wegen Ausweglosigkeit)?

L5ili$axn


Kater

ich kenne deine geschichte nicht. lese grad die letzten beiträge hier von dir. du bist in einer bl-beziehung?

genau das habe ich hinter mir. bin als gesunde und lebensfrohe frau in diese beziehung. absolut unwissend, mit "wem" ich es zu tun habe.

irgendwann kam die erkenntnis. tja, da war es für mich schon zu spät. ich hing in der co-abhängigkeit drin. war innerlich schon total kaputt. die ganze manipulation wurde mir erst viel später klar.

ich wollte ihn zur therapie "bewegen". jede bitte, jder verzweielte kampf war umsonst. mir ging es immer schlechter. irgendwann kam nur der wunsch:abhauen. nur noch abhauen. ich konnte nicht mehr. und dann zog ich aus.

ich dachte, mit meinem umzug ist alles wieder gut.

nein.

ein irrtum.

es geht bergab. immer nur bergab.

ich muss jetzt eine therapie machen. ich, die helfen wollte. die für disen mann versucht hat, das leben schöner werden zu lassen.

heute weiß ich, es war von vornherein ein nicht zu gewinnender kampf.

er wollte keine therapie. er sah nicht ein, dass da was nicht in ordnung war.

jetzt lebe ich zum teil sein leben. hab probleme in meiner beziehung. nur, jetzt bin ich der part, der "unmöglich" ist. der ganz schnell den schalter umlegt. unberechenbar. ach, einfach unglaublich.

eine fremde persönlichkeit ist in mir.

dinge, die mir angst machten, lebe ich jetzt.

ich wünsche mir nur, dass das was ärzte und psychologen sagen acu stimmt. dass innerhalb von 6 bis 12 monaten das alles für mich ein ende hat. dass dann diese bl-züge wieder aus mir verschwunden sin. und es sind nur züge. wie klein sind diese doch gegen das echte borderline.

und ich muss sagen, mir machen schon diese züge zu schaffen. ich bin nur noch kraftlos. kenne mich selbst kaum wieder. fremdgesteuert.

aber ich sehe es ein. will häderingend eine gute therapie. nur raus.

lg

Liiliaxn


Grossie

danke für die antort.

genau so etwas stelle ich mir vor. genau das.

wie lange geht das. wie viele wochen?

inwieweit kannst du erste positive dinge im alltag spüren?

lg

G4ros9si+e


Also, im Schnitt geht die Therapie 6 Wochen, ich beginne morgen die 8.Woche und werde auch noch etwas bleiben. Der Arzt kann die Therapie verlängern, solange es nötig ist!

Ich persönlich bin wesentlich offener geworden dadurch, ich stehe zu meiner Krankheit und den Narben, es ist mir egal, was andere darüber denken! Naja, manchmal jedenfalls... :=o

Ich kann meine Gefühle erst mal überhaupt wahrnehmen, manchmal annehmen und benennen, das konnte ich nie!

Da ich ewig Emotionen unterdrückt habe und mich mit vielem nicht auseinander setzen wollte, werde ich jetzt ziemlich überrollt, ich weiß schon, wovor ich mich die ganze Zeit schützen wollte...

Es geht mir daher eher schlechter, aber es ist trotzdem der richtige Weg, es wird nur dauern, alles erst mal rauszulassen, zu akzeptieren und anständig verarbeitet wieder wegzupacken...

K8at4er8x0


Lilian, soweit ich weiß, war es keine Bl-Beziehung. Sie hat vor einigen Wochen Schluß gemacht. Es ist eher davon auszugehen, daß es eine Beziehung zwischen zwei c-PTBSlern war. Da wir aber dieselben Grundsätze hatten, lief es auch sehr gut.. Nur, daß es eben so war, daß ich meine Traumatisierungen nun konsequent seit einigen Jahren zurückbaue und damit mit jedem Schritt etwas besser klarkomme, während sie sich vor sich selbst versteckt und alles nach dem Druckkochtopfprinzip in sich vergräbt.. bis es auf anderen Wegen herausbricht und Probleme bereitet. Jeder liebmeinende Hinweis, daß es doch viel leichter wäre, diese Kraft darauf zu verwenden, den Druck zu reduzieren wurde als Destabilisierungsversuch wie ein direkter Angriff verstanden und mit Gefühlsentzug bestraft.

Gegen eine Bl-Beziehung spricht vor allem, daß wir noch nie einen einzigen Streit hatten, uns noch nichteinmal angegiftet haben, sondern immer sehr offene Gespräche geführt haben..

Es ist die absolut wunderbarste Frau, die ich je getroffen habe (und das sage ich noch, obwohl ich die Trennung nun emotional fast vollkommen verwunden habe), aber mit dieser inneren Panik kann ich sie als Partnerin nicht mehr akzeptieren, selbst, wenn sie noch einmal auf mich zukommen sollte. Mit diesem Weglaufverhalten habe ich meine innere Achtung vor ihr eingebüßt. Insofern wird es auf der Ebene keine Distanzspielchen geben - erst wenn sie sich ändert, bin ich bereit, zurückzukehren.

VLickyx75


Hab mir jetzt mal die letzten Beiträge durchgelesen.

Co-Abhängigkeit ist eine schwere Sache. Jemanden zu lieben und dann zu sehen, dass der Partner, die Probleme nicht sieht oder sich weigert Hilfe anzunehmen. Sicher kommt da auch viel Hilflosigkeit hoch.

Aber so hart es auch ist, der einzigste Weg um nicht selber krank zu werden wie es bei Lilian der Fall ist, ist dann die Beziehung zu beenden. Jemanden zu einer Therapie zu zwingen bringt wie ich schon geschrieben habe garnichts. Ohne die Mitarbeit vom Patient, erreicht auch der beste Therapeut nichts!!!!!

Ich hab von mir aus Hilfe gesucht. Aber ich musste auch erst an einem Punkt ankommen, an dem ich total verzweifelt war und ich nicht mehr gewusst hab wie es weitergehen soll.

Heute bin ich froh, dass ich Hilfe habe und auch mein Freund wird durch Partnergespräche in die Therapie mit einbezogen, was ich sehr sehr wichtig finde. Er hat einiges über die Krankheit Borderline erfahren und kann in Gesprächen mit dem Therapeuten auch sagen, was ihn belastet.

Ja und was ich noch hinzufügen möchte, dass was ich jetzt geschrieben hab gilt meiner Meinung nach für alle psychischen Erkrankungen, nicht nur für Borderliner. Viele Menschen hören über Borderline Menschen immer nur wie schlimm sie sind, extreme Wutausbrüche, Selbstverletzen...viele Therapeuten möchten Borderline Patienten nicht behandeln, hab ich auch schon zu spüren bekommen. Ich hab gelernt meine Erkrankung zu akzeptieren, ich hab einen lieben Freund, der mit mir geht und mir Kraft gibt x:) Menschen mit Borderline sind Überlebenskünster...ja das stimmt!

H&ap3pyMal;li


Hallo ihr lieben... Da bin ich auch mal wieder...

Kann im Moment nicht viel schreiben, weil ich mich irgendwie nicht ausdrücken kann... Weiß auch nicht... :°(

EIgentlich geht es mir gar nicht sooooooo schlecht, aber trotzdem klappt nichts... Habe mir gestern zum Beispiel vorgenommen meine Wohnung tip top zu putzen und habe nicht einmal die hälfte geschafft... Außerdem hab ich wieder schlimme Stimmungsschwankuingen...

f}ehl ercxhen


Hallo,

:°_

Ist irgendwas passiert?Mach dir keine Vorwürfe, das ist 'nur' ne Wohnung die nicht immer tip top aussehen muss. Du hast mit Sicherheit schon ganz viele kleine Schritte geschafft. Kopf hoch!!

Ausserdem find ich es schön was von dir zu hören.

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

HnappXyMallxi


Ne, passiert ist nichts... Jedenfalls nichts weltbewegendes... Keine Ahnung... :-/

b<imXboxo


ich habe irgendwo mal einen Bericht über Borderline gelesen, in dem die Symthome beschrieben wurde. Habe darauf hin dann mal das etwas ausführlichere in Wiki gelesen. Auf Wiki versteht man irgendwie nur die Hälfte bei so viel Fachvokabular. (bin nicht vertraut mit Begriffen wie Neurose usw...)

Jedenfalls wurden in dem einen Bericht dieSymthome normal beschrieben und was mir dabei auffiel war, dass glaube jeder Mensch irgendwelche dieser Ängste schonmal hatte.

Also was ich damit sagen möchte, das sind ja ansich alles Sachen, bei denen man sagt sie seien normal bzw menschlich. Wenn jmd zb kommt und sagt er hat Angst vor etwas neuem, aus der Gewohnten Umgebung auszubrechen, ist das für die meißten Leute schwer und man tröstet sojmden indem man sagt, es sei normal und menschlich.

Also wo muss man dann die Grenze ziehen?

Ab wann hat man dann das Borderline Syndrom?

HnappyMPal`lxi


Hallo bimboo...

Es gibt neun verschiedene Faktoren, die für eine Borderlinestörung Anzeichen sein können. Da jeder Mensch die ein oder andere Verhaltensweise an sich erlebt, bedeutet es aber nicht, dass jeder Mensch BL ist. Bl müssen mindestens fünf der Kriterien erfüllen:

1.verzweifeltes Bemühen, ein reales oder imaginäres Alleinsein zu verhindern.

2.Ein Muster von instabilen und zwischenmenschlichen Beziehungen, das sich durch einen Wechsel zwischen extremer Idealisierung und Abwertung auszeichnet.

3.Identitätsstörung: eine ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder des Gefühls für sich selbst.

4.Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (z.B. Geld ausgeben, Sex, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, Fressanfälle).

5.Wiederkehrende Suizidandrohungen, Suizidandeutungen oder -versuche oder selbstschädigendes Verhalten.

6.Affektive Instabilität, die durch eine ausgeprägte Orientierung an der aktuellen Stimmung gekennzeichnet ist: z.B. starke episodische Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit oder Angst.

7.Chronisches Gefühl der Leere.

8.Unangemessene, starke Wut oder Schwierigkeiten, Wut oder Ärger zu kontrollieren (z.B. häufige Wutausbrüche, andauernder Ärger, wiederholte Prügeleien.

9.Vorübergehende, stressabhängige paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

[[http://www.dr-gumpert.de/html/borderline.html]]

d^anaex87


Hi Happy

Du hast dir zu viel vorgenommen, Süße. ;-) Ich kenn das auch, man fühlt sich im Grunde gut und will die Ziet nutzen um ganz viel zu schaffen, also nimmt frau sich vor die ganze Wohnung zu putzen. Ist natürlich viel zu viel und man schafft nur ein Zimmer so perfekt wie man sich ausgemalt hatte... Und schon ist man wieder irgendwie traurig. schreib dir auf was du alles geschafft hast und du wirst sehen das das total viel ist und du stolz sein kannst @:) @:)

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