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Der Drang "Schlucken zu müssen" macht mich noch wahnsinnig

N1inax7 hat die Diskussion gestartet


Einen guten Morgen an alle,

also ich leide jetzt schon seit 2 Jahren unter Angststörungen, konnte diese aber bis jetzt immer ganz gut selbst in den Griff bekommen. Nur seit geraumer Zeit habe ich ständig das Gefühl schlucken zu müssen, vor allem wenn ich mich beobachtet fühle oder unsicher usw. Das geht so weit, dass ich mich direkt darauf konzentrieren muss zu schlucken um überhaupt wieder das Gefühl zu bekommen richtig atmen zu können. Oftmals wird mir dabei schwindlig, was das allgemeine Unwohlsein natürlich verstärkt und somit auch die Unsicherheit. Ein kleiner Teufelskreislauf sozusagen. Dass dies von der Psyche ausgeht, ist mir vollkommen klar, weil es auf "Genussmittel" wie Kaffee oder Zigaretten schlimmer wird und bei Alkohol völlig vergessen.

Ist der Gang zum Psychologen nun unausweichlich? Wer hatte auch schon mal dieses "Problem" und kann mir vielleicht ein paar Tips geben?

LG

Nina

L

Antworten
a+lt`hea


grüss dich nina,

hast du jemanden mit dem du drüber reden kannst?

wie sehr gehst du damit für dich selbst um?

hast du dich mal damit ausseinander gesetzt was in deinem körper dann passiert?

wie kommst du sonst im allgemeinen damit klar?

was war der damalige auslöser bei dir?

wie lebst du sonst?

das sind lauter faktoren die dabei eine rollen spielen um wirklich drauf zu antworten.

gruss

N~inax7


Hallo althea,

nein ich habe niemanden mit dem ich darüber sprechen kann. Mein Mann weiss zwar, dass ich unter Angststörungen leide, gehört aber zu der Spezies, die mit solchen Dingen überhaupt nicht umgehen kann. Und das Vertrauen in jemand anderen habe ich nicht.

Um ein besseres Verständnis zu geben, erzähl ich Dir ganz kurz meine Geschichte. Angefangen hat es ganz banal mit Höhenangst und auf Dauer kann man mit der leben. Das ging auch etliche Jahre gut. Vor ca. 2 Jahren hatte ich auf der Autobahn eine Panikattacke (bis dahin liebte ich Auto fahren v.a. lange Strecken), woraufhin ich nicht mehr auf die Autobahn bin. Dann kamen schleichend so Dinge, wie Angst vor großen Plätzen und Tunnel usw.. Letztes Jahr habe ich mich mehr oder weniger zu einer Selbst-Konfrontationstherapie gezwungen. Also Autobahnfahren geübt, auf Plätze gegangen, also alles vor was ich Angst hatte. Na ja, letztendlich gibt es nun gute und schlechte Tage. Vor allem wenn ich am Tag davor Alkohol getrunken habe oder viel Kaffee trinke oder Zigaretten im Spiel sind, fällt mir natürlich alles viel schwerer.

(Ähm, hört sich ja furchtbar an. Ne, ich treibe auch Sport und ernähre mich gesund, aber ab und zu....)

Hmm, letztendlich läuft es darauf raus, dass mir mein Selbstbewusstsein flöten gegangen ist. Vor allem bei dieser Schluckerei merke ich das. Zu Hause habe ich das nicht, auch nicht in gewohnten Situationen, aber wenn ich mir einbilde dass mich Leute beobachten, ob bei einer Unterhaltung oder beim Einkaufen oder sonstiges, muss ich die ganze Zeit dahinschlucken.

Allgemein komme ich damit nur schwer klar, weil ich früher ein sehr geselliger und auch selbstbewusster Typ war. Was in meinem Körper vorgeht kann ich dabei nicht sagen. Ich denke, dass es eine Schutmaßnahme ist. Den Auslöser suche ich für die ganze Situation schon seit langem, kann es mir aber nicht so richtig erklären.

Jetzt ist es doch ziemlich lang geworden, aber ich hoffe, dass es zum besseren Verständnis beigetragen hat ???

LG

a{lthlexa


hallo nina,

nein das hört sich nicht schlimm oder verrückt an ;-) ich kenn das gut, wenn ich am abend davor getrunken habe (zumindestens wars ne zeitlang so, im moment ist es ok) dann hab ich am nächsten tag doppelte reue weil panik attacken etc einherrgehen als hätte ich nen freifahrtschein dafür ausgestellt :-/

Was in meinem Körper vorgeht kann ich dabei nicht sagen.

schau dir bitte mal: [[http://www.panik-attacken.de]] an, das ist ne prima seite die dinge sehr gut erklärt und du damit ein gefühl für deine körperreaktionen bekommst und damit dinge besser abschätzen und abwägen kannst - mir hat das sehr geholfen indem ich erstmal wuste was in mir überhaupt vor sich geht.

Und das Vertrauen in jemand anderen habe ich nicht.

heisst das aber doch nicht (reine verständniss frage) das du deinem mann dahingehend eigentlich auch nicht vertraun kannst weil:

gehört aber zu der Spezies, die mit solchen Dingen überhaupt nicht umgehen kann

? ich finde es merkwürdig mit nem menschen leben und lieben zu wolln aber so ein dermassen essenzielle sache wie angst und panik attacken als nichts abzutun und drüber weder was hören noch stützend bei seite stehen wolln. mir fehlt da die grundbasis, der mensch verändert sich aber er bleibt doch trotzdem der für den man sich entschieden hat, weil man ihn liebt und eigentlich doch auch alles mit ihm tragen will ...

du wirst auf dauer nicht drumm rum kommen "farbe zu bekennen" und dir eine bezugsperson dafür zu suchen, seis ein psych oder ein freund/freundin.

Letztes Jahr habe ich mich mehr oder weniger zu einer Selbst-Konfrontationstherapie gezwungen

das ist sehr gut! ist zwar hart - ich weis das selbst weil ich das selbst mache bzw gemacht hab. wie gut hat das angeschlagen? bist du weiterhin am ball geblieben oder haste dir gesagt "die sache kann ich jetzt, jetzt kann ich es auch sein lassen das zu üben".

als du die attacke vor 2 jahren im auto hattest (was übrigends sehr typisch ist ;-)), was ist davor passiert? warst du im stress? ist familär was passiert? warum konnte sich deine nerven nur so entladen und dir zeigen das was im argen liegt?

achja, du würdest staunen wieviele leute es gibt die angst attacken kennen, panik attacken nun nicht so aber die angst sitzt bei vielen leuten tief, das soll dir sagen das du damit nicht alleine bist und damit vorallem nicht anders wie andere leute, vorallem bist du nicht schlechter.

deine nerven reagieren halt einfach über und da kann man nur schwer was dagegen tun - schau dir dazu die seite an!

weil ich früher ein sehr geselliger und auch selbstbewusster Typ war

auch das kenne ich gut! aber kopf in den sand ist nicht weil nicht tragbar für einen selbst.

bis bald

NQinxa7


Guten Morgen althea,

erstmal Danke für Deine ausführliche Antwort.

Ist eigentlich schade, wenn man einen schönen Abend mit Freunden hat und gemütlich Wein trinkt und im Hinterkopf denkt man schon wieder an den nächsten Tag :-/ So gehts mir zumindest.

Danke auch für den Tip der Seite, die kenn ich aber eh schon in und auswendig. Mit der Aussage, das ich nicht weiß was vorgeht, meinte ich in erster Linie dieser Schluckerei. Normalerweise wird ja beschrieben, dass bei Angst oder Attacken der Blutdruck steigt bzw. Adrenalin und das dadurch eine Ohnmacht nicht auftreten kann. Ich bin aber jetzt schon zweimal umgefallen, weil mir durch diese ewige Schluckerei einfach schlecht wurde. Körperliche Ursachen wurden vom Arzt ausgeschlossen. Es ist halt so: erst schlucken dann Angst. Ich muss grade feststellen, dass es gar nicht leicht zu erklären ist.

Im Bezug auf meinen Mann meinte ich das nicht böse. Es ist bei ihm einfach Hilflosigkeit. Er hat mich als strotzend selbstbewusste gesunde Frau kennen gelernt und nach aussen hin merkt man mir auch überhaupt nichts an. Und ich muss dazu sagen, wenn eine Situation entstanden ist (z.B. dass ich auf die Autobahn musste) ist er mir sofort zur Seite gestanden. Er kann sich das alles definitiv nicht vorstellen. Seine Meinung ist, dass der Körper sich verändert, aber das diese Veränderung irgendwann auch wieder in eine andere Richtung schlägt. Das dies nicht von alleine geschieht ist ihm, glaube ich, nicht so recht bewusst.

So, eine andere Vertrauensperson kommt nicht in Frage. Meine beste Freundin wohnt 600km weit weg und sonst habe ich nur Bekannte.

Die Selbst-Konfrontation läuft an sich ganz gut. Ist halt immer eine Überwindung, aber es funktioniert. Ich gehe auch immer wieder in Situationen, die ich meiner Meinung nach schon beherrsche. Es wird immer geübt ;-)

Die Attacke im Auto kam völlig überraschend und deswegen grübel ich schon oft über die Ursachen nach. Wenn familiärer oder beruflicher Stress das ausgelöst hätten, dann wäre ich schon 10 Jahre früher fällig gewesen. Vielleicht hat sich's auch nur alles so weit angestaut, dass ich eh schon mehr oder weniger auf einer Bombe gesessen bin.

Ne, Kopf in den Sand stecken kommt nicht in Frage :)^

Ich denke, dass ich auf alle Fälle Hilfe in Anspruch nehmen werde. Ich wohne nur in einer sehr ländlichen Gegend und Therapeuten sind sehr rar gesät. Aber ich habe gestern eine Seite entdeckt: [[http://angstambulanz.de]]. Wär schön, wenn Du's Dir anschauen würdest und Deine Meinung schreibst. Ich glaub ich hab mal in einem anderen Thread gelesen, dass Du nicht begeistert bist von Therapie, oder?

Wär schön von Dir zu hören *:)

bis dahin

LG

amlthfea


schönen guten morgen dir auch nina ;-)

gemütlich Wein trinkt und im Hinterkopf denkt man schon wieder an den nächsten Tag

jupp das kenn ich! aber da drann kann man arbeiten indem man sich immer wieder in den kopf ruft "geniese das jetzt und achte nicht auf das wie es dir morgen geht", das ist ein längerer prozess und man muss sich dafür lange zeit nehmen aber irgendwann ist es ein selbstläufer - rückschläge gibt es jedoch immer und die muss man einkalkulieren ;-)

Ich bin aber jetzt schon zweimal umgefallen, weil mir durch diese ewige Schluckerei einfach schlecht wurde

kann es nicht eher sein das du anfängst zu schlucken weil dir schlecht ist? läuft dir da der schpeichel zusammen im mund? und kanns dann net sein das du aufhörst zu atmen? bzw eine verkrampfte atmung bekommst? (stichwort hyperventilation oder einfach vor lauter verkrampfung das sich die muskeln verkrampfen..)

Ich muss grade feststellen, dass es gar nicht leicht zu erklären ist.

das glaub ich dir ;-) wir wühlen hier ja auch in dir rum und da muss man erstmal selbst einige dinge bei sich hinterfragen und seine gefühle richtig lokalisieren. :-)

Seine Meinung ist, dass der Körper sich verändert, aber das diese Veränderung irgendwann auch wieder in eine andere Richtung schlägt

ich danke dir für das lüften um deinen mann :)^ so stellt sich das ganze ja sehr viel anders dar als bis jetzt geglaubt von mir *sehr gut find*

im grunde hat er damit nicht unrecht, es dauert halt seine zeit und man lernt damit zu leben (hoff ich ja auch bei mir selbst). hilflosigkeit dem gegenüber ist nachollziehbar für ihn selbst. vielleihct solltest du ihm mal die seite zum lesen geben die ich dir gegeben habe, damit er das körperliche und das neurale nervensystem besser verstehen lernt bei dir - wenn es ihm hilft mit der situation besser klar zu kommen.

Er hat mich als strotzend selbstbewusste gesunde Frau kennen gelernt

liebe nina, menschen verändern sich und menschen erleben dinge die einen dazu antreiben sachen die einem gestern noch wichtig waren heute als "Nichts" abzutun. das ist leider so aber es kommt vor, öffters als man denken möge - deswegen mach dir keine vorwürfe das nun nun "anders" bist, du könntest es auch so sehen "ich habe damit in einen bereich hinneingeschaut der mir sonst für immer verschlossen geblieben ist", ich will damit sagen das man auch da draus was positives sehen kann, anstatt nur alles als negativ abzutun, was nur unglücklich macht.

So, eine andere Vertrauensperson kommt nicht in Frage. Meine beste Freundin wohnt 600km weit weg und sonst habe ich nur Bekannte.

hm das ist dann natürlich schwierig, kannst du mit deiner besten freundin wenigstens drüber reden? was ist den bekannte, gibts da keinen den du da "Näher an dich rannlassen kannst"? dem es vielleicht änlich geht mit manchen dingen? - das "gute" liegt manchmal näher als man meinen würde.

Es wird immer geübt

prima :)^ weiter so und nicht aufhören das zu tun @:)

dass ich eh schon mehr oder weniger auf einer Bombe gesessen bin.

das stimmt zu 100%, sollche dinge staun sich häufig über jahre oder jahrzehnte auf und brechen dann los mit voller macht das man dem hilflos gegenüber steht und das ganze leben ändert sich von einer sekunde auf die nächste :-/

es gibt nur meistens den berühmten tropfen im fass, der es dann zum überlaufen gebracht hat. deswegen meine frage, zu sehr drüber grübeln sollte man nicht, da man ja nicht in den gleichen verhalltensweisen verharren soll.

Ich glaub ich hab mal in einem anderen Thread gelesen, dass Du nicht begeistert bist von Therapie, oder?

nene nina, ich war mal in therapie aber die psych hatte null ahnung davon, nach der 8 std hatte ich ne recht saftige panik attacke bei ihr auf der couch und diese wartete bis sie vorrüber ging, du musst dir die situation vorstelln, ich lag auf der couch weil ich nimmer sitzten konnte und sie schwieg %-|

ich hab die stunde also nach ner halben stunde abgebrochen und bin nicht mehr hin weil sie damit nicht klar gekommen ist ...

manchmal sage ich mir auch ich sollte noch mal zu nem thera gehen aber ich hab panik davor - im moment, für manche menschen führt der einzige weg dort hin und ich unterstütze das auch sehr und das sollte man dann auch tun, nur eben für mich selbst sehe ich das nicht als den 100% weg an - naja je nach tagesform *g*

die seite schau ich mir sehr gerne an! der erste blick sagt mir das ich sie noch net kenn.

werd meine meinung dann noch heute oder morgen an dich weiter geben.

sorry mehr als einen beitrag am tag der so tief geht ist einfach nicht drinn für mich selbst und da ich damit ja auch in mir selbst wühlen muss ist das ganze halt auch ansträngend - kennst vielleicht selbst ;-)

gruss

bis später und schönes wochende

N7ina7


Hallo althea,

kann leider am Wochenende nicht schreiben, weil ich momentan nur im Büro online gehen kann.

kann es nicht eher sein das du anfängst zu schlucken weil dir schlecht ist? läuft dir da der schpeichel zusammen im mund? und kanns dann net sein das du aufhörst zu atmen? bzw eine verkrampfte atmung bekommst? (stichwort hyperventilation oder einfach vor lauter verkrampfung das sich die muskeln verkrampfen..)

Also schlecht ist mir zu dem Zeitpunkt noch nicht, aber ich verkrampfe mich dann tatsächlich und muss mich darauf konzentrieren normal weiter zu atmen.

vielleicht solltest du ihm mal die seite zum lesen geben die ich dir gegeben habe, damit er das körperliche und das neurale nervensystem besser verstehen lernt bei dir - wenn es ihm hilft mit der situation besser klar zu kommen.

Ich hatte ihm schon einmal einen super Artikel gegeben, den er auch dann gelesen hat, aber er kann sich da einfach nicht reinfühlen. Dieses Wochenende habe ich auch wieder probiert mit ihm über meine Probleme zu reden und das ich Hilfe benötigen würde, aber er macht da leider immer dicht. Bin in die Richtung ein wenig ratlos.

"ich habe damit in einen bereich hinneingeschaut der mir sonst für immer verschlossen geblieben ist", ich will damit sagen das man auch da draus was positives sehen kann, anstatt nur alles als negativ abzutun, was nur unglücklich macht.

Das habe ich für mich auch schon so gesehen und auch selbst gemerkt, dass ich in manchen Situationen viel einfühlsamer auf andere Menschen eingehen kann. Gehts Dir da auch so?

Mit meiner Freundin habe ich mal drüber gesprochen, aber so richtig rüber kam das nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass es schon blöd ist nur am Telefon darüber zu reden.

Mensch, aber das ist ja auch ein Hammer, wenn Du die volle Attacke hast und die Thera zusieht. Was hat die denn danach gesagt, also wie's Dir dann wieder besser ging?

Das kann ich natürlich verstehen, dass Du nun Angst davor hast einen Thera aufzusuchen. Aber vielleicht schaffst Du´s ja doch irgendwann. Würde eigentlich zu unserer Konfrontationstherapie passen, oder :-/

Ach ja, die eine Seite, die ich meinte kann man vergessen. Ich bin ein bisschen gesurft und hab gelesen, dass dieser Herr ein ziemlicher Betrüger ist.

Mensch, das ist gar nicht so einfach einen Thera zu finden. Ich könnte mich da so aufregen, weil so viele versuchen mit den psychischen Problemen anderer Kohle zu machen. Widerlich.

Na ja, bin ja mal gespannt, wie das alles weitergeht....

Ich schick Dir mal übers Netz ganz viele Grüße @:) und viel Kraft für diese Woche :)^

Nina

N~ixna7


sch....hat irgendwie mit den Zitaten nicht hingehauen. Hoffe Du verstehst trotzdem was ich geschrieben habe |-o

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