» »

Angst vorm leben

aennal0enchQevn hat die Diskussion gestartet


ich schaffs einfach nicht zu leben. es ist alles so anstrengend. ich fühle mich dem einfach nicht gewachsen und nicht überlebensfähig. :°(

gestern meinte meine therapeutin, ich hätte nach abschluss der schule einen "ausflug ins leben gemacht", der jetzt aber wohl beendet ist.

ich bin nach dem abitur in eine andere stadt gezogen, von zuhause weg, habe mir dort eine wohnung gesucht, habe eine ausbildung angefangen, bin etwas mehr selbstständig geworden und habe endlich meinen ersten freund gefunden. habe ein wenig vom leben geschnuppert.

aber jetzt habe ich das alles wieder verloren, meine gesamte selbstständigkeit dahin, wohne wieder bei meinen eltern und vegetiere in meinem zimmer vor mich hin vor lauter angst, in meiner eigenen wohnung halte ich es nicht aus, werde wohl kündigen, die ausbildung werde ich auch dank unzähligen fehlstunden aufgeben müssen, und mein freund hat mich von heute auf morgen fallengelassen.

ich meine ich habs ja versucht, ich wollte auch leben, wollte kämpfen trotz ständigen ängsten, aber ich habs nicht geschafft, es scheint für mich alles so unerreichbar. wenn ich in meine zukunft sehe, sehe ich nichts, nur eine großes schwarzes loch. :°( :°( :°(

ich habe angst davor erwachsen zu sein, ich habe angst dass ich anforderungen, leistungen nicht erbringen kann, habe angst vor verantwortung, schlichtweg ich hab totale angst vorm leben. und die zeit vergeht, ich werde älter, aber komme nicht voran, habe nichts geschafft. ich will nicht älter werden, ich will nicht, dass meine eltern älter werden und irgendwann nicht mehr da sein werden. ich habe angst vor diesen veränderungen. sie lähmen mich so und bringen mich zur verzweiflung. :°(

und ich habe niemanden mit dem ich reden kann. freunde habe ich nicht. meine eltern will ich nich ständig damit belasten. habe nur meine therapeutin. aber nur das ambulante reicht halt nicht. jetzt will ich in eine tagesklinik, aber es wird noch so lange dauern bis ich dort hin kann. :°(

ich möchte doch einfach wieder freude am leben finden, anfangen weiterzuleben, einen sinn für mich finden. im moment denke ich nur, dass ich sterben will. ich schaff das alles einfach nicht. ich finde keinen sinn. ich hab das gefühl, ich habe endgültig verloren. keine kraft mehr. :°( :°( :°( :°( :°(

vielleicht geht es ja jemandem ähnlich...

:°( :°(

Antworten
K}er$r"y2


gestern meinte meine therapeutin, ich hätte nach abschluss der schule einen "ausflug ins leben gemacht", der jetzt aber wohl beendet ist.

Finde ich passend, nachdem was ich hier lese.

ich bin nach dem abitur in eine andere stadt gezogen, von zuhause weg, habe mir dort eine wohnung gesucht, habe eine ausbildung angefangen, bin etwas mehr selbstständig geworden und habe endlich meinen ersten freund gefunden. habe ein wenig vom leben geschnuppert.

Super Leistung. Aber was ist passiert? Hier lässt Du eine Lücke. Es geht einem Menschen nicht gut und dann aus heiterem Himmel ist alles schlecht. Da MUSS was vorgefallen sein.

ich meine ich habs ja versucht, ich wollte auch leben, wollte kämpfen trotz ständigen ängsten, aber ich habs nicht geschafft,

Das ist nicht wahr. Du hast es geschafft...eine Weile und dann ist was passiert. Was war das?

es scheint für mich alles so unerreichbar.

Du hattest es bereits geschafft, also NICHT unerreichbar. Wenn es unerreichbar wäre, wärst Du NIE ausgezogen.

ich habe angst davor erwachsen zu sein, ich habe angst dass ich anforderungen, leistungen nicht erbringen kann, habe angst vor verantwortung, schlichtweg ich hab totale angst vorm leben.

Du warst doch schon dabei. Nochmal...was ist passiert?

und die zeit vergeht, ich werde älter, aber komme nicht voran, habe nichts geschafft.

Setze Dich nicht zusätzlich unter Druck und doch, Du hast doch was geschafft, hast es aber rückgängig gemacht. Nicht alles. Du hast Dein Abi. Das schafft nicht jeder.

ich will nicht älter werden, ich will nicht,

Das wirst Du, egal, was Du willst.

dass meine eltern älter werden und irgendwann nicht mehr da sein werden.

Das wird aber passieren. Sorry.

ich habe angst vor diesen veränderungen. sie lähmen mich so und bringen mich zur verzweiflung.

Weil Du darauf fixiert bist, auf diese Ängste. Die hindern Dich am Leben. Dein Eltern kannst Du auch nicht beschützen, indem Du bei ihnen bleibst.

und ich habe niemanden mit dem ich reden kann.

Geht das nicht mit Deiner Therapeutin?

aber nur das ambulante reicht halt nicht. jetzt will ich in eine tagesklinik

Was sagt Deine Therapeutin dazu?

ich hab das gefühl, ich habe endgültig verloren. keine kraft mehr.

Irgendwas muss passiert sein. Das kommt nicht von heute auf morgen.

a0nnalAenchxen


danke für deine antwort. das baut mich ein wenig auf.

konkret vorgefallen ist nichts. ich denke es ist einfach die tatsache, dass soviel neues auf mich eingestürzt ist und ich schlichtweg damit überfordert war und bin.

das erste ausbildungsjahr hatte ja noch ganz gut geklappt. es hat mich zwar alles sehr geschlaucht, aber ich habs einfach gemacht ohne nachzudenken. auch hatte ich lange schwierigkeiten mich daran zu gewöhnen, dass ich plötzlich einen freund hatte. das war zwar alles sehr schön, aber da ich vorher immer allein war, nicht mal richtige freunde hatte und nähe für mich ein ziemlich großes problem darstellte, war das eine ziemliche anforderung.

ich weiß nicht, irgendwann kam wohl der knackpunkt, an dem mir das alles bewusst wurde. so langsam ging mir die kraft aus und alles machte mir wahnsinnige angst, dass ich das nicht schaffen könnte. ich fehlte immer öfter in der schule (schulische ausbildung) und wenn mein freund da war, ging es mir oftmals sehr schlecht, so dass wir nie viel unternehmen konnten. wir hatten eine fernbeziehung. außerde hatte ich auch wahnsinnige angst, was danach, nach der ausbildung, kommt. irgendeine berufliche perspektive hatte ich nicht.

und dann fing es an, dass mir alles so unecht und fremd vorkam. ich hatte das gefühl mich irgendwo verloren zu haben. das ich nicht mehr in meinem eigenen leben stand. das machte mir nochmehr angst. von da an ging alles bergab. ich kam einfach mit nichts mehr klar, ich fühlte mich nicht mehr als ich und das wollte ich nicht akzeptieren. :°( :°(

immer öfter dachte ich nun daran, dass mein leben vorbei ist und ich nicht mehr leben will, weil ich das einfach alles nicht mehr ertrug und ich nur noch vor allem angst hatte. :°(

seit dezember war ich jetzt nicht mehr in der schule. anfang januar war ich kurz in einer klinik, aber das war ein absoluter reinfall. mobbing durch andere patienten, die schwestern schauten tatenlos zu und unprofessionelle therapeuten. das hätte mir nie und nimmer geholfen.

dann hatte ich wieder den entschluss gefasst zur schule zu gehen. aber es ging einfach nicht. irgendetwas hinderte mich daran. ich hab nur noch angst. deshalb denke ich eine tagesklinik wäre jetzt eine möglichkeit. meine therapeutin unterstützt das auch.

ich hab mich noch nie so schrecklich gefühlt wie im moment. ich fühle mich wirklich wie tot. ich hab solche angst vor der zukunft, weil ich da einfach nichts sehe. das leben, eine riesige mauer, die ich wohl nie überwinden werde. ich weiß es nicht. ich weiß nicht was ich noch machen soll. ich möchte mich einfach wieder bereit für das leben fühlen. und ich hab solche angst :°( :°( :°( :°( :°(

KWundla,lili


Liebes annalenchen

Dein Text hat mich sehr berüht. :°_

So und nun zu meinen Gedanken dazu:

Du hast nach Deiner Schule sehr viel geleistet und warst da auch sehr mutig und stark. ( Es gibt nicht so viele Menschen, die den Mut haben sich gleich nach der Schule aus ihrer Elterlichenumgebung zu lösen. )

Du schreibst , das Du durch die Überforderung in dieses Loch gefallen bist.... sowas kann vorkommen. Und hier die gute Nachricht, wenn Du das einmal geschafft hast so stark zu sein, kannst Du es auch wieder schaffen !

Das mit Deiner Angst ist natürlich ein großes Problem und es ist lösbar . Die Idee mit der Tagesklinik finde ich gut, und wünsche Dir das Du das bald umsetzen kannst. Es ist auch gut, das Du Dir Hilfe holst. Vieleicht findest Du in der Tagesklinik fähige Therapeuten, die es schaffen Dir Erfolgserlebnisse und ein positiveres Selbstbild zuvermitteln.

Angst , hat jeder Mensch - das ist nichts >unnormales< oder krankes, die Frage ist nur wie wir damit umgehen. Was ist passiert, das Du Dich mit mal so fürchtest ? - Die Frage wurde hier schon gestellt, und ich frage mich halt wie es kam das >Du Dich verlohren< glaubst und wenn wir etwas verlieren können wir es auch wiederfinden. Ich wünsche Dir viel Glück und Mut bei Deiner Suche. :)*

Kwercryx2


Kundalilli hat recht. Vielleicht war alles auf einmal zu versuchen einfach zuviel für Dich. Kannst Du das hier geschriebene mit Deiner Therapeutin besprechen oder warum willst Du in eine Tagesklinik?

a8nnaylenchexn


hallo,

eben das ist es. ich kann damit nicht umgehen. diese angst sieht für mich unlösbar aus. denn sie begleitet mich nun schon seit 10 jahren und generell bin ich halt auch ein sehr sensibler, ängstlicher persönlichkeitstyp und das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern, wenn überhaupt. :-(

vielleicht war es auch eine art aufgeben, keine kraft mehr mich ständig gegen die angst zu stellen. ich hab einfach das gefühl nie unbeschwert und angstfrei leben zu können. ich kämpfe und kämpfe weiter, aber unterm schnitt bleibt nicht viel übrig. ich schaffe zwar etwas, aber um welchen preis. glücklich bin ich dabei nicht. alles ist immer mit einer enormen anstrengung verbunden. und ich kann einfach nicht mehr. deshalb wohl dieser totale rückzug, ich weiß es nicht. und darum sehe ich meine zukunft wohl auch so schwarz. die angst ist so fest in mir verankert, ich weiß nicht wie ich mich davon lösen kann, ob ich das jemals schaffe. :°(

und es reicht im moment einfach nicht mehr nur zu ambulanten gesprächen zu meiner therapeutin zu gehen. ich bin seit den 10 jahren eigentlich in therapie. ich habe viel über mich gelernt und weiß auch vieles, wie ich was angehen müsste. aber ich schaffe es im moment nicht praktisch umzusetzen. deshalb denke ich, ich brauche diesen schubs von außen, den hoffe ich in der tagesklinik finden zu können.

ich will eigentlich nicht aufgeben, aber zur zeit sieht für mich einfach alles so hoffnungslos und sinnlos aus. ich will mich nicht mein ganzes leben durchquälen. ich hab so angst, das die angst mich für immer beherschen wird. und ich will das nicht :°( :°(

ich könnt nur noch heulen :°( :°( :°( :°( :°(

K"und~alxil=i


Gut, annalenchen

ich verstehe schon wo Dein Problem liegt. Es ist der fehlende Glaube an Deinen Erfolg. Du wirst Deine Gründe dafür haben, Dir selbst nicht über den Weg zu trauen.... und es gibt genug Gründe, das auch Du lernen kannst, wieder Selbstvertrauen zu erlernen.

Von hier kann ich leider nur Anregungen und Gedankenansätrze bieten, doch vieleicht, magst Du das ein oder andere mal ausprobieren.

Gut, Du hast 10 Jahre Therapieerfahrung, - das ist schon sehr viel . Und Du sagst, das Du schon viel dabei gelernt hast. Prima. Schreib mal auf (nur für Dich) was das Alles ist.

Als nächstes schreibe auf , was für wiedrige Umstände in Deinem Leben Du schon > überlebt< hast.

Welche >Rettungsmaßnahmen hattest Du für Dich selbst ergriffen ?

Was können Andere von dem was Du dabei erlebt hast lernen ?

Welche guten Seiten hast Du im laufe der letzten 10 Jahre entwickelt ?

Welche Veränderungen hast Du herbeigeführt ?

( zB . Ich pflege mich besser , ich schlafe mehr, ich esse regelmässig ...als in den schlimmeren Phasen)

Welche Vorsetze hast Du bereits eingehalten ?

Welche Ziele positiv neu formuliert ?

Das sind Fragen die Du mal schrifftlich ( damit Du es immer wieder nachlesen kannst um Dich selbst zu motivieren ) beandworten kannst.

Ganz wichtig ist auch die Ausdrucksweise.

ich habe viel über mich gelernt und weiß auch vieles, wie ich was angehen müsste. aber ich schaffe es im moment nicht praktisch umzusetzen.

statt des >aber ich schaffe es nicht< könntest Du besser sagen > noch nicht, und das kann sich ändern <

Das positive (umformulieren) Deiner Gedanken wird, wenn Du es regelmässig beübst , auch schon eine Entlastung bringen.

Was hast Du für Hobbies ?

KHerrFy2


und generell bin ich halt auch ein sehr sensibler, ängstlicher persönlichkeitstyp und das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern, wenn überhaupt.

Das ist schon der erste Denkfehler. Sich selbst einer Kategorie zuordnen. Ich bin ja so und so. Das hält Dich bereits gefangen. Klingt so unabänderlich, aber kein Mensch kann sich nicht ändern, es sei denn, er will es nicht.

ich schaffe zwar etwas, aber um welchen preis. glücklich bin ich dabei nicht.

Ja, weil Du nicht wirklich anerkennst, dass Du was geschafft hast. Es ist eben nichts besonderes. Klar, dass Du damit nicht glücklich wirst. Weil alles, was Du positiv hinbekommst, nichts ist und alles negative wird hochstilisiert, auf einen Sockel gestellt und ständig betrachtet. Versuche doch Dir das wirklich als Bild vorzustellen. Stelle Dir wirklich einen Sockel vor und stelle mal alles drauf, was Du gut hinbekommen hast. Und sage jetzt nicht, es gäbe nichts, denn dann belügst Du Dich selbst.

alles ist immer mit einer enormen anstrengung verbunden.

Ja, das ist wahr. Für das Glück muss man was tun.

und darum sehe ich meine zukunft wohl auch so schwarz.

Du siehst schwarz, weil Du nur das negative auf den Sockel stellst. DU stellst es dorthin, sonst niemand. Du könntest auch das positive verherrlichen, aber das willst Du nicht. Dann leidest Du lieber, unbewusst.

die angst ist so fest in mir verankert, ich weiß nicht wie ich mich davon lösen kann, ob ich das jemals schaffe.

Die Angst klammert sich nicht an Dich. Du klammerst Dich an die Angst. Du willst sie gar nicht loslassen, weil sie Dir bekannt ist. Alles andere wäre neu und ungewiss.

und es reicht im moment einfach nicht mehr nur zu ambulanten gesprächen zu meiner therapeutin zu gehen..... deshalb denke ich, ich brauche diesen schubs von außen, den hoffe ich in der tagesklinik finden zu können.

Das finde ich gut. Ja, versuche das, aber sei auch offen für das Neue. Gehe nicht dort hin mit dem Gedanken, es geht sowieso nicht. Dann wird es wieder nichts bringen und Du kannst Dir dann weiter einreden: "Wusste ich doch, alles Scheiße."

ich hab so angst, das die angst mich für immer beherschen wird. und ich will das nicht

Weißt Du wie lange die Angst bei Dir bleiben wird? Solange wie Du sie festhälst. Du bist fixiert auf die Angst und deshalb bleibt sie Dir erhalten.

ich könnt nur noch heulen

Ja, das ist bestimmt sehr schwer für Dich im Moment. Ich drücke Dich von hier aus mal ganz fest.

Im übrigen finde ich Kundalillis Fragen sehr gut. Mach´ das doch mal.

aunnaloen,c!h[en


vielen dank für eure antworten.

es stimmt wirklich, dass ich immer nur die negativen sachen sehe, das ist schon immer irgendwie ein problem bei mir gewesen. meine therapeutin hat mir das auch schon oft gesagt. positive erlebnisse hake ich meistens als kleinigkeiten oder als nichts besonderes ab. ich weiß auch nicht warum ich das tue. aber ich werd mir die fragen mal aufschreiben und versuchen mir die positven sachen bewusst zu machen.

eigentlich ist es wirklich so, dass ich mich die letzten jahre auf die angst eingestellt habe. ich habe mir alles so "eingerichtet", dass ich meinen ängsten möglichst oft aus dem weg gehen kann und habe mich so wahrscheinlich auch nochmehr an sie geklammert. das zeigt sich beispielsweise daran, dass ich es schon völlig ausschließe irgendwo mal hinzufahren, sei es in den urlaub fahren oder etwas unternehmen. ich habs immer vorgezogen zuhause zu bleiben, da kann mir die angst nicht begegnen, nur wenn ich nach draussen gehe. deshalb habe ich es dann auch in kauf genommen alleine zu bleiben, keine freunde zu haben, weil das mit zuvielen ängsten verbunden ist. :-(

irgendwelche hobbies kann ich daher auch nicht nennen. ich interessiere mich zwar für dies und jenes, sezte aber meist nichts um, weil ich mich den ängsten konfrontiert sehe und ich lieber den leichteren weg gehe, indem ich vieles vermeide. die überwiegende beschäftigung ist stets, wie kann ich alles so handhaben, dass ich der angst entkommen kann. ich bin darin so ziemlich gefangen.

ich weiß nicht, wie ich mich davon lösen kann, mich kotzt es ehrlich gesagt auch an, aber mir fehlt einfach die kraft, ich fühle mich so verloren und denke immer ich schaffe es nicht. ich kann fast nichts mehr machen ohne angst. ich mag nicht rausgehen, weil ich angst vor den menschen habe. ich habe angst irgendwo hinzugehen, mir könnte ja schlecht werden und ich kippe um. mir ist ständig schwindlig und schlecht. mein körper und meine gedanken machen einfach was sie wollen. das ist so kräftezehrend.

ich will mich nicht auf die angst fixieren, aber sie steht an jeder ecke, überall wo ich hingehe, sie ist immer präsent. und auch wenn ich mich ihr konfrontiere verschwindet sie nicht. sie schwächt sich zwar ab, aber sobald ich nur einmal nachlasse und mich ihr nicht entgegenstelle ist sie sofort wieder in ihrer vollen größe da. und jetzt hat sie mich mittlerweile wieder soweit dass ich vor allem angst habe. ja ich war schoneinmal weiter vorne, aber jetzt bin ich wieder bei null und mir geht die kraft aus. muss ich mein ganzen leben lang denn immer nur kämpfen? :°( :°( :°(

KGeKrrxy2


eigentlich ist es wirklich so, dass ich mich die letzten jahre auf die angst eingestellt habe. ich habe mir alles so "eingerichtet", dass ich meinen ängsten möglichst oft aus dem weg gehen kann und habe mich so wahrscheinlich auch nochmehr an sie geklammert.

Das kann sein. Wenn man denen ausweichen will, beschäftigt man sich ja doch damit. Sogar noch mehr als sonst, da man ja beim Ausweichen immer dran denkt ist man ja auch irgendwie gebunden.

ich habs immer vorgezogen zuhause zu bleiben, da kann mir die angst nicht begegnen

Ist das wirklich so, dass die Dir zu Hause nicht begegnet? Kann ich mir gar nicht vorstellen.

irgendwelche hobbies kann ich daher auch nicht nennen.

Es gibt doch auch Hobbis, denen man zu Hause nachgehen kann.

die überwiegende beschäftigung ist stets, wie kann ich alles so handhaben, dass ich der angst entkommen kann. ich bin darin so ziemlich gefangen.

Und genau das verstärkt die Angst. Sich ständig damit zu beschäftigen.

ich weiß nicht, wie ich mich davon lösen kann, mich kotzt es ehrlich gesagt auch an, aber mir fehlt einfach die kraft,

In Wirklichkeit kostet das Klammern noch mehr Kraft als alles andere.

mein körper und meine gedanken machen einfach was sie wollen. das ist so kräftezehrend.

Das stimmt nicht. DU steuerst Deine Gedanken. DU bestimmst, woran Du denken willst.

ich will mich nicht auf die angst fixieren

Aber Du tust es, indem Du ständig dran denkst.

aber sie steht an jeder ecke, überall wo ich hingehe, sie ist immer präsent.

Steht an jeder Ecke, klingt als wäre das angstmachende Außen. Ist es aber nicht. Es ist innen. In Deinen Gedanken. Sie ist überall, weil Du sie überall mit hinnimmst.

und auch wenn ich mich ihr konfrontiere verschwindet sie nicht.

Das braucht auch Zeit. Und wie sieht denn diese Konfrontation aus? Beschreibe doch mal.

sie schwächt sich zwar ab, aber sobald ich nur einmal nachlasse und mich ihr nicht entgegenstelle ist sie sofort wieder in ihrer vollen größe da.

Wie gesagt, das dauert auch. Und es ist klar, dass sie sich erst einmal verstärkt. Deine Psyche wehrt sich ja auch gegen das Loslassen.

ja ich war schoneinmal weiter vorne

Dann weißt Du zumindest, dass es geht. Das ist doch gut und eine Perspektive.

muss ich mein ganzen leben lang denn immer nur kämpfen?

Nein, das hört auf, wenn Du gelernt hast die Angst loszulassen.

ajnnaleonchexn


hallo kerry,

die konfrontation mit der angst ist eigentlich fast immer gegeben. sobald ich das haus verlasse, ist es schon konfrontation. was ich ausserhalb der wohnung an dinge tue, zb schule, einkaufen, irgendwo hinfahren auf menschen treffen. das ist alles konfrontation. und es ist wirklich so, wenn ich zuhause bin, bin ich in meiner "geschützten" welt, wo zwar auch angstgedanken sind, aber in abgeschwächter form.

und im moment zieht es mich ja auch so stark zurück nach hause. ich fühle mich sicher und kann die angstmachende außenwelt einfach ausschalten. gleichzeitig ist es aber auch ein gefängis, denn je länger ich mich zurückziehe, desto schwerer wird es wieder auszubrechen und eigentlich will ich ja auch wieder raus.

aber wie soll ich denn lernen die angst loszulassen? das verstehe ich nicht. ich denke eher, die angst klammert sich an mich. denn ich habe ja schon sovieles gemacht und versucht, wollte mich trotz ängsten nicht aufhalten lassen, aber es funktioniert einfach nicht. es kommen jedesmal irgendwelche angstzustände, neue angstgedanken oder körperliche symptome wie übelkeit und schwindel und das zwingt mich doch dann immer "aufzugeben". ich versuche es ja, aber so langsam gehen mir die möglichkeiten und strategien aus, weil vieles eben nicht klappt. wie soll ich es denn nur machen? :-(

K&err8y2


die konfrontation mit der angst ist eigentlich fast immer gegeben. sobald ich das haus verlasse, ist es schon konfrontation.

Sag´ ich doch. Das ist so, weil Du immer dran denkst. Die Angst wartet nicht draußen auf Dich. Du nimmst sie mit nach draußen. Sie ist in Dir, weil Du immer dran denkst. Du gehst schon mit der Erwartungshaltung raus: "Gleiche habe ich Angst." Und dann passiert es natürlich auch.

und im moment zieht es mich ja auch so stark zurück nach hause. ich fühle mich sicher und kann die angstmachende außenwelt einfach ausschalten.

Was denkst Du wie lange Du das so durchziehen kannst?

gleichzeitig ist es aber auch ein gefängis, denn je länger ich mich zurückziehe, desto schwerer wird es wieder auszubrechen und eigentlich will ich ja auch wieder raus.[/7]

Genau so ist es.

aber wie soll ich denn lernen die angst loszulassen? das verstehe ich nicht.

Das auf jeden Fall mit der Therapeutin besprechen oder hast Du schon? Wenn ja, was sagt sie dazu?

ich denke eher, die angst klammert sich an mich.

Die Angst ist ein Gefühl und ein Gefühl kann nichts TUN, also kann es sich auch an niemanden klammern. Es ist ja kein Lebewesen.

denn ich habe ja schon sovieles gemacht und versucht, wollte mich trotz ängsten nicht aufhalten lassen, aber es funktioniert einfach nicht.

Weil Du das oben beschriebene Muster noch nicht erkannt hast und weil Du Dir einredest, Opfer der Angst zu sein. Aber Du bist kein Opfer, nur wenn Du Dich dazu machst.

Wie soll ich es denn nur machen?

Wie oben beschrieben.

ajnna0x1


Hallo Annalenchen,

du hattest ja schon einmal einen Beirtag zu einem ähnlichen Thread geschireben und ich habe deinen jetzt endlich einmal durchgelesen (tut mir Leid, dass es etwas länger gedauert hat).

Vieles was du schrebst kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen.

Besonders viel von deinen ersten beiden Beiträgen, wobei es mir allerdings besser geht ist, dass meine AGnst nicht so beherrschend ist wie deine. Ich hoffe, dass du bei der Anstehenden Therapie das bekommst was du dir wünscht.

Ich muss aber wirklich noch einmal sagen, das die Dinge die du teilweise geschireben hast auch von mir hätten sein können.

Und ich weiß, dass man lieber die Einsammkeit, die schmerzen und noch vieles mehr in kauf nimmt als sich "einfach" einmal zu trauen. Ich glaueb nicht, dass das der einfachere und schmerzfreiste Weg ist, aber er verlang auch einfach nichts. Man muss nichts weiter tun, ausser immer alles hinzunehmen. Auch wenn das jetzt sehr krass klingt, aber sich in seinem Selbstmitleid zu suhlen hat irgendetwas. Es gibt einen auch auf eine gewisse Art und Weis eetwas. Ich hoffe du verstehst das nicht falsch ich will KEINES WEGS deine Probleme runter spielen.handhaben, dass ich der angst entkommen kann. ich bin darin so ziemlich gefangen.

Kundalili hat ein paar Ansatzpunkte genannt die mich umgehauen haben.

Und hier die gute Nachricht, wenn Du das einmal geschafft hast so stark zu sein, kannst Du es auch wieder schaffen !

Das ist so einfach, aber daran hätte ich eifach niemals gedacht.

Und auch:" wenn wir etwas verlieren können wir es auch wiederfinden." Aber das positive denken liegt nicht jedem, aber wir könnten doch mal versuchen daran zu arbeiten.

Ach ja und die Fragen von dir (Kundalili) habe ich mir ausgedruckt und ich werde mir die auch durch den Kopf gehen lassen, ich bin sehr gespannt wie lange ich brauchen werde um mich dem allen zu stellen und was dabei rauskommen wird.

Ganz liebe Grüße und schreib doch bald mal wieder wie es dir geht.

Anna

aXnnau0x1


[[http://www.med1.de/Forum/Schoenheit.Wohlfuehlen/222708/]]

Schau hier mal rein, ich bin leider noch nicht dazu gekommen mir alle skomplett durchzulesen, aber jemand hat einen LInk zu einer Seite mit "10 Tipps zu mehr Selbstbewusstsein" gegeben. Es sind glaube ich mehr Denkanstöße als Tipps, aber ich versuche auch sie Schritt für Schritt durchzugehen (ich bin leider noch nicht sehr weit). Vielleicht gibt es dir und mir nichts, aber vielleicht lernen wir uns dadurch auch besser kennen und erkennen wohlmöglich acuh.

Mir fällt auf, dass ich, wenn es um andere geht viiiiiiiiiel psitiver denke als bei mir. Komisch.

LG

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH