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Paranoide Persönlichkeitsstörung - Verfolgungswahn

Djar&k Retdro<sxe


*:) Hallo "Jetzt kommt Kurt"

Die Grüße und Deine Informationen habe ich an meinen Mann weitergegeben. Der ist ganz auf Deiner Seite, in jeder Hinsicht!!!

Meine Schwester ist 48 Jahre alt. Damit ist sie tatsächlich in dem Alter, wo es mit der Vermittlung in eine entsprechende Berufstätigkeit schwierig ist. Das mit der Kur und der Frühberentung versteht ich, schließlich geht es auch um ihre Existenzsicherung.

Das mit dem Widerspruch ist bei ihr nicht ganz einfach. Wenn ich ihr sage, dass ich nicht glaube, dass sie von allen Seiten gemobbt, beobachtet und verhetzt wird, dann sagt sie nur, dass ich ihr ja auch nicht glauben würde.

Übrigens stimmt es tatsächlich, dass eine ambulante Kur abgelehnt wurde (Eine stationäre Kur kommt vorerst für sie wegen der "Klinik-Atmosphäre" - wie bereits erwähnt - nicht in Frage). Den Widerspruch hat sie allerdings nicht eingereicht.

Warum kennst Du Dich so gut aus?

Gruss von Dark Redrose

J~eqt\zt kommtn Kurt


Ich weiß nicht, wie die Fristen für einen neuen Antrag auf ambulante Kur sind, aber bei Verschlechterung des Zustandes müßten die zu Umgehen sein. Und das kann/muß der Arzt entscheiden. Mit Ablehnung ist auf jeden Fall zu rechnen, es wundert, daß der Arzt, der bei Antrag wohl mitgewirkt hat, das nicht auch erwähnte und auf den Widerspruch verwies. Aber gut...

Man sollte für Deine Schwester auch unbedingt einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Der wird wohl zunächst nicht abgelehnt, aber mit einer derart geringen Prozentrate befürwortet, daß die gar nichts nutzt. Es müssen 50 Prozent Schwerbehinderung sein, wenn es was nutzen soll, nicht darunter. (soviel ich weiß, man korrigiere mich, fals das nicht mehr gilt)

Das heißt also, auch gegen diesen dann kommenden Bescheid ist Widerspruch wegen der unzureichenden Höhe der Anerkennung einzulegen. Das wird erneut abgelehnt. Dann muß man vor dem Sozialgericht klagen. Ganz normaler Ablauf in unserer heutigen Gesellschaft. Nichts Besonderes. Und bei Arbeitslosigkeit gibt es dafür doch wohl bestimmt Prozeßkostenbeihilfe. (?) Ich kann das nur schlußfolgern.

Die Anerkennung als Schwerbehinderte wäre nicht nur für Frührente, sondern auch für das Arbeitsamt wichtig. Die können sie dann nicht mehr nach Belieben vermitteln. Die Vermittlungsangebote taugen sowieso nichts, aber dann hat man ein Mittel, sich gegen "die Agentur für Arbeit" und ihre Unfähigkeit zu wehren. (das ist jetzt paranoid von mir gedacht, ist aber so)

Eigentlich müßte es aber im Wesen Deiner Schwester liegen, auch eine Rechtsschutzversicherung zu haben. Die zahlen Prozesse vor dem Sozialgericht eigentlich immmer.

(Kenne mich nicht besonders gut aus. Aber die ganze Welt ist eine Irrenanstalt und wenn man lange genug lebt, hat man alles schon mal gesehen. :-)

sganxji


hi... nur kurz... zu dem was Kurt geschrieben hat:

soviel wie ich weiß, ist eine Klage vor dem Sozialgericht in der 1. Instanz kostenlos... und man braucht nicht mal unbedingt einen Rechtsanwalt... (in der 1. Instanz... da der Richter von Amts wegen verpflichtet ist, den sachverhalt genauestens zu untersuchen...

Man kann sogar direkt zu dem Sozialgericht hingehen und bei einem Beamten dort die Klage schriftlich herstellen...

das mit der Schwerbehinderung und den 50 % ist immer noch so...

Lieben Gruß

JjetztY komYmt Kurxt


sanji

Danke für den Hinweis! *:)

sIanji


Hier ist noch ein Link zum Thema Schwerbehinderung

[[http://www.krebsgesellschaft.de/lk_schwerbehinderung,3129.html]]

DIark R.edrosqe


@:) Vielen Dank an "Jetzt kommt Kurt" und sanji

Ich bin richtig erstaunt über Euer Interesse an dieser Problematik. Außerdem habt ihr Aspekte angeschnitten, an die ich noch garnicht gedacht habe (Neuantrag auf ambulante Kur, Schwerbehinderung, Sozialgericht, Rechtsschutzversicherung).

Das Problem ist allerdings immer noch die Einsicht meiner Schwester, dass sie diese Erkrankung hat, denn sie denkt ja, dass "die anderen Schuld sind, weil sie Intrigen schmieden und gegen die müßte man vorgehen" (was sie allerdings selbst als nicht erfolgreich bewertet, da ja alles, was sie vorbringen würde, verleugnet oder verdreht werden könnte).

... und diese Hürde zu überwinden, ist der erste Schritt.

Gruß von Dark Redrose

D4ark ^RXedrose


Nachtrag an "Jetzt kommt Kurt" auf die Frage, warum sie zum Psychiater geht, wenn sie ihm nicht traut.

Der Psychiater hat sie einige Monate nach ihrer Kündigung krankgeschrieben, da sie wegen ihrer jahrzehntelangen Betriebszugehörigkeit eine ziemlich lange Kündigungsfrist (ich glaub', es waren 9 Monate) hatte und wegen der Mobbingsituation nicht mehr dort arbeiten konnte.

Das ist mir noch eingefallen.

Gruss von Dark Redrose %-|

Jqetzat kommAt Kurt


Das Teuflische an der Sache dürfte sein, daß sich die Paranoia an der Situation "ernährt" und ebenso "die Situation daran wächst". Also gemeint ist, daß Deine Schwester eine paranoide Neigung "mitgebracht" hat, daß diese dann in der Gesellschaft zur Isolation führt, was fast automatisch nach sich zieht, daß diese Menschen die typischen Mobbingopfer am Arbeitsplatz werden. Hauptsächlich "am Arbeitsplatz", weil sie da nicht nach Belieben ausweichen können.

Also naheliegend ist bestimmt, daß das Mobbing auf der Arbeitsstelle Deiner Schwester tatsächlich stattgefunden hat. Nur nicht in dem Maße, in dem es Deine Schwester sieht. (vermutlich)

Frage ist wieder mal: Was war zuerst da? Henne oder Ei? Paranoia oder Mobbing?

D.ark& Re.drose


Hallo "Jetzt kommt Kurt",

:)^ Deinem letzten Beitrag stimme ich voll und ganz zu.

Vieles, was sie über die Mobbingsituation erzählt hat, hat mit Verhetzung, Gerüchten und Verleumdung zu tun. Nur hab' ich das ja nur "subjektiv" von ihr gehört und nie von anderen. Deshalb stimme ich Dir zu, dass der "Verfolgungswahn" bereits vorhanden war... und das Mobbing erklärt sich dann von selbst.

Übrigens hat die Agentur für Arbeit dies anerkannt und die Sperrfrist aufgehoben.

Ich habe nun einen Termin bei ihrem Psychiater veranlaßt, aber auch meinetwegen, weil ich bereits erschöpft und überfordert bin. Außerdem habe ich "einen Kloß im Hals".

Viele Grüße und herzlichen Dank für Deine Mühe und Aufmerksamkeit.

Dark Redrose

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