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Soziale Abkapselung durch Panikattacken

H'onLigfexe hat die Diskussion gestartet


Ich befinde mich seit November in einer Therapie, bei der die Diagnose Generalisierte Angststörung gestellt wurde. Ich mache mir unrealistische Sorgen um Leute, die mir nahe stehen und habe große Angst, dass diese wegsterben könnte. Die Therapie zeigt jetzt teilweise die ersten Erfolge, die Angstgedanken halten aber 24/7 an und lassen sich immer noch nicht ganz zur Seite schieben.

Problematisch ist der sich daraus ergebende Teufelskreis der sozialen Abkapselung. Da ich mich um meine Lieben (überwiegend Freund, Familie) sorge, halte ich mich auch so oft es geht mit diesen auf. Darunter haben meine sozialen Kontakte sehr gelitten. Obwohl ich mich bemühe, mit den wenigen Freunden, die ich habe, Briefkontakt zu halten, vernachlässigen mich diese oder antworten höchst selten. Mein Problem ist, dass ich unbedingt wieder Freunde finden muss und möchte, aber nicht weiss, wie ich dem Problem entkommen kann: Einerseits glaube ich kaum, dass ich jemanden finde, der meine Krankheit versteht, andererseits lauern gute Freunde nicht an jeder Ecke und selbst wenn ich welche finde, haben diese meistens schon einen besten Freund oder eine beste Freundin, mit denen sie sich lieber aufhalten. Und der andere Punkt ist, dass ich kaum gesellschaftsfähig bin, weil ich immer von den selben Leuten umgeben bin. Also Dinge wie Small-Talk, Heiterkeit usw. würden mir schwer fallen...

"Geh raus und lern Leute kennen" ist ein Kommentar, den man dazu oft hört, doch leider hilft er mir wegen der oben geschilderten Kommentare nicht, zudem wüsste ich auch nicht wo, denn ich bin in keinem Verein Mitglied und Diskotheken mag ich überhaupt nicht, d fühle ich mich unwohl.

Kennt einer dieses Problem des Teufelskreises? Bin recht ratlos.'

LG

Antworten
DHannyxS.


Hallo Honigfee!

Da bist ja komplett hin und her gerissen....Du weißt einfach selbst noch nicht ob Du Freundschaften willst oder nicht.Das ist alles Arbeit Freundschaften zu pflegen.Das kenn ich auch.Einerseits will ich meine Freundinnen nicht verliehren,anderseits kann ich mich nicht aufraffen mich da ständig zu verpflichten.Ich denke immer ich hab eh nichts zu erzählen,außer von meiner Krankheit.Ist es bei Dir auch so?

Jetzt habe ich noch 2 sehr gute Freundinnen,aber die verstehen mich auch,weil sie selbst eine Therapie machen.Die anderen verstehen einen eh nicht,wenn man sich zurück zieht,die wollen eh nur Party machen,das wollte ich irgendwie nicht mehr,es gibt wichtigere Dinge im Leben......Jetzt ist es ok für mich,aber ne Zeitlang war ich traurig darüber das ich nicht mehr so viele Freundinnen habe,aber ich sehe ein, das sie nicht mehr in mein Leben passen.Deine freundinnen passen dann wohl auch nicht mehr in Dein Leben.Nicht ???

Liebe grüße danny

W6oxlky


hi ihr,

ich weiß wovon ihr sprecht. kenne eure ängste nur zu gut...

hab auch ne angststörung.

bin in thera und nem ein AD. mir geht's seit dem wirklichen ausbruch auch gott sei dank deutlich besser. jetzt hab ich seit gestern mal wieder ne blöde phase, aber hoff ihre stunden sind gezählt!!!!

meine beste freundin ist schon sehr einfühlsam. ihr vater hatte mal ein burn-out und war deswegen auch in ner klinik, aber burn-out bekommt man halt oft schneller weg, da es kurzfristig auftaucht, als ne angststörung, die schon seit ewigkeiten in einem schlummert...

ich bin seit dem ausbruch auch ruhiger geworden. genieß abende zu hause. bin meinen eltern wieder viel näher geworden, sie mir deutlich wichtiger. hab auch gemerkt wer wahre freunde sind, wer die party"süchtigen", die keine rücksicht nehmen...

wobei ich festgestellt hab, dass gemäßigtes rausgehen mir schon gut tut. nette, liebe leute - ich merke dann, dass es auch anders geht, dass das leben gar nicht sooo schlimm ist. und dass man sich manchmal zwingen muss, etwas zu tun, man merkt dass es soooo schlimm gar nicht war, machts beim nächsten mal schon rutinierter.

ich könnt ganze romane erzählen puuuuuh....

wie sieht's bei euch denn mit beziehungen aus? honigfee, du hast ja nen freund hab ich gelesen. da hat sich die beziehung bestimmt auch verändert, oder? ich könnte mich glaub ich z.z. auf keinen mann einlassen... glaub es ist auch schwer jemand zu finden, der meine "launen" erträgt... das macht mir schon sorgen - möchte ja nicht mein leben lang allein bleiben.

honigfee, gibt's vielleicht ne selbsthilfegruppe bei dir in der nähe?

ich war "vorher" sehr aktiv im fitneßstudio, bin ich heut kaum noch, gut einerseits haben sich meine interessen gewandelt - andererseits wenns mir schlecht geht, geh ich lieber an die luft...

wie siehts denn mit laufen bei dir aus? das entspannt mich immer gut (gehen, nicht joggen). vielleicht gibt's ne freie walking-gruppe in deiner nähe??

lg

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