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Leiden durch zu viel Denken

WXolkxy


die verhaltensthera. (vt) ist dem namen nach dazu gedacht, ein fehlverhalten zu verändern, spezifische phobien und ängste abzubauen/zu überwinden. sie lernt evtl. auch entspannungsmethoden, je nach therapeut. man bekommt "skills" wie man panikattacken "abwehren" kann, wie man damit umgeht. man macht "übungen" in denen man sich der angst stellt, dass man merkt dass einem gar nix passiert dabei.

bei mir war die verhaltensthera aber auch zieml. individuell, also haben auch über früher geredet, kindheit, etc... da ich eher ne generalisierte angststörung hab.

die thera bei der ich jetzt bin, macht gesprächst. und analyt.thera. ich rede viel, aber sie kommentiert, gibts mir hinweise und tips, sucht auch nach lösungen, nur halt nicht so intensiv wie die vt. so ganz ohne dass die thera redet/hilfen gibt könnt ich glaub ich auch nicht...

ach, ich weiß auch nicht... hab z.z. aber ja eh ne blöde phase (stehen einige mir angst bereitende dinge an ab montag), glaub die schübe liegen auch daran. denn früher u. in der VT hab ich auch oft, ohne angst zu bekommen darüber gepsprochen...

wir brauchen einfach zeit und geduld... (hat mir die thera gestern auch wieder gesat...)

liebe grüße

S{ch}uldSig-


Könnte mir einer erklären was eine tiefenpsychologische Therapie bringen soll? Bin gerade dabei und seh keine Erfolge. Was bringt es die ganze Kindheit auszugraben? Mich zieht dieses alles noch viel mehr runter..

W]olkxy


das ist eben die frage....

meine tiefen-/gesprächs-/analysethera. meint sogar, sie will va. in der gegenwart "arbeiten", da die kindheit ja eh abgeschlossen ist und nicht mehr verändert werden kann...

andererseits rühren bei vielen eben viele ängste/unsicherheiten/probleme aus der kindheit bzw. aus frühen stadien der entwicklung.

wie lang machst du die thera denn schon??

schnellere erfolge sieht man bei einer verhaltensth. - hab ich auch gemerkt - bin auch unschlüssig :-/

K+e/rrBy2


Hallo Wolky,

natürlich gibt es in der Therapie auch Phasen, in denen es einem schlechter geht, aber nicht wegen des Therapeuten, sondern weil diese Phasen dazugehören. Überhaupt denke ich, dass für eine Entwicklung solche Phasen wichtig sind. Erst wenn einem ein Thema richtig nahe geht, kommt es zu einem Umdenken. Meistens zumindest. Leider ist das so und man muss dadurch. Der Therapeut darf einen aber nicht in so einer Krise oder diese noch verstärken, wie es leider oft der Fall ist.

Ich mache eine Gesprächstherapie, die mir sehr gut hilft. Eine Verhaltenstherapie habe ich noch nie gemacht, ist aber auch theoretisch nicht so mein Ding.

Hallo Schuldig,

wenn Dir die Therapieform nicht zusagt (muss Du dabei auf der Couch liegen oder ist das bei den Analytikern mittlerweile out?), kannst Du die nicht wechseln? Ist nämlich echt nicht jedermanns Ding.

WnolkFy


@ kerry,

denke auch im grunde ist es normal, dass es einem schlechter geht wenn man über schlechtes redet (irgendwie logisch :-/).

muss abwarten wie es sich entwickelt...

hab aber halt bei verhaltensth. gemerkt, dass ich die probleme angegangen bin, aber halt nie die ursache, WARUM ich überhaupt diese probleme bekomme...

sie macht mir schon immer mut. haben auch rausgefunden dass ich jetzt "schon" wut empfinde - das ein fortschritt ist, weil ich die (angst-) gefühle jetzt schon besser differenzieren kann :)^

braucht einfach zeit...

lg und ein schönes wochenende u. feiertag :)*

Kherryx2


hab aber halt bei verhaltensth. gemerkt, dass ich die probleme angegangen bin, aber halt nie die ursache, WARUM ich überhaupt diese probleme bekomme...

Genau aus dem Grunde wollte ich persönlich nie eine VT machen.

lbuomaMren


@wolky

Wenn ich eine Veränderungsphase durchmache, fühle ich mich auch recht dreckig. Für mich gehört das mittlerweile dazu. Dann kann ich wenigstens erkenne, dass sich etwas tut.

Ich weiß jetzt nicht, ob das hier am richtigen Platz ist, aber ich würde mir auch etwas über Change Management durchlesen. Es gibt verschiedene Methoden, mit Veränderungen fertigzuwerden. Diese führen auch zu unterschiedlichen Verhaltensweisen.

Bei einschneidenden Ereignissen finde ich zum Beispiel die Kübler-Ross-Kurve ganz hilfreich. Wenn man das Ereignis erfährt, geht es einem schlecht, dann wieder besser und dann saust man so richtig in den Keller, bis man sich mit der neuen Situation abgefunden hat. Danach geht die Stimmung auf einer höheres Niveau als vorher.

Ein anderes Bild ist zum Beispiel, dass man einen Zustand A hat, der in B umgewandelt werden soll. Die Idee ist, dass A sozusagen aufgetaut wird, die Veränderung geschieht und danach wird Zustand B erstmal eingefroren, bis die nächste Veränderung notwendig wird.

Diese Bilder sind kein Heilmittel für eine schwere schlechte Stimmung. Sie können aber helfen, den momentanen Zustand einzuordnen. Wenn man sich vorbereiten kann, ist alles nicht mehr ganz so schwer.

Gruß,

Oelgs)en8x3


nicht so toll..

Hi,

so ich glaube heute ist der "Tag des Rückschlags"...Die letzten Tage ging es mir wirklich soweit gut, ich hatte den Kopf frei. Doch heute geistern mir schon den ganzen Tag wieder Negativgedanken durch den Kopf. Weiß nicht warum. Gut, heut Abend geh ich auf nen Geburtstag mit recht vielen Leuten und zu den meisten hab ich schon lange kein wirkliches Verhältnis mehr bzw. kenne sie gar nicht. Den ganzen Tag schon rattert es im Kopf "Was denken die über dich". Ich hab dann immer solche Gedanken wie "Wissen die, dass du so am Ende bist" oder auch "Das sieht man mir bestimmt an". Die Gedanken sind dann immer negativ gegen mich selbst. versuch schon den ganzen tag dagegen anzugehen, aber es funktioniert heut nicht. Mir ist schon aufgefallen, dass es am Wochenende immer schlimmer ist als sonst, wohl auch deswegen weil einfach die Ablenkung fehlt.

was mir auch sorgen macht: Hab seit einigen Tagen so komische Zuckungen. Das fühlt sich an, wie eine Welle die durch meinen Körper rast. Jetzt mach ich mir natürlich schon wieder die größten Gedanken...Naja, kein so toller Tag heute, aber ich hoffe es wird bald wieder besser! :)^

Schönen Abend

Kderrxy2


Olsen

Solche Tage hat man leider immer mal, da hilft wahrscheinlich auch kein gutes Zureden. Mir geht es mit Feiern oft so, dass ich erste keine Lust habe hinzugehen, dann tue ich es und es wird (oberflächlich) witzig, aber danach falle ich in ein tiefes Loch, weil ich wahrscheinlich nicht ich selbst war und einen dann die Leere noch stärker befällt.

Letzte Zeit ist es zum Glück nicht mehr so. Berichte doch mal wie es war.

Was sind denn das für Zuckungen? Beschreibe mal!

O]lDsen8x3


Hi,

naja der Abend war soweit ganz nett, es kam halt keine Stimmung auf. Das lag aber nicht direkt an den Leuten, sondern an der Mischung der Leute (zu unterschiedlich alle).

naja, ich kann das schwer beschreiben. Ich sitze zum Beispiel hier am PC und auf einmal zuckt z.B. mein fuss. Aber man sieht dieses Zucken nicht wirklich, man spürt es nur. Das ist ganz komisch und macht mir Angst! Vor einigen Wochen hatte ich mal so ne Zdeit zu der es mir sehr schlecht ging, da hab ich z.B. meinen rechten Arm oft als taub gespürtz, bzw. hatte Probleme z.B. einen Stift richtig zu greifen, weil sich meine Hand wie eingeschlafen verhalten hat. Hab Angst, dass da was ernstes dahintersteckt. Irgendwie schießen mir dann da gleich wieder Bilder in den Kopf, wie ich hilflos mit Schaum vor dem Mund aufm Boden liege und mir keiner mehr helfen kann. :-/

Ich hab das Gefühl, dass sich zur Zeit wieder zu viel in mir aufgestaut hat. Dabei war eigentlich nichts schlimmes in den letzten Wochen (kein großer Familienstreit oder so). was mich ziemlich fertig gemacht hat, dass mir gleich 2 gute Freundinnen gesagt haben, dass sie abstand brauchen. Bzw. eine hats gesagt, die andere lässt einfach nichts mehr von sich hören und schreibt mir in SMS immer nur (wenn sie überhaupt antwortet) "Ich muss was mit mir ausmachen, brauche Ruhe". Und natürlich denk ich schonwieder es liegt an mir. was mir auch Probleme macht: Ich habe schon oft gehört, man soll mit Dingen, die einem nicht gut tun abschließen, davon loslassen. Ich kann da aber nicht, ich muss immer wieder darüber nachdenken. Gestern waren einige Leute dabei mit denen ich mal viel zu tun hatte und die könnten mir völlig egal sein. Trotzdem denk ich drüber nach, was die von mir halten usw. damit belaste ich mich nur und es bringt mir nichts!

Naja, wird hoffentlich bald wieder aufwärts gehen!

*:)

K;er"ryx2


Olsen

Das Taubheitsgefühl kenne ich. Allerdings im rechten Arm. Ich bin gerade in einer Phase der Selbstfindung, alte Konflikte und so. Habe also auch noch keine definitiven Antworten.

D9raxusi


Hallo andersanders

Habe den ganzen Faden leider noch nicht gelesen. Erkenne mich aber in einigem wieder. Innere Unruhe kann sehr belastend sein. Bei mir ist es einerseits belastend mich nicht konzentrieren zu können. Aber dann kann es auch entlastend sein sich auf etwas zu konzentrieren bei dem man in den richtigen Fluss kommt und abgelenkt ist. Oder auch indem man mit Menschen zu tun bei denen man keine Ängste empfindet.

Wwo5lky


@ olsen,

aber sicher wird's auch wieder aufwärts gehen! muss es!!! :)^ ängste und schlechte phasen wandeln sich immer irgendwann wieder :)^...

ich habe gemerkt, dass es mir guttut, mit manchen leuten, die mir nicht guttun, weniger oder keinen kontakt mehr zu haben.

am anfang ist das sicher schwer, aber warum soll man sich noch mehr quälen... :-/

wenn ich hingegen mit "wohlfühlmenschen" zusammen bin, oder "wohlfühldinge" tue, merke ich richtig wie ich ruhiger und froher werde

:)^

hab die 1. von meinen 3 hürden gemeistert: meine eltern waren gestern d. ganzen tag unterwegs und ich auf mich gestellt. musste allein essen usw...

habs relativ gut überstanden :-D musste mich allerdings arg zusammenreissen.

war den ganzen nachmittag mit ner freundin unterwegs, allein zu hause sitzen hätte ich glaub ich nicht gekonnt...

bin grad in der 2. hürde: allein in der abteilung/fa. ohne meinen direkten kollegen...

am fr. geht's dann auf nach belgien...

lg und einen sonnigen tag wünsch ich euch @:)

lcuomaxren


@Olsen83

Erstmal Kopf hoch. Das wird schon wieder. @:) Schau mal: Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass Du momentan ohne Deine Freundinnen auskommen musst. Freunde sind am Ende wertvolle Güter, die man nicht immer zur Verfügung hat. Ich gehe davon aus, dass Du auch zu einem gewissen Grad selbst weiterhelfen kannst. (Unter Umständen besser als andere Leute.)

Außerdem lernen Dich Deine Freundinnen dann in schlimmsten Fall nur eine Seite von Dir kennen, nämlich die, die um Rat fragt. Ich merke selbst gerade, dass es nicht einfach ist, diese Gewichtung zu verändern.

Geh auch davon aus, dass die meisten Leute schon ein Bild von Dir haben, dass schon einigermaßen gefestigt ist. In den ersten 10 Sekunden ist das schon entstanden. Das ist nur noch schwer zu ändern. Und dabei könntest Du noch unauthentisch sein, was noch schlimmer ist.

Ich kann auch nichts mehr mit den Leuten von meiner Schule anfangen. In den letzten 10 Jahren habe ich mich soweit davon wegentwickelt, dass ich nicht mehr in die Rolle passen. Und was soll's? Ich muss mit diesen Leuten nicht zusammen sein, also brauche ich mich um das Bild, das sie von mir haben nicht zu scheren.

Sei einfach du selbst. Die Leute, die den richtigen Olsen83 interessant finden, werden auch zu dir halten. Mit diesen Leuten musst den Kontakt verstärken.

Grüße an alle,

i|ch-fwe<nn-ichY-das-bxin


Ich habe im Grunde das gleiche Problem vom Anfang dieser Fragestellung. Ich kann mich nicht auf Befehl auf ein langweiliges Thema in der Schule konzentrieren. Ich denke sehr viel über den Sinn des Lebens und der Vergangenheit und Zukunft meines Lebens nach. In einer Unterhaltung, bei der mehr als eine andere Person neben mir teilnimmt, fällt es mir verdammt schwer mich zu kontrollieren oder konzentrieren, da ich immer versuche alles was ich über dieses Thema weiß zu sammeln (was nicht zu sehr anstrengt), aber ich versuche auch immer zu erraten was diejenigen mir gegenüber in Wahrheit denken zu erraten. Ich spreche das laut aus, was ich in Wahrheit über das Thema und die Aussagen der Anderen denke. Das hat mir schon des öfteren Probleme bereitet, da was ich denke nicht immer unbedingt sehr freundlich ist.

Zwei Beispiele, über das ich mir schon seit ungefähr 5 Jahren den Kopf zerbreche (ich bin im Moment 14):

//Ich kann nicht unbedingt von mir behaupten ein ganz braver lieber Junge zu sein. Aber immer wenn ich versuche mich zu bessern, wird mir immer wieder meine Vergangenheit vorgeworfen. Immer wenn ich versuche ich selbst zu sein, dann sagen die anderen ich soll mich so benehmen, wie sie es wollen. Jedoch weiß ich nicht genau wie sie es eigentlich wollen; überlege was sie wollen, versuche ich selbst zu sein und bekomme wieder Ärger. Ich bin nicht der Junge der alle beleidigt, alle schlägt, aber auch nicht der Junge der allen in den ... kriecht. Dann bekomme ich wieder Ärger, weil ich mit der Zeit unhöflich werde, wenn ich mich wieder zu meinem alten ich wende, da es mir selbst immer noch besser gefällt, als der Schleimertyp.

Immer wenn ich auf irgend einem hohen Turm stehe, dann stelle ich mir es als ein wundervolles Gefühl vor zu springen und zu fallen. Oder wie wäre es wenn ich alle Menschen unbringe, die mir Leid angetan haben ???//

Bin ich da jetzt ein Psyscho, wenn ich solche Gedanken habe (ich bin noch relativ weit von den Taten entfernt)?

Ich denke auch über Dinge nach, über die ich gar nicht denken will, da ich dies sowieso nicht tun werde (Selbstmord oder sowas).

Die einzigen Methoden, die ich bisher gefunden habe, mich von solchen Dingen abzulenken und den Gedankenwall zu kontrollieren, sind mich interessierende Bücher lesen oder Musik hören.

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