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Depressionen, wie gehts weiter?

E6rdb]eerxe82 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute!

Ich hab ein riesengroßes Problem und weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich es lösen soll... bin total hin- und hergerissen und weiß nicht, was ich tun soll.

Situation ist folgende:

Ich bin ein Mensch, der einfach zuviel nachdenkt, zu sensibel ist, ständig nur für andere Menschen lebt und nie darauf achtet, was mit mir selbst ist. Das war mir schon immer ein Verhängnis...

Angefangen hat alles, als ich vor ca. 6 Jahren magersüchtig wurde. Bekam das damals aber wieder selbst in Griff, weil ich ein neues Lebensziel gefunden habe - ich wurde Sanitäterin beim Roten Kreuz. Dann gings mir eine Weile sehr gut, ich fand meinen Freund, mit dem ich sogar schon verlobt bin... naja, und nach der Matura fing ich meine Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenkrankenschwester an. Leider verkraftete ich dort mein erstes Praktikum nicht, aus genau den oben genannten Punkten... ich konnte es nicht ertragen dass 3 Monate alte Kinder nur noch 1 Monat zu leben haben, und das Jugendliche, die in meinem Alter waren an Krebs erkrankt sind... Langer Rede kurzer Sinn: Ich bekam ärgste Schlafstörungen und musste die Ausbildung abbrechen. Doch damit waren meine Schlafstörungen nicht erledigt... als ich zu Arbeiten began, fingen sie wieder an. Suchte damals, das war vor etwas mehr als 2 Jahren, einen Psychologen auf, weil ich es alleine nicht mehr geschafft habe, mit dem Problem fertig zu werden... er verschrieb mir damals Einschlafmittel (also keine Schlaftabletten, nur eine Einschlafhilfe), sowie Psychopharmaka, die ich ein halbes Jahr nahm. Damals dachte ich über Nebenwirkungen nicht wirklich nach, mir gings mit den Medikamenten und der Psychotherapie bald wieder richtig gut und nach einem halben Jahr setzte ich die Medikamente ohne Probleme wieder ab.

Doch die Schlafstörungen blieben nicht lange aus sondern kamen nach und nach wieder.

In letzter Zeit hatte ich leider viel Stress... Mein Freund musste 2x von der Firma aus weit weg auf Seminare, dann hatte er einen Verkehrsunfall und sein Auto einen Totalschaden - wir brauchten ein neues Auto, das hat uns finanziell wieder sehr belastet, weil wir ja mitten im Hausbauen sind, unsere besten Freunde die auch am Hausbauen waren, haben sich getrennt weil sie den Hausbaustress nicht mehr ausgehalten haben und ich war ihre "Kummerkastentante", meine 14jährige Katze ist zur Zeit ziemlich krank und ich weiß nicht, ob sie wieder gesund wird und meine Firma ist beim Hochwasser abgesoffen, wir sind jetzt in einem anderen Quartier untergebracht und ich weiß nicht, wie und ob meine Firma weiterhin bestehen kann... und das war alles in den letzten 2 Monaten!).

Auf jeden Fall wurden meine Schlafstörungen wieder ganz schlimm, sodass ich es nicht mehr aushielt und am Donnerstag meinen Psychologen wieder aufgesucht habe. Der meinte natürlich, dass wir jetzt wieder bei 0 anfangen müssen, dass ich höchstwahrscheinlich Depressionen hätte. Ich muss jetzt wieder regelmäßig zu ihm in Therapie. Außerdem verschrieb er mir ein anderes Schlafmittel (Mirtel 30mg)... das ist eigentlich ein Antidepressivum, was halt eine schlaffördernde Wirkung hat. Und neben Homäopathie, soll ich auch wieder Antidepressiva (Adjuvin 50mg) nehmen... für mindestens 1 Jahr..

Toll, oder? Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll.

Was soll ich jetzt nur tun? Mir gings damals auf die Antidepressiva total mies - konnte eine Woche lang nichts essen weil mir total übel war... und das 24 Stunden am Tag. Außerdem verhüte ich mit NFP, und mein Psychologe hat gemeint, dass das AD den Schleim verdickt... und die Pille nehmen mag ich nicht mehr...

Ich könnte die Antidepressiva nicht nehmen (habe ihm gesagt, dass ich mir über Ostern noch überlegen werde, ob ich sie wieder nehme)... andererseits gehts mir so dreckig zur Zeit, und ich möchte gerne wieder mal schlafen können und vor allem vor dem Schlafengehen keine Angst mehr haben!

Was würdet ihr tun? Sorry, ist ein ziemlich langer Text, aber ich mache NFP erst im 3. Zyklus, bin so begeistert davon und will nicht wieder damit aufhören müssen... bin total am Boden zerstreut. Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, auch, wenns schwierig ist...

Und nochwas: Ich habe diese Schlafstörungen jetzt seit fast 3 Jahren... und habe schon alle "Hausmittelchen" und Kräutertees sowie Entspannungsübungen durch. Nützt alles nichts - laut meinen Ärzten handelt es sich hier um Depressionen.

Zu den Medikamenten die ich verschrieben bekam:

Damals vor 2 Jahren:

Gladem in der Früh

Zoldem am Abend... mit denen kam ich aber nicht klar, also stieg ich um auf Somnal. Die nahm ich jetzt die letzten 2 Jahre mehr oder weniger durch - sie helfen aber überhaupt nichts mehr (kein Wunder).

Jetzt bekam ich verschrieben:

Adjuvin (soll das Selbe sein wie Gladem) in der Früh und Mirtel am Abend. Die kann ich nicht mehr nehmen, weil ich daraufhin noch viel munterer wurde und gar nicht schlafen konnte.

Kennt diese Medikamente jemand und kann mir was über Nebenwirkungen etc. erzählen? Ich hoffe, ihr könnt mir helfen!

Lg, Erdbeere

Antworten
D!annxyS.


Hallo Erdbeere

......da ist ja´ne Menge auf Dich eingstürzt.Du beschriebst ja Du hast es schon länger,was ist denn mal mit einer Therapie?Du nimmst ja zimlich viele Medikamente,die kenn ich alle gar nicht (leider),da kann ich nichts zu sagen.Wie sieht es außerdem aus mit Entspannungstechniken?Yoga und Autogenes Training.Du kannst Dich ja nicht nur vollstopfen mit Mittelchen.Du mußt an Deinem Verhalten etwas ändern,das zieht Dich irgendwann komplett nach unten.Dabei hilft Dir ein Psychologe.

Ich hoffe ich konnte etwas helfen ???

Aufjedenfall muß was ändern!!!

Liebe grüße aus dem Oberbergischen Land

Daniela

HTerbXstwind


Wie erkennt man eigentlich Depressionen?

Bkree


Depression

Eine D. ist gekennzeichnet durch eine gedrückte Stimmungslage und ein vermindertes Antriebs- und Aktivitätsniveau. Weitere Probleme welche auftreten können sind Freudlosigkeit, Schlafstörungen, Konzentartionsstörungen, Hilflosigkeit, starke Beeinträchtigung des Selbstwertes, Gedanken über eigene Wertlosigkeit usw. Mehr fällt mir gerade nicht ein!

EJrdb%eerxe82


@ Dany

Falsch, ich sollte viele Medikamente nehmen, noch, nehme ich ja gar nichts... eben weil ich mir nicht sicher bin ob ich soll oder nicht.

D*an_nyXSx.


Ich nochmal

Natürlich sollest Du etwas nehmen,aber dazu eine Therapie machen.....sonst bringt das alles nichts.......sorry wenn das zu hart rüber kam.

Gute Besserung.....und laß Dich nicht stressen :-D

Btree


Medikamente dämmen nur die Symptome ein, die Ursachen wurden bisher doch überhaupt noch nicht behandelt, das ist wie ein Boomerang, er kommt wieder. Ich denke eine Kombination von Medikamenten und Psychotherapie ist sinnvoller als Medikamentencocktails. Übrigens, ein Psychologe kann keine Medis verschreiben, warst Du bei einem Psychiater oder Hausarzt?

ESrdbgeerel8x2


War bei einem Psychiater - kannte bisher den Unterschied nicht, jetzt weiß ichs aber schon...

hYaesstlichesM-efntleixn


mmmh...

Hallo ihr alle,

vor ca. 5 Jahren bin ich mit 19 Jahren über Nacht auch an Depressionen erkrankt.

Ich glaub ich hatte als Kind schon damit zu tun. So mit etwa 10 Jahren - besonders Nachts oder Abends wenn ich im Bett lag und nachdachte. Ein Hauptsymptom war, das ich plötzlich nicht mehr wusste woran ich denken sollte und dadurch Panik bekam. Ich dachte ich sei verrückt und hab mich nie getraut mit jemandem zu reden. Aber das ging Gott sei dank schnell wieder vorrüber.

Seit 2002 ist allerdings nichts mehr wie es einmal war. Mitten in der Nacht bekam ich plötzlich unerwartet eine ganz schlimme Panikattacke. Und von da an ging es los. Ständig unerklärliche Angst, Freudlosigkeit, Leere, Trauer und das Gefühl das alles um mich herum so unrealistisch und irgendwie ganz weit weg ist. Wochenlang quälte ich mich richtig, betete das ich wieder normal werden würde, aber es wurde nicht besser. Manchmal weinte ich nicht mehr, sondern schrie regelrecht, weil ich wirklich höllische Seelenqualen litt.

Meine Mama fuhr mich dann ins Krankenhaus weil wir uns keinen Rat mehr wussten. Da bekam ich dann ein Antidepressivum (Cipramil).

Nun meine Frage: Ich lese hier immer wieder das viele Leute überlegen ob sie überhaupt ein AD nehmen sollen. Ich frage mich, wie ihr das macht? Ich hätte mir damals einen Arm amputieren lassen wenn es nur gegen diese Qualen geholfen hätte!

Die Nebenwirkungen hatte ich im übrigen nur in der ersten Woche. Leichte Übelkeit und Gliederschmerzen wie bei einer Grippe. Mehr nicht. Bis das Medi allerdings gewirkt hat, dauerte es für mein Empfinden sehr lange und die Heilung kam gaaaaanz langsam und schleichend.

Nach etwa 1 1/2 - 2 Jahren ging es mir wieder ziemlich gut. Ich war zwischenzeitlich bei 40mg und bin heute bei 10.

Hier noch eine Frage: Ich nehme das Medi immer Abends, allerdings oft nicht zur selben Zeit. Manchmal vergesse ich es sogar ganz zu nehmen - teilweise 2-3 Abende hintereinander. Hat das tatsächlich eine Auswirkung auf mein Wohlbefinden?

Angst hab ich im übrigen oft noch immer. Bin ein sehr sehr sensibler und nachdenklicher Mensch. Ich frage mich, ob das jemals vorbei geht und ich diese Krankheit komplett hinter mir lassen kann.

Die Erinnerungen an meine schlimmste Phase sind noch sehr lebendig und ich habe unglaubliche Angst nocheinmal durch diese Hölle gehen zu müssen. Angst, dass ich in der Zukunft vielleicht eines Tages ohne Hilfe durch meine Mama und meinen Papa da durch zu müssen. Wäre eine Therapie sinnvoll?

s|upevrkuhx06


Depressionen?

Servus alle man!

Ich hab mal so ein Selbsttest für Depressionen im internet ausgefüllt und natürlich alle Fragen Wahrheitsgemäß beantwortet!

Im Testbericht stand das ich Umgehend einen Arzt oder Facharzt aufsuchen soll! Wie genau ist eigendlich so ein Test? Und sollte man(n) den Ratschlag beherzigen? :°(

m-csmog_x77


Hallo Erdbeere82 *:)

Na da mußtest du ja in verdammt kurzer Zeit sehr viel mitmachen.

Ich bin selbst seit knapp 4 Jahren in Behandlung wegen Depressionen/Angststörung.

Ich bin ein Mensch, der einfach zuviel nachdenkt, zu sensibel ist, ständig nur für andere Menschen lebt und nie darauf achtet, was mit mir selbst ist. Das war mir schon immer ein Verhängnis...

Kenne das nur zu gut, auch ich habe Jahrelang es immer allen recht machen wollen, nur um dazu zu gehören, um Aufmerksamkeit zu bekommen usw. Und heute weiß ich garnicht mehr so genau was eigentlich gut für mich ist.

Zu den Medis kann ich so garnichts sagen, habe ich noch nie gehört. Natürlich würd ich sagen sollte man so wenig Medis nehmen wie möglich. Aber aus Erfahrung kann ich nur sagen das Medikamente in Verbindung mit einer Therapie (Verhaltenstherapie) hier erfolgversprechend sein werden.

Bei mir läuft das ganze ganze auf ärztlicher Seite über den Neurologen bzw. Hausarzt. Warst du schon bei einem Neurologen?

@superkuh06

Ich kenne jetzt den Test nicht, und die Fragen dazu. Aber falls du die von Bree *:) aufgeführten Symtome hast über einen längeren zeitraum hast, solltest du mit deinem Hausarzt reden. Und dann zum Neurologen.

Lg

s!upeLrkuh06


Nun ja der Test beinhaltet eben folgende Fragen wie zb.:

Fühlen Sie sich nervös oder unruhig?

Fühlen Sie sich kraftlos und träge?

Weinen Sie leicht?

Fühlen Sie sich traurig und oder eingeengt?

Sind Sie viel leichter Reizbar als früher?

Haben oder hatten Sie schon einmal daran gedacht mit dem Leben schluss zu machen?

Fühlen Sie sich einsam und oder Wertlos?

Haben Sie Probleme mit dem ein und oder durchschlafen?

Erschrecken Sie leicht und oder haben ohne Grund Angst?

Haben Sie Appetitlosigkeit?

Solche Fragen sind das eben.

Dann eben die Antwort bzw. Ankreuzmöglichkeiten

1= überhaupt nicht

2= ein bisschen

3= ziehmlich stark

4= sehr stark

Die hier aufgeführten fragen konnte ich bloß mit 3 oder 4 beantworten!:°( :°(

sauperknuhx06


Was meinst Du mcsmog_77 mit einem längerem Zeitraum? Sind ein Jahr oder länger schon ein längerer Zeitraum? Seit dem geht es mir schon so mieß!!! Wobei sehr sehr sehr...... viele Faktoren zusammen kommen über die ich eigendlich gar nicht reden will die keinem was angehen nicht einmal einem Arzt! Ich fühle mich eigendlich nicht so als würde ich psychologische Hilfe brauchen!!! :°(

mYcsmwog_7x7


@ superkuh06

Ja, ein Jahr würde ich als sehr langen Zeitraum sehen. Ich denke wenn man das mal ein paar Wochen lang hat ist es nocht okay. Aber alles darüber hinaus ist doch ein warnhinweis.

Wobei sehr sehr sehr... viele Faktoren zusammen kommen über die ich eigendlich gar nicht reden will die keinem was angehen nicht einmal einem Arzt!

Und genau dadurch kommt dann auch z.B. zu Depressionen. Ist meist nicht nur ein Ereignis oder ein Satz oder sowas. Es sind viele kleine Dinge die einen dann irgendwann mal "mürbe" machen. Den einen früher, den anderen später.

Wenn du über deine Probleme nicht reden willst und schon garnicht mit nem Arzt, wie hast du dir dann gedacht da wieder rauszukommen? Mit den Finger schnippen, und jemanden nach ner Idee fragen, die umsetzen und alles wird gut ??? ??? Sorry, wenn ich dich da enttäuschen muß, aber so funktioniert das nicht. Wenn die Symtome schon so lange anhalten würde ich mir sehr wohl überlegen zum Arzt zu gehen und mit dem auch alles zu besprechen. Oder halt anonym erstmal das Forum hier nutzen, um den Dingen vielleicht etwas auf die Spur zu kommen. Scheinst ja Angst zu haben, das du psychologische Hilfe brauchst, oder lieg ich da falsch?

Lg

sMupe/rkuhx06


Ha ja was soll ich dazu sagen des wird mir alles irgendwie zu viel mein job mein leben alles irgendwie ich schaff das alles nicht mehr Körperlich sowie auch "Nervlich". Versuche dann immer meine Probleme irgendwie im Alkohol zu ertränken. Am liebsten würd ich den ganzen Tag im Bett verbringen die Decke über den Kopf ziehen von Gott und der Welt nichts mehr hören oder sehen und darauf warten endlich denn "Löffel" abzugeben!!!! Sorry das ich so denke aber ich pack das alles nicht mehr!!!! :°(

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