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Narzisstentreff im Forum

LXotatxa


Die Selbstkritik hat viel für sich

Die Selbstkritik hat viel für sich.

Gesetzt den Fall, ich tadle mich:

So hab ich erstens den Gewinn,

Daß ich so hübsch bescheiden bin;

Zum zweiten denken sich die Leut,

Der Mann ist lauter Redlichkeit;

Auch schnapp ich drittens diesen Bissen

Vorweg den andern Kritiküssen;

Und viertens hoff ich außerdem

Auf Widerspruch, der mir genehm.

So kommt es denn zuletzt heraus,

Daß ich ein ganz famoses Haus.

(Wilhelm Busch )

L>otxta


Ich dachte, das ist von Heinz Erhardt... ???

Früher, da ich unerfahren

Früher, da ich unerfahren

Und bescheidner war als heute,

Hatten meine höchste Achtung

Andre Leute.

Später traf ich auf der Weide

Außer mir noch mehr Kälber,

Und nun schätz ich, sozusagen,

Erst mich selber.

(Wilhelm Busch)

Hiunne9bieke


Schrott - Narzissten

Massenmörder, Kinderschänder,

Sado-Masos aller Länder,

Neo-Nazis, Terroristen,

Sektengründer, Exorzisten,

alle Sorten Kriminelle,

zerrt man heute auf die Schnelle,

vor die Fernsehkameras,

so 'was macht dem Seher Spaß.

Der ganze Schrott wird ausgebreitet,

keiner fühlt sich fehlgeleitet,

schließlich ist man hier ja wer,

wird vielleicht berühmt und mehr.

Publicity ist nie verkehrt,

weil das Int'resse sie vermehrt,

um aus dem Schrott, ganz ohne Plagen,

massig Kapital zu schlagen.

(Hardy H.)

L ottxa


Hunni - mein Stern !!!!!!!!!!!

Es gibt aber auch ganz liebe Narzissten....z.B.die Lotta...gell ???

LXotxta


Hunni ?

Das Glöcklein im Walde

Ein Kirchlein steht im Waldrevier,

Da klingt ein Glöcklein für und für,

Das Glöcklein läutet bim, bim!

Ein Knabe und ein Mägdelein,

Die wandeln da im Abendsein,

Im Frühlingswinde rauscht der Baum,

Die zwei, sie wandeln wie im Traum.

Das Glöcklein läutet bim, bim!

Der Knabe sprach: O Mägdlein lieb!

Warum bist du so still und trüb?

Das Glöcklein läutet bim, bim!

Die Maid, sie sprach: Ich bin so stumm

Und weiß doch selber nicht warum.

Mein Herz das klopft und will nicht ruhn

Als sollt' ich etwas Böses tun,

Und ist mir wieder doch so wohl,

So wonniglich, so ahnungsvoll!

Bald möcht' ich dies, bald möcht' ich das

Ich möchte wohl und – weiß nicht was.

Das Glöcklein läutet bem, bem!

Der Knabe zu derselben Stund

Der küßt die Maid wohl auf den Mund;

Das Glöcklein läutet bem, bem!

Im Abendwinde rauscht der Baum,

Die Zwei, sie wandeln wie im Traum,

Das Gras ist grün, der Wald ist dicht,

Ich sah die zwei – und seh sie nicht.

Das Glöcklein läutet bum, bum!

Das Glöcklein klingt bald dumpf, bald klar,

So lieb, so süß, so wunderbar,

Bim bim, bem bem, bum bum!

(Wilhelm Busch)

LLotLt_a


Hunni ???

Verzeihlich

Er ist ein Dichter; also eitel.

Und, bitte, nehmt es ihm nicht krumm,

Zieht er aus seinem Lügenbeutel

So allerlei Brimborium.

Juwelen, Gold und stolze Namen,

Ein hohes Schloß, im Mondenschein

Und schöne, höchstverliebte Damen,

Dies alles nennt der Dichter sein.

Indessen ist ein enges Stübchen

Sein ungeheizter Aufenthalt.

Er hat kein Geld, er hat kein Liebchen,

Und seine Füße werden kalt.

(Wilhelm Busch)

L@ottxa


Wenn ich dereinst

Wenn ich dereinst ganz alt und schwach,

Und's ist mal ein milder Sommertag,

So hink ich wohl aus dem kleinen Haus

Bis unter den Lindenbaum hinaus.

Da setz ich mich denn im Sonnenschein

Einsam und still auf die Bank von Stein,

Denk an vergangene Zeiten zurücke

Und schreibe mit meiner alten Krücke

Und mit der alten zitternden Hand

So vor mir in den Sand.(Ach Hunni sei mir wieder gut ! - d. Red.)

(Wilhelm Busch)

(1783)

LIot9ta


Er kann warten (ich auch - d. Red.)

Gott ja, was gibt es doch für Narren!

Ein Bauer schneidet sich 'nen Knarren

Vom trocknen Brot und kaut und kaut.

Dabei hat er hinaufgeschaut

Nach einer Wurst, die still und heiter

Im Rauche schwebt, dicht bei der Leiter.

Er denkt mit heimlichem Vergnügen:

Wenn ick man woll, ick könn' di kriegen!

(Wilhelm Busch)

L/otxta


Befriedigt

Gehorchen wird jeder mit Genuß

Den Frauen, den hochgeschätzten,

Hingegen machen uns meist Verdruß

Die sonstigen Vorgesetzten.

Nur wenn ein kleines Mißgeschick

Betrifft den Treiber und Leiter,

Dann fühlt man für den Augenblick

Sich sehr befriedigt und heiter.

Als neulich am Sonntag der Herr Pastor

Eine peinliche Pause machte,

Weil er den Faden der Rede verlor,

Da duckt' sich der Küster und lachte.

(Wilhelm Busch)

LtoXt&ta


Der Einsame

Wer einsam ist, der hat es gut,

Weil keiner da, der ihm was tut.

Ihn stört in seinem Lustrevier

Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,

Und niemand gibt ihm weise Lehren,

Die gut gemeint und bös zu hören.

Der Welt entronnen, geht er still

In Filzpantoffeln, wann er will.

Sogar im Schlafrock wandelt er

Bequem den ganzen Tag umher.

Er kennt kein weibliches Verbot,

Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.

Geschützt vor fremden Späherblicken,

Kann er sich selbst die Hose flicken.

Liebt er Musik, so darf er flöten,

Um angenehm die Zeit zu töten,

Und laut und kräftig darf er prusten,

Und ohne Rücksicht darf er husten,

Und allgemach vergißt man seiner.

Nur allerhöchstens fragt mal einer:

»Was, lebt er noch? Ei Schwerenot,

Ich dachte längst, er wäre tot.«

Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,

Läßt sich das Glück nicht schöner malen.

Worauf denn auch der Satz beruht:

»Wer einsam ist, der hat es gut.« ;-)

(vom ganz alten Wilhelm Busch)

LBotxta


Gut Nacht Narzissten und Fans !

O Nacht ...

O Nacht, du Sternenbronnen,

ich bade Leib und Geist

in deinen tausend Sonnen -

O Nacht, die mich umfleußt

mit Offenbarungswonnen,

ergib mir, was du weißt!

O Nacht, du tiefer Bronnen....

(Morgenstern) ;-)

L4ot4txa


Kurzer Gruß !

Bevor ich auf Arbeit muß !

(Hätte es beinahe verschlafen...) ;-)

D#R.PS6YMCHxO


STELLT EINEN EIMER AUF -

FÜR DEN SCHLEIM!

LVot9ta


Frisches Ei, gutes Ei

Begeisterung ist keine Heringsware,

Die man einpökelt auf einige Jahre.

(Goethe)

L.ottxa


Für Nethe - von Goethe !

Johann Wolfgang von Goethe

(*1749 - †1832)

Fausts Vision

Ein Sumpf zieht am Gebirge hin;

Verpestet alles schon Errungene;

Den faulen Pfuhl auch abzuziehn;

Das letzte wäre das Höchsterrungene.

Eröffn´ ich Räume viele Millionen,

Nicht sicher zwar, doch tätig-frei zu wohnen.

Grün das Gefilde, fruchtbar! Mensch und Herde

Sogleich behaglich auf der neusten Erde,

Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft,

den aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft!

Im Innern hier ein paradiesisch Land,

Da rase draußen Flut bis auf zum Rand,

Und wie sie nascht, gewaltsam einzuschießen,

Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.

Ja! Diesem Sinne bin ich ganz ergeben,

Das ist der Weisheit letzter Schluss:

Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,

Der täglich sie erobern muss!

Und so verbringt, umrungen von Gefahr,

Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.

Solch ein Gewimmel möcht' ich sehn,

Auf freiem Grund mit freien Volke stehn!

Zum Augenblicke dürft ich sagen:

Verweile doch du bist so schön!

Es kann die Spur von meinen Erdentagen

Nicht in Äonen untergehen. -

Im Vorgefühl von solchem hohen Glück

Genieß ich jetzt den höchsten Augenblick.

(>Aus "Faust", II. Teil)

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