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Neuer Thread Angstsymptome, Erfahrungsaustausch

SdchwRindlQerinx28 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute!

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier lächerlich mache, möchte ich hier nochmal alle meine Symptome niederschreiben, denn ich erhoffe mir ehrlich gesagt 100%ige Sicherheit doch "nur" unter Angst zu leiden...(keine Grundsatzdiskussion: Ich weiß, dass es nie 100%ige Sicherheit gibt)Ich will halt nochmal alles aufschreiben um mal wiklich alles zu erfassen...sowohl für mich, als auch für euch...schreibe sonst ja immer nur Auszüge aus meiner Krankengeschichte) Meine Symptome waren von einem Tag auf den anderen da...ohne dass eine aussergewöhnliche Belastungssituation bestand (deswegen zweifel ich ja so an meiner Diagnose: "Nix körperliches...nur vegetativ! Angststörung!"). Vorab: Ich war bei zwei Ohrenärzten (div. Schwindeltests;Hörprüfungen etc.), zwei Orthopäden (davon 1x eingerenkt- Atlaswirbel war verschoben- Der zweite Orthopäde hat einen Beckenschiefstand und Skoliose festgestellt und mir Einlagen verschrieben), mehrmalige Besuche beim Hausarzt incl. Borreliosetest und grosses Blutbild, Besuch beim Endokrinologen, Doppler der Halsschlagadern, 2 EEG, Besuch beim Kardiologen, 2x Belastungs-EKG, 2x Ruhe EKG, Ultraschall ds Herzens, 2 verschiedene Neurologen + ein MRT vom Kopf(allerdings ohne Kontrastmittel;wobei das lt. Ärzte nur wichtig ist um zu sehen, wie alt eine Schädigung ist), Augenarzt (incl. Netzhautuntersuchung und Augeninnendruckmessung

ALLES OHNE BEFUND

Angefangen hat alles vor einem Jahr- Plötzlich seltsamer Schwindel und Benommenheit im Kopf, was nicht mehr wegging.Der Stein des Anstosses...Meine Symptome mittlerweile:

- Täglich mind. eine Schwindelattacke

- manchmal eine bleiernde Benommenheit und Kopfdruck (als hätte man einen Gummiring um den Kopf)

- Kribbeln hinten im Nacken an der Kopfhaut

- Schläge (Blitzschmerz) Vom Nacken bis in den Kopf (über den Ohren)ziehend

- Sehstörungen (Mouches Volantes, manchmal weisser Schleier, verschwommenes unscharfes Sehen, das Gefühl ein Auge schielt, oder ist langsamer und das Gefühl den Herzschlag im Auge wahrzunehmen oder als wenn das Auge verzweifelt versucht zu fokussieren- scharf, unscharf, scharf, unscharf;Manchmal Flimmern/Flackern vor den Augen besonders wenn man an einem sonnigen Tag mit leicht zusammengekniffenen Augen auf den Asphalt sieht, manchmal sieht man es ganz leicht regnen, obwohl es nicht regnet oder man sieht Dinge am Rande des Gesichtsfeldes, die gar nicht da sind)

- Lichtempfindlichkeit

- Ohrgeräusche (Klopfen im Ohr, leichter Pfeifton, der sich, wenn ich spreche oder jemand anderes laut spricht im Sprechrythmus bemerkbar macht, manchmal starken Druck auf einem Ohr mit grellem Pfeifton, der nach ca. 1 Min. wieder weg ist)

-Müdigkeit

-Konzentrationsschwierigkeiten

- Zahnschmerzen, obwohl alles okay ist (seltener)

- Halsschmerzen (seltener)

- metallischen blutigen Geschmack im Mund (beim Aufwachen)

- Knirschen und Knacken der HWS und auch aller anderen Gelenke

- nachts schlafen die Hände und Finger ein und kribbeln

- Taubheitsgefühl (handtellergross) der Oberschenkel, nach dem Aufwachen

- extremes Frieren und immer kalte Hände und Füsse (war früher nicht so schlimm)

- HWS und BWS-Schmerzen (seltener)

- Flaues Gefühl im Magen

- Innerliche Unruhe (so als ob man jeden Augenblick platzt)

- Zittern (Tremor) der Hände

- Schwächegefühl auf den Beinen

- manchmal das Gefühl nicht da zu sein

- Schlafstörungen (wache öfters als andere Leute auf)

- keine Lust mehr irgendetwas zu unternehmen (Kontakte eingeschlafen)

- leicht reizbar

- fühle mich mit allem (Kleinigkeiten) überfordert

- Reizdarm

- ständiges Grübeln über den eigenen Zustand

- Totale Unlust

- Libidoverlust

- Kribbeln überall am Körper (wie feine Spinnenweben)

- Schreckträume (manchmal) Oft sehe ich ein rundes Gebilde mit Stacheln ähnlich einer Spinne oder einer bildlichen Nervenzelle und schrecke hoch mit Herzrasen)

- urplötzlich hoher Ruhepuls (von einer Minute auf die andere)

- Extrasystolen

- Reissendes Gefühl im Hals, als ob da die Halsschlagader reisst

- Taube, schwere Arme

- Pieksendes Gefühl in den Fingerkuppen oder Zehen

- Klossgefühl im Hals

- Räusperzwang

- Blähungen und aufgeblähter Laib

- Verstopfung oder Durchfall

- Harndrang

- Allergien und Neurodermitis

- mittlerweile Krankheitsängste und Angst zu Sterben

- Horrorvisionen

- Immer an "The Worst Case" denken

So ich glaube ich habe jetzt alle Symptome erfasst...jetzt bin ich gespannt auf Feedback, wem es den genauso geht und ob das alles wirklich bei einer Angststörung auftritt...klar ich war schon immer unsicher und ängstlich, aber es hat mein Leben nie belastet...bis zum letzten Jahr. Ich traue mich auch alles irgendwie...hatte auch erst 5 Panikattacken in meinem Leben (wo die Symptome gaaaanz anders sind und die ich auch einordnen kann), aber das was mein Körper seit einem Jahr mit mir veranstaltet ist echt nicht zu ertragen und ich versteh das auch nicht.Mein Ich möchte immer ales verstehen, zuordnen können und vor allem Sicherheit und Kontrolle!

Ach noch was: Mache gerade eine Verhaltenstherapie, die mir aber bisher rein gar nichts gebracht hat. Ein User hatte so schön geschrieben: "Eine nette Gesprächsrunde...mehr nicht!"

Ich hoffe ich bekomme ein paar Antworten, die mir ein wenig weiterhelfen, auch wenn es vielleicht schon hundertmal durchgekaut wurde...

:-)

Antworten
srchwindVelixna


Hallo Schwindlerin

Zum besseren Verständnis schreibe ich jetzt mal meine Symptome auf:

-Sehstörungen (Mouches volantes, manchmal ein kleiner leuchtender Punkt, der nur Bruchteile von Sekunden da ist, Verschwommensehen vor allem draußen, manchmal Schmerzen des Augapfels)

-extreme Nackenverspannungen

-Taubheitsgefühl des linken Mundwinkels (minuten-bzw. stundenlang)

-Kribbel- bzw. Taubheitsgefühl linke Wange bis zur Schläfe

-Taubheitsgefühl rechter Unterarm u. Hand

-Taubheitsgefühl rechtes Bein (handtellergroß an der Wade)

-Brennen der Arme und Beine wie bei einem Sonnenbrand

-Blähungen und aufgeblähter Bauch

-Verstopfung oder Durchfall

-sekundenlange anfallsweise auftretende Übelkeit

-extreme Kurzatmigkeit (kommt aber wahrscheinlich vom Rauchen)

-Dauerschwindel

-das Gefühl, neben mir zu stehen (wie Watte im Kopf)

-Gefühl, steif und unsicher zu laufen

-im Bett Pfeifen in den Ohren

-Lichtempfindlichkeit

-Schleier- bzw. Nebelsehen

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Falls doch, trage ich es nach.

Die Symptome habe ich fast immer für ca. 1/4 - 1/2 Jahr lang. Dann verschwinden sie meistens komplett für etwa den gleichen Zeitraum, um dann schlagartig wieder da zu sein.

Bisherige Untersuchungen: MRT Kopf (3x)

CT Kopf/HWS (3x)

VEP (6x)

EEG, EKG (4x)

Langzeit-EKG/Langzeit-Blutdruck: (4x)

Lumbalpunktion

neurol. Untersuchungen (10X)

Messung der Nervenleitgeschwindigkeit

Arme und Beine (2x)

gefäßchirurgische Untersuchung (1x)

Ohrenarzt /Gleichgewichtsorgan (2x)

An Medikamenten habe ich bisher Insidon (für ca. 1 Jahr) und Citalopram 10 mg (für ca. 3/4 Jahr) genommen.

Zuerst bestand bei mir der Verdacht auf MS, den man dann schließlich und endlich vor 2 Jahren ausgeschlossen hat. Danach hat man dann eine Somatisierungsstörung angenommen. Hatte schon früher als Kind fürchterliche Angst vor kleinen Verletzungen und Krankheiten.

Die große Frage, die sich mir immer wieder stellt, wenn Symptome da sind, ist:

Warum kommen diese Dinge schubweise?

Warum habe ich diese Dinge, wenn ich mich eigentlich psychisch und physisch gut fühle?

Für mich gibt es bis heute keinen erkennbaren Grund, warum ich so etwas habe, deswegen sträube ich mich dagegen, daß ich Angstpatientin bin.

Da sich unsere Symptome ja fast alle in irgendeiner Form gleichen, bin ich froh, daß du das noch einmal so genau aufgeschrieben hast. Was unternimmst du dagegen? Ich habe 2x eine Therapie angefangen für ca. 1/2 Jahr. Das war mir aber ehrlich gesagt alles zu doof. Außerdem fand ich das total nervig, immer nur das gleiche zu hören: Tun sie mehr für sich, enspannen und relaxen sie!

Das mache ich sowieso. Ich lese und male gerne. Also, glaube nicht, daß ich zu wenig für mich mache.

Würde mich freuen, von dir zu hören, Gruß Ina

s+chNwindgelixna


Und noch mehr...

Mir fällt noch was ein:

-extremes Frieren oder Schwitzen

-das Gefühl, als ob meine Beine schlappmachen, wenn ich länger stehe

-natürlich auch die Angst, an einer schlimmen Krankheit zu leiden, die

bisher noch keiner erkannt hat

-Müdigkeit schon nach dem Aufstehen und anfallsweise am Tag

-Verschlimmerung der Beschwerden nach körperlicher Anstrengung

So, das war es jetzt aber, glaube ich :-D

Reicht ja auch.

S_cjhwindl!erinx28


Hi Ina!

Uih1 Da hast Du ja noch mehr Untersuchungen hinter Dir als ich...ja bei mir wird von einer generalisierten Angststörung mit Somatisierungstörung (was ja auch eine Hypochondrie ist) bzw. einer "larvierten" (versteckten) Depression ausgegangen...Ich kann das alles immer nie glauben, denn eich bin ja eigentlich entspannt, oder etwa doch nicht?

Ja, die Symptome ähneln sich schon...Insidon habe ich mal versucht...hat es Deine Symptome gelindert? Es freut mich, dass Deine Symptome wenigstens zwischenzeitlich mal weg sind...irgendein Symptom ist bei mir immer da!!! Es ist furchtbar...ja und auch ich mag meiner Therapeutin nicht mehr zuhören wollen, denn ich weiss was ich falsch mache...aber auch wenn ich mich aufraffe und irgendetwas bewusst in Angriff nehme, geht es mir nie wirklich gut.

Einzig und allein wenn ich etwas Alkohol trinke geht es mir "ein wenig" besser. Wie kann man denn MS 100% ig ausschliessen? Sieht man das alles auf dem MRT? Lt. meinem Neuro ja, aber ich bin so unsicher und die Symptome sprechen ja nun wirklich für MS oder eine andere Nervenkrankheit.

Nimst Du Deine Diagnose an? Wie kommst Du klar im Alltag? Textest Du Freunde, Bekannte, Eltern etc. mit Deinen Beschwerden zu? Wie lange hast Du die Probleme schon?

Was ist mit den Anderen "Angsthasen"? Das ist mir echt zu wenig Feedback hier *:)

SUuilNana


Anleitung zum Unglücklichsein - Paul Watzlawick, bitte lesen - gibts aber auch als Hörbuch,die Damen ;-)

sJchwinxdelxina


@ schwindlerin

Was solltest du denn laut deiner Psychologin ändern? Nicht mehr so viel in dich hineinhorchen? Das haben sie mir jedenfalls gesagt. Aber erklär mal einem Depressiven, daß er nicht mehr traurig sein darf. Ich bin nicht depressiv, aber ich finde, das ist ein schöner Vergleich.

In meinem Alltag komme ich so klar, daß ich ständig das Gefühl habe, wie eine Nähmaschine zu funktionieren, immer weiter rattern. Meine Umwelt hört von mir, wenn ich die Symptome habe, nichts anderes. Ständig frage ich alle, ob sie so was auch schon mal hatten und was sie an meiner Stelle machen würden. Ich glaube schon, daß das ziemlich nervt, aber ich fühle mich ständig auf der Suche nach einer sinnvollen Erklärung.

MS läßt sich teilweise nur sehr schwer diagnostizieren. Ich habe eine Bekannte, bei der hat es jahrelang gedauert, bis sie herausgefunden haben, daß es MS ist. Eigentlich macht man eine Lumbalpunktion auch nur dann, wenn es einen Verdacht gibt, der sich entweder auf ein auffälliges MRT, CT oder sonstige Untersuchungsmethoden stützt. Bei mir war nichts auffällig, aber die Ärzte waren der Meinung, daß mir die Lumbalpunktion meinen Seelenfrieden zurückgibt. Anfangs war das auch so, daß ich jedes mal, wenn eine Untersuchung unauffällig war, für einige Wochen symptomlos war.

Ja , ja, der Alkohol. Bei mir funktioniert der auch. Wenn ich was getrunken habe, geht es mir ausgezeichnet. Aber am nächsten Tag ist alles wieder beim alten.

An manchen Tagen habe ich morgens nach dem Aufstehen das Gefühl, über Nacht einen Schlaganfall erlitten zu haben. Ich bin total wackelig auf den Beinen, ungeschickt und mir ist schwindelig. Dann kommen auch solche Sachen dazu, daß ich glaube, die Bilder hüpfen pulssynchron vor meinen Augen. Der Arzt meinte, daß das der Kreislauf ist. Meine Vitalfunktionen wären noch nicht richtig im Gange.

Ich habe die Symptome seit mittlerweile fast 5 Jahren. Vorher hatte ich Angstzustände. Sobald es in meinem Körper irgendwo auch nur ganz leicht gezwickt hat, bin ich schweißgebadet ins nächste Krankenhaus oder zum Arzt gerannt. Irgendwann hat diese extreme Angst dann nachgelassen und es haben sich die Symptome eingestellt.

Manchmal ist es zum Verzweifeln. Andererseits sind mein Mann und ich im Urlaub eine Strecke von 12 km am Strand entlanggegangen. Dann denke ich mir wieder, wenn ich MS hätte, könnte ich solche Dinge nicht mehr schaffen bzw. nicht so locker schaffen. Ich hätte nämlich noch weiter gehen können.

Ich finde, meine Symptome sind total unberechenbar. Jetzt geht es mir noch gut und in 5 Minuten ist wieder irgendwas da, was sich nicht erklären lässt.

Daß du das ständig hast, tut mir leid. Das ist ja noch schlimmer. Wie schaffst du denn dann deinen Alltag?

Liebe Grüße Ina

S%chw3i|ndlerciQn/2x8


Hi nochmal!

Ja...wie schaffe ich meinen Alltag? Eigentlich wie ein depressiver Mensch...ich bin nicht glücklich, aber irgendwie funktionier ich, wenn auch nicht wie es andere erwarten, aber deswegen habe ich auch schon alle sozialen Kontakte eingeschränkt.

Klar...ich merke, wenn ich mich mal aufraffe zum sporteln geht es mir direkt danach gut, aber für max.ne halbe Stunde und dann wieder das alte Spiel. Hat Dir Insidon geholfen?

Ich würde mir am liebsten ne Pille einschmeissen, die mir meine Lebensqualität zurückgibt, die die Symptome wegmacht, meine Atemnot, diese Matschbirne, diese Angst vor MS, hohen Blutdruck, Hirntumor, Herzanfall etc.

Ich versuche schon immer mehr aus meinem jetzigen alltag zu fliehen, habe angefangen zu kochen, gärtnern, sporteln und mir Rituale eingeführt, aber nix hilft wirklich lange. Sobald ich Leerlauf habe geht es wieder los...die Grübelfalle includiert.

Habe schon wieder zwei Arzttemine ausgemacht...das kann doch nicht mein Leben sein!?Zudem kann ich mich an fast gar nix mehr erfreuen, wenn man den Scheiss die ganze Zeit an der Backe hat...keine Konzentration zum Lesen (muss fast jede seite eines Buches 2x lesen); wobei mir gerade auffällt, dass das nicht der Fall ist, wenn ich hier zu diesem Thema schreibe oder ich mich hiermit beschäftigen kann.

Siehst Du irgendeinen Zusammenhang zwischen Deiner Angst und Deiner Kindheit? Warst Du überbehütet? Meine Mutter hat mich teilweise wegen einem Splitter im Zeh nachts in die notaufnahme gefahren...vielleicht doch anerzogen...

@ Suilana:

Das Buch bestelle ich mir bei Amazon, wobei ich nicht denke, dass es nur "Ich" bin die sich unglücklich macht!

LHowLinta


Hallo...

... Habe auch eine Gen. Angststörung mit Somatisierungsstörungen und Hypochondrie...

Meine Symptome:

-hoher Ruhepuls/Herzrasen

-Engegefühl im Hals

-Kribbeln im Kopf

Das wars auch eigentlich schon, ist (war) aber praktisch ständig vorhanden....

Mache seid kurzem wieder Sport und es tut mir SO gut!!!

Das Vertrauen in den Körper kehrt zurück...

Aber vor dem allem steht erstmal zu GLAUBEN, dass der Körper gesund ist und das die Seele krank ist.. vorher geht eh garnix!!!

Alles gute.... *:) @:)

smchrwivnde3liwna


@schwindlerin

Insidon hat mir nicht geholfen. Mit dem Citalopram bin ich bis vor einigen Wochen sehr gut klargekommen, habe ich zumindest gedacht. Aber vielleicht wäre es mir sowieso gut gegangen in der Zeit und es war gar nicht das Medikament.

Ich habe auch mal eine zeitlang versucht, mich abzulenken. Teilweise hat das auch ganz gut geklappt. Aber dann habe ich gemerkt, daß ich nur noch in Action war, was ich als sehr unangenehm empfunden habe. Einer hat mal gesagt, ich müßte so viel am Tag zu tun haben, daß ich gar nicht zum Nachdenken komme und abends ins Bett falle. Toller Ratschlag, was ;-) Wo bleibt man denn da selber ???

Ich kann gut verstehen, daß man soziale Kontakte deswegen abbricht. Bin eine ganze zeitlang auch nicht vor die Tür gegangen, wenn es nicht unbedingt sein mußte. Aber das hat mich dann in leichte depressive Phasen gebracht. Ich habe ständig gedacht, warum kann nicht wieder alles so sein wie früher. Spontan verabreden, spazierengehen, wenn die Sonne scheint usw. usw. Heute zwinge ich mich einfach dazu, na ja, klappt leider nicht immer, aber immer öfter ;-)

Einen Arztermin beim Augenarzt habe ich mir auch gemacht. Weiß aber jetzt schon, daß der sowieso nichts findet, wie immer.

Einmal bin ich nachts ins Krankenhaus gefahren (alleine im Auto!) und dachte, es geht gleich zuende. Der Arzt hat mich gründlich untersucht und weißt du, wo der mich hinpacken wollte? Auf die psychiatrische Station! Ich dachte, ich höre nicht richtig. Der hat mich für bekloppt gehalten. Später dachte ich dann, er hatte wohl recht mit seiner Vermutung. Ich hatte ja wirklich nichts.

Wir sind schon arme Würstchen! Ich bin zwar immer noch mit dem Gedanken an MS beschäftigt, obwohl ich weiß, daß ich sie nicht habe, aber da die Sypmtome so treffend sind, komme ich nicht davon weg. Habe schon überlegt, noch einen dreizehnten Neurologen aufzusuchen und mich einfach blöd zu stellen. Das kann ich aber nicht machen, weil ich eine Lumbalpunktion nicht noch einmal freiwillig über mich ergehen lassen würde. Also müßte ich davon was sagen und dann würde ich natürlich auffliegen. Gut, daß man bei den Krankenkassen nicht rausfliegen kann so wie bei den Versicherungen. Da hätten sie sich schon längst von mir verabschiedet :-D

Wie alt bist du eigentlich. Bis du verheiratet oder hast du Kinder?

Meine Mutter war auch immer sehr besorgt, wenn ich krank war. Ich glaube, ein Teil ist schon anerzogen, aber in Anbetracht der Fülle von Symptomen kann ich nicht glauben, daß alles da her kommt. Ansonsten hatte ich eine schöne und unbeschwerte Kindheit. Auch gab es keine Ereignisse, die damit zusammenhängen könnten.

NDinia"ne3


@Schwindlerin

Hallo Schwindlerin,

hast du dir schon mal überlegt, zu einem Heilpraktiker zu gehen, bzw. klassischen Homöopathen? Die Symptome die du schilderst, finden sich in vielen Arzneimittelbildern wieder. Möglicherweise kann dir mit klassischer Homöopathie geholfen werden. Das dauert nur ein wenig.

Ich meine, du hast alle Untersuchungen durch und warst bei so vielen Ärzten. Vielleicht würde es helfen, wenn du darunter einen Schlussstrich ziehst und dir eine Alternative zu der Medizin suchst. Und versuche dir doch mal vor Augen zu halten, dass du eine Störung hast, an der du nicht sterben wirst.

Meine Mutter und Schwester haben auch zusammen deine Symptome, Mutter eher die Schwindel und Nervensache, Schwester Neurodermitis etc. Die beiden schaffen auch, damit relativ gut zu leben.

Was dir mit Sicherheit helfen wird: Sport und Bewegung. Das hilft eigentlich bei allen Menschen, sogar bei Menschen, die eine Chemo machen. Es gibt so viel, was man machen kann und du brauchst nicht den Kopf in den Sand zu stecken :)^

Kein medizinisches Gerät und kein Arzt kann dir ein Wundermittel beschaffen, also nimm deine Empfindungen selbst in die Hand und probier aus, was dir hilft.

Alles Gute, Niniane

SFchwindFlerxin28


Hi!

@ Niniane3

Ja, hatte schon mal an einen Heilpraktiker gedacht. meiner Cousine konnte anhand Augendiagnostik von ihrem Schwindel geheilt werden. Bei ihr war es ein Herpesvirus, der noch im Körper steckte und das ganze angerichtet hat...da meine Cousine und auch ihr Heilpraktiker allerdings 300 km von mir entfernt sind ist es für mich schon wieder schwierig hier einen guten zu finden, der nicht nur Geld scheffeln will. Da habe ich Angst vor...dass man bei mir nur abrechnet und das alles nur Dumm-Dumm-Gequatsche ist.

@Schwindelina

Ja, eine wohlbehütete Kindheit hatte ich auch und auch eine schöne...obwohl ich scheidungskind bin (habe davon aber wohl nicht viel mitbekommen!) Ja, Ärzte wechseln wollte ich auch öfters mal, habe es aber immer nur bei einem Wechsel belassen und ich denke, das ist auch gut so.

So, muss jetzt zum Arbeiten! Ich wünsche allen "Geplagten" einen "schönen,sonnigen" Tag!

sqchwi#ndelinGa


@schwindlerin

Da bist du mir dann wieder was voraus, wenn du es bei einem Arztwechsel belassen konntest. Ich kann praktisch im Telefonbuch abhaken, wo ich schon überall war. Da kommt einiges zusammen. Hast du denn irgendeine gaaaaanz leise Ahnung, woher es bei dir kommen könnte. Ich bin völlig ratlos. Manchmal denke ich durch die Kinder, wenn es besonders stressig ist (sie sind 11 und 13, tolles Alter!).

Mir fällt übrigens noch was vielleicht nicht Unwesentliches ein:

Nachdem das mit der Panik einigermaßen nachgelassen hatte, bekam ich eine zeitlang Atemprobleme und erhöhten Puls sowie Blutdruck. Ich war ständig innerlich auf 180. Totale innere Unruhe vor allem abends und nachts.

Das war dann komischerweise irgendwann weg. Dafür kam urplötzlich ein Glaukom (erhöhter Augeninnendruck). Das hatte ich dann 1 Jahr lang und auch das verschwand wieder und bis heute ist mein Augendruck völlig ok.

Dann kamen der Schwindel und die anderen Sachen.

Ist doch komisch, daß sich die Dinge so abgelöst haben, oder!?

Vielleicht erkennst du da irgendeinen Zusammenhang oder hast schon mal von sowas gehört.

Ist doch gut, wenn man sich mal wieder so richtig darüber ausläßt :-D

Da fällt einem doch das eine oder andere auf beim Schreiben.

Dir auch einen schönen sonnigen und nicht so anstrengenden Tag, Gruß Ina

S`chwi<ndlerinu28


Hi Schwindelina!

Habe mal ein bisserl gegrübelt über das Abwechseln von Symptomen Erkrankungen und auch ich bin da auf etwas gestossen...hatte als 14 Jährige ständige Ohnmachtsanfälle während meiner Periode und auch krampfhafte Unterleibsschmerzen.Mit 13 wude Bronchialasthma diagnostiziert, der dann irgendwann verschwand.Dann hatte als ich 15 war ständige Kopfschmerzen und habe mind. 3x die Woche Schmerztabletten genommen.Dann mit 16 hatte ich plötzlich erhebliche Magenprobleme,ständig war meine Magenschleimhaut entzündet (für ca.4 Monate). Dann hatte ich extremen Reizdarm...mind. ein Schub pro Tag, der auch lange anhielt und man mich schon damals ärztlich auf den kopf stellte-ohne Befund bzw. eben dieser nervöse Darm. Dann bekam ich Neurodermitis, die ich bis heute noch habe , aber nicht mehr diese extremen Phasen. Das Asthma ist auch wieder da und irgendwie wechseln die richtigen Erkrankungen sich ständig ab, also ich meine das, was sich nachweisen lässt wie Asthma, Neurodermitis, Reizdarm aber die Einzelsymptome sind immer irgendwie gleich...Schwindel, Herzrasen, Atemnot, je nachdem wo der Körper grad Bock drauf hat...ohne Einfluss meinerseits und wirklich gestresst fühle ich mich eigentlich gar nicht...das ist das komische daran.

Lebbe geht weider...irgendwie {:(

s/chw5indelxina


Doch die Psyche ???

Dia Sachen, die du hattest, sind eigentlich alle typisch psychosomatische Erkrankungen. Also doch ???

Also eigentlich würde es mir wunderbar gehen, wenn der ganze Scheiß nicht wäre. Manchmal denke ich auch, sollen sie doch ruhig eine Krankheit feststellen, dann könnte man wenigstens was dagegen machen.

Heute war z. B. mal wieder ein angenehmer Tag. Habe den ganzen Nachmittag im Garten gewurschtelt und siehe da: Keinerlei Beschwerden. Ich habe 4 Säcke Blumenerde a 45 kg getragen und es hat mir nichts ausgemacht. Ist doch seltsam, oder. Aber wenn ich nichts mache, geben sich die Beschwerden praktisch die Hand, als wenn sie mich richtig fertig machen wollen. Na ja, schaffen sie ja auch meistens :-/

Wir grillen jetzt erst mal. Wenigstens leidet mein Hunger nicht

;-D. Leider ;-)

s andyx98


Angstzustände/Panikattacken

Hallo, alle miteinander!

Will euch mal meine Erfahrungen und Symptome in Bezug auf Angststörungen schildern. Ihr schreibt teilweise, dass ihr besser damit leben könntet, wenn für die ganzen Symptome eine Krankheit festgestellt würde. Das mag vielleicht bis zu einem gewissen Grad stimmen. Aber glaubt ihr wirklich, dass es euch damit besser gehen würde? Was macht ihr, wenn für fast jedes Symptom eine andere Krankheit gefunden wird? Das ist nämlich bei mir der Fall und es kann einen ganz schön runterziehen. Ich schildere euch mal meine Symptome, aber nicht díe genaue Diagnose. Denn aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass sich Angstpatienten die Probleme Anderer sehr schnell annehmen:

-Herzrasen,-stolpern, Schwindelattacken (kommt von Herz und Schilddrüse)

-Magenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen (kommt vom Magen)

-Rückenschmerzen (kommt von Bandscheibe und Darm)

-Enge- und Kloßgefühl im Hals (Schilddrüse)

-Durchfall (Darm)

Jetzt die Symptome, wo es keine Ursache gibt oder ich es nicht nachprüfen lassen habe:

-Atemnot (aus Angst oft hyperventilliert)

-Schweißausbrüche (o.B.)

-verschwommenes Sehen (nicht nachprüfen lassen)

-Gefühl, nicht wirklich "da" zu sein (o.B.)

-Schlafstörungen (o.B.)

-Ring um Kopf (nicht nachprüfen lassen)

-unter Druck ständiger Harndrang (nicht nachprüfen lassen, habe öfter aber auch Blasenentzündungen gehabt, wenn es mir seelisch schlecht ging)

-Blitzen und Flimmern vor den Augen (nicht nachprüfen lassen)

-innere Unruhe und Zittern der Hände (o.B.)

Diese Symptome sind bei mir nach einer 2 1/2-jährigen Therapie fast alle komplett weg. (außer Schlafstörungen ab und zu) Wenn ich unter Druck stehe, habe ich allerdings auch noch abgeschwächte Symptome (Schweißausbrüche, Atemnot, Harndrang). Doch durch die Therapie habe ich gelernt, damit anders umzugehen. Es ist natürlich nicht immer einfach, da ich als chronische Patientin in ständiger ärztlicher Behandlung bin. Da habe ich schon manchmal Angst, dass wieder eine neue Krankheit dazu kommt. Aber meine Krankheiten sind nicht lebensbedrohlich.

Was mir auch geholfen hat, viel Druck abzubauen, ist Sport. Selbst Herzpatienten sowie auch Rückenpatienten sollen nach ärztlichem Rat (sanften) Sport treiben, das kommt immer ganz auf die Diagnose an. Ich gehe joggen, schwimme und fahre Rad. Natürlich muss man schon darauf achten, dass man sich nicht übernimmt und langsam anfangen. Mir macht das auch nicht immer Spaß, aber ich ziehe das durch. Und ich bin seelisch stabil. :)^

Liebe Grüße und viel Glück!*:)

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