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Wie man sich von seinen Eltern loslösen kann/ Narzissmus

-{diameond2x2-


@ der Ernst:

Huhu, dir gehts hoffentlich auch gut?

"Du machst vermutlich den Fehler, Dich mit Worten zu rechtfertigen. Das ist bei so einem Fehlverhalten falsch. Damit läßt Du Dich auf die primitive Ebene dieses Menschen hinunterziehen"

Ja, genau das habe ich immer gemacht. Danach habe ich mich irgendwo immer als Verlierer gefühlt, weil ich dann emotional dann doch wieder mit den Nerven fertig war, weil ich gemerkt habe, ich komme gegen sie nicht an - auch wenn ihre "Argumente" einfach meist sinnlos sind. Im Endeffekt habe ICH geheult, war ich traurig...sie hat zwar manchmal auch geheult, aber wirklich aus Wut, weil sie dann wirklich der Meinung ist, ICH bin egoistisch, frech etc... (ich bin einer der verträglichsten Menschen, die ich kenne :-/ ) - und dann habe ich mich auch noch zusätzlich schlecht gefühlt.

Das muss aufhören. Ich hoffe, ich kann es in Zukunft so schaffen, wie du es geschrieben hast, und wie ich es auch getan habe. Das nötigste Erklären, dann Schweigen.

Und werden sich daraus dann längere Probleme ergeben oder ähnliches, wird mein Vater es ja mitbekommen und dann verlange ich von ihm, dass er seine Meinung dazu abgibt. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich ihm das sagen, am Besten, wenn wir wieder so ein Gespräch führen (und er dann hoffentlich da ist).

Wie gesagt, da gestern hat es eigentlich gut geklappt. Ich habe mir auch dieses Schutzschild vorgestellt welches ich weiter oben beschrieben hatte. Und danach hab ich mich tatsächlich eher als die "Überlegenere" gesehen und musste auch nicht heulen.

Ich hoffe, ich kann das schaffen. Heute hab ich außer "Hallo" noch nichts mit ihr geredet, und das Problem ist, wenn wir uns dann über Tage anschweigen, tut mir das auch weh....und dann falle ich doch wieder in alte Muster zurück und will alles erklären und diskutieren, was ja aber nichts bringt.

Wie könnte ich das noch schaffen, dies zu ändern?

Ach ja: Du sagst, du bist selbst ein Narzisst, zumindest ein Teil von dir. Hast du eine Familie? Wenn ja, gab es Probleme, und wie habt ihr sie gelöst? Ich finde es jedenfalls toll, dass du da zu so viel Selbstreflexion und anscheinend auch zur Veränderung fähig bist - relflektieren kann meine Mutter vielleicht beschränkt auch noch, aber das war es dann auch :-/

Lg,

diamond

j[aboroxsa


Zur Eingangsfrage: Sehr. Gute. Frage.

Wenn sich die Eltern nicht von einem lösen wollen bzw. die Loslösung des Kindes gerade als Mittel zu dessen Bindung benutzen wollen, indem sie ihm vorschreiben wollen, wie es sich zu lösen hat... Bzw. eine Lösung des Kindes auf seine eigene Art so nicht gelten lassen wollen und korrigieren wollen... Doppelbindung, eine ganz feine Sache...

dFer _Ernsnt haflxt


-diamond22-

Huhu, dir gehts hoffentlich auch gut?

;-D Du meinst damit, Ernst soll jetzt mal was über Ernst erzählen? Nein, das macht Ernst nicht. ;-D

dann falle ich doch wieder in alte Muster zurück und will alles erklären und diskutieren, was ja aber nichts bringt

Das ist Märtyrertum. Eine Schuld auf sich nehmen. Sich entschuldigen, für etwas, an dem man keine Schuld hat. (etwa Schuld an der Situation, nicht an der schicksalhaften Konstellation der Charaktere und deren Folgen. Eine solche Schuld gibt es sowieso nicht.)

Dazu muß man eines verstehen: Der kranke Narziss nimmt eine Entschuldigung nicht wirklich entgegen, so wie Du es Dir vorstellst. Für ihn ist das zweierlei. Zum einen die Bestätigung, daß er/sie recht hatte, zum anderen ist es ein Zeichen der Schwäche. Ganz eindeutig ist das so. Und damit verlierst Du mit der Entschuldigung wieder posthum einen Kampf und verlierst wieder den Respekt, denn er/sie notgedrungen zwischenzeitlich haben mußte.

Wie könnte ich das noch schaffen, dies zu ändern?

Dazu kann ich Dir zwar raten, aber nicht so allgemeine, daß man es im Forum macht. Das setzt zuvieles voraus, was nicht für jeden paßt. Wenn Du möchtest, kannst gern per PN fragen.

Hast du eine Familie? Wenn ja, gab es Probleme, und wie habt ihr sie gelöst?

Darüber spricht Ernst nicht hier im Forum.

;-D

-/dia(monxd22-


Okay, ich frag den Ernst nichts mehr über den Ernst ;-D

Kannst mir gerne eine PN schreiben!

lg,

diamond

*:)

->dia<m%owndx22-


Huhu *:)

So, heute gab's gleich die nächste Diskussion...

Naja, wenn man an einem See mit Sandstrand ist, bleibt das ja natürlich nicht aus %-|

Hab eigentlich nichts gemacht, außer zwei paar Badeschuhe in den Gang zu stellen, als ich kam, um sie dann weg zuräumen.

Meine Mutter natürlich gleich zur Stelle, was dann eine Diskussion darüber auslöste, das jetzt "der ganze Sand" in "meinem Haushalt" verstreut wird (eeehm, da war eigentlich gar kein Sand mehr am Schuh...okay, 5 Körnchen vielleicht) etc.pp.

Ich erspare euch Details :-/

Naja, hab ein wenig mehr diskutiert, als mir eigentlich im Nachhinein lieb war. Bin aber dann wenigstens hart geblieben in meiner Meinung, hab nichts mehr dazu gesagt und fertig.

Jetzt ist sie wieder beleidigt und spricht nicht mehr, bzw. nur noch in sehr kurzen, sehr beleidigt klingenden Sätzen (ich musste eben notgedrungen was fragen) mit mir... %-|

Argh..wie kann man nur so sein??

Ist es eigentlich so, das Narzissten sich auch sehr schlecht selbst entschuldigen können und die Fehler immer nur bei den anderen liegen?

NureineFrage, wie geht's dir eigentlich so??

Lg,

die Muttergestresste

diamond

jNa"borcosxa


Natürlich!!! Narzißten schieben die Verantwortung und Schuld immer auf andere. Das geht sogar so weit, daß sie ein Problem suchen, um dann die Schuld dafür jemand anderem zuweisen zu können. Übernehmen sie Verantwortung, dann nur unter der Bedingung, daß ihnen verziehen wird bzw, daß sie dadurch die guten sind - also nur zum Schein, in Erwartung einer Reaktion oder als Nabelschau - keines Falls, weil sie ihr Gegenüber irgendwie kümmert. Narzißten erklären sich auch grundsätzlich zum Opfer, daß alle so gemein zu ihnen sind und sie es nie jemandem Recht machen können. Denn schließlich wäre es ja ganz undenkbar, daß sie gar nichts machen sollten, dazu sind sie ja von Grund auf viel zu "wichtig", womöglich sogar allmächtig, was natürlich eine ungemeine Bürde ist, um die sie nie gebeten haben, aber es ist nunmal so, und sie tun ihr Bestes... Seltsam nur, daß, wenn sie als nicht mehr wichtig angesehen werden, also erlöst sind, sie furchtbar empört werden...

n%ureAinGefrapge21


hallo diamond,

ich beantworte dir deine vorletzte, längere Nachricht ein andernmal, mir geht es irgendwie nicht ganz so gut im Moment (habe Stimmungsschwankungen):

Ich glaube, deine Mutter benutzt dich dazu, ihre Stimmungen herauszulassen und nimmt deshalb irgendwelche Kleinigkeiten zum Anlass (das mit dem Sand). Das kenne ich auch sehr gut...

- aber als Kind habe ich mir alles zu Herzen genommen und mich jedes Mal schuldig gefühlt. Im Nachhinein finde ich das so lächerlich: mittags sollten wir Kinder immer ruhig sein, weil meine Mutter eine "Pause" wollte. Wir waren dann wirklich immer so leise wie möglich, weil wir Angst hatten, wir stören sie - und trotzdem kam sie meistens plötzlich ins Kinderzimmer "gestürmt", brüllte uns an, dass wir so laut waren oder schlug uns mit ihren Schuhen (wir haben sogar nur geflüstert!!!!). Hinterher saß sie heulend auf dem Sofa und ich musste mich bei ihr entschuldigen und hatte vor allem so Schuldgefühle -weil sie uns auch immer erzählt hat, dass sie - weil wir so "laut" wären, noch schwer krank würde. Ich habe dann immer versucht, sie zu trösten - aber das wollte sie auch nicht und dann hieß es: "Warte ab, bis der Papa kommt..."

Und das alles, obwohl nichts gewesen war! Irgendwie hasse ich meine Eltern manchmal dafür - aber gleichzeitig weiß ich, dass sie sich so viel Mühe gegeben haben (meine Mutter hat jeden Tag gekocht usw.) und dass sie ja nichts dafürkönnen!

Lasse dir das aber nicht gefallen, dass sie dir solche Vorwürfe machen wegen Nichts!

Vielleicht bringt es ja etwas, wenn du das ganze nicht an dich heranlässt und deiner Mutter das auch zeigst. Also wenn du ihr antwortest: "Ach, was ist denn los? Hast du schlechte Laune?"

Denn deiner Mutter ging es ja scheinbar nicht wirklich um das bisschen Sand. Ich weiß nicht, ob das geht - ich habe das manchmal, als ich älter war, zu meiner Mutter gesagt.

Liebe Grüße

Marvin

d=er Er2nst ha%lxt


nureinefrage21

Auch Du entschuldigst das Verhalten Deiner Mutter. Sie hat jeden Tag gekocht und dies und das gemacht. Aber das hat sie doch nicht freiwillig und aus reiner Liebe getan. Das sind zum Teil Regeln der Gesellschaft und zum anderen Teil sogar "nur" natürliche Triebe und Instinkte, gegen die sie zunächst gar nicht angekonnt hätte. Auch die Mütter, die ihre Kinder töteten, haben eine Zeitlang alles für sie gemacht. Außerdem hat irgendjemand für sie auch mal gekocht und alles gemacht. Dafür muß man nicht dankbar sein, man "kann" dankbar sein.

Wenn du so vorgehst, wirst Du die Altlasten dieser Kindheit nie los. Zunächst mal gehört zur Abnabelung eine gehörige Portion Verachtung für das Verhalten. Du mußt nicht den Menschen verachten, sondern das Verhalten. Und Du kannst nicht ständig entschuldigen, was untragbar ist. damit löst Du einen inneren Konflikt mit Deinem Gefühl für Gerechtigkeit aus. Hör auf in Kategorien mit Schuld und Unschuld zu denken. Irgendwas hat Deine Mutter so geprägt, dafür mußt Du sie nicht lieben, wenn es keine anderen Gründe gibt.

Löse Dich endlich von diesem Menschen, der Dir nie richtig wohlgesonnen war. Sie hat nur ihre Mutterpflichten nach außen hin erfüllt, vielleicht wegen der Leute, und immer nur soviel wie nötig.

n[urei:nefSr*age21


@ der Ernst halt

Auch Du entschuldigst das Verhalten Deiner Mutter. Sie hat jeden Tag gekocht und dies und das gemacht. Aber das hat sie doch nicht freiwillig und aus reiner Liebe getan. Das sind zum Teil Regeln der Gesellschaft und zum anderen Teil sogar "nur" natürliche Triebe und Instinkte, gegen die sie zunächst gar nicht angekonnt hätte. Auch die Mütter, die ihre Kinder töteten, haben eine Zeitlang alles für sie gemacht. Außerdem hat irgendjemand für sie auch mal gekocht und alles gemacht. Dafür muß man nicht dankbar sein, man "kann" dankbar sein.

Ich denke schon, sollte zumindest zu schätzen wissen, dass sie das überhaupt getan hat - selbstverständlich finde ich das nicht.

Wenn du so vorgehst, wirst Du die Altlasten dieser Kindheit nie los. Zunächst mal gehört zur Abnabelung eine gehörige Portion Verachtung für das Verhalten. Du mußt nicht den Menschen verachten, sondern das Verhalten. Und Du kannst nicht ständig entschuldigen, was untragbar ist. damit löst Du einen inneren Konflikt mit Deinem Gefühl für Gerechtigkeit aus. Hör auf in Kategorien mit Schuld und Unschuld zu denken. Irgendwas hat Deine Mutter so geprägt, dafür mußt Du sie nicht lieben, wenn es keine anderen Gründe gibt.

Man liebt doch Menschen nicht, weil es dafür "Gründe" gibt - sondern einfach so, denn sie ist meine Mutter - und sie verdient das auch, denn sie hatte selbst eine miserable Kindheit, Depressionen usw. - und da kann ich sie einfach nicht verachten! Außerdem braucht sie die Bestätigung, dass andere sie lieben, weil sie sich ansonsten irgendetwas antut - sie ist verzweifelt und depressiv und kein Monster, das anderen (bewusst) schaden will.

Gruß

Marvin

dber /Ernset halxt


Dann mußt Du es mit der "allesverzeihenden Liebe" machen. Aber dazu gehört, auch "sich selbst zu lieben", "sich selbst nichts vorzuwerfen" und "sich selbst nicht zu quälen". Damit fängt es sogar an, "sich selbst anzuerkennen und anzunehmen".

Viele Grüße

j8abyoro7sa


marvin Oh gott... wenn das funktioniert, bitte... aber das hört sich sehr nach Erpressung an - "weil sie sich sonst was antut".

Selbstverständlich? Meine Güte, wie sehr willst Du Dich denn für Deine bloße Existenz entschuldigen? Hast Du darum gebeten, in die Welt gesetzt zu werden ??? ? Hast Du Deine Mutter gezwungen, das zu tun? Bist Du schuld an ihrer ach so miserablen Kindheit? Sie hätte Dich ja auch verhungern lassen können, klar, da solltest Du schon dankbar sein, daß sie es nicht getan hat. Weißt Du, wie man das nennt? Parentisierung (=Verelterlichung)! Deine Mutter macht DICH praktisch zum Betreuer, schiebt DIR die Verantwortung zu. Damit übrigens auch die für jede unfaire Behandlung durch sie. Deine Mutter betrügt Dich damit um das Recht, das Kind zu sein oder gewesen zu sein, und nutzt Deine Schuldgefühle aus, die sie wahrscheinlich schon immer provoziert hat. Genau damit das fuinktioniert!

nyure/inefhrage2x1


Hallo derErnsthalt @ Jabarosa,

ich kann einfach meine Eltern nicht in so einem negativen Licht sehen, auch wenn ich weiß, dass einiges sehr hart war, was sie gemacht haben. Ich versuche es einfach so zu sehen, dass sie auch nur Menschen sind, die Fehler machen.

Sie haben viele gemacht - aber ich auch.

Klingt vielleicht etwas naiv alles - aber ich möchte meine Eltern einfach nicht hassen müssen.

Marvin

jqabo/rosxa


marvin das ist ja auch in ordnung oder vielleicht sogar wünschenswert... nur, wenn das einen ständigen konflikt bedeutet, in dem du ständig leidest, wenn das bei dir eine bereitschaft zum leid hervorruft, wenn es also zu einer zwiespältigkeit führt, wenn diese milde dazu führt, daß du schaden nehmen kannst, dann ist das doch schlecht, oder? identifikation mit dem aggressor ist was ganz, ganz übles und tritt immer dann auf, wenn man sich nicht vom aggressor distanzieren kann.

ich wünsche dir, daß es auf deine art so funktioniert, daß es dich eben befreit, sehr... aber... :°(

dJerY ErnsGt haZlxt


nureinefrage21

Es gibt zwei Wege.

Den einen Weg über die Abnabelung und Ablehnung des Verhaltens der Mutter (oder der Eltern). Da gehört, je nachdem, wie sehr man das verfeinern möchte, ein "Werkzeug" dazu. Ein "schwerer Hammer fürs Grobe" wäre Hass. "Leichtere Werkzeuge" wären Ablehnung und Mißachtung des Verhaltens.

Du sollst übrigens nicht Deine Eltern ablehnen und mißachten, sondern ihr Verhalten. Daß Du das nicht auseinanderhältst, zeigt schon, daß Du noch sehr viel differenzieren müßtest. Du bist in "einem Schwebezustand bei einer unfertigen Arbeit".

Der andere, weitaus längere und nie endende Weg führt über die Liebe. Diesen Weg kann man nur in Verbindung mit einem tiefen Glauben an Gott und an einen Sinn seiner "ganzenzen" Schöpfung gehen, mit allem, was darin enthalten ist. Somit wäre Deine Kindheit sinnvoll und sogar nötig gewesen, um Dich auf diesen Weg der Liebe zu bringen.

Auch von diesem Ziel bist Du weit entfernt. Du denkst noch in kausalen Zusammenhängen von Schuld und Ursache. Und Du liebst Dich nicht selbst und nimmst Dich nicht selbst an, so wie Du bist. Das ist aber erste Voraussetzung, um andere (Deine Mutter) so lieben zu können, daß daraus in der Tiefe Deiner Seele nicht neues Leid entsteht.

n5ur~einefr"agex21


@ alle

Ich wollte erst noch mal die alte Nachricht von diamont beantworten... ist alles ok bei dir?

....Vielleicht sind das auch alles nur Ausflüchte Aber ich glaube, ich muss einfach erst in die Therapie, bevor ich diesen Schritt gehen kann... Am liebsten würde ich wirklich momentan mit meinem Freund zusammenziehen, aber das klappt halt jetzt noch nicht.. und vielleicht wäre es echt besser, erstmal alleine zu sein, auch wenn ich eigentlich denke, nicht der Mensch dafür zu sein...

Und warum möchtest du dann alleine sein?

.......Beim Studium würde ich auf dein Bauchgefühl hören. Kannst du dir vorstellen, mit Deutsch/Philosophie glücklich zu werden? Oder mit Psychologie? Oder interessiert dich doch was ganz anderes?....

Ich weiß es im Moment irgendwie nicht, ich bin total unentschlossen. Letztendlich wird es aber wohl auf Psychologie hinauslaufen, denn ich habe mich auch schon bei der ZVS beworben und interessiere mich am meisten dafür. Wie gesagt: Ich weiß ja nichtsmals, ob ich überhaupt weiter studieren werde

.......Was würdest du denn ansonsten noch gerne machen?.....

Ich hatte auch schon überlegt, Kunst oder Musik oder so zu nehmen - aber ich kann ja nicht alles studieren

............Seltsam, wie sich unsere Familienstruktur gleicht, oder?

Allerdings war unser Vater uns gegenüber nie aggressiv, sondern eigentlich meist sehr liebevoll - er ist derjenige, der quasi den anderen Pol bildet - ruhig, gelassen, gutmütig. Er hat uns meist alles erlaubt, uns überall hingefahren etc. Das Problem ist, das meine Mutter eben auch dies versuchte zu untergraben ("Nein, du fährst sie jetzt nicht nach xy" etc.), und mein Vater oft eben nicht Mannes genug war, SICH und seine Ansicht der Dinge durchzusetzen, so dass meine Mutter doch immer am längeren Hebel sitzt. Er hat einfach fast nie die Courage, zu sagen "Das dürfen sie jetzt aber einfach", er sagt entweder "Dann mach's halt einfach" worauf meine Mutter sagt "Wenn du xy machst, dann...:" ...............

Ja, das sollte auf jeden Fall aufhören. Dann kannst du deinen Vater ja eigentlich gar nicht wirklich ernst nehmen und er ist nicht wirklich für dich da - er wird halt vion deiner Mutter unter Druck gesetzt (genauso wie du...) - ich weiß auch nicht, was du da wirklich machen kannst. Ich glaube, es läuft letztendlich immer alles nur auf die "innere Distanz" dazu hinaus, auch wenn ich selbst weiß, wie schwer das ist!

.................Ach ja: Diese Selbstzweifel habe ich auch dauernd. Deswegen lasse ich dann meist anderen den Vortritt, lasse mir Entscheidungen abnehmen und denke mittlerweile selbst, keine eigene Meinung zu haben. Ich denke, das ganze hängt auch wiederum mit meinen vielen Ängsten zusammen.

Im Studium habe ich gottseidank nicht solche großen Versagensängste, weil ich da mittlerweile einfach sehe, das es läuft. Und das würde es bei dir bestimmt auch! .............

Ja schon, aber ich habe auch dann, wenn ich erfolgreich bin, Versagensängste - aber das ist auch nicht so schlimm und im Moment viel besser, weil mir die Klausuren euinfach egal sind (ich breche ja voraussichtlich sowieso ab)

...............Dafür bei anderen Dingen umso mehr... ich trau mich einfach nie so richtig, egal, bei welchen Belangen...

Ich merke auch schon, früher war ich viel lebenslustiger, habe mich viel mehr einfach mal getraut, gelebt halt...

Heute habe ich bei allen möglichen Sachen halt Ängste, Bedenken etc., traue es mir nicht zu, bin blockiert... ...............

Ich glaube, da kann dir ein Therapeut wirklich helfen. Meine Schwester hatte Ängste als Begleiterscheinung der Magersucht und hat sie in einer Verhaltebnstherapie überwunden: dort lernst du, wie du dich verhalten kannst, wenn du diese Ängste hast.

Habe mal gelsen, dass man Ängste nur dann überwindet, wenn man sich ihnen stellt - ich finde, das passt ganz gut, oder? Wenn du einfach gerade das machst, wovor du Angst hast, machst du damit vielleicht positive Erfahrungen, so dass die Ängste allmählich vesrchwinden. Und wenn du negative Erfahrungen machst, kannst du wenigstens stolz sein, es dich getraut zu haben .-)

.............Ich finde es übrigens toll, dass du jetzt durch weniger Besuche dich auch ein wenig loszulösen versuchst............

Ja, ich versuche das irgendwie.

.......Und unsere Mütter sind für ihr Leben verantwortlich...........

Das ist wahr, aber meine Mutter ist leider so schwach, dass sie ihr Leben nicht selbst auf die Reihe bekommt und andere dafür braucht - früher waren meine Schwester und ich für sie da bzw. mein Vater, jetzt sind meine Eltern getrennt und wir ausgezogen - und seitdem verschlechtert sich ihr Zustand immer mehr. Auch deine Mutter scheint nicht so stark zu sein, oder?

...........Denkst du, deine Mutter könnte sich dann wirklich etwas antun?

Hängt sie auf gewisse Weise also doch sehr an dir?............

Ja, meine Mutter hört dann zum Beispiel auf zu essen ("Ach du kommst heute nicht! Das schlägt mir auf den Magen, dann esse ich heute nichts!") Und das Blöde ist: sie macht es wirklich und sie ist schon so dünn! Ich weiß nicht, ob ihr viel an mir liegt. Als mein Vater drei Wochen im Urlaub war, wollte sie mich fast gar nicht sehen - aber wenn ich bei meinem Vater war, will sie mich mindestens doppelt so lange sehen.

.....Wie alt bist du eigentlich, wenn ich fragen darf?........

21

@jabarosa und der Ernst halt

So habe ich das alles eigentlich nicht gemeint, ich wollte euch nicht schockieren, es tut mir nur so gut, darüber mal schreiben zu können (Das ist alles sehr erleichternd). Ich mache gerade eine Therapie und ich versuche auch, dass dem Therapeuten zu sagen, aber ich habe einfach eine ziemliche Blockade im Kopf, wenn ich etwas Negatives über meine Eltern sage.

Ich versuche den Weg der "inneren Distanz" - das klappt manchmal, aber manchmal auch nicht, insbesondere dann, wenn meine Mutter etwas macht, was auf Kosten meiner Schwester geht. Da könnte ich echt austicken.

Liebe Grüße an alle

M

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