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Wie man sich von seinen Eltern loslösen kann/ Narzissmus

jQabbo[ros2a


du hast mich nicht schockiert, ich habe viel zu viel erlebt - zum Beispiel, daß ein Menschenleben keine Rolle spielt, also meins, bereits als Kind, und wozu Menschen fähig sind - als daß noch irgendeine Naivität bei mir übrig wäre, durch die ich schockiert werden könnte...

Und den Ernst, denke ich, auch nicht.

Aber wütend und traurig werde ich wegen einigem doch, wenn ich es bei anderen sehe...

Was Dir gut tut, ist richtig. Doch daß Du einen Block bei der Äußerung von etwas negativem über Deine Eltern hast, ist Angst... das ist dir bewußt, oder? Vernichtungsangst, denn es könnte sein, daß Deine Eltern, da sie nicht stabil sind, sich von Dir abwenden, wenn Du etwas schlechtes über sie denkst oder sagst, und dann stirbst Du... Deshalb schützt Du sie. Aus Angst um Dich selbst. Und das ist sehr traurig.

-hdiacmSondx22-


Hallo ihr!

Also erstmal sorry, wenn ich jetzt auf keinen Beitrag näher eingehe, aber es ist schon so spät, und ich habe eigentlich den Computer nur noch mal angemacht, weil ich mir ein wenig was von der Seele schreiben muss und euren Rat brauche….

Die anderen Beiträge beantworte ich morgen dann.

Also:

Ich hatte vorhin sehr lange ein Gespräch mit meiner Mutter und dann später auch noch mit Mutter und Vater.

Eigentlich fing das Gespräch mit meiner Mutter mit belanglosen Sachen an. Irgendwann meinte sie dann, wenn wir doch gerade beim Sprechen wären, sie hätte mir noch was zu sagen. Dann kam die alte Leier von wegen "So redet man nicht mit seiner Mutter" (dies war wegen der letzten "Schuh-Geschichte", die ich geschildert hatte….)….

Ich habe ihr dann zum x-ten mal versucht zu erklären, dass ich mit ihr nicht mehr normal reden kann, wenn sie nicht auch normal mit mir redet und mich wie eine erwachsene Person behandelt.

Ich hatte ja schon gesagt, letztes Mal hatte das "ignorieren" nicht so gut funktioniert.

Ich bin allerdings der Meinung, dass ich eigentlich nie etwas richtig böses sagen. Okay, ich habe "Leck mich" gesagt, als ich die Tür irgendwann hinter mir zugeschlagen hab… :-/ Aber da war ich halt einfach schon total angepisst und danach haben wir auch nicht mehr geredet, aber das hält sie mir dann 1000 Mal vor.

Das Problem ist, sie sagt mir ins Gesicht, dass wenn sie verbal ausrastet, dass sie "halt so sei", sie sei allerdings die Mutter, es wäre ihr Haushalt, solange ich hier wohnen würde hätte ich mich zu fügen und das "Kind" hätte eben nicht so mit der Mutter zu sprechen und fertig. Ich könne mich zwar wehren (ja wie denn?), aber ich dürfte mir nicht erlauben, "so" mit ihr zu reden…

Naja, irgendwie kam dann wieder eines zum anderen….

Es bringt einfach nichts, darüber zu diskutieren. Sie wird mich nicht verstehen.

Sie sagt, sie hat ja kein Problem, ich müsste mich einfach an ihre "Regeln" halten und fertig. Dass ich es ihr aber nie Recht machen KANN (siehe ihren Putzfimmel), sieht sie aber nicht! Und statt dessen hackt sie immer wieder auf mir herum, verbietet mir quasi, mich in irgendeiner Art und Weise zu wehren (ignorieren wird ja ebenso wenig toleriert –dann rennt man mir halt nach- wie Stellung beziehen) und ist dann aber selbst sauer, weil es eine "Frechheit" wäre, das ihre Regeln nicht eingehalten werden.

Ich habe ihr dann ja sogar einen Kompromiss in Punkto "Haare in meinem Zimmer" angeboten, obwohl selbst der mir widerstrebte, doch selbst diesen wollte sie erst gar nicht annehmen. "Ich mach das net gescheit"…da sieht man ja, dass selbst ein konstruktiver Lösungsansatz nichts bringt. Und das macht mich alles einfach wütend, sauer, enttäuscht, traurig und irgendwann kaputt!

Ich hab dann halt irgendwann geheult, meine Mutter dann auch halb..

Dann kam mein Vater herein. Er hat gottseidank eindeutig meine Position bezogen und mich darin unterstützt, dass man es ihr nie Rechtmachen kann, dass sie doch weiß, dass ihre verbalen Ausbrüche doch unter aller Sau sind, dass es eben darum geht, WIE sie mit mir umgeht, dass sie mir immer das Gefühl gegeben hätte, ich könne nichts, zumindest, was Haushaltsmäßiges betrifft….

Er hat mich dann in den Arm genommen und ich hab geheult und gesagt "Ich will hier nicht mehr wohnen". Naja, dann meinte er sofort, wenn ich wirklich ausziehen will, dann soll ich es sagen, er schaut mit mir zusammen, ich bekomme ein Zimmer, er unterstützt mich…Er will nicht, dass ich mich hier fertig mache und dass er "nicht noch jemanden in der Familie hat, der sein Leben lang zum Psychologen geht"….

Und dass ich ihm sehr wichtig bin und er will, das es mir gut geht.

Ich habe dann erklärt, dass ich das wirklich gerne hätte, dass ich mir in letzter Zeit sehr viele Gedanken um alles mache und ich das Gefühl habe, vieles hängt bei mir eben einfach zusammen (eben meine Unentschlossenheit, Unselbständigkeit, Angsterkrankung, das mit meiner Mutter), und dass das wohl nur besser werden kann, wenn ich von daheim weg bin.

Meine Mutter hat das heruntergespielt, klar hätte ich damit ein Problem, das hätten alle, die in dem Alter noch daheim wohnen, aber ein ernstes psychisches Problem wäre das wohl nicht, ich solle sie fragen….

Ich hab dann gefragt, ob sie mir unterstellen will, dass ich also nicht einschätzen kann, ob ich ein Problem habe oder nicht *rolleyes*

MIR geht es damit schlecht, und es ist meine Zukunft.

Und ich habe wirklich das Gefühl, wenn das alles noch länger so bleibt, hab ich irgendwann vielleicht einen ernsthaften psychischen Knacks, und das hab ich auch gesagt. Meine Mutter hat halt vieles auf sich bezogen und wie gesagt, sie versteht wohl nicht genau, wo mein Problem liegt…es wäre ja normal, dass man selbständig werden will und dann eben ein Problem daheim hat. Naja, so einfach ist die Sache halt net. Mein Vater stand die ganze Zeit hinter mir und hat auch versucht, meiner Mutter zu erklären….

Ich habe halt meiner Mutter gesagt, dass es nicht darum geht, sie schlecht zu machen, oder darüber zu urteilen, wie meine Kindheit war (alles in allem war die schön, ehrlich). Aber es geht um JETZT, und dass ich diesen Zustand so einfach nicht mehr aushalte. Dass sie eben ist, wie sie ist, aber dass ich auch sein will, wie ich bin. Und da Kompromisse nicht möglich sind, ich eben auf Dauer nur diesen Weg sehe, und dass es mir darum geht – seelisch möglichst wieder "heiler" zu werde und die Dinge, die ich bei mir verändern will, in Angriff zu nehmen.

Naja, wir sind dann so verblieben, dass wir jetzt mal schauen, was es so gibt.

Ich würde auf jeden Fall unterstützt werden (wie und in welchem Maße, das wird dann noch heiter werden….Meine Mutter wird wahrscheinlich nicht mal halb so viel tun wollen), aber müsste dann wohl auch noch was arbeiten. Das müssten wir dann eben durchrechnen.

Wisst ihr, wie das mit dem Wohngeld ist? Da hätte ich ev. Anspruch drauf, oder? Wo beantragt man so was? Oder gibt es sonst noch Unterstütungsmaßnahmen?

Naja, jetzt bin ich halt ziemlich durch den Wind. Das Problem ist, ich bin echt froh, dass das angesprochen wurde, und ich habe auch gesagt, das ich will, dass das kein einmaliges Gespräch bleibt, sondern ich da wirklich schauen will.

Aber bei mir tun sich jetzt auch schon wieder Ängste auf…

Klar, was positiv wäre: Ich wäre endlich mein eigener Herr im Haus, ich könnte lernen, selbständig zu werden. Ich müsste zwar alles selbst machen und wohl auch ein wenig nebenbei Arbeiten, aber ich wäre ein selbständigerer Mensch.

Vielleicht würde das bei mir einiges anstoßen oder bewirken?

Aber dann: Meine Angst, meine Zweifel  Momentan habe ich ja echte Probleme mit dem alleine sein – mittags, weil ich dann immer denke, mir wird kreislaufmäßig komisch (die Angst halt), abends, weil ich ersteres denke und zweitens immer Angst habe, jemand bricht ein :-/ Wenn ich jetzt alleine wohnen würde – was ist, wenn sich das noch verschlimmern würde? Wenn ich jeden Abend alleine in der Wohnung sitzen würde und Panik hätte?

Und dann, ich klammere ja momentan schon an meinem Freund, wo wir ja auch ein Problem haben, dass ich ihm zu wenig Freiraum gebe seiner Ansicht nach.

Was wäre, wenn ich dann noch mehr klammern würde, weil ich eben ängstlich wäre und wollte, dass er möglichst oft da ist etc.?

Was ist, wenn ich mit dem all nicht zurecht kommen würde? Zurück wollte ich dann auf keinen Fall!

Am liebsten wäre mir ja eine WG oder ein Wohnung zusammen mit meinem Freund (was halt eher nicht geht, und ich glaube, er wollte es auch momentan noch nicht).

Aber vielleicht wäre das auch nur ein Wegrennen vor meiner Angst?

Aber auf der anderen Seite, vielleicht bin ich auch gar nicht der Mensch dazu, der gerne alleine wohnt? Ich wollte schon früher, als ich die Kreislaufangst noch nicht hatte, eigentlich nicht mal alleine wohnen….

Ich bin da echt total im Zwiespalt gerade. Ich weiß, ich muss mich nicht morgen entscheiden, aber ich WILL ja, das etwas passiert, und ich will nicht, dass meine Ängste dies verhindern…

Was denkt ihr??

Wie gesagt, denn ich könnte ja auch z.B. mit meinem Freund intensiver darüber reden, ob zusammenziehen nicht doch eine Lösung wäre..aber ich weiß halt nicht, ob das nicht der falsche Weg wäre.

Ich hab halt echt Angst, ich pack das alleine nicht, hab dann Angst, klammere noch mehr etc….

Ich weiß, das war viel, aber ich hoffe, ihr könnt mir helfen!!

Machts gut, und danke, ich finde es toll, dass ihr mir so lieb helft…und wie gesagt, auf die anderen Sachen antworte ich noch!

Lg,

diamond

-.diamoZnd2s2-


oh, und nur kurz @jaborosa:

Hab grad deinen Beitrag über mir gelesen.

Ich glaube, so ähnlich denke ich auch :-/

Ich habe Angst, dass meine Mutter (mein Vater nicht) sich von mir abwenden könnte, wenn ich mich zuviel mit ihr streite.

Ich denke nicht, dass sie es bei einem Auszug machen würde, aber wie gesagt, bei zuviel Streit, zuviel Negativem...

Und das würde ich nur sehr schwer ertragen. Aber das ist doch auch irgendwie menschlich, oder? Man hat doch nur die einen Eltern....

Oh mann, ich muss jetzt schlafen, ist schon viel zu spät.....

*:)

j/ab"oro_sa


oh gott

sieh zu, daß du da raus kommst... diese Doppelbindung ist ja die reinste Hölle... Du bist ja völlig hinüber!

Wieviel verdienen Deine Eltern? Das könnte für das Wohngeld wichtig sein. Es kann sein, daß es Dir zusteht, es kommt auf Dein Einkommen an.

Für mich bist Du soweit, daß Du durch die ständigen Widersprüche in Deinem Leben oder in den Erfahrungen mit Deiner Mutter nicht mehr unterscheiden kannst, ob Dun nun Angst vor Nähe oder Angst vor Einsamkeit hast. Daher dieser Wirrwarr von Angst, was die Einsamkeit betrifft. Anders ausgedrückt: als Du jemanden brauchtest, hattest Du Angst, niemanden zu haben, aber als Du dann jemanden hattest - Deine Mutter - war es auch nicht so klasse. Du mußt vielleicht vor beidem Angst haben? Wenn Du Nähe verläßt, wird es gefährlich, aber wenn Du sie suchst, wirst Du auch wieder beleidigt. Daß Deine Kindheit schön war - mag sein, aber vielleicht erscheint sie Dir auch nur so, weil Dir vieles als kleines Kind noch nicht aufgefallen ist.

Das mit dem Sterben meinte ich wörtlich Kinder in einem bestimmten Alter kriegen Todesangst, wenn sie die Zuneigung ihrer Eltern gefährdet sehen. In der Zeit lernen sie, wie sie denken und fühlen müssen, um das zu überwinden. Wenn schädliche Kompromisse dafür nötig waren, herzlichen Glückwunsch... Diese Angst, das aufzulösen, was einen damals vor der Todesangst bewahrt hat, kommt daher, daß die alte Vernichtungsangst wieder aufbricht. Sie ist dann nicht mehr gebunden. Vielleicht spürt man, daß das alles eine große Lüge war, daß Mama und Papa einen tatsächlich nicht lieb hatten, und als Kind konnte man nichts entgegen setzen, aber eine Lüge ist dann immer noch besser als diese Vernichtungsangst.

Soetwas nennt man übrigens Komplex. Jeder hat Komplexe: ein Komplex ist nichts weiter als eine Verbindung Gefühle-Erfahrungen in sich ähnelnden Situationen. Ein Komplex ist praktisch eine seeliosche Einheit, nmit der gearbeitet wird. Ein Instrument. Nichts krankes, zunächst. Jemand, der gesunde Vorstellungen von dem Miteinander hat, hat einen gesunden Komplex in Sachen Partnerschaft oder Gemeinschaft. Er verbindet das richtige damit, das gesunde. Man könnte einen Komplex also als seelische Einheit begreifen, in der Erfahrungen und Gefühle in einen Einklang gebracht wurden, damit mit ihnen umgegangen werden kann. Ziel: Sicherheit. Wenn aber in diesen Komplex Angst eingearbeitet wurde und als Gegenmittel Lüge, dann funktioniert dieser Komplex zwar, aber nur, weil er Angst bindet. Um so bedrohlicher ist es, diesen Komplex aufzulösen, um die Angst zu entfernen oder zu verkleinern. Denn dann ist sie erstmal da. Naja, und immerhin ist in diesem Komplex dann ja noch anderes eingewoben - was, wenn das dann auch anders ist und sich vielleicht das gesamte Leben als Lüge herausstellt? Noch dazu wegen etwas, wegen dem man sich unschuldiger Weise anlügen mußte und wofür man gar nichts konnte?

Komplexe kommen und gehen übrigens. Sie entstehen, verringern sich, werden aufgefrischt, je nachdem... Dabei sind sie sehr subjektiv. Es ist nicht gesagt, daß etwas diesem zugeordnet werden muß, aber es wird eben - wegen irgendetwas, wegen Konstellationen usw. Komplexe bilden sich ein ganzes Leben lang. Es sind einfach Zuordnungen von Gefühlen zu Erfahrungen.

j/ab[orCosa


und das, um eine innere Ordnung herzustellen, nach der gehandelt werden kann. Interessant übrigens in dem Zusammenhang der englische Ausdruck für Geistesgestörtheit: disorder - Unordnung! Oder auch das deutsche "Verwirrt".

Diese Unordnung wird als bedrohlich eingestuft, weil es sein kann, daß man in lebenswichtigen Situationen handlungsunfähig ist.

Mqittagsqstexrn


der Ernst halt

[Den einen Weg über die Abnabelung und Ablehnung des Verhaltens der Mutter (oder der Eltern). Da gehört, je nachdem, wie sehr man das verfeinern möchte, ein "Werkzeug" dazu. Ein "schwerer Hammer fürs Grobe" wäre Hass. "Leichtere Werkzeuge" wären Ablehnung und Mißachtung des Verhaltens.

Du sollst übrigens nicht Deine Eltern ablehnen und mißachten, sondern ihr Verhalten. Daß Du das nicht auseinanderhältst, zeigt schon, daß Du noch sehr viel differenzieren müßtest. Du bist in "einem Schwebezustand bei einer unfertigen Arbeit".

Der andere, weitaus längere und nie endende Weg führt über die Liebe. Diesen Weg kann man nur in Verbindung mit einem tiefen Glauben an Gott und an einen Sinn seiner "ganzenzen" Schöpfung gehen, mit allem, was darin enthalten ist. Somit wäre Deine Kindheit sinnvoll und sogar nötig gewesen, um Dich auf diesen Weg der Liebe zu bringen.

Auch von diesem Ziel bist Du weit entfernt. Du denkst noch in kausalen Zusammenhängen von Schuld und Ursache. Und Du liebst Dich nicht selbst und nimmst Dich nicht selbst an, so wie Du bist. Das ist aber erste Voraussetzung, um andere (Deine Mutter) so lieben zu können, daß daraus in der Tiefe Deiner Seele nicht neues Leid entsteht.]

Ich finde Deinen Beitrag sehr interessant, es scheint, Du kennst beide Wege, stimmt das? Kannst Du von Deinen Erfahrungen berichten?

j<a|boJrosxa


Provokationen

meine Eltern haben eigentlich nie irgendwas auf die Reihe gekriegt. Meist haben sie bloß immer alles versaut, weil ihre abstrusen Erziehungsinhalte immer nur aus irgendwelchen Minderwertigkeitskomplexen oder einem verschrobenen Weltbild heraus geboren worden waren. Am Besten wäre es immer gewesen, sie hätten einfach ihr Maul gehalten. Aber das haben sie nicht. Eigentlich haben sie solange an einem rumgetriezt, bis man gar nicht mehr wollte. Sie haben einen durch Dschungels gejagt und versucht, einem Dinger nahe zu bringen, die man unmöglich annehmen konnte: Sozialangst, Zwanghaftigkeit, Achtlosigkeit, Stimmung auf Befehl. Da saß man dann irgendwann nur noch regungslos da, bis man irgendeinen Berg von Bedingungen vor sich stehen hatte, auf Grund dessen man dann doch jetzt mal machen sollte. "Nun sei doch mal nicht so empfindlich!" "Nun lach doch mal!" "Nun sei doch mal etwas besser gelaunt!". und dann, wenn sie gemerkt haben, daß nix ging, haben sie resigniert den Kopf geschüttelt - und das hat mich dann erst recht zornig gemacht!!! Manchmal, ganz selten, sind sie auch aufgewacht, und haben kapiert "Ach, das hätten wir dann wohl so gar nicht machen sollen...", aber da war es auch schon zu spät (und auch das hat mich furchtbar zornig gemacht, vor allen Dingen wenn man schon zig mal davor gesagt hatte, laß die Finger davon!!! Aber Nein, die verdammte Eitelkeit, man muß ja erstmal daran herummachen.

Und erstmal alles kaputt machen, ohne Sinn und Verstand...).

Nach dieser Erkenntnis ihrerseits kam dann übrigens erstmal eine Runde depressives Selbstmitleid, daß sie ja alles immer so verkehrt machen würden, das Selbstmitleid, daß sie das ja nicht hinkriegen würden... Sie fühlten sich auch immer als Opfer, weil alle so gemein zu ihnen waren und ihnen nie jemand sagen würde, wie sie es richtig machen sollten, und immer wären sie die Bösen...

-qdliam{ond22x-


@ jaborosa:

" Wenn Du Nähe verläßt, wird es gefährlich, aber wenn Du sie suchst, wirst Du auch wieder beleidigt"

Ja, mit diesem Satz könntest du Recht haben. Ich hab vor beidem Angst, und dann irgendwie noch mehr vor dem alleine sein.

Ich habe halt Angst, hier bei meiner Mutter echt einen psychischen Knacks zu bekommen (fängt ja schon an, bzw. hab ich ja irgendwo schon), wenn ich noch länger bleibe, will also Distanz.

Aber aufgrund meiner Ängste will ich auch Nähe, weil ich das Gefühl habe, nicht alleine sein zu können :-(

@all:

Was würdet ihr mir jetzt raten in punkto ausziehen etc.?

Ich weiß es nicht....Es wagen? Eventuell mit Freund? Besser ohne Freund? Ahhhh :-(

Ich habe übrigens in 2 Wochen 2 Vorgespräche bei psychologischen Psychotherapeuten, habe heute die Termine ausgemacht :-)

Lg,

*:)

-:diammond)22x-


Ach ja: Meine Ma kann ja nicht arbeiten gehen, mein Vater wird wohl so um die 3500-4000€ rausbekommen im Monat...

Ich habe noch eine Schwester, aber die fängt jetzt ihre Ausbildung an....

Ist das zuviel, um Wohngeld zu bekommen?

Wo muss man sich da hinwenden?

dver ErXn=st /halxt


-diamond22-

Gut, jetzt sind erstmal die wichigen Dinge ausgesprochen und Du hast Deinen Vater bewegt, endlich mal Position zu beziehen.

Deine Mutter hast Du damit in ihrem Herzen kein Stück näher oder weiter von Dir weggebracht. Der kranke Narziss ist unbeweglich in seinen Standpunkten. Aber sie hat in ihrer Seele auch die kritischen Stimmen, das Gewissen oder wie man es nennen will. Das hat der Narziss in ihr allerdings unterdrückt, der kranke Narziss ist immer ein Diktator. (im Umkehrschluß sind alle Diktatoren dieser Welt Narzissten, Adolf Hitler, Saddam Hussein etc.) Selbstverständlich sind nicht alle Narzissten krank, im Gegenteil.

Das Gewissen Deiner Mutter (sprich: die anderen Seelenanteile) läßt sich aber nicht vom Diktator Narziss zum Schweigen bringen, so wie die unterdrückten Minderheiten eines Volkes auch nicht. Es spricht und erinnert ständig in ihrem Inneren, so wie eine Widerstandsbewegung Flugblätter verteilt. Und das ist die Ebene, auf der Deine Mutter ihren Kampf führen muß und nicht einfach "bestimmen kann". Der Kampfplatz heißt: "Die soziale Phobie". Sie resultiert aus tiefer Scham und Reue für ihr Verhalten. Der Narziss bügelt darüber hinweg und vergewaltigt diese "humanen und selbstkritischen" Teile ihrer Seele unentwegt. Aber diese Stimmen in ihr revoltieren und erschüttern die innere Macht und verhindern so Schlimmeres. Sie (der Narziss) kann ihr Gewissen nicht besiegen und töten, darum verlagert sie den Kampf nach außen und quält die, die von ihr abhängig sind. Nach außen vernichtet sie die Familie, im Inneren vernichtet sie sich selbst. Das ist das unabwendbare Schicksal. Sieh es so, daß es eine unheilbare Krankheit ist, gegen die es kein Mittel gibt. Es ist ein "Familienschicksal". Andere Familien gehen aus anderen Gründen kaputt, Eure Familie geht aus diesen Gründen auseinander.

Wenn man das alles versteht, bleibt nur "Verständnis". Aber mit Verständnis wirst Du zu Hause nicht leben können. Und das Verständnis soll Dir helfen, zu überleben, es soll nicht Deiner Mutter helfen auf Kosten Deiner Seele zu leben.

Suche Dir für den Übergang eine Wohnung im Ort, wenn es geht. Dann hast Du für die erste Zeit das Gefühl der Nähe. Verhindere aber, daß Deine Mutter dort mit einrichtet und vielleicht die Möbel aussucht etc.. Dann kommt sie nämlich auch bald zum Putzen und es ist dann nur wieder eine "Außenstelle" von daheim. (Von mir bekäme sie auch keinen Schlüssel zur Wohnung.)

Du kannst nur den totalen Bruch machen, es geht nicht anders. Das muß ja nicht im Streit sein, aber es muß konsequent sein.

Deinen Freund solltest Du da nicht miteinbezhiehen. Wenn Du jetzt von gemeinsamer Wohnung anfängst, fühlt er sich bedrängt. Es liegt doch auf der Hand, daß es nicht der Wunsch nach Gemeinsamkeit wäre, sondern eine Flucht von zu Hause. Das ist keine gute Basis.

Zusammenziehen könnt Ihr ja immer noch.

jMabo~rosa


Ernst... klar, nüchtern und erschreckend, Dein Beitrag... sehr gut...

diamond, geh. Und bleib gegangen. Brich alles ab, alle Brücken. Finanziell. Wo auch immer. Deine Mutter wird versuchen, Deinen Bereich wieder zu einer Außenstelle zu machen. Das wird sie. Irgendwann. Sie wird wieder versuchen, Dich in einen faulen, unmöglichen Kompromiß hinein zu manoevrieren, in dem Du weder das Eine noch das Andere kannst.

Sei konsequent - und bleib es, bitte, egal was irgendwer Dir erzählt. Du wirst komisch dafür angeguckt werden, Leute werden alle möglichen unausweichlichen Probleme bei Dir vermuten, man wird Dir mit Moral kommen, sogar Deine engsten Freunde werden das tun. An allen Ecken und Enden wird versucht werfen, Deine normalen gesunden Anteile wieder in dieses System hinein zu treiben, aus Unwissenheit Deiner Umwelt und aus Boshaftigkeit oder Krankheit Deiner Mutter heraus.

Ich habe das alles erlebt, ich weiß wovon ich rede, und ich war 14 bei diesem Schritt. Aber man wird versuchen, Dich zurück zu holen, und: Narzißmus ist ansteckend, weil es ein Gefälle gibt, es ist wie ein Billardspiel... das Loch, das der Narzißmus anderer in Dich hineinreißt, will ausgeglichen werden, und zwar mittels Narzißmus seinerseits. Das ist so furchtbar gefährlich. Und dann steht der Feind in Deinem eigenen Land.... und dann mußt Du ihn bekämpfen, und dann beginnt die Selbstzerfleischung bei Dir selbst...dann bekämpfst Du nicht mehr den Narzißten um Dich herum, sondern durch die Bindung an ihn mußt Du Dich als Teil des Ganzen bekämpfen. Die Energie dafür gibt Dir eine immense Haßliebe zu Dir selbst, da Du dich nicht mehr von dem distanzieren konntest, was Dir schadete. Und Du wirst genauso alles um Dich herum bekämpfen, weil Du zerstören willst, was Dir gut tut.

Mach diesen Fehler nicht. Geh, und komme nie wieder. Bitte! Ich habe den Fehler gemacht, und ich bereue ihn jeden Tag.

Ich wünsche Dir viel Kraft...

dter| ErnJst h2alt


Mittagsstern

Ich finde Deinen Beitrag sehr interessant, es scheint, Du kennst beide Wege, stimmt das? Kannst Du von Deinen Erfahrungen berichten?

Die natürliche "Abnabelung" gegen Ende der Pubertät vollzieht sich immer mit Ablehnung, teilweise sogar mit Mißachtung bis hin zur Verachtung, gewisser Verhaltensweisen der Eltern. Diese Phase durchläuft jeder. Manche setzen das fort oder nehmen - wo Eltern fehlen - notgedrungen für ihre Ablehnung jegliche Autorität, Lehrer, Ausbilder, Vorgesetzte oder gleich die ganze menschliche Gesellschaft.

Gäbe es das nicht, könnte niemand aus sich heraus anderes (besseres) entwickeln, als er selbst in seiner Kindheit erfahren hat. Und sei es auch nur aus seiner subjektiven Sicht "besser".

Dieses "Ablösegeschehen" ist immer ein Zusammenspiel von Verstand und Emotionen. Da gibt es diese erwähnten "Werkzeuge".

Ob jemand "danach" den anderen, nie endenden Weg geht, hängt davon ab, wie erfolgreich oder befriedigend das Leben an sich für ihn verläuft. Wer nach der wirklichen Wahrheit sucht, hat keine andere Wahl. Wer hingegen einen Schlußstrich ziehen will, wird vielleicht gläubiges Mitglied einer Kirche (oder Sekte) und hat sich damit der Aufgabe der Suche entzogen, weil das die Ideologie der Kirche (Sekte) schon für ihn getan hat. Oder er wird Atheist und beruft sich auf Wissenschaften (meist ohne zu wissen, was diese eigentlich sagen). Oder er ist im Berufs- oder Familienleben derart eingespannt, daß er überhaupt keine Zeit zum Suchen hat. Und zwischen diesen genannten Möglichkeiten gibt es noch die ganze Bandbreite des Denkbaren.

Klar, da ich schon älter bin, habe auch alles schon hinter mir. Aber hier über meine Erfahrungen zu berichten, hieße sich für die Forumsspötter bloßzustellen. Möchtegern-Atheisten liegen doch überall nur auf der Lauer und warten, daß jemand von Glaubensdingen spricht. ;-D

-^diamo+ndY22-


Hallo,

danke für eure Beiträge, ihr zwei!

@ der Ernst:

Ja, sehr guter Beitrag. Ich glaube, du hast die Situation meiner Mutter sehr gut beschrieben.

Darf ich fragen, woher du dieses ganze Wissen eigentlich hast? Liest du viel darüber? Es hört sich nur so..."professionell" an, was du schreibst.

Ja, ich würde mir sowieso eine Wohnung in der Nähe suchen, weil die Stadt, in der ich studiere, mir zu teuer wäre, und ich unsren Ort auch einfach schön finde. Aber nach dem Studium würde ich gerne woanders hinziehen.

Allerdings ist mein eigentliches Problem ja nicht die räumliche Nähe (die ich sogar später einmal lieber verhindern möchte, aus Gründen die du auch schon schriebst - dann kann meine Mutter mich ev. weiter vereinnahmen), sondern wirklich das tatsächliche Alleinsein in einer Wohnung.

Ich habe das Gefühl, ich würde das momentan noch nicht packen.

Ich war eigentlich schon immer der Mensch, der gesagt hat "Wenn ich mal ausziehe, dann lieber mit jemandem oder in eine WG, aber nicht auf Dauer ganz alleine", und das hat sich eben mit meiner Angsterkrankung noch verstärkt.

Ich habe momentan einfach Angst, dass sich wie gesagt meine Angst dann nicht bessern würde, ich infolge dessen zuviel von meinem Freund verlangen würde oder an ihm klammern würde..

Aber ich habe jetzt ja bald 2 Vorgespäche zur Therapie, und ich hoffe, diese kommt schnell ins Laufen. Vielleicht kann mir ja auch in diesem Punkt geholfen werden...

Das wird was bei den Vorgesprächen, ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll ;-)

Ich habe gestern mit meinem Freund über alles geredet, und auch über die Option, dass wir zusammenziehen. Er würde schon gerne, aber er sieht eben auch die finanziellen Aspekte und dass er sich an sich ganz wohl daheim fühlt. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn auf keinen Fall zu etwas drängen würde, wenn nicht, dann muss ich es eben alleine schaffen, er würde mir ja helfen.

Aber dann vielleicht erst in einem halben Jahr oder so, wenn ich in einer Therapie mal darüber reden konnte...Sonst habe ich echt Angst, dass das schief geht :-/

Wie gesagt, ich will ihn nicht bedrängen, das wäre nicht gut.

Allerdings stimmt es eigentlich nicht, dass der Wunsch einer gemeinsamen Wohnung nicht auch der Wunsch nach Gemeinsamkeit wäre. Ich stelle mir schon länger vor, dass es schön wäre, gemeinsam zu wohnen.

Das Problem ist, dass es, weil er bald noch studiert etc., eventuell dann eh erst in 6-7 Jahren klappen würde. Wir sind aber schon bald 3 Jahre zusammen, und das wäre echt noch sehr lange...

Von daher, ich würde mich schon freuen, wenn wir vielleicht sagen könnten, wir ziehen Sommer nächsten Jahres zusammen, bevor im Winter sein Studium anfängt (er ist dann immerhin auch 25), nicht nur aus Flucht, sondern weil ich das auch wirklich wollte.

Er hat halt viel Angst vor einem Zusammenzug, weil er Angst hat, man gewöhnt sich dann zu sehr aneinander etc., es wird langweilig...

Mhm, schwierig halt. Wir haben gesagt, wir behalten dieses AUszugsthema einfach im Auge und schauen mal, wie es finanziell so aussieht, was Wohnungen kosten, wie das mit Bafög und Wohngeld etc. wäre, und dann reden wir weiter.

Wie gesagt, ich bin mir im Klaren darüber, dass ich ihn nicht drängen darf, und ich bin mir ja auch immer noch nicht sicher, ob es nicht doch besser wäre, es alleine zu versuchen.

Nur glaube ich wirklich, dass bei mir ein paar Therapiestunden angebracht wären bevor ich so einen Schritt gehe....

@ jaborosa,

auch dir vielen Dank für deinen Beitrag. Da bekommt man ja fast Angst wenn man liest, was du so schreibst....

Ich glaube, ich kann das alles noch nicht so gut in Worte fassen wie derErnst und du, aber ich merke, dass etwas Wahres an euren Worten ist....

Und ich merke ja in meinem Inneren auch, dass es etwas bei mir auf Dauer kaputtmachen wird, wenn ich nicht JETZT beginne, mich zu distanzieren.

Und diese Art Hassliebe spüre ich ja jetzt schon....Zumindest spüre ich, dass ich irgendwo sauer auf mich bin, weil es eben nicht schaffe, mich zu distanzieren, MEIN Ding zu machen, konsequent zu sein, entschlossener etc...Eben, dass ich so viel ändern will, nichts direkt klappt und ich merke, es wird ein Teufelskreis, der mich belastet....

Und wenn ich gehe, dann hoffe ich, dass ich konsequent sein kann.

Aber wie soll ich mich finanziell total unabhängig machen? Das geht nicht. Ich müsste dann sehr viel arbeiten, und das soll nicht zu Lasten meines Studiums gehen. Sprich, Abhängigkeit wäre in der Zeit des Studiums immer noch vorhanden. Aber ich denke, anders klappt das nicht, wie gesagt, ich will mein Studium gut beenden, und dafür kann ich dann nicht jeden Tag arbeiten...

Aber ich denke, es wäre zumindest ein immenser Fortschritt, weg zu sein, und dann auch konsequent zu bleiben, zumindest, was Wohnungseinrichtung und Dinge in der Wohnung betrifft (und meine Mutter wird bestimmt versuchen, mir aufzudrücken, wie man dies und das zu machen hat etc.)...

Aber wie schon oben geschrieben, ich weiß nicht, ob ich es alleine packe. Wenn ich hier so sitze und schreibe und eure Beiträge lese, dann denke ich "Ja", aber wenn dann ein paar Stunden vorbei sind, merke ich einfach, wie unsicher in allem da noch bin....

Ich hoffe wirklich, dass ich es schaffe, mit meinem Freund oder alleine.

Wie gesagt, am liebsten (auch wenn alleine vielleicht besser wäre), wäre es mir, so in einem halben, dreiviertel Jahr mit meinem Freund zusammenzuziehen. Dann hätte ich etwas, woran ich mich festhalten kann - nur noch ein halbes Jahr, und dann ist die Tortour vorbei. Solange wäre ich dann ja auch in Therapie, wenn alles gut geht und ich nicht ewig warten muss...

Ach ja....Ich weiß halt auch nicht :-/

@ nureineFrage:

Wie geht's dir?? Bist du schon weiter in der Studiumsfindung?

Liebe Grüße,

diamond

dper _EDrns/t hxalt


Eine WG wäre dann doch ideal. Da mußt Du auch nicht viel mitbringen und da kann auch Deine Mutter nicht eindringen. Außerdem kannst Du da wieder schnell weg. Oder ein möbliertes Zimmer bei älteren Leuten. (aber keine Narzissten ;-D ))

M5ittag+sstxern


der Ernst halt

Du hast eine P.N. vielleicht auch versehentlich zwei, sorry.

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