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Selbsthilfe bei Zwangsgedanken

Dkrpaxusi


Hallo Mittagsstern *:)

Was mich so zurückgeworfen hat ist dieser Zickzackkurs. Am ersten Tag, als ich richtig anfing, kam am Ende wieder der Rückschlag. Wo ich grade dachte jetzt geht es richtig los. Dann das ganze als Probewoche zuende. Dann wieder Hoffnung. Dann Rückschlag. Dann wieder ein neuer Weg. Dann wieder Rückschlag. In der Woche war ich ja mit anderen aus der Tagesstätte zusammen. Wir hatten zusammen ein Projekt angefangen. Und jetzt sieht es so aus als könnte ich gar nicht da hin. Freitag war so schlimm. Ich war da bei der Beratung. Um eben einen anderen Weg zu finden als Tagesstätte. Und beim rausgehen kamen sie alle auf mich zu. Fragten wo ich bleibe weil ich nach der Probewoche schon ein paar Tage nicht da war. Es tat so schrecklich weh. Überhaupt habe ich in meinem Leben jedes Zeitgefühl verloren. Und morgens aufwachen ist so schlimm. Immer mit Angstgefühlen. Heute morgen sogar ohne Grund. Da war Leere. Auch keine Zwangsgedanken. Bin ganz merkwürdig aufgewacht. Ach ja, bei der Tagesstätte geht es um die Finanziereung. Keiner fühlt sich zuständig. Bin ja aus totaler Isolation aufgetaucht. Verzweifelt bin ich über die Zwangsgedanken. Die immer schlimmer wurden. Und die Unruhe. In der ich manchmal gar keine tiefen Gefühle mehr empfinden kann. Die Angst vor der Angst ist bei mir so groß. Da muss ich vor allem was gegen machen. Bei Zwangsgedanken habe ich immer Angst das sie meine schönen Erinnerungen, bei denen ich tiefes Glück empfinden kann, zerstören. Und vielleicht tun sie es genau deshalb und drängen sich ein wenn ich solche schönen Gedanken haben will. Und wenn es einmal passiert ist dann sind sie verknüpft. Und immer wenn ich schöne Gedanken haben will erinnere ich mich daran wie sich der Ekel eingedrängt hat. Und schon ist er wieder da :-(

Ich versuche die Ratschläge von meiner Liebsten, Skippi und Cynderel umzusetzen. Es ist mir sogar schon einmal gelungen. Aber die Verknüpfungen und die Angst davor sind so groß :-(

Alles Gute :)*

Mcittaqgsstvern


Lieber Drausi,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, wurdest Du bei dem Projekt in der Tagesstätte schon richtig vermisst, als Du nicht erschienen bist?

Das ist doch sehr schön für Dich, gerade, weil Du letztens erzählt hast, du traust Dich nicht mehr unter Menschen und hast davor Angst.

Den ersten Schritt hast Du mutig getan und wurdest sofort von allen angenommen. Ich denke, die Finanzierung wird sich regeln und Du solltest bei dem zuständigen Psychologen betonen, wie sehr Dir das Projekt hilft. Du machst Dich schon wieder vorher verrrückt, genau so wie Du es getan hast bevor Du zur Tagesstätte gegangen bist.

Lieber Drausi, das ist nicht nötig, wie es auch kommen mag, bei einem anderen Projekt würdest Du auch mit offenen Armen empfangen werden, einfach, weil Du ein liebenswerter Mensch bist. Beruhige Dich doch bitte, es läuft doch schon alles und Du wirst Deinen Platz finden.

Erklär mir doch bitte , was ihr bei diesem Projekt gemacht habt, was hat Dir Freude bereitet? Wie waren die Menschen für Dich?

Was heißt, Du bist aus der Isolation aufgetaucht, bist Du nicht krankenversichert? Welche Erinnerungen bedeuten für Dich Glück, welche deprimieren Dich? Magst Du darüber schreiben?

Viele, liebe Grüße

D%rau[si


Hallo Mittagsstern *:)

Ich wurde wirklich vermisst. Sie fragten ob es mir grade schlecht geht weil ich nicht mehr kam. Und dann wurde ich auch noch gelobt für das was ich gemacht hatte. Das waren drei Leute die ich ja jetzt schon vom Arbeitsbereich schon kannte die alle auf mich zugingen :-(

Überhaubt erstmal langsam wieder unter Menschen zu kommen ist für mich ja das wichtigste. Ich bin mit der Gruppentherapie irgendwie überfordert. Mich haben die Probleme der anderen dermaßen getriggert das es eine einzige Belastung war. Jetzt ist Sommerpause. Ich weiß im Moment überhaupt nicht richtig wie es weitergeht. Entweder findet sich noch ein Weg das ich da hingehen kann oder ich muss wieder warten bis sich ein neuer Weg auftut den ich nicht kenne, wo ich die Menschen nicht kenne, und bin solange allein meinen Zwangsgedanken ausgeliefert. Die mit der zweiten Gruppentherapiestunde anfingen wo ich durch eine Geschichte voller Ekel getriggert wurde.

Ich bin nicht bei einem Psychologen sondern einer Therapeutin. Die Tagesstätte ist keine Klinik. SPZ (Sozialpsychatrisches Zentrum) ist der allgemeingültige Ausdruck. Aber die heißen in den meisten Städten anders. Haben aber alle die gleiche Aufgabe. Kontakt und Beratunsstelle, Tagesstätte, betreutes Wohnen und zusätzliche Angebote. Das geht alles über die Grundsicherung oder einen anderen Träger (Landschaftsverband, Wohlfahrtsverband(?). Aber eben nicht über die Krankenkasse. Ich werde aber nochmal mit meinem Berater von der Kontakt und Beratungsstelle reden ob es nicht noch eine Möglichkeit gibt :-

Ich habe in meinem Arbeitsbereich mit zwei anderen einen Artikel geschrieben für die Zeitung der Tagesstätte. Die Menschen da waren alle nett. Ich kam sehr gut mit ihnen aus. Auch wenn ich immer noch sehr schüchtern bin. Die haben da natürlich auch alle Probleme. Und ich brauche meine nicht zu verstecken. Es tat gut sie kennenzulernen. Ich konnte mit ihnen reden. Auch mein Berater sagt das ich mich da sehr gut eingefügt hätte und viel Potential hätte. Aber im Moment ist es mit den Ekelgedanken, die wirren Gedanken und der Unruhe so schlimm. Auch wenn mir der Tip, den wirklich alle gegeben haben, die Ekelgedanken direkt anzusehen, geholfen hat. Aber es triggert immer noch so viel. Und die Angst vor der Angst ist so groß. Und die verknüpften Erinnerungen :-(

Krankenversichert bin ich. Das zahlen meine Eltern. Dafür helfe ich bei der Pflege. Ob mich Erinnerungen deprimieren ist ganz unterschiedlich. Ich weiß nicht wieso. Die selbe Erinnerung bringt mich manchmal zum weinen und ein anderesmal nicht :-/ Glück bedeuten für mich Erinnerungen an meine Liebste x:) Nicht mehr einsam und allein zu sein. Aber auch Dinge die ich geschafft habe, ich schreibe sie in eine Art Tagebuch, bedeuten für mich manchmal Glück. Die Schritte ins Leben die ich getan habe. Weiß gar nicht wie ich das alles ausdrücken kann. Darum tut es ja auch so weh das dies durch die Zwangsgedanken zerstört wird :-(

Alles Gute *:)

D2rauxsi


Nochmal zum Thema Isolation

Also, ohne ins Detail zu gehen, ich habe sicher in einem Monat weniger Kontakt mit Menschen gehabt als andere an einem Tag. Und dabei sah ich mich nur von Außen. Ich weiß wirklich erst jetzt was menschliche Nähe, Wärme und Geborgenheit bedeuten. In jeglicher Hinsicht.

MQittaOgssxtern


Lieber Drausi,

man spürt ja wie Du regelrecht aufblühst bei dem Gedanken an die Projektgruppe und die netten Menschen die Dir begegnet sind. Das Du dich als Redakteur betätigt hast ist natürlich auch sehr passend, ich kenne Deine poetische Ader aus dem anderen Faden, Du hast einen aussergewöhnlich guten Schreibstil. Kommst Du beruflich aus diesem Metier oder willst Du dorthin?

Das wichtigste scheinen im Moment wirklich für Dich die sozialen Kontakte zu sein, es tut dir gut unter Menschen zu kommen. Mach Dir aber keine Sorgen, wenn du in eine andere Gruppe kommst, wirst Du auch dort wieder angenommen und anerkannt werden, das liegt an Deiner sympathischen Art (spürt man auch im Forum, auch zwischen den Zeilen). Das wichtigste ist doch, das Du ganz ruhig bleibst, auch wenn sich noch einige Veränderungen ergeben werden. Du kannst das alles wunderbar managen, das hast Du doch bisher bewiesen.

Auch ich glaube, das Du ein großes Potential hast und deshalb kannst Du ganz beruhigt in die Zukunft blicken. Gegen Deine Zwangsgedanken bist Du doch auch in Therapie, oder? Das heißt, hier kann es ja nur bergauf gehen. Ich glaube, du hast ganz gute Chancen in dieser Klinik aufgenommen zu werden, wenn Du Dich dafür einsetzt. Es ist schön, das Du durch Dein Tagebuch schon Fortschritte erkennst, zwischenzeitlich sind doch wir im Forum immer für Dich da, solange bis Du weißt, wie es weiter geht.

Alles Liebe für Dich

D<rau.sBi


hallo mittagsstern

ich danke dir. ich schreibe überhaupt erst seitdem ich mit dem forum angefangen habe. vorher gar nicht. außer simpelsten fragen in einem computerforum. hatte 5 jahre internet bis ich in med1 als ich schrieb. als kind mit 10 jahren habe ich ganz selten geschichten angefangen. aber nie vollendet. kann auch nur extrem langsam und schmerzhaft mit der hand schreiben. ich verkrampfe dabei total. und es tut weh.

wir waren zu dritt für einen artikel zuständig. wir haben wunderbar angefangen. ich kannte sowas nicht. auch in der schule habe ich nie was mit mehreren gemacht. dann wurde eine krank und ich schrieb ihn allein. der andere machte immer wieder was anderes. hatte noch 3 kleine punkte die ich nicht eingearbeitet hatte wo ich nicht wusste ob es nicht besser wäre sie später wegzulassen. als ich rausging hat die eine sich entschuldigt das sie sie nicht eingearbeitet haben. möchte zu gerne mal den artikel sehen wo er jetzt überarbeitet ist. und gedruckt.

überhaupt kam ich mit allen in der tagesstätte gut klar. vor allem mit denen aus meinem arbeitsbereich.

wenn es mit der tagesstätte nicht klappt dauert es 6 monate bis ich im rahmen einer beruflichen reha in eine wfb kommen könnte :-(

ich bin in gruppentherapie. aber damit fing es ja mit den zwangsgedanken an. ich wurde direkt getriggert. sitze da immer mit angst. ich glaube sie hat mich überfordert. die probleme der anderen. dem in einer so kleinen enge gruppe so ausgeliefert zu sein.

bin total unruhig und traurig. kann jetzt nicht mehr schreiben.

alles gute :)*

M8itt"agsqsterxn


Lieber Drausi,

das mit dem Schreiben solltest Du fortsetzen. Vielleicht kannst Du ja aus deinen Erfahrungen (Tagebuch) eine Zusammenfassung schreiben, oder eine Geschichte über Deine Erfahrungen mit Deiner Erkrankung. Oder nette Episoden aus Deinem Leben. Vielleicht magst Du es ja dann hier veröffentlichen? Den Artikel den ihr verfasst habt, kannst Du doch ganz sicher einsehen, frag einfach nach.

Du hast es ja gerade selbst erlebt, du bist sehr beliebt bei anderen Menschen, es müssen nur die richtigen sein. Es gibt immer Menschen, die nicht so gut zu einem passen, die taktlos oder nicht einfühlsam sind. Von denen muss man sich eben fernhalten. Der Großteil der Menschheit ist aber nett, liebenswert und möchte auch nur gemocht werden.

Was ist denn eine wfb?

Hat denn Dein Therapeut nicht bemerkt, dass Dich die Gruppentherapie überfordert, bzw. hast Du ihn darauf hingewiesen?

Es scheint doch wirklichso, das so eine lockere Teamarbeit genau das Richtige für Dich ist. Hast Du vielleicht die Möglichkeit jemand aus dieser Gruppe anzusprechen für gemeinsame Unternehmungen? Wann erfährst Du denn, ob Du bei dieser Klinik bleiben darfst?

Viele Grüße

D"raxusi


Hallo Mittagsstern @:)

Das Tagebuch ist mehr eine Geschafftliste. Es ist ein Kalender in dem ich reinschreibe was ich alles geschafft habe. Um mich zu stärken. Da reinzusehen und zu sehen wie viel passiert. In den schreibe ich seit März. Und ich habe noch eine Datei worin steht was seit letztem Jahr im Oktober passiert ist. Ich habe im Moment kein Zeitgefühl mehr. Es fällt mir so schwer. So eine Art Tagebuch sind da mehr die eMails an meine Liebste und die Fäden. Auch wenn ich mich da manchmal auch wiederhole. Obwohl es eine gute Idee ist den Tag vielleicht in Ruhe Revue passieren zu lassen. Sonst schreibe ich immer quasi im Affekt wie es mir geht und was passiert (ist) :-/ Habe aber auch manchmal Erlebnisse in gigantischen eMails aufgeschrieben. Sie dabei nochmal komplett durchlebt. So wie ich es auch mit Erlebnissen aus meiner Vergangenheit gemacht habe. Meist aber die traumatischen und traurigen und dabei geweint :- Mir ist auch aufgefallen das ich an meine Kindheit vor meinem 8. Lebensjahr nur traurige, schreckliche und Ekelerinnerungen habe. Vor allem meine ganzen Erinnerungen aus dem Kindergarten von 4 bis 6 (vorher habe ich keine). Die haben eigentlich alle mit Ekel, Scham, Angst und Schrecken zu tun :-|

Den Artikel werde ich wohl in der Zeitschrift zu sehen kriegen. Ich bin ja immer wieder da bei meinem Berater und da lieg sie aus.

Ich habe mich bemüht da den nächsten Monat hinzugehen zu können. Auch wenn ich es selber finanzieren muss. Ist mir egal.

Die WFB kenne ich noch nicht. Wir haben schon den Antrag gestellt ohne uns das angesehen zu haben. Weil so ein Antrag ein halbes Jahr dauert. Wir schauen sie uns demnächst an..

Fast wäre mir die Kiste abgestürzt. Ich schicke erstmal ab.

D!rau-si


Die Therapeutin hat es nicht richtig gemerkt. Man sieht es mir ja auch nicht an. Ich konnte in der GT auch nicht richtig Emotionen zeigen. Es fällt mir immer noch schwer. Ich habe versucht auszudrücken wie schlecht es mir geht. Und das es mit der GT die mich triggerte anfing. Immer wenn ich sie mal alleine sprach, man kann vor und nach der GT zu ihr kommen wenn man was hat oder auch mal eine Einzelstunde haben, die bekam ich einmal und das auch nur zufällig, kam sie mir damit das ich das nicht in der Gruppe bespreche. Und wenn ich dann in der Gruppe von meiner Vergangenheit spreche will sie das nicht :-|

Es ist eine Tagesstätte und keine Klinik. Da sind keine Ärzte sondern Sozialpädagogen. Für gemeinsame Unternehmungen ist der Ort schon sehr weit weg und so gut kenne ich sie alle noch nicht. Ich weiß aber das fast alle die ich schon besser kenne von noch weiter weg mit dem Zug dahin fahren :-|

Deine Idee mit einem Faden ist nicht schlecht. Ich danke Dir @:) Aber ich merke das ich mich auch zu viel mit meinen Problemen beschäftige. Vielleicht mal ein Café Faden wo ich ab und an was reinschreibe. So wie die Kommentare in der Zeitung :-/ Habe aber schon von verschiedenen Stellen gehört das meine Grammatik furchtbar ist :-

Alles Gute :)*

M<iYttagsbsterxn


Lieber Drausi,

[Die Therapeutin hat es nicht richtig gemerkt. Man sieht es mir ja auch nicht an. Ich konnte in der GT auch nicht richtig Emotionen zeigen. Es fällt mir immer noch schwer. Ich habe versucht auszudrücken wie schlecht es mir geht. ]

Vielleicht kannst du in so einem Faden lernen, Deine Emotionen zu zeigen und sie zu äußern. Du könntest auch Deine traurigen Erinnerungen aus Deiner Kindheit aufschreiben, wenn Du möchtest.

Was ist Dir Schlimmes passiert, was möchtest Du am liebsten vergessen? Ist ja alles anonym hier und viel Verständnis haben die Leute hier auch.

Ich glaube eher, das Deine Grammatik steht und fällt mit Deinem Befinden. Wenn Du gut drauf bist, schreibst Du auch entsprechend, wenn nicht wirst Du halt hastiger, aber es geht ja hier nicht um korrekte Grammatik oder Rechtschreibung! !

Wenn du hier etwas schreibst, geht es um die Inhalte und darum, das Du Dir etwas von der Seele schreiben kannst, nur das zählt.

Ich finde Deine Motivation sehr beeindruckend und wenn Du es selber finanzieren kannst, dann mach das auf jeden Fall. Dann kannst Du dort erstmal Deine Erfahrungen sammeln. Du tust ja wirklich viel um Dir zu helfen. Motivation ist ja sehr entscheidend und Du bringst damit die besten Chancen mit, das Dir bald geholfen wird. Ich wünsche Dir alles was Dich weiter bringt.

Liebe Grüße

Alles Gute

DZrausxi


Heute Nachmittag entscheidet es sich irgendwann :-/

Habe gestern schon gemailt und werde bald mal anrufen :-

D^rausxi


Hallo Mittagsstern *:)

Ich hoffe so sehr das ich nächste Woche eigenfinanziert anfangen kann. Nächste Woche ist es soweit.

Ich habe bereits viel aus meinem Leben hier im Forum geschrieben. Aber das verteilt sich auf viele Fäden. Meine Vergangenheit habe ich mehr in emails aufgeschrieben als im Forum. Und das sehr detailliert. Unglaublich wie viel ich in den letzten 9 Monaten geschrieben habe :-o

Bei meinen Erinnerungen aus der Zeit zwischen 4 und 8 ist es so das da eigentlich fast nur traurige, ekelige Erinnerungen sind. Ich weiß im Moment nur eine einzige die nicht mit Ekel zu tun hat. Aber mit Angst.

Das mit dem Emotionen zeigen klappt langsam besser. Aber bei mir ist es auch die "zeitlosigkeit" die mich nicht so "zeigt" wie ich bin. Heute Abend geht es mir nicht so gut wie heute Mittag. Aber heute Mittag kommt mir vor als sei es ewig weit weg. Und dann die Momente der totalen Verzweiflung in dieser Woche. Als seinen sie ewig lang her :-/

M)ittUagss~texrn


Lieber Drausi,

wie arbeiten Deine Therapeuten? Nach welcher psychotherapeutischen Methode gehen sie denn vor?

Du schreibst, Du lebst zeitlos, hast Du kein Gefühl für die Zeit oder hast Du den Eindruck, sie dauert unterschiedlich lang?

Hilft da nicht ein durchstrukturierter Tag, in dem es feste Zeiten für bestimmte Dinge gibt? Soviele Fragen, magst Du sie beantworten?

Ich freue mich für Dich, dass das mit der freien Gruppenarbeit klappt. Dort wirst Du sicher Freunde finden. Wenn man sich erst einmal kennengelernt hat, kann man ja auch telefonisch oder per Mail in Kontakt bleiben, dann macht die Entfernung nichts aus. Ich drücke Dir die Daumen

Liebe Grüße

D5r*ausxi


Hatte zu früh abgeschickt und war danach abgelenkt |-o

Also die Therapeutin macht Verhaltenstherapie. Es ist sogar so das sie mich, wenn ich in der GT mal über meine Vergangenheit sprechen will, mich unterbricht. Ich glaube aber das ich da noch viel aufzuarbeiten habe. Wenn ich an meine Anfangszeit hier im Forum denke dann merke ich auch an den Beiträgen wie wenig mir überhaupt bewusst war wie mein Leben verlaufen ist. Als ich dann später anfing meine Erinnerungen meiner Liebsten zu schreiben und sie dabei nochmal zu durchleben konnte tat es so gut zu weinen und dabei getröstet zu werden. Es kommen auch immer wieder neue Episoden aus meiner Vergangenheit. Irgendwas triggert sie her. Erst heute habe ich wieder eine aufgeschrieben. Manchmal sind es nur Kindheitserinnerungen. Also keine traumatischen. Das ich so wenig glückliche Erinnerungen habe liegt wohl auch an meiner PS und das ich bei allem was mir als Kind gutes getan wurde gradezu unterwürfig dankbar sein musste. Ich habe wirklich Tagespunkte die ich auch mittlerweile schaffe um etwas Struktur zu haben. Ich hab irgendwie immer noch die Befürchtung das ich ADHS habe. Auch wenn es sich schon gebessert hat. Bis gleich :)*

DfraQusi


Zeitlos

Das kann was schönes bedeuten oder auch was schlechtes. Ich finde glückliche Momente sind zeitlos. Aber ich schweife ab. Du hast recht. Es ist so das so unglaublich viel passiert in meinem Leben. Was letzte Woche passiert ist dann sind da so viele Dinge schon passiert, viele Traurige und auch glückliche, das es mir vorkommt als sei es ewig her. Ich fange ja an zu leben. Früher war Chaos aber da war ein Tag wie der andere. Einsam und alleine vor dem Fernseher, dem Computer und natürlich Klarträumen. Unendlich viel. Was ich aber auch noch mit zeitlos meine ist das was ich mit den Emotionen beschrieben habe. Je nachdem wie lange es her ist bin ich manchmal richtig erschrocken über mich selbst wie unglaublich verzweifelt ich bin.

Hoffe Du hast noch den Überblick über Deine Fragen. Das waren jetzt die Antworten zu Deinen 3 Fragen aus Deinem letzten Beitrag.

Ich freue mich für Dich, dass das mit der freien Gruppenarbeit klappt.

Und ich hoffe das ich da auch weitermachen kann. Danke fürs Daumendrücken @:) Und ich hätte gedacht das ich gar nicht zu sowas fähig bin. War richtig entäuscht als ich den Artikel alleine weiterschreiben musste. Wenigstens war ich nicht alleine im Raum.

"Richtige" Freunde habe ich in meiner Heimat nicht. Das weiß ich.

Motivation ist ja sehr entscheidend und Du bringst damit die besten Chancen mit, das Dir bald geholfen wird.

Mein Berater dort meinte das wohl 9 von 10 zu solchem Terminen wie wir sie immer wieder in der Tagesstätte und bei Ämtern hatte nicht kommen. Er hat wohl auch mit Therapieunwilligen oder welchen die es einfach nicht schaffen zu tun.

Was ist Dir Schlimmes passiert, was möchtest Du am liebsten vergessen?

Im Moment sind es vor allem die Erinnerungen an die Ekelgedanken. Also an die Zwangsgedanken die ich hatte. Und ich leide sehr darunter das immer mehr im Leben sie hervortriggert und dann natürlich neue dazukommen. Das ist ein enormer Druck. Dann sind da noch Erinnerungen aus meiner Kindheit und auch aus meiner Isolation für die ich mich schäme. Genau wie auch für die Zwangsgedanken. Die große Scham auslösen. Hier gab es mal einen Faden zum Thema Erinnerungne aus der Kindheit. Ich kann kaum begreifen das viele sich nicht an die Kindergartenzeit erinnern können. Ich habe da wirklich mehrere Erinnerungen. Aber fast alle eben von Ekel und Scham geprägt :-(

Ich glaube eher, das Deine Grammatik steht und fällt mit Deinem Befinden

Das natürlich auch. Aber ich mache wirklich Fehler die keine Rechtschreibprüfung finden würde. Da bin ich unterbewusst sehr kreativ was das betrifft. Meine Schreibgeschwindigkeit ändert sich auch extrem. Manchmal kann ich blind schnell schreiben und mache kaum Fehler und manchmal schreibe ich langsam und ohne Korrektur könnte man es kaum verstehen.

Zum Thema Motivation fällt mir ein das als Kind und Jugendlicher ja keiner mehr zu mir durch kam. Ich hatte Angst. Genauso schlimme Angst wie in der Schule in die ich ja kaum ging. Egal wo ich auch war, Kinder und Jugendpsychologe, Neurologe, Therapeut, da war nur Angst und die Sehnsucht wieder zuhause zu sein.

Dies hier

In der Therapie braucht der Schizoide Sicherheit und nicht Bedrohung. Das Thema "Sicherheit" ist von ganz zentraler Bedeutung. Seine größten Anliegen sind von existentieller Natur: zu "überleben", sich sicher fühlen zu können und einen Platz in der Welt zu bekommen. Für den Schizoiden sind Vertrauensfragen das zentrale Thema, auf das er immer wieder auch in zwischenmenschlichen Beziehungen trifft - und besonders auch in der therapeutischen Beziehung.

aus einem Wikipedia Link zu meiner PS trifft wohl auch zu. Mir wird klar das ich durch die Enge der Gruppentherapie, durch die Angst dort wieder getriggert zu werden was man mir nicht angesehen hat obwohl ich innerlich Panik hatte während eine andere schon mal rausging um zu weinen, keine Sicherheit und Vertrauen habe. Und dann kann die Therapeutin ja auch nicht so intensiv auf einen einzelnen eingehen. Im Gegenteil. Da sind immer lange quälende Pausen in denen sie darauf wartet das jemand aus der Gruppe etwas zum Thema sagt. Früher wurde ich ja von meinen Eltern zu den Psychologen, Neurologen und Therapeuten geschickt um mich wieder zum funktionieren zu bringen. Und da war niemand der auf mich Mensch zuging. Diesmal ist jemand auf mich zugegangen, meine Liebste x:) Und ohne sie hätte ich wohl nicht die Kraft und das Vertrauen gehabt wieder auf Menschen zuzugehen.

Heute geht es mir ganz gut. Ich weiß nicht woran es liegt. Vielleicht aber auch weil ich mich in Gedanken nicht ständig analysiere. Dazu habe ich in dem Unerwünsche Gedanken Faden was geschrieben.

Alles Gute :)*

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