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Selbsthilfe bei Zwangsgedanken

Mritta)gssPtern


Lieber Drausi,

Das hast Du sehr schön ausgedrückt!

[Du hast Menschen denen Du wichtig bist..... Glaubst Du das Weinen Dir helfen könnte oder kommst Du dann noch mehr in die Negativspirale? Ich wünsche Dir viel Kraft. Sende Sonnenstrahlen in Dein Dunkel]

Ich finde Deine Beiträge für andere Menschen sehr hilfreich und liebevoll. Es ist doch bewundernswert, das Du, obwohl es Dir selbst nicht so gut geht, immer noch anderen Mut zusprichst.

Ich bleibe dabei, Dein Schreibstil ist sehr schön, wenn Du selber in Ruhe und Ausgeglichenheit schreibst. Versteckte Rechtschreibfehler, die Du bemängelst, finde ich nicht wichtig.

["Richtige" Freunde habe ich in meiner Heimat nicht. Das weiß ich.]

Dann wirst Du woanders richtige Freunde finden, Du arbeitest doch wirklich intensiv an Dir, wenn Deine Ängste nachlassen, ergeben sich die Freundschaften von selbst. Hier im Forum hast Du ja auch schon Freundschaften geschlossen, wenn auch auf anonymer Basis, Du sammelst Deine Erfahrungen und wirst sie später auf persönliche Beziehungen übertragen können. Das wünsche ich Dir, und einen ruhigen, sonnigen Tag mit freundlichen Menschen um Dich herum!

Alles Liebe für Dich

dAer Ernqst haxlt


Drausi

Zwangsgedanken "ernähren" sich von der Beachtung, die man ihnen schenkt. Es ist ein Fehler, zu sagen, man muß sie nur zulassen, um ihrer Herr zu werden. Richtig wäre, sich nicht für sie zu interessieren und sie nicht zu beachten, dann würden sie mangels Beachtung an Wirkung verlieren. Aber das "Beherrschen wollen" steht dem entgegen, denn damit sind diese Gedanken schon "beachtet" und haben schon eine Bedeutung erlangt, die ihnen gar nicht zusteht.

Es sind Mechanismen und denen kann man nur entgegen wirken, mit "höheren Mechanismen". Manchem hilft es, sich bildlich eine Wandtafel vorzustellen, sobald der Zwangsgedanke auftaucht. Und dort bildlich "Durchstreichen". Das unterbricht den Ablauf. Er kann sich nicht "fortsetzen", sondern muß erst "neu gestartet" werden. Wenn man sich das konsequent angewöhnt, startet der "Durchstreich-Mechanismus" irgendwann automatisch. Und so hat man es dann immer nur mit den Ansätzen der Zwangsgedanken zu tun, aber nicht mehr mit weitergeführten "Szenen".

Dfrauxsi


Liebe Mittagsstern *:) Danke für Deine guten Wünsche @:)

Wann ich in die Tagesstätte komme wird morgen besprochen. Ich hoffe das ich Mittwoch schon hingehen kann. Dann ist auch wieder Malen :-) Mit den anderen in der Tagesstätte komme ich ja gut aus. Richtige Freunde kann ich mir im Moment gar nicht vorstellen. Ich denke es hat damit zu tun das ich ja schon mit 10 alles nur von außen sah und ich erst recht mit niemanden über meine Probleme reden konnte. Sowohl aus eigenem Schamgefühl als auch das meiner Eltern die sich natürlich auch geschämt haben das ihr Kind nicht richtig "funktioniert". Alles wurde verheimlicht. So wie mir ja auch die Vergangenheit meines Vaters verheimlicht wurde. Ich bin wirklich offener geworden. Kann auf Menschen zugehen. Kann ihnen in die Augen sehen und dabei ganz ich sein. Auch über meine Probleme sprechen. Aber dieser Punkt aus der schizoiden Persönlichkeitsstörung

hat keine oder wünscht keine engen Freunde oder vertrauensvollen Beziehungen (oder höchstens eine)

trifft glaube ich immer noch zu.

Alles Liebe und Wärme auch für Dich :)*

DIrauEsxi


Hallo der Ernst halt *:)

Du sprichst da viele interessante Dinge an

Zwangsgedanken "ernähren" sich von der Beachtung, die man ihnen schenkt. Es ist ein Fehler, zu sagen, man muß sie nur zulassen, um ihrer Herr zu werden.

Sie "nur" zuzulassen würde ja bedeuten "nur" unter ihnen zu leiden. Ein Paradoxon. Und dieses Leid, diese Qualen, nähren glaube ich auch mit die Angst vor der Angst.

Richtig wäre, sich nicht für sie zu interessieren und sie nicht zu beachten, dann würden sie mangels Beachtung an Wirkung verlieren. Aber das "Beherrschen wollen" steht dem entgegen, denn damit sind diese Gedanken schon "beachtet" und haben schon eine Bedeutung erlangt, die ihnen gar nicht zusteht.

Da weiß ich noch nicht inwiefern ich dies in die Praxis umsetzen könnte. Denn alleine durch die Tatsache das sie sich eindrängen bringen sie mich aus dem was ich tue oder denke. Ich könnte mir vorstellen das diese ständigen "Unterbrechungen" auch Gründe für meine Unruhe sind. Das mit den Ansetzen kenne ich sogar schon. Manchmal kommt nur die Angst vor einem Zwangsgedanken. Einerseits macht es Angst aber andererseits Hoffung. Alles Gute :)*

C$ynd<erexl


wenn

es so einfach wäre..ihnen (den zwangsgedanken) keine beachtung zu schenken..dann wären es meines erachtens nach keine zwangsgedanken..denn ..das ist ja das üble an der ganzen sache..die kommen..sind da...und bleiben..wie in einer endlosschleife..man nimmt sich vor schleunigst etwas anderes zu denken..und schwupp nach einigen minuten..merkt man, dass es wieder diese gedanken sind, wovon man eigentlich runter wollte.

D-rauxsi


Hallo Cynderel *:)

Also mir wird bewusst das ich in so einer Situation immer so sehr leide das ich bisher kaum solche Tricks richtig anwenden konnte. Habe das gemacht mit dem direkt ansehen. Ihnen entgegentreten und sagen Du machst mir keine Angst und quälst mich nicht mehr. Und sich einreden sie kommen nicht wieder. Aber sie kommen wieder. Manche weniger. Aber dafür triggern mich neue sachen zu neuen Zwangsgedanken und die kommen dann wieder. Ich habe aber auch meist nicht versucht zu fliehen und an was anderes zu denken um mich abzulenken sondern eigentlich immer um die schönen Gedanken gekämpft. Die durch die Ekelgedanken zerstört werden. Und diese Verknüpften Erinnerungen aufzulösen, schöne Gedanken - Ekelgedanken, ist so schwierig. Aber kämpfen ist eben auch Beachtung schenken. Von daher glaube ich das Ernst mit seiner Theorie vielleicht recht hat. Aber wenn grade schöne Gedanken zerstört werden ist es viel schlimmer als wenn man einfach nur so von all diesen Zwangsgedanken im Tagesablauf gequält wird.

Alles Gute :)*

CQynd`erexl


dir auch

:°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ x:)

jOaborxosa


ja... übrigens können Zwangserkrankungen tödlich enden. Die Suizidrate liegt bei 16%.

D1raumsxi


Hallo Cyndi *:)

Ich danke Dir @:)

Und hoffe wir finden einen Weg ohne diesen Kobold im Kopf :)^

Alles Gute :)*

Dbrauxsi


Hallo jaborosa *:)

Ich denke es ist nicht gut für jemand mit einer Zwangserkrankung sich mit den Extremen und Extremfällen auseinanderzusätzen. Als ich mich intensiv in meine Persönlichkeitsstörung eingelesen habe bekam ich ja Angst, wenn man so will Zwangsbefürchtungen, weil ich mich natürlich einerseits in manchen der aufgelisteten Symptome wiedererkennt habe aber andererseits eben mit neuen Symptomen die zum Krankheitsbild gehören und vor allem diesen Extremen konfrontiert wurde :-/ :- %-|

Alles Gute :)*

C:ynde"reil


meine neuestens zwangsgedanken..

:°(

ich heirate bald..und -da ich in meinem bisherigen leben..nur scheiße erlebt habe..habe ich jetzt die vermutung..das ich danach sterben muss..

so ..nach dem motto..einmal noch etwas schönes erleben..und dann sterben..

nun..bin ich alles am aussortieren..briefe etc.

ich möchte nicht, dass die jemand liest..

boahh ich weiß genau wie bescheuert das ist..und trotzdem..kann ich nicht...aus meiner haut.

dher{ Ernest haxlt


Drausi

Hast Du schon mal daran gedacht, daß dieses Leben nicht alles ist und, daß manche Krankheit einen erst auf höhere Entwicklungsebenen führt?

Nach diesem Schema kann "geistiges Neuland" nur durch Aufbruch und Umbruch geschaffen werden. Und nach diesem Schema sind die wirklich armen Schweine "die Glücklichen dieser Welt", sie bewegen sich in ihrer Entwicklung keinen Schritt weiter. Warum sollten sie, wo es doch "so schön" ist? Um das Bild fortzusetzen: Während alle sich mühsam vorwärtsschleppen, mit all ihrem Gepäck und ihren Lasten, sitzen "die Glücklichen" am Rande des Weges und campieren und schauen lachend zu. Aber den Weg vergessen sie völlig, es kommt kein Bus, der sie abholt, irgendwann müssen sie den anderen hinterher, und viele der anderen sind dann schon am Ziel der Etappe.

Dir bleibt nichts anderes übrig, als ein Philosoph zu sein/zu werden. Das könntest Du nicht, wenn es keinen Anlaß gäbe. Dein Anlaß ist Deine Krankheit.

j:aboro3sxa


Spaß wäre trotzdem ein besserer Anlaß :-(

Robert Musil schreibt irgendwo "seit... aus... zurück ist, leidet er an Philosophie" Das hat mir irgendwie gefallen :-),

D*raus5i


Liebe Cynderel *:)

Alles Liebe und Glück für eurer gemeinsames Leben nach der Hochzeit @:) Und natürlich auch eine schöne Feier @:)

Was Du beschreibst klingt aber wirklich nach Zwangsbefürchtungen. Meinst Du nicht das Du Dir selber Positivloops schaffen kannst? Die Energie irgendwie umlenken kannst? Es klingt wie eine Angst vor der Angst die Dich in die Gedankenspirale treibt.

Alles Gute :)*

Dvrauxsi


Hallo Ernst *:)

Ich danke Dir für Deinen Beitrag. Es erinnert mich an einen den ich zu meiner Anfangszeit hier im Forum geschrieben habe. Das ich nicht nur funktionieren möchte. Nicht nur reagieren möchte.

Hast Du schon mal daran gedacht, daß dieses Leben nicht alles ist und, daß manche Krankheit einen erst auf höhere Entwicklungsebenen führt?

Daran habe ich noch nicht gedacht. Ich denke das ich durch meine Isolation und dem intensiven Nachdenken / Klarträumen, mit dem Blick von außen auf die Welt und ohne direkte Beeinflussung durch selbige, mich autarker entwickelt habe. Dadurch kollidieren auch schon mal meine, nur aus meinen Gedanken / Klarträumen entstandenen Blickwinkel, mit der Realität.

Nach diesem Schema kann "geistiges Neuland" nur durch Aufbruch und Umbruch geschaffen werden.

Ein wunderbarer Gedanke @:)

Dir bleibt nichts anderes übrig, als ein Philosoph zu sein/zu werden. Das könntest Du nicht, wenn es keinen Anlaß gäbe. Dein Anlaß ist Deine Krankheit.

Glaubst Du das man als solcher in dieser Gesellschaft einen Platz findet wo man dies leben kann :-/

Alles Gute :)*

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