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Alles als Angriff sehen

mUartxy68 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

in letzter Zeit fällt mir immer öfter auf, das ich Aussagen übe rmeine Arbeit ode rauch im Privatleben, als persönlichen Angriff sehe und dementsprechend reagiere.

Dies wurde mir auch schon zweimal von einem Kollegen bestätigt.

Er sagte was über meine Arbeit bzw. das etwas noch nicht richtig geht und habe es als persönlichen Angriff gesehen und direkt dageng geschossen.

Es ist dann so, das ich mich versuche zu rechtfertigen und versuche dagegen zu reden. Der Kollege wollte mir nur einen Hinweis geben.

Das gleiche hatte ich im Privatleben, eine Freundin wollte mir zeigen, wie ich Aufgabe (z.B. Bügeln) machen könnte und ich habe es so gesehn, als würde sie mich für dumm halten und habe sie angeschnautzt.

In solchen Situationen rege ich mich richtig auf (meist innerlich) und nehme es mir viel zu sehr zu Herzen. Hatte auch schon Hautausschlag deswegen, besonders in Strsssituationen.

Habe mal zurückgeblickt und drüber nachgedacht. komme zu dem Schlu, dass ich dieses Verhalten schon lange habe.

Keine Ahnung wieso, vielleicht, weil ich meine besser als die anderen zu sein oder Angst nicht angenommenzu werden - keine Ahnung.

Wißt Ihr Rat und wie ich da wieder raus komme?

Antworten
Miitthag{sst_erxn


marty68

Ich denke, du hast es schon selbst erkannt. Es sieht so aus, als hättest Du tief verwurzelte Ängste, nicht angenommen und akzeptiert zu werden. Meistens sind das Verhaltensmuster, die schon in der Kindheit entstehen, vielleicht wurdest Du als Kind oft kritisiert oder hast zu wenig Lob bekommen. Jedes Mal , wenn Dich jemand auf etwas hinweist, kommt Deine Angst hoch, Angst zu zeigen ist aber in solchen Situationen , gerade für Männer, nicht schicklich, so äußert sie sich in Wut oder Ärger. Kannst Du Dich hier wieder finden?

Als Kind steht und fällt unser Selbstbewusstsein mit den Bewertungen unser Eltern. Wenn wir es ihnen nicht recht machen können, bleibt ein Leben lang das Gefühl nicht zu genügen. Wenn Du hierzu die Ursachen findest, am besten bei einem Therapeuten, kannst Du dieses Verhaltensmuster sicher bald ablegen. Ich wünsche Dir alles Gute ...

r]ejdha.iredeanxgel


geht/ging mir auch oft so. ich glaub, das liegt daran, dass mein vater mich immer zu höchstleistungen (schulisch und familiär - mußte sozusagen ersatzmutter für meine beiden jüngeren brüder sein) angestachelt hatte. kam ich mit ner 2 nach hause, hieß es: schön, aber hätte doch auch ne 1 sein können, oder? bzw.: das nächste mal wirds ja ne 1, oder?

ich hatte immer das gefühl, perfekt sein zu müssen, wollte fehler nicht eingestehen, um hilfe fragen oder ähnliches.

seit ich mir das eingestehen kann, und seit ich nen freund hab, der mich dazu zwingt, offen über alles zu reden (nervt in dem moment zwar, ist aber insgesamt ne erleichterung und ich finds gut!), hat sich das sehr gelegt :-)

M#i~tta5gtss#tern


Prima, da sieht man mal wieder, das man mit guten Freunden viel bearbeiten kann, sozusagen autodidaktisch. Wichtig ist erstmal das Erkennen der Ursache. :-D

m1artTy68


Danke für die Hinweise. Ich erkenne mich da schon ein wenig wieder.

Als Kind/Jugendlicher konnte ich es meinem Vater nie recht machen bzw. bei Arbeiten im Garten, wußte er immer alles besser.

Während der Berufsausbildung war auch oft die Angst da, etwas falsch zu machen, da mein ehemaliger Chef sich immer aufgeregte, wenn ich was nicht direkt richtig gemacht hatte.

Von meinen Eltern kam selten ein Lob für irgendwas. Ich denke, ich bin sehr behütet aufgewachsen. Meine Eltern machten sich immer sorgen, was andere Leute denken.

Dieses Verhalten habe ich mittlerweile abgelegt :-)

Ich denke, mein Verhalten hat sich komplett verändert.

Früher war ich total still, hätte nie die Mund aufgemacht und heute sage ich, wenn mir was nicht passt.

Das ist ja ansich nichts schlechtes, nur sehe ich jetzt wohl Dinge zu eng oder eben als Amgriff.

Vom Typ her bin ich eh der Ruhige und das wird sich auch nicht ändern, habe es akzeptiert und seitdem habe ich keine Probleme damit.

Wie ich nun das mometane Verhalten ändern kann weiß ich eben nicht oder in welcher Form das akzeptieren gehen soll.

rceTdXha)iredanxgel


wie wäre es, wenn du dich bei denjenigen entschuldigst und sagst, dass du an dieser deiner charakterschwäche arbeitest?

ist ein schwerer schritt, hab ich selbst durch, aber wenn du dir UND anderen eingestehen kannst, welche schwäche du hast, denen auch den wahrscheinlichen grund (eben diese erlebnisse in deiner kindheit) nennst, so dass sie den auslöser kennen, dann wird dir das auch nicht mehr so oft passieren. @:)

mjar~ty68


Hallo,

danke für den Tipp. Ich habe am WE mit meiner Familie gesprochen und sie haben mir bestätigt, dass ich zwitweise sehr empfindlich reagiere.

Mein Bruder meinte, ich müsse lernen mein Denken umzustellen.

So langsam fange ich an anders zu Denken - ich weiß, e sist ein langer Weg, aber ich vin auf dem richtigen Weg.

Heute auf der Arbeit habe ich vieles schon viel lockerer gesehen.

Danke Euch

rEedhazirEedangxel


na dann viel glück weiterhin, und lass dich von rückschlägen nicht unterkriegen, passiert eben manchmal @:)

E*motiOonale


hi

hier ist noch eine. Ist nur sehr schwer, diese Haltung aufzugeben, wenn man regelmäßig gesagt bekommt, man sei "meschugge". Darf einem jemand sowas sagen? Ich finde nicht...

Grüße,

rsedhaire)da"ngel


kommt das immer von den gleichen leuten? wenn ja, mal zu denen gehen, wenn du ruhig bist, und denen deine charakterschwäche erklären und sagen, dass du dran arbeitest, dass es allerdings sehr kontraproduktiv ist, wenn sie dich deswegen dann beleidigen. dann wirst du ja noch "wilder". dann sollen sie dich lieber in ruhigem tonfall drauf aufmerksam machen, dass du wieder über die stränge schlägst, dann kannst du wenigstens dran arbeiten @:)

E&motionxale


ja, freilich ist das kontraproduktiv. Aber für meine Mutter bin ich wegen aller möglichen Dinge "meschugge". Genau genommen wegen aller Dinge, die ich nicht genau so mache, wie sie sich das vorstellt.

Mittlerweile lege ich das Telefon auf, wenn ich Lust habe. Damit hat sie angefangen, und ich finde das eine sehr gute Idee.

Das Problem ist, dass sie meine Art und mein Tempo nicht akzeptiert und nie akzeptiert hat. So halb vielleicht, aber nicht richtig. Jetzt sage ich mir: du kannst eh nichts richtig machen - also kannst du gleich machen, was du willst.

Dass ich Dinge auf meine Art machen muss und dass man zu Leuten nicht sagt, dass sie "meschugge" sind, nur weil man ihre Herangehensweise an ihr eigenes Leben nicht mag, das wird sie wahrscheinlich nie verstehen. Ich hoffe zwar das Gegenteil, aber ich muss mich darauf einstellen - so ist das leider.

ElmotZionaxle


P.S.: Und ich bin ihr ganz schön böse. Vielleicht kommt das oben durch. Nur, manche Leute, wie sie, kapieren das einfach nicht. Es ist ja alles gar so wichtig, was sie zu sagen haben.

*würg*

Gruß,

MOauseFzxahn1


Hallo marty

Ich denke, mein Verhalten hat sich komplett verändert.

Früher war ich total still, hätte nie die Mund aufgemacht und heute sage ich, wenn mir was nicht passt.

Genauso lief es bei mir auch ab. Früher hätte ich nie was gesagt - zu manchen Sachen, dann kam eine Phase in der ich es übertrieben habe...eben mit heftigen Reaktionen auf Hinweise.

Und als ich beide Phasen durchlaufen hatte, fand ich meine"Mitte". Das ist für die Mitmenschen schwer zu verstehen, die man lange kennt (bei mir war das so). Sie haben oft versucht mich in alte Muster zurückzupressen, z.B. das ich wieder den Mund halte oder haben darauf gehofft, das ich überreagiere...

Dies wurde mir auch schon zweimal von einem Kollegen bestätigt.

Er sagte was über meine Arbeit bzw. das etwas noch nicht richtig geht und habe es als persönlichen Angriff gesehen und direkt dageng geschossen.

Gutes Beispiel: Da hilft eben dann echt nur "Denken". Hat er recht oder nicht. Emotion runter und Denken! Schwer aber scheinbar klappt es ja bei dir schon gut

lg :-)

M9ause`za@hxn1


Emotionale

hier ist noch eine. Ist nur sehr schwer, diese Haltung aufzugeben, wenn man regelmäßig gesagt bekommt, man sei "meschugge". Darf einem jemand sowas sagen? Ich finde nicht...

:)^...vor allem, wenn man es aus "Notwehr" desjenigen gesagt bekommt. :-)

ELmKotioxnale


Ho, Notwehr? Meinst du, das ist Notwehr? ???

Ich glaub, bei der ist das eher Gewohnheit. Und das schnürt mich so sehr ein. Ich lass mir immer noch alles viel zu nahe gehen.

So wie du das hier an marty geschrieben hast:

Genauso lief es bei mir auch ab. Früher hätte ich nie was gesagt - zu manchen Sachen, dann kam eine Phase in der ich es übertrieben habe... eben mit heftigen Reaktionen auf Hinweise.

ist es bei mir auch gern. Nur irgendwie beides parallel. Und emotionale "Hinweise", wie ich sie von meiner Erzeugerin leider gewohnt bin, kann ich schon gar nicht ab, das heißt, mit "du bist ...". Mit Äußerungen wie "für mich ist es schwierig, wenn du das und das machst" kann ich umgehen. Irgendwie.

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