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Selbsteinweisung?

E'hemalisger Nkutz_er (x#66063x)


so, ich habe für mich beschlossen, dass ich mal eine weile (stunden, einen tag, vielleicht auch tage) nicht hier bei med1 sein sollte. bitte macht euch keine gedanken. ich komme sicherlich irgendwann wieder.

Ich wünsche dir in der zwischenzeit alles gute... Und halt dein versprechen im letzten satz!@:) :)^

K|lReio


m a r v i n

Es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. :°_ Ich lese Deine Beiträge sehr gern und dachte mir schon oft, "was für ein patenter und intelligenter junger Mann". :-/ Ich verfolge seit einigen Tagen Deinen Faden.

und in manchen momenten, wie zum beispiel in dem moment als ich diesen thread eröffnete, glaube ich, dass ich es eben nicht kann - und was dann?

Ich bin nicht dauerhaft in dieser Stimmung. Aber oft. Zu oft.

Aufgrund eines Vorurteils Selbstmord? Ich verstehe, dass es eine reine Mühsal ist, wenn das Leben nur aus Problemen besteht. Ich könnte, jetzt einen Satz schreiben, den du mir an den Kopf zurückschmeißen wirst, aber daran kannst wirklich nur Du etwas ändern und dass es nicht leicht ist, das steht außer Zweifel.

Lebensfreude... ein interessanter Ausdruck... irgendwie zweifle ich nur daran, dass "besser hinsehen" mehr Lebensfreude bringt... aber vielleicht hast du Recht und ich sollte die buddhistischen Lehren aus meinem Regalen mal wieder ausgraben... wobei ja eine der grundlegenden Lehren des Buddhismus "Das Leben ist leidvoll" ist.

aber auch das Leid zu überwinden - wenn ich mich nicht irre. Das weißt Du sicher besser als ich.

Buddhismus wie Gestalt helfen zum Beispiel, zu erkennen, wie man sich an einfachen Dingen wie Blumen am Wegesrand

Es gibt momente, in denen ich das nachvollziehen kann. Aber es sind derer wenige.

Ich würde jetzt fragen, ob Du solche Momente nachvollziehen kannst oder leben, aber Du bist ja jetzt entschwunden.

Wenn Du solche Momente erlebst, dann wäre das doch ein Punkt, an dem Du anknüpfen könntest. Damit wäre auch widerlegt, dass Du es nicht kannst.

keine so schlechte idee... aber du schreibst ja selbst:

Zitat:

soviel geld verdient man dabei nicht.

ob es zum leben reichte? möglich. ob es für mein leben reichen würde? sicher nicht. genausowenig wie ich weiß, ob ich jemals ein buch beenden würde...

So wirst Du es aber nicht herausfinden. Husch, husch - ab und schreibe. ;-D Wenn das bloß so einfach wäre, nicht wahr?

Jetzt etwas langsamer: Wäre es denn etwas, was Du gerne machen würdest?

Müsste es sich finanziell lohnen?

Du schreibst, Du hast wenig Interessen, aber Du schreibst auch, dass Du ein breites Allgemeinwissen hast. Das ist mir nicht entgangen. Darum finde ich Deine Aussage etwas widersprüchlich, denn damit hast Du ja schon ein enormes Interesse, oder?

Ich habe es jetzt nicht verstanden - interessiert Dich Dein Studium?

Das ist so. Aber das ist bei allen anderen Menschen auch so. Nur kann ich nicht einfach wie andere Menschen der Poppers'schen Philosophie folgen.

Das tust Du doch zumindest ansatzweise hier. Ich finde es allerdings recht schwierig, wenn Du nicht zumindest grob beschreibst, was Du für Probleme hast.

Das würde voraussetzen, dass ich gllücklich bin. Aber entweder wird dieses Gefühl radikal überbewertet oder ich bin bis dato nicht fähig, Glück zu empfinden.

Ist Glücklichsein für Dich ein Gefühl? So sehr ich diese Frage gerne umgehen würde, aber wie definierst Du Glücklichsein? Was würdest Du Dir für ein Leben wünschen? Womit wärst Du zufrieden?

eben das ist der springende punkt. und ich stelle die frage aber immer noch andersherum: warum ist es anderen nicht so gleichgültig? wie machen die das?

Mir ist das Leben relativ ;-D gleichgültig. Einen Zusammenhang zum Glücklichsein sehe ich aber nicht in der Wertung des oder meines Lebens. Die Frage stellt sich doch gar nicht, da ich ja schon lebe. Das einzige, das ich entscheiden kann ist, wie ich es lebe. Eines Tages war meine Entscheidung, dass ich es glücklich verbringen WILL. Die Wahl - entweder glücklich oder unglücklich und ich war Jahre lang unglücklich und depressiv und auch Selbstmordgedanken waren mir nicht fremd.

Du schreibst: das wäre allerdings sehr schön... wobei ich nicht so genau weiß, was genau eine "hochphase" sein könnte.

Was ist denn ein Tiefphase? Das wirst Du sicher wissen.

Das würde voraussetzen, dass ich gllücklich bin. Aber entweder wird dieses Gefühl radikal überbewertet oder ich bin bis dato nicht fähig, Glück zu empfinden.

Niemals?

eben da hapert's... du setzt das einfach so voraus. aber ich habe nicht wirklich viele interessen, hobbys, ziele, wünsche...

aber genau das ist das problem. was ich will, weiß ich im grunde nicht. was ich nicht will, weiß ich häufig recht genau. und das ist zum beispiel ein haus mit garten... was soll ich damit... wünsche dir aber, dass du das packst.

Das ging mir auch so. Allerdings ist das schon einmal ein Anfang. Was Du nicht willst, das weißt Du und kannst es somit ausschließen. So habe ich auch angefangen die Dinge zu ändern. Auch heute noch kommt es vor, dass ich so entscheide. Was ich nicht will, das weiß ich immer.

o2utsaidNex


Ich habe ihm nie Verantwortung für mein Leben übertragen und habe auch nicht vor, das jemals zu tun - also nein.

Die Verantwortung für sein Leben, sollte doch jeder für sich selbst tragen... und auch tragen dürfen (außer die Menschen, die es aus Gründen hochgradiger geistiger Behinderung nicht können; weißt schon, was ich meine). Tragen dürfenn... und so weiter. :-|

Allerdings denke ich schon manchmal, dass ich es einfach hätte tun sollen.

"Einfach" ist nett ausgedrückt... so einfach ist das gar nicht. Ich bin zu feige dazu. Und heute ist wieder mal so ein Tag, da verfluche ich meine Feigheit in allen Lebensbereichen; nicht zu letzt die Feigheit mich selbst ...

Und ich glaube auch irgendwann mal gehört zu haben, dass vor 3-4 Generationen irgendjemand von "meinem" Stammbaum sich umgebracht hat.

Ist bei mir auch so, mein Uropa hat sich umgebracht... vielleicht gibt es ja einen genetischen Hang zur depressiven Verstimmungen?

Depression kann vererbt werden... leider... und auch der Hang zu SM kann vererbt werden.

Kennst du das Buch "Wenn es dunkel wird" von Kay Redfield Jamison? Ich finde, das ist ein sehr gutes, sehr interessantes Buch.

Ich weiß ganz genau, warum er es tat. Aber ich mag es nicht öffentlich erzählen.

Brauchst du ja auch nicht. Aber wenn´s dir besser geht, wenn du drüber redest, kannst du eine PN schreiben. Grasi kennt dich ja auch schon besser; mit der bist du ja schon einigermaßen vertraut und es fällt dir glaub ich leichter mit ihr zu reden.

Eigentlich geht es mir ganz gut. Eigentlich.

Das mit "Wie geht´s dir heute" meinte ich auf den damalig "heutigen" Tag bezogen... also nicht allgemein auf das Heutige. (Ooh je... schon wieder so kompliziert) Aber ist ja auch egal...

Eigentlich wusste ich ja aus deinen Texten, dass es dir nicht all zu prickelnd geht. Aber ich wollte trotzdem mal nachfragen... manchmal gibt´s ja doch positivere Tage.

Und mit eigentlich meinst du... nach außen hin top, nach innen hin flop. ??? :-/ Tja... die Maske setz ich mir meistens auf. Dann stellen die Leute nicht so viele Fragen.

EVhemQaliger! Nutze>r 9(#66x063)


Depression kann vererbt werden... leider... und auch der Hang zu SM kann vererbt werden.

Na ja... heutzutage ist die forschung über genetik oder biologisch-chemische abläufe, welche das geschehen im gehirn und in der psyche beeinflussen, voran gekommen... Kein zweifel... Aber wenn sich in einer familie die selbstmorde häufen, so kann das auch daran liegen, dass keine weiteren problemlösungsstrategien vorhanden sind... als letztlich die krasse form der "endlösung selbsttötung". Das heisst, kinder mit depressiven krankheitssymptomen übernehmen von ihrem familiären umfeld das muster, dass die selbsttötung die einzige lösung sein kann... Weitere problemlösungsmuster sind wenig bekannt oder werden als wenig versprechend verworfen... Also eine totale verengung auf die ultimative lösung selbsttötung.... :-/

Fmredxdy-GP?rincVe.of).M.1


mit den depressionen würd ich das auch zur genetik schieben als counterpart zum violence-gene ;-) beim violence-gene haste halt nen hang zur gewalt und gerätst leicht in rage und bei dem gen, das für depressionen mitverantwortlich ist, hat man einen hang zu sensiblem verhalten :-/

PFia8nLgerxo


Das heisst, kinder mit depressiven krankheitssymptomen übernehmen von ihrem familiären umfeld das muster, dass die selbsttötung die einzige lösung sein kann...

Ich bin depressiv und suizidal, habe das wohl von meinem Vater geerbt. Abgeschaut kann ich es mir aber nicht haben, denn er nahm sich das Leben als ich zwei Jahre alt war. Insofern denke ich schon, daß die Genetik eine Rolle spielt.

-Sucamedica-

ERheumaliger (Nutzer (#76g606x3)


Aber vorsicht! Die sicht auf vor allem genetische aspekte stellt m.E. auch eine verengung dar... Das verhalten von menschen ist hoch komplex und kann nicht allein auf gene zurück geführt werden... Das verhalten ist vielleicht genetisch beeinflusst, aber andere faktoren spielen auch eine grosse rolle...

Plia ngexro


Deshalb schrieb ich ja auch, daß die Genetik "eine Rolle" spielt. Natürlich sind noch so viele andere Faktoren für das Entstehen einer Depression und Suizidalität verantwortlich.

l?ama:8x0


also bei panikstörung sind meist 5%genetische ursache und der rest sozial bedingt.

ne freundin von mir hat auch ne panikstörung, ihr vater und der zehn jahre ältere bruder...

die mutter nicht. die ist nur übervorsichtig..

ich hab auch eine, aber bei mir ist es in der familie wieder nicht so...

jedoch sind meine eltern auch extremst übervorsichtig.

denke schon, dass da zusammenhänge da sind.

man hat eine art gen, wegen dem man zu dem verhalten neigt und wenn das dann gefördert wird durch die umwelt, dann bricht es aus.

PQiang3ero


Ich finde es erstaunlich, wie sehr man doch durch seine Gene beienflusst ist. Obwohl ich meinen Vater nie kennengelernt habe, bestätigen alle, die ihn kannten, wie ähnlich ich ihm sei. Das trifft wohl auf die positiven, als auch eben auf die negativen Eingeschaften zu...

oKutsidxex


Ich glaube schon, dass die Gene die wir ererben, uns in unserem Verhalten sehr beeinflussen. Allerdings können wir auch unsere Gene durch bestimmte Lebensstile in die richtigen (oder falschen) Bahnen lenken. Auch wenn das doof klingt: Gene sind eben nicht so starr, wie das mal gedacht wurde. Sonst würde uns der Stress und die Belastungsfaktoren der heutigen Zeit total egal sein.

O,tilxie


Hallo,

ich habe schon eine ganze Weile gelesen, aber mich erst jetzt registrieren lassen.

Ich habe mich vor vier Jahren selbst eingewiesen- nachts, über die Notaufnahme. Mein Glück war (sehe ich heute so), dass auf der Psychiatrie kein Bett frei war und man mich in die Psychosomatik gesteckt hat. Als erstes habe ich der Therapeutin/ Ärztin erklärt, dass ich eigentlich keine Zeit habe, weil ich beruflich so viel zu tun hätte und am nächsten Tag wieder gehen will. Hätte ich auch tun können, aber ich habe mich überzeugen lassen und bin acht Wochen in Behandlung geblieben. Ich sollte länger bleiben, aber damals dachte ich, mir geht es doch wieder gut und bin gleich am Tag nach der Entlassung wieder auf Arbeit.

Heute weiß ich, dass es einfach zu bald war. Von da an ging es immer schlechter- Depression (die ich nicht war haben wollte- ich doch nicht) und Angststörung. Nach ein paar Wochen konnte ich nicht mehr arbeiten und bin dann für vier Monate in die Psychiatrie, mit Einweisung und meinem Einverständnis, weil ich mittlerweile auch suizidal war. Die ersten Wochen waren echt schlimm, aber heute weiß ich, dass es mir sehr geholfen hat- es war teilweise so ein bisschen wie "Schutzraum". Ich habe dort auch viele Leute kennengelernt, deren Gespräche mir sehr geholfen haben. Mittlerweile arbeite ich wieder, habe Analyse, anschließend Verhaltenstherapie gemacht. Neben meiner Arbeit habe ich ein Studium angefangen und bin gerade dabei meine Abschlussarbeit zu schreiben.

Es gibt immer wieder Tage, an denen denke ich, dass es nicht weiter geht, dass es eh sinnlos ist. Das Verrückte ist, dass ich genau weiß, dass es kein Problem ist, die Arbeit fertig zu schreiben, es sind vielleicht noch 15 Seiten, aber andereseits am Liebsten alles schmeißen würde. Ich habe jetzt seit zwei Wochen nichts gemacht und versuche einfach jeden Tag zu Ende zu bringen. Aus Erfahrung weiß ich, dass es auch wieder besser wird und ich auch wieder was schaffen kann.

m% a r 9vx i n


tach.

hab immer mal wieder reingeschaut. und werde jetzt auch was zu einigen der Beiträge schreiben, und dann bin ich wieder weg:

lama80

von einem tag auf den andern hatte ich nen schwindel im kopf.

das habe ich irgendwie öfter... war auch bei einer beratung, habe aber letztlich aus angst nicht alle themen ansprechen können... na ja, ich werde in den kommenden wochen wohl des öfteren hin...

mittlerweile bewerbe ich mich nach dem studium für ne arbeitsstelle. in einem unternehmen. bwl/marketing.

:)^

im studium richtet sich man nach was aus, und da steigt man dann ein.

man ja... aber ich? hmmm... für mich stand immer fest, dass ich nie was anderes studieren wollte. warum weiß ich gar nicht mehr so genau. für mich stand aber nie fest, was ich damit danach machen wollte. das wird ein teil des problems sein.

naja...dich wurmt schon, dass du keinen sinn in deinem leben siehst.

jepp, das bremst mich ja aus.

das war nur ein beispiel dafür, dass ich nicht einsehe, wegen der angst zuhause bleiben zu müssen.

ok, das tue ich nicht. ich lenke mich nicht nur durch's internet ab, sondern auch durch ausgehen... aber an die probleme geh ich nicht ran. nicht bevor das kind nicht in den brunnen gefallen ist. danach würde ich von allein die probleme wahrscheinlich auch nicht angehen, aber es geht nicht anders - man wird ja von außen dazu gezwungen, spätestens wenn sich gerichtsvollzieher ankündigen oder die exmatrikulation droht.

aus dem grund von oben. ich will mich um so "pillepalle" wie ängste etc. nicht kümmern müssen.

DAS ist eigentlich mal ein wirklich guter Grund. Aber der setzt halt eine endgültige Entscheidung gegen den finalen Ausstieg voraus - danach muss man sich schließlich auch nicht mehr darum kümmern.

ich habe eine extremst hohe motivation, meine ziele zu erreichen.

meine ziele wechseln sekündlich. meine motivation auch. ich seh halt immer zuerst die probleme, die ich eh nicht bewältigen können werde. ich

Ich weiß nicht, ob ich das hier erzählen sollte, aber ich denke, es wird ihn nicht ärgern: Dumal schrieb mir letztens, dass er was erzählen wolle und in dem moment total verwirrt sei. Und was dachte ich zuallererst: Ich dachte, "ach du scheiße, wird wohl was schlimmes passiert sein". Das er "vor lauter Freude" verwirrt war, und diese Möglichkeit überhaupt existiert, habe ich erst wahrgenommen, als er es erzählte.

andere von außen betrachten dich nicht als psychisches wrack.

joa, ich weiß. aber ich schütte auch nicht jedem mein inneres aus.

insofern lehnst du ein normales leben, in dem geld verdienen wichtig ist, ab.

ja und nein. ich finde die kapitalistische selbsthypnose "menschwerdung durch lohnarbeit" eben nicht nur politisch fragwürdig... natürlich ist Geld wichtig. Aber es kann doch einfach nicht alles sein...

ich sehe das bücherschreiben nur als nebenarbeit.

ah, ok, verstehe.

schreibst du gedichte?

jein. ich habe immer mal welche im kopf. schreibe sie aber nie auf. sie passen nicht in die heutige zeit, was ich im kopf habe, würde in den expressionismus gehören...

ein buch entsteht oft erst nach sehr langer zeit. man lässt es liegen. schreibt wieder mal ein halbes jahr später weiter.

vielleicht ist das wirklich keine schlechte idee.

das ist keine echte motivation für dich.

es ist lediglich extrinsisch, aber nichts intrinsisches... du schreibst ja selbst:

wäre meine motivation, etwas gedrucktes, von mir erschafftes, den leuten mitteilen zu können. das ist meine motivation dabei. nicht das geld...

und da sage ich: jepp. aber ich bin kaum zu irgendwas intrinsisch motiviert...

andere menschen sind kein masstab für die eigene motivation. du musst für dich ziele definieren und anreize schaffen.

das ist mir auch klar. aber weil ich das eben nicht kann, frage ich mich, was andere menschen machten.

m" a \r gv i n


Kleio

Aufgrund eines Vorurteils Selbstmord?

Ein Vorurteil? Was meinst du?

Ich könnte, jetzt einen Satz schreiben, den du mir an den Kopf zurückschmeißen wirst, aber daran kannst wirklich nur Du etwas ändern und dass es nicht leicht ist, das steht außer Zweifel.

hmmm, soll ich den Satz jetzt nun zurückwerfen, oder nicht... klar kann nur ich was daran ändern. aber ich könnte es ja auch auf eine endgültige weise ändern.

aber auch das Leid zu überwinden - wenn ich mich nicht irre.

ja, schon... beziehugsweise damit zu leben... es ist halt eine der vier edlen Wahrheiten("Das Leben ist leidvoll", "Ursachen des Leidens sind Gier und Hass", "Erlöschen die Ursachen, erlicht das Leiden ", "Zum Erlöschen der Ursachen führt der achtfache Pfad" (oder so ähnlich, ist alles frei zitiert) und bei diesem achtfachen Pfad bin ich halt irgendwo ausgestiegen.

Ich würde jetzt fragen, ob Du solche Momente nachvollziehen kannst oder leben, aber Du bist ja jetzt entschwunden.

Ich sagte doch, ich komm zurück: Nachvollziehen kann ich das. Leben? Ich glaube nicht.

Jetzt etwas langsamer: Wäre es denn etwas, was Du gerne machen würdest?

gut möglich - ich weiß es nicht. es ist zumindest nichts, was unter "das will ich definitiv nicht" fällt.

Müsste es sich finanziell lohnen?

ja.

Darum finde ich Deine Aussage etwas widersprüchlich, denn damit hast Du ja schon ein enormes Interesse, oder?

jein. Allgemeinwissen kommt halt auch dadurch, sich im Fernsehen, Büchern, CDs, Internet zu verlieren... und na ja, letztlich kann ich mir nur das Anschauen, was meinen Geist auch beschäftigt. Mit Sendungen wie GZSZ, Dschungelcamp(hieß das so?) oder den sogenannten Dokusoaps kann ich absolut nichts anfangen, und ich würde schnell an was anderes denken... aber dann halt wieder zur Sinnfrage gelangen. Na ja, das was die meisten Teenies halt irgendwann in der Pubertät für sich klären oder sich doch einfach im jugendlichen Alter selbst killen... ich habe es halt nie geklärt. Auch das wird Teil des Problems sein.

Ich habe es jetzt nicht verstanden - interessiert Dich Dein Studium?

Manchmal schon. Manchmal nicht. Manchmal will ich was tun, aber andere Dinge interessieren mich mehr.

Das tust Du doch zumindest ansatzweise hier. Ich finde es allerdings recht schwierig, wenn Du nicht zumindest grob beschreibst, was Du für Probleme hast.

Mag ich nicht. Aber es ist irgendwo alles dabei: finanzielles, familiäres, zwischenmenschliches... na ja, und der ganz persönliche Umgang mit mir. Mit meiner Paranoja. Und mit meinen wiederkehrenden depressiven verstimmungen.

Ist Glücklichsein für Dich ein Gefühl?

Ist es das nicht? Was ist Glück?

So sehr ich diese Frage gerne umgehen würde, aber wie definierst Du Glücklichsein?

gar nicht.

Was würdest Du Dir für ein Leben wünschen? Womit wärst Du zufrieden?

Ich habe keine Ahnung.

Mir ist das Leben relativ gleichgültig

ach?

Das einzige, das ich entscheiden kann ist, wie ich es lebe.

na ja, auch das "ob" ist entscheidbar.

Eines Tages war meine Entscheidung, dass ich es glücklich verbringen WILL.

ok. und was hast du daraufhin konkret gemacht?

Was ist denn ein Tiefphase? Das wirst Du sicher wissen.

nein, nicht ohne selbstreferenziell zu werden. Ich glaube, ich bin einer von den Menschen, denen es einfach nie richtig gut gehen kann.

Was Du nicht willst, das weißt Du und kannst es somit ausschließen.

Joa, aber es wird bei mir auch oft widersprüchlich.... so nach dem motto: ich will nicht ausgehen. ich will aber auch nicht zu hause sein. und das ist ziemlich blöd...

mM ac r Zv i xn


outsidex

Die Verantwortung für sein Leben, sollte doch jeder für sich selbst tragen..

Eben. Deswegen habe ich den Gedanken "Ach hätte er mich doch in ein KH gesteckt" auch nicht - das lag einfach nicht in seiner Verantworung.

Ich bin zu feige dazu. Und heute ist wieder mal so ein Tag, da verfluche ich meine Feigheit in allen Lebensbereichen; nicht zu letzt die Feigheit mich selbst ...

Ich verstehe dich. Sehr gut sogar. Obwohl es eine philosophische Richtung gibt, die sagt "Angst ist der Name des Gegners. Des einzigen Gegners." und mir auch sonst sicher niemand den Kopf abreißen wird, kann ich mir beides nicht zu eigen machen.

Kennst du das Buch "Wenn es dunkel wird" von Kay Redfield Jamison?

Nein, das kenne ich nicht. Auf der anderen Seite möchte ich meine depressiven Verstimmungen sicher nicht verstärken.

Aber wenn´s dir besser geht, wenn du drüber redest, kannst du eine PN schreiben.

Danke, aber das wird nicht nötig sein... Aber es ist lieb von dir.

Das mit "Wie geht´s dir heute" meinte ich auf den damalig "heutigen" Tag bezogen... also nicht allgemein auf das Heutige. (Ooh je... schon wieder so kompliziert)

Das verstehe ich nicht.

nach außen hin top, nach innen hin flop.

yepp, so ungefähr... ganz objektiv betrachtet geht es mir im vergleich zum rest der welt ja nicht schlecht: ich muss nicht hungerleiden, ich muss nicht fliehen, ich werde nicht beschossen; hej, ich habe eine wohnung, einen schulabschluß, ein auto und sogar einen internetzugang. wieviele menschen in der welt können das schon von sich behaupten?

andererseits kann man seine existenz ja nun auch nicht darüber definieren... bzw., ich kann es nicht.

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