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Selbsteinweisung?

lUamxa80


schon klar... aber latent suizidal war ich schon immer. ich weiß noch ganz genau, dass ich mit 12 damals wohnhaft in der 3. Etage eines Mehrfamilienhauses, des öfteren an meinem geöffneten Fenster saß... und Überlegungen anstellte, was denn wäre, wenn ich jetzt einfach... damals hatte ich aber noch keine ungewöhnlichen Ängste... Kurioserweise traue ich mich heute aus Angst vor der Höhe nichtmal auf ein Riesenrad.

das ist nicht suizidal, dass ist ein kleiner zwang. 90% der menschen denken das. habe gerade mit meinem therpeuten drüber geredet, dass wenn ich höhenangst hbe und auf dem turm stehe, ich angst habe, verrückt zu werden und über das geländer springe.

ich hab auch schon oft gedacht, wie es wäre, wenn man über das geländer springt und man unten liegt...

das sind zwänge und keine suizidgedanken.

ich hab das selbst und habe angst vor dem tod.

fast jeder denkt sich sowas...

hierbei kann ich nur sagen, dass du das nie tun würdest, weil du angst davor hast! alles was man tut, geschieht aus beweggründen. kurzschlussreaktionen gibt es nur unter drogeneinfluss. du hast angst davor und dann würdest du nie durchticken und es jemals tun!

bislang ist kein fall bekannt, wo mal ein angstpatient das getan hat, vor was er angst hat...

es gibt frauen, die sich ans bett ketten, weil sie angst haben, ihr kind umzubringen...

sie würden es nie tun.

selbst amokläufer haben ihre gründe, warum sie etwas tun.

m6 a: rS v i xn


warst du schon bei einem niedergelassenem therapeuten?

nein, immer noch nicht... hmmm.

das ist nicht suizidal, dass ist ein kleiner zwang.

Na ja, ich saß ja nicht nur so am Fenster, sondern weil ich der Meinung war, es wäre eigentlich besser, nicht mehr da zu sein...

bewusst entschieden hatte ich das aber erst ende 2003. hab alles organisierbare geld ausgegeben, und wollte einfach gar nicht mehr...

hab's aber dann doch nicht gemacht; ein freund hat's bemerkt...

outsidex

und? haste weitergelesen?

l<aDma8z0


@ marvin

warst du schon bei einem niedergelassenem therapeuten?

nein, immer noch nicht... hmmm.

ja dann...solltest du das mal tun....

:-/

L(ewNian


marvin

Ich sehe immer mal wieder in diesen Faden hinein - irgendwie sehe ich einen Kontrast zwischen dem, wie du hier ueber dich schreibst und wie du anderswo diskutierst.

Anderswo kommt es mir so vor, als ob du gerne diskutierst und komplexe Gedanken und Zusammenhaenge liebst. Du kannst die Welt in einer Weise ansehen, dass sie Dinge zu bieten hat, die dich interessieren.

Hier betonst du eher deine Uninteressiertheit.

Natuerlich ist die ganze "Sinn des Lebens"/"wofuer das alles"-Chose extrem schwierig und nicht mit einfachen aufmunternden Worten zu erledigen.

Was mir seltsam vorkommt, ist, dass du irgendwie anscheinend sagst, entweder muesse man unendlich leben wollen, oder man kann auch gleich in die Kiste springen.

Warum das denn? Warum kann man sich nicht vertrauensvoll der Natur ueberlassen, die schon den richtigen Zeitpunkt zum Sterben finden wird? Warum kann man sich nicht damit abfinden, dass alles, was man tut, wie schoen, sinnvoll, haesslich oder sinnlos es auch immer ist, notwendigerweise vergaenglich ist, und man irgendwann eben nichts mehr hinzufuegen kann? Warum diesen Moment vorverlegen?

Das Leben findet in der Gegenwart statt. Sterben kann ich spaeter.

Alles veraendert sich staendig - warum in die Ewigkeit denken?

Fragt sich natuerlich immer noch, was das Leben denn in der Gegenwart zu bieten hat. Da wuerde ich in Richtung von Ideen ueber Achtsamkeit und Aufmerksamkeit denken, buddhistische und gestalt-therapeutische Ansaetze kommen mir in den Sinn. Eben wo es darum geht, sich und die Gegenwart zu erkennen.

l4amax80


@ lewian

das mit der ambivalenz ist mir auch sofort aufgefallen. mir kam dieser post sehr "naiv" vor...sonst sprühen die posts von marvin vor intellektualität, wo ich echt gesagt habe: wow...wasn das für ein genie?

insofern hat mit der thread sehr überrascht und auch dieses desinteresse am leben selbst. diese gewisse uninformiertheit.

es scheint mir, dass mit den anderen diskussionen versucht wird, vom eigentlichen leben abzulenken. von den eigenen ängsten.

ich greife hier marvin nicht an, falls das falsch verstanden wird, sondern mir ist eben diese ambivalenz auch sofort aufgefallen.

m, a r` v ^i n


Lewian

du schaust hier auch vorbei? ich sollte mir echt eine zweite identität zulegen. aber, es ist auch echt schwer hier. ich will einerseits nicht zuviel erzählen (nachher kennt mich hier doch jemand aus dem realen leben - so ganz unverbreitet ist das forum ja nicht), andererseits kann ich aber auch nicht zuwenig erzählen... und das problem des nicht-zuviel-erzählen-wollens ist ja mit einer zweitidentität auch nicht beseitigt... aber zu deinem text:

Anderswo kommt es mir so vor, als ob du gerne diskutierst und komplexe Gedanken und Zusammenhaenge liebst.

Das tue ich irgendwo auch.

Du kannst die Welt in einer Weise ansehen, dass sie Dinge zu bieten hat, die dich interessieren.

Ich gebe zu, dass mich med1 interessiert. Aber ansonsten bin ich scheinbar(?) zu gar nichts intrinsisch motiviert, und das macht mir zu schaffen. Und nur zu leben, um bei med1 zu schreiben, kann irgendwo auch nicht richtig sein.

Natuerlich ist die ganze "Sinn des Lebens"/"wofuer das alles"-Chose extrem schwierig und nicht mit einfachen aufmunternden Worten zu erledigen.

Tja, du weilst schon etwas länger hier, du solltest es wissen - aber auch du kommst nur mit einem "es ist halt nicht einfach". Warum sich dem also aussetzen?

Was mir seltsam vorkommt, ist, dass du irgendwie anscheinend sagst, entweder muesse man unendlich leben wollen, oder man kann auch gleich in die Kiste springen.

Jepp, richtig. Wenn ich weiß, dass ich irgendwann mal was davon hab, könnte das eventuell motivatorisch sein (vielleicht auch nicht, weil ich dann denken würde, ach was soll's, ich kann dies und das auch später noch machen), was ich aber derzeit weiß, ist: Irgendwann sterbe ich sowieso. Auf lange Sicht habe ich also nichts davon. Und an Paradies/Himmel und Hölle oder sowas ähnliches kann ich einfach nicht glauben.

Warum das denn? [...] Warum diesen Moment vorverlegen?

Die Frage, die ich stelle, ist doch genau die Umgedrehte: Wozu eigentlich die ganze Anstrengung? Warum sich immer wieder auf's Neue mit irgendwelchen Scheißproblemen befassen, die bei genauerer Betrachtung ja doch nur komplizierter werden? Wieso denn nur? Warum soll ich denn warten, bis die Natur selbst endlich gnädig mit mir ist, und mir ein Ende setzt? Im Moment gerade denk ich das nicht, aber der Moment wird sicher wieder kommen, an dem ich wieder denke: Eigentlich wäre es doch sinnvoller, wenn ich nicht da wäre. (in einem solchen moment habe ich den faden hier eröffnet)

Fragt sich natuerlich immer noch, was das Leben denn in der Gegenwart zu bieten hat.

yepp, richtig. und zwar nicht generell, sondern konkreter: was es mir und was ich ihm zu bieten hab... und da komme ich eigentlich nur zu dem schluss: nicht viel. hauptsächlich probleme. probleme die die meisten anderen menschen schlicht als herausforderung sehen und sie einfach anpacken. aber genau das kann ich eben nicht. was soll ich also hier?

Da wuerde ich in Richtung von Ideen ueber Achtsamkeit und Aufmerksamkeit denken, buddhistische und gestalt-therapeutische Ansaetze kommen mir in den Sinn.

Das verstehe ich nicht. Kannste das vielleicht mal genauer erklären?

mK a 9r v qi xn


lama80

sonst sprühen die posts von marvin vor intellektualität, wo ich echt gesagt habe: wow...wasn das für ein genie?

danke. ich bin ob dieser äußerung doch einigermaßen überrascht...

diese gewisse uninformiertheit.

auch diesen wink verstehe ich allerdings nicht... uninformiert über kliniken? da hast du recht, ich hätte einfach googeln sollen. oder meinst du uninformiertheit über das leben an sich? wie kann man da schon informiert sein? ich habe ja auch versucht Carnegies "Sorge dich nicht lebe" zu lesen, oder "Tiki" Küstenmachers Lebensratgeber oder ähnliche lebensbejahende Bücher zu lesen, zu konsumieren... aber alles was mir dazu einfällt ist "Schwachsinn". Und das gilt auch für Leibniz' Theodizee.

es scheint mir, dass mit den anderen diskussionen versucht wird, vom eigentlichen leben abzulenken. von den eigenen ängsten.

Das ist sogar ganz sicher so; ich selbst habe das mal irgendwo geschrieben und mittlerweile bin ich auch überzeugt davon, dass dem tatsächlich so ist.

LMewiaxn


marvin

du schaust hier auch vorbei? ich sollte mir echt eine zweite identität zulegen. aber, es ist auch echt schwer hier. ich will einerseits nicht zuviel erzählen (nachher kennt mich hier doch jemand aus dem realen leben - so ganz unverbreitet ist das forum ja nicht), andererseits kann ich aber auch nicht zuwenig erzählen... und das problem des nicht-zuviel-erzählen-wollens ist ja mit einer zweitidentität auch nicht beseitigt...

Ich sehe nicht, warum das ein Problem ist, identifiziert zu werden. Wenn du auf Hilfe hoffst, koennte es doch fuer Menschen, die helfen wollen, gut sein, mehr Facetten von dir zu kennen.

Abgesehen davon war ich schon vor Urzeiten bei deinem "intrinsische Motivation"-Faden dabei, von daher sollte dich meine Ptraesenz im Psychologie-Bereich nicht ueberraschen.

Ich gebe zu, dass mich med1 interessiert. Aber ansonsten bin ich scheinbar(?) zu gar nichts intrinsisch motiviert, und das macht mir zu schaffen. Und nur zu leben, um bei med1 zu schreiben, kann irgendwo auch nicht richtig sein.

Es sieht so aus, dass du med1 als einzige Plattform fuer deine Gedanken ansiehst, und das finde ich etwas schade. Kluge Gedanken sind doch nicht an dieses Forum gebunden. An deiner Stelle wuerde ich mal ueberlegen, wo du sie sonst unterbringen koenntest. (Studium/Wissenschaft, Politik?)

Tja, du weilst schon etwas länger hier, du solltest es wissen - aber auch du kommst nur mit einem "es ist halt nicht einfach". Warum sich dem also aussetzen?

Ich kann dir das nicht beantworten. Ich habe mit dem Sinn meines Lebens gar keine Schwierigkeiten, aber ich sehe mich nicht in der Lage, das nachvollziehbar zu erklaeren. Ich halte das fuer recht persoenlich; ich kann das niemand anderem aufdruecken. Wobei ich denke, Buddhismus und Gestalttherapie koennten einen schon in eine aehnliche Richtung fuehren.

Ich bin immer noch irritiert von deiner Verwendung der "langen Sicht". Warum entwertet es kurzfristig Erreichtes, wenn es auf lange Sicht nicht bestehen bleibt? Was ist so schlecht am kurzfristrigen, vergaenglichen Gewinn?

"Da wuerde ich in Richtung von Ideen ueber Achtsamkeit und Aufmerksamkeit denken, buddhistische und gestalt-therapeutische Ansaetze kommen mir in den Sinn."

Das verstehe ich nicht. Kannste das vielleicht mal genauer erklären?

Das habe ich "befuerchtet" (mir ist schon klar, dass ich nicht klar war) - ich habe da mit einem Satz zwei riesige Faesser aufgemacht und muss mich mal ordnen, bevor ich dir mehr dazu sage (Geduld - ich nehm's mir vor). Das beste, was mir im Moment einfaellt, ist ein Literaturtipp, "Gestalttherapie Praxis"

Amazon

"es scheint mir, dass mit den anderen diskussionen versucht wird, vom eigentlichen leben abzulenken. von den eigenen ängsten."

Das ist sogar ganz sicher so; ich selbst habe das mal irgendwo geschrieben und mittlerweile bin ich auch überzeugt davon, dass dem tatsächlich so ist.

Bin etwas ueberrascht, dass du das bestaetigt hast.

Jedenfalls finde ich, dass es dir in gewisser Hinsicht schlecht geht, sollte dich nicht daran hindern, auf anderer Ebene das zu tun, was du gut kannst und magst.

l`ama8x0


@ marvin

mit uninformiertheit meinte ich schon die sache, dass du dich fachlich recht wenig schon vorher darüber informiert hast. deswegen glaube ich auch, dass du eigentlich ein generelles desinteresse an den eigenen problemen mit dri rumschleppst.

jedoch sehe ich wiederum den schritt, das ins forum zu posten, als latentes interesse an, welches doch irgendwo vorhanden ist.

dich wurmt die sache mit dem "was soll mein ganzes leben eigentlich" schon. irgendwo hast du nen hang zum suizid, aber irgendwo willst es aber auch nicht durchführen, weil du vielleicht andere siehst, die so vor sich hin leben und die leben können ohne sich darüber gedanken zu machen.

es ist generell so: wenn man keine ziele und keinen sinn hat, dann wird man suizidal.

menschen brauchen was, wonach sie streben können. wenn das nicht da ist, werden sie depressiv.

die frage hierbei ist, mit was sich der mensch, der suizidal lebt, zufrieden gibt. viele menschen geben sich damit zufrieden, irgendwann mal kiddies zu haben und ausgesorgt zu haben.

du tust das nicht...und viele andere auch nicht. das ist zu beschränkt im grunde.

jedoch liegt hierbei der denkfehler. wir menschen existieren nun mal. es wird seine gründe haben, auch wenn man den grund nicht weiss. man muss sich einen grund suchen. für den einen ist es liebe, für den anderen geld...

wenn der mensch keinen grund hätte, zu existieren, dann hätte die natur das schon so gemacht und den unnötigen ballast "mensch" ausgemerzt.

aber wir leben...aus welchen gründen auch immer.

man muss sich selbst gründe schaffen. das geht nicht so, dass man zuhause vor dem pc sitzt und darauf wartet, dass die gründe zu einem kommen. probleme kommen nicht von alleine. alles hat ursache und wirkung.

jeder intellektuelle mensch bekommt diese sinnkrisen. meist im alter von 16 bis 25.

für mich ist der sinn gesund zu sein, ne partnerschaft zu haben (auch wenn es oft scheisse ist) und arbeiten zu können. was bewirken zu können in dem großen system "gesellschaft". im grunde "leben" zu können. einfach die spielchen mitmachen. seienn nutzen daraus ziehen...zu reisen...zu arbeiten...kinder mal zu haben..und das ganze spektrum menschlicher gefühle ausleben zu können...mal gegen den strom zu schwimmen...risiken einzugehen...und auch scheisse zu erleben...

darauf kommt es an...durch das viele nachdenken, verpasst man das leben...und nichts anderes...

@:)

m^ Qa r5 v xi n


Abgesehen davon war ich schon vor Urzeiten bei deinem "intrinsische Motivation"-Faden dabei, von daher sollte dich meine Ptraesenz im Psychologie-Bereich nicht ueberraschen.

tut sie nicht. aber das auftauchen immer mehr aus anderen zusammenhängen bekannter personen in diesem faden fühlt sich schon irgendwie merkwürdig an... ist aber auch sicher nicht so schlecht.

An deiner Stelle wuerde ich mal ueberlegen, wo du sie sonst unterbringen koenntest.

na ja, ich studiere doch...

Ich kann dir das nicht beantworten. Ich habe mit dem Sinn meines Lebens gar keine Schwierigkeiten, aber ich sehe mich nicht in der Lage, das nachvollziehbar zu erklaeren.

aha.

Wobei ich denke, Buddhismus und Gestalttherapie koennten einen schon in eine aehnliche Richtung fuehren.

Gestalttheraapie kenne ich nicht. Buddhismus / Meditation / Yoga habe ich mal versucht. Aber auch da scheitert es wohl daran, dass ich kaum lange genug durchhalte, um Ergebnisse zu erkennen.

Was ist so schlecht am kurzfristrigen, vergaenglichen Gewinn?

Das ist simpel: Der Aufwand, also die Kosten und der Nutzen stehen in keinem Verhältnis zu einander.

Das habe ich "befuerchtet" (mir ist schon klar, dass ich nicht klar war) - ich habe da mit einem Satz zwei riesige Faesser aufgemacht und muss mich mal ordnen, bevor ich dir mehr dazu sage (Geduld - ich nehm's mir vor).

gut, ich werde warten.

Und mir das Buch besorgen.

Bin etwas ueberrascht, dass du das bestaetigt hast.

warum?

Jedenfalls finde ich, dass es dir in gewisser Hinsicht schlecht geht, sollte dich nicht daran hindern, auf anderer Ebene das zu tun, was du gut kannst und magst.

tut es aber. vor allem, weil es nichts gibt, was ich gut kann. und nichts, was ich wirklich mag (außer sex und med1).

lama80

mit uninformiertheit meinte ich schon die sache, dass du dich fachlich recht wenig schon vorher darüber informiert hast.

mea culpa. obwohl ja soviel auch später nicht zu finden war, und sich die aussagen hier ja auch deutlich widersprechen.

deswegen glaube ich auch, dass du eigentlich ein generelles desinteresse an den eigenen problemen mit dri rumschleppst.

nein, nein, das ist nicht so. ich habe sie ständig vor augen, sehe aber keinen weg zur lösung. sorum ist es richtiger.

dich wurmt die sache mit dem "was soll mein ganzes leben eigentlich" schon.

yepp.

irgendwo hast du nen hang zum suizid, aber irgendwo willst es aber auch nicht durchführen, weil du vielleicht andere siehst, die so vor sich hin leben und die leben können ohne sich darüber gedanken zu machen.

stimmt.

du tust das nicht... und viele andere auch nicht. das ist zu beschränkt im grunde.

hoppla... richtig. ich wollte gerade über "ausgesorgt haben" herziehen. aber du hast es erfasst, das ist mir einfach zu... .

jedoch liegt hierbei der denkfehler.

inwiefern?

wir menschen existieren nun mal. es wird seine gründe haben, auch wenn man den grund nicht weiss.

joa, das ist so. aber das ist auch relativ egal, da man den grund ja eh nicht weiß / wissen kann.

für den einen ist es liebe, für den anderen geld...

ich habe beides probiert. hat beides nicht geklappt.

wenn der mensch keinen grund hätte, zu existieren, dann hätte die natur das schon so gemacht und den unnötigen ballast "mensch" ausgemerzt.

och, der mensch als spezies kann doch weiterhin existieren - das ist mir doch mehr oder weniger egal. bei ca. 12000 suiziden pro jahr in deutschland wird es auf einen mehr oder einen weniger auch nicht ankommen. warum soll also ausgerechnet ich hier bleiben?

man muss sich selbst gründe schaffen. das geht nicht so, dass man zuhause vor dem pc sitzt und darauf wartet, dass die gründe zu einem kommen.

aha...

probleme kommen nicht von alleine.

ähmmm, doch. sie werden schlimmer, weil ich nicht eingreife und werden zu größeren problemen. irgendwann. aber solange ein eingreifen nicht zwingend erforderlich ist, tue ich es auch meist nicht... mein körper hält mich da schon zurück... das ändert aber alles nichts daran, dass die probleme selbst durchaus zuerst entstehen.

jeder intellektuelle mensch bekommt diese sinnkrisen. meist im alter von 16 bis 25.

tja, dann darf ich mich wohl als besonders intellektuell betrachten (dabei sehe ich mich selbst gar nicht als intelektuell an): es ging schon mit 12 los und hat mit 26 immer noch nicht aufgehört... es ist schon kurios: mehr als die hälfte meines bisherigen lebens denke ich über die mögliche beendigung desselben nach. ich sollte es einfach tun.

für mich ist der sinn gesund zu sein

zu spät (bei mir).

ne partnerschaft zu haben und arbeiten zu können.

irgendwie will mir das einfach nicht reichen.

darauf kommt es an... durch das viele nachdenken, verpasst man das leben... und nichts anderes...

das ist so, ist aber auch nicht weiter wild. ist ja nun echt egal, ob ich nun einfach "mitspiele"(und mich dem machen und tun der anderen menschen anpasse) oder ob ich's gleich lasse...

L1ew;ian


marvin

"An deiner Stelle wuerde ich mal ueberlegen, wo du sie (deine klugen Gedanken) sonst unterbringen koenntest."

na ja, ich studiere doch...

Und da machen dir deine Gedanken keine Freude?

Du sagst, "du kannst med1 gut" - ich bin immer noch ueberzeugt, dass es fuer das, was du im med1 gut kannst, auch anderswo Anwendungsbereiche gibt.

Es ist eben schon so, dass es Dinge gibt, die du magst und kannst (die von dir genannten) - und ich denke, darauf koenntest du aufbauen.

Buddhismus / Meditation / Yoga habe ich mal versucht. Aber auch da scheitert es wohl daran, dass ich kaum lange genug durchhalte, um Ergebnisse zu erkennen.

Was heisst "habe ich mal versucht"? Was fuer "Ergebnisse" haettest du erwartet? Warum hast du aufgehoert?

Der Aufwand, also die Kosten und der Nutzen stehen in keinem Verhältnis zu einander.

Hast du ein Beispiel? Was waeren die Kosten, was waere der Nutzen?

"Bin etwas ueberrascht, dass du das bestaetigt hast."

warum?

Ich haette gedacht, du diskutierst aus Spass an der Freund und bringst es nicht mit deinen sonstigen Problemen in Zusammenhang. Warum habe ich das gedacht? Weiss nicht, war so'n Gefuehl von mir.

Was meinst du mit "habe die Liebe versucht, hat nicht geklappt"? Vielleicht kommt's noch mal besser...

mf a Lr v zi xn


Und da machen dir deine Gedanken keine Freude?

Jein... ich habe schwierigkeiten überhaupt anzufangen und wenn ich drin bin, mache ich es mir auch allzuleicht, wieder rauszukommen, sobald mir einfach eine idee fehlt, um einen schritt weiterzugehen... das was andere sich dazu gedacht haben, auseinanderzunehmen ist schon ganz spaßig... aber auch da muss ich mich erst stark motivieren, um mich überhaupt erst einmal damit auseinanderzusetzen.

ja, es scheitert im grunde immer wieder am Anfang. Und am Dranbleiben.

Dann kommen noch anderweitige Probleme dazu, die gar nichts mit der Arbeit selbst zu tun haben, und das chaos ist perfekt.

eigentlich wäre es ja für den anfang schon gut, wenn man irgendwie aufpassen würde, dass ich eine sinnvolle zeitspanne an meiner fachlichen tätigkeit bleibe und alle anderen, potentiell problematischen einflüsse von mir einfach ferngehalten würden...

aber dass das nicht geht, weiß ich im grunde auch. ich sollte den faden hier einfach beseitigen...

Du sagst, "du kannst med1 gut"

hab ich das? wollte ich nicht. ich bin zu med1 intrinsisch motiviert, ja. das meinte ich.

Es ist eben schon so, dass es Dinge gibt, die du magst

ja, sex und med1.

und ich denke, darauf koenntest du aufbauen.

also werde ich doch noch stricher... nein, da bin ich zu alt für.

Was heisst "habe ich mal versucht"? Was fuer "Ergebnisse" haettest du erwartet?

eine größere ausgeglichenheit, eine gesündere körperhaltung und einen vernünftigeren umgang mit 'Sorgen'.

Warum hast du aufgehoert?

Einerseits: kein bock mehr. Andererseits: Es gab niemanden, der auch weiter dabei mitgemacht hätte.

Hast du ein Beispiel? Was waeren die Kosten, was waere der Nutzen?

Nein, ich kann da im Grunde kein Beispiel sagen... Generell halt alles was man einsetzt ist Aufwand: seine Arbeitskraft, seine Lebenszeit, wasauchimmer.

Nutzen? Weiß ich nicht, es gibt da im Grunde keinen: Bestenfalls für ein paar Jährchen ein bisschen mehr Kohle... wobei sich der Nutzen da auch nur aus einer beruhigenderen Wirkung ergäbe, die bei mir durch Kapitalbesitz durchaus ausgelöst werden könnte.

Ich haette gedacht, du diskutierst aus Spass an der Freund und bringst es nicht mit deinen sonstigen Problemen in Zusammenhang.

Na ja, das gehört natürlich dazu. Aber die Zeit hier so dermaßen zu verschwenden hat schon was mit den sonstigen Problemen zu tun.

Vielleicht kommt's noch mal besser...

Möglich ist grundsätzlich alles.

Sicher ist nur, dass das nächste Problem auch kommen wird.

Liewiaxn


marvin

Mit dem "darauf laesst sich aufbauen" hatte ich eher deine Freude am Denken und Diskutieren gemeint. Das Problem, nicht ausdauernd zu sein und sich staendig ablenken zu lassen, habe ich auch. Was meinst du, warum ich so oft im med1 bin - faellt mir einfach leichter als weiterzuarbeiten, wenn es Schwierigkeiten gibt. :-/

Trotzdem, ich freue mich an dem, was ich produziere, also an den Gedanken, "dienstlich" wie "privat".

Buddhismus/Meditation/Yoga hast du anscheinend eher als eine Art Therapie mit direktem Nutzen betrachtet (den sie dann nicht gebracht hat); ich sehe es eher als eine Lebenseinstellung an - etwas zu verstehen ueber die Einheit von dir und der Welt, und ueber die Bodenlosigkeit der Erfahrung... ja, ich weiss, das ist jetzt immer noch hoffnungslos untererklaert.

Bemerkenswert finde ich, dass du "Zeitaufwand" und "Zeitverschwendung" beklagst. Wenn du an deinem Leben nicht haengst und keinen Sinn siehst - warum kannst du ueberhaupt Zeit "verschwenden"? Ich meine, dann muesste sie doch anderenfalls einen Wert haben, oder? Und wenn sie keinen hat, kannst du sie doch nicht "verschwenden", sondern allenfalls mit etwas anderem (besserem?) fuellen.

Du scheinst mir eine recht eingeschraenkte Vorstellung von "Nutzen" zu haben - wenn es dir besser ginge, du mehr Freude am Leben haettest und mehr Sinn in deinem Tun saehest - waere das kein Nutzen?

Glaubst du eigentlich, dass irgendetwas Sinn macht, was irgendwer tut? Wenn ja, was zum Beispiel?

m[ a r v jiQ n


Lewian

Was meinst du, warum ich so oft im med1 bin - faellt mir einfach leichter als weiterzuarbeiten, wenn es Schwierigkeiten gibt.

jepp.

aber genau dieses ding hat bei mir bedenkliche ausmaße, so dass das:

Trotzdem, ich freue mich an dem, was ich produziere, also an den Gedanken, "dienstlich" wie "privat".

gar nicht klappt, weil ich nichts produziere, was gut genug wäre, dass ich mich darüber freuen könnte.

Buddhismus/Meditation/Yoga hast du anscheinend eher als eine Art Therapie mit direktem Nutzen betrachtet (den sie dann nicht gebracht hat)

yepp, richtig.

ich sehe es eher als eine Lebenseinstellung an - etwas zu verstehen ueber die Einheit von dir und der Welt, und ueber die Bodenlosigkeit der Erfahrung... ja, ich weiss, das ist jetzt immer noch hoffnungslos untererklaert.

in der tat. aber ich werde auch kaum von jetzt auf gleich eine lebenseinstellung ändern können.

Bemerkenswert finde ich, dass du "Zeitaufwand" und "Zeitverschwendung" beklagst. Wenn du an deinem Leben nicht haengst und keinen Sinn siehst - warum kannst du ueberhaupt Zeit "verschwenden"?

... weil gewissere andere menschen einen sinn sehen, de aber nur erfüllbar ist, wenn ich innerhalb einer vorgegebenen zeit etwas erreiche... und ich will sie nicht enttäuschen, und eben genau deswegen im grunde mein studium abschließen.

Du scheinst mir eine recht eingeschraenkte Vorstellung von "Nutzen" zu haben - wenn es dir besser ginge, du mehr Freude am Leben haettest und mehr Sinn in deinem Tun saehest - waere das kein Nutzen?

wäre. aber, ist das möglich?

Glaubst du eigentlich, dass irgendetwas Sinn macht, was irgendwer tut?

ich werde ganz sicher nicht anderen ihren sinn nehmen. _ich_ vermag ihn aber nicht zu erkennen.

lCamax80


@ marvin

mea culpa. obwohl ja soviel auch später nicht zu finden war, und sich die aussagen hier ja auch deutlich widersprechen.

ja. schon...aber ich dachte eben, dass du so extremst gewieft bist, dass du das schon herausgefunden hättest.

für den einen ist es liebe, für den anderen geld...

ich habe beides probiert. hat beides nicht geklappt.

generell weiß ich einfach zu wenig über dich, als dass ich alles genau beurteilen kann und am besten kannst du dich beurteilen. du schreibst auch, dass du nicht gesund bist. meinst damit die psychische krankheit? zur psyche kann ich nur sagen, dass ich ein halbes jahr in der klapse war und die ärzte nicht mehr wussten, was sie machen sollten. mittlerweile hab ich mich komplett regeneriert. habe studiert und stehe jetzt vor dem direkteinstieg.

ne psychische krankheit ist somit kein grund zu sagen, dass man nicht gesund wird oder ist etc.

so wie du schreibst, liest man dich als einen 40jährigen mann, der nur enttäuschungen hinter sich hat.

ich war etwas irritiert als ich gelesen habe, dass du genauso alt wie ich bist.

och, der mensch als spezies kann doch weiterhin existieren - das ist mir doch mehr oder weniger egal. bei ca. 12000 suiziden pro jahr in deutschland wird es auf einen mehr oder einen weniger auch nicht ankommen. warum soll also ausgerechnet ich hier bleiben?

bei diesen suiziden handelt es sich aber meistens um menschen, die nicht erkennen, dass sie depressionen haben und das schon jahre mit sich rumschleppen und dann noch das letzte, was ihnen lieb war verloren haben. dann ist der ofen endlich aus.

ich habe bei all der scheisse, die mir passiert ist (gehänselt worden, ewig keinen freund, klapse nach dem abi, diagnose:panikstörung) immer nie die motivation und den ehrgeiz verloren. ich sehe es auch heute nicht ein, warum andere glücklicher und unbeschwerter leben sollen als ich?

für mich wäre das nie tragbar, wenn ich mich nur zuhause aufhalten könnte, weil ich angst vor draußen habe.

ich musste nach der klinik alles wieder lernen. telefonieren, einkaufen, umziehen, normal sein.

ich wollte das aber...ich wollte einfach auch zur tür rausgehen können und unbeschwert nen spaziergang machen können.

insofern hab ich nach der klinik in den letzten 6 jahren fast keine psychologische betreuung gebraucht.

ich finde halt, dass du den schritt wagen solltest, zu einem psychotherapeuten zu gehen. wenn du nen guten gefunden hast, dann ist das ewig interessant. für dich bietet sich ein verhaltenstherapeut an.

ich glaube (du sagtest ja, dass du wenig motiviert bist), dass du generell schnell aufgibst. dass du, wenn es mit der liebe nicht klappt, du das handtuch wirfst. du hattest anscheinend schon beziehungen, oder?

motivation funktioniert nur über anreize. auch wenn ich jetzt mich wiederhole, frage ich ebenfalls, was für dich ein anreiz ist?

du hast geschrieben: sex und das forum.

was ist mit wissensdurst? oder ist wissen wieder nur ein lapidarer grund, geld zu verdienen und das stinknormale leben zu führen?

was wäre damit, bücher über bestimmte themen zu verfassen? soviel geld verdient man dabei nicht und man kann sinnvolles tun.

alles liebe,

lama

*:)

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