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Einer meiner Besten Freunde hat Selbstmord begangen!!

lDilxo77


Ich glaube wenn man sich outet, fällt der eigene Druck weg.

Ich leide zwar nicht an einer Depression, habe mit einer Angststörung Erfahrung gemacht.

k9äfer!chenx78


Wie kann man helfen?

Ich glaube auch, es ist ganz wichtig, dass zumindest das engste Umfeld Bescheid weiss. Ich selbst befinde mich gerade in der Situation, dass sich mir jemand mit dieser Krankheit "anvertraut" hat. Ich kann nur sagen, dass man mit dem Wissen um diese Krankheit so manche Situation ganz anders bewertet. Derjenige ist z. Zt. in stationärer Behandlung und hoffentlich in guten Händen... Aber ich frage mich jetzt natürlich, wie ich (jetzt und in Zukunft) für ihn da sein kann... Vielleicht haben diejenigen unter Euch, die Erfahrung mit dieser Krankheit haben ein paar Tipps??

MPay-flohwer


Outen! Bei uns im Betrieb hat es ein hohes Kadermitglied, welches unter Depressionen leidet (und vor einigen Jahren ein bösen Zusammenbruch erlitt). Wir wissen es alle und das ist auch eine Entlastung für alle. Er hat seine Schwankungen, muss sich manchmal etwas mehr Sorge tragen, aber unter der Berücksichtigung der Umstände ist das absolut sinnvoll.

Sein Zusammenbruch kam damals für alle überraschend, da er die "Maschine" schlechthin war. Eines Tages war einfach alles vorbei... es hat Monate gedauert, bis er wieder einigermassen "funktionierte". Das war eine einschneidende Erfahrung für uns alle und hat den einen oder anderen dazu bewogen, sein Leben etwas zu überdenken.

LyadyyxZ


Wann wird man sich selber trauen sich in der Gesellschaft zu outen??

Dann wenn die Krankheiten, die die Psyche, die Seele bzw. den Geist betriffen in der Gesellschaft den gleichen Stellenwert haben wie die, die die Leber, das Herz oder den Darm treffen.

Hat ein Mann einen Herzinfarkt, so sagt jeder..."Ach Gott...ich wusste immer, dass er zu viel arbeitet...und das Rauchen tat ihm auch nicht gut!" und jeder fragt ihn, wie's ihm geht.

Hat jemand Darmkrebs, dann bekommt die Person Mitleid und Bewunderung wenn sie es ueberstanden hat.

Doch leidet jemand an einer Depression so ist er, wenn es denn ein Mann ist, in der Gesellschaft ein Weichei der mit der Welt nicht klar kommt..."Der packts halt nicht!" Und Frauen wird eben mal geraten sich ein Oestrogenpflaster auf den Arsch zu kleben....bei denen sinds ja meisst die Hormane!

So denkt ein Grossteil der Gesellschaft, das die Seele und die Psyche nicht greifbar, im MRT nicht darstellbar ist und somit viele Leute akzeptierte Krankheiten nur fuer greifbare Organe zulassen.

Doch hat einer was an der Psyche so hat er gleich "einen an der Waffel", "ist nicht ganz dickt" oder "sie spinnt".

Erst wenn die Gesellschaft da umdenkt wird es den Betroffenen leichter fallen sich "zu outen".

Deshalb denke ich, dass Aufklaerung der "Gesunden" betrieben werden muss und nicht "Mutmachen der Kranken"

J|asMmAinda7x5


Deshalb denke ich, dass Aufklaerung der "Gesunden" betrieben werden muss und nicht "Mutmachen der Kranken"

Mit dem Satz hast du sicherlich Recht, aber dem letzten Teil muss ich widersprechen. Die Kranken brauchen sehr wohl Mut, wenn sie sich einem Arzt oder Therapeuten anvertrauen möchten/müssen. Da sie es in der Regel aber alleine nicht schaffen, ist es sehr sehr wichtig, dass die Angehörigen den Kranken "an die Hand" nehmen und sich kümmern.


Im aktuellen Fall kann ich nur sagen, dass die Angehörigen nicht richtig gehandelt haben.

L$ad]ycZ


@ Jasminda75

Ja, natuerlich Du hast Recht. Selbstverstaendlich muessen Betroffene ermutigt werden sich professionelle Hilfe zu holen. Vielleicht habe ich das falsch ausgedrueckt. Ich meinte, dass man eine zusaetzliche Aufmerksamkeit auf die Aufklaerung der Gesunden lenken muss. Depressionen muessen "salongfaehig" werden - mal ueberspitzt gesagt.

Einem Betroffenen immer nur zu sagen: "Das ist nichts wofuer Du Dich schaemen musst!" nuetzt nichts wenn er schief angeschaut wird oder das Theme im guenstigsten Falle todgeschwiegen wird.

Ich habe das selbst erlebt. Ich bin nicht betroffen aber mein Cousin leidet unter einer schizophrenen Psychose, er stellt eine Gefahr fuer sich und andere dar und ist nach einem Vorfall vor 4 Jahren in einen forensisch-psychiatrischen Anstallt.

Natuerlich ist er da nicht gleich hingekommen. Die Situation hat sich ueber Jahre aufgebaut, verschaerft und ist dann irgendwann eskaliert. Aber ich weiss noch wie die Krankheit meines Cousins anfangs in unserer Familie nur hinter vorgehaltener Hand besprochen wurde. Man hat uebereinader gesprochen und nicht miteinander.

Mitlerweile ist das nicht mehr so. Das Thema ist praesent, es ist nun mal so, wir reden darueber. Wir fragen seine Elter und ihn wie's ihm geht und was gerade passiert und spekulieren nicht.

Wir haben es halt als eine Krankheit anerkannt, die nichts damit zu tut hat, dass er einen an der Klatsche hat - wie viele so schoen sagen - sondern er ist einfach erkrankt und er ist behandlungsbeduerftig. So wie mein Vater an Bluthochdruck erkrankt ist und Medikamente nehmen muss und so wie meine Tante eine Herzkranzgefaesserkrankung hat und drei Bypaesse brauchte.

fHlorxii


in den letzte tagen habe ich mir auch immer wieder gedanken über das thema depressionen gemacht. ich bin mit meinem freund seit 2 1/2 jahren zusammen. vor unserer beziehung litt er auch jahrelang relativ stark unter depressionen. als sein vater dann vor drei jahren starb (nein, eigentlich schon eine zeit vorher - aber mit diesem ereignis dann intensiv) hat er sich aufgerafft und eine therapie begonnen. auch hat er medikamte genommen, damit es ihm besser geht.

dann bin ich in sein leben getreten und er beteuert mir, dass es ihm seit diesem zeitpunkt einfach sehr gut ginge. ich sei sein ausgleich und in kombination mit der 9-monatigen therapie hätte er nun seine depressionen so gut es geht überwunden. manchmal kommen bei ihm so flashbacks, wo er mal wieder an sich selbst zweifelt und ängste entwickelt. dann reden wir darüber und es scheint ihm besser zu gehen. merke auch, dass solche momente weniger werden. er lässt schlechte laune zu, nimmt sich seine zeit, wenn er sie braucht und spielt nicht immer "eitel sonnenschein".

nun meine frage: ist es möglich, dass eine depression, die man mit einer mehrmonatigen therapie behandelt, erfolgreich bekämpft werden konnte? ich habe keine ahnung, welche "schwere" ich den depressionen meines freundes zuordnen soll. er sagt jedoch, dass er keine konkreten todesgedanken hatte. "nur" diese angst vor dem versagen, der zukunft, selbstzweifel, die ihn aufgefressen haben.

kann man also sein leben lang von depressionen geheilt sein, odermuss man damit leben, dass in einem drin einfach immer die veranlagung besteht und ständig wieder bekämpft werden muss...?

über eine antwort würde ich mich sehr freuen! @:)

s?culAlixe


shavedman:Depression /Selbstmord ist doch keine Erbkrankeit...was die frau von Andi befuerchtet(erste Seite)

Andis Brueder hatten auch Selbstmord begangen....ich vermute sie hatten eine sehr schwierige Kindheit und psychisch sehr schwierige Eltern... :-/

s3cul4lxie


Florii: Eroeffne doch einen eigenen Faden....

S`cJhwar=zes Bilxut


kann man also sein leben lang von depressionen geheilt sein, odermuss man damit leben, dass in einem drin einfach immer die veranlagung besteht und ständig wieder bekämpft werden muss...?

Ich kann nur von mir sprechen. Ich habe selbst schwere Depressionen und es verläuft Schubweise. Und ich hatte auch ca. 15 Jahre Ruhe und es ging mir gut. Dann aber habe ich mein soziales Umfeld gewechselt und die Depression schlug mit voller Wucht zurück. Und ich sage es gerne nochmal hier. Ich bin immer offen damit umgegangen und habe nie eine blöde Bemerkung bekommen. Im Gegenteil, mir wurde immer Verständnis entgegen gebracht. Und das nicht nur von Freunden. Auch meine Arbeitgeber waren eingeweiht. Mir ist das sehr wichtig, denn es gibt mir Sicherheit.

rubergUman6n1


Also wenn meine Therapeutin nicht spinnt, so sind die Ansätze von Depression vererbar. Meine auch mal sin Sachbüchern davon gelesen zu haben.

Wenn dem nicht so ist, Asche auf mein Haupt...

WBatexrli


Manche Leute werden auch einfach so depressiv, ohne dass die Umwelt nen Anteil hat. Dann ist das wirklich eine normale organische Krankheit. Und sowas ist natürlich vererbbar.

Zum Verstellen: das geht sehr gut. Als ich mal richtig Liebeskumme hatte und nur hätte heulen können dachte ich mir einfach, eigentlich nur damit es MIR besser geht, jetzt biste mal besonders nett und freundlich zu den Kunden (vielleicht, damit die auch freundlicher zu mir sind?). Ich war NIE so gut drauf und so freundlich beim arbeiten... also da hätte garantiert jeder gesagt ich bin heute gut drauf. Ich hab das nur gemacht, weil ich dachte ich muss ja die anderen damit nicht belasten und mir gehts vielleicht selbst dann besser, wenn ich extra gut gelaunt tu. Vielleicht ist es auch Verdrängung der negativen Gefühle. Wenn das aber wirklich ernsthafte Depressionen sind, dann brodelt das noch alles unter der Oberfläche. Sowas kann aber kein Außenstehender sehn, weil man das ja dann so gut verdrängt.

JSasmind#a7x5


Depressionen muessen "salongfaehig" werden - mal ueberspitzt gesagt.

Ja, stimmt aber. :)z

kann man also sein leben lang von depressionen geheilt sein, odermuss man damit leben,

Mit einem guten Arzt / Therapeuten und guten Medis kann man sehr gut damit leben.

Also wenn meine Therapeutin nicht spinnt, so sind die Ansätze von Depression vererbar.

Das ist richtig.


Bei mir in der Familie gab es das sog. "Schneeballsystem". Meine Oma bekam sehr früh Depressionen. Hat mehrfach versucht sich das Leben zu nehmen. Wie und wann weiß ich nicht genau, da ich noch klein war. Ich weiß nur, dass sie es einmal mit Tabletten versuchte, aber rechtszeitig von meinem Opa gefunden wurde. Danach wurde sie in eine Klinik eingewiesen, wo man nicht auf die Patienten geachtet hat :|N :-( :(v >:(und meine Oma schaffte es, abzuhauen und sich "erfolgreich" das Leben zu nehmen.

Daraufhin bekam mein Opa Depressionen und "bekämpfte" diese mit heftigsten Psychopharmaka und Alkohol. Diese Mischung bringte ihn letztendlich um. Daraufhin bekam meine Mama Depressionen, wird aber erfolgreich mit guten Medis behandelt und hat seit Jaaahren - zum Glück - keinen Rückfall (kann man das so sagen? :-/)mehr gehabt.

skcuellie


Das Depressionen im Ansatz moeglicher Weise vererbbar....kann ich mir vorstellen....aber ich denke sie sind hauptsaechlich erworben...

Warum wird ein Mensch depressiv ?

z.B.wenn man wenig Liebe und Geborgenheit von Eltern bekommen hat..z.B.weil sie selber depressiv waren....wenn zuhause eine depressive Atmosphaere war....wenn Kinder misshandelt(sexuell,koerperlich,psychisch)

wurden oder emotional vernachlaessigt,zu frueh erwachsen sein mussten...Abwertungen,Unverstaendnis und Demuetigungen erlitten.....(nur Leistung zaehlte)

Depression und viel Streit vorgelebt wurde,wenn Eltern viel Angst und psych.Probleme hatten,Kinder ueberbeschuetzten und an ihnen klammerten,die Kinder fuer ihre Zwecke benutzten

Wenn Eltern Suchtprobleme hatten...

wenn Eltern ..die psych Probleme..ihrer Kinder..(die Depressive schon als Kind hatten )"uebersahen",damit das Verhalten der Eltern nicht kritisiert wird und ihre Scheinwelt ,ihre Lebensluegen,ihre Fassade nach aussen muehsam aufrecht erhalten bleibt.

Wenn Leute vom Alkohol abhaengig sind...steckt oft eine depressive Erkrankung dahinter...

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