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Cymbalta

sx21


@sweetcore:

Seh ich ähnlich... ich sags mal so, die "Alternative" bei einer Depression auf Dauer ist ja auch nicht unbedingt gesund. Bei vielen werdens Drogen oder Strick.

Nicht bei allen vielleicht, hängt wohl auch mit der Schwere zusammen und mit der Person selbst (ob sie vll andere "Motivationen" hat, wie ein Beziehung, ect... hab ich nämlich nicht).

Das soll jetzt nicht sensationsmäßig klingen, oder irgendwie auf "pseudo-depri" (eigentlich schade, dass ich sowas dazu sagen muss, aber sowas wird ja gerne mal unterstellt...), aber ich denke ganz ohne Behandlung denk ich nicht dass ichs noch 10 Jahre machen würde. Bisher war in der Vergangenheit schon die Situation da, dass es eigentlich eher auf anderen gründet, dass ich überhaupt noch da bin.

In so ner Situation mit man leichte Gesundheitsprobleme schon unter Umständen in Kauf. Zumal, da die alternativen Wege alle noch ungesünder wären auf Dauer ;o

Sqhak1e Ixt


@ sweetcore

Und wie fühlst Du dich jetzt auf dem Cymbalta? Merkst Du etwas in Form von Nebenwirkungen?

Llupo.04x9


Finde Eure Einstellungen alle sehr interessant - und jeder hat auf seine Weise recht - für sich selbst eben.

Sich für oder gegen ein Antidepressiva zu entscheiden, ist immer ein Abwägen, welches das kleinere Übel ist und es hängt immer mit dem akuten Zusatnd und der entsprechenden Leidensfähigkeit zusammen.

Wenn jemand abwägt, die Nachteile sind mir zu viele, ich schaffe das auch so, dann braucht er in diesem Moment keine AD und sollte es tatsächlich auch ohne versuchen. Allerdings ist es genauso legitim und wichtig, einen Zeitpunkt zu erkennen, wo es nicht mehr ohne geht. In jedem Fall sollte man sich über Vor- und Nachteile bewusst sein und auch besonders darüber, dass ein AD ohne weitere therapeutische Massnahmen auf Dauer in keinem Fall die Erkrankung bzw. Störung heilt.

Viele Grüsse

Lupo

sx21


"dass ein AD ohne weitere therapeutische Massnahmen auf Dauer in keinem Fall die Erkrankung bzw. Störung heilt"

Naja, ich stoße häufig auf die Behauptung, dass Depressionen zwangsläufig psychische Ursachen haben und die AD nur helfen sollen diese zu beheben.

Warum eigetlich? :o

Wenn jemand Diabetes hat, dann bekommt er ja auch nicht für 3 Monate Insulin, und in dieser Zeit lernt er dann, dass er krank ist und danach damit "leben muss". Eine Brille bekommt man ja auch nicht, damit man weiß wie scharf alles aussieht, bevor man sie wieder weg genommen bekommt.

Ich glaub ein Problem ist, dass viele Menschen (Ärzte, Psychologen, Psychiater genauso, leider) immer noch sehr gravierende Schwierigkeiten haben die Persönlichkeit und Seele als etwas sehr sehr Physisches zu akzeptieren.

Das ist ein Grund warum ich mich immer noch und immer wieder gegen Behandlungen strebe. Für mich ist das eine körperliche Krankheit, genauso wie andere auch. Was mir persönlich garnicht hilft, sondern mich nur anfuckt ist, wenn mir jemand auf gebetsmühlenartige Gehirnwäsche-Tour versucht einzureden dass irgendwelche "verdrängten Vorfälle", Komplexe, sexuelle Dinge whatever dafür verantwortlich wären, wenns einfach ein simples organisches Problem ist (und wenn mans stark vereinfacht auf Serotonin beschränkt).

Bei Testosteron-Mangel würde ja auch kein Urologe oder anderer Arzt sagen "Hm, dafür gibt es eine Ursache in ihrer Kindheit oder in ihrer persönlichen Einstellung sich oder der Welt gegenüber".

S<hCa_kxeM It


@s21

Ich weiss nicht was du für ein psychiches problem hast,

aber z.B eine Angststörung ist gar keine Krankheit, warum es auch Störung heisst. (Davon abgesehen, dass ich es auch nicht für eine Störung halte, denn ohne den Aggressor gibt es auch keinen Angstreflex). Die Aggressoren stören mich also in dem Fall, was bedeutet, dass die Menschen die Störimpulse ausüben und mich, in meinem Wesen zermürben wollen.

Noch mal zu Medikation. Ich habe z.B keinen Serotoninmangel und höchstwahrscheinlich, auch keinen Mangel an Nodrelanin. Warum versuchen Ärtze mir also solche Medikamente aufzuerlegen?

Es kann doch nicht richtig sein, immer nur auf Serototin und Nodrenalin-Rezeptorenblockade zu setzen, nur, weil denen nichts besseres einfällt.

Ausserdem kann man einen Mangel an Serototin, durch gesunde Ernährung, Sport, viel Licht und Freizeitaktivität ganz normal ausgleichen.

G^ra4s-Halxm


Ausserdem kann man einen Mangel an Serototin, durch gesunde Ernährung, Sport, viel Licht und Freizeitaktivität ganz normal ausgleichen.

wenn man schwer depressiv ist reicht das auch nicht mehr. Zumal man dann den Antrieb nicht mehr hat...

aber z.B eine Angststörung ist gar keine Krankheit, warum es auch Störung heisst.

sehe ich anders, aber gut.. :-

s921


"Ausserdem kann man einen Mangel an Serototin, durch gesunde Ernährung, Sport, viel Licht und Freizeitaktivität ganz normal ausgleichen. "

Absolut nicht. Wenn der Fehler im Gehirn da ist, dann behebt man den nicht mit gutem Willen und solchen Aktivitäten.

Mal ernsthaft, wer würde sowas bei anderen Krankheiten tun oder denken?

Ich rede hauptsächlich von Depressionen. Eine Angststörung ist etwas ganz anderes.

"Aggressoren stören mich also in dem Fall, was bedeutet, dass die Menschen die Störimpulse ausüben und mich, in meinem Wesen zermürben wollen."

Tun sie das unbewusst, oder *wollen* sie das wirklich, wie du das formulierst??

"Noch mal zu Medikation. Ich habe z.B keinen Serotoninmangel und höchstwahrscheinlich, auch keinen Mangel an Nodrelanin."

Kann man so sicher nicht sagen denk ich.

"Es kann doch nicht richtig sein, immer nur auf Serototin und Nodrenalin-Rezeptorenblockade zu setzen, nur, weil denen nichts besseres einfällt."

Nuja, nur das ist nunmal der gerade Weg.

Wenn jemand unscharf sieht, dann probier ichs mit der Brille und nicht ner Magenspiegelung, Antibiotikum oder Krankengymnastik. Für gute Laune / schlechte Laune sind nunmal diese Dinge ursächlich, und das Konzept funktioniert ja zum Teil auch recht gut.

Wenn jemand jedenfalls wirklich ein Problem hat, was darauf zurück zu führen wäre, dann würde Sport oder Licht ect. nur bedingt bis garnicht helfen.

M~i;dnQa1ttsoxl


Shake It

Ist schön für dich, daß du die Abgründe von Depression nicht zu kennen scheinst ... nur kannst du nicht einfach so von dir auf andere schließen. :-/

Angst an sich ist ein natürlicher Schutzmechanismus - solange sie funktioniert und keine Angststörung entwickelt, wie auch immer man die definieren will. Die Angst, die man gemeinhin als "Angstgefühl" kennt, ist lange nicht das einzige Gesicht das sie annehmen kann. Was, wenn da kein klarer "Agressor" mehr auszmachen ist und du trotzdem Angst hast?

Ausserdem kann man einen Mangel an Serototin, durch gesunde Ernährung, Sport, viel Licht und Freizeitaktivität ganz normal ausgleichen.

Wenn ein physiologischer Mangel an Serotonin vorliegt, ja. Ich würd auch nicht behaupten, daß eine Depression durch Serotoninmangel ausgelöst wird - aber ein Serotoninüberschuß führt zu einer besseren Stimmung und Antrieb. Vermutlich könnte ein Schamane (nicht der Naturtherapeut um die Ecke ...) durch Hypnose etc. bessere Hilfe leisten, ohne Dauermedikation, aber nenn mir mal eine Adresse von so jemandem. Und dazu müßte man auch bereit sein, sich darauf einzulassen.

NYashörn$chxen


Shake It

Der letzte Beitrag von dir glänzt durch Unwissenheit. Frag doch mal bei den Ärzten genauer nach oder lies dir entsprechendes an.

Gruß

s52x1


Vor allem mit dem Satz kann ich nicht leben:

"Ausserdem kann man einen Mangel an Serototin, durch gesunde Ernährung, Sport, viel Licht und Freizeitaktivität ganz normal ausgleichen. "

Ich ernähre mich sehr gesund, mach Sport (ich muss mich immer dazu zwingen ;o), und Licht hab ich auch mehr als genug.

Ansonsten läufts auch super.

Daher, äussere Umstände sinds einfach nicht.

Ich muss sagen, bei vielen Leuten mit Depressionen die ich kenne, eigentlich allen ausser mir, ist das allerdings anders. Bei allen existieren da Gründe die sie auch für sich selbst als Gründe akzeptieren, sei es Missbrauch, der Tod der Mutter, Unfälle, usw.

Hab ich nicht. Bei mir ist alles super. Früher, als das nicht so war, dacht ich, dass die Probleme in Umständen gegraben liegen. Als wirklich ALLE Umstände gut wurden (und sooo schlimm waren sie objektiv ja nie), hat sich das alles aber nicht geändert. Ich bin psychisch alles durchgegangen, selbst Dinge, die ich selbst über extremst abwegig hielt. Aber da ist nichts.

Und ich bin in der Hinsicht einfach "wissenschaftlich objektiv": Das einzig logische scheint wirklich zu sein, dass es phyisch bedingt ist. Vielleicht ein angeborenes Problem, vielleicht in der Kindheit enstanden (hatte mal nen Unfall mit meinem Kopf, war nich soo schlimm für mich damals, da ichs kaum wahrgenommen habe, aber man weiß ja nie), vielleicht vererbt (in meiner Familie müttlerlicherseits neigen doch sehr sehr viele zu Depressionen und teilweise sogar Selbstmordgedanken).

Von daher seh ich da mittlerweile einfach keinen anderen Weg, nicht weil ich meine Augen vor anderen Wegen verschließe, sondern weil andere Wege nicht da hin führen wo ich hin will.

SKhak+e It


@Nashörnchen

Es ist natürlich leicht jemanden Unwissenheit vorzuwerfen um dann selbst durch mangelnde Argumentation zu glänzen..

@Gras-Halm

Wenn jemand sehr schwer manisch depressiv ist, dann braucht so jemand auch eine professionelle Hilfe! Hast Du recht. Nur ob die Pille dann der Richtige Weg ist...?!?!?!

@s21

Die Menschen schaden mir ganz bewusst, weil sie alle Roboter , die mit Neid, Missgunst, mangelndem Respekt und Intoleranz programmiert sind. Der Horizont dieser Menschen ist ein Kreis mit Radius Null.

Da war Kevin, dieser aggressive junge aus sozial schwachen und wahrscheinlich vernachlässigendem elternhaus. Ein Schlüsskind dessen Eltern, ihm auf grund ihrer latenten primitivität nicht viel bieten konnten. (Nicht Materiel sondern explizit geistig)

Der war schon im Kindergarten auf meine schönen blonden Haare neidisch und musste immer darin ziehen, weil er dachte, dass ich eine Perücke tragen würde.

Auch ist der respektlose Umgang mit Tieren und der Natur ein Beispiel, für die Boshaftigkeit und Dummheit des Menschen. So wie der Mensch Tiere und Natur mit Füssen trit, so behandelt er auch sein Gegenüber.

Wenn man die Erde als Oase, mit all Ihrer Vielfalt von Lebensformen betrachtet und sie vielleicht der einzige belebte Planet in der Milchstrasse ist - vielleicht gar im ganzen Universum -kann man sich vor Augen halten, wie dumm der Mensch ist,

diesen Planeten mit Atomwaffen zu bestücken, mit deren Kraft man ihn in Stücke teilen könnte.

Das ist vergleichbar dumm, wie vor der Fahrt in den Urlaub, am PKW alle Radmuttern zu lösen und zu hoffen, dennoch unversehrt anzukommen.

Da ich mir Gedanken über mein Leben und die Welt mache, über den Käfigrand hinausgucken zu vermag, erkenne ich, dass nicht von mir die Aggression ausgeht, sondern, von den anderen!

Folglich bin nicht ich ICH krank, sondern die ANDEREN sind krank! Nicht ich brauche das Cymbalta, sondern diese scheinheilige Gesellschaft.

@Midnattsol

Bei den Phobien die Du ansprichst gibt es natürlich keinen direkten Aggressor mehr, vielleicht spielt dabei das Unterbewusstsein eine Schlüsselrolle. Dinge die vom Verstand und dem Bewusstsein verdrängt werden und sich über die Phobie ein Ventil schaffen.

Schamanismus finde ich übrigens höchstinteressant. Ich habe kürzlich erst ein Buch u.a über Schamanismus, Bewusstseinsforschung und Parapsychologie gelesen.

Diesen Weg zu gehen um zu verselbsten, einen erleuchteten Zustand zu erreichen und zum Gutmensch zu werden, halte ich für einen besseren, als Medikamente zu schlucken, die mich wieder dorthin führten, wo ich erst krank wurde. Zu den Menschen!

G|ras-yHalm


@ Shake it:

ich rede nicht von ner bipolaren Störung, das ist dann wieder was anderes. Antidepressiva sollte man vorsichtig einsetzen bei ner bipolaren Störung...

Bei einer schweren Depression gibt es meist keinen anderen Weg mehr, weil man in nem solche Zustand gar nicht mehr fähig ist, sich auf ne Therapie einzulassen, und oft nur noch sterben will.

NUR Psychopharmaka allein, ohne Therapie, finde ich auch nicht gut.

s%2x1


"Da ich mir Gedanken über mein Leben und die Welt mache, über den Käfigrand hinausgucken zu vermag, erkenne ich, dass nicht von mir die Aggression ausgeht, sondern, von den anderen!

Folglich bin nicht ich ICH krank, sondern die ANDEREN sind krank! Nicht ich brauche das Cymbalta, sondern diese scheinheilige Gesellschaft."

Nuja, du kannst dir denken was die meisten Psychologen, Psychiater ect. dazu wohl sagen würden, hm?

Ich sage: Stimmt. Du kannst die anderen nicht ändern, du kannst die Welt nicht verändern und Einsicht und Erleuchtung bringt dir garnichts. Keine Zufriedenkeit, keinen Sinn.

Das Problem: Man lebt eben unter diesen Menschen. Aber dagegen lässt sich wenig tun:

a) sich umbringen

b) irgendwas tun, damits erträglich wird ;o

s}21


"NUR Psychopharmaka allein, ohne Therapie, finde ich auch nicht gut. "

Stimmt wohl in den meisten Fällen. Aber ich denke es gibt durchaus Fälle wo eine Therapie absolut nutzlos ist, da man etwas gesundes nicht mehr heilen muss.

G4ras^-Halxm


da hast du natürlich recht, @s21 @:)

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