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Alexithymie - "gefühlsblindheit", wer kennt das?

dser-xtyp hat die Diskussion gestartet


hallo,

durch einen anderen thread bin ich dazu gekommen, die frage hier zu stellen. ich denke, dass ich inzwischen den begriff für meine "gefühlsblockaden" gefunden habe und vllt den hauptgund, warum meine therapie gescheitert ist. jetzt wollte ich fragen, ob hier jemand mit ähnlcichen problemen in der therapie ist/war und wie ihr damit umgegangen seit. zudem heißt es, dass solche leute unter einer starken psychosomatik leiden. ist das bei euch auch der fall?

gruß typ

Antworten
GGra>s-bHaxlm


Die Alexithymie ist an sich nicht eine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom, das bei verschiedenen seelischen Erkrankungen oder Störungen vorkommt. Im Ursprünglichen Sinn bezeichnet sie einen Zustand, in dem der Betroffene keinen Zugang zum eigenen Gefühlsempfinden hat, also komplexere seelische Empfindungen "nicht hat", vorzugsweise z.B. seelischen Schmerz, Hilflosigkeit, Ohnmacht und Verlust nicht benennen kann, mitunter aber die damit verbundenen Zustände wahrnimmt, anders deutet, oft dann nur quantitativ als "Aufgeregt sein" oder "schlecht drauf sein" einordnet oder das Empfinden ganz in eine andere Erlebnisebene verlagert, z.B. ins körperliche Empfinden, oft in Form von Schmerz.

Die Alexithymie wird daher auch oft in Verbindung mit psychosomatischen Störungen gesehen, da z.B. die obengenannten Schmerzen dann im Rahmen eines chronischen Schmerzsyndroms auftreten oder "verschobene", nicht erkannte Gefühle zu Erschöpfungszuständen, Störungen im Herz-Kreislauf-Bereich, im Magen Darmtrakt und anderem führen können.

das trifft auch mich erstaunlicherweise auch zu.. :-

ich hatte schon oft Zustände, wo ich richtiggehend "gefühlstaub" war, nichts empfunden habe...und ich kann eigene Gefühle oft nicht benennen...Psychosomatische Beschwerden..ja oder nein, weiss ich nicht genau.

Danke für den Begriff...kannte den noch nicht..

doeDr-tnyxp


bist du denn aktuell in therapie?

Gyras-Hxalm


Nein, nicht mehr...war jetzt über ein Jahr in ambulanter Therapie und bin da einfach nicht vorwärtsgekommen...

oft hatte ich keine Themen, nichts, was mich belastet hat...

ich hatte im Juni ein Vorgespräch für ne Klinik...(hab mich aber dagegen entschieden) Da musste ich mit dem dortigen Therapeuten reden..der sagte, ich käme total "gefühlskalt" rüber, also man würde mir z.B. nicht anmerken, dass mich was belastet...

psychosomatische Beschwerden hab ich dauernd...täglich. :-( also ich nehme an, dass sie psychosomatisch sind..

dRer-xtyp


is bei mir auch so. war erst heute bei nem therapeuten, der auch meinte, ich würde mich ned anhörn als würd ich leiden.

G6rabs-Hxalm


hm, meinte er damit, dass du wohl keine Therapie benötigst, weil es dir ja offenbar nicht schlecht geht (gibt ja so Therapeuten, die so denken), oder war das mehr ne Feststellung?

LIabbyvgirxl


also

ich muss mich hier echt fragen was das für therapeuten sind? :-/

ich hatte im Juni ein Vorgespräch für ne Klinik... (hab mich aber dagegen entschieden) Da musste ich mit dem dortigen Therapeuten reden.. der sagte, ich käme total "gefühlskalt" rüber, also man würde mir z.B. nicht anmerken, dass mich was belastet...

ohne jetzt die ganze situation zu kennen finde ich so eine äußerung in einem VORGESPRÄCH absolut unangebracht.

ich frage mich hier was denkt sich der dabei? ein guter therapeut wird sich ja wohl denken daß man sich in einem vorgespräch wohl sicher noch nicht soweit öffnet und sein gesamtes innenleben preis gibt ??? %-|

außerdem ist ja eine nach außen wirkende "gefühlskälte" oft bei psychischen problemen symptom.

symptom einer richtigen deppression kann zB völlige emotionale gleichgültigkeit ALLEM gegenüber sein....

grasi, war ne gute entscheidung dort keine therapie zu machen, das spricht nicht gerade für kompetenz.

genauso wie:

erst heute bei nem therapeuten, der auch meinte, ich würde mich ned anhörn als würd ich leiden.

und:

zudem heißt es, dass solche leute unter einer starken psychosomatik leiden. ist das bei euch auch der fall?

das ist ja wohl klar, daß wenn organische ursachen ausgeschlossen sind psychische da sind, und psychosomatik ein massiver leidensdruck ist.

das sind schlichtweg die falschen therapeuten.

bei psychosomatik ist es übrigens auch häufig daß eben die psychosomatik ja gerade daraus resultiert daß man das emotionale verdrängt ( was dann häufig "gefühlskalt" wirkt).

man nimmt die eigenen emotionen gar nicht mehr wahr welche sich dann eben über die körperliche ebene ausdrücken.

ein guter therapeut wird sicher keinen soclhen quatsch von sich geben.

ich würde dir raten einfach weiter zu suchen.

Gzr"as-Hxalm


naja, ich denke, der kennt von seinen Patienten, dass die heulend und zittern dasitzen, wenn sie in die Klinik wollen...

mir gings da recht gut psychisch, ich hab halt nüchtern erzählt was so meine Probleme sind mit Ängsten etc., ohne jegliche Gefühlsregung dabei...

ich meine, er hat das ja nur festgestellt...war keine abwertende Äusserung...

dass ich nicht da hingegangen bin lag nicht an ihm, sondern daran, dass ich in keine Klinik will.

LFambbyggirxl


ich meinte das auch nicht als abwertend sondern eher als inkompetent.

aber mag sein daß der in ner klinik anderes gewöhnt ist.

das heißt aber noch lange nicht daß er daraus auf den tatsächlichen gemütszustand schließen kann, und das wirkt auf mich halt nicht sehr professionell.

d>er9-tyxp


gras-halm,

wenn du dich in nem depressionsforum aufhältst, kommst du dir dann auch so fehl am platze vor? weil die klagen alle über ihr leid und ich zb. bin der letzte, der trauer, verzweiflung, etc aufbaut. kann so sachen wie :°( oder >:( auch ned gebrauchen, eigentlich die ganzen emoticons ned.

GWras-H6alm


ich weiss es nicht. Bei mir ist es nicht immer so...es gibt durchaus Einbrüche, die ich habe, wo ich traurig bin..und Wut empfinde ich schon auch. :-

VBitalxboy


habe ich wohl auch - zumindest teilweise. ist bei mir oft mit depersonalisation verbunden (bei der man diese gefühlsblindheit ja auch sehr oft hat). wobei ich schon manchmal "normale" gefühlsausbrüche habe . natürlich meistens, wenn ich nicht depersonalisiere.

außerdem habe ich oft psychosomatische symptome, vor allem auf den atmungsapparat bezogen. kloß im hals, das gefühl, nicht genug luft zu kriegen, schmerzen/enge im brustkorb, erstickungsangst usw.

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