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Bin ich manisch-depressiv?

Vwi=talxboy hat die Diskussion gestartet


ich schon jahrelang, aber zur zeit wieder verstärkt mit meist starken stimmungsschwankungen zu kämpfen. so stark wie zur zeit hatte sich das eigentlich noch nie abgezeichnet. die folgenden beiden stimmungs- bzw. gemütslagen meine ich (jeweils mit zugehörigen merkmalen):

positiv:

- gute laune, gute stimmung

- weltzugewandheit, offenheit

- ist doch egal was, die anderen denken bzw. sagen

- normales bis hohes selbstwertgefühl

- oft erscheint alles positive noch positiver, als es eigentlich ist

- oft "dauergrinsen" (mir wurde schon gesagt "du grinst ständig")

- "ist mir egal, daß ich keine freunde und keine freundin habe". wobei mir dann auch bewußt ist, daß ich sehr wohl ein paar bekannte habe

- obwohl ich keine freundin habe, bin ich sicher für einige frauen attraktiv

- "offensives" zugehen auf andere menschen, teilweise auch zu forsch

- positive gedankengänge

- witzeleien, die manchmal und unter umständen auch nervig für andere sein könnnten (das ist mir bei diesem zustand allerdings egal)

- "ich habe es gut, mir fehlt nichts zu meinem glück"

- hoffen, dieser zustand möge möglichst lange anhalten

negativ:

- schlechte laune, schlechte stimmung

- müdigkeit, niedergeschlagenheit

- weltabgewandheit, verschlossenheit, alleine sein wollen

- (teilweise auch sehr) niedriges selbstwertgefühl

- gefühl, außer dem allernötigsten nichts mehr auf die reihe zu kriegen, zu (fast) nichts fähig zu sein

- kontaktarmut

- vermeiden von zwischenmenschlichen aktivitäten, von gesprächen und menschenmengen. "seine ruhe haben wollen".

- nachgrübelei

- negative gedankengänge

- "andere haben es zu etwas gebracht, ich nicht"

- "die anderen leute haben es so gut und ich habe es schlecht"

- "ist einfach schlimm, daß ich keine freunde habe und noch nie welche hatte". gleichzeitig kann ich das aber wieder nachvollziehen, weil ich mich ja wärend dieses zustandes so "ausgebrannt" und leer fühle - was eben gift für zwischenmenschliche beziehungen ist

- gefühl, für keine einzige frau attraktiv zu sein

- sehnsüchtiges hoffen auf eine besserung des zustandes ("ist ja auch früher immer wieder besser geworden")

dazu muß ich sagen, daß der übergang zwischen den beiden gemütslagen sowohl fließend als auch "ruckartig" geschehen kann. manchmal fühle ich mich von einem moment auf den anderen absolut mies, ein andermal geht es allmählich bergab. außerdem kann ich einfach nicht sagen (so oft ich das schon probiert habe) ob nun jeweils ein konkreter auslöser vorhanden ist oder ob meine gemütslage einfach willkürlich ändert. die wahrheit liegt wohl dazwischen, denn öfters kann ich schon konkrete gründe benennen, weshalb ich beispielsweise wieder runtergezogen bin.

ich bin nun am überlegen, ob ich manisch-depressiv sein könnte. weil meine gemütslage ja alles andere als stabil ist - ich bin z.b. ja nicht den ganzen tag runtergezogen. natürlich gibt es aber tage, die überwiegend "gut" sind während andere fast nur "schlecht" sind. um es mal so auszudrücken. außerdem verliere ich während des gutfühlens nicht die kontrolle über mein handeln, lege mir dinge zu, die ich mir nicht leisten kann oder so (soll ja bei manisch-depressiven der fall sein). wobei ich mir natürlich schon lieber was kaufe, wenn es mir gut geht.

dann würde mich interessieren, ob auch bei einer "normalen" depression solch starke stimmungsschwankungen auftreten können. den "positiven" zustand würde ich als "normal" bezeichnen, den anderen als "krank". von daher fühle ich mich partiell "krank".

ich schick den beitrag jetzt mal ab. ich ergänze den thread, falls mir noch was einfällt

Antworten
V:italxboy


huch... |-o

der erste satz muß heißen: ich habe schon jahrelang, aber zur zeit wieder verstärkt mit meist starken stimmungsschwankungen zu kämpfen.

zu den negativen punkten gehört noch: "die meinung anderer ist mir wichtig". auch das hat wohl mit dem herabgesetzten selbstwertgefühl zu tun.

das selbstwertgefühl ist bei mir alles andere als konstant.

G#ras-Hxalm


das kann dir hier niemand sagen. Diagnosen stellt ein Arzt, und nicht irgendwelche User.

für mich klingts nicht so, da Manie noch ne Stufe höher ist.

ich bin der Meinung, dass man, wenn man depressiv ist, "normale" sprich gute Phasen eh noch viel intensiver erlebt als Menschen, bei denen das der Normalzustand ist.

VritaJlboxy


Gras-Halm

klar. ich war früher schon ein paar mal beim arzt, aber dort hatte ich keine möglichkeit dazu, das mal so detailliert zu erzählen. dirt ging es stets um ein paar sätze - und sobald das wort "depressiv" fiel, gab es zack zack ein antidepressivum und fertig.

ich glaub ja auch nicht, daß das eine richtige manie ist. aber manchmal geht es mir schon so gut, daß ich richtig aufjuchzen kann vor lauter freude. könnte aber wirklich sein, daß man als depressiver die "normalen" zustände als schön bzw. glücklich erlebt, die für andere menschen der normalfall sind.

Vcitalxboy


nochwas ist mir eingefallen: wenn es mir schlecht geht, bin ich sehr schnell reizüberflutet und möchte mich am liebsten an einen ganz ruhigen, einsamen ort zurückziehen, bei dem "nichts" los ist.

G0rask-IHaxlm


Das ist normal. Das machen viele Leute, wenn es ihnen schlecht geht => Rückzug. Ich persönlich fühle mich, wenns mir nicht gut geht, total minderwertig..jeder starrt mich an und redet über mich (zumindest hab ich diesen Eindruck ;-) )...und jedes Geräusch ist total laut.. :-(

Ne Diagnose soll dir auch kein normaler Arzt stellen, sondern- hab ich dir ja schon x-mal vorgeschlagen - ein Psychologe. Der kann dir keine Medis verschreiben, weil er nicht die Befähigung und nicht die Kompetenz hat, da er kein Medizinstudium hat. Zudem kennt der sich viel besser aus als irgendein Arzt...

Vcital=boy


und noch was ist mir eingefallen: ich habe das gefühl, daß ich diese zustände in keinster weise selbst beeinflussen bzw. steuern kann. wohl glaube ich, daß externe einflüsse meinen zustand verbessern oder verschlechtern können, ich selber sehe mich aber einer gewissen willkür unterworfen, was meine gemütslage betrifft.

natürlich ist man häufig an termine gebunden, zu denen man "funktionieren" muß. das geht einigermaßen gut, solange die aktivitäten nichts mit anderen menschen zu tun haben oder es mir gut geht. ist das nicht der fall, ist ein versagen natürlich vorprogrammiert.

G^raks-Haxlm


ich habe das gefühl, daß ich diese zustände in keinster weise selbst beeinflussen bzw. steuern kann.

???

logisch kann man das nicht. Das wäre ja noch schöner...wenn jeder entscheiden könnte, wann er depressiv ist und wann es ihm gut geht.

VHitaxlboy


Gras-Halm

Das ist normal. Das machen viele Leute, wenn es ihnen schlecht geht => Rückzug. Ich persönlich fühle mich, wenns mir nicht gut geht, total minderwertig.. jeder starrt mich an und redet über mich (zumindest hab ich diesen Eindruck )...und jedes Geräusch ist total laut..

genau. sehr ähnlich ist es bei mir auch. habe dann den eindruck, daß die anderen mich nicht mögen, finden, daß ich ein nichtsnutz bin, schlecht über mich reden, mich potthässlich finden usw.

bei mir kommt dann noch ein depersonalisations/derealisationsgefühl hinzu, was mir dann wieder etwas von dieser "anderen-bezogenheit" nimmt, weil ich ja gefühlsmäßig gewissermaßen "aus der welt verschwinde".

Ne Diagnose soll dir auch kein normaler Arzt stellen, sondern- hab ich dir ja schon x-mal vorgeschlagen - ein Psychologe. Der kann dir keine Medis verschreiben, weil er nicht die Befähigung und nicht die Kompetenz hat, da er kein Medizinstudium hat. Zudem kennt der sich viel besser aus als irgendein Arzt...

meinst du wirklich, ein psychologe kennt sich besser aus? hab ich ehrlich gesagt noch nie probiert.

Gfras-THalxm


ja, sicher. Schon allein weil er Psychologie studiert hat. Ein Psychiater hat Medizin studiert und dann ne Zusatzausbildung gemacht.

Klar kann man das nicht verallgemeinern, so à la "Alle Psychologen sind besser als Psychiater" - gibt ja immer Ausnahmen, schwarze Schafe etc...

V}i7talbxoy


logisch kann man das nicht. Das wäre ja noch schöner... wenn jeder entscheiden könnte, wann er depressiv ist und wann es ihm gut geht.

,

naja, weil es halt oft heißt: "du tust ja nur so, als seist du depressiv bzw. willst es sein, damit du dich von der anstrengung drücken kannst" oder so. als könne man wirklich selber den depressionsknopf drücken und loslassen.

Vtitalxboy


schwarze schafe gibt es immer, jubb. aber wenn es mir in der nächsten zeit nicht mal besser geht, werde ich es vllt mal wieder mit einem arzt probieren.

wenn ich es mir recht überlege, bin ich wohl wirklich nicht manisch. der "gute" zustand ist wohl der normalfall für gesunde menschen.

Gera9s-Halm


werde ich es vllt mal wieder mit einem arzt probieren.

hm, musst du selber wissen...nur wunder dich dann nicht, wenn der dir Medikamente verschreiben will..

V4ital6boy


Gras-Halm

hm, dann ist ein psychologe kein arzt? stimmt, die haben ja kein medizinstudium, das hattest du ja geschrieben.

beim psychiater gibt es meistens eh medis und nix anderes, jubb.

Vhit^alsboy


ich hab mich da bissl reingelesen... bei manisch-depressiven halten die phasen länger an. das habe ich also definitiv nicht.

am ehesten tippe ich auf borderline, auch wegen der depersonalisations/derealisationssymptome. könnte auch eine art erwachsenen-adhs sein - weil mich andere menschen durchaus als "hyperaktiv" empfinden, habe ich heute erst wieder zu hören bekommen. außerdem habe ich konzentrationsschwierigkeiten und geringes durchaltevermögen.

zur zeit geht es mir im großen und ganzen gesehen wieder eher schlecht - schon in den ferien hatte sich das angedeutet, aber nun wird mir klar, daß es mit den ferien eigentlich nicht so viel zu tun hatte.

ok, selbst- oder ferndiagnosen sind vllt kritisch zu betrachten, aber ich kann mich wegen des fehlenden antriebs auch schwer überwinden, einen termin beim arzt oder psychologen zu vereinbaren.

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