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Citalopram - Umstellung von Trevilor

L ebexnsfeguexr


Hallo, habe das Forum gerade entdeckt und mich gleich registriert. Ich nehme seit März 08 Trevilor (37,5mg, abends 1Tbl) und meine Erfahrungen damit sind recht gut. Und ich habe schon etliche Versuche mit vielen anderen AD's durch mit eher zweifelhaftem Erfolg.

Schwitzen als NW habe ich auch, aber nicht dramatisch, vermehrtes Träumen...positiv nehme ich auch wahr, dass keine Gewichtssteigerung ist (hatte ich sonst fast immer).

Insgesamt bin ich innerlich nicht mehr ganz so gehetzt, komme besser zur Ruhe. Kürzlich habe ich eine Woche das Präparat nicht genommen(aus Beschaffungsgründen, wollte mal eine Versandapotheke europa apotheek ausprobieren, aber Psychopharmaka werden nicht verschickt!!!)......und ich denke, dass hat mir nicht so gut getan (habe in dieser Zeit auch etwas mehr Alkohol getrunken)...auch nicht gut.

Seit ich sie wieder nehme gehts deutlich besser. Beunruhigend sind für mich nach wie vor (depressionsbedingt, schätze ich) meine Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, die sich überhaupt nicht bessern wollen, kennt dieses problem jemand von euch? Vielen Dank uund schönen Sonntag noch....

Sochwevden2x009


Alter Verwalter, ich nehme seit gestern Citalopram und das was ich bisher gelesen habe (auch in anderen Foren) macht mir ehrlich gesagt richtig Angst. Solche Anti-Depri-Pillen scheinen ja wirklich ja ein Teufelszeug zu sein oder hat auch jemand etwas positives darüber zu berichten?

:-(

S]chwa>rz5es Bluxt


ein Teufelszeug zu sein oder hat auch jemand etwas positives darüber zu berichten?

Ja, ich! Grundsätzlich ist es so, dass nicht jedes AD bei jedem gleich wirkt. Also muss jeder seine eigene Erfahrung machen. Ausserdem ist die Wirkung nicht sofort spürbar, es kann 2-6 Wochen dauern, bis sich die Wirkung voll entfaltet. Ist nach dieser Zeitspanne keine Wirkung erkennbar, sollte ein Wechsel in Betracht gezogen werden. Nebenwirkungen verschwinden im Normalfall nach der Einschleichphase. Einschleichphase bedeutet, es ist sinnvoll langsam hoch zudosieren, manchmal geht es einem mit dem AD auch etwas schlechter. So dass ganz allgemein. Es ist kein Teufelszeug, es ist für mich mein Lebensretter. Und es hat mir ein riesen Stück Lebensqualität zurückgegeben. Man sollte es aber auch als Begleiter annehmen und zusätzlich an den Problemem auch arbeiten. Meist ist es auch so, dass ohne ein AD eine Psychotherapie nicht sinnvoll ist, weil man schon so gefangen ist, dass man nicht wirklich therapierbar ist. Ist man gut auf die Medikamente eingestellt, hat man eine gewisse Stabilität, auch um an den Problemen zu arbeiten. Therapie und Medikamente sollten sich also die Hand reichen. Ich bin froh über diese Medikamente.

SAchwseden2x009


Mir wurde es eigentlich nur verschrieben, um die widerlichen Symptome zu unterdrücken, die mich meiner Lebensqualität berauben :-/ eine Psychotherapie ist angedacht, nur zu einem verbindlichen Termin noch nicht gekommen (Warteliste).

Nur was AD´s angeht bin ich ein absoluter voll-Laie!

S0chwa!rzes xBlut


Psychotherapie ist angedacht, nur zu einem verbindlichen Termin noch nicht gekommen (Warteliste).

Das ist leider normal. Aber die ADs können dir helfen, bis dahin durchzuhalten.

Nur was AD´s angeht bin ich ein absoluter voll-Laie!

Das ist jeder, der sie das erste Mal nimmt. Und bei jedem ist es anders. Nur probieren geht über studieren. Du solltest dich schon auf die ADs einlassen und sie nehmen. Sonst bist du meist garnicht therapierbar.

S~chweEden2\009


Wie lange hast du sie eingenommen und können diese süchtig machen?

S%chwarpzes xBlut


Wie lange hast du sie eingenommen und können diese süchtig machen?

Ich nehme immer noch ADs. Nein, sie machen nicht süchtig. Man muss sie aber auch ausschleichen, wenn man sie nicht mehr braucht. Im Prinzip ist die Wirkungsweise eines ADs folgendermassen: Das Gückshormon des Menschen ist das Serotnin. Ein AD bewirkt, dass dieses Hormon länger in den Zellen verbleibt und nicht mehr so schnell abgebaut wird. Du veränderst also deine Zellen nicht. Du gibst dem Serotonin nur die Möglichkeit sich länger und besser zu entfalten.

S}chwEede!n20x09


Und wie lange nimmst du sie schon ein? Ausschleichen lassen? Auch bei 10mg am Tag?

Sxchuwarze,s xBlut


Und wie lange nimmst du sie schon ein? Ausschleichen lassen? Auch bei 10mg am Tag?

Ich nehme ADs mit Unterbrechung (keine gute Idee, aber auch anderes Thema) seit ca. einem Jahr. Ersteinmal solltest du das AD einschleichen, sprich die Dosis langsam steigern und dann schauen, ob sich die gewünschte Wirkung einstellt. Tut sie das nicht, halte Rücksprache mit deinem Arzt, um eventuell ein anderes AD auszuprobieren. Dabei ist es möglich von einem AD auf ein anders zu wechseln. Es kann aber auch sein, dass du AD A ausschleichen musst um AD B einzuschleichen. Kommt auf das Medikament an.

ShchwZedenn2009


Vielen lieben Dank für die Infos, schwarzes Blut :)z

Sechw"eden2x009


Und wie funktioniert das mit dem "Ausschleichen" ? Ich werde ab kommendes Wochenende 20mg einnehmen und dieses "raufstufen" ging ja eigentlich relativ schnell, sprich weniger Tage. Ist das beim Ausschleichen auch so? Mehr als 20mg werde ich aber in jedem Fall nicht nehmen!

Sxchw{edenH2009


Gibt es jemanden der mit der Einnahme von Citalopram ebenfalls so fiese Schlafstörungen hat? Ich kann extrem schlecht einschlafen und dann ist es auch eher ein Dösen, als Schlafen. Das geht dann die ganze Nacht durch, so dass ich am nächsten Tag das Gefühl habe, es fehlt etwas an Schlaf.

Hat da jemand Erfahrung mit?

ZZwacWk44


@ Schweden2009

Das ist eine Frage, die man mit dem behandelnden Arzt abklären sollte. Das A&O der Behandlungen psychischer Krankheiten ist der enge Kontakt zum Arzt. Da, wie oben schon mehrfach betont, die Wirkungen und Nebenwirkungen von ADs sehr individuell ausfallen, muß logischerweise die Betreuung der Patienten auch ganz individuell erfolgen. Nur wenn der Arzt weiß, wo der Schuh drückt, kann er helfen. Es ist heute voll etabliert, ADs zwecks Feineinstellung des Patienten miteinander zu kombinieren - auch ein Grund, statt zum Hausarzt doch zu einem versierten Psychiater zu gehen (wie Schwarzes Blut oben schon empfohlen hat). Es wäre also sicher möglich, abends zusätzlich ein sedierendes AD zu nehmen; oben ist ja in dieser Beziehung bereits jemand mit Remergil glücklich geworden.

Dieser Faden ist durch viel Angst und Mißtrauen charakterisiert. Dabei ist es ja gar nicht so schwierig: Niemand ist verpflichtet, längere Zeit ein AD zu nehmen, das nicht wirkt oder inakzeptable NW hat. Weil Patienten unterschiedlich leidensfähig sind, muß sich natürlich der Patient beim Arzt melden, wenn etwas nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat. Auch das Absetzen ist keine Hexerei. Leidet man unter Absetzerscheinungen, hat man zu schnell abgesetzt. Kein Beinbruch: Man geht zurück auf die alte Dosis und schleicht dann langsamer aus.

Die oben auch schon geäußerte Ansicht, man müsse ADs lebenslänglich nehmen, ist nicht in jedem Fall richtig. Oft wird man durch vorsichtiges Absetzen (nach einer AD-Mindestbehandlung von 1/2 bis 1 Jahr) beschwerdefrei. So hatte beispielsweise ich eine 16-jährige (AD-freie) Pause zwischen zwei schweren Depressionen. Die Entstehung von Depressionen ist nicht bis in die letzte Einzelheit geklärt, und die Serotonin-Theorie ist eine Arbeitshypothese, die gut ist, solange sie zu einem guten Behandlungserfolg führt.

Ich bin experimentierfreudig und habe über 20 ADs ausprobiert; ohne ADs würde es mich schon lange nicht mehr geben. Allen Lesern guten Erfolg bei der Bekämpfung ihrer Depressionen - aber seid mündige Patienten!

SkcMhwedjen20x09


Vielen dank Zwack :-)

abends zusätzlich ein sedierendes AD zu nehmen

ich werde mir morgen ein neues Rezept bei der Neurolgin rausholen und dort mein Problem schildern. Ich hoffe, mir kann geholfen werden.

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